Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
It is currently 26.08.2019 09:44

All times are UTC + 1 hour [ DST ]




Post new topic Reply to topic  [ 8 posts ] 
AuthorMessage
 Post subject: GESTÄNDNIS EINER NONNE - Giulio Berruti
PostPosted: 17.11.2011 00:36 
Offline
User avatar

Joined: 11.2009
Posts: 7499
Location: Zwischen Rübenbergen und dem schönen Nordharz
Gender: Male
Image
DVD von Koch Media (Deutschland)


Geständnis einer Nonne (Italien 1978, Originaltitel: Suor Omicidi)

Schwester Gertrude brummt der Schädel

Schwester Getrude (Anita Ekberg) arbeitet seit vielen Jahren in einem Sanatorium für psychisch kranke Menschen. Dr. Poirret (Massimo Serato) wundert sich über das zunehmend befremdliche Verhalten seiner besten Assistentin, die Nonne verliert immer häufiger die Beherrschung, ihre Ausfallerscheinungen werden zum Risiko für die Patienten. Zwar musste sich Schwester Gertrude einer gefährlichen Hirnoperation unterziehen, sie gilt aber laut ärztlichen Angaben als geheilt. Mehrfach bittet Gertrude verzweifelt um Hilfe, wendet sich an Dr. Poirret und ihre Mutter Oberin (Alida Valli). Stets werden die Ersuche um Hilfe und Mitgefühl als unbegründet abgetan, die Schwester versucht ihr Leid mit Morphin zu lindern. Da man ihr die weitere Behandlung mit dem Opioid verweigert, greift die Nonne in ihrer Not zu illegalen Methoden, beschafft sich den Stoff ausserhalb ihres üblichen Umfelds. Als die Klinik von mehreren erschreckenden Todesfällen erschüttert wird, gerät Schwester Gertrude zunehmend unter Verdacht, lediglich ihre Zimmergenossin Schwester Mathieu (Paola Morra) wendet sich nicht von ihr ab. Wer oder was steckt hinter dem Ableben der Patienten, ist Schwester Gertrude tatsächlich eine Mörderin? Vieles spricht gegen die Nonne, die offenbar mehr und mehr den Bezug zur Realität verliert...

Giulio Berruti zählt nicht zu den bekannteren Regisseuren des italienischen Genrekinos, er inszenierte lediglich zwei Spielfilme, war an einer überschaubaren Anzahl weiterer Werke als Regieassistent und/oder Cutter beteiligt, lieferte ferner Drehbücher ab (oder wirkte daran mit). Eine kleine Filmographie muss kein schwaches oder gar unbedeutendes Register sein, der hier kurz vorgestellte "Suor Omicidi" ist ohne Frage ein wichtiger und unterhaltsamer Beitrag zum Nunsploitation-Genre (...und an "Baba Yaga" von Corrado Farina als Cutter beteiligt gewesen zu sein, ist wahrlich keine schlechte Referenz). Die tragische Geschichte um die verzweifelte Nonne würde durchaus als Vorlage für ein ernsthaftes Drama mit Tiefgang taugen, jedoch schert sich der Streifen nicht die Bohne um solche Befindlichkeiten. Im Gegenteil, "Geständnis einer Nonne" bietet dem Zuschauer herrlichen Exploitationstoff mit hohem Genussfaktor!

Während sich die Verwandtschaft (oft) in lange vergangenen Jahrhunderten suhlt, spielt sich die Tragödie in unserer Zeit ab, eine erfrischende Abwechslung. An den üblichen Zutaten mangelt es jedoch keinesfalls, hier und da werden wir Zeuge eines bizarren Mordes, ab und an gibt es einen Blick auf wohlgeformte Brüste. Wenn in einem Nonnenflick die Möpse ins Spiel kommen, dann ist die bedürftige Lesbe nicht weit weg, häufig bildet sie das knackige Anhängsel der bebenden Bälle, angenehmerweise weicht Herr Berruti nicht von diesem schmackhaften Pfad ab. Intrigen finden ihre Opfer, Liebe und Hass, Prügel und Hysterie, als Krönung gibt es einen wundervoll eingefangenen Rauschtraum zu bestaunen, Morphin und aufkeimender Wahn (und ein guter Cutter) machen es möglich. Allzu wild und ausufernd geht es nicht zu, wer auf ein sadistisches Blutbad mit jeder Menge Sex und Gewalt wartet, der darf hier nicht auf eine Vollbedienung seiner Wünsche hoffen. Unvermeidbar die Kritik am System Kirche, welches in erster Linie in Form der kaltherzigen Mutter Oberin seine abstossende Fratze zur Schau stellt.

Anita Ekberg hatte zum Zeitpunkt der Dreharbeiten die erfolgreichste Phase ihrer Karriere längst hinter sich, die 1931 geborene Schwedin steuerte in den späten siebziger Jahren bereits stramm auf ihren fünfzigsten Geburtstag zu. Als "Frau in den besten Jahren" (MILF-Power regiert!) passt Ekberg perfekt in die Rolle der Schwester Gertrude. Sie spielt ihren Part ernsthaft, durchaus glaubwürdig und nachvollziehbar, ohne dadurch einen störenden Graben zwischen sich und der "exploitativen" Ausrichtung des Streifens aufzureissen. Aufschlussreiche Einblicke überlässt sie einer jüngeren Kollegin, während eines "Ausfluges" gewährt uns Frau Ekberg immerhin einen Blick auf ihre Strapse und lässt sich von einem Unbekannten frontal begehen, ihrer lüsternen Mitbewohnerin zeigt sie hingegen nur die nackte -vor allem aber die eiskalte- Schulter. Anita Ekberg dreht ordentlich auf, kann mühelos nahezu jede erdenkliche Emotion auf ihr charaktervolles Antlitz zaubern. Erstaunlicherweise gleitet sie dabei (fast) nie in alberne/unfreiwillig komische Vorstellungen ab, nur als sie einem armen Omachen das Klappergebiss zertritt, weil Muttchen ihre Dritten während des Essens sichtbar in einem Glas auf dem Tisch lagert, konnte ich mich vor Lachen kaum auf dem Sofa halten. Aber was solls, Lachen ist gesund, das kann selbst ein alter Griesgram wie ich nicht leugnen. Ekberg dominiert das Geschehen unangefochten, die Nebenfiguren leisten dennoch gute Arbeit. Paola Morra ist die Dame mit den hübschen Äpfeln, liebeskrank hechelt sie als Schwester Mathieu der älteren Gertrude hinterher, Ärger ist vorprogrammiert. Alida Valli hat nur wenige Szenen, haucht der harten und kalten Ober-Nonne aber nachhaltig Leben ein, sie spielt ihr ausdrucksstarkes Gesicht und grosses Talent souverän aus. Massimo Serato dient in der frühen Phase als Arzt, nachdem der alte Doc aus dem Betrieb "gemobbt" wurde, übernimmt Joe Dallesandro als junger und dynamischer Mediziner diese Aufgabe, kommt deutlich ambivalenter als sein liebenswerter Vorgänger daher. Daniele Dublino sehen wir als den überforderten Chef des Sanatoriums, aus den Reihen der Patienten ragen der querköpfige Lou Castel und die schrullige Laura Nucci hervor. Eine starke Truppe, Anita Ekberg legt eine tolle Show hin, ihre Zuarbeiter lassen sich ebenfalls nicht lumpen. Am Rande sei noch erwähnt, dass die psychisch Kranken nicht als Schiessbudenfiguren herhalten müssen. Damit bricht das Werk dann doch ein altes Klischee auf, hier sind die "Irren" recht zugänglich und teils regelrecht liebenswert gezeichnet. Sicher kann man sich die berechtigte Frage stellen, wer in dieser Geschichte tatsächlich dem Wahnsinn verfallen ist...

Fazit: Gute Schauspieler aalen sich in kleinen und mittelschweren Wüstheiten, Regie und Kamera sind stilsicher und punktgenau, das Szenario passt, der Score setzt sich in den Ohren fest. Der finale Twist kommt nicht wirklich überraschend, mißlungen ist diese Wendung jedoch keinesfalls. Für Fans knuffiger Nonnenausbeutung ein Festmahl, für Einsteiger vermutlich recht gut geeignet!

Abschliessend ein paar Worte zu den DVDs aus meiner Sammlung. Die Scheibe von Koch Media bietet leider kein anamorphes Bild, weiterhin liegt der Film nicht uncut vor (im Bonusbereich ist die betreffende Szene zu finden, die Kürzungen sind geringfügig, dennoch ärgerlich). Zusätzlich findet man Trailer, Bilder und ein dünnes Booklet. Inzwischen zählt Koch Media zu den besten und zuverlässigsten Labeln in Deutschland, diese DVD aus den Anfangstagen hat mit Schwächen zu kämpfen, geht aber insgesamt noch halbwegs in Ordnung. Aus Großbritannien stammt die Veröffentlichung von Shameless, die den Film ungekürzt und anamorph kodiert anbietet, das Cover (siehe oben) ist ein Griff ins Töpfchen. Shameless mag auf den ersten Blick die Nase vorn haben, die Koch-DVD ist für mich trotzdem unverzichtbar, denn die deutsche Synchronisation ist meiner Meinung nach großartig!

7,5/10 (gut bis sehr gut)

Lieblingszitat(e):

Aus der deutschen Fassung: "Ich kann es nicht ausstehen, wenn Sie ihre Zähne bei Tisch herausnehmen!"

Aus der englischen Fassung: "Her soul is among the angels, Doctor."

_________________
Blap V 3.0 regaining paradise

***
Vom Ursprung her verdorben


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: GESTÄNDNIS EINER NONNE - Giulio Berruti
PostPosted: 13.08.2014 18:23 
Offline
User avatar

Joined: 11.2009
Posts: 2490
Location: Aquae Mattiacorum
Gender: Male
Der Trailer ist so geil, oh lol. :lol:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com

_________________
Image
support your local nischenlabel


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: GESTÄNDNIS EINER NONNE - Giulio Berruti
PostPosted: 13.08.2014 19:04 
Offline

Joined: 04.2012
Posts: 1258
Gender: None specified
Italienische Filme mit Nonnenbeteiligung sind jetzt eher weniger mein Gebiet, aber der Trailer ist wirklich große Klasse und macht eine Menge Lust auf eine ungekürzte Neuauflage. :mrgreen:


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: GESTÄNDNIS EINER NONNE - Giulio Berruti
PostPosted: 13.08.2014 19:06 
Offline
Moderator
User avatar

Joined: 11.2009
Posts: 10563
Location: Bayern/Franken
Gender: Male
Ein mir sehr gefälliger Sleazer, da macht man nichts mit verkehrt ;)

_________________
Image


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: GESTÄNDNIS EINER NONNE - Giulio Berruti
PostPosted: 13.08.2014 19:11 
Offline
User avatar

Joined: 12.2013
Posts: 4181
Location: Provinzmetropole an Rhein und Mosel
Gender: Male
Oh ja! Dieser meisterliche Schmierlappen hat aber (fast) rein gar nichts mit den stereotypischen Nunploitation-Streifen zu tun..... Dieser hier ist viel, viel mehr und größer :D :jc_doubleup: ...und in diesem Fall wird der Trailer dem eigentlich Film auch mal gerecht ;)

Schade dass die Koch DVD geschnitten war... :cry:


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: GESTÄNDNIS EINER NONNE - Giulio Berruti
PostPosted: 13.08.2014 19:58 
Offline
Moderator
User avatar

Joined: 06.2010
Posts: 10618
Location: Was Sie vorhin Hölle nannten, nennt er sein zu Hause.“
Gender: Male
Die Kürzungen sind jedoch unter den Extras zu sichten.

Ich kenne nur das Redemption Tape, da fehlten auch ein paar Sekunden.

_________________
Image


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: GESTÄNDNIS EINER NONNE - Giulio Berruti
PostPosted: 22.05.2015 12:46 
Offline
User avatar

Joined: 12.2013
Posts: 4181
Location: Provinzmetropole an Rhein und Mosel
Gender: Male
Image

Geständnis einer Nonne (D)
Bestie im Nonnenkleid (D - VHS)
Die Nonne (D - VHS)
Suor Omicidi (IT)
La petite soeur du diable (F - VHS)
La monja homicida (ES)
The Killer Nun (UK + Int.)


IT 1979

R: Giulio Berruti
D: Anita Ekberg, Paola Morra, Alida Valli, Joe Dallesandro, Massimo Serato, Lou Castel, Daniele Dublino u.a.


dt. Kinostart: 18.04.1980

Schnittbericht

Score: Alessandro Alessandroni

OFDb



"Dieser Film beruht auf wahren Ereignissen, die nicht vor all zu langer Zeit in einem mitteleuropäischen Land geschehen sind."


ImageImageImageImageImage
ImageImageImageImageImage


"Ich leide unter schrecklichen Kopfschmerzen, Doktor. Eine Art Bewusstseinsstörung... ich habe keine Kontrolle, was ich manchmal tue. Ich kann mich nicht mehr richtig konzentrieren. Ich brauche mehr Morphium!"


Seit sich Schwester Gertrude (Anita Ekberg) einer schweren Hirnoperation unterziehen musste, wirkt die Klosterfrau in ihrer Person merklich verändert und wird dadurch von ihrem Arbeitgeber, einer Brüsseler Nervenheilanstalt, als nicht mehr tragfähig angesehen, da die (sowieso schon mental angeknacksten) Patienten unter den Auswirkungen der ständigen Persönlichkeitsspaltungen leiden.

Trotz der positiven Befunde durch die behandelten Ärzte möchte Getrude ihre nachgewiesene Heilung nicht wahr haben und ist zudem seit ihrer OP hochgradig morphiumsüchtig.

Als aber eines Tages eine der schrägen Insassinnen im Seniorenalter infolge einer Überreaktion mit schikanierenden Verhaltensweisen der verwirrten Gertrude einen Herzanfall erleidet, zieht der zuständige Arzt und bisherige Morphiumlieferant Dr. Poirret (Massimo Serato) die Notbremse und untersagt der süchtigen Ordensfrau die weitere Versorgung mit dem lebensnotwendigen Stoff.
Doch die Rache der irrsinnigen Nonne lässt nicht lange auf sich warten, denn nachdem sie unter Mithilfe ihrer Mitbewohnerin, Schwester Mathieu (Paola Morra), außerhalb der Anstaltsmauern eine neue Bezugsquelle für ihr benötigtes Opiat auftun konnte, lässt sie anhand der Vorspiegelung falscher Tatsachen den unschuldigen Mediziner durch den Anstaltsdirektor (Daniele Dublino) seines Amtes entheben.

Doch schon kurz nach Eintreffen seines Nachfolgers, dem jungen und attraktiven Dr. Patrick Roland (Joe Dallesandro), ereignen sich plötzlich mehrere grausame Morde an hilflosen Insassen der neurologischen Ballerburg und die immer wahnsinniger werdende Nonne rückt nach und nach ins Visier der Tatverdächtigen. Zudem rückt er ihre Mitbewohnerin Schwester Mathieu immer näher auf die Pelle, da diese ihr gegenüber schon seit längerer Zeit amouröse Gefühle zu hegen scheint.

Im Kopf der wahnhaften Nonne breitet sich weiterhin die totale Verwirrung aus, so dass sie sich selbst nicht mehr über den Weg trauen kann und zwanghaft versucht, die verfahrene Lage durch eine Höherdosierung ihres Moprhiumkonsums wieder in den Griff zu bekommen. Doch die suchtgeplagte Ordensfrau scheint schon längst dem Wahnsinn verfallen und augenscheinlich auch für die grausamen Taten verantwortlich zu sein....


"Es ist die Berufung einer Nonne, zu leiden."


ImageImageImageImageImage
ImageImageImageImageImage


Der 1937 in Turin geborene Regisseur, Drehbuchautor und Cutter Giulio Berruti hat es bis zum heutigen Tag lediglich auf 2 Regiearbeiten gebracht, von denen das Schmierenstück "Killer Nun" das Letztere darstellt.

Aufgrund einer soliden Inszenierung und der hochkarätigen Besetzung kann dieses Glanzstück des it. Exploitationfilms bestens unterhalten und einen an der ein oder anderen Stelle schon etwas zum Staunen bringen.

Anita Ekberg ist in diesem Schmierentheater als eine morphiumsüchtige Bestie im Nonnengewand zu bestaunen und legt dabei eine recht solide Leistung an den Tag.
Joe Dallesandro kann dann aber in seiner Rolle des etwas selbstgerechten Mediziner zur vollsten Zufriedenheit überzeugen, da er schon nach sehr kurzer Zeit den Avancen einer verführerischen Nonne verfällt und somit für den skandalträchtigsten Teil des Films sorgt. Schade aber, dass seine Auftrittszeit im Gesamten recht kurz ausgefallen ist...

In weiteren Rollen sind zudem Massimo Serato, Lou Castel oder Alida Valli zu bewundern, die allesamt eine überdurchschnittliche Leistung ihrer Schauspielkunst demonstrieren.

Leider wurde gerade die herausragendste (und giallloeskeste) Mordszene des Films bereits bei der dt. KF gekürzt und somit in ihrer (eigentlich) außerordentlichen Inszenierung völlig verschandelt und ihrer Dramaturgie beraubt. :evil:
Die weiteren Meuchelmorde sind aber auch nicht zu verachten, da dem Zuschauer diesbezüglich ein tödlicher Ritt der Lust auf einem Rollstuhl oder eine heftige Totschlagszene mit anschließendem Fenstersturz vorgesetzt wird.

Die Musik von Alessandro Alessandroni ist dem Film würdig und trumpft gleich zu Beginn mit dem unverwüstlichen "Dies Irae" auf.



Ein verdorbenes und reißerisches Glanzstück italienischer Filmkunst mit skandalträchtigen Klosterfrauen oder kurzum: Ein nonnenhafter Irrsinn!


ImageImageImageImageImage
ImageImageImageImageImage




US Trailer (kann aber beim dt. Trailer nicht mithalten) ;) :

www.youtube.com Video from : www.youtube.com




Score:

www.youtube.com Video from : www.youtube.com




filmdienst.de wrote:
Eine junge Ordensschwester wird nach der Operation eines Gehirntumors rauschgiftsüchtig. Nachdem sie ihre Arbeit in einer psychiatrischen Klinik wieder aufgenommen hat, begeht sie, von unerklärlichem Haß getrieben, abscheuliche Verbrechen. Die abstruse Geschichte dient lediglich als Vehikel für die plakative Zurschaustellung erotischer und sadistischer Szenen; technisch auf tiefstem Niveau angesiedelt.



Image Image Image Image


Top
 Profile  
 
 Post subject: Re: GESTÄNDNIS EINER NONNE - Giulio Berruti
PostPosted: 03.06.2018 17:21 
Offline
User avatar

Joined: 07.2013
Posts: 3851
Gender: Male
Anita Ekberg und ihre späten Ausflüge in die internationale Filmwelt bieten mitunter sehr interessante bis unorthodoxe Schauwerte, was bei "Geständnis einer Nonne" nicht anders ist. Überhaupt lässt sich sagen, dass Giulio Berrutis Film allerhand zu bieten hat: angefangen mit einer herrlich kruden Story, die sich den Luxus drastischer Veranschaulichungen mit einem abgesattelten Ex-Star in gewissen Zuständen erlaubt, bis hin zu sagenhaften Dialogen, die für zahlreiche charakteristische Momente sorgen können. Aushängeschild dieser Produktion ist und bleibt Anita Ekberg als morphiumsüchtige Nonne, die obendrein noch sexhungrig, intrigant und überaus impulsiv in Erscheinung treten darf, um dem Zuschauer so manche primitive Sternstunde zu bescheren. Überhaupt ist die Besetzung wirklich als exzellent zu bezeichnen, denn Stars wie Alida Valli, Joe Dallesandro, Masimo Serrato oder Lou Castel füllen die Nebenschauplätze sicher aus. Unterm Strich ist "Geständnis einer Nonne" absolut reißerisch ausgefallen, was auch den Grund darstellt, dass wirklich keinerlei Wünsche offen bleiben.


Top
 Profile  
 
Display posts from previous:  Sort by  
Post new topic Reply to topic  [ 8 posts ] 

All times are UTC + 1 hour [ DST ]


You cannot post new topics in this forum
You cannot reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot post attachments in this forum

Search for:
© phpBB® Forum Software | phpBB3 free Forum by UserBoard.org | All Rights Reserved.
» Contact & Abuse Support-Forum Gooof Webdesign free forum Dein Forumo Forum web tracker