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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: LA ORCA - GEFANGEN, GESCHÄNDET, ERNIEDRIGT - E. Visconti
BeitragVerfasst: 24.03.2012 22:46 
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italo hat geschrieben:
Wahrscheinlich werde ich mir die Soundtrack CD besorgen.

Wenn es den Soundtrack auf irgendeinem Format geben würde, hätte ich ihn auch schon längst, aber leider ist der wohl nie (!) erschienen. Weder damals, noch heute! :o
(s. auch meinen Kommentar oben!) Der Soundtrack ist genial!

Grüße,
Nero


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 Betreff des Beitrags: Re: LA ORCA - GEFANGEN, GESCHÄNDET, ERNIEDRIGT - E. Visconti
BeitragVerfasst: 24.03.2012 23:44 
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Nero hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
Wahrscheinlich werde ich mir die Soundtrack CD besorgen.

Wenn es den Soundtrack auf irgendeinem Format geben würde, hätte ich ihn auch schon längst, aber leider ist der wohl nie (!) erschienen. Weder damals, noch heute! :o
(s. auch meinen Kommentar oben!) Der Soundtrack ist genial!

Grüße,
Nero



Den kann man doch bestellen: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


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 Betreff des Beitrags: Re: LA ORCA - GEFANGEN, GESCHÄNDET, ERNIEDRIGT - E. Visconti
BeitragVerfasst: 25.03.2012 01:19 
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italo hat geschrieben:


Das ist der Soundtrack vom zweiten Teil bzw. der Fortsetzung.
Direkt zu LA ORCA gibt es keinen Soundtrack. Aber eventuell sind Stücke gleich?

Grüße,
Nero


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 Betreff des Beitrags: Re: LA ORCA - GEFANGEN, GESCHÄNDET, ERNIEDRIGT - E. Visconti
BeitragVerfasst: 25.03.2012 11:42 
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So, habe den Film heute in Ruhe genießen können...

Ein tolles Werk! Autorenkino, wie es sein sollte, Arthouse und doch auch sleazig genug, so dass die Finger VON der Vorspultaste FERNBLEIBEN!

Sozialkritisch, denn der Film handelt in erster Linie von dem armen Fischerjungen, der von der wirtschaftlichen Not (was haben die auch für ärmliche, kleine Sardinen in ihren Netzen!!! :D ) in die nördliche Industriestadt (wovom eigentlich nichts zu sehen ist, nur blühende Landschaften, Angler, Kuhbauern und ein Kalkwerk! :mrgreen: ) flieht, dort aber noch weiter ins Elend gerät. Auch sein Kumpel (mal wieder hervorragend: Flavio Bucci) hat so seine Nöten: Seine Frau, die eigentlich mit einem anderen verheiratet ist, der aber, um Geld zu verdienen für Jahre nach Brasilien ging und kein Geld hat, um seine Frau und seine Tochter zu besuchen, möchte gerne etwas anderes speisen als Fleisch aus der Dose oder nur Suppen, zudem ist die kleine Tochter krank und muss ins Krankenhaus, was natürlich Geld kostet (ja, das italienische Gesundheitssystem ist halt nicht so gut wie bei uns :mrgreen: ). Der dritte im Bunde, Bruno Corazzari (der Historiker nennt ihn den italienischen Klaus Kinski! :o ), ist ein Herumtreiber, arbeitsscheu und spielsüchtig. Was bleibt im wirtschaftlich blühenden Italien der 70er ( :mrgreen: ) anders übrig, um ans schnelle Geld zu kommen, als eine Millionärstochter zu entführen?! Nun gehen die drei Herren doch recht dillettantisch ans Werk und schon bald wird em unserem guten Michele Placido sehr langweilig, alleine mit der Gefangenen in dem Loch herumzusitzen und abzuwarten, bis der Papi mit dem schnöden Mammon rüberkommt. Aber man hat ja noch das Mädel nebenan liegen.

Wie wird die Schickeria dargestellt? Nun ja, der Papa rückt die Kohle nicht raus, weil der Sprössling ja von einem Seitensprung der Mama entsprungen ist, der Obergangster sitzt die ganze Zeit in chicken Anzügen am Klavier und lässt Putzfrauen ihren Job um ihn herum tun, anstelle sich um die Geldübergabe zu kümmern. Das Mädel selbst hat gleichzeitig drei Freunde, wobei ihr der eine die tollen Pelze, äh, Herrenoberhemden (man sieht gleich, wer die Hosen - bzw. die Hemden anhant!, der andere hat ein tolles Segelboot und die Vorzüge des Dritten werden nicht erwähnt. Das Mädel raucht lieber Marlboro anstatt das minderwertige italienische Zeugs (öhm, war die gute Niehaus nicht mal Model für Marlboro??? Gbt's da Sponsoring für Schleichwerbung? Wurde der Film von einer amerikanischen Zigarettenmarke finanziert??? :o ) und zeigt sich auch sonst sehr zickig.

Natürlich sehnt sich der Fischer nach der Frau des Nordens, man könnte jetzt von einem Anti-Thomas-Mann-Film sprechen, aber dies ginge dann doch zu weit (heißt aber nicht, dass es da nicht eine gewisse Korrelation gibt!).

Sch... druff!

Leute, kauft den Film wegen folgender Szene, die ich mich als Hobby-Entführer im Geiste zwar schon immer mal gefragt, aber noch nicht zu sehen bekam: Wie geht eine Gefesselte Geisel auf's Klo? Die Szene, in der Michele-Allein-gegen-die-Mafia-Placido der gefesselten Niehaus den Popo mit alten Bildzeitungen (!) abwischt, lohnt den Kauf allemal! Das sollte jedem User hier einen 20er Wert sein! :D

Wegen der leider doch sehr groben Klischees (armer Fischerjunge, Familienleid, Spielsucht, Segeljacht, etc etc) nur (und nur deswegen) nicht die volle Punktzahl. Kamera, Darsteller, Drehbuch, Beleuchtung, Score, ... allererste Sahne!

9/10

Von der tollen Veröffentlichung ganz zu schweigen. Leider finde ich die Stimme der Niehaus im Gegensatz zu ihrem körperlichen Vorzügen nicht so sexy... Aber man kann ja nicht alles haben :D Und was sie sagt grenzt leider an die typische ich-sage-nichts-negatives-über-meine-Kollegen, was leider leider die meisten Darsteller tun, denn sie wollen doch gerne mal wieder einen Auftrag bekommen und die Branche ist doch sehr nachtragend.


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 Betreff des Beitrags: Re: LA ORCA - GEFANGEN, GESCHÄNDET, ERNIEDRIGT - E. Visconti
BeitragVerfasst: 25.03.2012 11:47 
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Sergio Paydes hat geschrieben:
Wie geht eine Gefesselte Geisel auf's Klo? Die Szene, in der Michele-Allein-gegen-die-Mafia-Placido der gefesselten Niehaus den Popo mit alten Bildzeitungen (!) abwischt, lohnt den Kauf allemal!



Das ist pfui! Allen deswegen gibt der Blap dem Film wahrscheinlich eine Bestnote. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: LA ORCA - GEFANGEN, GESCHÄNDET, ERNIEDRIGT - E. Visconti
BeitragVerfasst: 25.03.2012 12:30 
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Sergio Paydes hat geschrieben:
Von der tollen Veröffentlichung ganz zu schweigen. Leider finde ich die Stimme der Niehaus im Gegensatz zu ihrem körperlichen Vorzügen nicht so sexy... Aber man kann ja nicht alles haben :D Und was sie sagt grenzt leider an die typische ich-sage-nichts-negatives-über-meine-Kollegen, was leider leider die meisten Darsteller tun, denn sie wollen doch gerne mal wieder einen Auftrag bekommen und die Branche ist doch sehr nachtragend.


:|

Man darf ja auch nicht ignorieren, dass die Frau mittlerweile 57 ist und die Stimme dem entspricht, wobei sie andererseits einen sehr humorvollen und sympathischen Eindruck macht. Und warum sollte sie absichtlich falsche Sachen sagen wegen neuer Aufträge, ich schätze mal eher, dass ihre Schauspielkarriere mehr oder weniger beendet ist und ihre Modelkarriere sowieso. Für mich klang das alles glaubwürdig.

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Higurashi no Naku Koro ni


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 Betreff des Beitrags: Re: LA ORCA - GEFANGEN, GESCHÄNDET, ERNIEDRIGT - E. Visconti
BeitragVerfasst: 25.03.2012 17:44 
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Glaub der Audiokommentar ist heute mal fällig bei mir. 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: LA ORCA - GEFANGEN, GESCHÄNDET, ERNIEDRIGT - E. Visconti
BeitragVerfasst: 26.03.2012 22:00 
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Sergio Paydes hat geschrieben:
Wie geht eine Gefesselte Geisel auf's Klo? Die Szene, in der Michele-Allein-gegen-die-Mafia-Placido der gefesselten Niehaus den Popo mit alten Bildzeitungen (!) abwischt, lohnt den Kauf allemal!


Da hätte man doch mehr Scheiße am Arsch als vorher. :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: LA ORCA - GEFANGEN, GESCHÄNDET, ERNIEDRIGT - E. Visconti
BeitragVerfasst: 28.03.2012 00:34 
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Ich habe den Film gerade in Chill Laune mit zwei Freunden gesehen und beide waren begeistert. Das Ding ist einfach megafett und funktioniert beim wiederholten Mal noch besser. Meiner Meinung nach ist das einer der wenigen Filme, an denen nichts besser gemacht werden kann. Das ist so selten, deswegen ist es für mich eine wirkliche Entdeckung.
Was mir übrigens aufgefallen ist, ist dass die expliziten Szenen nur deswegen so ernstzunehmend, wirkungsvoll und echt rüberkommen, weil es Michele Placido so unglaublich realistisch darstellt.
Was für ein fantastischer Schauspieler!
Desweiteren gefällt mir die recht unverbrauchte Synchronstimme von ihm absolut gut, weil der Sprecher den exakten Ton des Charakters trifft und man ihn stimmlich nicht in andere Produktionen einordnen kann. Trotzdem meine ich ihn schon mal gehört zu haben? Wer spricht für Michele Placido?


Auf jeden Fall zu 100% der beste Film den Camera Obscura bis jetzt veröffentlicht hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: LA ORCA - GEFANGEN, GESCHÄNDET, ERNIEDRIGT - E. Visconti
BeitragVerfasst: 19.12.2014 23:23 
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Unter den Exploitation-Filmen der 70er, dürfte das einer der außergewöhnlicheren Filme sein, denn es ist ein überraschend gewaltarmer Film, der das auch gar nicht nötig hat.
Viel eher konzentriert sich Visconti dabei auf eine präzise Psychoanalyse zweier Charaktere, nämlich den des Entführungsopfers und den eines Entführers.
Dennoch ist es in der ersten Dreiviertelstunde ein eher düsterer Film, dem eigentlich nur noch die übliche Portion Sleaze fehlt, für einen typischen, vollkommenen Exploitationkracher.
Dann entwickelt sich schön langsam eine Beziehung zwischen dem entführten Mädchen und einem Entführer und das ganze wird zu einem netten Kammerspiel.
Da ist natürlich klar, dass der Titel wiedermal kompletter Blödsinn ist, denn obwohl ein Mädchen gefangen wird, wird sie nie geschändet und auch nicht wirklich erniedrigt.
Also wer einen brutalen Film im Stile von LA SETTIMA DONNA erwartet, der ist hier falsch!
Wer sich aber mit einem gut konstruierten Psychodrama ohne übermäßig viel Gewalt anfreunden kann, der kann ruhig mal einen Blick riskieren.
Das einzige, was mich sehr überrascht zurückließ (und das ist in dem Fall nicht positiv gemeint) ist das Finale mit der plötzlichen Wandlung von Alice, die so überhaupt nicht nachvollziehbar erscheint.
Das war aber auch schon alles negative.
Schauspielerisch auf ganzer Linie top, die Musik von Federico Monti Arduini ist ebenfalls großartig, ein bisschen nackte Haut dazu, außerdem nie langweilig, was will man mehr?
8,5/10


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