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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 07.12.2009 15:00 
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Originaltitel: Ultimo Cacciatore, L'
Herstellungsland: Italien
Erscheinungsjahr: 1980
Regie: Antonio Margheriti

Inhalt:
Captain Morris befindet sich im Auftrag der amerikanischen Streitkräfte im undurchdringlichen Dschungel Vietnams. Sein Befehl lautet, einen Propagandasender der Vietcong ausfindig zu machen und zu zerstören.
Begleitet von der jungen Journalistin Jane macht er sich auf in die 'Grüne Hölle', aber bald geht es nur noch ums nackte Überleben. Beide geraten in Gefangenschaft der Nordvietnamesen. Trotz grausamer Folterungen gelingt es den beiden doch, sich zu befreien und den feindlichen Sender ausfindig zu machen...

Quelle: ofdb.de

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 07.12.2009 15:06 
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Schöner Vietnam-Trash! Coole Synchro, abfuckte Charaktere, alles da was man braucht!

Die DVD aus dem Hause HDMV (die ca. 548 VÖ des Films) liefert immerhin richtiges Bildformat! Sonst alles wieder solala, billige Normwandlung...

BildBildBildBildBild
BildBildBildBildBild


Hier gibts noch den Trailer (schön verzerrtes Bildformat...)
www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 07.12.2009 16:33 
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Einer der besten Italo-Kriegsfilme.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 07.12.2009 19:39 
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@chakunah: Die HDMV is ja auch nur ein Repack der X-Rated....so viel zum Thema schönes Bild... ;)

Generell mein einziger Italo-Kriegsactioner den ich auf DVD habe, hier ist Mergheritit meiner Meinung nach alles gelungen.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 07.12.2009 20:15 
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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 08.12.2009 00:35 
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Santorro hat geschrieben:
@chakunah: Die HDMV is ja auch nur ein Repack der X-Rated....so viel zum Thema schönes Bild... ;)

Wie meinst du das jetzt? Repack verstehe ich, aber den zweiten Satz :wiejetzt:

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 08.12.2009 10:13 
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Ganz einfach, X-Rated hat's eben nicht so mit super Bildqualität.
Die einzigen mit guter-sehr guter Bildquali sind die Giallos, der Rest ist nur normgewandelter Mist...

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 08.12.2009 12:12 
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Santorro hat geschrieben:
Die einzigen mit guter-sehr guter Bildquali sind die Giallos, der Rest ist nur normgewandelter Mist...


Ähhm... Kennst du das gesamte Programm vom grossen X? Ich leider(?) nicht, aber es gibt durchaus solide DVDs abseits der Gialli. Z.B. "Die Nonne von Verona". Ok, es ist auch etlicher Murks dabei, das kann man nicht bestreiten.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 08.12.2009 12:57 
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Santorro hat geschrieben:
Ganz einfach, X-Rated hat's eben nicht so mit super Bildqualität.
Die einzigen mit guter-sehr guter Bildquali sind die Giallos, der Rest ist nur normgewandelter Mist...


Ach so! Ich dachte irgendwo wurde mal gutes Bild o.ä. ganz speziell für diese VÖ versprochen! Ansonsten gibt es bei X-Rated natürlich nicht NUR normgewandelten Müll, hat Blap recht! (Ich überleg noch wegen Beispielen... :ich-warte:)

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 08.12.2009 14:55 
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Bei der Neuauflage vom Jäger wurde ERSTMALS im ORIGINAL-BILDFORMAT versprochen !
Daraus wurde dann eine Normwandlung der Code1-DVD....wie schon bei TÖTE,DJANGO 6 VERDAMMT ZU LEBEN, VERDAMMT ZU STERBEN...irgendwie baut X-Rated bei den ganzen Filmen Scheisse, die ich gut finde !

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 08.12.2009 15:11 
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Das ist vor allem Schade, da ich besonder bei diesem Film unbedingt den deu. Ton haben möchte! Sonst könnte man ja zum Import greifen (bei Töte Django und VZL-VZS kann ich mit ita. Ton + eng. Subs leben).

Das ist nun schon auch die zigste VÖ, die ich mir von diesem Film geholt habe (habe meine alten immer wieder verkauft). Dachte mir irgendwann wird schonmal 'ne gute Neuauflage kommen. Die HDMV hab ich dann, ob des günstigen Preises, mal mitgenommen. Dachte mir, dass es ja nur besser werden kann... wußte zu diesem Zeitpunkt auch gar nich, dass ein nur ein Re-Pack der X-Rated ist...
:sd6:

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 08.12.2009 15:13 
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Steht hinten drauf. Weiter unten bei der Altersfreigabe ist ein Re-Pack Logo....achtet man kaum drauf...schau mal nach.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 08.12.2009 15:17 
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Ist mir schon aufgefallen... ein kleines X... Wenn man (ohne Einkaufsliste) auf 'ner Börse rumläuft, sieht man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht... Das Menü verrät dann ja eigentlich schon alles!

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 09.12.2009 18:25 
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Mich stört es immer, das dies aber fast keiner anprangert, alle Freuen sich immer über die schön aussehende Hartbox, weitere Infos ob die Qualli past , oder wie der Film ist erfärt man nie!
Darum habe ich gar nich soviel X scheiben, kauf doch nicht die Katze im Sack, bei den Preisen manchmal!

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 04.07.2010 14:22 
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Schöner Italo-Streifen, mir gefällt insbesondere der düstere Kontext des Films. Schade, dass es so wenig Vietnam-Streifen aus Italien gibt!


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 05.07.2010 00:24 
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Welche (möglichst deutschsprachige) VÖ von den 548 ist denn nun zu empfehlen?

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 18.03.2011 14:02 
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Diabolik! hat geschrieben:
Welche (möglichst deutschsprachige) VÖ von den 548 ist denn nun zu empfehlen?


Der Frage schließe ich mich mal an. Die deutsch Synchro ist top, viele bekannte Sprecher aus dem Actionbereich und Schweiß und Dreck sind in den Stimmen regelrecht zu hören :D


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 18.03.2011 15:48 
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Die dritte Fassung, die ich mir gekauft habe, ist Die, die ich auch behalte. Sie ist von X-rated und nennt sich "Perfect 2.35 uncut Edition". Im Gegensatz zur X-NK und zur Best Entertainment ist diese Fassung ungekürzt, anamorph und im richtigen Bildformat 2,35:1. Trotzdem ist die Bildqualität nicht sonderlich gut, aber keinesfalls schlechter als die anderen Veröffentlichungen.

Gruss, horrorelvis


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 18.03.2011 15:55 
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Was ist denn bei der XNK gekürzt, war immer davon ausgegangen die wäre uncut??

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 18.03.2011 16:09 
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Eine ca. 35 sekündige Handlungsszene am Stück.

Gruss, horrorelvis


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 13.12.2011 01:15 
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Grosse Hartbox Nr. 109 von X-Rated (Cover A)


Jäger der Apokalypse (Italien 1980, Originaltitel: L'ultimo cacciatore)

Die italienische Sicht auf den amerikanischen Albtraum

Captain Henry Morris (David Warbeck) wird mit einer brisanten Mission beauftragt. Irgendwo tief im Dschungel hat der Feind einen Radiosender installiert, der die Moral der US-Soldaten mehr und mehr der Zersetzung anheimfallen lässt. Bereits die "Anreise" zum Ausgangspunkt des Auftrages wird zum Höllenritt, die Hubschrauber geraten ins Visier der erbarmungslosen Widersacher. Als Morris schliesslich wieder Boden unter den Füßen hat, trifft er in der grünen Hölle auf einen kleinen Unterstüzungstrupp, aus dem sich bald George Washington (Tony King) und Carlos (Bobby Rhodes) als zuverlässigte Helferlein hervortun. Über die Anwesenheit der Journalistin Jane Foster (Tisa Farrow) ist Morris zunächst weniger begeistert, man arrangiert sich jedoch nach einer kurzen Anlaufzeit. Immer wieder geraten Morris und seine Mannschaft in Bedrängnis, ist die Mission zum Scheitern verurteilt...???

Wenn der von mir sehr geschätzte Antonio Margheriti auf dem Regiestuhl sitzt, dann wird dem Freund des gepflegten Eurokinos fast immer herrliche Unterhaltung geboten. Wir verdanken Margheriti stimmungsvolle Krimis (teils mit Mystery-Schlagseite), starke Western, bekloppten SF-Trash und vieles mehr. Hier ein minimaler Auszug aus seinem Schaffen, fünf Werke die mir ganz besonders am Herzen liegen:

• Sieben Jungfrauen für den Teufel (Nude... si muore, 1968)
• 7 Tote in den Augen der Katze (La morte negli occhi del gatto, 1973)
• Satan der Rache (E Dio disse a Caino, 1969)
• Einer gegen das Imperium (Il mondo di Yor, 1983)
• Kommando Leopard (1985)

"Jäger der Apokalypse" trägt den Originaltitel "L'ultimo cacciatore", die Übersetzung lautet "Die letzten Jäger". Von dem vielsagen Wort "Apokalypse" versprach sich der deutsche Vertrieb damals vermutlich mehr, immerhin flimmerte in den späten siebziger Jahren das bildgewaltige Epos "Apocalyse Now" von Francis Ford Coppola über die Leinwände der Nation. Tatsächlich bedient sich Antonio Margheriti hier und da bei Coppola, streut einige pseudo-dramatische Szenen ein, die dem Zuschauer so etwas wie Tiefgang vorgauklen sollen. Zu Beginn der Selbstmord eines durchgeknallen Kameraden der Hauptfigur, zum Finale ein mit bombastischen Klängen untermalter Hubschrauberangriff. Weitere Beispiele sind mühelos während der Sichtung erkennbar, eine Aufzählung wäre ermüdend, ich rate daher dringend zum Genuss der Sause! Keine Bange, zu einem verquasten "Anti-Kriegsfilm" wird Margheritis Beitrag zu diesem US-Trauma nie, viel zu reisserisch sind die Action-/Gewaltszenen angelegt, die Dialoge und Sprüche greifen mit Beigeisterung in die unteren Schubladen. Um es mit einem Wort/Satz aus dem aktuellen Sprachschatz des Filmfreundes zu beschreiben: "Jäger der Apokalypse" ist extrem "exploitativ" angelegt, bleibt stets ein wüster Reisser, mutiert nie zur ernsthaften Anprangerungsveranstaltung. Klartext: das Teil ist und bleibt zu 100% ein wunderbarer Exploitationfilm, Margheriti gehört zu den Meistern seines Fachs. Damit ist "eigentlich" genug gesagt. Wer sich nicht bereits angewidert abgewendet hat, der sollte sich schnellstmöglich eine geeignete DVD beschaffen und Spass haben!

Ich erlaube mir dennoch ein paar Zeilen zur Besetzung, die Damen und Herren vor der Kamera sollen nicht ungewürdigt bleiben. David Warbeck, jeder Freund des italienischen Horrorfilms erkennt ihn sofort, der gute Mann spielte in Lucio Fulcis Knüller "Die Geisterstadt der Zombies" (E tu vivrai nel terrore - L'aldilà, 1981) eine Hauptrolle, agiert dort an der Seite der sympathischen Catriona MacColl. Als kantiger und zielstrebiger US-Offizier macht Warbeck einen guten Job, dazu benötigt er keine Muskelfleischberge auf den Knochen, es geht auch ohne "Rambo-Look". Auch Tisa Farrow hatte unter der Anleitung von Lucio Fulci ihren grössten Momente, sie ist im grandiosen "Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies" (Zombi 2, 1979) am Start, dazu im unvergessenen "Man-Eater" (Antropophagus, 1980) des geschätzten Joe D'Amato. Dank Warbeck und Farrow sind die Hauptrollen folglich mit einem hohen und angenehmen Wiedererkunngswert ausgestattet, das dynamische Duo findet meine volle Zustimmung. Als Co-Helden fungieren Tony King und Bobby Rhodes, die mit ihren flott-dämlichen Sprüchen immer wieder für Schmunzler sorgen. Überhaupt gefällt mir sehr gut, dass man einem schwarzen Sergeant den Namen George Washington verpasst hat. Aus den Nebenfiguren ragt John Steiner hervor, er gibt den schrulligen Major Cash, der im Dschungel auf verlorem Posten einen Sauhaufen von abgewrackten und ausgebrannten Knalltüten befehligt. Die stets liebenswerte Froschfratze Luciano Pigozzi sehen wir als "Barmann", Massimo Vanni legt ein flottes Solo hin, getrieben durch feindliches Feuer. Damit genug, diverse Gesichtsruinen fülllen das Ensemble angemessen auf.

Antonio Margheriti versteht es sein Publikum zu unterhalten. "Jäger der Apokalypse" spult treffsicher sämtliche Klischees ab, das Ergebnis ist ein äusserst kurzweiliger und zeitweise angenehm räudiger Kriegsactioner. Die Action ist stilsicher inszeniert, Freunde rustikaler Momente kommen bei diversen Panschereien auf ihre Kosten. Bevor ich nun in endlose Beigeistungsstürme verfalle, gibt es abschliessend den Blick auf die mir vorliegende DVD-Auswertung. X-Rated hat ursprüglich eine gekürzte Fassung veröffentlicht, die zusätzlich durch ihr falsches Bildformat unangenehm auffiel. Mit der nachgereichten "Perfect 2.35 Uncut Edition" kann ich gut leben, lediglich die Kompression schwächelt ab und zu, insgesamt könnte das Bild eine Prise mehr Schärfe vertragen. Perfekt ist die Scheibe sicher nicht, insgesamt aber eine brauchbare und zufriedenstellende DVD zu einem unverzichtbaren Film!

7,5/10 (gut bis sehr gut - Tendenz steigend)

Lieblingszitat:

"Angenehmes Bad und gute Reise!"
"Arschloch!"


Zur Feier des Tages geht noch ein weiteres Zitat:

"Was schlagen Sie vor?"
"Ich schlage nichts vor, ich folge Befehlen."


(Ich habe bewusst zahme Beispiele gewählt. Die vollständige Wundertüte überschüttet den Zuschauer mit diversen Auswüchsen, herrlich!)

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE JÄGER DER APOKALYPSE - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 18.02.2013 14:05 
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DIE JÄGER DER APOKALYPSE

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Alternativer Titel: The Last Hunter
Produktionsland: Italien
Produktion: Gianfranco Couyoumdjian
Erscheinungsjahr: 1980
Regie: Antonio Margheriti
Drehbuch: Dardano Sacchetti
Kamera: Riccardo Pallottini
Schnitt: Alberto Moriani
Spezialeffekte: Apolonio Abadeza
Musik: Franco Micalizzi
Länge: ca. 92 Min.
Freigabe: Ungeprüft
Darsteller: David Warbeck, Tisa Farrow, Tony King, Bobby Rhodes, Margit Evelyn Newton, John Steiner



Captain Morris hat den Auftrag einen Propagandasender der Vietcong zu zerstören. Während seiner Reise durch den Dschungel schließt sich die Journalisten Jane Foster an. Das Unternehmen: Propagandasender, führt sie allerdings in Gefangenschaft und die Behandlung im Gefangenenlager ist nicht gerade die eines 5 Sterne Hotels.

DIE JÄGER DER APOCALYPSE finden ihren Einstieg – inmitten von genervten und traumatisierten US Soldaten - in Saigon. Die Bilder wirken dreckig und billig und die anschließend einsetzenden Explosionen bestärken jenes Gefühl, dass man sich in „Antonio Margheritis Vietnam“ sehr wohl fühlen kann.

„Irgendwann schneiden sie uns sowieso bald allen den Kopf ab.“


Eine Erkenntnis die schnell in die Tat umgesetzt wird. Im Dschungel fließt das Blut in Strömen und die Gedärme der Kriegsscharen verlassen ab und an ihr zuhause. DIE JÄGER DER APOCALYPSE und ihre Gejagten - sind keine Messdiener. Ihr Tagesprogramm lautet: Töten, denn darin sind sie Fachleute.

„Ich schlage nicht vor, ich folge Befehlen.“ (Washington)


Das Todeskommando Vietnam ist somit im vollen Gange. Der Zuschauer marschiert, unter der Leitung von Captain Henry Morris, durch die grüne Hölle geleitet. Dieser - uns vertraute - Reiseführer wird von einem gut aufgelegten David Warbeck gespielt. Ihm zur Seite steht die Reporterin Jane Foster (Tisa Farrow). Tisa wirkt sympathisch, beschränkt sich ansonsten jedoch nur auf das Nötigste. Ein ordentlicher Auftritt. Doch was wäre Vietnam ohne einen richtig harten Kerl? Natürlich nichts! Also steht Tony King als Sergeant George Washington bereit. Als weiteres Highlight darf man sich auf John Steiner in der Rolle des - Kriegsmüden und faschistisch angehauten - Major Cash freuen.

„Ich habe keine Zeit sie zu hassen… ich töte sie!“

DIE JÄGER DER APOCALYPSE ist wahrlich kein Film aus der Antikriegs-Schublade. Auch der billige Look den das „Unternehmen Margheriti“ verbreitet sollte dem Zuschauer vor der Ansicht des Films klar sein. Falls dieser sich mit solchen Vorraussetzungen nicht anfreunden kann - dann ist es besser den Film zu meiden. Freunde von brutalen und Menschenverachtenden Italo-Kriegs-Filmen werden natürlich sehr gut bedient.

Fazit: Eine brutale, Schweißtropfentreibende - und vor allem: dreckige Reise durch den Dschungel von Vietnam. Menschenverachtend, Frauenfeindlich, faschistisch, brutal. Eine bleihaltige Vietnamsause, die zu vorzüglichen Exploitation-Cinema mutiert.

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