Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
Aktuelle Zeit: 30.04.2017 16:52

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 115 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2, 3, 4  Nächste
AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im B-Movie Hamburg
BeitragVerfasst: 06.10.2014 13:39 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Könnte bitte ein Mod den Thread-Titel "Bizarre Cinema im B-Movie Hamburg" aufgrund des bereits länger zurück liegenden Kinowechsels ändern in "Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg"? Danke!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 06.10.2014 17:52 
Online
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 8661
Wohnort: Liquid Eyes in Cologne
Geschlecht: männlich
Done :!: 8-)

_________________
"Ein Tittchen hier, ein Fötzchen da, und die Welt sähe wieder rosiger aus." anti
Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 06.10.2014 18:39 
Offline

Registriert: 08.2013
Beiträge: 1656
Geschlecht: nicht angegeben
Danke. :)

Schade, dass ich am Sonntag nicht Cabal gucken konnte, aber die Arbeit hält mich fest im Griff und ich muss eine Deadline einhalten. Ich hoffe aber mal, auf eine deutsche Blu-Ray-VÖ des Director´s Cuts in naher Zukunft.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 07.10.2014 13:15 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Liebe Fans des bizarren Kinos,

ein Hinweis zur Vorführung von William Castles "Homicidal" am kommenden Sonntag, den 12.10., um 14.30 Uhr im Metropolis:

Wir zeigen eine 16mm-Kopie der Originalfassung und nicht wie im Programm angegeben 35mm und DF.

Bis nächsten Sonntag,
euer Team von Bizarre Cinema


Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 23.10.2014 15:18 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Liebe Baseball Furies, Boppers, Boyle Avenue Runners, Cavaliers, Del-Bombers, Duckie Boys, Electric Eliminators, Executioners, Fordham Baldies, Gladiators, Gramercy Riffs, Hi-Hats, Hurricanes, Jones Street Boys, Karate-Wongs, Lizzies, Mau-Mau, Moonrunners, Orphans, Panzers, Pharaohs, Pips, Rays, Rogues, Satans Mothers, Savage Huns, Turnbull AC’s, Wanderers, Warriors,

in den frühen 80er-Jahren sprach jeder deutsche Jugendliche unsere Namen andächtig zum Nachtgebet. Wir waren die Könige von Bronx, Brooklyn, Harlem, Coney Island und verbreiteten Terror in den Streets of Elmshorn und den dunklen Gassen von Paderborn. Wir sangen Songs von Dion und den Four Seasons, fuhren U-Bahn, ohne zu bezahlen, und ließen uns von Muttern bunte Schriftzüge auf unsere Fransenwesten sticken. Lange ist das her, unser Ruhm und die Schriftzüge sind verblasst, die Straßen sauber und sicher. Es ist an der Zeit, wieder unser mächtiges, vielgestaltiges Haupt zu erheben. Es ist an der Zeit, die Stadt zurückzuerobern. Es ist an der Zeit, dass alle Gangs wieder ihre Insignien und Schminkkoffer aus dem Keller holen und sich auf den Weg machen zu einer Zusammenkunft, nach der nichts mehr sein wird wie zuvor. Lasst uns zusammenkommen! (Es herrscht striktes Waffenverbot)

29.11. Bizarre Cinema Special: The Ultimate Gang Battle – The Wanderers vs. The Warriors
20 Uhr: The Wanderers, USA 1979, R: Philip Kaufman, 117 Min., 35mm, OF, mit Ken Wahl, Karen Allen
22.45 Uhr: The Warriors, USA 1979, R: Walter Hill, 92 Min., 35mm, OF, mit Michael Beck, James Remar

Im B-Movie, Brigittenstr. 10, Kartenreservierung: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


Bild


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 11.11.2014 14:31 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Liebe Klown-Killer und Harlekin-Hasser,

spätestens seit Stephen Kings IT wissen wir, dass sich das Böse hinter einer dicken Schicht Schminke verbirgt – und letztlich immer nur so mächtig ist wie die aus Begehren und Schuld gespeiste Fantasie, die ihm eine Form gibt. So wie Frank N. Furter in Pennywise steckt in jedem bösen Clown-Kostüm letztlich nur ein dauergeiler, nach Aufmerksamkeit lechzender Teenager, der sich an Muttis Garderobe vergriffen hat. Im schönen Schuld-und-Schminke-Monat Dezember forscht Bizarre Cinema mal wieder der Dialektik zwischen Lust und Angst, Projektion und Reflexion, Marzipan und Magenschmerz nach und widmet sich einer Galerie armseliger Giftmörder, Sadisten, Panzerfahrer, Söldner und Legionäre, die ihre volle Macht erst dank des Projektorenlichts und unserer geilen Blicke erlangen. In einem Special lassen wir außerdem zwei der berühmtesten Fummeltrinen gegeneinander antreten: Santa vs. Satan!

Sonntag, 7.12.2014, 14.30 Uhr: FEUERSTOSS
I 1976, R: Alberto De Martino, 88 min., 35mm, DF, mit Stuart Whitman, John Saxon, Martin Landau, Tisa Farrow
Ein Polizei-Captain (Stuart Whitman) ist auf der Suche nach dem Giftmörder seiner Schwester, die an der Universität von Montreal als Studentin eingeschrieben war. Von Rache getrieben, greift er auf seine eigenen brutalen Methoden zurück, um den Killer zu finden. Bald aber findet er im Zuge seiner Ermittlungen heraus, daß seine Schwester alles andere als eine Heilige war. Actionreiches Poliziesco-Meisterwerk von Alberto de Martino mit einem genialen funkigen Score von Armando Trovaioli.
Text und Einführung: Torsten Cornils

Sonntag, 14.12.2014, 14.30 Uhr: WENN DU KREPIERST – LEBE ICH
I 1977, R: Pasquale Festa Campanile, Musik: Ennio Morricone, 104 min., 35 mm, DF, mit Franco Nero, Corinne Cléry, David Hess
Als Walter und Eva Mancini Kalifornien mit einem Wohnwagen bereisen, liegen die besten Jahre ihrer neunjährigen Ehe schon lange zurück. Walter, ein mittelmäßiger Reporter und zynischer Säufer, hängt finanziell am Rockzipfel seiner reichen Frau, ein Umstand, mit dem der Macho überhaupt nicht klar kommt. Als sie den Anhalter Adam Konitz (David Hess aus "The Last House on the Left") mitnehmen, geraten die beiden in eine lebensgefährliche Situation, denn der entpuppt sich schnell als ein aus der Strafanstalt geflohener, sadistischer Verbrecher, der soeben eine Bank überfallen und dabei seine Kumpane um die Beute geprellt hat. Ein wahrlich garstiger Film, knallharter Thriller und schockierendes Psychodrama zugleich!
Text und Einführung: Mike Schimana

Freitag, 19.12.2014, ab 20 Uhr: BIZARRE CINEMA XXXMAS SPECIAL – SANTA VS. SATAN
Im Metropolis, mehr Infos in Kürze

Sonntag, 21.12.2014, 14.30 Uhr: PANZER, SÖLDNER, LEGIONÄRE
GB 1969, R: André De Toth, 118 Min., 35mm, DF, mit Michael Caine, Nigel Davenport, Nigel Green
Eigentlich ist dieser Film besser bekannt als "Ein dreckiger Haufen". Ähnlichkeiten mit anderen Filmtiteln – "Das dreckige Dutzend" zum Beispiel – sind wahrscheinlich beabsichtigt. Warum auch nicht? Schließlich geht es hier ebenfalls darum, dass ein Offizier – Michael Caine spielt ihn – ehemalige Knackis für ein Himmelfahrtskommando zusammenstellt. Die Zeit: 1942. Der Ort: Nordafrika. Das Ziel: ein Öl-Depot plus die Befehlskombüse von Erwin Rommel. Es geht also einiges kaputt, in farbigem Technicolor und breitem Panavision. Regie führte André De Toth, einer der drei Einäugigen Hollywoods (neben John Ford und Raoul Walsh). Was ihn nicht daran hinderte, mit "Das Kabinett des Professor Bondi" 1953 einen 3-D-Film zu inszenieren. Erst wenn Quentin Tarantino auch ’ne Augenklappe trägt, ist er wirklich cool.
Text und Einführung: Michael Ranze

PS: Let us now praise Tim Curry!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 24.11.2014 13:36 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Freitag, 19.12.2014: Bizarre Cinema XXXmas Special – Santa vs. Satan!

Luzifer zum Fest der Liebe?! Bizarre Cinema betreibt mal wieder einen Abend lang vergleichende Mythenforschung und deckt die geheimen Verbindungen zwischen dem Sackträger und dem Gehörnten auf. Neben der anagrammatischen Verwandtschaft und ihren Wurzeln als apokryphe Figuren eines volkstümlichen Christentums beruht ihre größte Gemeinsamkeit in ihrer Neigung zu bombastisch-geheimnisvollen Auftritten. Ihr Faible für Rituale und Masken wird eigentlich nur noch von Death-Metal-Bands übertroffen, und ihre Fans sind ebenso fanatische Poser wie langhaarige Metallica-Fans. Gruseliger noch als die meist ein bisschen enttäuschenden Auftritte der Maestros selbst sind die Performances, mit denen ihre Jünger ihr Erscheinen vorbereiten. Satanistische Gruppen bevorzugen Kapuzen, Jungfrauen, Kerzen und befleckte Empfängnisse, santanistische Eltern setzen auf verschlossene Türen, Ruten, Kerzen und schwere Schritte im Wohnzimmer. Aus der reichen Historie kinematografischer Teufelsbeschwörungen hat Bizarre Cinema zwei schamlos vernachlässigte Perlen geborgen. In "Nachts, wenn die Zombies schreien" stößt William Shatner in der Wüste Arizonas auf eine Horde Teufelsanbeter um Ernest Borgnine, der sich in einen der imposantesten Ziegenbockköpfe der Filmgeschichte verwandelt. "The Devil’s Rain" (OT) hat alles, was das Herz von Beelzebuben und -mädels erfreut: campy Darsteller, fantastische Scope-Aufnahmen von Kameramann Álex Phillips ("Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia") und ein unfassbares Höllenfahrts-Finale. Anschließend zeigen wir die wiederzuentdeckende Hardrock-Horrorkomödie "Ragman", die einige Heavy-Metal-Fans erzürnte, weil sie das für bare Münze nimmt, was viele LP-Artworks nahelegen: die Nähe der Musik zu Dämonen, Monstern, Höllenschlunden. Erzählt wird die mit Songs von Fastway, Diana Blair und Whodini sowie Gastauftritten von Gene Simmons (KISS) und Ozzy Osbourne garnierte Geschichte des Außenseiters Eddie, für den die Welt zusammenbricht, als sein Rock-Idol Sami Curr stirbt. Dann kriegt er ein Bootleg geschenkt, das auf dem Plattenteller plötzlich rückwärts läuft: Sami Curr spricht zu ihm! Und gibt ziemlich teuflische Ratschläge ...

20 Uhr: NACHTS, WEN DIE ZOMBIES SCHREIEN (USA 1975, R: Robert Fuest, 35mm, DF)
22.30 Uhr: RAGMAN (USA 1986, R: Charles Martin Smith, 35mm, DF)

Ort: Metropolis, Kleine Theaterstraße 10, Tel. 040 342353


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 04.12.2014 15:02 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Liebe Faktenpopler und Wahrscheinlichkeitskrämer,

seit nunmehr fast zehn Jahren hat sich Bizarre Cinema einer heroischen Aufgabe verschrieben: der Errettung der äußeren Wirklichkeit durch das Medium des Films. Mit strengem Blick und harter Hand trennen wir die Spreu der Illusion vom Weizen der Realität und bringen nur das auf die Leinwand, was die Wirklichkeit in aller Ungeschöntheit wiedergibt. Dem Schreckenshaupt der Industrie-Medusa und ihren Schlangen der Virtualisierung, Romantisierung, Infantilisierung, Pornografisierung und Marvelisierung halten wir den Spiegel des Realen vor. Auch im Jubiläumsjahr 2015 folgen wir unbeirrbar dem eingeschlagenen Weg der kinematografischen Nüchtern- und Bescheidenheit und präsentieren euch vier Klassiker des dokumentarischen Films. Den Auftakt macht ein aus seltenem Archivmaterial kompiliertes Werk über den trojanischen Krieg, von dem nur wenige Bildzeugnisse erhalten sind. Nach einer brandaktuellen Doku über die desolaten Zustände in einer australischen Klinik präsentieren wir einen Found-Footage-Klassiker über die Ausrottung einer ganzen Zivilisation, der noch heute zutiefst erschüttert. Den Januar beschließt eine echte Ausgrabung, eine viel zu selten gezeigte Direct-Cinema-Beobachtung über das innige Beziehungsverhältnis von einem Herrchen zu seinem treuen Hund.

Bizarre Cinema – wir reißen die schöne Maske vom Antlitz der hässlichen Realität!

Sonntag, 4.1.2015, 14.30 Uhr: DER KAMPF UM TROJA
Italien/Frankreich 1962, Idee: Homer, Regie: Giorgio Ferroni, 105 Min., 35mm, DF, mit Steve Reeves, Hedy Vessel, John Drew Barrymore Jr.
Der legendäre US-Komiker Groucho Marx bemerkte einmal, er sehe sich keine Filme an, in denen die Titten der Männer größer seien als die der Frauen. Aber genau davon lebte das italienische Sandalenkino der 50er- und 60er-Jahre. Die Helden hießen Herkules, Maciste, Samson, Ursus, Colossus oder, wie hier, Aeneas und Odysseus – gespielt vom 1950er-"Mr. Universum" Steve Reeves und John Drew Barrymore, dem Vater von Hollywood-Darling Drew Barrymore. Worum geht’s? Nun ja, die Griechen belagern die Festung Troja, kommen aber nur mit einem Trick rein… Regisseur Giorgio Ferroni ("Die Mühle der versteinerten Frauen") ist nicht so berühmt wie Wolfgang Petersen mit seinem 2004er-Remake "Troja", aber der Ledermini-Faktor stimmt, Schwerterklirren gibt es satt, und die Muskelarbeit ist 1a geölt.
Text und Einführung: Peter Clasen

Sonntag, 11.1.2015, 14.30 Uhr: PATRICK
Australien 1978, R: Richard Franklin, 112 Min., 35mm, DF, mit: Robert Thompson, Susan Penhaligon
It’s Ozploitation Time! Auch in Australien waren die 70er-Jahre eine Dekade der cineastischen Enthemmung und visuellen Desublimation. Das endlose Outback wurde zum kargen Hintergrund einer Reihe großartiger Öko-, Auto- und Känguruhhorrorfilme, in den Großstädten sorgten sleazy Sex und degenerierte Psychopathen für volle Kinosäle. Regisseur Richard Franklin ("Psycho 2") und Drehbuchautor Everett De Roche katapultierten sich mit „Patrick“ in die allererste Liga der Ozploitater. Ihre Geschichte um einen komatösen Muttermörder, der von seinem Hospitalbett aus per Telekinese Ärzte, Patienten und vor allem eine scharfe Krankenschwester terrorisiert, ist gespickt mit Hitchcock-Zitaten und schrägen Einfällen. Fanboy Tarantino war so beeindruckt, dass er die im Koma liegende Braut in „Kill Bill Vol. 1“ einem Mann ins Gesicht spucken ließ.
Text und Einführung: Volker Hummel

Sonntag, 18.1.2015, 14.30 Uhr: DER UNTERGANG DES SONNENREICHES
USA/GB 1969, R: Irving Lerner, 111 Min., 35mm, DF, mit Robert Shaw, Christopher Plummer
Wenn es um Gold geht, bleibt die Ehre auf der Strecke und die Unschuld verliert. Die Weltbilder der Spanier und die der Inkas prallen in diesem Film aufeinander, der auf einem Theaterstück von Peter Shaffer ("Equus", "Amadeus") basiert und daher unterhaltsam und intellektuell zugleich ist.
Text und Einführung: Lillian Robinson

Sonntag, 25.2.2015, 14.30 Uhr: A BOY AND HIS DOG
USA 1975, R: L. Q. Jones, 90 Min., OF, 16mm, mit Don Johnson, Jason Robards, Susanne Benton, Tim McIntire
Vier Kriege haben die Welt zertrümmert, doch Legenden sprechen von einer geheimen Gesellschaft von Überlebenden unter der Erde. Der telepathische Hund Blood und der junge Mann Vic marodieren durch die radioaktive Ödnis. Vic ist davon besessen, Frauen zum Sex zu zwingen; Blood hilft ihm, seine Opfer aufzuspüren. Bei einem dieser Überfälle geraten sie an Quilla… Diese Begegnung wird das Leben vieler Menschen verändern, die Legenden der atomaren Wüste umschreiben und die Freundschaft zwischen dem Jungen und seinem Hund auf die härteste aller Proben stellen. Moralische Provokation und Gesellschaftsmetapher: eine Kuriosität im Gewand eines 70er-Jahre-SciFi-Films. Bizarre Cinema hebt einen fast vergessenen Schatz!
Text und Einführung: Jan Minck


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 04.12.2014 18:42 
Offline

Registriert: 08.2013
Beiträge: 1656
Geschlecht: nicht angegeben
So toll der Dezember, so schwach der Januar. An wen muss man sich eigentlich wenden, wenn man Input fürs Programm geben will? Den November fand ich schon äußerst mittelprächtig.

Bis auf "Patrick" werde ich mir wohl eher nichts anschauen, schade.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 04.12.2014 19:07 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Captain Blitz hat geschrieben:
So toll der Dezember, so schwach der Januar. An wen muss man sich eigentlich wenden, wenn man Input fürs Programm geben will? Den November fand ich schon äußerst mittelprächtig.

Bis auf "Patrick" werde ich mir wohl eher nichts anschauen, schade.



Ich war diese Saison auch noch nicht da. "Patrick" gebe ich mir vielleicht, "Wenn du krepierst, lebe ich" bestimmt.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 05.12.2014 14:02 
Offline

Registriert: 08.2013
Beiträge: 1656
Geschlecht: nicht angegeben
ugo-piazza hat geschrieben:
Captain Blitz hat geschrieben:
So toll der Dezember, so schwach der Januar. An wen muss man sich eigentlich wenden, wenn man Input fürs Programm geben will? Den November fand ich schon äußerst mittelprächtig.

Bis auf "Patrick" werde ich mir wohl eher nichts anschauen, schade.



Ich war diese Saison auch noch nicht da. "Patrick" gebe ich mir vielleicht, "Wenn du krepierst, lebe ich" bestimmt.


Ich nehme wohl noch "Feuerstoß" dazu, das war es dann. Schade. Das BC hat mal richtig gerockt.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 05.12.2014 22:09 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Captain Blitz hat geschrieben:
ugo-piazza hat geschrieben:
Captain Blitz hat geschrieben:
So toll der Dezember, so schwach der Januar. An wen muss man sich eigentlich wenden, wenn man Input fürs Programm geben will? Den November fand ich schon äußerst mittelprächtig.

Bis auf "Patrick" werde ich mir wohl eher nichts anschauen, schade.



Ich war diese Saison auch noch nicht da. "Patrick" gebe ich mir vielleicht, "Wenn du krepierst, lebe ich" bestimmt.


Ich nehme wohl noch "Feuerstoß" dazu, das war es dann. Schade. Das BC hat mal richtig gerockt.


"Feuerstoß" hat zwar einen geilen Score, ist als Film aber doch arg mittelmäßig. Und Zeit hab ich diesen Sonntach auch nicht...


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 06.12.2014 08:46 
Offline

Registriert: 08.2013
Beiträge: 1656
Geschlecht: nicht angegeben
Ich kenne den halt noch gar nicht, von daher werde ich die Fahne für das Italo-Kino hoch halten. :)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 07.12.2014 19:08 
Offline

Registriert: 08.2013
Beiträge: 1656
Geschlecht: nicht angegeben
ugo-piazza hat geschrieben:
Captain Blitz hat geschrieben:
ugo-piazza hat geschrieben:
Captain Blitz hat geschrieben:
So toll der Dezember, so schwach der Januar. An wen muss man sich eigentlich wenden, wenn man Input fürs Programm geben will? Den November fand ich schon äußerst mittelprächtig.

Bis auf "Patrick" werde ich mir wohl eher nichts anschauen, schade.



Ich war diese Saison auch noch nicht da. "Patrick" gebe ich mir vielleicht, "Wenn du krepierst, lebe ich" bestimmt.


Ich nehme wohl noch "Feuerstoß" dazu, das war es dann. Schade. Das BC hat mal richtig gerockt.


"Feuerstoß" hat zwar einen geilen Score, ist als Film aber doch arg mittelmäßig. Und Zeit hab ich diesen Sonntach auch nicht...


Also den fand ich mal sowas von überhaupt nicht mittelmäßig. Für mich hat er gerockt und ich hatte mächtig Spaß, das Publikum auch. :)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 11.01.2015 15:45 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Liebe Jünger der Church of Bizarre Cinema,

"although I don't doubt the convenience of video and DVD, I consider the proper watching of a film to be a ritual act, best conducted by projecting light on a screen." (Nikolas Schreck)

Die schwarzen Messen im Februar:

1.2.2015, 14.30 Uhr: FRANKENSTEIN – DER SCHRECKEN MIT DEM AFFENGESICHT
Japan 1965, R: Ishiro Honda, 90 Min., 35mm, DF, mit Koji Furahata, Nick Adams, Kumi Mizuno
Sein Herz stammt aus einem Nazilabor, seine Kraft verdankt er der Atombombe. Der Titelheld dieses Films ist gewissermaßen das Ergebnis der Vereinigung der bösesten Mächte, die Menschen jemals entfesselt haben, aber selbst eigentlich kein schlechter Kerl. Er ist halt sehr leicht reizbar und entwickelt ein bemerkenswertes Größenwachstum. So jemanden in die menschliche Gesellschaft zu integrieren ist wahrlich keine Kleinigkeit. Missverständnisse sind unvermeidlich, es kommt zu Gewalttätigkeiten -- und dann taucht aus dem Untergrund auch noch ein weiteres Monster auf. Jetzt wird Frankenstein erst richtig sauer und zeigt, was wirklich in ihm steckt...
Text und Einführung: Hans-Arthur Marsiske

8.2.2015, 14.30 Uhr: DAS AUGE DES BÖSEN
I /D 1972, R: Ferdinando Merighi, 83 Min., 35mm, DF, mit Anita Ekberg, Rosalba Neri, Howard Vernon, Barbara Bouchet
Ein Frauenmörder geht um in Paris, aber die Polizei kann ihn fassen. Vor Gericht schwört der gewalttätige Psychopath jedem den Tod, der an seinem Prozess beteiligt war. Schuldig gesprochen gelingt ihm die Flucht, er verliert jedoch bei einem Motorradunfall seinen Kopf. Kurz danach scheint der Fluch Wirklichkeit zu werden: Grausame Morde geschehen, der Ripper meuchelt weiter! Madame Colettes Bordell scheint Schwerpunkt der Verbrechen zu sein. Kann Inspektor Fontaine das blutige Treiben beenden und herausfinden, wer für die immer schrecklicher werdenden Greueltaten verantwortlich ist? Trashiger Giallo, dessen Bildsprache an die Gore-Filme von Hershell Gordon Lewis erinnert, mit einem Humphrey Bogart Look-Alike als Polizeiermittler, Anita Ekberg als Puffmutter und Rolf Eden als schmierigen Nachtclubbesitzer ...
Text und Einführung: Torsten Cornils

15.2.2015, 14.30 Uhr: SSSSSNAKE KOBRA
USA 1973, R: Bernard L. Kowalski, 99 Min., 35mm, DF, mit Strother Martin, Dirk Benedict
Die schockierendste Verwandlung seit "Die Fliege" – aber dieses Mal ist der Wissenschaftler schlauer und experimentiert nicht an sich selbst herum. Dieser Skrupellosigkeit liegt eine ehrenvolle Absicht zugrunde: nicht nur Kakerlaken sollen eine atomare Katastrophe überleben. Doch wer nach "Psycho" die Dusche mied, wird das nach diesem Film erst recht.
Text und Einführung: Lillian Robinson

22.2.2015, 14.30 Uhr: REPO MAN
USA 1984, R: Alex Cox, 95 Min, 35mm, OmU, mit Emilio Estevez, Harry Dean Stanton
Baggerfahrer, Lokführer, Astronaut, damit war ab 1984 Schluss: Jeder picklige Jüngling wollte ab sofort Repossessor werden. Autos zurückklauen von säumigen Ratenzahlern, wie geil ist das denn! Der Neuling Otto (sprich "Oddo") und sein Mentor Bud kriegen es in der sonnendurchfluteten Hölle von L.A. mit gewalttätigen Konkurrenten, Ufo-Fanatikern, verwirrten Althippies, McCarthy-Häschern, einem TV-Prediger und einem gehirnoperierten Atomphysiker zu tun. Im Kofferraum eines Chevy Malibu tickt die Doomsday-Bombe, Reagan-Amerika verteidigt seine schöne neue Warenwelt mit durchgeladener Handfeuerwaffe, auf den Parkplätzen der Shoppingmalls tanzen die Kids zum Hardcore-Punk von Fear, den Circle Jerks und Black Flag: "We got nothing else to do then watch TV and have a couple of brews! TV Party tonight!"
Text und Einführung: Volker Hummel


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 02.02.2015 23:32 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Liebe Studierende der Miskatonic University,

jeder, der hier in Arkham das Grundstudium überlebte, hat schon einmal munkeln hören von den arkanen Bänden in den mit Selbstschussanlage gesicherten Katakomben unserer Bibliothek: vom sinistren Liber Ivonis, den berüchtigten Cultes des Goules des Comte d’Erlette, von den Unaussprechlichen Kulten des Baron von Junzt, den Pnakotischen Manuskripten, Ludvig Prinns satanischen De Vermis Mysteriis und natürlich vom Necronomicon des verrückten Arabers Abdul Alhazred. Doch auch die Dämonen gehen mit der Zeit und wechseln allmählich die Datenträger, die sie heimsuchen, deshalb arbeitet unsere noch junge Forschungsstelle für virale Videologie seit zehn Jahren an der Sammlung von Bildmedien, deren Sichtung nicht selten in Wahnsinn oder Paranoia mündet. Diesen Monat bieten wir unseren abgehärteten Semestern die Gelegenheit, einige vor Kurzem aus dem ewigen Eis der Antarktis geborgene Zelluloid-Artefakte zu untersuchen – wie immer auf eigene Gefahr.

Sonntag, 1.3., 14.30 Uhr: DIE KLASSE VON 1984
CA 1982, R: Mark L. Lester, 95 Min., DF, 35mm, mit Perry King, Merrie Lynn Ross, Timothy Van Patten, Michael J. Fox
Nachsitzen fällt aus: Stattdessen zeigen wir DAS Manifest der schwarzen Pädagogik! Der junge Musiklehrer Andrew versucht, den Jungen und Mädchen seiner Musikklasse eine gute Grundausbildung zu vermitteln, doch eine Gruppe von Delinquenten um den jugendlichen Intensivtäter Stegman boykottiert an dieser Schule einfach alles. Schließlich spitzt sich der Konflikt zu, Blut beginnt zu fließen und greift Andrew zu härteren Mitteln: Strafarbeit und Kreissäge! "Die Klasse von 1984" ist eine Art Splattervariante von "Blackboard Jungle" und war seinerzeit einer der berüchtigtsten Schocker, vor denen Eltern und Lehrer einvernehmlich aufgeregt zu warnen versucht haben. Prädikat: Besonders schmerzvoll!
Text und Einführung: Jan Minck

Sonntag, 8.3., 14.30 Uhr: AVANAIDA – TODESBISS DER SATANSVIPER
CA 1983, R: William Fruet, 90 Min., DF, 35mm, mit Peter Fonda, Oliver Reed, Kerrie Keane
Oliver Reed ("Tommy", "Gladiator") spielt den reichen Großwildjäger Kincaid, der den Biss einer riesigen Viper nur knapp überlebte. Zurück von der Pazifikinsel plagen ihn Jahre später Horrorvisionen: Anscheinend ist er mit der Schlange telepathisch verbunden! Völlig besessen lotst er das Monster in die Stadt – die Jagd auf Menschen kann beginnen. Kincaid erlebt dabei jede Attacke so, als sei er selbst dabei. Zusammen mit Peter Fonda ("Futureworld") und der Polizei will er das Biest zur Strecke bringen… Bisswunden, Schlangengift und Ganzkörperschwellungen – dazu treibende Synthie-Sounds von Tangerine Dream und zwei Stars im Karrieretief. So bekömmlich wie eine Portion Schlangenblut, trotzdem ein "geschickt gefertigter Horrorfilm mit sehr spekulativen Schockszenen" (Lexikon des internationalen Films).
Text und Einführung: Jochen Oppermann

Sonntag, 15.3., 14.30 Uhr: DIE CITY COBRA
USA 1986, R: George Pan Cosmato, 87 Min., DF, 35mm, mit Sylvester Stallone, Brigitte Nielsen, Reni Santoni
In Los Angeles hat der "Nachtschlitzer" schon 16 Frauen ermordet, nur die blonde Ingrid (Brigitte Nielsen) ist ihm entkommen. Polizist Cobretti (Sly Stallone), genannt Cobra, und Kollege Gonzales müssen die Zeugin beschützen. Nicht ganz einfach, denn der Killer ist kein Einzeltäter… Quintessenzielles 80er-Jahre-Actionkino: brutal, zynisch, simpel im Plot und nah an der Eigenparodie. Minimalmime Stallone protzt mit dicken Muskeln und Wummen, gibt sich megacool (schwarzes Leder, verspiegelte Sonnenbrille und ein 1950er-Ford-Mustang mit Nitro-Antrieb), und er hat die besten One-Liner der Saison: "Du bist die Krankheit, und ich bin die Medizin!" Einer der großen Kritiker-Hassfilme – und ein noch größeres Actionmeisterwerk.
Text und Einführung: Peter Clasen

Freitag, 20.3., 20 Uhr: Christian Keßler liest aus seinem neuen Buch "Wurmparade auf dem Zombiehof – 40 Gründe, den Trashfilm zu lieben"
Lesung mit Filmausschnitten im B-Movie, Brigittenstr. 5, Kartenreservierung: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Mehr Infos in Kürze

Sonntag, 22.3., 14.30 Uhr: DEATH WATCH – DER GEKAUFTE TOD
Dtl./Fr. 1979, R: Bertrand Tavernier, 115 Min., DF, 35mm, mit Romy Schneider, Harvey Keitel, Harry Dean Stanton
Ein Science-fiction-Film, angesiedelt im Glasgow einer nicht allzu fernen Zukunft. Ein Mann – in seinem Kopf wurde eine Videokamera implantiert – verfolgt eine schöne, allerdings todkranke Frau, um ihr Sterben für eine sensationsgierige Öffentlichkeit zu dokumentieren. Da steckt so einiges drin – über elektronische Informationen in einer hochtechnologisierten Gesellschaft, über den männlichen Blick, über die Entprivatisierung des Todes durch die Medien. Regie führte Bertrand Tavernier, einer der großen Cinephilen Frankreichs und auch in Deutschland mit so gegensätzlichen Filmen wie "Der Saustall", "Round Midnight" und "Ein Sonntag auf dem Lande" hervorgetreten. Über Romy Schneider muss an dieser Stelle nichts mehr verlauten, und Harvey Keitel ist eh einer der Leuchttürme des Bizarre Cinema, siehe "Reservoir Dogs", vor allem aber "Bad Lieutenant".
Text und Einführung: Michael Ranze

Sonntag, 29.3., 14.30 Uhr: IM AUGENBLICK DER ANGST
Spanien 1987, R: Bigas Luna, 90 Min., DF, 35mm, mit Zelda Rubinstein, Michael Lerner, Talia Paul
Im Kino treibt ein Mörder sein Unwesen und schneidet Zuschauern während der laufenden Projektion die Augen aus dem Kopf. Während die Lage immer weiter eskaliert, überlagern die Bilder immer mehr die Erzählung und die Atmosphäre wird dichter als die Logik. Lunas Film gilt als einer der großen Kultfilme des spanischen Horrorkinos und zugleich als Meta-Erzählung über den Blick des Zuschauers auf den Genrefilm, über die Lust, das Grauen zu schauen. Metapher über die Wechselwirkung zwischen Werk und Betrachter, blutiger Horrorspaß mit doppeltem Boden oder überschätzte Feuilleton-Ironie? Wir re-evaluieren den Kultstatus und finden es heraus. Mit Genre-Ikone Zelda Rubinstein als böser Mutter kann aber eigentlich nichts schiefgehen!
Text und Einführung: Jan Minck


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 22.03.2015 13:40 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Nächsten Sonntag ist mit "Im Augenblick der Angst" diese BC-Saison schon wieder um, in der ich es lediglich zum "Auge des Bösen" geschafft habe. Ich hoffe aber, dass ich das Staffelfinale mitnehmen kann.


Gibt die nächsten Tage aber noch mehr schönes im Metropolis:

Prächtiges Technicolor
Mehr zum Thema
In Ergänzung der diesjährigen Berlinale-Retrospektive »Glorious Technicolor« zeigen wir sehr gut erhaltene 35mm-Kopien, die im sogenannten fünften Technicolor-Druckverfahren hergestellt wurden.




20,000 Leagues Under the Sea

USA 1954, Richard Fleischer
Mit Kirk Douglas, James Mason, Peter Lorre
Nach dem Roman von Jules Verne: Sehen Sie die aufregenden Erlebnisse der Besatzung an Bord eines geheimnisvollen Unterseebootes, das unter der Führung eines menschenfeindlichen Kapitäns zur tödlichen Gefahr für die Menschheit wird. Ein Filmklassiker aus einer Mischung von Abenteuer, Science-Fiction und Horror.

Termine: 27.3. 21:15 OF.





Barbarella

Barbarella
F/I 1968, Roger Vadim
Mit Jane Fonda, Anita Pallenberg
Im Jahr 40.000 v.Chr. landet die Astro-Agentin Barbarella auf einem unbekannten Planeten. Der weibliche James Bond besiegt das Böse in Gestalt von Robotern und Monstern. Außerdem belohnt sie freizügig die gut aussehenden Männer, die sie bei ihrem Abenteuer begleiten. Ob sie nun mit Black Guards, der bösen Königin, oder dem Engel Pygar kämpft, es scheint sich einfach nicht vermeiden zu lassen, dass sie dabei zumindest einen kleinen Teil ihres hautengen Raumanzuges verliert.

Termine: 21.3. 21:15 DF / 26.3. 21:15 DF.




Cat Ballou

USA 1965, Elliot Silverstein
Mit Jane Fonda, Lee Marvin, Michael Callan
Jane Fonda als betörende Catherine Ballou, ein junges Mädchen, das Lee Marvin anheuert, um ihren Vater vor einem bösartigen Revolverhelden zu schützen. Zu ihrem Schrecken muss Cat aber feststellen, dass sie sich auf den Beschützer nicht recht verlassen kann, weil er meist mehr oder minder betrunken rumhängt. Trotz all ihrer Anstrengungen wird Cats Vater umgebracht, und in blinder Rachsucht wird Cat selbst zur Gesetzeslosen mit ihrem betrunkenen Freund als Rachewerkzeug.

Termine: 25.3. 21:15 OF / 31.3. 17:00 OF.




Modesty Blaise – Die tödliche Lady

Modesty Blaise
GB 1965, Joseph Losey
Mit Monica Vitti, Terence Stamp, Dirk Bogarde
Die geheimnisvoll verklausulierte Geschichte eines weiblichen Agenten und eines Salonverbrechers, der über ein paar einsame Inseln herrscht. Abenteuerfilm nach einer in den 60er Jahren populären Comic-Strip-Serie, der den James-Bond-Stil skurril und exzentrisch abwandelt. Die unrealistische, emotionslose Inszenierung entschärft die bei Losey gewohnten Sadismen und Perversionen.

Termine: 30.3. 17:00 DF / 31.3. 21:15 DF.



Sugarland Express

Sugarland Express
USA 1974, Steven Spielberg
Mit Goldie Hawn, Ben Johnson, William Atherton
Der wegen Diebstahls verurteilte Clovis Poplin hat nur noch vier Monate seiner Haftstrafe zu verbüßen, lässt sich aber von seiner Frau Lou Jean zur Flucht aus dem Gefängnis überreden, da der Sohn der beiden von den Behörden zur Adoption freigegeben wurde und sie diesen zurückholen wollen. Auf dem Weg in die Kleinstadt Sugarland geraten die beiden in eine Verkehrskontrolle und nehmen den Polizisten Maxwell als Geisel. Von nun an sind die Polizei und ein Riesenaufgebot von Reportern hinter ihnen her.

Termine: 25.3. 17:00 DF / 29.3. 21:15 DF.



Three Little Words

USA 1950, Richard Thorpe
Mit Fred Astaire, Red Skelton, Vera-Ellen

Nach einer Verletzung kann der Entertainer Bert Kalmar nicht mehr auftreten und versucht daher zusammen mit dem Komponisten Harry Ruby sein Glück als Texter von Liedern. Ihr erstes gemeinsames Stück wird gleich zu einem Erfolg, was sowohl beruflich als auch privat zu einem Höhenflug führt. Fred Astaire erhielt 1951 einen Golden Globe als bester Hauptdarsteller.

Termine: 28.3. 17:00 .



Die barbarische Ella und die tödliche Lady auf 35mm reizt mich schon. :D


Außerdem noch

Der unsichtbare Aufstand
Etat de Siège
F 1972, Constantin Costa-Gavras
Santore ist ein US-Bürger, der mit seiner Frau in Montevideo, Uruguay, lebt. Der einflussreiche Diplomat gilt als Verkehrsexperte. Als er von den Tupamaros entführt wird, reagiert das Militärregime mit Repressionen. Der Journalist Ducas recherchiert den Fall und findet heraus, dass der Entführte kein Geschäftsmann ist. Santore ist ein hochkarätiger Militärberater, der schon in Brasilien und Kolumbien tätig war. Unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe optimiert der FBI-Agent den Polizeiapparat des uruguayischen Militärregimes. Mit der Entführung Santores bezwecken die Tupamaros die Freilassung der politischen Gefangenen in Uruguay. Als die Kernmannschaft der Entführer von der Polizei aufgespürt wird und die Regierung einen Austausch der Gefangenen ablehnt, stimmen die restlichen Mitglieder der Tupamaros darüber ab, ob Santore getötet werden soll.

Termine: 30.3. 19:00 DF.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 10.09.2015 19:38 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Es geht wieder lohoos...



Liebe Barbar-Papas und -Mamas,

Fuck, schon wieder 10 Jahre rum. Am 2. Oktober 2005 flackerte der erste Bizarre-Cinema-Film über die Leinwand des 3001-Kinos: "Conan der Barbar". Seitdem haben wir uns ästhetisch und intellektuell keinen Millimeter weiterentwickelt, noch immer verweigern wir uns der Digitalisierung und sämtlichen aktuellen Trends wie Carsharing, Mülltrennung und veganer Ernährung. Autos gehören zu Schrott gefahren, Kloaken gebieren die schönsten Monster, und Menschenfleisch ist einfach zu lecker! So viel Ignoranz und Eskapismus wollen gebührend gefeiert werden, darum machen wir einfach stur weiter wie bisher, mit dem, was wir am besten können: Filme gucken! Diese Saison hat es in sich. Stay tuned.

Sonntag, 11.10.2015, 14.30 Uhr: DER MANN MIT DER TODESKRALLE (OT: ENTER THE DRAGON)
HK/US 1973, R: Robert Clouse, 98 Min., DF, 35mm, mit Bruce Lee, John Saxon, Jim Kelly
Zum Auftakt der Jubiläums-Saison starten wir mit einem echten Kracher: "Der Mann mit der Todeskralle" bietet praktisch alles, was Bizarre Cinema ausmacht: jede Menge 70s-Flair mit wilden Frisuren, einen fiesen Oberboss, dazu ein fetziger Soundtrack (von Altmeister Lalo Schifrin) und nicht zuletzt: den wirklich echten wahrhaftigen Bruce Lee. Die Story ist schnell erzählt: Lee nimmt an einem Kampfsportturnier teil, das Drogen- und Menschenhändler Han auf seiner Privatinsel ausrichtet. Dessen Schergen trieben vor Jahren auch noch Lees Schwester in den Selbstmord – 1000 gute Gründe also für blutige Rache. Der Film gilt vielen als bester Martial-Arts-Film aller Zeiten, denn in den Kampfszenen wächst Lee über sich hinaus: Seine Präsenz, seine Choreografie und die visuelle Raffinesse der perfekten Inszenierung lassen auch heute noch den Atem stocken. Ein echter Klassiker – auf die nächsten 10 Jahre Bizarre Cinema!
Text und Einführung: Jochen Oppermann

Sonntag 18.10.2015, 14.30 Uhr: AN EINEM FREITAG IN LAS VEGAS
Spanien/Italien/BRD 1968, R: Antonio Isasi-Isasmendi, 124 Min., DF, 35mm, mit Gary Lockwood, Elke Sommer, Lee J. Cobb, Jean Servais, Jack Palance
Selten war das Euro-Gangsterkino cooler und potenter als in diesem Caper Movie in tollen Scope-Bildern und mit schmissigem Crime-Jazz-Soundtrack. Der Plot: Gauner Gino (Jean Servais) will in Las Vegas einen Casino-Geldtransporter überfallen – und scheitert tödlich. Bruder Toni ("2001"-Astronaut Gary Lockwood) will ihn rächen und es richtig machen – dafür schmeißt er sich an Anne ran (Frolleinwunder Elke Sommer), die blonde Sekretärin des dubiosen Fuhrunternehmers Skorsky (Lee J. Cobb). Doch ein Geheimagent (Knitterface Jack Palance) riecht Lunte… Gedreht in San Francisco, Las Vegas und im andalusischen Almeria, vereint der Film spannend-rasantes Genrekino mit klugen Beobachtungen zur technologischen Aufrüstung von Sicherheitsfirmen und Mafia und fasziniert mit Bildideen, die direkt aus Michelangelo Antonios "Zabriskie Point" stammen könnten.
Text und Einführung: Peter Clasen

Sonntag 25.10.2015, 14.30 Uhr: FANFAREN DER LIEBE
BRD 1951, R: Kurt Hoffmann, 91 Min., 35mm, mit Dieter Borsche, Georg Thomalla
Die Idee für "Manche mögen’s heiß", den witzigsten Film der Welt, hat sich Hollywood 1959 aus Europa geborgt: 1935 drehten die Franzosen "Fanfare d’amour", 1951 folgte das deutsche Remake "Fanfaren der Liebe". Die Geschichte ist ganz ähnlich, nur ohne Marilyn Monroe und ohne Gangster: Zwei stellungslose Musiker steigen als Damen bei einer Damenkapelle ein und verlieben sich in zwei Kolleginnen… Der Verwechslungsschwank, wie man damals sagte, war der größte Kinohit der Saison und wurde 1953 mit "Fanfaren der Ehe" fortgeführt. Georg Thomalla ist als keckes, hibbeliges Frollein ganz famos – und synchronisierte später Jack Lemmon, der seine Rolle im US-Remake spielte. Der eigentliche Knaller ist jedoch Dieter Borsche: So eine elegante, vornehme Dame ganz ohne Chichi oder Hysterie hat man im Travestiegenre selten gesehen! Ein großer Spaß für Komik-Archäologen, Gender-Studenten und Liebhaber feinster Nachkriegsgarderoben.
Text: Peter Clasen, Einführung: Hans-Arthur Marsiske

Samstag, 31.10.2015, 20 Uhr: Halloween-Special – Filme von Wes Craven
Zum ersten Mal waren die deutschen Feuilletons und Bizarre Cinema einer Meinung: Mit Wes Craven ist am 30. August einer der wichtigsten Schöpfer und Erneuerer des Horrorgewerbes gestorben. Die universelle Verneigung vor diesem "Elder Statesman of Horror" verdankt sich neben seinem handwerklichen Können vor allem der reflektierten Gewitztheit, mit dem er dem Genre seiner Wahl immer einen Schritt voraus geblieben ist. Die Werke von Craven, vom Mutanten-Familiendrama "The Hills Have Eyes" über den unterschätzten Slasher im Amish-Milieu "Deadly Blessing" bis zum irren Gentrifizierungs-Schocker "The People Under the Stairs", arbeiten sich an herrschenden Macht- und Familienstrukturen ab, ohne dabei die Ausgestoßenen zu romantisieren. Wie allen dialektisch denkenden Künstlern ging es Craven nicht um Einfühlung und Psychologie, sondern um Distanz und Aufklärung – mal mit krassen Mitteln, mal mit Witz und Ironie wie in seinem erfolgreichsten Film "Scream". Bizarre Cinema zeigt die beiden anderen Meisterwerke von Wes Craven: Sein erster und immer noch berüchtigster Film "Last House on the Left" verlegte Ingmar Bergmans Rape-Revenge-Klassiker „Die Jungfrauenquelle“ nach Long Island – und die Gräuel des Vietnamkriegs direkt in die Vororte Amerikas. Danach präsentieren wir in "A Nightmare in Elm Street" den wohl berühmtesten Hausmeister der Filmgeschichte: Eins, zwei – Freddy kommt vorbei …
20 Uhr: Last House on the Left, USA 1972, OF, 35mm
22.30 Uhr: A Nightmare on Elm Street, USA 1984, OF, 35mm

Alle Veranstaltungen im Metropolis-Kino, Kleine Theaterstraße 10

Coming Soon:
Wählt euren Lieblings-Bizarre-Cinema-Film!
Zombie-Doppel!
Tanz den Ortolani: Party!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 10.09.2015 23:42 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 12.2009
Beiträge: 820
Geschlecht: nicht angegeben
Cool, ab wann kann man Karten für die Wes Craven Nacht bekommen?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 06.10.2015 21:41 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Liebe Komik-Archäologen und Liebhaber feinster Nachkriegs-Garderoben,

ihr müsst jetzt ganz tapfer sein: Aufgrund einer organisatorischen Panne können wir am Sonntag, den 25.10., nicht wie angekündigt das deutsche "Manche mögen's heiß"-Premake "Fanfaren der Liebe" zeigen. Der Film wird im Frühjahr 2016 nachgeholt.

Und hier noch ein kleiner Tipp für die Fans von Verfolgungsjagden, Schlägereien, Explosionen, Schusswechseln und halsbrecherischen Stunts:

Am Wochenende vom 6. bis 8. November veranstalten unsere Brüder und Schwestern im Geiste vom Nürnberger Kommkino KARACHO – DAS 1. FESTIVAL DES ACTIONFILMS. Ein Wochenende fantastisch kuratierten Fratzengeballers mit vielen Highlights, die auch schon bei uns zu sehen waren. Als Gast wird Dominik Graf erwartet, der seinen Bankraub-Klassiker "Die Katze" vorstellt. Aber lest selbst:

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Grüße,
euer BC-Team





****************************************************************************************************



Liebe Fans des bizarren Films,

beim Rückblick auf die rund 250 Filme, die wir in den vergangenen zehn Jahren gezeigt haben, geht es uns mittlerweile wie ganz am Anfang des Bizarre-Cinema-Projekts: Viele von diesen Machwerken würden wir gern noch mal sehen – oder zum ersten Mal, wenn wir an dem betreffenden Sonntag keine Zeit oder Lust hatten und uns dann hinterher anhören mussten, was wir wieder für einen geilen Scheiß verpasst haben. Um die Nostalgie sich nicht ins Unendliche (man könnte auch sagen: Sentimentale) potenzieren zu lassen, haben wir beschlossen, unseren Wiederholungszwang in engen Grenzen zu halten und nur zwei der bisher gezeigten Filme noch einmal durch den Projektor zu jagen.

Am 18. März 2016 präsentieren wir euch deshalb das ultimative Favoriten-Double-Feature: Einen Titel wählt das Organisationsteam, einen Titel wählt ihr! Aus sämtlichen Filmen, die wir bisher gezeigt haben, haben wir unsere 21 Lieblingstitel ausgesucht. Aus 20 davon wählt ihr euren Favoriten. Unseren Top-Titel halten wir noch geheim ... bis eure Wahl getroffen ist!

Hier die 20 Titel in der chronologischen Reihenfolge ihrer Projektion:

16.10.2005, 3001-Kino:
U 2000 – TAUCHFAHRT DES GRAUENS, J 1964, R: Ishiro Honda

20.11..2005, 3001-Kino:
TÖTEN WAR IHR JOB, I 1968, R: Valerio Zurlini

4.12.2005, 3001-Kino:
DIE FLIEGENDE GUILLOTINE, HK 1976, R: Meng-Hua Ho

26.3.2006, 3001-Kino:
ÜBER DEM JENSEITS, I 1981, R: Lucio Fulci

10.9.2006, 3001-Kino
BLUTIGER FREITAG, D/I 1972, R: Rolf Olsen

26.11.2006, 3001-Kino:
THE RIFFS – DIE GEWALT SIND WIR, I 1982, R: Enzo Castellari

1.4.2007, 3001-Kino:
HORROR INFERNAL, I 1979, R: Dario Argento

23.12.2007, 3001-Kino:
NACKT UND ZERFLEISCHT, I 1979, R: Ruggero Deodato

21.12.2008, 3001-Kino:
THE HIDDEN, USA 1987, R: Jack Sholder

1.2.2009, 3001-Kino:
CAPTAIN INVINCIBLE ODER WER FÜRCHTET SICH VOR AMERIKA?, AUS 1981, R: Philippe Mora

22.2.2009, 3001-Kino
DIE FRAU MIT DER 45ER MAGNUM, USA 1981, R: Abel Ferrara

1.3.2009, 3001-Kino:
DIE TODESGÖTTIN DES LIEBESCAMPS, D/GR 1980, R: Christian Anders/Ilias Mylonakos

17.1.2010, B-Movie:
RABID – DER BRÜLLENDE TOD, CND 1977, R: David Cronenberg

31.1.2010, B-Movie:
DEAD HEAT, USA 1988, R: Mark Goldblatt

7.2.2010, B-Movie:
DRIVER, USA 1978, R: Walter Hill

21.2.2010, B-Movie:
FLASH SOLO, I 1975, R: Umberto Lenzi

25.4.2010, B-Movie:
ZINKSÄRGE FÜR DIE GOLDJUNGEN, D/I 1973, R: Jürgen Roland

21.11.2010, B-Movie:
DER KILLER VON WIEN, I/E 1970, R: Sergio Martino

6.11.2011, B-Movie:
ROLLING THUNDER – DER MANN MIT DER STAHLKRALLE, USA 1977, R: John Flynn

2.3.2013, Metropolis:
BARBARELLA, F/I 1967, R: Roger Vadim


Eure Stimme könnt ihr von Oktober bis Ende Dezember 2015 abgeben, und zwar ausschließlich manuell per Wahlzettel im Metropolis-Kino!

X JEDER NUR EIN KREUZ X


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 11.10.2015 20:44 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Liebe Sitzriesen und Lustzwerge,

die quälende Zeit der Antizipation, des Däumchendrehens und Nägelkauens, ist endlich vorbei: Heute um 14.30 Uhr startet Bizarre Cinema in seine 10 Saison. Nach all den hitzigen Diskussionen und Brainstormings, nach den langen Nächten und Wochenend-Sessions, in denen wir Ideen in die Runde und wieder verwarfen, nach all dem Stöbern in staubigen Archiven, dem Verhandeln in Hinterzimmern und dem Katzbuckeln vor größenwahnsinnig gewordenen 35mm-Kopien-Sammlern, nach all dem teuren Perrier und dem billigen Kaffee – freuen wir uns auf euch, die Leinwand und den Cappuccino im Metropolis-Kino. Und natürlich auf Bruce Lee, Elke Sommer, David Hess, Robert Englund, William Berger, Rock Hudson, Delphine Seyrig und Zombies im Doppelpack …

Sonntag, 1.11.2015, 14.30 Uhr: DIE MÖRDERKLINIK
I/F 1966, R: Elio Scardamaglia, 86 Min., DF, 35mm, mit William Berger, Françoise Prévost, Mary Young, Barbara Wilson
In der abgelegenen Nervenheilanstalt von Dr. Robert Vance werden junge Frauen von einem Maskierten mit einem Rasiermesser ermordet. Mary, die neue Krankenschwester, merkt schnell, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und dass Dr. Vance im oberen Geschoss ein Geheimnis verbirgt. Gerade als sie nach einem Mord die Polizei rufen will, scheint es, als sei ein entflohener Patient für die Bluttat verantwortlich ... Früher Gothic-Horror-Giallo, der durch seine Atmosphäre und stimmungsvolle Kulisse besticht. Verbotene Räume, finstere Gewölbe, Kerzenlicht, schreckhafte Frauen, gewalttätige Irre und undurchsichtige Charaktere sogen für Spannung, um keine Längen aufkommen zu lassen. Ein Farbfilm für Nervenstarke!
Text und Einführung: Torsten Cornils

Sonntag, 8.11.2015, 14.30 Uhr: SECONDS
USA 1966, R: John Frankenheimer, 106 Min., 16mm, OF, mit Rock Hudson, Salome Jens
Mein (langweiliges) Haus, meine (langweilige) Karriere, meine (langweilige) Frau: Um seiner mittelmäßigen Existenz in einem New Yorker Vorort zu entkommen, lässt sich ein Banker auf das Angebot einer mysteriösen Dienstleistungsfirma ein. Für eine stattliche Gebühr wird der Tod des Mannes arrangiert, und er kann ein neues Leben in Kalifornien beginnen: als Künstler – und mit dem Gesicht von Rock Hudson! Die frisch vernähte Existenz beginnt aber bald schon gehörig aus dem Leim gehen zu gehen … Im letzten Teil seiner sogenannten Paranoia-Trilogie (nach "The Manchurian Candidate" und "Seven Days in May") gestaltet John Frankenheimer das unheimliche Porträt eines sich selbst radikal fremd gewordenen Amerikas. Die mit ungewöhlichen Perspektiven und Weitwinkelaufnahmen arbeitende Schwarzweiß-Optik des genialen Kameraveterans James Wong Howe, die Eröffnungssequenz von Saul Bass und das vielschichtige Sounddesign machen "Seconds" zum ultimativen Mindfuck-Movie. Rock Hudson spielt gegen sein eigenes Gesicht an und liefert die Performance seines Lebens.
Text und Einführung: Volker Hummel

Sonntag, 15.11., 14.30 Uhr: BLUT AN DEN LIPPEN
BE/D/F 1971, R: Harry Kümel, 90 Min., DF, 35mm, mit Delphine Seyrig, Danielle Ouimet, Andrea Rau, John Karlen
Beziehungsdrama, erotischer Alptraum, Vampirhorror und eine wahrhaftige Kinogöttin: Bizarre Cinema ist mit Harry Kümels Kultfilm zu Gast beim CineFest (*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***)! Der internationale Titel "Daughters of Darkness" ist eigentlich recht gut gewählt: Hier gibt es mehrere weibliche Figuren mit dunklen Geheimnissen, und es ist nicht ganz klar, welche der Protagonistinnen damit gemeint sind. Kümel geht es auch gar nicht um Klarheit: Die Erzeugung von Stimmungen steht im Vordergrund und "Die roten Lippen" (so der Originaltitel) hat eine wirklich einzigartige und eigenartige Ausstrahlung! Valerie und Stefan sind frisch verheiratet und übernachten in einem Hotel an der belgischen Nordseeküste. Die Zimmer und die ganze Landschaft scheinen verwaist, lediglich die unheimliche und zugleich betörende Gräfin Bathory und ihre Zofe sind ebenfalls zu Gast im Hause. In dieser Einsamkeit entspinnt sich eine traumgleiche und uneindeutige Menage à quatre, die nicht gut ausgehen kann. Und nach und nach drängt sich die Frage auf, wie viel Dunkelheit eigentlich Stefan in sich trägt …
Text und Einführung: Jan Minck

Wegen anderer Veranstaltungen finden am 22. und 29.11. keine Sonntagsnachmittagsvorführungen im Metropolis statt.

Stattdessen präsentieren wir am Freitag, den 20.11., ab 20 Uhr die Zombie-Splatter-Night im B-MOVIE (Brigittenstraße 5, Reservierungen unter: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***). Ein Double Feature mit zwei selten gezeigten Wegbereitern des modernen Splatter-Movies, präsentiert zum zehnjährigen Jubiläum von Bizarre Cinema – mit sachkundiger Einführung von Jan "Bammel" Fangmeier:

20 Uhr: INVASION DER ZOMBIES, Spanien 1974, Regie/Buch: Jorge Grau, 92 Min, 35 mm, DF
Der Londoner Kunsthändler George macht in seinem neuen Landhaus im idyllischen Südengland Bekanntschaft mit skurillen Dorfbewohnern und strahlenverseuchten Untoten. Der Anfang der 70er im nordspanischen Katalonien produzierte Film hält ein fettes Packet an europäischem Gothic-Horror bereit und glänzt mit bis dato ungesehenen Gore-Effekten. "Eine eklige Mischung aus Horrorelementen, Kannibalismus, Kritik an Fortschrittsgläubigkeit und Polizei; inhaltlich wie formal ohne jede Qualität." (Lexikon des internationalen Films)

22 Uhr: BRAINDEAD, NZ 1992, Regie: Peter Jackson, 104 Min., 35 mm, DF
Eigentlich völlig überflüssig, noch einmal die Geschichte von Lionel, seiner vom Affenbiss infizierten Mutter, ihren herabfallenden Körperteilen, seiner Latino-Queen in love, dem Zombiebaby und Lionels personal fight mit dem Rasenmäher zu erzählen. Nein, Schwachsinn: Freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit schwarzem Humor, Blut, Gedärm und irrsinnigen Splatter-Effekten. Handmade. Nada mas.

Coming soon:
Freitag, 27.11.: Die große Bizarre-Cinema-Jubiläumsparty im Nachtasyl unter dem Dach des Thalia Theaters! Mehr Infos in Kürze ...
XXXmas Special! Ein Sack voll Wahnsinn


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 18.11.2015 21:21 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Liebe Onto- und Entomologen der exploitativen Bildproduktion,

seit nunmehr zehn Jahren geht Bizarre Cinema der Frage nach: Was ist ein Trashfilm? Nach Sichtung von grob geschätzt 260 Filmen sind wir der Antwort noch keinen Schritt näher gekommen. Stattdessen behelfen wir uns mit den vorläufigen Definitionen einer Handvoll Bahnhofskinomacher, die uns als Leitfiguren dienen:

Trashfilm ist ...

... 24-mal Fratzengeballer in der Sekunde (Jean-Luc "Car Crash" Godard)
... kein Mädchensport (Klaus Lemke)
... a battleground without honor and humanity (Sam Fuller & Kinji Fukasaku)
... brief glimpses of horrible beauty (Jonas Mekas)
... die Dunkelheit zwischen den Bildern (Abel Ferrara)
... wenn Bikinigirls mit Maschinengewehren schreckliche Dinge tun (Francois "Wolf Boy" Truffaut)
... dem Tod bei der Arbeit zuzuschauen (Jean Cocteau)

Im Dezember suchen wir weiter nach Antworten:

Sonntag, 13.12., 14.30 Uhr: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN
I 1971, R: Emilio Miraglia, 96 Min., 35 mm, DF, mit Anthony Steffen, Marina Malfatti, Erika Blanc
Seitdem ihn seine Frau Evelyn betrog und bei der Geburt des Bastards verstarb, leidet der schwerreiche Lord Alan Cunningham unter einer heftigen Psychose: Nach der Entlassung aus dem Sanatorium schleppt er eine Prostituierte nach der anderen in sein halb verfallenes Schloss und tötet diese im hauseigenen Folterkeller. Abhilfe soll nun die Hochzeit mit der reizenden Gladys schaffen. Doch dann verschwindet die Leiche Evelyns aus der Gruft und spukt durch den Schlossgarten ... Ein ungewöhnlicher Giallo mit zahlreichen Schauwerten, der seinen Erbschafts-Plot in kontrastreiche Settings aus Gothic-Horror und modernem Siebziger-Jahre-Schickimicki einbettet und der mit Italowestern-Star Anthony Steffen in der Hauptrolle aufwartet.
Text und Einführung: Mike Schimana

Freitag, 18.12., 21.30 Uhr: XXXmas-Special – Ein Sack voll Wahnsinn
Vorzeitige Bescherung mit Jack Stevenson: Der Filmgelehrte und -sammler präsentiert eine Auswahl unchristlicher Kurzfilme und "The Greatest Movie Ever Made!" Mehr Infos in Kürze

Sonntag, 20.12., 14.30 Uhr: WALKING TALL
USA 1973, R: Phil Karlson, 125 Min., 16mm, OF, mit Joe Don Baker, Elizabeth Hartman, Gene Evans.
Ein Baseballschläger ist ein Streichholz gegen den Balken, den sich Joe Don Baker alias Buford Pusser hier zurechtgeschnitzt hat. Er trägt ihn immer mit sich herum, anstatt eines Revolvers, und sieht verdammt respekteinflößend damit aus, nicht zu vergessen das schiefe Knautschgesicht: Wehe dem, wer ihm zu nahe kommt. Den Mann hat’s wirklich gegeben: Pusser, früher einmal Ringer, wurde zum Sheriff in einem Kaff in Tennessee befördert und kämpfte fortan gegen das Böse und die Korruption. Das sind natürlich Geschichten, die die Amis lieben: Ein wohlmeinender Gesetzesmann muss sich nicht dafür entschuldigen, wie viele Leute er am Ende des Tages verprügelt hat. Schließlich riskiert hier jemand sein Leben, auch das seiner Familie, damit die Straßen sicherer werden. Freuen darf man sich für Regisseur Phil Karlson: Endlich, im Alter von 65 und nach einer 30-jährigen Karriere in der zweiten Reihe, haute er einen Kassenerfolg raus. Unvermeidliche Folge: Es gab drei Fortsetzungen, die letzte fürs Fernsehen.
Text und Einführung: Michael Ranze

Sonntag, 27.12., 14.30 Uhr: ROUGH CUT
USA 1980, R: Don Siegel, 112 min., 35mm, OF, mit: Burt Reynolds, Leslie-Anne Down, David Niven
Ein Juwelendieb, eine kleptomanische Schönheit und ein Inspektor kurz vor der Rente, der einen krönenden Abschluss seiner Laufbahn anstrebt. Weihnachten ist vorbei, aber Glitzerkram hat das ganze Jahr über Saison. In diesem Film funkelt eine ganze Menge. Außerdem ist ein Film, der angenehm prickelt wie Schaumwein, kurz vor Silvester auch nicht verkehrt. Die Schauspieler sind hervorragend gecastet und Verweise auf "Über den Dächern von Nizza" von Hitchcock sind gewollt.
Text und Einführung: Lillian Robinson

Alle Veranstaltungen im Metropolis

Trashfilm ist: A Girl and a Gun (Gustav Deutsch)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 08.12.2015 13:01 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Liebe ewig geprellte Kleinanleger und übers Ohr gehauene Möchtegern-Risikokapitalisten,

bei uns sind Ihre Einlagen auch im nächsten Jahr sicher! Bizarre Cinema ist nach wir vor die einzige Fantasmen-Bank weltweit, in der man für seine sauer verdienten Tagträume und halbgaren Visionen regelmäßig Dividenden in Form handfester Schocks, kraftvoller Erregungen und kathartischer Höhepunkte erhält. Wir sind der Panic Room für fragile Emotionen. Wir sind das Fort Knox der unsauberen Gedanken. Oder mit den Worten des britischen Comic-Künstlers Alan Moore: Wir sind die verzauberte Feuchtsavanne, in der die geheimsten und verwundbarsten all unserer vielen Ichs in Sicherheit spielen können.

Bizarre Cinema: Bei uns ist jeden Sonntagnachmittag im Metropolis Zahltag!

Sonntag, 3.1.2016, 14.30 Uhr: KRIEG IM WELTENRAUM
Japan 1959, R: Ishiro Honda, 90 Min., DF, 35mm, mit Ryo Ikebe, Kyoko Anzai, Koreya Senda
Wozu so ein Olympiastadion doch gut sein kann: Ishiro Honda nutzte das 1958 modernisierte Stadion in Tokio als Kulisse, um dort das japanische Weltraumforschungszentrum anzusiedeln. In der damals fernen Zukunft von 1965 wird es zur letzten Bastion, von der aus die perfiden Natal bekämpft werden, die die Erde mit Antigravitationswaffen und Gedankenkontrolle übernehmen wollen. Wie im japanischen SF-Film dieser Zeit üblich, gehen erst mal einige Weltstädte spektakulär zu Bruch, bevor die irdischen Wissenschaftler ihre nuklearen Strahlenwaffen weit genug entwickelt haben, um Kontra zu geben. Was folgt, ist ein cineastisch-kosmisches Feuerwerk, passend zum gerade überstanden Jahreswechsel – mit einer überraschend starken Friedensbotschaft.
Text und Einführung: Hans-Arthur Marsiske

Sonntag, 10.1.2016, 14.30 Uhr: DAY OF THE ANIMALS
USA 1977, R: William Girdler, 95 Min., OF, 16mm adapted scope, mit Christopher George, Leslie Nielsen, Lynda Day George, Richard Jaeckel und Teddy
Zuerst ein monströser Bär, jetzt der Treibhauseffekt! Die Wälder sind nicht länger sicher, denn hier dreht nicht nur ein einziger Grizzly durch, sondern gleich die gesamte Fauna. Hohe Ozonwerte lassen die wilden Tiere eines beliebten Wandergebiets verrücktspielen, und ein paar Touristen stecken in den Hügeln fest. Das große Fressen beginnt … Girdler drehte mit "Panik in der Sierra Nova" (so der deutsche Verleihtitel) keine Fortsetzung zu seinem "Grizzly" von 1976, sondern eher eine hochgefahrene Neufassung: mehr Geld, mehr Blut, mehr Stars, mehr Tiere! Wir freuen uns auf tierischen Irrsinn und die seltene Gelegenheit, eine Projektion im Format 16mm adapted scope sehen zu können! EARRRL!!
Text und Einführung: Jan Minck

Sonntag, 17.1.2016, 14.30 Uhr: THE FUNHOUSE
USA 1981, R: Tobe Hooper, 95 Min., OF, 35mm, mit Elizabeth Berridge, Shawn Carson, Jeanne Austin, Jack McDermott
Amy geht mit ihren Freunden auf die Kirmes. Die Freakshow, eine Wahrsagerin und vor allem die Geisterbahn haben es ihnen angetan. Als Mutprobe wollen sie dort übernachten und lassen sich im "Kabinett des Schreckens" einsperren. Gute Idee? – Natürlich eine schlechte! Die Jugendlichen werden Zeugen eines Mordes und fortan von einem maskierten Killer verfolgt. Eine Nacht des Horrors beginnt … Tobe Hooper ("Poltergeist", "Texas Chainsaw Massacre") inszenierte eine atmosphärisch dichte Geisterbahnfahrt, die es in sich hat. Dean R. Koontz inspirierte der Film zu seinem Buch "The Funhouse". Wer diesen Film sieht, wird einen noch größeren Bogen um den Hamburger Dom machen …
Text und Einführung: Jochen Oppermann

Sonntag, 24.1.2016, 14.30 Uhr: RUN ANGEL RUN
USA 1969, R: Jack Starrett, 95 Min., 35mm, DF, mit William Smith, Valerie Starrett
Was ist schlimmer: wenn einem eine Horde Biker ans Leder will, weil man Interna ausgeplaudert hat, oder Zoff mit der Freundin? Für den Traum vom Häuschen im Grünen wird hier beides in Kauf genommen. Bei diesem Debütfilm von Exploitation-Movie-Legende Jack Starrett handelt es sich um einen zwischen Romantik und Rowdytum angesiedelten Bikerfilm, dessen Defizite besser unterhalten als seine Vorzüge.
Text und Einführung: Lillian Robinson

SPECIAL IM B-MOVIE: DAS 2. BIZARRE CINEMA QUIZ!
Kennen Sie Exploitation-Kino? Dann dürfte Ihnen das Filmquiz zum 10-jährigen Jubiläum von Bizarre Cinema gefallen! Rollende Köpfe, ekstatische Leiber, rauchende Platinen! Sie sind mittendrin und versuchen, den Überblick zu behalten. Wird es gelingen? Lassen Sie uns in die Abseiten des Kinos steigen und herausfinden, wem die Nerd-Krone gebührt (kleine Preise inbegriffen)! Doch auch, wer kein Ratefuchs ist, wird bestens unterhalten: Irrsinn! Spektakel! Chaos! Und von allem zu viel! Gemeinsam wollen wir uns an Bildern und Tönen aus dem Jenseits der Lichtspielwelt berauschen!
Samstag, 30.1.2016, 20 Uhr, im B-Movie (Brigittenstraße 5, Kartenreservierung: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***)

Sonntag, 31.1.2016, 14.30 Uhr: SHOWGIRLS
USA 1995, R: Paul Verhoeven, 131 Min., 35mm, OF, mit Elizabeth Berkley, Gina Gershon, Kyle MacLachlan
Nackte Hintern und glänzende Überkniestiefel, geiler Lapdance und williges Liebesgeschrei im Pool – wer bislang eine ordentliche Portion Schweinkram im Bizarre Cinema vermisste, kommt hier auf seine Kosten. Holland-Export Paul Verhoeven und Drehbuch-Kanone Joe Eszterhas erzählen die Geschichte der schwer gebeutelten Nomi, die nach Las Vegas trampt und fortan die Kleider wegwirft, um die Erfolgsleiter hochzuklettern – Sex und Karriere gehen nun mal Arm in Arm. Egal ob angezogen oder nicht – Elizabeth Berkley, damals süße 23, sieht zwar knackig aus, hat aber meist schlechte Laune. So macht man Julia Roberts keine Konkurrenz. Für die vielen schlechten Kritiken, in Amerika, aber auch hier, ist an dieser Stelle kein Platz, auch nicht für die Goldenen Himbeeren des Jahres 1995. Unserer Meinung nach alles ein Missverständnis, und zwar ein ganz großes: Der Camp, den Verhoeven hier so genussvoll und teuer zelebriert, ist beabsichtigt. Es sei denn…
Text und Einführung: Michael Ranze


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 19.12.2015 22:22 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Liebe Connaisseure divergierender Bild- und Tonspuren,

einigen aufmerksamen Lesern unter euch ist es vielleicht schon aufgefallen: Im gedruckten Programm des Metropolis-Kinos und in unserem Mail-Newsletter gibt es zu drei Filmen unterschiedliche Angaben zu den Sprachfassungen. Aktuell betrifft dies folgende Filme:

20.12. WALKING TALL
27.12. ROUGH CUT
31.1. SHOWGIRLS

Alle drei Filme laufen in der Originalfassung ohne Untertitel. Generell lässt sich sagen: Die Angaben im Newsletter sind verlässlicher, weil dieser einige Zeit später verfasst wird, wenn wir mehr Informationen vorliegen haben. Wir arbeiten daran, diese Konfusion in Zukunft zu vermeiden.

Dicke Braten und fette Berliner wünscht:
euer Bizarre-Cinema-Team


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 02.01.2016 22:32 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
DIE GERECHTIGKEIT HAT GESIEGT! YEAH!!!

Liebe Kinder des Projektorlichts,

seid gepriesen und gebenedeit im Namen der dämonischen Leinwand! Seit nunmehr zehn Jahren habt ihr allen weltlichen Gütern und familiären Banden entsagt und wandelt auf den Pfaden des göttlichen Wesens, dessen Namen nur dem Hohepriester Dorian bekannt ist und dessen Lästerung mit Genickbruch durch die Hand des mächtigen Tanga gerächt wird. Vor sieben langen Jahren, am 1. März 2009, ist sie uns das letzte Mal erschienen, um uns die Mysterien des Zelluloids zu offenbaren. Nun hat das Orakel gesprochen und verkündet: Am 18. März ist es wieder so weit, die Todesgöttin des Liebescamps wird sich ein weiteres Mal im geweihten Tempel des Metropolis manifestieren und uns an der Gnade ihrer höheren Weisheit teilhaben zu lassen: Give up yourself to an everlasting love, love, love!

Ein ekstatisches neues Jahr wünschen euch:
Antonio Augusto Schinzel-Tenicolo und seine Messdiener

P.S. Vielen Dank für die Teilnahme an unserer Umfrage zum Bizarre-Cinema-Publikumsliebling der letzten zehn Jahre. Hier das Ergebnis:


Platz 20: DEAD HEAT (0 Stimmen)




Platz 19: FLASH SOLO (1 Stimme)




Platz 18: BLUTIGER FREITAG (3 Stimmen)




Platz 17: ROLLING THUNDER – DER MANN MIT DER STAHLKRALLE (3 STIMMEN)




Platz 16: DIE FRAU MIT DER 45ER MAGNUM (4 Stimmen)




Platz 15: DER KILLER VON WIEN (4 Stimmen)




Platz 14: NACKT UND ZERFLEISCHT (4 Stimmen)




Platz 13: THE RIFFS – DIE GEWALT SIND WIR (4 Stimmen)




Platz 12: RABID – DER BRÜLLENDE TOD (5 Stimmen)




Platz 11: TÖTEN WAR IHR JOB (5 Stimmen)




Platz 10: U 2000 – TAUCHFAHRT DES GRAUENS (5 Stimmen)




Platz 9: ZINKSÄRGE FÜR DIE GOLDJUNGEN (7 Stimmen)




Platz 8: CAPTAIN INVINCIBLE ODER WER FÜRCHTET SICH VOR AMERIKA (8 Stimmen)




Platz 7: HORROR INFERNAL (8 Stimmen)




Platz 6: DRIVER (10 Stimmen)




Platz 5: THE HIDDEN – DAS UNSAGBAR BÖSE (11 Stimmen)




Platz 4: DIE FLIEGENDE GUILLOTINE (12 Stimmen)




Platz 3: BARBARELLA (13 Stimmen)




Platz 2: ÜBER DEM JENSEITS (13 Stimmen)




Platz 1 (21 Stimmen):

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 03.01.2016 00:48 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 813
Wohnort: Cinecittà
Geschlecht: männlich
Schiebung! Die Gerüchteküche brodelt. Der ugo hat mehrmals eine Stimme abgegeben. Natürlich immer für Lanoo!
Canisius dann auch noch! Und ich wollte die Zinksärge. Aber was reg ich mich auf? Dorian, isch bin dabei und freue mich! :mrgreen:

Love, love, love...


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 03.01.2016 01:13 
Offline

Registriert: 11.2009
Beiträge: 4753
Geschlecht: männlich
Bonpensiero hat geschrieben:
Schiebung! Die Gerüchteküche brodelt. Der ugo hat mehrmals eine Stimme abgegeben. Natürlich immer für Lanoo!
Canisius dann auch noch! Und ich wollte die Zinksärge. Aber was reg ich mich auf? Dorian, isch bin dabei und freue mich! :mrgreen:

Love, love, love...


Der Vorsprung war so groß, dass es auf meine Stimmen gar nicht mehr ankam. :P


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 03.01.2016 14:20 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 1132
Geschlecht: nicht angegeben
ugo-piazza hat geschrieben:
Bonpensiero hat geschrieben:
Schiebung! Die Gerüchteküche brodelt. Der ugo hat mehrmals eine Stimme abgegeben. Natürlich immer für Lanoo!
Canisius dann auch noch! Und ich wollte die Zinksärge. Aber was reg ich mich auf? Dorian, isch bin dabei und freue mich! :mrgreen:

Love, love, love...


Der Vorsprung war so groß, dass es auf meine Stimmen gar nicht mehr ankam. :P


Ich habe tatsächlich für den einsamen Rufer in der Wüste gestimmt und dachte zunächst "ja, hört mich denn keiner?" :pray:

Zum Glück wurden meine Rufe doch noch erhört. Danke Hamburg! :yahoo:

_________________
"Ihr Name ist Luzifer. Ihr vertraue ich mehr als meinem besten Freund. Sie spricht nicht, sie hört nicht, betrügt nicht. Sie ist taub, ist blind, ist stumm. Sie tötet nur!"


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 03.01.2016 14:42 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 813
Wohnort: Cinecittà
Geschlecht: männlich
Du bist mir so ein einsamer Rufer. War doch eh klar, dass der Anders das Rennen macht.
Freue mich schon auf die gemeinsame Sichtung in Hambruck.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Bizarre Cinema im Metropolis Hamburg
BeitragVerfasst: 03.01.2016 21:32 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 11.2009
Beiträge: 1132
Geschlecht: nicht angegeben
Bonpensiero hat geschrieben:
Du bist mir so ein einsamer Rufer. War doch eh klar, dass der Anders das Rennen macht.
Freue mich schon auf die gemeinsame Sichtung in Hambruck.


Jetzt mal ernsthaft. Bei DER Konkurrenz (Geisterstadt, Horror Infernal, Zinksärge, Bl. Freitag, Killer v. Wien, Riffs...) hast Du mit nem klaren Sieg der Todesgöttin gerechnet? :shock:

Ich nicht.

_________________
"Ihr Name ist Luzifer. Ihr vertraue ich mehr als meinem besten Freund. Sie spricht nicht, sie hört nicht, betrügt nicht. Sie ist taub, ist blind, ist stumm. Sie tötet nur!"


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 115 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2, 3, 4  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker