Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 18.01.2010 00:13 
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:jc_goodpost:

Ich habe den Film nun auch in der deutschen Langfassung begutachten können (danke nochmal an TRAXX ;) ) und bin hellauf begeistert! Der Film wurde in illusterer 4er Runde eingeworfen - es wurde gelacht, gejault und gebrüllt wie nichts gutes. Der gesamte Film ist ein unglaublicher Heuler. Die deutsche Snychro ist göttlich. Diese völlig bedepperte umherlaufen auf Loregon mit samt "Wir müssen hier entlang" usw. unglaublich! Auch diese "Techno-Babbel" Quatsch auf dem Raumschiff ist doch wunderbar oder die Rotationsszenen(!) alles unglaublich unfassbar geil müllig - dann noch die bizarren Sexszenen. Ein Trash-Fest sondergleichen! (Kann mir kaum vorstellen, dass der Film in der eng. Sprachfassung nur halb soviel spaß macht)


Ach ja: Hat jemand einen halbwegs anständigen Scan eines Covers oder Posters des Films?

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 18.01.2010 01:06 
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Chet hat geschrieben:
Das soll nun also der große Sleaze/Trash-Klassiker sein?


Ja, das ist er!

Chet hat geschrieben:
Nun werden sicherlich einige sagen, dass es daran liegt, dass ich nicht mit der dt. Synchro geguckt habe, aber ich kann mir nun wirklich nicht vorstellen, dass die nun so einen riesigen Unterschied macht. Der Film bleibt ja doch der gleiche.


Doch macht es und nein, der Film bleibt nicht der gleiche!

Filme können durch ne alte dt. Kino- oder Videosynchro gewinnen oder verlieren. Zu sehr vielen Sleazern und Trashgranaten passt eine schundige Synchro dermaßen perfekt, dass mir manchmal alle Menschen, die nicht der dt. Sprache mächtig sind, leid tun! So ein Fall ist es bei der Bestie, den Liebesengeln, vielen Lenzis etc.

Bei ernsten Gialli oder ernsten Spaghettis kann es manchmal aber auch stören oder den Film ruinieren. Es funktioniert also auch in die andere Richtung.

Die Faustregel lautet also: die dt. Synchro macht den Unterschied, ob nun positiv oder negativ.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 18.01.2010 18:23 
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So ist es! Die deutsche Syncro macht einfach doppelt Spaß und ist Pflicht! 8-)

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
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(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 19.01.2010 13:08 
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Ich meinte übrigens mit: "Kann mir kaum vorstellen, dass der Film in der eng. Sprachfassung nur halb soviel Spaß macht"; -> Ich glaube die eng. Fassung macht nicht halb soviel Spaß wie die Deutsche! Irgendwie dünkt es mir man hats falsch verstanden oder malastralla hat beast with a pistol falsch verstanden oder ich habe malastrudel falsch verstanden oder beast with a rifle hat mich falsch verstanden oder wir meinen alle was anderes oder es ist alles quatsch :shock:

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 19.01.2010 13:32 
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chakunah_2072 hat geschrieben:
Ach ja: Hat jemand einen halbwegs anständigen Scan eines Covers oder Posters des Films?


Würde mich da anschließen. Ein 300dpi Scan des US-Covers reicht auch - Ach ja: Ich danke auch TRAXX :)


Hab den Film bis jetzt noch nicht gesehen, freu mich aber schon wie Bolle, dieses Trash-Space-Märchen zu sehen!


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 09.04.2010 11:04 
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Ich habe mich Gestern mal drangemacht den deutschen Ton an die US-DVD anzulegen und habe nun festgestellt, welche Szenen genau in der deutschen Star-Video/Rowo Langfassung gegenüber der XXX-US fehlen! Diese deu. Fassung ist identisch mit der US ausser, an einer (entscheiden) Stelle. Es handelt sich dabei um Szenen (bei der deu. ab Min. 62, in der US also bei Min. 66), während der Orgie im Wald. Erst fehlt ein kurzes 38 Sek. Stück (bei Min. 61) und dann kommt an besagter Stelle ein langer Schnitt von knapp 6 1/2 Minuten. Was in dieser Zeit passiert ist relativ unglaublich (wir dürfen den lieben Onaf ausführlich Full-Frontal, im Profil, bei der Penetration (Detail) beaobachten - auch die anderen legen richtig los, es werden weitere Pillen eingeworfen usw.) und noch unglaublicher ist: Der Film macht so einfach sehr viel mehr Sinn! Man möge mich jetzt für verrückt halten - aber diese Szenen rückt die 'Pferde-' und die (berüchtigte) 'Arsch-Szene' in ein ganz anderes Licht. Auch einige Dialoge die später rausgefeuert werden sind nun viel Verständlicher (die deu. Dialoge sind nebebei im vergl. zu den eng. UTs ziemlich identisch - bis auf ein paar kleine Spitzen hier und da). Es ist ja schon fast schade drum (vom Trash-Gesichtspunkt) aber eigentlich auch nur Konsequent!
Ich gehe jetzt übrigens davon aus, dass es sich bei der Version um die definitive Schnittfassung des Films handelt. Sie macht meiner Ansicht nach einfach am meisten Sinn und (endlich?) paßt alles auf eine merkwürdige Art und Weise zusammen. (Bei der US-Unrated fehlt diese Szenen übrigens nicht, jedoch wurden einige eindeutigen Einstellungen durch das wiederholen harmloserer ersetzt - somit ist diese Fassung eigentlich ziemlich unnötig, ausser man hat Angst vor riesigen super behaarten Typen mit Mega-Plastik-Penis). Also nach Sichtung möchte ich nun unbedingt eine Lanze für diese Fassung brechen, alles andere ist Flickwerk!

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 09.04.2010 12:17 
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Interessant ! Der kommt ja zeitnah von Shameless in den UK auf DVD raus...mal gespannt was da für eine Schnittfassung geboten wird...

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""I despise your killing, and raping. You're despicable. You should be punished. I'm going to chop off your arm, so are you ready?..."


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 09.04.2010 12:25 
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Interessant, aber auch die Shamless wird ja wohl leider offensichtlich keine deu. Sprachoption bieten, von daher keine wirkliche Alternative.... :cry: An der US gibts ja soweit nichts zu kritisieren! (oder?)

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 11.04.2010 13:57 
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OK Leute, ihr habt mich überzeugt, jetzt muss ich nur noch schaun, wo ich die XXX-Version günstig herbekomme...

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 10.05.2010 17:27 
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Eine Uranus-Milch bitte :D
Schöner Trashiger Film , die hübschen Lack und leder anzüge , und dazu noch die coolen Laserpistolen ! ^^ Wirklich zum ablachen , und was machen die Pferde da eigentlich ? Schweinerei :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 05.06.2010 15:07 
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Tolles Forum habt ihr hier. Vielen Dank dafür schonmal von mir als Ex-VHS Sammler (und sorry für den Doppelpost in einem anderen Forum).

Nachdem ich meine VHS-Sammlung etwa 2005 leider aufgeben musste, sind mir doch noch einige kleinere Perlen erhalten geblieben. Hatte allerdings, als mir die ROWO-Fassung der "Bestie" etwa 2002 in die Hände gefallen ist, ihr keine großartige Bedeutung beigemessen, da ich zu diesem Zeitpunkt weder das Label ROWO/Star noch die 81er-Fassung kannte (bis dahin kannte ich nur die Exquisit-Version). Daher bin ich damals noch ausgegangen, dass dies ein Bootleg sei (zumal das Star-Logo - vermutlich aus juristischen Gründen - anscheinend mit einem Edding zensiert worden war)

Also: Ich möchte hiermit das 2. bekannte Exemplar der ROWO-Bestie beisteuern.


Gruß, EvilStiefel (der sich bis dahin noch nie bei einem Film-Forum angemeldet hatte...)

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 03.05.2011 07:46 
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Al Bradley hat wieder zugeschlagen, und er ist nicht allein! Für das Drehbuch waren nämlich Alfonso Brescia und ein gewisser Aldo Crudo zuständig! Die Musik (natürlich wieder Giombini) wird in den Credits einem gewissen PLUTOKENNEDY zugeschrieben. Noch Fragen?

Es beginnt alles in einer Weltraumkneipe, die so abgespaced aussieht, dass man sie sich gut in einem heutigen gentrifizierten Stadtviertel einer Studentenstadt vorstellen kann. Captain Larry Madison, Kommandant der Raumflotte (Vassili Karis) gerät in eine Prügelei mit dem Händler Juan Cardoso (Venantino Venantini), der sich an die schöne Sandra (Sirpa Lane) rangemacht hat, schließlich will Larry selbst Sandra vernaschen und er hat die ultimative Aufreißerfrage parat: „Hast du schon mal den Arsch von einem Pavian gesehen?“ Die Methode erweist sich jedenfalls als wirkungsvoll, denn es folgt eine Sexszene. Ja, nach vier SF-Trashern kam Onkel Al auf die grandiose Idee, die Weltraumthematik mit nackten Körpern anzureichern. Danach hat Sandra einen Alptraum, in dem sich durch einen Birkenwald läuft, während Giombini seinen Synthi quält. Sandra beginnt, ausführlich (!) von ihrem Traum zu erzählen, wobei Larry kurzerhand wieder einschläft. Sandra: „und ich bräuchte so viel Liebe!“

Madison wird auf den Planeten Lorrigon geschickt, um von dort Autalium zu besorgen, ein seltenes Metall, das für den Bau von Neutronenbomben gebraucht wird, denn Cardoso hatte eine Ampulle Autalium bei sich. Daher soll Cardoso vorher noch zur Basis gebracht und verhört werden. Madison geht deshalb wieder in die Space-Bar und ordert harte Getränke: „Bring mir eine Uranusmilch!“ „OK, gebongt!“ Die Festnahme Juans misslingt jedoch.

Also geht es ab ins Raumschiff, wo sowohl auf Larry als auch auf den Zuschauer eine Überraschung wartet. Larry ist verdutzt, denn Sandra gehört als Navigationsoffizierin zu seiner Crew. Der Zuschauer ist geplättet von den Badekappen des Grauens, die die Raumfahrer tragen und kann sich kaum vorstellen, dass die Gage angemessen genug war, sich in diesem Outfit zu präsentieren…

Sandra hat an Bord wieder einen Alptraum, in dem sie die Crew beim Sex sieht und dann sieht sie da noch…

Das Raumschiff gerät unterdessen in Rotation, sprich Alfonso lässt die Kamera rotieren, wobei auch hier wieder die überragende Tricktechnik der Italiener zu loben ist. Wahrscheinlich ILM…

Auf jeden Fall schafft es Madison doch noch, nach Lorrigon zu gelangen. Nachdem die Landefähre dort gelandet ist, beginnt die Crew mit der Erkundung des Planeten, gekleidet in die roten oder grünen Latexanzüge aus „Krieg der Roboter“ und ausgestattet mit Autaliumsuchdetektoren. Dann passiert es, es erscheint ZOKOR! Ja, dies ist nicht mehr Sandras Alptraum, dies ist die Realität. Auf der Suche nach dem Autalium in eine Grotte geführt, tauchen dort dann die goldenen Androiden wieder auf, Onkel Al war schon ein Meister des Recyclings. Die Crew findet sich unterdessen im Birkenwäldchen wieder, wo sich alle ganz merkwürdig fühlen („Ich hätte Lust auf alles zu schießen, obwohl ich eine totale Trägheit verspüre“), wo der Film guerillamäßig von einer Pferdesexszene überfallen wird, worauf sich die weiblichen Crewmitglieder lustvoll über die Möpse streicheln („Hier fängt die Sache an, ernst zu werden!“) Zur Klarstellung sollte erwähnt werden, dass in der Pferdeszene ein Hengst und eine Stute zu sehen sind (zum Glück ist dies kein Film von Onkel Joe…), zumal zur Crew Marina Lotar/Frajese/Hedman of „Das Sex-Taxi“-Fame (Rollenname: Frieda Henkel!) gehört, und über Marina kursieren böse Gerüchte, was den Umgang mit Pferden angeht… Die dritte Frau im All nennt sich Erika Grant und wird Maria D’Alessandro gespielt, die mir sonst unbekannt ist, aber optisch überzeugt.

Die weitere Autaliumsuche führt in eine Art Schloss, wo man sich mit Kopfschmerzen an einer festlich gedeckten Tafel wieder findet, zusammen mit Juan Cardoso und einem Typen namens Onaf (Robert Hundar), der sich als Herrscher des Kontinents vorstellt, aber doch nur ein Erfüllungsgehilfe von ZOKOR ist. ZOKOR ist ein vor langer Zeit außer Kontrolle geratener Computer („solides Vorkriegsmodell“), der seiner Energie aus dem Autalium gewinnt. Das Gelage weiter sich zur Orgie aus, bei der Onaf für eine körperliche Überraschung sorgt.

Anschließend folgt ein Angriff der goldenen Androiden, der wieder mit dem „Marsch-Beat“ (siehe „Krieg der Roboter“) unterlegt wurde, und auch hier klingen die Laserschwerter merkwürdig metallisch. Dann muss der große ZOKOR noch unschädlich gemacht, was nicht ungefährlich ist, denn in dem Moment, in dem ZOKOR „in die totale Havarie eintrete, wird der Planet explodieren!“ Aber natürlich wird alles gut, und Sandra findet trotz der extremen Zeitnot (schließlich droht jeden Moment die Zerstörung des Planeten) noch Zeit, sich zweimal umzuziehen! Das schafft ja nicht mal Madonna bei ihren Halbplayback-Shows…

Freunde hochklassigen SciFi-Entertainments waren bei Don Alfonso noch nie an der richtigen Adresse, seine Ausflüge ins Weltall waren immer schon Beispielfälle für beinharte Trashologen, an denen man allenfalls bemängeln ihre Jugendfreiheit bemängeln konnte. Zum Abschluss seiner 5teiligen SF-Reihe zeigte Brescia ein Einsehen und serviert neben dem üblichen Trash dem geneigten Zuschauer jede Menge Sleaze.

Wobei die Produzenten dann wieder etwas übers Ziel hinausschossen, denn zumindest in den USA ist seit ein paar Jahren eine Version mit Hardcore-Einsprengseln erhältlich, was den Film jedoch nicht zu Zusatzpunkten verhilft. Spätestens anhand einiger deleted scenes wird deutlich, dass diese Szenen eh mit ganz anderen Darstellern gedreht wurden, und angeblich nicht einmal von Brescia selbst stammen sollen.

In Deutschland kam die „Bestie“ (wie auch Andrea Bianchis „Der geheimnisvolle Killer“ und Polsellis „Das Grauen kam nachts“) beim wunderbaren EXQUISIT-Label heraus, und das natürlich wieder in zwei unterschiedlichen Fassungen, die eine 70, die andere 75 Minuten lang. Noch mehr zu sehen, nämlich 81 Minuten, gab auf dem Tape der Fa. Rowo Video, doch sind davon gerade mal 2 Exemplare bekannt. Eine DVD, inclusive des xxx-Materials, ist von X-Cess angekündigt. Ich hätte aber trotzdem lieber eine Brescia-SF-Komplettbox mit allen 5 Filmen und Giombinis Soundtracks aus dem Hause Camera Obscura…

Auf eine Kuriosität sei noch hingewiesen: In der IMDB erhalten sämtliche SciFi-Brescias ja ziemlich katastrophale Bewertungen, die „Bestie“ liegt mit einem Schnitt von 4/10 noch am besten, „Krieg der Roboter“ und „Star Odyssey“ kriegen gerade mal 2,4/10. Ziemlich abstrus ist allerdings, wie sich die Anzahl der User-Reviews verteilt:

Da liegt „Krieg der Roboter“ mit 27 (!) ganz klar vorne, der in Deutschland nicht gelaufene „Anno Zero – guerra nello spazio“ kommt auf 18 Reviews, „Battle of the stars“ auf 16 und „Star Odyssey“ immerhin noch auf 10. Die „Bestie“ kommt hingegen trotz der beiden US-DVDs gerade mal auf 2! Anscheinend sind in den Staaten einige Brescias in einem 50-Filme-DVD-Paket verbraten worden, und diese Scheiben sind offenbar nur Leuten in die Hände gefallen, die sich dann beklagen „the costumes are crappy and cheap, the acting wooden (at best) and the special effects were bad for a 50s sci-fi film – let alone one from 1977. This really is a wretched film all around and not worth even a peek. Avoid it at all costs”, während die “Bestien”-Freunde nicht den Weg zur IMDB finden. Ignorantes Ami-Pack!

Aber es gibt natürlich auch Bradley-Fans in den Staaten:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 03.05.2011 12:37 
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ugo-piazza hat geschrieben:

1. Eine DVD, inclusive des xxx-Materials, ist von X-Cess angekündigt.
2. Ich hätte aber trotzdem lieber eine Brescia-SF-Komplettbox mit allen 5 Filmen und Giombinis Soundtracks aus dem Hause Camera Obscura…


1. War mir noch gar nicht bekannt. Sehr schön, dann kann mein Rip in Rente.
2. Diesem Wunsch schliesse ich mich an! :D

***

Danke für den herrlichen Beitrag!

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 27.05.2011 07:07 
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Hab mir jetzt auch mal die X-Cess bestellt. Bei diesem Film erwarte ich doch sehr viel von der deutschen Synchro. Ist das etwa mit dem Kartoffel-Stil vergleichbar?

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 27.05.2011 15:45 
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Hmm, in etwa.
Die Synchro passt sich der visuellen Weirdness an... ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 30.05.2011 19:12 
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TRAXX hat geschrieben:
Hmm, in etwa.
Die Synchro passt sich der visuellen Weirdness an... ;)


:mua: Bist du Börsenhändler? Die Phrase verspricht viel, wenn man es drin lesen will, sagt aber im grunde nix. Aber ich freu mich jetzt einfach mal auf das Happening. :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 30.05.2011 23:54 
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Ob die Synchro besser oder schlechter ist kann man nicht sagen, da beide Filme komplett durchdrehen und in beiden Fällen die Synchro fester Bestandteil des Wahnsinns ist.... 8-)

Du wirst schon erleben, was ich meine. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 14.08.2011 12:29 
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Na dann kommt er jetzt wohl wirklich am 1.9 auf DVD ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 02.10.2011 00:57 
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Ihr habt mich richtig heiß hgemacht auf den Film. Ich glaube ich bestelle die XCESS. Ist die Qualität in Ordnung?

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 02.10.2011 20:53 
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italo hat geschrieben:
Ihr habt mich richtig heiß hgemacht auf den Film. Ich glaube ich bestelle die XCESS. Ist die Qualität in Ordnung?


Also ich fand die Quali super, aber ich fand auch die Opera-DVD toll. Das muss also in deinen Maßstäben nix heißen. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 09.10.2011 21:28 
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Boah, endlich durfte ich das "Feuerwerk der guten Laune" auch mal sehen. Muß dazu sagen das ich Weltraum-Trash eigentlich nicht so angetan bin, aber dieser Vertreter seiner Zunft schlägt vollends ein.

Hier passt einfach alles:

- die dt. Synchro gibt unfreiwillig Vollgas
- das Synthie-Gedudel von Herrn Giombini fetzt und brennt sich ins Gehör
- Frau Lane ist auch hier wieder ein Eyecatcher, guckt zwar immer dumm aus der Wäsche, aber dafür sehr ansehlich
- die äußerst knuffigen Action-Einlagen mit radikaler Phazer-Action
- Sokor, die fieseste Artificial Intelligence nach HAL 9000

Was mir noch aufgefallen ist:
Die Szenen wo Frau Lane durch den Wald gehetzt und von dem "behaarten" Fiesling bestiegen wird, erinnerte mich unfreiwillig an ihre Begegnung mit der Bestie aus "La Bête", auch die Pferdesexszene gab es da auch zu sehen, nur expliziter!! Scheint mir so, als wollte Brescia den guten Walerian ein bißchen huldigen!


Ich freue schon wie ein kleines Kind auf die DVD und die XXL-Fassung (gibts da mehr Action mit Frau Lane??) und bestelle mir erstmal eine Uranusmilch.

In dem Sinne: "Die Augen auf und die Waffen schußbereit!!"


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 09.10.2011 22:06 
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Giulio Sacchi hat geschrieben:
Ich freue schon wie ein kleines Kind auf die DVD und die XXL-Fassung (gibts da mehr Action mit Frau Lane??) und bestelle mir erstmal eine Uranusmilch.


Na ja, mehr "Action" im weitesten Sinne. Es ist ja keine XXL-Fassung, sondern eine XXX-Fassung :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 12.10.2011 07:44 
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DTM lässt mich mal wieder schön mit meiner Bestellung warten.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 03.11.2011 23:55 
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Die Bestie aus dem Weltraum (Italien 1980, Originaltitel: La bestia nello spazio)

Im Birkenhain kopulieren Pferdelein

Captain Larry Madison (Vassili Karis) wird auf eine Mission von höchster Wichtigkeit geschickt. In den Eingeweiden des weit entfernten Planeten Lorigon, wird ein grösseres Vorkommen des begehrten Metalles Autalium vermutet, ein unschätzbar wertvoller und wichtiger Stoff. Mit einer kleinen Crew macht sich Madison auf den Weg, an Bord befindet sich auch die attraktive Offizierin Sondra Richardson (Sirpa Lane). Pikant, denn kurz zuvor verbrachte man eine eindringliche Nacht miteinander, doch die Protagonisten sollen bald ganz andere Sorgen haben. Kurz vor Lorigon kommt es zu einem dramatischen Zwischenfall, der durchtriebene Händler Juan Cardoso (Venantino Venantini) will sich die Beute unter den Nagel reissen, verpasst dem Schiff Madisons eine feiste Breitseite. Knapp entgehen die Damen und Herren vom Militär einer Katastrophe, landen wenig später tatsächlich auf dem angepeilten Planeten. Lorigon kommt Lieutenant Richardson bekannt vor, schon vor der gefährlichen Reise wurde sie von bizarren Albträumen geplagt, in denen sie sich vermutlich auf Lorigon befand. Plötzlich wird die Mannschaft von einem rätselhaften Ungetüm attackiert, kann sich dem Zugriff der erschreckenden Gestalt jedoch entziehen. Captain Madison und ein Teil der Besatzung begeben sich auf die Suche nach dem Autalium, sie geraten in einen grotesken Strudel aus Wahn und Lust, treffen auf einen alten Bekannten und sonstige Gesichtsruinen...

Regisseur Alfonso Brescia inszenierte in den sechziger Jahren ein paar Sandalenfilmchen, gefolgt von diversen Italowestern, die bekanntlich ab Mitte der Sechziger die Helden in Sandalen verdrängten. Ab 1977 sorgte Brescia für einige Science-Fiction-Trasher, nachdem er sich zuvor/währenddessen mit dem Polizei-/Gangsterfilm beschäftigte. Der Begriff "Trash" wird seit einigen Jahren überstrapaziert, doch auf "Die Bestie aus dem Weltraum" trifft dieses Wörtchen zweifellos zu, hier hagelt grober Unfug ohne Pause oder Gnade auf den Zuschauer hernieder. Kulissen der billigsten Sorte, herrliche knuffig-bescheidene Raumschiffe, "typische" SF-Schaupläze wie ein völlig harmlos anmutender Birkenwald. Achja, die Raumschiffmodelle sind bereits keine Meisterleistungen, aber die "Innenausstattung" der Gefährte spottet jeder Beschreibung, unglaublich. Freilich darf es bei all diesem Stumpfsinn nicht an bekloppten Uniformen fehlen, die mich spontan an "Bavas Planet der Vampire auf Crack" erinnern. Die "Handlung" wird immer wieder durch unerotisches Gerödel gestreckt, bei dem sich die Herrschaften wahlweise im Wald oder zwischen bunten Kissen besteigen. Die vorliegende DVD bietet zwei unterschiedliche Fassungen an, auf die ich gegen Ende des Kurzkommentares eingehen werde.

Für die Rolle des Helden wählte man Vassili Karis, der in mehr als vierzig Filmen aus der zweiten und dritten Liga mitwirkte. Karis mutet "irgendwie" wie einer dieser unsympathischen Banker oder Versicherungsfritzen an, die ihren Opfern mit fragwürdigen Verträgen das letzte Geld aus der Tasche zu ziehen gedenken, aber wozu braucht eine Granate wie "La bestia nello spazio" einen Superman(n)? Meist glotzt Herr Karis debil aus den Glupschern, unter Druck offenbart er dennoch echte Führungsqualitäten, die Damen liegen ihm sowieso zu Füßen. Venantino Venantini dürfte fast jedem Freund gepflegter Eurokultunterhaltung schon häufiger begegnet sein, als schlitzohriger Händler sorgt er für manchen Schmunzler. Neben Vassili Karis und Venantino Venantini, ist Claudio Undari die bemerkenswerteste Erscheinung in den Reihen der Herrenriege, er gibt den geheimnisvollen Onaf, einen Bewohner des Planeten Lorigon. Zwar taucht Undari erst recht spät auf, hinterlässt aber besonders bei der weiblichen Hauptdarstellerin einen tiefschürfenden Eindruck. Wenn Onaf die untere Hälfte seines traumhaften und wohlgeformten Körpers schlagartig enthüllt, werden neue Standards in den Disziplinen brechreizanregende Behaarung und bedrohliche Hammergröße gesetzt. Es ist unbeschreiblich, ich bin vor Lachen fast vom Sofa gefallen! Sirpa Lane ist eindeutig das Schmuckstück unter den Damen, die aus Finnland stammende Blondine zeigt ihren schmackhaften Körper vor, begibt sich mit Vassili Karis in den Nahkampf, entdeckt unter der Anleitung von Claudio Undari neue Gebiete auf dem Feld der Höhlenforschung. Damit sind die relevanten Akteure genannt, die übrigen Herren bleiben austauschbar, die ergänzenden Damen sind nett anzuschauen, gewähren selbstverständlich mehrfach freien Blick auf ihre fruchtig-frischen Auslagen.

Mit ein paar Zeilen lässt sich "Die Bestie aus dem Weltraum" nicht angemessen beschreiben oder würdigen. Nahezu jede Einstellung ist purer Unsinn, Schund und entbehrt Sinn und Verstand. Unglaubliche Dinge spielen sich vor den Augen des Betrachters ab. Dümmliche Raumfahrer taumeln durch einen Wald, fühlen sich plötzlich ganz seltsam, unvorbereitet erblicken sie Pferde beim Akt, werden bei dieser Aussicht selbst spitz... Wenig später landen sie in Onafs Anwesen, wo fleissig gebechert und natürlich nach allen Regeln der Kunst gepimpert wird. Achso, erwähnte ich bereits, dass der superdupermächtige Megarobotercomputer Zokor über den Planeten Lorigon herrscht, der mit blecherner Hand und eiserner Härte gegen alle Störenfriede vorgeht? Nein? Macht nichts, denn allerspätestens beim Anblick der Leibgarde Roboimperators erleidet ihr eine Zwerchfellruptur! Übrigens ist der besagte Roborocker völlig durchgeknallt, laut Onav sind bei Zokor vor ewiger Zeit diverse Transistoren verglüht, nun haben wir den Salat.

Alfonso Brescia (unter dem Tarnnamen Al Bradley am Start) hat einen Klassiker für die Ewigkeit vom Stapel gelassen (muhahaharrr)! Vermutlich werden mindestens 98% der Menschheit dem Druck dieser Granate nicht gewachsen sein, spätestens nach fünf Minuten vor Wut die DVD aus dem Fenster werfen. Wer jedoch nicht vor "echtem" Schund zurückschreckt, sich mit einer extrem beknackten Synchro anfreunden kann (die deutsche Fassung macht richtig Freude!), dazu noch ein Herz für "unerotische Erotikszenen" hat... Der sitzt entweder längst in der Klapse und wurde dauerhaft sediert, oder gehört zu einer asozialen Randgruppe verwirrter Filmfanatiker, die vor kaum einer Entgleisung wahnsinniger Murksbrüder zurückschrecken. Bitte, wer sich irgendwie angesprochen fühlt, sagt die nächste Sitzung beim Psychoklempner ab, zieht euch lieber diesen Stoff ins Hirn (aber werft mir nachher nicht vor, dass ich euch nicht vor den Nebenwirkungen gewarnt hätte!). Weil es gerade so gut passt, möchte ich die versprochenen/angedrohten Worte zu den beiden Fassungen loswerden. "Standard" kommt ohne HC-Einschübe ins Haus, während die "XXX-Version" ein paar Momente dieser Gangart einstreut. Ein wenig Gesauge und Gerammel ohne Tarnkappe, doch insgesamt wirkt die Version ohne HC "runder". Allzu groß sind die Unterschiede sowieso nicht, die HC-Fassung punktet mit mehr Ausblicken auf den Gnadenhammer Onafs, der mit seinem Gummiprengel eine widerspenstige Pforte durchschreiten möchte. Ergo erreicht die HC-Version letztlich den gleichen Unterhaltungwert.

Bevor ich es vergesse, möchte ich auf den sehr schönen Score von Pluto Kennedy (Marcello Giombini) hinweisen. Der Sound bewegt sich irgendwo zwischen "Siebziger-Jahre-SF-Mucke" und "C64-Geschwurbel", tatsächlich lieferte Giombini später Arbeiten für C64-Spiele ab, der legendäre Computer eroberte ab 1982 die Wohnzimmer in aller Welt (aber das ist ein anderes Thema. Hach, Nostalgie in Vollendung). Abschliessend ein Blick auf die DVD aus dem Hause X-Cess. Während in den USA (Severin) und Großbritannien (Shameless) bereits DVDs vorlagen, war eine Veröffentlichung für den deutschen Markt längst überfällig. Angenehmerweise packte X-Cess gleich beide Fassungen auf die Scheibe, die gebotene Qualität sollte die Zielgruppe zufriedenstellen, ein paar Boni runden den positiven Eindruck ab. Im Zuge des grassierenden "Hartboxenwahns", bietet das Label den Streifen mit drei unterschiedlichen Covern an, eine kleine und zwei große Hartboxen wurden auf den Markt geworfen, der Inhalt ist identisch.

Wie zum Henker soll ich "Die Bestie aus dem Weltraum" in Zahlen bewerten? Ein unmögliches Unterfangen! 9/10 Sympathiepunkte? 11/10 Trashpunkte? Reicht das als Hinweis, Warnung, Drohung, Bankrotterklärung? Liebhaber wissen sowieso Bescheid, Neugierige sind gewarnt, der Masse geht es am Popo vorbei.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 18.03.2012 16:18 
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Also ich habe mir die deutsche DVD nun auch mal zur Brust genommen und muß sagen - ICH BIN ENTÄUSCHT! Gleich nach dem Einlegen habe ich erstmal geschaut ob ich nicht doch zufällig eine alte VCD oder sonstwas eingelegt habe... die unglaublich miese Kompression der deutschen Fassung ist verdammt störend und auf großen Diagonalen nicht zu ertragen. Ein Vergleich mit der US DVD zeigt das hier tatsächlich MASSIV Details verloren gehen...

deu DVD:
BildBildBildBildBildBild

US DVD
BildBildBildBildBildBild

Die Bilder können das unfassbare Pumpen und die ganze matschig schwimmende Unruhe, die das Bild plagt, gar nicht einfagen. Da bietet man schon, relativ sinnloser Weise, die zensierte Fassung an und versaut dann die Kompression weil man zuviel Material auf die Scheibe quetscht... die paar Hundert MB die noch frei waren, hätten dem Bild aber sicher gut getan... Ich habe das Gefühl, dass die zensierte Version NOCH schlechtere Kompression hat (kann mich aber auch täuschen, viel schlechter geht sowieso kaum). Der Ton ist wengistens ganz in Ordnung (immerhin keine Rauschfilterorgie), die Anpassung ist auch ganz gut, geht aber besser. Da bin ich relativ sicher...

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 03.04.2012 15:16 
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W00t? Auch wenn die Scheibe nur mittelprächtig geraten ist, der Film ist unverzichbar! Dein Leben macht ohne diesen Flick keinen Sinn, gib das Schätzchen nicht her!

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W00t? Auch wenn die Scheibe nur mittelprächtig geraten ist, der Film ist unverzichbar! Dein Leben macht ohne diesen Flick keinen Sinn, gib das Schätzchen nicht her!

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Du gibts eh jedem Film eine 8/10 ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 03.04.2012 19:40 
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 Betreff des Beitrags: Re: DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 03.04.2012 19:43 
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Blap hat geschrieben:
Eher nicht, aber der Bestie mindestens 9/10!



Ich habe mich 2 mal durch die erste Hälfte gequält und dann auch noch etwas vorgespult um zu sehen ob noch was passiert. Ich muss auch nicht jeden Müll gut finden.

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