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 Betreff des Beitrags: ZWEI HALUNKEN IM ALTEN ROM - Alfonso Brescia
BeitragVerfasst: 21.01.2016 16:21 
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Zwei Halunken im alten Rom – Alfonso Brescia

(Italien 1972)

9.1.2016; Kino (35mm, Kommkino Nürnberg) / 2,35:1



Die beiden Halunken Ottone und Savio strolchen durch das Italien zu Zeiten des Römischen Reiches und schlagen sich durchs Leben, indem sie die Zeche prellen, Prügeleien anstacheln und römische Soldaten ärgern. Schließlich kommen sie in Rom an, geraten sogleich ins Bordellviertel und lernen die kaiserliche Hure Poppaea kennen und lieben. Diese stellt schnell fest, dass Ottone viel besser als ihr Mann ist, der es als Schlappschwanz nur zum Frühlingsanfang schafft. Kaiser Nero darf jedoch nichts davon erfahren, dass seine holde Angetraute es nicht mit der Treue hält, dichtet aber sowieso lieber Oden, wenn er nicht vormittags im Aquädukt sein muss. Als Inspirationsquelle zu neuen dichterischen Ergüssen zündet er schließlich Rom an, während Ottone und Savio zur Zwangsarbeit verurteilt werden, dieser Scheißerfindung des Steineschleppens aber durch ein simples Ablenkungsmanöver bald ledig werden.

Der Film gilt laut ofdb als Fortsetzung von „Poppaea – Die Kaiserin der Gladiatoren“ (Guido Malatesta, 1969), hat aber mit diesem außer der Zeit, in der der Film spielt und einigen in beiden Filmen vorkommenden historischen Personen nichts zu tun. Alfonso Brescia legte ein Jahr später mit dem Gespann Don Backy (Ottone) und Peter Landers (Savio) noch den Film „Zwei Halunken `stürmen´ Troja“ nach, der in die gleiche Kerbe kalauernden Klamauks schlägt. Schon der Beginn des Films zeigt eine Minutenlange Fressszene in einer Taverne, schon nach 14 Minuten gibt’s eine Quarkschlacht mit römischen Soldaten, deren Zenturio sich abschließend beschwert: „Die Kelten haben mich mit Pfeilen beschossen, die Germanen mit Steinen meine Rüstung verbeult, aber mir Quark anzubieten blieb diesen Lümmeln vorbehalten.“ Immerhin sind die beiden weiblichen Hauptrollen Femi Benussi und Eva Czemerys sehr attraktiv und manchmal nackt; und einmal musste ich tatsächlich lachen: „Da gibt es eine Gruppe unter den Christen, die sind militanter. Die wollen eine Demokratie schaffen.“ – „Prima, dann waren es eben die Christdemokraten.“ - - Ok, der war auch nicht so toll, aber nach allen Ergüssen der Witzigkeit, die es vorher zu sehen und zu hören gibt, kommt einem dies wie der Olymp des Humors vor.

Der Film wurde als „stählerner Überraschungsfilm“ auf dem 15. außerordentlichen Filmkongress des Hofbauer-Kommandos gezeigt. Der Stahl zermürbte den Kongress.


Fazit:

„Wir sind vom Regen in die Traufe gekommen.“ – „Wieso denn?“ – „Quatsch nicht!“

Wertung:

3,5 / 10


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