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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Kino Bildformate der vergangenen Jahrzehnte
BeitragVerfasst: 12.05.2013 23:03 
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Kann mir jemand sagen welche Bildformate in den 50 Jahren in Deutschland für das Kino benutzt wurden? Irgendwie weiß ich vor SCHATZ IM SILBERSEE keinen deutschen Film in Cinemascope. Kann es sein, dass bis 1960 nur 1:33 verwendet wurde? Bin da totaler Laie, vielleicht weiß jemand mehr zum Thema.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kino Bildformate der vergangenen Jahrzehnte
BeitragVerfasst: 12.05.2013 23:08 
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Ich verweis einfach mal an Wikipedia => Stichwort "Filmformat (Film)".

Dort steht auch stets dabei, seit wann das Format verwendet wird/wurde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kino Bildformate der vergangenen Jahrzehnte
BeitragVerfasst: 12.05.2013 23:17 
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Islay hat geschrieben:
Ich verweis einfach mal an Wikipedia => Stichwort "Filmformat (Film)".

Dort steht auch stets dabei, seit wann das Format verwendet wird/wurde.



Danke aber trotzdem weiß ich immer noch nicht, welches das bevorzugte Bildformat in Deutschland bis 1962 war? 4:3?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kino Bildformate der vergangenen Jahrzehnte
BeitragVerfasst: 12.05.2013 23:20 
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Der erste Cinemascope Film war das Gewand 1953. Bereits 1952 hatte die 20th Century Fox das Verfahren für die breite Masse vorgestellt. Erster deutscher Cinemascope Film "Oase " von 1955. Aber erst mit den Karl May Filmen setzte sich das Scope Verfahren auch in Deutschland durch und es wurden immer mehr Scope Filme gedreht. Viele Filme wurden aber auch aus Kostengründen in den 60er und 70er Jahren im Europäischen Widescreen von 1.66:1 gedreht ebenso in Italien. Wogegen die asiatischen Studios ( Shaw, Toho, Daiei, Golden Harvest, Toei) fast nur in 2.35:1 eigentlich in 2.40:1 gedreht haben. Ob in Deutschland auch Filme in Tod Ao 70mm gedreht wurden entzieht sich meiner Kenntnis.

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Blu Ray und DVD Holzkistenverpackungen sind Sondermüll....
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 Betreff des Beitrags: Re: Kino Bildformate der vergangenen Jahrzehnte
BeitragVerfasst: 13.05.2013 11:00 
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Zu Stummfilmzeiten waren ja oft auch Formate wie 1,18:1 angesagt. Dann irgendwann 1,33:1 und in den frühen 30ern mit Einführung des Tonfilms 1,37:1, was sich imho dann weltweit auch wegen der standartisierten Filme durchgesetzt haben müßte, oder? War nicht in Italien dann erst eher 1,56:1 und in Deutschland 1,66:1 angesagt oder war das andersrum?

Was die USA angeht, da gibt es ganz informative Seiten. Die hier z.B.: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

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 Betreff des Beitrags: Re: Kino Bildformate der vergangenen Jahrzehnte
BeitragVerfasst: 13.05.2013 11:43 
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"Old Shatterhand" wurde in 70mm gedreht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kino Bildformate der vergangenen Jahrzehnte
BeitragVerfasst: 14.05.2013 13:27 
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Trash hat geschrieben:
Der erste Cinemascope Film war das Gewand 1953. Bereits 1952 hatte die 20th Century Fox das Verfahren für die breite Masse vorgestellt. Erster deutscher Cinemascope Film "Oase " von 1955. Aber erst mit den Karl May Filmen setzte sich das Scope Verfahren auch in Deutschland durch und es wurden immer mehr Scope Filme gedreht. Viele Filme wurden aber auch aus Kostengründen in den 60er und 70er Jahren im Europäischen Widescreen von 1.66:1 gedreht ebenso in Italien. Wogegen die asiatischen Studios ( Shaw, Toho, Daiei, Golden Harvest, Toei) fast nur in 2.35:1 eigentlich in 2.40:1 gedreht haben. Ob in Deutschland auch Filme in Tod Ao 70mm gedreht wurden entzieht sich meiner Kenntnis.


Die Kosten für 2,35:1 und für 1,66:1 dürften grob gesagt dieselben sein, weil sie im Prinzip auf demselben Rohfilmmaterial gedreht wurden. Soll heißen fast alle Filme wurden damals wie heute auch weiterhin auf 1,37:1 Material gedreht.
Das richtige Widescreen Material wäre 70 mm Film gewesen, der jedoch aus Kostengründen letzendlcih nur gelegentlich benutzt wurde.

Zu den Ausnahmen gehört übrigens das im IW gern genutzte Techniscope Format, daß aber dann gegenüber dem 1,66:1 Filmen nicht teurer sondern billiger war, da dort nur der halbe Rohfilm Verbrauch anfiel.

Stark vereinfacht:

Bis 1953 war das Standard Format fast durchweg 1,37:1 (oder weniger). Nach Etablierung des Widescreenfilms in 1953 wurde inden USA sehr schnell fast durchweg auf 2,35:1 und 1,85:1 (bzw bis in die 70ger oft 1,66:1 in Europa) umgestellt. So schnell das in 53/54 auch noch für 1,37:1 gedrehte Filme schon in einem nicht dafür gedachten 1,66:1 ins Kino gebracht wurden (z.B. Shane).

Ich nehme an das der Wechsel von Normal auf Weit auch in Deutschland ähnlich schnell vollzogen wurde.

Es wurden übrigens Anfang der 30ger schon erste Widescreen filme gedreht ,aber damals konnte sich das Format nicht durchsetzen. Einer dieser frühen Filme wird jetzt auf DVD erscheinen: The Big Trail (Raoul Walsh, 1930), John Waynes erste Hauptrolle. Von dem Film gibt es aber auch eine parallel gedrehte !,37:1 Version die aber auch anders geschnitten ist, und die schon länger auf DVD erhältlich war.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kino Bildformate der vergangenen Jahrzehnte
BeitragVerfasst: 14.05.2013 16:54 
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Stanton hat geschrieben:
So schnell das in 53/54 auch noch für 1,37:1 gedrehte Filme schon in einem nicht dafür gedachten 1,66:1 ins Kino gebracht wurden (z.B. Shane).


Afaik war Varan z.B. der erste Film in Tohoscope. Die Produktion startete noch in 1,37:1, aber man entschloß sich dann aus kommerziellen Gründen, doch auf Widescreen zu gehen. Deshalb sind einige Szenen im fertigen Film dann cropped von 1,37:1. Wenn man dran glaubt, sieht man das auch manchmal.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kino Bildformate der vergangenen Jahrzehnte
BeitragVerfasst: 18.05.2013 16:28 
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Aus meiner Vorführer-Erfahrung mit Filmen dieser Zeit: In Deutschland (und auch Frankreich) begann man bereits in der zweiten Hälfte der 50iger, standardmäßig für 1:1,66 zu drehen, d. h. zwar in 1:1,37 zu belichten, aber für eine Projektion in 1:1,66 zu kadrieren. Später, in der zweiten Hälfte der 60iger, wurde das Format dann verstärkt (aber bei weitem nicht immer) bereits mit schwarzen Balken oben und unten kopiert. Dass auch bei einem für 1:1,66 kadrierten Film die Komposition bereits merklich leidet, wenn man nicht maskiert, lässt sich etwa sehr (un)schön an den DVDs der LASS JUCKEN, KUMPEL-Filme oder der Filmmuseum-DVD von ANDERS ALS DU UND ICH beobachten.

Um italos Frage zu beantworten: es gab kein "bevorzugtes" Bildformat in dem Sinne, da etwa die Amerikaner ab Mitte der 50iger sowohl "ihr" Breitwand (1:1,85) forcierten als auch mit Cinemascope und VistaVision auftraten, während sich Ende der 50iger in Europa 1:1,66 langsam durchsetzte und Vollbild 1:1,37 (mit Fernsehbegriffen wie "4:3" hantiere ich jetzt mal nicht, denn das wäre faktisch falsch) langsam zurückging, bis es Ende der 60iger Jahre fast nur noch in Low Budget- und Autorenfilmen zu finden war. 1962 war jedenfalls 1:1,66 längst das bevorzugte europäische Breitwandverfahren, auch in Deutschland.

Seltsamerweise haben die Italiener hingegen schon sehr früh das "amerikanische" Breitwandformat 1:1,85 favorisiert, und zwar auch vorzugsweise (sofern man nicht vor allem den internationalen Markt anvisierte - kürzlich hatte ich eine Kopie von RAUMSCHIFF TERRA ZUM PLANET DER AFFEN vor mir, die tatsächlich in 1:1,37 war, aber in 1:1,85 projiziert werden sollte und musste) "hard matted" - 1:1,66 ist im italienischen Kino der 60iger und 70iger eher eine Seltenheit. Bei Interesse kann ich eine Liste von Filmen aus dieser Zeit zusammenstellen, die ich im Lauf der Jahre vorgeführt habe und angeben, welches Format sie auf der Kopie tatsächlich hatten - und ob "hardmatted" oder "open matte".

Häufig wurden Filme, die "open matte" waren, in Europa auf 1:1,66 und in den USA und Asien auf 1:1,85 maskiert. Auch das wurde vermutlich als Vorzug einer "offenen" Kopie gewertet - sie war mit den jeweils bevorzugten Bildmaskierungen und Objektiven kompatibel und konnte ggfs. auch einfach in 1:1,37 (Vollbild) gezeigt werden. Es ist jedenfalls auffallend, dass man bei "open matte"-Kopien aus den 60iger und 70iger Jahren kaum je Mikrofonen in den oberen Bildregionen begegnet, während man sich ab den 80iger Jahren davor in Acht nehmen muss. Seltsamerweise sind mir bis zuletzt (soll heißen: bis zum Ende der 35mm-Ära, wobei sie ja noch nicht ganz vorbei ist und immer noch neue Filme auch auf 35mm gezeigt werden - das dürfte allerdings nächstes Jahr endgültig vorbei sein) auch open matte-Kopien aktueller Filme untergekommen, etwa SOMEWHERE, SEX AND THE CITY 2 und P.S. I LOVE YOU.

Zuguterletzt hat Stanton natürlich völlig recht - die Materialkosten für Scope und Normalformat (1,37, 1,66 und 1,85) dürften sich im Großen und Ganzen die Waage halten, mit der erwähnten Ausnahme von Techniscope.

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"Wir haben zulange Menschen, denen Film als Kunstform nichts bedeutet, das Geschäft bestimmen lassen, und jetzt pissen sie ihm das letzte Fleisch von den Knochen."
- Tim Lucas (im Zusammenhang mit diesem Artikel)

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 Betreff des Beitrags: Re: Kino Bildformate der vergangenen Jahrzehnte
BeitragVerfasst: 18.05.2013 17:18 
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McKenzie hat geschrieben:
Zuguterletzt hat Stanton natürlich völlig recht - die Materialkosten für Scope und Normalformat (1,37, 1,66 und 1,85) dürften sich im Großen und Ganzen die Waage halten, mit der erwähnten Ausnahme von Techniscope.


Wo du schon das Ende von 35mm ansprichst: Kinos lassen sich eine Digitalprojektion heute gern mit einem Aufschlag entlohnen, als sei das was tolleres. In meinem Umfeld zahlt man einen Euro extra - und das, wo sowieso fast alle Filme inzwischen digital gebracht werden. Ein Kinobesuch ist inzwischen fast so konfus, wie das richtige Bahnticket zu lösen. Nebst der üblichen Logenzuschläge mit und ohne Tisch gibt es dann noch eine Staffelung unterschiedlicher Überlängen. Auch der Wochentag und bei Kinderermässigungen die Tageszeit spielen eine deutliche Rolle. Feiertage kosten ebenso extra. Ganz zu schweigen von 3D mit und ohne Brille. Ich wette, die Kassierer benötigen heute Abitur, um da noch durchzusteigen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kino Bildformate der vergangenen Jahrzehnte
BeitragVerfasst: 18.05.2013 21:46 
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Ich finde daß 1,66:1 ein ziemlich seltsames Format war. Es ist mir ein Rätsel warum man in Europa nicht ebenfalls auf das besser aussehende 1,85:1 umgestiegen ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kino Bildformate der vergangenen Jahrzehnte
BeitragVerfasst: 19.05.2013 00:57 
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Intergalactic Ape-Man hat geschrieben:
[...]Kinos lassen sich eine Digitalprojektion heute gern mit einem Aufschlag entlohnen, als sei das was tolleres. In meinem Umfeld zahlt man einen Euro extra - und das, wo sowieso fast alle Filme inzwischen digital gebracht werden. Ein Kinobesuch ist inzwischen fast so konfus, wie das richtige Bahnticket zu lösen. Nebst der üblichen Logenzuschläge mit und ohne Tisch gibt es dann noch eine Staffelung unterschiedlicher Überlängen. Auch der Wochentag und bei Kinderermässigungen die Tageszeit spielen eine deutliche Rolle. Feiertage kosten ebenso extra. Ganz zu schweigen von 3D mit und ohne Brille. [...]

Dazu sag ich nur *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
(wenn ich's auf die schnelle richtig überschlagen hab, sind dort 19 (!) Preisinformationen hinterlegt) :D


Intergalactic Ape-Man hat geschrieben:
[...]Ich wette, die Kassierer benötigen heute Abitur, um da noch durchzusteigen.

Dafür hat zumindest obiges MultiplexKino auch eine Lösung parat => die ganze Lobby voller "SB-Terminals"... ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kino Bildformate der vergangenen Jahrzehnte
BeitragVerfasst: 19.05.2013 01:45 
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Stanton hat geschrieben:
Ich finde daß 1,66:1 ein ziemlich seltsames Format war. Es ist mir ein Rätsel warum man in Europa nicht ebenfalls auf das besser aussehende 1,85:1 umgestiegen ist.


Es gibt heute noch Puristen, die 1,37:1 für das perfekte Format halten. Generell hat der Unterschied zu Widescreen ja auch mit der Bildgestaltung zu tun. Man munkelte nicht ohne Grund, daß sich Scope nur für Züge und Schlangen eigne - weil man einfach nicht wußte, was man damit machen sollte. Außerdem war seit den 50ern der Fernseher auf dem Vormarsch, der ja für 1,33:1 ausgelegt war. Erinnerst du dich noch an die ganzen Pan & Scan Sünden, weil angeblich Menschen den vollen (weil bezahlten) Fernseher ausgefüllt haben wollten? Gut, am Anfang waren große Glotzen auch Mangelware, da kann Scope echt zum Peepen durch den Briefschlitz verkommen. Ich behaupte einfach mal, daß man mit dieser Zwischengröße 1,66:1 auch an die Auswertung im Fernsehen gedacht hat.

Islay hat geschrieben:
Dafür hat zumindest obiges MultiplexKino auch eine Lösung parat => die ganze Lobby voller "SB-Terminals"... ;)


Also wie bei der Bahn - sag ich ja! :lol:

Das System lohnt sich für mein derzeitiges Stammkino im Speckgürtel einer Großstadt anscheinend noch nicht. Man reserviert dort noch per Telefon. Natürlich gegen Gebühr. :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Kino Bildformate der vergangenen Jahrzehnte
BeitragVerfasst: 19.05.2013 11:20 
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Intergalactic Ape-Man hat geschrieben:
Stanton hat geschrieben:
Ich finde daß 1,66:1 ein ziemlich seltsames Format war. Es ist mir ein Rätsel warum man in Europa nicht ebenfalls auf das besser aussehende 1,85:1 umgestiegen ist.


Es gibt heute noch Puristen, die 1,37:1 für das perfekte Format halten. Generell hat der Unterschied zu Widescreen ja auch mit der Bildgestaltung zu tun. Man munkelte nicht ohne Grund, daß sich Scope nur für Züge und Schlangen eigne - weil man einfach nicht wußte, was man damit machen sollte. Außerdem war seit den 50ern der Fernseher auf dem Vormarsch, der ja für 1,33:1 ausgelegt war. Erinnerst du dich noch an die ganzen Pan & Scan Sünden, weil angeblich Menschen den vollen (weil bezahlten) Fernseher ausgefüllt haben wollten? Gut, am Anfang waren große Glotzen auch Mangelware, da kann Scope echt zum Peepen durch den Briefschlitz verkommen. Ich behaupte einfach mal, daß man mit dieser Zwischengröße 1,66:1 auch an die Auswertung im Fernsehen gedacht hat.



Nein, damals hat noch niemand über die TV Auswertung nachgedacht, die damals auch nicht viel Geld brachte, ein kleiner Extraverdienst. So richtig hat sich das erst in den 80grn verändert als der Heimkino Markt ein zunehmend wichtigere Einkunftsquelle wurde. Was damals auch dazu führte das wieder verstärkt für eine Open Matte Auswertung gedreht wurde. Das heißt das einige Filme die man vorher in 2.35:1 gedreht hätte stattdessen für 1,85:1 konzipierte mit der Möglichkeit der 4:3 Auswertung für Videotheken und TV.

Ich finde ebenfalls das 2,35:1 sehr, sehr breit ist. Auch da würde ich gefühlsmäßig sagen daß 2,00:1 breit genug gewesen wäre. Von daher ist 1,85:1 das imo irgendwie "perfekte" Format. Es hängt aber auch immer vom Film ab. Und damit meine ich nicht nur die üblichen Spektakelfilme mit denen CinemaScope üblicherweise zuerst assoziiert wird, sondern auch sogenannte "Kammerspiele" die die Breitwand brillant ausnutzen.

Andererseits füllen die Regisseure heutzutage das 2,35:1 Format sehr viel besser aus als gerade am Anfang in den 50gern.

Ob 1,37:1 das perfekt Format ist, das ist natürlich Ansichtssache. Ich persönlich finde das Breitwand dem Film mehr Möglichkeiten gibt. Optimal wäre es natürlich wie im Comic für jede Einstellung ein anderen Format wählen zu können, aber das ist problematisch, und wurde deshalb bislang nur in wenigen Ausnahmefällen gemacht. Im Gegensatz z.B. zum Wechsel von S/W und Farbe in einem Film würde der Formatwechsel glaube ich zu sehr irritieren.


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