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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: SS LUST TRAIN; FOLTERZUG DER GESCHÄNDETEN FRAUEN - Alain Payet
BeitragVerfasst: 13.03.2015 00:36 
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Alternativer Titel: Folterzug der geschändeten Frauen
Produktionsland: Italien
Produktion: Eurocine
Erscheinungsjahr: 1977
Regie: Alain Payet
Drehbuch: Jean-Pierre Bouyxou, Yves Coste, Eduardo Manzanos Brochero, José Luis Navarro
Kamera: Emilio Forisco
Musik: Francis Personne
Länge: ca. 109 Min.
Freigabe: ungeprüft
Darsteller:

Ingrid (Monica Swinn)
Greta (Sandra Mozarowsky)
Hans-Otto Kramer (Frank Brana)
Paul Grünn (Bob Holger)
Helga (Christine Aurel)
Olga (Yolanda Rios)
Schmitt (Erik Muller)
Partisane (Claude Boisson)
Partisane (Jacques Couderc)
Soldat (Michel Charrel)
von Holtz (Rudy Lenoir)






SS-Sturmführer Otto Kramer will das Leben für die höheren Dienstgrade in Nazideutschland, angenehmer gestalten. Aus diesem Grunde richtet er in einem Zug ein Bordell ein, welches von Kramers Gespielin Ingrid Schüler, geleitet wird. Wer sich weigert den perversen Wünschen der Herren Offiziere nachzukommen, der wird gefoltert. Zu allem Überfluss kommen auch noch die Partisanen…

Bei SS LUST TRAIN bzw. FOLTERZUG DER GESCHÄNDTEN FRAUEN (die wesentlich reißerische Firmierung), handelt es sich um eine Eurocine Produktion. Wer die Produktionen der Eurocine kennt und schätzt, der weiß was ihn erwartet. Gute und nicht für Jede/n geeignete Unterhaltung mit viel nackter Haut und schmuddeligen Sexeinlagen. Die Nazilokomotive der faschistischen Lüstlinge, hat zusätzlich auch ein klein wenig (aber wirklich nur ein klein wenig) Action im Kühler.

HUREN AUS PATRIOTISMUS!

So die Aussage eines deutschen Offiziers. Otto Kramer ist diese Beschreibung zu trivial und entgegnet: „Es sind Soldatinnen die bereit sind, für den Endsieg alles zu geben. Also keine Huren, sondern deutsche Frauen aus den besten Familien.“ Okay, so kann man es auch sagen, zumindest wenn man grenzdebil ist. Die deutsche Synchronisation bietet einige, solcher Kalauer und Ekkehardt Belle sowie Hartmut Neugebauer haben merklich Spaß an diesem Unsinn.

Die Besetzungsliste bietet mit Frank Brana, zumindest einen Darsteller, den eigentlich jede/r Filminteressierte kennen sollte. Eine weitere relativ bekannte Akteurin (wirkte u.a. in Franco-Filmen mit) ist Monica Swinn.


„Genießen wir den Krieg, der Frieden wird furchtbar.“


Fazit: Recht verhaltene Naziploitation, die auf Folter und Grausamkeiten verzichtet. Es regieren Schmuddelsex und selten dämliche Dialoge und vor allem nutzen die Protagonisten jede Gelegenheit, um ein fast ohrenbetäubendes Sieg Heil in den Raum zu schreien.

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 Betreff des Beitrags: Re: SS LUST TRAIN; FOLTERZUG DER GESCHÄNDETEN FRAUEN - Alain Payet
BeitragVerfasst: 13.03.2015 11:09 
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Mater Videorum hat geschrieben:
Den gab's letztes Jahr mal billig auf Börse - da musste ich zuschlagen :D


Zitate wie dieses...
sid.vicious hat geschrieben:
„Genießen wir den Krieg, der Frieden wird furchtbar.“
...sind doch pures Schundgold 8-)


Das der von Eurocine ist, wusst' ich gar nicht und macht irgendwie Lust, den mir baldigst reinzuflöten...danke für die Erinnerung ;)


Bei den Anfangscredits wird Eurocine angegeben. Da soll aber noch eine zweite Produktionsfirma (Plata Films)mit drinstecken.

Die Dialoge sind grandios, ohne die deutsche Synchro wäre der Film weniger "gut".

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 Betreff des Beitrags: Re: SS LUST TRAIN; FOLTERZUG DER GESCHÄNDETEN FRAUEN - Alain Payet
BeitragVerfasst: 13.03.2015 15:55 
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Tja, Deutschland ist halt das Synchro-Paradies. Bzw. war es, bis das Niveau in den 90ern, ungefähr, nachliess. Da sind wir uns ja wohl einig.

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"Danach kam ja nur noch der subventionierte Staatsfilm."
(Herbert Fux. Er meinte die Zeit ab Mitte der 70er.)


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 Betreff des Beitrags: Re: SS LUST TRAIN; FOLTERZUG DER GESCHÄNDETEN FRAUEN - Alain Payet
BeitragVerfasst: 13.03.2015 16:10 
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effetess hat geschrieben:
Tja, Deutschland ist halt das Synchro-Paradies. Bzw. war es, bis das Niveau in den 90ern, ungefähr, nachliess. Da sind wir uns ja wohl einig.


Schon richtig, aber man muss auch anmerken, dass das Filmmaterial (ab Mitte der 80er) nachgelassen hat. Zweifelsohne hatte und hat Deutschland die besten Synchronsprecher, aber wenn die letzen Mohikaner wie Danneberg und Rode mal aufhören, dann sieht es nicht mehr so gut aus.

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 Betreff des Beitrags: Re: SS LUST TRAIN; FOLTERZUG DER GESCHÄNDETEN FRAUEN - Alain Payet
BeitragVerfasst: 13.03.2015 16:25 
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sid.vicious hat geschrieben:
... aber wenn die letzen Mohikaner wie Danneberg und Rode mal aufhören, dann sieht es nicht mehr so gut aus.


Da täuscht du dich! Ich liebe vor allem Herrn Dannebergs Stimme, wirklich! Aber das gibt es so viele gute Kräfte! Kack auf die Synchros, lausch den Sprechern im Rahmen von Hörspielen, dann wirst du dir keine Sorgen um den Nachwuchs machen!

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 Betreff des Beitrags: Re: SS LUST TRAIN; FOLTERZUG DER GESCHÄNDETEN FRAUEN - Alain Payet
BeitragVerfasst: 13.03.2015 16:40 
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Blap hat geschrieben:
sid.vicious hat geschrieben:
... aber wenn die letzen Mohikaner wie Danneberg und Rode mal aufhören, dann sieht es nicht mehr so gut aus.


Da täuscht du dich! Ich liebe vor allem Herrn Dannebergs Stimme, wirklich! Aber das gibt es so viele gute Kräfte! Kack auf die Synchros, lausch den Sprechern im Rahmen von Hörspielen, dann wirst du dir keine Sorgen um den Nachwuchs machen!


Zähl mal ein paar Namen auf :) dann achte ich mal drauf.

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 Betreff des Beitrags: Re: SS LUST TRAIN; FOLTERZUG DER GESCHÄNDETEN FRAUEN - Alain Payet
BeitragVerfasst: 13.03.2015 16:54 
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sid.vicious hat geschrieben:
Zähl mal ein paar Namen auf :) dann achte ich mal drauf.


Bernd Vollbrecht
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Allesamt keine jungen Hüpfer mehr, aber sie haben noch viele, viele gute Jahre vor sich. Lediglich eine spontane Auswahl, würde ich jetzt in die Booklets der Hörspiele schauen, könnte ich jede Menge Damen und Herren auflisten.

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 Betreff des Beitrags: Re: SS LUST TRAIN; FOLTERZUG DER GESCHÄNDETEN FRAUEN - Alain Payet
BeitragVerfasst: 13.03.2015 16:58 
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Blap hat geschrieben:
sid.vicious hat geschrieben:
Zähl mal ein paar Namen auf :) dann achte ich mal drauf.


Bernd Vollbrecht
Tilo Schmitz
Thomas Nero Wolff
Klaus-Dieter Klebsch
Nana Spier :schilder_hschild:

Allesamt keine jungen Hüpfer mehr, aber sie haben noch viele, viele gute Jahre vor sich. Lediglich eine spontane Auswahl, würde ich jetzt in die Booklets der Hörspiele schauen, könnte ich jede Menge Damen und Herren auflisten.


Danke sehr. :jc_goodpost:

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 Betreff des Beitrags: Re: SS LUST TRAIN; FOLTERZUG DER GESCHÄNDETEN FRAUEN - Alain Payet
BeitragVerfasst: 16.07.2016 23:10 
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FOLTERZUG DER GESCHÄNDETEN FRAUEN

● TRAIN SPÉCIAL POUR SS / TREN ESPECIAL PARA HITLER (F|E|1977)
mit Monica Swinn, Sandra Mozarowsky, Christine Aurel, Yolanda Ríos, Erik Muller, Rudy Lenoir, Frank Braña, u.a.
eine Produktion der Eurociné | Plata Films
ein Film von Alain Payet


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»Willst du machen Liebe, oder willst du lieber sterben?«

Mit der Absolution des Führers setzt SS-Sturmführer Kramer (Frank Braña) eine bizarre Idee in die Tat um. Da man den an der Front kämpfenden Soldaten Abwechslung verschaffen möchte, funktioniert er einen kompletten Zug als edles Bordell um. Als Leiterin dieses fahrenden Freudenhauses agiert Ingrid Schüler (Monica Swinn), die dafür sorgen soll, dass der Betrieb ohne Komplikationen funktioniert. Die zahlreichen rekrutierten Frauen entgehen mit dieser Tätigkeit einer Deportation in Konzentrationslager und somit dem sicheren Tod. Was sie jedoch unter der strengen Aufseherin erleben müssen reicht von Züchtigung bis Vergewaltigung, falls die Soldaten nicht zufriedenstellend bedient werden...

Regisseur Alain Payet, der sowohl eine beeindruckend lange, als auch einseitige Liste an Regie-Arbeiten vorzuweisen hat, lieferte mit "Folterzug der geschändeten Frauen" einen recht herkömmlichen Film für ganz spezielle Eisenbahnfreunde, der seinen Weg unter eindeutiger Flagge in einer Art Kollisionskurs mit dem Nirgendwo nimmt. Derartige Beiträge, die sich mit Themen des Dritten Reiches beschäftigten, weisen in der Regel immense Qualitätsunterschiede auf und auch hier ist es nicht anders, da man eigentlich nur einen verkappten Sexfilm aufgetischt bekommt, der sich den Luxus von Zündstoff so gut wie vollkommen aufspart. Eine simple Geschichte, willige Darstellerinnen, platte Dialoge und wahllos aneinandergereihte Sequenzen wurden in einen Zug gestopft, in der Hoffnung, dass sich dieses Vehikel von alleine ins Ziel fährt. Ohne nennenswerte Finessen, Höhepunkte außerhalb der Zugabteile oder drastische Schauwerte, verlässt sich die Regie ausschließlich auf die willigen Darstellerinnen, die es wohl schon besorgen werden und genau in diesem Zusammenhang wird man daher nicht enttäuscht werden, da der Hafer in diesem Express sehr stark zu stechen scheint. »Ich führe keinen Zug von Prostituierten!« Dies ist nur eine der Aussagen der belgischen Hauptdarstellerin Monica Swinn, die sich definitiv als falsch erweisen wird und überhaupt nimmt man ihr die Offiziersrolle kaum ab, da von Vehemenz über Unerbittlichkeit bis hin zu darstellerischen Kapazitäten alles fehlt, was das Herz sonst begehrt. Ihr Begehren bleibt also unterm Strich, es mit so vielen Passagieren wie möglich im Zug zu treiben, dabei ist sie in der Auswahl ihrer Partner und Gespielinnen alles andere als kleinlich.

Kernthemen wie Dekadenz, sexuelle Ausschweifungen, Qual, Folter und Erniedrigung werden unter Payet nur halbherzig aufgegriffen, von den Darstellern mittelmäßig präsentiert, folglich gibt es für genusssüchtige Zuschauer effektiv zu wenig zu sehen, sodass man diesen Beitrag schnell in durchschnittliche Kategorien abschiebt, falls man wohlwollend gesinnt ist. Sex-Gerangel dominiert den Verlauf eigentlich zu jedem Zeitpunkt, leider wurde weniger Wert auf ästhetische, als auf mechanische Aspekte gelegt und die manchmal traumhaft schöne Musik versucht diese Szenen vom Fließband mutig aufzuwerten. Gut, was war eigentlich auch zu erwarten, fragt man sich, doch dann fällt einem wieder der vielversprechende deutsche Titel ein, der sich eben nicht bewahrheitet, folglich eine gute Portion Enttäuschung hervorruft. Darstellerisch erlebt man wie gesagt höchstens die dritte Garnitur, Monica Swinn wirkt schlampig, und das leider im negativen Sinne, ein paar Damen sind ganz nett anzusehen, außerdem ist der Auftritt der Spanierin Sandra Mozarowsky ganz interessant, da man sie hier bereits in einem ihrer letzten Auftritte vor ihrem frühen und mysteriösen Tod sieht. Ein bekanntes Gesicht liefert noch Frank Braña, ansonsten bewegt sich alles im unspektakulären, respektive laienhaften Rahmen. Erfreulich ist es schließlich nach etwas zu viel Leerlauf, dass die Zugfahrt zu späteren Zeitpunkten doch noch an Tempo zulegen wird, etwas Action und Dramatik im dilettantischen Gewand forcieren die Aufmerksamkeit und am bitteren Ende gewährt Regisseur Alain Payet dem Zuschauer letztlich nur eine einzige Gewissheit, nämlich dass es in diesem Zug tatsächlich jeder mit jedem getrieben hat. Ist ja immerhin auch etwas!


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