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 Betreff des Beitrags: NACKT UND ZERFLEISCHT - CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 01.12.2009 19:59 
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Cannibal Holocaust

Ein vierköpfiges Filmteam begibt sich in die Tiefen des südamerikanischen Dschungels. Das für seine harten, schonunglosen Dokumentationen bekannte Team will die dort angeblich lebenden Kannibalenstämme filmen, hautnah und ungeschönt. Jedoch verschwindet die gesamte Truppe, eine Art Rettungsteam begibt sich auf die Suche nach den Verschollenen. Zusammen mit erfahrenen Führern macht sich der Wissenschaftler Harold Monroe (Robert Kerman) auf in die grüne Hölle. Die Anstrengungen sind gross, die Gefahr ständig präsent, es gelingt allerdings tatsächlich Spuren des Teams zu finden. Bald hat Monroe die traurige Gewissheit, dass keiner der Dokumentarfilmer überlebt hat, nun will man nach eventuell erhaltenen Filmrollen suchen, denn das entsprechende Material kann vielleicht Einblick in die Umstände und Ursache des Todes der vier Dokumentarfilmer geben. Als die Suchenden einem Stamm Eingeborener zur Hilfe eilen, laden diese die Fremden in die eigene Behausung ein. Obwohl sich die Fremdlinge gegenüber den Dschungelbewohnern recht freundlich verhalten, scheinen diese zunächst noch sehr misstrauisch, nahezu ängstlich zu sein. Monroe entdeckt, dass sich das gesuchte Filmmaterial in den Händen des Stammes befindet, ihm gelingt es die Rollen an sich zu nehmen.

Zurück in New York kann der Anthropologe zunächst leider nur den Tod der vier jungen Leute bekannt geben, das gesichterte Filmmaterial könnte aber zumindest das Rätsel um deren Ableben lösen. Selbstverständlich schielt der Rechteinhaber -ein grosser Fernsehsender mit Sitz im Big Apple- schon auf die zu erwartenden Einschaltquoten. Je mehr man allerdings von dem brisanten Material sichtet, umso härter packt das blanke das Entsetzen die Fernsehleute und Monroe, der das fertig aufbereitete Material den Zuschauern präsentieren soll. Das Material ist weitaus erschreckender und grässlicher als man es sich jemals vorgestellt hatte. In der Tat erhält man Aufschluss darüber, warum das Filmteam nicht mehr unter den Lebenden weilt. Doch vor allem wird klar, wer tatsächlich als "unzivilisierte Wilde" bezeichnet werden muss. Monroe beginnt sich angeekelt von dem Projekt zu distanzieren, will sich keinenfalls als Moderator für diese Bilder hergeben. Es kommt die Frage auf, ob das Material überhaupt auch nur ansatzweise zur Ausstrahlung geeignet ist...

Nun ist es also passiert! Nach -es müssen mehr als 25 Jahre ins Land gezogen sein- habe ich mir "Cannibal Holocaust" (1980) aka "Nackt und zerfleischt" von Ruggero Deodato erneut angesehen. Damals hatte mich der Film nicht begeistern können, obwohl ich zu dieser Zeit längst von Zombies, Vampiren, Monstern, Möpsen und Mettgut fasziniert war, alles was ich in die Finger bekam geschaut wurde. Die erdige, direkte Art des Werkes erschloss sich mir in jüngeren Jahren noch nicht, das gesamte Genre "Kannibalenfilm" wurde von mir immer eher mit Skepsis beäugt, obwohl ich natürlich immer wieder den einen oder anderen Film angeschaut habe. Nach dem sanften "Vorglühen" vor ein paar Tagen mit "Die weisse Göttin der Kannibalen", wanderte nun der bereits seit längerer Zeit im Regal stehende "Cannibal Holocaust" in den Player. Um es gleich vorweg zu nehmen, ich habe nun endlich meinen Frieden mit dem Genre gemacht, bin von Deodatos umstrittenen Klassiker momentan sogar schwer begeistert! Wie kommt es zu diesem Sinneswandel?

Wieso hat sich die Abneigung -gewissermaßen über Nacht- in grosse Begeisterung verwandelt? Der Prozess setzte schon vor vielen Jahren ein -also ganz sicher nicht "über Nacht"- immer wieder wollte ich dem Film eine neue Chance geben, alle paar Monate flackerten diverse Trailer zu Kannibalenfilmen über den Bildschirm. Die Lust den Film erneut zu entdecken, schliesslich ging der grösste Teil der Erinnerung im Laufe der Jahre verloren, wurde grösser und mächtiger, bis ich mich letztlich nicht widersetzen konnte. Aus heutiger Sicht hat es mir die intensive Atmosphäre des Werkes sehr angetan. Ständig ist eine unterschwellige Bedrohung spürbar, welche sich dann immer wieder in diversen Ausbrüchen entlädt. Kamera und Schnitt sind sehr gut gelungen, doch auch die Leistungen der Darsteller sind durchaus achtbar und glaubwürdig. Die zentrale Figur des Harold Monroe wird von Robert Kerman sehr ansprechend ausgefüllt. Das mag vordergründig für Erstaunen sorgen, ist Kerman doch ansonsten als emsiger HC-Akteur bekannt. Offensichtlich beherrscht der gute Mann nicht nur das alte Rein-Raus-Spiel. Er räumt hier aktiv mit gefestigten Vorurteilen auf, obwohl dieser Aspekt bisher höchstens am Rande Einzug in die Filmhistorie gehalten hat, wenn überhaupt. Atmosphäre, Kamera, Darsteller alles im -wahrsten Sinne des Wortes- im grünen Bereich. Doch auch die Story gefällt, was teilweise durch den Ruf des Filmes bzw. des gesamten Genres leider oft in den Hintergrund gedrängt wird.

Zunächst wollte ich im Rahmen dieser Zeilen auf das unselige Thema "Tiersnuff" verzichten. Leider verzichtet auch "Cannibal Holocaust" nicht auf derartige Auswüchse, doch bin ich wirklich in der Position diese Szenen an den Pranger zu stellen? Mir schmecken das blutige Steak und der saftige Burger einfach zu gut um auf Fleisch zu verzichten. Dabei weiss ich genau -wie jeder andere Fleischfreund- Massentierhaltung und brutale Transport- und Schlachtmethoden sind üblich, naturgemäße Aufzucht, Haltung und humane Methoden der Tötung sind längst nicht der gängige Standard. Nicht zu vergessen, dass in unzähligen Filmproduktionen Tiere misshandelt wurden, wer kann schon z.B. nachvollziehen wie viele Pferde in alten Hollywood-Monumentalschinken zu Schund geritten wurden und beim Abdecker endeten? Muss man nicht auch "Cannibal Holocaust" zugestehen, dass zur Zeit der Entstehung Themen wie Tier- und Naturschutz noch nicht mit der -ohne Zweifel nötigen- Ernsthaftigkeit behandelt wurden!? Man kann sicher nahezu endlos über dieses Thema diskutieren. So könnte ich zweifellos auf die entsprechenden Szenen verzichten, doch fühle mich nicht in der Position darüber zu richten, schliesslich bin ich selbst regelmässiger Konsument getöteter Tiere. Sicher, es müssen keine Nasenbären oder Riesenschlidkröten sein, ohne Frage sollte man Tiere in Filmen nicht quälen oder gar töten. Glücklicherweise geht man inzwischen andere Wege, doch wer selbst nicht auf den Genuss von Fleisch verzichtet, sollte nicht selbstherrlich den Stab über Auswüchse vergangener Jahrzehnte brechen. Ich gebe es zu, ich werde auch in Zukunft nicht auf mein Steak und meine Burger verzichten. Schliesslich ist ein guter Hamburger der Grundstein eines nahrhaften Frühstückes!

Mein Fazit: Der Kannibalenfilm hat es geschafft einen langjährigen Skeptiker zu überzeugen. "Cannibal Holocaust" gehört ohne Zweifel zur Spitze des Genres, darf sich als Platzhirsch betrachten. Darüber hinaus ist es einer von Deodatos besten Filmen, wobei man natürlich nicht sein Schaffen in anderen Genres unterschätzen sollte, wie es leider teilweise noch immer der Fall ist. In der heutigen Zeit ist ein Film wie "Cannibal Holocaust" längst nicht mehr so skandalträchtig wie noch vor knapp dreissig Jahren, von seinem Reiz und seiner Wirkung hat er aber nichts eingebüsst, für mich -ganz persönlich und völlig subjektiv- hat sich der Film den Titel "Klassiker seines Genres" verdient.


Nach vielen, vielen Jahren hat mich das Genre "Kannibalenfilm" nun doch noch gepackt. Ich bin sehr angetan von diesem Film, von meiner Seite daher extrem fette, überragende 9/10!


***

So sieht es aus, der Kurzkommentar spiegelt noch immer meine gültige Meinung wider!

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 01.12.2009 22:35 
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Ein unangefochtenes Meisterwerk und einer der wenigen Filme, die dem ausgelaugten Vergleich "Schlag in die Magengrube" tatsächlich standhalten können!

Deine Ausführungen zum Bereich "Tiersnuff" würde ich so unterschreiben. Schließlich kann auch ich auf Fleisch nicht verzichten und habe über die Zweischneidigkeit dieser Thematik lange nachgedacht. Laut Aussagen von Deodato wurden die Tiere, die in Cannibal HOLOCAUST vor der Kameralinse starben, hinterher tatsächlich gegessen. Ob man deshalb aus spekulativen Beweggründen ihr Leiden ablichten muss, ist dennoch fraglich. Andererseits passt es in das Gesamtbild des Films - es gibt wohl keine schonungslosere Anklage gegen (post-)modernes Konsumverhalten, Massenmedien und Ausbeutung. Kannibalismus auf allen Ebenen.

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 01.12.2009 22:49 
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was auch immer vergessen wird und mich extrem ankotzt ist:

urwaldbewohner die in den tiefen des amazonas oder in anderen dschungel-gefilden hausen, machen sich keine maggi tüten suppen. nein diese menschen töten tiere um zu überleben! deodato zeigt halt in allen bereichen die realität, auch da wo es weniger genüsslich ist!

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 01.12.2009 23:24 
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übrigens der thread müsste eigentlich unter exploitation und trash.

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 01.12.2009 23:39 
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wenn ich sehen möchte wie tiere geschlachtet werden , kann ich genauso gut ins schlachthaus gehen u die mir dann "live" die "action" geben, wenn deodato denn so "realistisch" ist (im rahmen des "unterhaltungskinos"..) wieso hat er dann die szenen mit den menschen gefakt? wiesi ist hier realismus "nicht angebracht" ?eine ziemliche heuchelei


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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 01.12.2009 23:42 
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thuleviolenta hat geschrieben:
wenn ich sehen möchte wie tiere geschlachtet werden , kann ich genauso gut ins schlachthaus gehen u die mir dann "live" die "action" geben, wenn deodato denn so "realistisch" ist (im rahmen des "unterhaltungskinos"..) wieso hat er dann die szenen mit den menschen gefakt? wiesi ist hier realismus "nicht angebracht" ?eine ziemliche heuchelei


war etwas missverständlich ausgedrückt.
der realismus bezog sich auf "alle" bereiche des überlebens der dschungel-bewohner. wie sie tiere schlachten um sich zu ernähren und davon zu leben.

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Zuletzt geändert von Cobra am 01.12.2009 23:46, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 01.12.2009 23:44 
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Diabolik! hat geschrieben:
es gibt wohl keine schonungslosere Anklage gegen (post-)modernes Konsumverhalten, Massenmedien und Ausbeutung. Kannibalismus auf allen Ebenen.
der film "klagt" doch genau dass an, was er präsentiert, ziemlich widersprüchlich oder? den film schaut man sich auch nicht in der regel an wegen "feinsinniger dialoge" oder den "netten schmetterlingen"...genau dieso szenen sind was diesen film ausmachen, robert kerman hat gesagt der film "is worse than pornography" und hat die "zensur" dieses filmes sogar gutgeheissen!


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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 00:01 
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demnach müssen auch Stunde der grausamen Leichen, Riffs III, Fireflash etc. alle zensiert werden. Denn was dort an Ratten abgefackelt und
aufgespiesst wird, reicht für mindestens 3 Indiodörfer und nem langen Winter.


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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 00:24 
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TonyAniante hat geschrieben:
demnach müssen auch Stunde der grausamen Leichen, Riffs III, Fireflash etc. alle zensiert werden. Denn was dort an Ratten abgefackelt und
aufgespiesst wird, reicht für mindestens 3 Indiodörfer und nem langen Winter.
strenggenommen: ja -jedoch wälzen sich diese szenen nicht so "schön und ausgiebig" wie die schildkröten-szene in CH, natürlich harmoniert diese szene perfekt mit affentötungen (2 affen getötet für ein take-also ein affe "umsonst" gestorben)u vergewaltigungen und "abtreibungen" im schlamm (leder diesmal gefakt!)


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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 02:33 
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Cobra hat geschrieben:
übrigens der thread müsste eigentlich unter exploitation und trash.


Stimmt, ich habe mich im Unterforum vertan. Admin/Mod bitte verschieben, danke!

***

Bei der Betrachtung des Themas "Tiersnuff" sollte man nicht vergessen, dass der Film zu einer Zeit entstanden ist, in der das "Umweltbewusstsein" weitaus schwächer ausgeprägt war als heutzutage. Natürlich bleibt trotzdem ein unangenehmer Beigeschmack, das will ich gar nicht bestreiten. Ansonsten habe ich meine Meiung dazu im Kommentar zum Film dargelegt.

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 03:09 
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So, verschoben.

Und ich kann die Ausführungen von Blap zum Thema Tiersnuff nur 100%ig zustimmen.

Das Schwein, welches ich mein heutiges Schnitzel zu verdanken habe, hat mit Sicherheit mehr Leid erfahren müssen als Deodatos Turtle in CH.
Vegetarier haben natürlich jedes Recht sich aufzuregen, doch wir Carnivore sollten ruhig sein.

Und:
Ev. hat CH durch seinen Tiersnuff-Exzess erheblich zum Sinneswandel bzgl. der Behandlung von Tieren im Film beigetragen ?

Und 2: Niemand mosert z.B. über Coppolas Stier-Schlachtung in APOCALYPSE NOW !

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 10:24 
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oder der stier-opferung in der ersten staffel von rom.

so war es damals halt....

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 11:24 
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der geniale und außergewöhnliche score von maestro rizolani sollte hier allerdings ebenfalls nicht unerwähnt bleibe.

"cannibal holocaust" hat meiner meinung nach auch eine gewisse ausnahmestellung im exploitationbereich inne, mal abgesehen vom erwähnten soundtrack, wird auch die story gut und spannend erzählt und der einsatz einer handkamera ist atmosphärisch wegweisend.

was den "tiersnuff" betrifft ist "oldboy" mit der krakenszene auch nicht ohne ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 12:42 
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Dies ist übrigens der einzige Film mit diesem "Video Style", den ich richtig klasse finde.
Angelehnte Filme wie BLAIR WITCH PROJECT, DIARY OF THE DEAD usw. finde ich einfach nur übel.


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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 13:13 
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"Ich gebe es zu, ich werde auch in Zukunft nicht auf mein Steak und meine Burger verzichten. Schliesslich ist ein guter Hamburger der Grundstein eines nahrhaften Frühstückes!" es ist schon interessant wie man auf der "ess-thematik" rumreitet um die tier-snuff szenen zu "rechtfertigen"....ich esse auch fleisch und? das heisst nicht dass ich gern mir anschau wie ein schwein,rind,etc.. abgeschlachtet wird, wenn ich mir das den anschauen würde, würde mir höchstwahrscheinlich der appettit vergehen, u wahrscheinlich nicht nur mir..., aber wenn es eh so "egal" ist-würde ich den herrschaften eine "position" als Schlachter empfehlen(höchstwahrscheinlich wäre das dann für viele nichts)
ich denke deodato hat mal gesagt ein fan von gualtiero jacopeti u franco prosperi zu sein-siehe "Africa addio" wie elefanten u nilpferde qualvoll umgebracht werden--naja ich wünsche noch "viel spass". der kommentar von traxx ist schon lustig: macht sich höchstwahrscheinlich sein schnitzel selber u lässt NICHT andere dafür töten bzw. die "drecksarbeit" machen. ich "mosere" nicht über apocalypse now-weil ich den film gar nicht gesehen habe.


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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 14:03 
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thuleviolenta hat geschrieben:
ich esse auch fleisch und? das heisst nicht dass ich gern mir anschau wie ein schwein,rind,etc.. abgeschlachtet wird, wenn ich mir das den anschauen würde, würde mir höchstwahrscheinlich der appettit vergehen, u wahrscheinlich nicht nur mir..., aber wenn es eh so "egal" ist-würde ich den herrschaften eine "position" als Schlachter empfehlen(höchstwahrscheinlich wäre das dann für viele nichts)


Gleichzeitig prangerst du an und gleichzeitig schaust du weg. Um mit deinen Worten zu antworten "Etwas widersprüchlich". Die Tiersnuffszenen bilden einen kleinen Teil des gesamten Films und sind sicher fragwürdig in ihrer detailierten Darstellung, jedoch wird der Film generell auf diese Szenen reduziert, was ihm in keinster Weise gerecht wird. Wenn man dies versucht, sollte man den kompletten Film auseinandernehmen, um die Abneigung gegenüber solchen Darstellungen auch mit anderen Ungereimtheiten belegen zu können. Wer Fleisch isst, sollte zumindest eine gewisse Grundkenntnis haben, wie sein Schnitzel entsteht. Wer dies nicht sehen will (z.B. Schlachthausszenen), der soll halt wegschauen, aber darf sich nicht beklagen, wenn in einem Film auch Tiere über den Jordan gehen. Ich bin kein Fan der Tierszenen von CH, aber ich prangere nicht die Fans des Werkes an und auch nicht Deodato. Und der Vergleich, warum aus womöglicher "Doppelmoral" keine echten Menschen zerstückelt wurden grenzt an reine Provokation und bedarf nicht wirklich einer eingehenden Antwort :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 14:09 
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Kann der Argumentation von thuleviolenta überhaupt nicht folgen. Warum soll man Schlachter werden wenn man sich einen Film ansieht wo Tiere getötet werden? Wer sagt hier was von "egal"? Es wurde doch zu hauf Beispiele genannt, wie Tiere auch in andere Film getötet oder zu tode geschunden wurden und davon gibt es noch unzählige weitere Beispiele! Nur weil es teilweise nicht direkt vor der Kamera passiert wird es doch nicht besser, oder? Offenbar wird dies sogar zu einem gewissen Grad von thulevilolenta tolleriert? Keiner hat gesagt: Ich möchte bitte noch mehr möglichst qualvolle Tier-Tötungen damit mir besser einer abgeht! Wer sagt überhaupt, dass man diese Szenen abfeieren muß? Man kann sich doch davon abgestoßen fühlen oder sie ekelhaft finden?

Aber doch nicht "nur" für einen Film, macht mir lieber ein 5-Gänge Menü daraus (hohe Koch-Kunst), dann ist es vollkommen in Ordnung! Kühe, Schweine töten und fressen ist ok? Pferde und Schildkröten darf man aber nicht essen? Wer legt eigentlich (allgemeingültig) fest welche Tiere man schlachten darf und welche nicht?

Das man heute aus dem Prozess der Tiertötung (Schlachtung) als "Normalverbraucher" völlig ausgeschlossen ist und im Regelfall nichts davon mitkriegt, dass jeden Tag massenhaft Tiere über die Klinge gehen ist eine Errungenschaft(?) der Industrialisierung. Aber es ist doch wohl klar das hier jeden Tag Greultaten sondergleichen vollzogen werden (Schlachtung von schwangeren Tieren deren ungeborene Babys dann qualvoll im Köper der Mutter verenden usw.)

Im Supermarkt (oder direkt beim Schlachter) kaufen - Ja!
Essen - Ja! (lecker)
Kamera draufhalten - Nein! (In keinem Fall, die armen Tiere, darf man nicht machen!)

Ich sehe ein, dass man diese ganzen Szenen ganz unglaublich schrecklich findet und am liebsten besser nicht sehen wollen würde. Dann sollte man sich aber nochmal klarmachen was man jeden Tag in sich reinschaufelt...

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BeitragVerfasst: 02.12.2009 14:13 
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chakunah_2072 hat geschrieben:
Kann der Argumentation von thuleviolenta überhaupt nicht folgen. Warum soll man Schlachter werden wenn man sich einen Film ansieht wo Tiere getötet werden? Wer sagt hier was von "egal"? Es wurde doch zu hauf Beispiele genannt, wie Tiere auch in andere Film getötet oder zu tode geschunden wurden und davon gibt es noch unzählige weitere Beispiele! Nur weil es teilweise nicht direkt vor der Kamera passiert wird es doch nicht besser, oder? Offenbar wird dies sogar zu einem gewissen Grad von thulevilolenta tolleriert? Keiner hat gesagt: Ich möchte bitte noch mehr möglichst qualvolle Tier-Tötungen damit mir besser einer abgeht! Wer sagt überhaupt, dass man diese Szenen abfeieren muß? Man kann sich doch davon abgestoßen fühlen oder sie ekelhaft finden?
Aber doch nicht "nur" für einen Film, macht lieber ein 5-Gänge Menü daraus (hohe Koch-Kunst), dann ist es vollkommen ok! Kühe, Schweine töten und fressen ist ok! Pferde und Schildkröten darf man aber nicht essen? Wer legt eigentlich (allgemeingültig) fest welche Tiere man schlachten darf und welche nicht?
Das man heute aus dem Prozess der Tiertötung (Schlachtung) als "Normalverbraucher" völlig ausgeschlossen ist und im Regelfall nichts davon mitkriegt, dass jeden Tag massenhaft Tiere über die Klinge gehen ist eine Errungenschaft(?) der Industrialisierung. Aber es ist doch wohl klar das hier jeden Tag Greultaten sondergleichen vollzogen werden (Schlachtung von schwangeren Tieren deren ungeborene Babys dann qualvoll im Köper der Mutter verenden usw.)

Im Supermarkt (oder direkt beim Schlachter) kaufen - Ja!
Essen - Ja! (lecker)
Kamera draufhalten - Nein! (In keinem Fall, die armen Tiere, darf man nicht machen!)

Ich sehe ein, dass man diese ganzen Szenen ganz unglaublich schrecklich findet und am liebsten besser nicht sehen wollen würde. Dann sollte man sich aber nochmal klarmachen was man jeden Tag in sich reinschaufelt...

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klasse ausführung, 100% zustimmung :!:

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 14:17 
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thuleviolenta hat geschrieben:
...es ist schon interessant wie man auf der "ess-thematik" rumreitet um die tier-snuff szenen zu "rechtfertigen"....ich esse auch fleisch und? das heisst nicht dass ich gern mir anschau wie ein schwein,rind,etc.. abgeschlachtet wird, wenn ich mir das den anschauen würde, würde mir höchstwahrscheinlich der appettit vergehen, u wahrscheinlich nicht nur mir...


Eine IMHO befremdliche Argumentation. "Ich esse gerne Fleisch, da ich aber nicht sehe wie die Tiere abgeschlachtet werden ist das ok". Das liest sich für ungefähr so, dass du eine "Rechtfertigung" dafür suchst, warum du Fleisch magst und ißt, die Augen aber vor den grausigen Realitäten der Massentierhaltung verschliesst.

Mir liegt es übrigens fern die entsprechenden Szenen in "Cannibal Holocaust" zu rechtfertigen. Ich maße mir lediglich nicht an diese zu verurteilen. Durch die Mengen Fleisch die ich bereits verspeist habe, mussten mit Sicherheit mehr Tiere leiden und sterben als in sämtlichen "verdächtigen" Filmen insgesamt. Das macht es nicht besser. Es stellt sich aber die Frage, ob man es sich nicht zu einfach macht, wenn man vorschnell mit dem moralinsauren Zeigefinger vor der Nase anderer Menschen rumfuchtelt!

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 15:20 
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Blap hat geschrieben:
thuleviolenta hat geschrieben:
...es ist schon interessant wie man auf der "ess-thematik" rumreitet um die tier-snuff szenen zu "rechtfertigen"....ich esse auch fleisch und? das heisst nicht dass ich gern mir anschau wie ein schwein,rind,etc.. abgeschlachtet wird, wenn ich mir das den anschauen würde, würde mir höchstwahrscheinlich der appettit vergehen, u wahrscheinlich nicht nur mir...


Eine IMHO befremdliche Argumentation. "Ich esse gerne Fleisch, da ich aber nicht sehe wie die Tiere abgeschlachtet werden ist das ok". Das liest sich für ungefähr so, dass du eine "Rechtfertigung" dafür suchst, warum du Fleisch magst und ißt, die Augen aber vor den grausigen Realitäten der Massentierhaltung verschliesst.

Mir liegt es übrigens fern die entsprechenden Szenen in "Cannibal Holocaust" zu rechtfertigen. Ich maße mir lediglich nicht an diese zu verurteilen. Durch die Mengen Fleisch die ich bereits verspeist habe, mussten mit Sicherheit mehr Tiere leiden und sterben als in sämtlichen "verdächtigen" Filmen insgesamt. Das macht es nicht besser. Es stellt sich aber die Frage, ob man es sich nicht zu einfach macht, wenn man vorschnell mit dem moralinsauren Zeigefinger vor der Nase anderer Menschen rumfuchtelt!

ja dann soll dier halt auch ein uteil über mich "fern bleiben"
wieso macht den deodato nicht weitere filme (oder andere regisseure) mit tier-snuff szenen wenn es ja "vollkommen ok" ist bzw die heuchelei mit "nicht kritisieren wollen"...ich kritisiere den film und? ist es ein verbrechen. in gewisser hinsicht schliesse ich lieber die augen bevor ich mir ansehe dass tiere für einen sogennanten "Unterhaltungsfilm" getötet werden (es gibt ja zig videos von pro-tierschützern wie tiere misshandelt werden,etc..)kurz gesagt es ist grausam ja: und ich sehe keinen sinn darin,was soll ich da noch "gross" umherschwaffeln.
man lebt halt in einer produkt u konsumgesellschaft in der die meisten leute kein kontakt haben mit dem "essen"...dessen ist man sich bewusst-dennoch kann ich genauso gut in ein schlachthaus gehen u mir anschauen wie rinder,etc..getötet werden...das brauche ich nicht in CH als "pseudo-anprangernden" film ala "wir sind die kannibalen". der genau das "kritisiert" was er präsentiert. "technisch" gesehen-esse ich fleisch-dass heisst nicht dass ich es gut finde, sondern lediglich dass man sich tier-tötungen (im namen der "exploitation" )schenken kann. nur weill ich fleisch esse, mache ich jetzt nich selber ein film wo tiere sterben müssen mit der lächerlichen begründung "es ist halt so-weil wir fleisch essen"


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thuleviolenta hat geschrieben:
wieso macht den deodato nicht weitere filme (oder andere regisseure) mit tier-snuff szenen wenn es ja "vollkommen ok" ist bzw die heuchelei mit "nicht kritisieren wollen"...ich kritisiere den film und? ist es ein verbrechen.


Warum sollte er das "einfach so" tun? Wo hat irgendend jemand auch nur im Ansatz von "vollkommen ok" gesprochen? Es wurden lediglich Dinge in Beziehung zueinander gesetzt und verglichen. Kritik kann man doch trotz Toleranz üben. Toleranz bedeutet ja nicht, dass man alles gutheißen oder akzeptierten muß. Man lässt es so sein wie es ist. Du kannst es für dich persönlich doch trotzdem ablehnen. Hat sich hier irgendjemand daran gestoßen das Kritik geübt wurde? Es ging doch nur um eine etwaigen Doppelmoral deinerseits.

thuleviolenta hat geschrieben:
in gewisser hinsicht schliesse ich lieber die augen bevor ich mir ansehe dass tiere für einen sogennanten "Unterhaltungsfilm" getötet werden (es gibt ja zig videos von pro-tierschützern wie tiere misshandelt werden,etc..)kurz gesagt es ist grausam ja: und ich sehe keinen sinn darin,was soll ich da noch "gross" umherschwaffeln.


Laut Deodato hat man die Tiere im nachhinein auch gegessen, ändert das noch was? Bzw. wäre es deiner Ansicht nach in Ordnung gewesen die Tiere zu schlachten solange man es nicht gefilmt hätte? Wenn du sagen willst: Die Tiere sind nur für den Film gestorben? Dann stelle ich die Frage ob es das Schlimmer macht als ob man sie z.B. als Delikatesse oder für 'ne Bifi getötet hätte? Ich will das erstmal gar nicht beantworten, behaupten, bewerten, verurteilen oder verteidigen. Um was geht es dabei auch? Moral? Ist es unmoralischer für einen Film zu töten als für den Genuss? Es geht doch vorest nur mal darum es ganzheitlicher zu betrachten!

thuleviolenta hat geschrieben:
man lebt halt in einer produkt u konsumgesellschaft in der die meisten leute kein kontakt haben mit dem "essen"...dessen ist man sich bewusst-dennoch kann ich genauso gut in ein schlachthaus gehen u mir anschauen wie rinder,etc..getötet werden...das brauche ich nicht in CH als "pseudo-anprangernden" film ala "wir sind die kannibalen". der genau das "kritisiert" was er präsentiert.


Wo steht den bei Cannibal Holocaust drauf "Wir kritisieren:...." oder was auch immer du reingedeutet hast? Bist du es nicht vielmehr selbst, der sich angekotzt fühlt? Ist doch in Ordnung: Abschalten oder Raus aus dem Kino! Völlig legitim, nimmt dir sicher niemand weg!

thuleviolenta hat geschrieben:
"technisch" gesehen-esse ich fleisch-dass heisst nicht dass ich es gut finde, sondern lediglich dass man sich tier-tötungen (im namen der "exploitation" )schenken kann. nur weill ich fleisch esse, mache ich jetzt nich selber ein film wo tiere sterben müssen mit der lächerlichen begründung "es ist halt so-weil wir fleisch essen"


Was willst du damit sagen? Das Deodato Cannibal Holocaust mit der Begründung gedreht hat "es ist halt so-weil wir fleisch essen"? (interressanter Ansatz!)

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 19:21 
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also mir hängt die thematik schon zum hals raus-deswegen halte ich mich kurz anstatt hier ein "buch" zu schreiben

"Laut Deodato hat man die Tiere im nachhinein auch gegessen, ändert das noch was? Bzw. wäre es deiner Ansicht nach in Ordnung gewesen die Tiere zu schlachten solange man es nicht gefilmt hätte? Wenn du sagen willst: Die Tiere sind nur für den Film gestorben"

ich denke schon dass es schlimmer ist: essen um sich nur zu ernähren-u tiere die live sterben als "unterhaltung" sind für mich 2 paar schuhe
(der begriff "ethik" ob der hier passend ist?)
ich hätte beispielsweise nicht die "härte" ein schwein in den kopf zu schiessen, "fleischessen" hin oder her..deswegen habe ich
es satt *hüstel* "verteidigungen" zu diesen film zu hören die sich immer wieder in diese thematik flüchten, u da es ja "toleriert"
(bzw immer wieder "legitimiert" wird dadurch dass menschen fleisch essen) war halt mein vorschlag wieso nicht deodato weitere
filme in diesem "neo-realistischen" still (tiersnuff) fortsetzt..."seltsamerweise" macht er da aber nichts mehr in der richtung


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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 19:24 
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thuleviolenta hat geschrieben:
war halt mein vorschlag wieso nicht deodato weitere
filme in diesem "neo-realistischen" still (tiersnuff) fortsetzt...


weil ihm dat ewige geheule aufm sack geht

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 20:29 
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Cobra hat geschrieben:
thuleviolenta hat geschrieben:
war halt mein vorschlag wieso nicht deodato weitere
filme in diesem "neo-realistischen" still (tiersnuff) fortsetzt...


weil ihm dat ewige geheule aufm sack geht


ui ein wahrer poet hat gesprochen, viel spass noch mit dem bier u der bratwurst


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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 20:45 
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Hallo thuleviolenta,

wir schreiben hier irgendwie aneinander vorbei. Zumindest beschleicht ein Gefühl dieser Art. Schon bei Gesprächen von Angesicht zu Angesicht kann es zu Mißverständnissen kommen, steht lediglich geschriebenes Wort zur Verfügung ist diese "Gefahr" ungleich grösser. Mir liegt es völlig fern dich persönlich anzugreifen!

Gruß

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 21:14 
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Mal völlig abseits der hitzigen Diskussion halte ich den Film für vollkommen überbewertet, was natürlich auch damit zu tun haben mag, dass dem Film ein gewisser Ruf voraus eilt.

Ich jedenfalls konnte mich mit dem Film als solchen nicht anfreunden.

Vielfach wird er ja auch als Kritik an Jacopetti verstanden, aber diesbezüglich sollte man eher zu Cavaras "Das wilde Auge" greifen.


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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 21:30 
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Ich muss gestehen, dass ich den Film nicht kenne und daher nicht weiß wie Deodato die Schlachtszenen gefilmt hat. Es gibt aber auch heute noch genügend Filme (z.B. Los Muertos von Lisandro Alonso) und vor allem Dokumentationen bei denen ganz detailiert gezeigt wird wie Tiere gejagt, umgebracht, geschlachtet und verarbeitet werden.

Habe vor kurzem eine Doku über Tiroler Bergbauern gesehen in dem das alles (es wurde Blutwurst gemacht) ganz anschaulich gezeigt wurde und fand das alles ganz natürlich. Aber vielleicht liegt es einfach daran, dass ich als Landbewohner weiß woher das Fleisch kommt und es kommt ganz sicher nicht aus dem Supermarkt. Es ist alles ganz natürlich, aber vielleicht muss man es ja auch gewohnt sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 22:25 
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thuleviolenta hat geschrieben:
Cobra hat geschrieben:
thuleviolenta hat geschrieben:
war halt mein vorschlag wieso nicht deodato weitere
filme in diesem "neo-realistischen" still (tiersnuff) fortsetzt...


weil ihm dat ewige geheule aufm sack geht


viel spass noch mit dem bier u der bratwurst


man dankt :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 02.12.2009 22:34 
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thuleviolenta hat geschrieben:
Cobra hat geschrieben:

weil ihm dat ewige geheule aufm sack geht


viel spass noch mit dem bier u der bratwurst


man dankt :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: CANNIBAL HOLOCAUST - Ruggero Deodato
BeitragVerfasst: 03.12.2009 12:23 
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HAHA auf eine solch schöne Diskussion zu CH habe ich gewartet....der Film ist definitiv nicht meine Marke und deshalb lehn ich mich zurück und genieß eure Unterhaltungen... ;)

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