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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: PAPAYA - DIE LIEBESGÖTTIN DER KANNIBALEN - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 31.03.2011 19:51 
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OT: Papaya dei caraibi (1978)

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Einige Mitarbeiter einer Firma, die sich für den Bau eines Atomkraftwerkes auf Santo Domingo einsetzt, haben schon auf seltsame Weise den Tod gefunden. Auch der Ingenieur Vincent (Maurice Poli) ist im Auftrag dieses Unternehmens unterwegs, während seine Freundin (Sirpa Lane) die Thematik mit kritischeren Augen sieht. Doch auch die beiden werden von der ebenso schönen wie geheimnisvollen Einheimischen Papaya (Melissa Chimenti) in einen gefährlichen Bann aus unbekannten Ritualen und Voodoo-Zauber gezogen...

Hach ja, der D'Amato und seine Karibik-Filmchen. Die traumhaften Drehorte lassen ja über so manche Schwäche hinwegsehen, aber leicht macht's einem der Streifen dennoch nicht. Wenn da im örtlichen Schlachthof (?) zwei Schweine ausgenommen werden und ewig in irgendwelchen bemüht rauschhaften Opfer-Zeremonien geschwelgt wird, dann bringt das den Film einfach kaum ein Stück voran. Stimmiger sind schon die Versuche, in der menschenleeren Stadt sowas wie eine unheimliche Atmosphäre zu etablieren, inklusive mysteriös wippendem Schaukelstuhl, herrenloser Pferdekutsche und Gruselpuppe. Allzu langweilig fand ich's insgesamt gar nicht mal und zum Glück halten sich die kruden Gedärm-Matschereien letztendlich auch in Grenzen, aber egal, welche Richtung auch eingeschlagen wird, es wirkt hier alles etwas halbherzig. Von den typischen Sexszenen (auf die ich eigentlich die ganze Zeit gewartet habe!) gibt's dann in der zweiten Hälfte des Films endlich mal was zu sehen und das kann immerhin wieder überzeugen. Man kann es drehen und wenden wie man will: D'Amatos Kamera, pulsierende Cipriani-Mucke und exotische Kulissen - damit kann in Punkto schwülstiger Soft-Erotik kaum was schiefgehen. Nicht zu vergessen, kommt hier nebenbei noch das hochaktuelle Atomenergie-Problem zur Sprache, was erwartungsgemäß simpel, aber nicht unintelligent abgehandelt wird. Ich bin ja sowieso der Ansicht, dass D'Amato oft geistreicher bei der Sache war, als ihm viele zutrauen.

Trotzdem bleibt's dabei: die eigentlich bewährte Mixtur wirkt diesmal unausgewogen und so haben vergleichbare Werke, wie ORGASMO NERO, doch die Nase vorn.


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 Betreff des Beitrags: Re: PAPAYA - DIE LIEBESGÖTTIN DER KANNIBALEN - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 01.04.2011 04:04 
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Unausgewogen und halbherzig: zwei Wörter, die meine mittlerweile schon etwas verblasste Erinnerung an die Kannibalen-Liebesgöttin gut auf den Punkt bringen. Man hat ja Gott sei Dank noch die exotischen Drehorte, die hier etwas die Atmosphäre bzw. den Film an und für sich aufwerten. Muss ich mir bei Gelegenheit mal wieder anschauen, kann mich dir da aber anschließen. PAPAYA braucht wirklich etwas, um in die Gänge zu kommen und wenn es dann zur Fleischbeschau kommt, merkt man dann auch, dass der Onkel Joe wieder in seinem Element ist. Alles in allem fand ich das gute Stück dann doch halt eher durchschnittlich. Paßt aber für nen Sonntag, wo man nicht so recht weiß, was man treiben soll.

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 Betreff des Beitrags: Re: PAPAYA - DIE LIEBESGÖTTIN DER KANNIBALEN - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 02.07.2011 12:29 
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Bei Papaya muß ich immer gleich an die Szene denken, wo sich die leckere Sirpa Lane unter der Dusche einseifen läßt, komisch oder??

Nunja, hab hier mal ein älteres Review am Start und denke das der mir heutzutage auch noch gut schmecken dürfte!!


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 Betreff des Beitrags: Re: PAPAYA - DIE LIEBESGÖTTIN DER KANNIBALEN - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 12.08.2011 17:45 
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Hab den Film erst vor kurzem gesehen und muss sagen, wieder mal ein schönes Karibikfilmchen von D´Amato. Mir hat es sogar einen Tick besser gefallen als die Orgasmo Nero-Reihe. Auf mich hat der Film etwas stimmiger gewirkt. Was aber jetzt nicht heißt, dass wir es mit einem Meisterwerk zu tun zu haben. Die Kulissen sind schön, die Menschen sind schön, der Score ist schön - das reicht mir, um mich ihn eine angenehme Zuschaustimmung zu bringen. Ist so etwas wie Urlaub für die Augen. Ruhig, entspannend und ein bisschen langweilig. Der Film strengt einfach nicht großartig an.

Und ausserdem Sirpa Lane :schilder_hschild:

Verzichtbar war aber wiedermal der dämliche Tiersnuff (Hahnenkampf am Anfang), auch wenn die Sirpa recht begeistert gewirkt hat :o

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
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(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: PAPAYA - DIE LIEBESGÖTTIN DER KANNIBALEN - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 12.08.2011 18:14 
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Malastrana hat geschrieben:
Und ausserdem Sirpa Lane :schilder_hschild:

Eigentlich erstaunlich, dass noch nie jemand etwas zu der guten Sirpa Lane geschrieben hat. Sie hat offenbar ein interessantes Leben geführt und mit fast allen großen Regisseuren des (Trash)-Films zusammengearbeitet: Roger Vadim, Walerian Borowczyk, Joe D'Amato, Alfonso Brescia, Roberto Bianchi Montero, Andrea Bianchi und Mario Caiano.
Ein Artikel über das Leben und Werk der werten Dame, wäre sicherich sehr spannend.


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 Betreff des Beitrags: Re: PAPAYA - DIE LIEBESGÖTTIN DER KANNIBALEN - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 12.08.2011 19:02 
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Anscheinend wurde die Gute 1999 vom AIDS dahingerafft :(

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 Betreff des Beitrags: Re: PAPAYA - DIE LIEBESGÖTTIN DER KANNIBALEN - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 03.08.2012 23:34 
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PAPAYA - DIE LIEBESGÖTTIN DER CANNIBALEN fand ich überraschend gut. Die Story ist recht eingängig und der Film optisch sowie atmosphärisch ziemlich gut geraten.

7.5/10


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 Betreff des Beitrags: Re: PAPAYA - DIE LIEBESGÖTTIN DER KANNIBALEN - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 17.03.2015 21:14 
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Produktionsland: Italien
Produktion: Carlo Maietto
Erscheinungsjahr: 1978
Regie: Joe D'Amato
Drehbuch: Roberto Gandus
Kamera: Joe D'Amato
Schnitt: Vincenzo Tomassi
Musik: Stelvio Cipriani
Länge: ca. 82 Minuten
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Melissa Chimenti, Sirpa Lane, Maurice Poli, Annj Goren, Dakar





Auf einer karibischen Insel, soll ein Atom-Kraftwerk errichtet werden. Die Einheimischen sind dagegen und organisieren sich gegen das Vorhaben. Als der Ingenieur Vincent und die Journalistin Sara, eine Einheimische namens Papaya kennen lernen, häufen sich mysteriöse Vorfälle. Auch die Leiche eines…

PAPAYA-DIE LIEBESGÖTTIN DER K(C)ANNIBALEN beginnt – wie man es erwartet – mit Schmuddel-Erotik. Hier wird man mit den bissigen Finessen der Liebesgöttin konfrontiert, was verheerende Folgen hat… jedenfalls für…

Joe D’Amato lässt sich nicht lumpen und serviert zwei kleine grenzwertige Situationen. Das Ausweiden von toten Schweinen hätte sich der Joe schenken können. Alles andere ist bester Schmuddel mit einem klitzekleinen Gorefaktor, umgarnt von einer kleinen, aber auch interessanten Story.

Die Lage ist schnell definiert. Die Eingeborenen wehren sich auf ihre Art gegen den Fortschritt. Die Überbringer des Fortschritts haben kein Verständnis für die Traditionen der Eingeborenen. Doch sollte man in Feindes Gebiet den Ball etwas flach halten, denn Papaya ist stets auf der Lauer um sich geile Ingeneure gefügig zu machen.

Onkel Joe bringt, die Traditionen und Riten der Karibikbewohner etwas näher. Anhand der Journalistin Sara liefert er dem Rezipienten auch gleich eine Verbündete, die mit ihm durch die Welt fernab der Zivilisation schreitet. Dabei gelingt es D’Amato die Sympathien in Richtung Sara und Papaya steuern. Es wird ein Verständnis für Traditionen und fremde Kulturen erweckt und der Bote Fortschritt zum Unheilverkünder abgestempelt.

Das Ganze wird mit gut gewählten Locations, reichlich Schmuddel-Sex und einer guten Kameraführung, zu einem angenehmen Trip in die Karibik.

Fazit: Nicht für Jede/n geeignete Mischung aus Erotik-, Urlaubs- und „Horrorfilm“. (S)Exploitation-Fans werden natürlich gut bedient.

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 Betreff des Beitrags: Re: PAPAYA - DIE LIEBESGÖTTIN DER KANNIBALEN - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 19.01.2016 14:56 
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Papaya – Die Liebesgöttin der Kannibalen – Joe D´Amato

(Italien 1978)

8.1.2016; Kino (35mm, leicht rotstichig, Kommkino Nürnberg) / 1,85:1



Kurzrenzension.

Vincent befindet sich im Rahmen eines Projektes, das den Bau eines Atomkraftwerkes auf einer Südseeinsel vorantreiben will, mit seiner Freundin Sara dort, und verbringt seine Zeit damit, durch verlassene Orte zu streifen, abends Cocktails zu trinken und mit seiner Freundin zu schlafen. Als er die Eingeborene Papaya kennenlernt, wird er in eine Mordserie und kannibalistische Voodoorituale hineingezogen. Am Ende sehen sie ein, dass Papaya, die sich als die für die Morde Verantwortliche entpuppt, aufgrund des mangelnden Respekts der zivilisierten westlichen Welt, der sich im geplanten Bau des Atomkraftwerkes zeigt, ein Recht hatte, ihre Kultur in Form der Morde zu beschützen.

„Papaya“ ist der erste einer bis 1981 andauernden Reihe von Filmen Joe D´Amatos, die eine Südseeinsel als romantischen Schauplatz haben. Dabei variiert er seine Geschichten teils mit Voodoo, Kannbalismus, Zombies („In der Gewalt der Zombies“, 1980) und einer „Die blaue Lagune“ (1980) ähnelnden Love-Story („Paradiso blu“, 1980).

In Papaya baut D´Amato zwar eine intensiv-schwüle Atmosphäre auf, die zum größten Teil die von ihm selbst geführte Kamera entstehen lässt, aufgrund der kaum vorhandenen Geschichte und einer fehlenden Grundspannung ist der Film lediglich für erotische Südseeträumereien in dunklen Jahreszeiten geeignet, keineswegs aber unheimliche oder gar spannende Unterhaltung. Die Botschaft einer überaus verlogenen Toleranz gegenüber den mordenden Insulanern, die der Film mitbringt, ist genauso ärgerlich, wie sein selten eingesetzter Humor nicht zündet: „Wie heißt du?“ – „Papaya.“ – „Was für ein komischer Name." – „Wie heißt du?“ – „Archibald.“ – „Was für ein komischer Name.“

Der Film wurde auf dem 15. Außerordentlichen Filmkongress des Hofbauerkommandos als „Trister Überraschungsfilm“ gezeigt. Der Kongress zeigte sich von der schwülen Inseltristesse beglückt und befand den Film als gelungen.


Fazit:

Was für ein…

Wertung:

2 / 10 – bei entsprechender Insellaune gern auch 5 Punkte mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: PAPAYA - DIE LIEBESGÖTTIN DER KANNIBALEN - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 19.01.2016 16:47 
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Mir gefällt der Film. Geil langweilig trifft es, finde ich.

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 Betreff des Beitrags: Re: PAPAYA - DIE LIEBESGÖTTIN DER KANNIBALEN - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 19.01.2016 19:06 
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Malastrana hat geschrieben:
Mir gefällt der Film. Geil langweilig trifft es, finde ich.


Ich finde den Film, von Sichtung zu Sichtung, besser. Das Teil verspüht ein Flair welches mir sehr zusagt. Dazu - die irgendwie total faszinierende - Sirpa Lane.

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 Betreff des Beitrags: Re: PAPAYA - DIE LIEBESGÖTTIN DER KANNIBALEN - Joe D'Amato
BeitragVerfasst: 22.12.2016 19:30 
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sid.vicious hat geschrieben:
Ich finde den Film, von Sichtung zu Sichtung, besser. Das Teil verspüht ein Flair welches mir sehr zusagt.


Ja, der hat ein echt geiles, sonderbares, faszinierendes, exotisches Flair, das mich rasch eingelullt hat. Dazu Darsteller, die auf Klamotten allergisch reagieren, ein wenig Gewalt und etwas Blut, und eine schöne Location, die D'Amato ganz wunderbar einfängt. Die Sequenzen im fast leeren Dorf fand ich großartig und angenehm unheimlich, da hätte es mich nicht gewundert, wenn plötzlich ein Zombie um die Ecke getorkelt wäre, um die fesche Hauptdarstellerin mal eben anzuknabbern. Gestern zum ersten Mal gesehen und sofort liebgewonnen.

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