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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 24.02.2012 14:24 
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ugo-piazza hat geschrieben:
Zombiebunker hat geschrieben:
Die einzige Veröffentlichung eines deutschen Films, den ich in Heimauswertung (außer Klassikern) habe, ist der Wixxer. Das spricht doch Bände.
Und was gab es an Genrefilmen überhaupt? Wie hieß diese Slashergurke damals? Slasher?


Du meinst "Flashback"? Hey, ich mochte den!


Ne, den hier: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 24.02.2012 17:26 
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Ja, der Film ("Slasher") ist wirklich übel. Genannter "Flashback" hat mir aber auch recht gut gefallen. Was pointierte Bildsprache und schwarzen Humor anbelangt, hat er für mich jedenfalls besser funktioniert als die meisten US-Slasher. Auch wenn er nicht konsequent genug gemacht ist, um an die Klassiker ranzukommen.

Wenn jemand einen neueren gelungenen deutschen Horrorfilm sehen will, verweise ich auf meine Signatur.

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Higurashi no Naku Koro ni


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 24.02.2012 18:03 
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Adalmar hat geschrieben:
Ja, der Film ("Slasher") ist wirklich übel. Genannter "Flashback" hat mir aber auch recht gut gefallen. Was pointierte Bildsprache und schwarzen Humor anbelangt, hat er für mich jedenfalls besser funktioniert als die meisten US-Slasher. Auch wenn er nicht konsequent genug gemacht ist, um an die Klassiker ranzukommen.

Wenn jemand einen neueren gelungenen deutschen Horrorfilm sehen will, verweise ich auf meine Signatur.

Yoha, da muss ich Support geben BUKAREST FLEISCH ist echt n schön ekliger Film geworden. Aus dem kleinen Budget wurde echt ordentliches rausgequetscht Sehenswert.

SLASHER kenn ich nicht, aber FLASHBACK fand ich auch ganz cool. Hab davon noch die uncut Pay-TV-Version.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 24.02.2012 18:28 
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Es gab da mal so eine Werewolf Film "Sieben Monde"? Oh mann war der greuslich...

Flashback war das der wo so ein kleines weises Hundilein dranglauben musste?? Der war ganz ok....


Aber solche filme wie " Der Clown" oder den Bully scheiss kannste in die Tonne kloppen....

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 24.02.2012 19:03 
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Da hier im Thread ja zumindest schon von "Wir sind die Nacht" die Rede war, möchte ich direkt mal auf Dennis Gansels neuen Film hinweisen.
"Die vierte Macht" ist ein Polit-Thriller, der auf Englisch gedreht wurde und sich deswegen auf der Berlinale wohl vom deutschen Publikum bereits direkt wieder barsche Kritik anhören musste. Typisch Deutsch! Man freut sich über Erfolg deutscher Filme im Ausland, aber zetert, wenn jemand es wagt einen DEUTSCHEN Film für den internationalen Markt und somit auf Englisch zu produzieren! :lol:
Der Streifen ist wohl schon erfolgreich in zig Länder verkauft worden und könnte daher durchaus endlich mal wieder ein internationaler Erfolg werden. Der Trailer sieht meiner Meinung nach vielversprechend aus und dass Gansel nicht gerade zur Berliner Schule gehört, weiß man ja. ;)

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 24.02.2012 20:31 
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Achso, mir fallen da grade noch 2 deutsche Genreproduktionen ein:
Die Farbe (hab ich mir heute die Bluray bestellt)
Lovecraftstoff, der schon im Trailer ganz nette Atmosphäre zeigt.
Zombies From Outer Space
noch nicht veröffentlicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 24.02.2012 20:59 
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"Die Farbe" schaut wirklich nicht übel aus. Ich kenne von Lovecraft bisher nur eine (sehr gute) Hörspielumsetzung von "Die Berge des Wahnsinns".
Berichte dann mal bitte, wie der Film war. Würde mich sehr interessieren!


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 24.02.2012 21:07 
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Wird garantiert zeitnah im Blog auftauchen :)

Ich bin schon länger um den Film umhergeschlichen und schon die Romanvorlage ist brilliant.
Mal schauen, wie er über die ganze Länge überzeugen kann.
Trotzdem eine Schande, dass solche Projekte kaum Berichterstattung erfahren, obwohl internationale Festivalpreise eingefahren wurden (so wie ich das verstanden habe).
Das zeigt doch, dass man Genrefilme überhaupt nicht ernst nimmt.
Außer Komödien und Sozialdramen wird doch alles von der deutschen Filmwirtschaft verachtet.
Und die Skandinavischen Nachbarn landen einen Hit nach dem anderen...i don't get it!

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 24.02.2012 21:33 
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Zombiebunker hat geschrieben:
Trotzdem eine Schande, dass solche Projekte kaum Berichterstattung erfahren, obwohl internationale Festivalpreise eingefahren wurden (so wie ich das verstanden habe).
Das zeigt doch, dass man Genrefilme überhaupt nicht ernst nimmt.
Außer Komödien und Sozialdramen wird doch alles von der deutschen Filmwirtschaft verachtet.
Und die Skandinavischen Nachbarn landen einen Hit nach dem anderen...i don't get it!

Es gibt international tausende Festivals. Allein in Berlin gibt es ja neben der Berlinale noch eeeetliche kleine oder mittelgroße Festivals. Wenn man wirklich den Aufwand betreibt und seinen Film überall einreicht wo es geht, springen immer auch ein paar Preise dabei raus. Damit will ich die Festivals und vor allem diesen Film überhaupt gar nicht abwerten. Aber gerade bei speziellen Genre-Film-Festivals reichen die Majors ja keine Filme ein und die Schwerpunktsetzung geht oft Richtung Indepentent-Kino wo die Konkurenz in dem Bereich sehr viel kleiner ist. Finde ich auch sehr gut so. Und aus filmpolitischen Gründen einen großen Filmpreis nachgeworfen zu bekommen finde ich weniger anerkennenswert als mit einem selbstfinanzierten, mutigen Genre-Film im Ausland auf einem Liebhaberfestival prämiert zu werden.
Dass Genre-Filme in Deutschland nicht ernst genommen werden stimmt leider. Filmförderung gibt es nur für "Papas Staatskino" oder Bully und Till Schweiger. Auf der anderen Seite ist das Publikum aber anscheinend auch gar nicht an Genre-Filmen aus Deutschland interessiert, wenn es dafür an der Kinokasse zahlen muss. TV-Krimis sehen sich zum Teil 10 Millionen Deutsche an, ist ja kostenlos, aber ein wirklich guter Film wie "Wir sind die Nacht" rauscht im Kino gnadenlos ab. Ok, in dem Fall war auch verquere, ungünstige Vermarktung als "Twilight"-Ableger mit daran Schuld. Aber ich glaube da spielt es trotzdem vor allem eine große Rolle, dass das Publikum solch einen Film nur akzeptiert, wenn er aus dem "großen, tollen" Amerika kommt. Und auf der anderen Seite muss man auch ganz ehrlich sagen, warum sollten wir Cola produzieren? Die Amis haben jahrzehntelange Erfahrung mit Action und Thrillern, die Teile funktionieren einfach und finden nicht zuletzt in Deutschland ihr Publikum. Dazu kommt noch, dass die Franzosen gerade mächtig aufholen. Projekte wie "96 Hours" oder die beiden "Largo Winch"-Filme bekäme man hier nicht finanziert. Witzigerweise haben die Franzosen ein gigantisch größeres Fördervolumen als wir, nur gelangt das dort auch in Genre-Film-Produktionen. Das sollte eigentlich auch hierzulande der Weg sein. Wenn ich mir überlege, dass Roland Klick für "Deadlock" Drehbuchförderung bekommen hat und die Filmförderung exakt dieses Drehbuch heute wohl allein deswegen ablehnen würde, weil es nicht in Deutschland spielt und nicht auf einer literarischen Vorlage basiert (überspitzt), dann muss man doch merken, dass da etwas nicht stimmt.
Und Till Schweiger bekommt für seine Filme immer wieder Förderung, obwohl die Produktionsfirma auf Basis der bisherigen Erfolge weitere Filme ohne Weiteres ohne staatliche Hilfe finanzieren könnte.
Gibt viel zu vieles, worüber man sich aufregen könnte... bzw. muss!
Einfacher Ansatzpunkt wäre ja dieser: Mehr Filmförderung für Genre-Filme und Filmemacher, die nicht amerikanische Filmerfolge nacherzählen, sondern mutige eigene Schritte wagen DÜRFEN. Dass es genug solche Filmemacher in Deutschland gibt, glaube ich schon. Nur braucht man zur Umsetzung Geld. Filmförderung ist ja nichts Schlechtes, siehe Frankreich. Sie darf nur nicht nach medienpolitischen Gesichtspunkten vergeben werden!
Und über Filme wie "Die Farbe" wird ganz einfach nicht berichtet, weil den Boulevard-Medien Aufmacher wie internationale Stars fehlen und der Film eben nicht den Erwartungen des 08/15-Publikums an Optik und Erzählweise entspricht.
Ich muss ja selbst zugeben, dass es mir meist schwer fällt bei einem Film darüber hinwegzusehen, dass er nicht auf 35mm 16mm oder wenigstens mit Arri Alexa oder Red gedreht wurde. "Videolook" reißt mich leider schon immer direkt aus dem Geschehen und da geht es fürchte ich vielen so, da kann dann die ganze Inszenierung noch so toll sein. Sehr gutes Beispiel sind ja die Berliner Tatorte vor einigen Jahren. Um Geld zu sparen, drehte man diese eine zeitlang nicht auf 16mm, sondern auf Digibeta. Die Filme waren von vorne bis hinten exakt das selbe wie andere Tatorte, was Schauspielleistungen und Inszenierung betraf, wirkten aber durch die verwendete Aufnahmetechnik plötzlich wie Laientheater.


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 24.02.2012 21:54 
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Sind denn Genrefilme wirklich so abhängig von Filmförderung? Das hört sich ja furchtbar an!
Wurden denn Dead Snow, Rovdyr, Troll Hunter, die alten Lars von Triers, Adams Äpfel (und die anderen tausend Dänenklamauksachen), Pakt der Wölfe, Frontiers, Martys, Haute Tension, Menschenfeind (alles anderen von Gaspar Noé) etc. alle nur durch Filmförderung realisiert? Ich kann mir das gar nicht vorstellen.
Es kann doch nicht nur Fimförderung oder das Modell Uwe Boll geben?

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 24.02.2012 22:09 
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Zombiebunker hat geschrieben:
Es kann doch nicht nur Fimförderung oder das Modell Uwe Boll geben?

Das Modell Uwe Boll ist ja tot, seitdem neue Steuergesetze herrschen. Der gute Mann hat ja im Prinzip für jeden Film einen Fond eingerichtet, in dem Reiche ihr Geld verbrennen konnten um Steuern zu sparen. Diese Möglichkeit hieß in den USA übrigens "Stupid German Money" und hat die Finanzierung von Filmen wie "Miami Vice" oder "Battlefield Earth" ermöglicht. Das alles ist mittlerweile vorbei und gerade Uwe Boll finanziert seine Filme nun ja durch die Gewinne aus Lizenzverkäufen seiner alten Streifen und muss daher in Zukunft nun auf Jason Statham und Co verzichten. Da werden nun auch wesentlich kleinere Brötchen gebacken, wenn nicht sogar irgendwann ganz Schluss ist.
Und zur Filmförderung: In den 60ern gelang es irgendwann nur noch den Edgar Wallace- und Karl May-Filmen ihre Kosten wieder einzuspielen, beziehungsweise sogar Gewinne zu erzielen. Auch wenn es natürlich noch ein paar andere Ausnahmen gab. Wenn eine Firma also drei Filme zu jeweils einer Million Mark produzierte und pro Film nur noch eine halbe Millionen wieder reinkam, war schnell der Konkurs da. Dementsprechend wurden weniger Filme und vorallem günstigere Filme gedreht um das Risiko zu minimieren. Das Resultat waren aber grausam dilletantische Machwerke, die meilenweit vom internationalen Standard entfernt waren. Hätte man gar nix unternommen, wäre der deutsche Film im schlimmsten Fall komplett aus den Kinos verschwunden. Die Filmförderung tut ja, wenn alles richtig läuft, im Prinzip nichts anderes, als Lücken in Budgets zu füllen, die ansonsten nicht finanziert werden können.
Ein Film kostet in den allerseltensten Filmen Summen, die nicht im 7stelligen Bereich liegen. Da kann man kaum fordern, dass Filmemacher selbst in die Tasche greifen, denn das reicht vorne und hinten nicht um einen wettbewerbsfähigen Film auf die Beine zu stellen.
Ich weiß nicht, welche Filme in Frankreich oder Skandinavien staatlich bzw. durch andere Gremien gefördert werden.
Aber wenn man sich anschaut, dass 2000 in Deutschland 47,29 Millionen Euro staatliche Fördersummen ausgeschüttet wurden und in Frankreich zur selben Zeit 408,96 Millionen, kann man ziemlich fest davon ausgehen, dass in Frankreich nicht einfach 10mal so viele Filme gefördert wurden, sondern sehr wahrscheinlich auch Großprojekte wie "Pakt der Wölfe" mit dieser Hilfe realisiert wurden.
Das Problem ist ganz einfach, dass in Amerika die Studios jedes Jahr mehrere Filme herstellen und ein sehr gutes Polster haben. Wenn da mal ein Misserfolg kommt, sind zwar im schlimmsten Fall auch mal zweistellige Millionensummen verbrannt, aber das kann mit Gewinnen aus anderen Projekten ausgeglichen werden.
In Deutschland produzieren aber nur die wenigsten Produktionsfirmen mehr als einen Film im Jahr. Selbst einige große Firmen hauen nur alle zwei Jahre mal einen Film raus. Die Konsequenz ist natürlich, dass man nur im Falle von Gewinnen überhaupt ein neues Projekt angehen könnte und von Budgets im 8- oder 9stelligen Bereich wie in den USA oft üblich (natürlich inklusive Werbe-etat) nur träumen kann. Wenn man mal in den 8stelligen Bereich vorstößt, dann schließen sich meist mehrere Produktionsfirmen für ein solches Projekt zusammen.
Durch die Filmförderung können Drehbuchautoren (die ja schließlich erst durch den Verkauf des Buchs überhaupt Geld bekommen) finanziell während der Zeit, die sie an einem Buch arbeiten finanziell unterstützt werden oder eben Filme finanziell unterstützt werden, die sich nicht allein durch die Rücklagen der Produktionsfirmen und durch Vorverkäufe der Verleih- oder TV-Rechte finanzieren lassen.
Das große Problem ist natürlich, dass die Filmförderung in Gremien entschieden wird, die mit Politikern und Leuten aus der Filmbranche, die dem Autorenfilm und "Oberhausener Manifest" nahe stehen, besetzt sind. Die Entscheidungen sind dort also in den meisten Fällen medienpolitische Entscheidungen. Wenn so ein Gremium aus Mitgliedern dieses Forums besetzt wäre, würde der Genre-Film in Deutschland wahrscheinlich florieren wie nie zuvor. Ob das Ganze dann aber noch wirtschaftlich wäre ist eine andere Frage! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 24.02.2012 22:28 
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Fabi88 hat geschrieben:
Ob das Ganze dann aber noch wirtschaftlich wäre ist eine andere Frage! ;)


Ist denn (abgesehen vom Schweiger und Bully) die jetzige Verfahrensweise wirtschaftlich sinnvoll?


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 24.02.2012 23:15 
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Nein, ist sie genauso wenig! Da habe ich mich falsch ausgedrückt. Aus Sicht der Gremien besteht der Erfolg ihrer Förderung ja eher darin, die Filmlandschaft nach ihrem Bild zu formen. In sofern sind die Gelder ja bisher an den richtigen Stellen gelandet. Traurig det Janze...
Wir haben 50 Jahre nach dem Oberhausener Manifest die selbe Situation.
1962 frönte ein überschaubarer Kreis von Alteingesessenen seiner Art von Kino und die wenigen verbliebenen Produktionsfirmen entschieden über die Filme, die gemacht wurden.
2012 frönt ein überschaubarer Kreis von Alteingesessenen seiner Art von Kino und die Fördergremien entscheiden über die Filme, die gemacht werden. Hmm... :roll:

Nicht, dass man mich falsch versteht. Ich halte Filmförderung für richtig und wichtig. Ich liebe "Das weiße Band" und "Das Leben der Anderen" und konnte sogar "Der Untergang" durchaus etwas abgewinnen, aber die Filmförderung sollte sich meiner Meinung für DEN Film in seiner gesamten Breite einsetzen und auch für gern mal schrägere Unterhaltungsfilme eine Basis bieten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 24.02.2012 23:43 
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Fabi88 hat geschrieben:
Nein, ist sie genauso wenig! Da habe ich mich falsch ausgedrückt. Aus Sicht der Gremien besteht der Erfolg ihrer Förderung ja eher darin, die Filmlandschaft nach ihrem Bild zu formen. In sofern sind die Gelder ja bisher an den richtigen Stellen gelandet. Traurig det Janze...
Wir haben 50 Jahre nach dem Oberhausener Manifest die selbe Situation.
1962 frönte ein überschaubarer Kreis von Alteingesessenen seiner Art von Kino und die wenigen verbliebenen Produktionsfirmen entschieden über die Filme, die gemacht wurden.
2012 frönt ein überschaubarer Kreis von Alteingesessenen seiner Art von Kino und die Fördergremien entscheiden über die Filme, die gemacht werden. Hmm... :roll:


Aber das wollen doch alle! Ob Regieseuere ob gremien!

Wenn Selbst ein Olaf Ittenbach immer wieder eingermassen Teure Filme auf die beine stellen, kann! (Nur er hat kein richtiges talent :( , jedenfalls nicht wie ein grosser). Weshalb macht dann sowas nicht einer der guten deutschen Regieseure mal und stellt auf eingene faust einen Film zusammen ohne Fördergremien ohne Oberhausen?????

Kann doch nicht sein, das alles nach schema F abläuft und keiner sich traut daraus auszubrechen????

Kann doch nicht sein, das nen deutscher nicht mal nen Gangsterfilm abdreht und den nicht nach vorgaben von irgendwem...

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 25.02.2012 00:32 
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Fabi88 hat geschrieben:
"Die vierte Macht" ist ein Polit-Thriller, der auf Englisch gedreht wurde und sich deswegen auf der Berlinale wohl vom deutschen Publikum bereits direkt wieder barsche Kritik anhören musste. Typisch Deutsch! Man freut sich über Erfolg deutscher Filme im Ausland, aber zetert, wenn jemand es wagt einen DEUTSCHEN Film für den internationalen Markt und somit auf Englisch zu produzieren!


Typisch deutsch ist vor allem das Denken, dass man sich selbst kulturell so weit wie möglich verleugnen muss, um international Interesse oder Wohlwollen zu finden. Viele französische Filme z. B. kommen gerade deswegen gut an, weil sie - wenn auch klischeehafterweise - als typisch französisch empfunden werden.

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Higurashi no Naku Koro ni


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 25.02.2012 01:25 
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Ich kenne Olaf Ittenbach und die Budgets seiner Filme nicht und kann deswegen dazu nichts sagen.
Es fällt aber auf, dass die Regisseure, die sowas leisten in der Tat nicht immer talentiert sind. In die selbe Kerbe fällt ja ohne Zweifel auch Uwe Boll. Er hat es eine ganze Weile geschafft, relativ große Filme (20 bis 60 Millionen Dollar, mittlerweile eher Richtung 2 Millionen) ohne Filmförderung finanziert zu bekommen. Uwe Boll ist daher zum Beispiel für mich einer der begabtesten Produzenten aus Deutschland. Und genau da liegt das Problem, er ist ein guter Produzent, aber ein miserabler Regisseur. Ich frage mich oft, was passiert wäre, wenn er in seiner Hochphase die Regie seiner Projekte an talentierte Filmemacher abgegeben hätte. :roll:
Und auf der anderen Seite sind talentierte Regisseure oft eben keine solchen Finanzgenies und haben im schlimmsten Fall sogar nicht die geringste Ahnung von Drehplanung und Finanzierung. Ein guter Theaterregisseur muss ja auch nicht in der Lage sein ein Theater zu bauen, er muss die Stücke auf der Bühne inszenieren können.
Sergio Leone hätte "Für eine handvoll Dollar" nie drehen können, wenn sich nicht ein paar Produzenten (darunter Constantin Film) bereit erklärt hätten, für das nötige Kleingeld zu sorgen. Dario Argento hätte niemals einen Meter Film belichtet, wenn sein Vater nicht Produzent gewesen wäre und ihm die Chance zum Debütfilm gegeben hätte.
Und sogar Wener Herzog hatte bei seinen Projekten ganz normale Produktionsleiter, die die Dreharbeiten geplant und ihm Aufnahmeleiter und Co ans Set gestellt haben. Ein Film ist immer Teamarbeit und das ist gut so, weil der Regisseur sich so auf die Arbeit mit den Schauspielern und die Inszenierung konzentrieren kann und nicht jeden Tag drüber nachdenken muss, woher er das Geld für den nächsten Drehtag nimmt oder die Nacht damit verbringen muss das Kostüm für die Hauptdarstellerin zu nähen.
Natürlich kann ein Regisseur auch als Produzent agieren, aber wenn er in Personalunion das Drehbuch schreibt, Klinken putzt um die Finanzierung zu stemmen, die Schauspieler ranholt, die Bildgestaltung übernimmt und jeden Drehtag alle Beteiligten persönlich mit seinem PKW ans Set holt, dann bleibt zwangsläufig immer etwas auf der Strecke. Das Ende vom Lied ist meist, dass der Film von vornherein mit überschaubarer Größe geplant wird, weil man wenig Lust hat das Ende der Dreharbeiten wegen eines Herzinfarkts nicht mehr zu erleben oder dass man irgendwann diese Art Filme zu machen aufgibt. Roland Klick hat seine leider wenigen Filme in riesigen zeitlichen Abständen realisiert, weil dieser Kampf gegen Windmühlen einen einfach schafft und Klaus Lemke läuft nun halt mit Laien und Handkamera durch Berlin - und das ist nicht wertend gemeint.
Bei Kurzfilmen ist es ja Gang und Gebe, dass der Regisseur fast alle Arbeiten übernimmt, kenne ich ja selbst gut genug. Da kann man aber auch durchaus mal spontan zwei befreundete Schauspieler und einen Kameramann, der grad in der Stadt ist anrufen, weil man am Wochenende einen netten fünfminüter geschrieben hat und das Ding direkt an zwei-drei Tagen runterschießen und alle Beteiligten mit nem Kasten Bier abspeisen.
Aber sobald es an einen 90minüter geht, spricht man schließlich mal eben von mindestens 20 Drehtagen und einem Stab von mindestens 20 Mann (/Frauen ;) ), wenn man wirklich professionell arbeiten will. Da gibt es dann einfach irgendwann viel zu viel zu managen und die Kosten explodieren so schnell, dass man da mit einem Kredit bei der Hausbank nicht mehr hinkommt. Ohne Finanzierung geht es einfach nicht, sofern man halt wirklich was kinoreifes auf die Beine stellen will. Uwe Boll hatte wie gesagt reiche Freunde, die ihre Steuergelder in seine Fonds investierten und momentan ist "Iron Sky" ein gutes Beispiel, dass es auch mit Crowd-Funding geht. Aber gerade in letzterem Fall war es ja kein einzelner Regisseur mit einer gigantischen Vision, sondern ein begeistertes Team und eine Produktionsfirma, die neue Wege der Finanzierung beschritt.
Ich würde mir jedenfalls eher von den Produzenten wieder mehr Mut wünschen, Genre-Filme zu produzieren, was aber auch nur geht, wenn die Filmförderung mitspielt. Ich habe erst letztens an einem Kinofilmset (gefördertes Drama) vom Regisseur gehört, er würde sich wünschen einmal einen Film im Stil von "Texas Chainsaw Massacre" zu drehen. Natürlich kann er das nicht tun, weil sich das Projekt nicht finanzieren lässt. Liegt das nun an ihm, weil er nicht bereit ist auf 35mm-Aufnahmetechnik, gut geplante Dreharbeiten und gestandene Schauspieler zu verzichten oder liegt es an den Produzenten, die solch ein Projekt nicht auf sich nehmen, weil zu erwarten steht, dass die Filmförderung das Projekt nicht unterstützt?
Das ist dann wieder die Frage nach der Henne und dem Ei. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 25.02.2012 01:34 
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Adalmar hat geschrieben:
Typisch deutsch ist vor allem das Denken, dass man sich selbst kulturell so weit wie möglich verleugnen muss, um international Interesse oder Wohlwollen zu finden. Viele französische Filme z. B. kommen gerade deswegen gut an, weil sie - wenn auch klischeehafterweise - als typisch französisch empfunden werden.

Das stimmt leider. Dann musst du aber auch bedenken, dass französische Filme, die im Ausland gut ankommen, entweder Komödien sind und der typisch französische Humor anscheinend international tragbarer ist als deutscher oder italienischer, oder... Filme wie "The Transporter" und ähnliches, die komplett auf Englisch gedreht werden und trotzdem ihre französische Herkunft nicht verleugnen. "The Artist" ist ja auch vor allem deswegen gerade so erfolgreich, weil er ohne Sprache auskommt und daher in jedem beliebigen Land ohen Veränderung gezeigt werden kann.
Die Amis synchronisieren nun einmal keine Filme oder nehmen dies zumindest als störend wahr. Hätte man "Die vierte Macht" also auf Deutsch gedreht worden, hätten die Amis die Synchronisation wahrscheinlich direkt bemerkt und sich beschwert oder der Film würde dort mit Untertiteln auf ein paar Festivals versendet werden. Sind jetzt natürlich nur meine Vermutungen.
Mit englischer Originalfassung ist der Film zumindest erst einmal international vermarktbar und in den USA und England ohne Veränderung einsetzbar. Das sind Vorteile, die in Europa vor allem englischen Filmen auch immer wieder helfen.

Dass es natürlich anders geht, haben in der Musik ja "Can" und "Kraftwerk" gezeigt. Ohne sich an den amerikanischen Geschmack anzubiedern hatten sie internationalen Erfolg. In Deutschland kennt leider zumindest "Can" allerdings keine Sau mehr, wenn ich mich in meiner Generation so durchfrage. :cry:


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 25.02.2012 03:03 
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Jetzt redet ihr schon über CAN und ich bin nicht dabei? :shock:

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BeitragVerfasst: 25.02.2012 04:47 
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Kannst du doch jederzeit sein! :lol:


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BeitragVerfasst: 25.02.2012 12:04 
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Hat jemand "Hell" (2011) gesehen? *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Das dürfte doch ein deutscher Genrefilm sein.
Die Berwertungen halten sich jedoch, mal wieder, in Grenzen.

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BeitragVerfasst: 25.02.2012 15:09 
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Also ich fand den sehr gelungen. Bei den Bewertungen haben wir wieder das übliche Dilemma deutscher Genrefilme. Wenn sie sich an internationalen Vorbildern orientieren (wie Hell am Backwood-Horror à la TCM), wird ihnen vorgeworfen, sie würden diese lediglich kopieren und seien nichts Eigenständiges. Wenn sie das nicht tun, sind sie dem Genrepublikum wiederum "zu deutsch".

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Higurashi no Naku Koro ni


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BeitragVerfasst: 25.02.2012 15:19 
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An "Hell" habe ich mich noch nicht rangetraut. Ehrlich gesagt hält mich die FSK 16 Einstufung ab. Bei Endzeit/ Kannibalenfilmen erwarte ich entweder einen Film auf dem Niveau von Mad Max, was ich Hell nach allen Reviews nicht zutraue, oder extrem blutige Unterhaltung wie sie Filme wie Cyborg oder TCM - The Beginning liefern.

Was deutsche Genrefilme betrifft mochte ich Rammbock (Siege of the Dead) ganz gerne, der war schön gemacht und bot eine gute Atmosphäre im Berliner Hinterhof. Im Vergleich zu ähnlichen europäischen Zombie Produktionen gefielen mir "La Horde" von den Franzosen und "Dead Set" von den Briten allerdings weitaus besser. Beide hatten viel mehr eigenen Charakter. Rammbock kann man wohl in einer Hinsicht als typisch deutsch bezeichnen da einige Geldgeber wohl den Einfall hatten dem Publikum mal zu zeigen, daß man einen Zombiefilm auch ohne viel Blut und Gewalt verwirklichen kann.


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BeitragVerfasst: 25.02.2012 15:32 
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Natürlich ist "Hell" kein Splatterfilm, aber ich habe auch nicht den Eindruck, dass explizitere Gewaltdarstellungen irgendwo dem Film zur Glaubwürdigkeit gefehlt hätten.

Bei den OFDb-Bewertungen fallen wieder mal ein paar lächerliche "Logiklücken"-Beanstandungen auf, wie z. B. dass jemand bei der Hauptdarstellerin sichtbare Beinbehaarung vermisst.

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Higurashi no Naku Koro ni


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BeitragVerfasst: 25.02.2012 17:17 
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Adalmar hat geschrieben:
Bei den OFDb-Bewertungen fallen wieder mal ein paar lächerliche "Logiklücken"-Beanstandungen auf, wie z. B. dass jemand bei der Hauptdarstellerin sichtbare Beinbehaarung vermisst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 25.02.2012 17:25 
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Lust Lizard hat geschrieben:
Rammbock kann man wohl in einer Hinsicht als typisch deutsch bezeichnen da einige Geldgeber wohl den Einfall hatten dem Publikum mal zu zeigen, daß man einen Zombiefilm auch ohne viel Blut und Gewalt verwirklichen kann.

Ganz genau das hat mir an dem Film so gestunken: mal krampfig zu versuchen so was wie einen 'anspruchsvollen' Zombiefilm zu drehen, der auch abends im ZDF laufen kann...

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 25.02.2012 18:48 
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TRAXX hat geschrieben:
Ganz genau das hat mir an dem Film so gestunken: mal krampfig zu versuchen so was wie einen 'anspruchsvollen' Zombiefilm zu drehen, der auch abends im ZDF laufen kann...

Ich meine sogar, der wäre als "Kleines Fernsehspiel" für's ZDF geplant gewesen und hat dann (wie so viele Beiträge dort) doch noch den Weg ins Kino gefunden. Wenn man das von Beginn an gewusst hätte, hätte das Konzept vielleicht auch anders ausgesehen. ;)
Übrigens ist das ein weiteres Problem des deutschen Films. Fast immer hängt mittlerweile ARD, ZDF oder Arte in der Finanzierung mit drin und somit auch die dortige Redaktion. In den schlimmsten Fällen kommen Amphibienfilme wie "Die Päpstin" dabei raus, die im Kino vor allem durch TV-affine Kadrierung statt opulentem Cinemascope auffallen und dort ohnehin keine Chance hätten, weil jeder weiß, dass ein paar Monate später das Ganze auch kostenlos vom Sofa aus begutachtet werden kann. In den "besseren" Fällen wird dann halt nur etwas weniger angeeckt, damit das Ganze auch für's Fernsehpublikum noch tragbar ist.
Und wo wir nun beim Fernsehen sind: Habe gestern mal wieder eine Folge "Raumpatrouille Orion" gesehen und ich möchte wirklich wissen, wer 1965 in Deutschland die Eier hatte sowas in Auftrag zu geben! :o
Solche Experimente gehen heute vielleicht nur noch mit extremst weniger Budget nachts um 2 in ZDFneo oder so... das wäre aber nun einmal nicht das selbe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 25.02.2012 20:53 
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Hier noch ein ganz heißer Tipp, den ich schon hier im Arthaus-Forum untergebracht habe:
the-art-cinema-f31/weisse-lilien-christian-frosch-t3371.html?hilit=wei%C3%9Fe%20lilien

Und noch einer:
www.ofdb.de/film/171979,Im-Sog-der-Nacht

Letzteren müsste ich noch mal rezensieren ...

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Higurashi no Naku Koro ni


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 13.03.2012 19:22 
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Ich weiß jetzt nicht ob hier dazu schon was steht, und ich will auch nicht die ganzen Seiten durchsehen, aber was haltet ihr von deutschen Serien ?
Ich persönlich seh sehr gerne "Der letzte Bulle" oder "Alarm für Cobra 11"
Wenn die deutschen auch keine guten Filme drehen können, Serien haben sie drauf, find ich ! 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 13.03.2012 22:18 
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Italo-West-Fan hat geschrieben:
Ich weiß jetzt nicht ob hier dazu schon was steht, und ich will auch nicht die ganzen Seiten durchsehen, aber was haltet ihr von deutschen Serien ?
Ich persönlich seh sehr gerne "Der letzte Bulle" oder "Alarm für Cobra 11"
Wenn die deutschen auch keine guten Filme drehen können, Serien haben sie drauf, find ich ! 8-)


Jules: You know the shows on TV?

Vincent: I don't watch TV!

Jules: But you aware there's an invention called television, and on that invention they show shows, right?

Vincent: Yeah!


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 Betreff des Beitrags: Re: Deutsche Filme der Gegenwart - Pro und Contra
BeitragVerfasst: 13.03.2012 22:38 
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Italo-West-Fan hat geschrieben:
Ich weiß jetzt nicht ob hier dazu schon was steht, und ich will auch nicht die ganzen Seiten durchsehen, aber was haltet ihr von deutschen Serien ?


Sehr viel (zumindest wenn sie im Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender produziert werden).

"Derrick", "Der Alte", "Tatort", "Der letzte Zeuge". Allesamt unverzichtbar. Für solchen Stoff zahle ich gern Gebühren, die Serien mildern meinen Ärger über Sportsendungen.

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