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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DIE NONNE VON VERONA - Dominico Paolella
BeitragVerfasst: 15.12.2013 20:27 
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Italien/Frankreich 1973

Darsteller: Ornella Muti, Anne Heywood, Luc Merenda, Muril Catala, Martine Brochard, Claudia Gravy
Score: Piero Piccioni

Wir befinden uns in einem Nonnenkloster im 16. Jahrhundert. Die alte Äbtissin liegt im Sterben und zwei Nonnen buhlen um deren Nachfolge. Schwester Giulia (Anne Heywood) wird von dem wohlhabenden Don Carlos unterstützt, von diesem erhält sie Gift um die älteste Nonne aus dem Weg zu räumen. Im Gegenzug sind ihm Goldmienen versprochen, aber auch die Frisch im Kloster angekommene Nichte(Ornella Mutti) von Giulia hätte er gerne mal unter Augenschein genommen. Auch Schwester Carmela(Claudia Cravy) würde Gerne die neue Äbtissin werden. Sie hofft auf ihren heimlichen Liebhaber Pietro (Tulio Del Prete), der einen guten Draht zum Stellvertreter des Erzbischofes hat. Giulia nutzt dies natürlich aus um ihre Konkurentin auszustechen. Hat aber selbst eine Lesbische Beziehung zu einer der Nonnen, die sie Sträflich vernachlässigt und lieber einer der neuen jungen Novizinen schöne Augen macht. Die Eifersüchtige Nonne schreibt Anonyme briefe, die dem Stellvertreter Carafo (Luc Merenda), den Anlass geben bei seinem Herrn dem Erzbischof , um Untersuchung der Vorfälle zu bitten. Da diese sich seiner Meinung bestätigen, drängt er auf die Inquisition, die im Geheimen hinter den Klostermauern Stattfinden soll....
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"Die Nonne von Verona" wird unter dem Nunsploitation vermarktet, klar ziehen Nackte haut und Folter besser, als das man den Film als Drama vermarktet. Dabei ist zu aller erst mal ein Drama, in diesem Fall sollte man keine wilden Sex- und Gewaltorgien erwarten. Klar es gibt einige Erotische Szenen, die sind von Kurzer dauer und gut eingefangen, fügen sich gut ein und sind nicht Plump. Viel zu sehen gibts da nichts...
Gegen ende wird auch etwas gefolltert, auch da ist das nicht extrem, eine Szene findet zimlich im Halbdunkel statt und der rest ist nicht sonderlich Explizit, aber schon brutal.
Am ärgsten dürte noch der Gifttot einer der Nonnen sein, die sich vor Schmerzen krümmend am Boden wälzt...
"Anne Heywood" sieht auch als Pinguin dementsprechend aus, ihre Gegenspielerin, "Claudia Cravy" hat auch nicht das Hübscheste Gesicht, sogar Typisch Nonne würde ich sagen :lol: Aber unter der Kluft hatten die schon echt einen tollen Body ;) Die damals noch sehr junge Ornella Muti bleibt hier ziemlich züchtig . Die Doppelmoral der Kirche wird hier angeklagt, einerseits werden die nicht Keuschen Nonnen angeklagt, andererseits sind die Ankläger von Materiellen Gütern verblendet, die zum Wohle der Kirche zusammengeraft werden...
Das Drehbuch räumt den tollen Darstellern eine gewisse Tiefe und Glaubwürdigkeit ein, ist halt ein ruhig erzähltes Drama, das uns der Piratenfilmveteran Domenico Paolella vorsetzt.
Wer hier einen Sleazer erwartet wird wohl etwas endtäuscht sein.
Ist aber ein gut Gefilmtes, Vertontes, Musik untermaltes und toll Gespieltes Drama, das uns etwas die Kirchliche Geschichte von Damals näher bringt.
Solche Kloster und Prozesse gab es ja wirklich....

Bisher bin ich im Nonnen Genre noch nicht so bewandert, vergebe mal...
7/10

Die Xrated hat eine ansprechende Quallität. An heutigen Massstäben gemessen ging sicher noch mehr, passt aber!
Als bonus gibts eine kleine Geschnittene Nacktszene wo sich eine Nonne selber Geiselt...
Kinotrailer, Kurzspot, Trailer zu "Der Nonnenspiegel" ect...
Der Film geht 96 und ein paar Zerquetschte.... Was die aufschrift "97 +12 Ungeschnitten" bedeutet blicke ich aber nicht so recht. Eine Fassung mit 85 min findet sich weit und breit nicht, oder wie ist das zu verstehen ???

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Bilder hab ich aus diesem Schnittbericht entliehen:
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 Betreff des Beitrags: Re: DIE NONNE VON VERONA - Dominico Paolella
BeitragVerfasst: 15.12.2013 21:09 
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Hm, bin auch nicht der große Nonnen-Fan... Von Paolella hab ich noch den NONNENSPIEGEL.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE NONNE VON VERONA - Dominico Paolella
BeitragVerfasst: 16.12.2013 07:57 
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Die Nonne von Verona

Ein Nonnenkloster im 16. Jahrhundert. Nach dem Tod der alten Äbtissin buhlen mehrere Nonnen um deren Nachfolge. Schwester Giulia (Anne Heywood) wird vom wohlhabenden Don Carlos unterstützt, der ihr dazu rät die älteste Nonne langsam zu vergiften, stellt geeignetes Gift zur Verfügung. Doch auch Schwester Carmela möchte neue Äbtissin werden. Sie hofft auf ihren -heimlichen- Liebhaber, welcher einen guten Draht zur lokalen Obrigkeit der Kirche hat. Giulia will die sündige Carmela wegen deren Liebschaft an den Pranger stellen, ist jedoch selbst von Sünde und Lust befallen, allerdings dem weiblichen Geschlecht zugetan. Intrigen und Machtspiele geraten immer weiter ausser Kontrolle. Der zuständige Kardinal lässt seine rechte Hand Carafo (Luc Merenda) von der Kette, der Fanatiker soll für Zucht und Ordnung sorgen...

"Die Nonne von Verona" (1973) wird dem Nunsploitation-Genre zugerechnet, jedoch sollte man in diesem Fall keine wilden Sex- und Gewaltorgien erwarten. Natürlich wird ein wenig gezüngelt und gehoppelt -später auch ein wenig gefoltert- allerdings wirken die Szenen nicht aufgesetzt, sondern passen perfekt und verstärken die Atmosphäre des Werkes. Die Kulissen sind herrlich und authentisch, die Darsteller machen ihren Job sehr gut. Anne Heywood sieht auch als Pinguin ansprechend aus, die damals noch sehr junge Ornella Muti ist ebenfalls zu sehen. Die kranke Doppelmoral der Kirche, die perversen Umtriebe dieser Institution werden angeprangert, glückerlichweise aber nicht auf nervige und/oder moralinsaure Art und Weise. Das Drehbuch räumt den Charakteren eine gewisse Tiefe und Glaubwürdigkeit ein, von mir aus hätte der überwiegend ruhige Film sich noch mehr Zeit nehmen sollen, Figuren und Handlungsstränge noch intensiver ausarbeiten können. Hektiker werden vermutlich bereits mit den vorliegenden 96 Minuten überfordert sein, Regisseur Domenico Paolella streut immer wieder ruhige Phasen in die Handlung ein.

Mir hat "Die Nonne von Verona" sehr gut gefallen. Die DVD von X-Rated kommt in einer grossen Hartbox, ein wenig Bonusmaterial ist ebenfalls enthalten. Es gibt auch eine gekürzte DVD mit FSK 16 Freigabe, diese ist selbstverständlich abzulehnen und anzuprangern!

Sehr schön, sehr gut = 8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE NONNE VON VERONA - Dominico Paolella
BeitragVerfasst: 01.06.2015 13:01 
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Alternativer Titel: Sisters of Satan
Produktionsland: Italien, Frankreich
Produktion: Tonino Cervi
Erscheinungsjahr: 1973
Regie: Domenico Paolella
Drehbuch: Tonino Cervi
Kamera: Giuseppe Ruzzolini
Schnitt: Nino Baragli
Musik: Piero Piccioni
Länge: ca. 97 Min.
Freigabe: ungeprüft
Darsteller: Ornella Muti, Anne Heywood, Luc Merenda, Muril Catala, Martine Brochard, Claudia Gravy, Maria Cumani Quasimodo, Pier Paolo Capponi, Claudio Gora, Duilio Del Prete





Schwester Giulia will zur neuen Äbtissin ernannt werden. Da in Verbindung mit einer möglichen Ernennung auch Reichtum ins Spiel gebracht wird, unterstützt Don Carlos den Willen von Schwester Giulia. Doch die „züchtige“ Schwester hat eine Rivalin, die sie…

Der Name Domenico Paolella wird oftmals mit italienischen Piratenfilmen in Verbindung gebracht. Da eben jene Filmspezies zahlreiche Fehltritte für sich beansprucht, ist dieses nicht gerade der beste Eintrag auf seiner Visitenkarte. Hier sei jedoch darauf hingewiesen, dass Paolellas Piraten-Vehikel zu den besseren Genre-Beiträgen (DIE SCHWARZE BRIGANT, FRAUEN FÜR DIE TEUFELSINSEL) gehören.

Neben einigen Peplum-Vertretern, dem schwachen Italo Western DJANGO DIE BIBEL IST KEIN KARTENSPIEL und dem starken SONDERKOMMANDO INS JENSEITS, tobte sich Paolella auch im Bereich von Nunsploitation aus. Somit entstanden innerhalb der ersten Hälfte der 70er Jahre, die Filme DER NONNENSPIEGEL und DIE NONNE VON VERONA.

Zweitgenannter zeigt sich als ein ordentlicher Nunsploitation- Vertreter, der mit einigen bekannten Gesichtern des „italienischen“ Genrekinos auffährt. Somit ist der bekannteste Name (Ornella Muti) nicht gleich für die führende Position innerhalb der schauspielerischen Präsentation verantwortlich. Diese Ehrung gebührt eher Luc Merenda als (Ver)treter der heiligen Kirche sowie Anne Heywood als Mutter (Schwester) Giulia und Martine Brochard als Schwester Chiara.

Der Film konzentriert sich auf die Machtkämpfe innerhalb sowie außerhalb der Klostermauern und fokussiert sich u.a auch auf die Regentschaft von Geld und adlige Herkunft. Natürlich bekommen die Kirche und dessen Vertreter zahlreiche Ohrfeigen verabreicht, so wie es sich für einen entsprechenden Genrevertreter gehört.

Neben genannten Bestandteilen, bringt Paolella auch einige Elemente ein die zu einer (in der Anfangsphase) düsteren Horrorfilm-Atmosphäre führen. Ein Unwetter, die Nacht, die Dunkelheit innerhalb der Räumlichkeiten und ein Fremder der durch das Kloster schleicht. Piero Piccionis Score siedelt sich zwischen Dramatik und Melancholie an.

Trotz einer unterhaltenden und zum Ende auch spannenden Vorgangsweise muss man sich allerdings auch auf ein paar Längen einstellen.

Genrefans sollten mal reinschauen.

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