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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DSCHUNGELINFERNO - Roberto Bianchi Montero
BeitragVerfasst: 30.06.2011 06:24 
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OT: Savana Violenza Carnale
D: Aldo Sambrell, Giuseppe Scarcella, Rosa Gloria Vasquez


Welcome to the jungle (Guns ‘n’ Roses)

Irgendwo im südamerikanischen Dschungel: Die Freunde Carlos und Miguel sind auf Großwildjagd, wobei sie auf einen Mann namens Damian (Sambrell) stoßen, der von einer Giftschlange gebissen wurde. Da Miguel ärztlicher Konfession ist, greift er unverzüglich zu erster Hilfe, um das weitere Ausbreiten des Giftes zu verhindern: Machete her und Hand abhacken! In Damians Hütte stoßen die beiden dann auf ein junges angekettetes Mädchen namens Rita. Damian war offenbar kein Menschenfreund, Rita und ihre Mutter betrieben nämlich ein kleinen Laden mit angeschlossenem Imbiss, wo eines Tages Damian mit zwei Komplizen auftauchten und unverzüglich begannen, Rita sexuell zu belästigen. Ritas Mutter gelang es zwar, einem der Männer kochendes Wasser ins Gesicht zu gießen und ihn danach abzustechen, konnte aber nicht verhindern, dass die beiden Übrigen Rita entführten, die nun ihr Dasein als Vergewaltigungsopfer in der Hütte fristen musste. Verständlicherweise ist ihr Interesse gering, dass ihr Peiniger wieder gesundet, doch Miguel besteht auf seinem hippokratischen Eid und dass man ihn der Polizei übergeben müssen. Der Polizeichef hat übrigens eine zutiefst irritierende äußerliche Ähnlichkeit mit Adolf Eichmann!

Allerdings gelang es Damian im Dschungel zu flüchten, also nix mit Übergabe an die Polizei. Rita (Vasquez) und Carlos (Scarcella) haben sich unterdessen ineinander verliebt und so lässt Montero den Film erstmal etwas auf der Stelle trippeln, denn der Großgrundbesitzer Carlos setzt nun seine Stute Stella (und damit ist wirklich ein Pferd gemeint) ein, um ein Dressurreitturnier (was hier allerdings meiner unmaßgeblichen Meinung eher nach betrunkenen Gäulen ausieht…) zu gewinnen!

Damian hat inzwischen zwei neue Kumpane um sich geschart, um Carlos’ Hacienda zu attackieren, wobei schon wieder Frauen geschändet werden. Carlos platzt nun die Blutwurst, es wird Zeit für das große Finale in einem piranhaverseuchten Fluß…

Wer nun sich sagt, das klingt nach einem Piero-Regnoli-Script, liegt nicht falsch, denn der war in der Tat einer der Drehbuchautoren. Das Ergebnis ist freilich eher durchwachsen ausgefallen und lässt den Film nach einem furios schmierigen Beginn doch ziemlich durchhängen (ich bin glatt eingeschlafen…), wer aber in Italo-Sleazosophie promovieren will, kommt an diesem Montero nicht vorbei.

Die Filmmusik ist von jenem Kaliber, bei der man den ersten Ton beim zweiten Akkord sofort vergessen hat. Sie wird von mir auch nur deshalb erwähnt, weil sich der Komponist hinter dem unglaublichen Pseudonym „El Macho“ versteckt! Da wundert man sich über den Kameramann Gino Santini auch nicht mehr…

In Deutschland erschienen bei einer Winzfirma namens „Trend Video“ in der schönsten und stabilsten Box, die ich je sah. DAS wurde leider kein Trend…


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 Betreff des Beitrags: Re: DSCHUNGELINFERNO - Roberto Bianchi Montero
BeitragVerfasst: 30.06.2011 12:50 
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Schön daß Du den mal ausgegraben hast , Ugo !

Daß der Film lediglich eine weitere Bianchi - Obskurität und keine echte Granate geworden ist liegt an der doch etwas seltsamen Struktur . Der wirklich "Dschungelinferno" Anteil (also Action+Sleaze) liegt leider nur bei 25% , zum Großteil driftet der Film in Pilcher-artige Sphären ab . Dennoch ist der Film durchaus sehenswert , denn was der Film an sleazigen + sogar blutigen Momenten aufzubieten hat ist wirklich vom Feinsten , so ist die Amputation absolut mit der aus Cannibal Holocaust vergleichbar ! Hätten Trend den Film als "Stella - Sausewind der Liebe" veröffentlicht wäre die (inhaltliche) Sensation natürlich perfekt gewesen ... aber dann hätten wir wohl auf das geniale Coverartwork verzichten müssen ! :D


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 Betreff des Beitrags: Re: DSCHUNGELINFERNO - Roberto Bianchi Montero
BeitragVerfasst: 30.06.2011 13:54 
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Yau, bei dem Film verspricht das Cover wesentlich mehr als der Film dann halten kann.
Der geht anfangs gut in die Vollen und dümpelt dann nur noch erbärmlich vor sich hin.
Unterm Strich leider kein Geheimtipp einer Kleinstlabel-Klitsche - wäre ja auch zu schön gewesen....

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 Betreff des Beitrags: Re: DSCHUNGELINFERNO - Roberto Bianchi Montero
BeitragVerfasst: 30.06.2011 15:56 
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TRAXX hat geschrieben:
Yau, bei dem Film verspricht das Cover wesentlich mehr als der Film dann halten kann.
Der geht anfangs gut in die Vollen und dümpelt dann nur noch erbärmlich vor sich hin.
Unterm Strich leider kein Geheimtipp einer Kleinstlabel-Klitsche - wäre ja auch zu schön gewesen....


Würde ich so nicht unbedingt unterschreiben, aber die große Granate ist er leider auch nicht wirklich.


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 Betreff des Beitrags: Re: DSCHUNGELINFERNO - Roberto Bianchi Montero
BeitragVerfasst: 06.10.2012 19:17 
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Lol bin auch weggepent und hab ihn in zwei Attappen geschaut, deshalb gestern auch kein Review wenns euch aufgefallen ist 8-) :mrgreen:

Der Anfang im Djungel + Hand ab des armen Sambrell lassen gutes hoffen, aber danach hängt der Film wirklich sehr durch.
Aber am ende geht es richtig rund, die Hacienda wird überfallen, die Haushälterin vergwalltigt, die Rinder und die Freundin geraubt.
Dann ein trashiger Machetenkampf und dann naht auch schon das ende unseres Fieslings :)

Total schlecht nicht, von gut aber auch weit entfernt...
Ist auch eher ein Spanischer Film, denn Italienisch...
Die Darsteller sind bis auf den Sambrell auch eher hölzerner Natur.

Da ist dieser Toderiff Film (auch von Trend erschienen) schon viel besser ;)

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