Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 27.04.2013 00:32 
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Vielen Dank für das herzliche Willkommen im Vorstellungsthread. Bevor wir mit unserem Programm ins Haus fallen, noch einige allgemeine Informationen über uns.

Das KommKino geht schon seit den 70ern (genauer: seit 1978) in Nürnberg den Weg des alternativen Kinos jenseits des Mainstreams – nach dem Arthouse-lastigen Programm der Anfangszeit, ist das KommKino heute Verfechter schmutziger, bizarrer, trashiger oder schlicht und einfach ungewöhnlicher Filme sowie eine der selten gewordenen Plattformen für echtes Independent-Kino.

Wir fühlen uns dem Genre- und Exploitationkino der 60iger, 70iger und 80iger Jahre eng verbunden und bemühen uns mit Herzblut um seine Pflege - wir sind eines der letzten Kinos in Deutschland, in denen man diese Filme so zu sehen bekommt, wie sie gedreht und zu ihrer Entstehungszeit gezeigt wurden: in authentischer 35mm-Projektion, meist von Original-Kinokopien - Kino-Feeling garantiert. Und da viele Filme aus diesem goldenen Zeitalter, seit Ihrem Kinoeinsatz nie veröffentlicht worden sind, finde der geneigte Zuschauer bei uns regelmäßig echte Raritäten. Ähnlich den Kollegen vom "geheimnisvollen Filmclub Buio Omega" gilt daher auch bei uns mitunter: "Was Sie bei uns verpassen, ist für Sie unwiederbringlich verloren".

Zu finden ist das KommKino im KunstKulturQuartier in der Königstr. 93, 90402 Nürnberg - mitten im Herzen der Stadt – direkt gegenüber des Hauptbahnhofs (Lageplan). Der Eingang liegt allerdings ein wenig versteckt in der Königstormauer. Daher folgend ein kleines, wenn auch etwas schräges, Video, wie man uns findet.


youtu.be Video From : youtu.be



Vorstellungsbeginn ist gewöhnlich um 21:15.
Auf Werbung vor dem Film verzichten wir übrigends!

Weite Info’s unter der KommKino-Homepage oder auf Facebook

Um im zweiwöchigen Turnus unseren Programm-Newsletter zu bekommen, einfach eine kurze PM schreiben. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 27.04.2013 00:36 
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Genug der Vorrede... …folgend geht's als kleiner Einstieg, mit dem überschaubaren Rest unseres April-Programms los. Wir zeigen


Blonde Engel sind nicht billig
(Deutsche Filmrarität)

BRD 1968, 80 Min., 35mm, R.: Heinz Gerhard Schier, D.: Ah Yue Lou, Gerlind Walden, Hildegard Linden

am Montag 29.04 um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Im Januar war der Film schon einmal angekündigt, konnte wegen der nicht rechtzeitig eingetroffenen Filmkopie allerdings nicht gezeigt werden, was wir nun endlich nachholen möchten.

Nach dem Sittenkrimi TRÄNEN TROCKNET DER WIND, der im Juli 2012 im Kommkino zu bewundern war, zeigen wir nun den ebenfalls extrem seltenen, nie im Fernsehen gezeigten oder auf Video veröffentlichten dritten Film von H. G. Schier (weiterhin Schöpfer von Filmen mit klingenden Titeln wie DER PREIS EINER NACHT und DIE VERGNÜGUNGSSPALTE). Ein reifer Lebemann geht eine zwielichtige Allianz mit einer Hure und deren Zuhälter ein, um sich seine Lebensversicherung zu ergaunern: Er inszeniert seinen eigenen Tod. Neureich und offiziell von der Bildfläche verschwunden, setzt er sich mit dem illustren Trio nebst blondem Faktotum ans Mittelmeer ab, doch auch dort sind das Gesetz, schmierige Schmerbäuche und Erbschleicher nicht weit ...

Zwischen fragwürdigen humoristischen Einlagen ("Was der Film mit Situationskomik meint, sind pure Plattheiten, von denen weder Pfarrer noch trauernde Hinterbliebene ausgenommen sind. (…) Nicht einmal den Stammkunden der Porno-Welle vermag dieses stupide Machwerk einschlägige Augenblicke zu vermitteln." - Zitat aus der zeitgenössischen Kritik des "Katholischen Filmdienst"), faszinierend schäbigem 60iger-Jahre-Ambiente und einer trashigen Kriminalgeschichte, spinnt Heinz Gerhard Schier einmal mehr eine seltsame, spaßige Mär. Sie erzählt von Freudenmädchen und Luftikussen, die aus Eros-Center und Nachtclubs ans Tageslicht, vom Regen gleichsam in die Traufe geraten bei ihren komischen Versuchen, dem fernen, biederen Glanz des Spießertums nachzueifern. Dem bereits zitierten "Katholischen Filmdienst" wusste dieses Hintertreppen-Produkt freilich nicht zu munden – ungnädig urteilte er: "Kläglich zurechtgeschusterter Film, der seine primitive Geschichte mit groben Gags und Kalauern und Szenen aus dem Bordellmilieu 'aufbessert'. - Erhebliche Einwände."



Unser Mann in Rio
(Sixties-Agenten-Rarität)

(OT: Se tutte le donne del mondo) Italien 1966, 106 Min., dF, 35mm, R.: Henry Levin & Arduino Maiuiri, D.: Mike Connors, Dorothy Provine, Margaret Lee

Bild

am Sonntag 28.4. um 21:15
und Dienstag 30.4 um 21:15


Eintritt: 5,-

Inhalt:

Der brasilianische Industrielle Mr. Ardonian sehnt sich nach der Weltherrschaft. Er plant eine Rakete ins Weltall zu schießen, deren Strahlen jeden Mann unfruchtbar machen. Anschließend möchte er die Erde mit schönen Frauen, die er zuvor entführt hat, neu besiedeln. Der CIA-Agent Kelly und seine britische Kollegin Susan versuchen, den Plan zu vereiteln. Hilfe bekommen sie von Susans Chauffeur, der einen Rolly Royce voller technischer Spielereien steuert...

In den 60ern waren Agentenfilme groß in Mode. Jede größere europäische Filmnation hatte dabei ihre eigenen Recken und Serienhelden – der britische Agent James Bond war nur die Spitze des Eisbergs. Was aber weniger bekannt ist: Die Agentenfilm-Parodien erlebten in den 60ern ebenso einen wahren Boom. Wurde Anfang des Jahrzehnts international noch „ernsthaft“ kopiert und geklont, versuchte man sich in der zweiten Hälfte der 60er vermehrt an komödiantischen Varianten um das Geld in die Kassen zu spülen. Und das gar nicht mal so schlecht. Manch andere Genres durchliefen zur damaligen Zeit ähnliche Entwicklungen, am bekanntesten wohl der Italowestern, dessen Erfolgskurve nach den brutalen Dollarfilmen letztendlich in den derben Lachsalven der Spencer/Hill-Filme kulminierte. Parodien leiteten also immer auch die letzten Phasen finanziell verwertbaren Filmtrends ein, und werden in der gängigen Filmgeschichtsschreibung daher oft als Vorboten des Endes und Niedergangs verdammt. Doch ist es nicht so einfach, das „Ernsthafte“ ist nicht die Kehrseite des „Despektierlichen“, und Verweise und Vergleiche in diese Richtung sind eigentlich immer viel eher Aussagen über kulturelles Spießertum, als über Filme und Filmgeschichte als solches.
Mit Riccardo Freda drehte beispielsweise ein Großmeister des italienischen Genrekinos der Nachkriegszeit zunächst 1965 einen eher drögen und lustlosen Vertreter der klassischen Schule, bevor er 1967 auf beinahe identische Art einen seiner besten Filme schuf, indem er lediglich die Grundabsurdität der damaligen Agentenfilmkonventionen in atemberaubende Höhen schraubte.

Natürlich ist Parodie aber nie gleich Parodie, so wie die Action des einen Films nur wenig mit der Action eines andere gemeinsam haben muss. Und Humor ist ja bekanntlich eine der unkalkulierbarsten und persönlichsten Mysterien eines jeden Menschen. Über vieles kann man lachen, aber über weniges lacht man gerne. Ich will daher an dieser Stelle kein persönliches Geschmacksurteil über "Unser Mann in Rio" fällen, sondern lade jeden ein, sich einfach selbst in die erst auf den zweiten Blick etwas verrücktere Komödienwelt der Agentenfilme der 60er zu begeben. Denn für alle die bisher lediglich die "Kommissar X"-Filme ihrer Kindheit kannten, oder sich nur der berühmten James Bond-Variante "Casino Royale" (1967) bewusst waren, gibt es noch eine weite Parallelwelt zu entdecken.

Wenn das alles zu abstrakt erscheint, und man lieber einen einfacheren Grund haben möchte um "Unser Mann in Rio" zu sehen: Nicht nur outete sich Filmliebhaber Quentin Tarantino unlängst als Fan dieses Streifens, auch der spätere Bond-Film "Moonraker" (1979) basiert in vielen Aspekten bis ins Detail auf genau diesem Werk. Wer die Absonderlichkeiten in "Moonraker" also eher reizvoll verstörend als unnötig aufgepfropft empfand, ist bei "Unser Mann in Rio" genau richtig.


[EDIT: Trailer zu Gunsten der Ladezeit entfernt]


Zuletzt geändert von KommKino am 24.06.2013 21:34, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 27.04.2013 00:48 
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Oh UNSER MANN IN RIO, der hätte mal eine DVD Veröffentlichung verdient.

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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 28.04.2013 16:57 
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Zum Start in den Mai zeigen wir


Invasion
(Aktuelles deutsches Kino)

D/Ö 2012, 102 Min., HD, R.: Dito Tsintsadze, D.: Burghart Klaußner, Heike Trinker, Merab Ninidze

Bild

Donnerstag 02.05 um 21:15
Freitag 03.05 um 21:15
Sonntag 05.05 um 21:15
Montag 06.05 um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

"Vor drei Monaten verlor Josef Sohn und Frau. Seitdem steht die Zeit still, bis der über 60-jährige Witwer an ihrem Grab Nina gegenübersteht, eine ihm unbekannte Cousine der Verstorbenen. Als sie Josef bittet, ihren arbeitslosen, erwachsenen Sohn Simon in seinem riesigen Landhaus zu beherbergen, hilft der gutmütige Mann gerne aus. Doch dann tauchen dessen rumänische Frau, sein Sohn sowie Ninas Geliebter, ein dubioser osteuropäischer Geschäftsmann, auf. Sie richten es sich nicht nur bequem ein, sondern wollen Josef aus seinen vier Wänden verdrängen..." (kino.de)

Der Ruf nach einem Genrekino aus Deutschland wurde zuletzt lauter. Ermüdet von Fernseh- und Filmförderungs-Einerlei, wünschen sich viele ein wilderes Kino. Schade in diesem Zusammenhang, dass "Invasion" weitestgehend unterging und auch in Nürnberg im März nur sehr kurz zu sehen war. Deswegen möchten wir ihn noch mal auf die Leinwand bringen, diesen schwarzhumorigen Psychothriller, der zwar zunächst im (faszinierend doppelbödigen) Arthaus-Gewand daher kommt, aber zugleich wunderbar schräge Einfälle und eine gute Portion "sex & crime" mitliefert - und einen herausragenden Burghart Klaußner in einer vielschichtig angelegten Hauptrolle.


[EDIT: Trailer zu Gunsten der Ladezeit entfernt]


In der zweiten Mai-Woche heißt es dann vom 10.5.-12.5. B-Film Basterds 2013


Bild


Zuletzt geändert von KommKino am 24.06.2013 21:35, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 28.04.2013 20:14 
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KommKino hat geschrieben:
Unser Mann in Rio
(Sixties-Agenten-Rarität)

(OT: Se tutte le donne del mondo) Italien 1966, 106 Min., dF, 35mm, R.: Henry Levin & Arduino Maiuiri, D.: Mike Connors, Dorothy Provine, Margaret Lee

Bild

am Sonntag 28.4. um 21:15
und Dienstag 30.4 um 21:15


Eintritt: 5,-

Inhalt:

Der brasilianische Industrielle Mr. Ardonian sehnt sich nach der Weltherrschaft. Er plant eine Rakete ins Weltall zu schießen, deren Strahlen jeden Mann unfruchtbar machen. Anschließend möchte er die Erde mit schönen Frauen, die er zuvor entführt hat, neu besiedeln. Der CIA-Agent Kelly und seine britische Kollegin Susan versuchen, den Plan zu vereiteln. Hilfe bekommen sie von Susans Chauffeur, der einen Rolly Royce voller technischer Spielereien steuert...

In den 60ern waren Agentenfilme groß in Mode. Jede größere europäische Filmnation hatte dabei ihre eigenen Recken und Serienhelden – der britische Agent James Bond war nur die Spitze des Eisbergs. Was aber weniger bekannt ist: Die Agentenfilm-Parodien erlebten in den 60ern ebenso einen wahren Boom. Wurde Anfang des Jahrzehnts international noch „ernsthaft“ kopiert und geklont, versuchte man sich in der zweiten Hälfte der 60er vermehrt an komödiantischen Varianten um das Geld in die Kassen zu spülen. Und das gar nicht mal so schlecht. Manch andere Genres durchliefen zur damaligen Zeit ähnliche Entwicklungen, am bekanntesten wohl der Italowestern, dessen Erfolgskurve nach den brutalen Dollarfilmen letztendlich in den derben Lachsalven der Spencer/Hill-Filme kulminierte. Parodien leiteten also immer auch die letzten Phasen finanziell verwertbaren Filmtrends ein, und werden in der gängigen Filmgeschichtsschreibung daher oft als Vorboten des Endes und Niedergangs verdammt. Doch ist es nicht so einfach, das „Ernsthafte“ ist nicht die Kehrseite des „Despektierlichen“, und Verweise und Vergleiche in diese Richtung sind eigentlich immer viel eher Aussagen über kulturelles Spießertum, als über Filme und Filmgeschichte als solches.
Mit Riccardo Freda drehte beispielsweise ein Großmeister des italienischen Genrekinos der Nachkriegszeit zunächst 1965 einen eher drögen und lustlosen Vertreter der klassischen Schule, bevor er 1967 auf beinahe identische Art einen seiner besten Filme schuf, indem er lediglich die Grundabsurdität der damaligen Agentenfilmkonventionen in atemberaubende Höhen schraubte.

Natürlich ist Parodie aber nie gleich Parodie, so wie die Action des einen Films nur wenig mit der Action eines andere gemeinsam haben muss. Und Humor ist ja bekanntlich eine der unkalkulierbarsten und persönlichsten Mysterien eines jeden Menschen. Über vieles kann man lachen, aber über weniges lacht man gerne. Ich will daher an dieser Stelle kein persönliches Geschmacksurteil über "Unser Mann in Rio" fällen, sondern lade jeden ein, sich einfach selbst in die erst auf den zweiten Blick etwas verrücktere Komödienwelt der Agentenfilme der 60er zu begeben. Denn für alle die bisher lediglich die "Kommissar X"-Filme ihrer Kindheit kannten, oder sich nur der berühmten James Bond-Variante "Casino Royale" (1967) bewusst waren, gibt es noch eine weite Parallelwelt zu entdecken.

Wenn das alles zu abstrakt erscheint, und man lieber einen einfacheren Grund haben möchte um "Unser Mann in Rio" zu sehen: Nicht nur outete sich Filmliebhaber Quentin Tarantino unlängst als Fan dieses Streifens, auch der spätere Bond-Film "Moonraker" (1979) basiert in vielen Aspekten bis ins Detail auf genau diesem Werk. Wer die Absonderlichkeiten in "Moonraker" also eher reizvoll verstörend als unnötig aufgepfropft empfand, ist bei "Unser Mann in Rio" genau richtig.


Englischer Trailer:

youtu.be Video From : youtu.be



Gleich noch den Link zum Film Thread gepostet.
action-crime-eurospy-f5/unser-mann-rio-henry-levin-arduino-maiuri-t5563.html

Toller Film! Wer ihn sich im Kino ansehen kann, sollte das in jedem Falle tun!

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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 12.05.2013 19:15 
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2. Teil des Maiprogramm

Mandingo
(Sklavenfilm-Klassiker)

USA 1975, 126 Min., dF, 35mm, R.: Richard Fleischer, D.: James Mason, Susan George, Perry King

Bild

Donnerstag 16.05 um 21:15
Freitag 17.05 um 21:15
Dienstag 21.05 um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Amerika im 19. Jahrhundert. Der herrschaftliche Landsitz Falconhurst. Plantagenbesitzer Maxwell und sein Sohn haben hier einige Sklaven, die für sie arbeiten. Das Hauptgeschäft aber machen die beiden mit dem An- und Verkauf der Sklaven. Als Maxwell auf dem Markt einen gut gebauten, starken Mandingo namens Mede kauft, beschließt er, eine Art Zuchtfarm aufzumachen und starke Menschen heranzuzüchten. Als Maxwell sieht, dass Mede ein guter Kämpfer ist, verdient er sich ein bisschen Extrageld, indem er in New Orleans Kämpfe auf Leben und Tod organisiert. Unterdessen ist die Frau von Maxwells Sohn sauer, denn ihr Mann rührt sie nicht mehr an, und vergeht sich stattdessen an schwarzen Sklavinnen. Sie hingegen lässt sich auf eine Affäre mit Mede ein, und damit nimmt das Unheil seinen Lauf...

"MANDINGO ist ein Meisterwerk. Richard Fleischers 38. Spielfilm im 32. Jahr seiner Regielaufbahn ist vielleicht sein größter Triumph. Leider haben das bis heute immer noch nur wenige Menschen begriffen: Zwar war MANDINGO seinerzeit ein absoluter Kassenschlager, doch wurde dieser Erfolg von einem geradezu vernichtenden Kritikerecho flankiert, das mit Beleidigungen, Schmähungen und Verurteilungen des Films und der für ihn Verantwortlichen alles andere als sparsam umging. Fleischer war verständlicherweise massiv enttäuscht von dieser Reaktion, von der er sich nicht mehr wirklich erholen sollte. Zwar drehte er noch neun weitere Kinofilme, aber seine schöpferische Kraft schien gebrochen – vergleichbare Risiken ging er jedenfalls nicht mehr ein.

MANDINGO ist der Kulminationspunkt seines Schaffens und in seiner alles vereinnahmenden und vor nichts – auch nicht der narrativen Konvention – haltmachenden Kritik an der Sklaverei einer der radikalsten, komplexesten, herausforderndsten, aber auch gewagtesten Filme, die jemals innerhalb des Hollywood-Studiosystems entstanden sind. Fleischer hat damals Grenzen überschritten: Er hat sich geweigert, sein Thema mundgerecht zu verpacken, es in eine saubere Narration zu kleiden, die es ermöglichte, den Film zurückgelehnt als Entertainment zu rezipieren, und seinen Zuschauern Katharsis sowie das Gefühl, auf der richtigen Seite zu stehen, zu verschaffen. In MANDINGO gibt es keine abschließenden Antworten, keine glatten Schnitte, keine fein säuberlich verteilten Rollen, kein Gut und auch kein Böse. MANDINGO gestattet es noch nicht einmal, zwischen “Handlung” auf der einen und “Charakteren” auf der anderen Seite zu unterscheiden, weil beides eins ist. Es gibt keine souverän handelnden Charaktere, ebenso wenig wie es einen von außen über sie gestülpten Plot gäbe. Das inhumane System der Sklaverei unterwirft alles. Alles, was in MANDINGO passiert, ist erschütternde Konsequenz dieses Systems, das selbst den Verstoß noch vereinnahmt.

Einer der Hauptvorwürfe, die gegen MANDINGO vorgebracht wurden und werden, besagt, dass er seine Geschichte lediglich zum Anlass nehme, Sex, Gewalt und unverhohlenen Rassismus sensationalistisch abzubilden. Tatsächlich ist MANDINGO ein ungemein krasser und direkter Film. Doch es ist unmöglich, sich an ihm zu delektieren, wenn man noch bei Verstand ist. [...]

Der Film erhielt in Deutschland die „Goldene Leinwand“ für mehr als drei Millionen Zuschauer in 18 Monaten.



Wenzel-Storch-Werkschau in Anwesenheit des Regisseurs
Wenzel Storch präsentiert seine drei Kinofilme und einige seiner sehr unterhaltsamen Kurz-Dokus

Der in Hildesheim lebende Wenzel Storch, Jahrgang 1961, ist das Musterbeispiel eines Do-it-yourself-Künstlers. Was ihm an Budget fehlt, macht er durch Leidenschaft und enormen Zeit- und Arbeitsaufwand wett. Sein letzter Film Die Reise ins Glück war rund zehn Jahre in Produktion. Storch arbeitet als Produzent, Filmverleiher, Regisseur, Drehbuchautor und Kameramann zugleich. Seine Filme besitzen eine stark surreal-traumhafte Atmosphäre, viel verschrobenen Humor abseits geschmacklicher Konventionen und sparen nicht mit Kirchenkritik. Beeindruckend ist die opulente Ausstattung, die in liebevoller Sammel- und Basteltätigkeit von Storch selbst und seinem Team aus Freunden und Bekannten geschaffen wird. Die Rezeption ist gespalten, sie reicht von Verachtung und Abscheu ("Schund", "Dilettantismus") bis hin zu Begeisterung und kultischer Verehrung. Vor allem seit Die Reise ins Glück wird er von Teilen der Kritik mit Regisseuren wie Terry Gilliam, Federico Fellini oder Luis Bunuel verglichen. Wir freuen uns, dass Wenzel Storch sämtliche drei Langfilme seines Schaffens sowie einige kürzere Dokumentationen von hohem Unterhaltungswert im KommKino persönlich vorstellen wird.

Hinweis: Bitte die unterschiedlichen Startzeiten beachten!


Sommer der Liebe
(Wenzel-Storch-Werkschau in Anwesenheit des Regisseurs)

D 1992, 89 Min., digital, R.: Wenzel Storch, D.: Jürgen Höhne, Hans Paetsch, Alexandra Schwarzt

Bild

Samstag 18.05 um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Im Jahr 1971 – also zur Blütezeit der Hippie-Bewegung - stößt eine Gruppe moderner junger Menschen in neue unbekannte Dimensionen des Bewusstseins vor. Der sächselnde Hippie-Messias Oleander zieht mit überwältigender Flower-Power durch die Lande, missioniert mittels Tanz und freier Liebe, stiftet aber auch blutiges Chaos. "Sie suchten den Schlüssel zu einer besseren Welt und öffneten das Tor zum Sommer der Liebe."
Ein anarchisches Märchen, das sich um Geschmacks-Konventionen wenig schert und unbekümmert alle erdenklichen - und auch die abwegigsten - Einfälle in Bilder umsetzt. (Filmportal)


Im Anschluss an "Sommer der Liebe" folgt ein Gespräch mit Wenzel Storch und seine Making-of-Doku "Sitzfußball & Gruppensex" (45 Min.)


Der Glanz dieser Tage
(Wenzel-Storch-Werkschau in Anwesenheit des Regisseurs)

BRD 1989, 92 Min., 16mm, R.: Wenzel Storch, D.: Bernward Herkenrath, Jürgen Höhne, Sabine Meyer

Bild

Sonntag 19.05 um 19:15 (!)

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Der erste Spielfilm des ehemaligen Messdieners Wenzel Storch: Ein junger Mann von 33 Jahren entschließt sich, Priester zu werden, und verlässt deshalb seine Frau. Voller Hingabe stürzt er sich in seinen Glauben und erlebt Himmel und Hölle des Katholizismus, inklusive Popellieferungen für den Vatikan und böse Onkel-Frösche. (Filmportal)

Im Anschluss an "Der Glanz dieser Tage" folgt ein Gespräch mit Wenzel Storch und seine Making-of-Doku "Der Cumshot in den Beichtstuhl" (23 Min.)


Die Reise ins Glück
(Wenzel-Storch-Werkschau in Anwesenheit des Regisseurs)

D 2004, 73 Min., 35mm, R.: Wenzel Storch, D.: Jürgen Höhne, Jasmin Harnau, Holger Müller

Bild

Montag 20.05 um 19:15 (!)

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Ein höchst opulenter Ausstattungsfilm ohne Budget, mit Phantasie als größtem Kapital: Als Kapitän Gustav sich mit seiner illustren, aus Menschen und Tieren bestehenden Mannschaft zur Ruhe setzen will, strandet er mit seinem Schneckenschiff auf einer geheimnisvollen Insel. Zunächst ist Gustav voller Freude und will sich umgehend an Land begeben. Er ahnt nicht, dass auf der Insel ein böser König namens Knuffi regiert. (Filmportal)

Im Anschluss Gespräch mit Wenzel Storch

[EDIT: Trailer zu Gunsten der Ladezeit entfernt]


Zuletzt geändert von KommKino am 24.06.2013 21:36, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 22.05.2013 13:14 
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3. Teil des Maiprogramm

Die Sklavenhölle der Mandingos
(Sklavenfilm-Klassiker)

(Drum) USA 1976, 100 Min., dF, 35mm, R.: Steve Carver, Burt Kennedy, D.: Warren Oates, Isela Vega, Pam Grier, Yaphet Kotto

Bild

Donnerstag 30.05 um 21:15
Samstag 01.06 um 21:15
Montag 03.06 um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Zwei an einen Sklavenzüchter verkaufte Schwarze organisieren auf einer Baumwollplantage einen blutigen Aufstand gegen ihre weißen Unterdrücker und es kommt zu einem Massaker. (Quelle: ofdb)

Der Nachfolgefilm des Kassenschlagers „Mandingo“ ist thematisch ähnlich gelagert, erzählt allerdings eine eigenständige Geschichte. Auf die melodramatischen Beigaben des Vorgängers wird verzichtet. Stattdessen setzen Burt Kennedy, der den größten Teil des Materials gedreht hat, und Steve Carver ganz auf grelle Gewalt- und Sexsequenzen. Der Streifen bekam dann auch in den USA enorme Probleme mit der Zensur. Wir zeigen die ungeschnittene deutsche Kinofassung.

Obwohl „Die Sklavenhölle der Mandingos“ seinerzeit durchaus an den kommerziellen Erfolg des Vorgängers anknüpfen konnte, wird er heute als Schandfleck der US-amerikanischen Filmgeschichte gerne schamhaft verschwiegen und wurde auch international nur selten für den Heimkino-Markt ausgewertet. Eine Entgleisung aus einer Zeit, als fragwürdige Filmkost im heftigsten Grindhouse-Stil bisweilen sogar mit beachtlichem finanziellen Aufwand produziert wurde.


Auf die Knie, Django - und leck mir die Stiefel!
(Django-Kult)

(Black Jack) Italien 1968, 95 Min., dF, 35mm, R.: Gianfranco Baldanello, D.: Robert Woods, Lucienne Bridou, Rik Battaglia

Bild

Freitag 31.05 um 21:15
Sonntag 02.06 um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Django überfällt mit der Hilfe einiger Schurken die städtische Bank um seiner frisch verheirateten Schwester ein gutes Leben bieten zu können. Doch nach einem Streit um die Beute wird Django von den fünf Banditen überwältigt, grausam gefoltert und halbtot zurückgelassen, seine Schwester wird vergewaltigt und anschließend skalpiert. Mit der Hilfe seines Schwagers zieht der verkrüppelte, vor Hass wahnsinnig gewordene Revolvermann auf einen gnadenlosen Rachefeldzug ...(Quelle: ofdb)

[EDIT: Trailer zu Gunsten der Ladezeit entfernt]


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BeitragVerfasst: 24.06.2013 21:37 
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Todesgrüße aus Shanghai
(Kultfilm mit Bruce Lee)

(Jing Wu Men / Fist of Fury) Hongkong 1972, 99 Min., dF, 35mm, R.: Lo Wei, D.: Bruce Lee, Nora Miao, Tien Feng

Bild

Donnerstag 20.06 um 21:15
Freitag 21.06 um 21:15
Sontag 23.06 um 21:15
Montag 24.06 um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Shanghai, Anfang des 20. Jahrhunderts: Während Teile von China von Japan besetzt sind, kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen den beiden verschiedenen Völkern. Als dann auch noch der chinesische Volksheld Huo Yuanjia durch mysteriöse Umstände ums Leben kommt, droht die Situation zu eskalieren. Yuanjias ehemaliger Schüler Chen Zhen (Bruce Lee) kehrt zurück nach Shanghai, um den Tod seines Meisters zu untersuchen. Recht schnell stellt er fest, dass sein Meister keinesfalls auf natürliche Weise gestorben ist. Fortan gibt es für Chen Zhen nur ein Ziel: Gnadenlose Rache an den Japanern...

[EDIT: Trailer zu Gunsten der Ladezeit entfernt]


Zuletzt geändert von KommKino am 28.06.2013 01:02, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 27.06.2013 13:48 
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Splatternacht - Double Feature
(Sonderveranstaltung)

Doppelprogramm mit zwei Filmen des Splatter/Trash/Horror-Bereichs

Samstag 22.06 um 21:15

Eintritt: 7,-

Das Kult-Double-Feature ist wieder da! Die Splatternacht zeigt in unregelmäßigen Abständen zwei ausgewählte Klassiker oder Geheimtipps.

Gezeigt werden zum Auftakt zwei Überraschungsfilme, selbstverständlich in ungekürzter Form (deutsche Fassungen, digital)


Zuletzt geändert von KommKino am 28.06.2013 00:54, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 28.06.2013 00:29 
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Diese Woche sind wieder zwei Klassiker im originalen 35mm-Kinoformat bei uns zu sehen.

Slavers - Die Sklavenjäger
(Sklavenfilm-Klassiker)

BRD 1976, 98 Min., 35mm, R.: Jürgen Goslar, D.: Trevor Howard, Britt Ekland, Cameron Mitchell, Ray Milland

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Donnerstag 27.6. um 21:15
Samstag 29.6. um 21:15
Montag 1.7. um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Um 1880: nachdem er einen Nebenbuhler im Duell getötet hat, flieht der deutsche Diplomat Max van Erken (Jürgen Goslar) mit seiner jungen Frau (Britt Ekland) nach Afrika. Dort wird er von dem britischen Großgrundbesitzer Alec McKenzie (Trevor Howard) aufgenommen und gerät in dessen blutige Auseinandersetzungen mit arabischen und portugiesischen Sklavenhändlern, die sein Land unsicher machen...

Die letzte Regiearbeit des flamboyanten Schauspielers Jürgen Goslar (DER FLÜSTERNDE TOD) und sein vielleicht knochenstaubigster, finsterster Film: wie verzogene Kinder auf einem Sonntagsausflug bewegen sich die wohlhabenden Europäer fingerzeigend durch einen Kontinent, den sie in die politische Obdachlosigkeit und die kulturellen Knie gezwungen haben. Auch, wenn sie über den blutgetränkten Boden der Steppe schreiten, begreifen sie weder den Gedanken der Ausbeutung, noch das Prinzip des Humanismus, mit dem sie sich flankieren: was den amerikanischen Plantagenbesitzer schert, ist dem Briten verächtlicher Wert, und der Deutsche positioniert sich opportun dazwischen. Ein nihilistisches und aus bewundernswert stoischem Prinzip abgeschmacktes Sittengemälde des Kolonialismus zum Zeitpunkt seiner fettleibigen Altersreife, im Geiste eng verwandt mit den polemisch-provokativen Afrika-Panoramen der umstrittenen italienischen Filmemacher Gualtiero Jacopetti und Franco Prosperi (AFRICA ADDIO, ADDIO ONKEL TOM). Mit Ron „Tarzan“ Ely als rassistischem "loner", dessen Gewissenswandel – natürlich! - zu spät und auf lächerlichen Socken kommt, und Sexfilm-Komödiant Rinaldo Talamonti (LIEBESGRÜSSE AUS DER LEDERHOSE) als sadistischem Folterzwerg portugiesischer Menschenhändler. Ein schäbiger Kosmos mit gerissenem Gewissen: Goslar wusste, wie er sein Publikum im Wahnsinn in einer scheinheiligen Sicherheit mit Falltür wiegen konnte und meißelt das Trauma seiner Wahlheimat Afrika mit bloßen Fingern in Stein. Ein Film ohne Illusionen und Ethno-Kitsch, wie ihn das zahnlose deutsche Message-Kino seither nie wieder gewagt hat und sicherlich nicht noch einmal wagen wird, leider.


Der Hexentöter von Blackmoor
(Hommage an Jess Franco)

(Il trono di fuoco) Liechtenstein/I/E/BRD 1970, 82 Min., dF, 35mm, R.: Jess Franco, D.: Christopher Lee, Maria Schell, Maria Rohm

Bild

Freitag 28.6. um 21:15
Sontag 30.6. um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

1685 in England: Durch grausame Folterungen und Hexenverbrennungen will der sadistische Lordrichter Jeffreys (Christopher Lee) die Herrschaft von König James II. festigen. Auch die hübsche Mary Grey (Maria Rohm), Braut des Grafen von Wessex, soll als Hexe verbrannt werden...

Aufgrund des Todes des vom Kommkino-Team überaus geschätzten Filmvirtuosen Jess Franco Anfang April zeigte das Kommkino bereits im Rahmen des B-Film-Basterds und des BUT-Filmfestivals einige Filme des produktiven Spaniers. Doch bei Francos unüberschaubarem Œuvre fällt es uns schwer uns zu begrenzen und eine definitive Auswahl zu treffen – es gibt schließlich sehr vieles und vor allem viel unterschiedliches zu entdecken. Unsere große Franco-Hommage wird daher noch bis Jahresende fortgesetzt!

Ende der 60er begann die kurze aber überaus fruchtbare Zusammenarbeit Francos mit dem britischen Produzenten Harry Alan Towers. Allgemein lässt sich sagen, dass Franco von Towers noch ein vergleichsweise großes Budget zur Verfügung gestellt wurde, und er in dieser Phase seiner Schaffenszeit unter anderem auch mit bekannteren europäischen Filmschauspielern zusammenarbeitete. Deshalb wird diesen Filmen von eingefleischten Franco-Fans oft der Vorwurf gemacht, dass das „zu viel“ an Prestige im Vergleich zu Francos kleineren Produktionen eher eine Steifheit der Inszenierung begünstigt hätte, da die Stoffe zu sehr im Vordergrund standen, als dass sich Franco austoben konnte wie er wollte. Der berühmteste Film dieser Kollaboration ist heutzutage jedoch mit Sicherheit der 1969 entstandene PAROXISMUS (aka VENUS IN FURS), der allgemein nicht nur als einer von Francos besten Filmen gilt, sondern dieser These gänzlich widerspricht. Bei Franco ist selten etwas so simpel, wie es auf den ersten Blick vielleicht erscheinen mag. Wie auch bei der im gleichen Jahr entstanden Dracula-Verfilmung NACHTS, WENN DRACULA ERWACHT (ebenfalls mit Christopher Lee in der Hauptrolle), wurde DER HEXENTÖTER VON BLACKMOOR auch von Arturo Marcos produziert, der zu dieser Zeit ebenfalls für mehrere Filme Francos verantwortlich zeichnet. Und die deutsche Terra-Filmkunst war ebenfalls wieder mit an Bord. Ein Ofdb-Autor über den Film: „würde nicht tatsächlich der Name "Jess Franco" in den Opening Credits erwähnt werden, man würde wirklich kaum glauben, dass er diesen Film gedreht habe.“ Also alles wie gehabt?


Wir freuen uns auf Euren Besuch!


Zuletzt geändert von KommKino am 28.06.2013 00:47, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 28.06.2013 00:40 
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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 02.07.2013 14:23 
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Drei Raritäten von Seijun Suzuki
(Special ergänzend zur Suzuki-Filmhaus-Werkschau im Mai)


Special: Seijun Suzuki - Ergänzend zur Filmhaus-Werkschau im Mai präsentiert das KommKino im Juli noch drei weitere ausgewählte Werke des japanischen Regie-Exzentrikers. Wildes Kino mit knalligen Farben, brillanter Kamera, surrealen Einfällen und giftiger Gesellschaftskritik. Gezeigt werden im Filmhaussaal (auf gleicher Etage wie der Kommkinosaal, vorne im Kopfbau beim Café):




A Tale of Sorrow and Sadness
(Special ergänzend zur Suzuki-Werkschau im Mai)

(Hishû monogatari), Japan 1977, 93 Min., OmeU, 35mm, R.: Seijun Suzuki, D.: Kyôko Enami, Yoshio Harada, Masumi Okada

Freitag 12.7. um 17:00 (im Filmhaussaal)

Eintritt: 5,-

Der erste Kinofilm von Suzuki nach seinem Rausschmiss bei der Produktionsfirma Nikkatsu und einer zehnjährigen Phase, in der er hauptsächlich für das Fernsehen gedreht hat. Die junge hübsche Profigolferin Reiko absolviert ein hartes Training, bis sie zum Superstar wird. Doch als sie in einen Vorort zieht, schlägt ihr mit extremer Brutalität die Missgunst von Hausfrauen aus der Nachbarschaft entgegen, die vor Erpressung, Intrigen und sadistischen Machtspielen nicht zurückschrecken.

Virtuos wechselt Suzuki die Genres und Tonlagen, jongliert zwischen bitterböser Satire und spannendem Thriller, scheut aber auch melodramatische und erotische Einlagen nicht. Trotz des etwas irreführenden Titels sei der Film "sehr witzig und unterhaltsam, zudem bizarr, cool, überraschend und sexy", resümiert ein IMDb-User diesen sich jeder Kategorisierung entziehenden, ungemein faszinierenden Film.



Carmen from Kawachi
(Special ergänzend zur Suzuki-Werkschau im Mai)

(Kawachi Karumen) Japan 1966, 89 Min., OmeU, 35mm, R.: Seijun Suzuki, D.: Yumiko Nogawa, Ruriko Itô, Chikako Miyagi



Sontag 14.7. um 17:00 (im Filmhaussaal)

Eintritt: 5,-

"Tsuyuko wächst in einem Bergdorf auf. Eines Tages entdeckt sie, dass ihre Mutter die Familienschulden als Gespielin eines Priesters abarbeitet, unter den Augen des Vaters. Zwei Bauernjungen vergewaltigen Tsuyuko. Sie verlässt die Heimat und zieht in die Stadt, nach Ōsaka. Zuerst arbeitet sie als Sängerin in einem Nachtclub der liederlichen Art, dann als Model. Zeitweise lässt sie sich von dem reichen Perversen Chōbei aushalten, nebenbei hat sie eine sadomasochistische Beziehung mit der Modell-Agentur-Chefin Yōko. Für die gewisse emotionale Stabilität sorgt ausgerechnet ein Playboy namens Kanzō.

Ein Delirium von Melodram, das sich gut als radikale Revision von Kinoshita Keisukes beiden Carmen-Filmen der 50er Jahre verstehen lässt: Aus dem menschenfreundlichen, pointiert aufspießbaren Wirtschaftswunder-Japan war innerhalb einer Dekade ein Moloch geworden. Der Sexploitation-Krimi als Moraltraktat - so stellt man sich angewandte Subversion vor. Hier tanzt der Maulwurf der Revolution." (Österreichisches Filmmuseum)




Kaiemon - Capone Cries a Lot
(Special ergänzend zur Suzuki-Werkschau im Mai)

(Kapone ôini naku) Japan 1985, 128 Min., OmeU, 35mm, R.: Seijun Suzuki, D.: Ken'ichi Hagiwara, Yûko Tanaka, Kenji Sawada

Montag 15.7. um 17:00 (im Filmhaussaal)

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Die Geschichte um den Naniwa-bushi Kaiemon, einen Sänger volkstümlicher Balladen über Heldentaten aus früheren Zeiten. Gemeinsam mit der Geisha Kosome geht er zur Zeit der Prohibition nach San Francisco, auf der Suche nach Glück und Arbeit, von einer Karriere als berühmter Star träumend. Doch stattdessen stirbt Kosome bei einem Autounfall und Kaiemon begeht Seppuku, eine ritualisierte Art des männlichen Suizids, sekundiert von einer amerikanischen Tänzerin.

Suzukis Spätwerk ist ein Abgesang auf den amerikanischen Traum und zugleich eine eigenwillige Culture-Clash-Komödie mit knalligen Farben und verrückten inszenatorischen Einfällen. Eine absolute Rarität, die wie auch "Carmen from Kawachi" weltweit nicht untertitelt erhältlich ist. Für Fans daher eine vielleicht einmalige Gelegenheit, das gesuchte Werk zu sehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 09.07.2013 18:34 
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Ein Körper voller Lust
(Sommer-Special: Teenager auf Abwegen)

(Baby Vickie) USA 1969, 71 Min., dF, 35mm, R.: Harold Perkins, D.: Sharon Matt, Sebastian Gregory, Bonnie Clark

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Donnerstag 11.7. um 21:15
Freitag 12.7. um 21:15

Eintritt: 5,-

Eine echte Rarität, die in den Vereinigten Staaten bereits als verschollen gilt! „Ein Körper voller Lust“ erzählt die aufsehenerregende Geschichte der jungen Vickie, die nach der Vergewaltigung durch einen Matrosen unfähig ist, in ihrer Ehe Glück zu finden. Getrieben von der traumatischen Erinnerung und ihrer sexuellen Unzufriedenheit, kehrt sie zurück in jenes Hafenviertel, wo im Alter von 16 Jahren brutal ihre Jungfräulichkeit versehrt wurde. Von dort führt ihr Weg in die niedersten Niederungen der Gesellschaft und die verkommensten Spelunken – mit großen, unschuldigen Augen sucht sie im Rinnstein der Welt nach Abfällen der Liebe ...

„Ein von seiner Mutter vernachlässigtes, unaufgeklärtes Mädchen gerät nach einer Vergewaltigung auf die schiefe Bahn und sinkt zur Nackttänzerin in einer Hafenspelunke ab. Verlogener Sexfilm.“ (Katholischer Filmdienst)

Achtung: Als Vorfilm zeigen wir vorab MANNEQUIN, EIN TRAUMBERUF?, einen jener sogenannten „Kulturfilme“, die in den 60iger Jahren mit schlüpfrigen Reportagen in scheinheilig seriöser Diktion so manchen Kinobesucher zu einem ungläubig kopfschüttelnden „Sachen gibt’s!“ hingerissen haben dürften.



Das Geständnis eines Mädchens
(Sommer-Special: Teenager auf Abwegen & Hommage an Günter Schlesinger)

BRD 1967, 84 Min., 35mm, R.: Jürgen Büchmann, Buch und Produktion: Günter Schlesinger, D.: Margitta Sonke, Ulli Kinalzik, Günter Pfitzmann

Bild

Samstag 13.7. um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Die 18-jährige Angela arbeitet als Näherin und Mannequin für ihren Chef. Ihr anständiges Leben lässt sie hinter sich, als sie den draufgängerischen Cesar kennenlernt und sich dessen Bande anschließt, die ungezwungen in den Tag hinein lebt und sich durch die Straßen, Läden und Hinterhöfe treiben lässt. Nach einem Juwelen-Raub wird sie verhaftet und leidet im Erziehungsheim unter verklemmten, lesbischen Mädchen. Als ihr Chef sie rausholt, freuen sich bereits einige Geschäftskunden auf ihre nähere Bekanntschaft ...


Ich spüre deine Haut
(Sommer-Special: Teenager auf Abwegen & Hommage an Günter Schlesinger)

BRD 1969, 78 Min., 35mm, R.: Günter Schlesinger, D.: Frank Rheinboldt, Solvi Stübing, Anja Forster

Bild

Samstag 13.7. um 23:30

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Eine Jugend, die sich nicht ins gemachte Bett legt“ bezeugt Günter Schlesingers erster Farbfilm, laut der zeitgenössischen Werbung „vom ersten bis zum letzten Meter sexplosiv“. Der 23jährige Eddie zeltet am Nordseestrand, wo ihm eines Tages in einem Unwetter die gleichaltrige Marion und die 18jährige Monika über den Weg laufen, die aus der Jugendstrafanstalt entflohen sind. Sie vereinigen sich zum kriminellen Trio – Prostitution, Raub und Mord liegen auf ihrem Weg.

Der katholische Filmdienst zeigte sich über diese flirrend sommerlichen, fetzigen „Juvenile delinquency“-Streifen seinerzeit wenig amüsiert: „Eine in der Inszenierung, Begründung und Darstellung gleich dürftige Sex- and Crime-Geschichte.“

Heute verzaubert Schlesingers unbehauenes, raues B-Movie als sexy Rock'n'Roll-Zeitkapsel, deren erotisch aufgeladene Kolportage im Deckmantel zeitgeistiger Aktualitätenschau tief ins Seelenleben des deutschen Kinos seiner Zeit blicken lässt. Ein unverzichtbares Artefakt der swinging 60ies. „Am ehesten das, was man einen deutschen 'Roughie' nennen könnte.
(Something Weird Cinema)

Die weiteren Wege der Hauptdarsteller konnte übrigens nur das Kino schreiben: Frank Rheinboldt betätigte sich später erfolgreich als Trapez-Artist und Maler, Solvi Stübing setzte ihre Karriere in Italien – wo sie bereits Mitte der 60iger Jahre als blondes Werbe-Konterfei für Perroni-Bier landesweite Bekanntheit erlangt hatte! - als Darstellerin in Western und Erotikfilmen fort, bevor sie in den 90iger Jahren in die Politik ging und sich 2004 als EP-Kandidatin ausgerechnet für die konservative Partei „Alleanza Nazionale“ aufstellen ließ.

Achtung: Vor dem Film zeigen wir eine ca. 30-minütige Zusammenstellung vergnüglicher zeitgenössischer und sehr seltener Original-35mm-Kinotrailer der späten 60iger und frühen 70iger Jahre, streng unter dem Motto „Sex & Crime“ - passend zum Hauptfilm.


Schrei nach Lust - Liebe als Köder
(Sommer-Special: Hommage an Günter Schlesinger)

BRD 1968, 88 Min., 35mm, R.: Günter Schlesinger, D.: Monica Teuber, Alexander Allerson, Karin Heske

Bild

Sontag 14.7. um 21:15
Montag 15.7. um 21:15

Eintritt: 5,-

Sind Sie neugierig?
Wollen Sie was erleben?
Sehen, hören, fühlen?
Dann sehen Sie sich diesen Film an! Erleben Sie ...
Erotik – Ekstase – Abenteuer – Partygirls – Prostitution – Mord - Spionage!
Und erleben sie die Liebe - in dem Film LIEBE ALS KÖDER – SCHREI NACH LUST!
Ein Film, der unter die Haut geht.
Ein Film, der neugierig macht.
Ein Film, hautnah für Sie.
Ein Film, speziell für Sie.
Ein Film, den Sie nicht versäumen sollten.

(Aus der Original-Kinovorschau)

Der „Katholische Filmdienst“ hingegen schrieb:

Das blonde, dümmliche Partygirl, das freigiebig seine Reize zeigt, hat eine Schwäche für das "ältere Semester". Eine Bande von Spionen nutzt diesen Hang für ihre Zwecke aus und bringt Charlotta mit einem Herrn aus dem Verteidigungsministerium zusammen. Sie fotografiert seine Geheimdokumente und liefert die Filme ihren Auftraggebern. Folge: Selbstmord des flotten Lebemanns. Ihr Liebhaber, Zuhälter und Oberganove bringt sie um, nachdem sie sich seinen Diensten entziehen will. Doch auch ihm winkt ein erschröckliches Ende - er stirbt durch den Revolverschuss einer Dirne. - Das alles erzählt das unerquickliche Filmchen per Rückblende, denn der Kommissar, der sich des Falles annimmt, läßt einen Fotografen die Geschichte des Mädchens nachzeichnen. (…) Der Ehrgeiz der Filmemacher ist es, vordergründigen Sex weitgehend unappetitlich unters Volk zu bringen. Davon zeugen Striptease- und Bordellszenen und immer wieder eingeblendete genüßlich abgefilmte Orgien. Der dilettantische Gesamtzuschnitt zeigt sich auch ungeschulten Augen nicht nur in der Art der Darstellung - selten sah man einfältigere Huren und eine so lächerliche Polizeijagd nach einem Mörder.

Vorfilm: „Odd reel“-Fragment eines Kulturfilms über Kunst und Sex mit schön ausgeleuchteten Aktmodellen.


[EDIT: Trailer zu Gunsten der Ladezeit entfernt]


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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 02.08.2013 11:18 
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Open Air: SommerNachtFilmFestival in der Katharinenruine


Von Mitte Juli bis Anfang September machen wir Sommerpause!

Unterbrochen wird diese allerdings vom SommerNachtFilmFestival in der Katharinenruine. Von Do. 8.8. bis Mi. 14.8. zeigen wir dort unter freiem Himmel ein abwechslungsreiches Programm: Unsere alljährlichen Kultfilme "Macho Man" und "The Rocky Horror Picture Show" treffen auf aktuelle Filme wie "Sightseers" und "Oh Boy", zugleich gibt es neben dem herrlichen Klassiker "Mein Name ist Nobody" mit "Die Schulmädchen vom Treffpunkt Zoo" und "Tanz der Teufel" auch echte KommKino-Filme im Open-Air-Programm! Weitere Infos und genaue Termine gibt es direkt hier oder auf der SommerNachtFilmFestival-Homepage, wo auch direkt Tickets gekauft werden können.



Sightseers

Großbritannien 2012, 92 Min., dF, DCP, Regie: Ben Wheatley, Darsteller: Alice Lowe, Steve Oram, Eileen Davies

Bild

Donnerstag 8.8. um 21:15

Eintritt: 8,-

Inhalt:

Die 34-jährige Tina, die immer noch bei ihrer Mutter lebt, kann ihr Glück kaum fassen, als sich Chris für sie interessiert. So stimmt sie auch frisch verliebt zu, als er mit ihr im Wohnmobil durchs Land reisen will. Doch auf ihrer Tour merkt Tina bald, dass mit Chris etwas nicht stimmt. Denn er reagiert sehr ungehalten auf respektlose und störende Mitmenschen, die er der Einfachheit halber kurzerhand tötet...

Eine makabre britische Komödie, die sich mit gut aufgelegten Darstellern über verbohrte Touristen, Strickpulli-Kleingeistigkeit und die Eskalation harmloser Konflikte lustig macht. Schwarzer Humor vom Feinsten.


Hinweis: Link zum Online-Kartenvorverkauf!



Mein Name ist Nobody

(Il mio nome è Nessuno) I/F/BRD 1973, 116 Min, dF, 35mm, Regie: Tonino Valerii & Sergio Leone, Darsteller: Terence Hill, Henry Fonda, Jean Martin

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Freitag 9.8. um 21:15

Eintritt: 8,-

Inhalt:

In New Mexico treffen zwei Männer aufeinander: Jack Beauregard, ein alternder Revolverheld, der seinen Lebensabend gerne in Europa verbringen möchte und Nobody, ein eifriger Bewunderer Beauregards. Nobody will ihn überzeugen, sich allein der gefürchteten „wilden Horde“ von 150 Gesetzlosen zu stellen – um endgültig zur Legende zu werden...

Abgesang und Parodie in perfekter Mischung: Der klassische Henry-Fonda-US-Westernheld, der Sergio-Leone-Italowestern-Stil und die schlagkräftige, einfallsreiche und vor Dialogwitz sprühende Terence-Hill-Komödie werden von fröhlich verspielter Ennio-Morricone-Ohrwurm-Musik zu bester Unterhaltung vereint.


Hinweis: Link zum Online-Kartenvorverkauf!



Macho Man

Nürnberg 1984, 85 min, 35mm, Regie: Alexander Titus Benda, Darsteller: René Weller, Bea Fiedler, Peter Althof

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Samstag 10.8. um 21:15

Eintritt: 8,-

Regelmäßig ausverkauft: DER in Nürnberg produzierte Action-Kultfilm mit Boxer Rene Weller, Bodyguard Peter Althof und Playboy-Playmate Bea Fiedler. Böse Drogenhändler, fetzige Schlägereien, Nackedei-Szenen, unfassbare Dialoge, Schnauzbärte, Vokuhila-Frisuren, pittoreske Ansichten der Nürnberger Altstadt und das Nightlife der Achtziger werden wieder für beste Laune sorgen. Viele Zuschauer sind so begeistert, dass sie seit etlichen Jahren immer wieder kommen.

Hinweis: Link zum Online-Kartenvorverkauf!



The Rocky Horror Picture Show

USA 1975, 96 min, OF, 35mm, Regie: Jim Sharman, Darsteller: Tim Curry, Susan Sarandon, Barry Bostwick

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Sonntag 11.8. um 21:15

Eintritt: 8,-

Inhalt:

Einer der größten Kultfilme aller Zeiten: Ein Liebespaar gerät in ein Schloss, das von monströsen Wesen unter der Herrschaft eines Transvestiten bevölkert ist. Das legendäre Musical ist eine bizarr-groteske Parodie auf Horror-, Monster-, Science-Fiction- und Musikfilme, und voller bewusster Angriffe auf moralische und geschmackliche Konventionen. Ein Klassiker des 70er-Jahre-Pop, der nicht nur die Grenzen zwischen Kunst und Kitsch, sondern auch die zwischen Leinwand und Publikum spielerisch aufhebt und von einer treuen Fangemeinde bei jeder Vorführung als multimediales Happening gefeiert wird.

Hinweis: Link zum Online-Kartenvorverkauf!



Die Schulmädchen vom Treffpunkt Zoo

BRD 1979, 87 Min., 35mm, Regie: Walter Boos, Darsteller: Katja Bienert, Benjamin Carwath, Tobias Meister

Bild

Montag 12.8. um 21:15

Eintritt: 8,-

"Großstadtbahnhof – Umschlagplatz für Jungen und Mädchen, die ihr Leben zwischen Schulbank, Flippersaloon, McDonald's und Bitter Lemon verbringen. Junge Leute von heute, äußerlich cool, aber voll scheuer Sehnsucht und heißen Träumen – dieser Film zeigt authentisch und mit viel Humor, wie sie leben und lieben. Wie sie trotz Schulstreß und Leistungszwang mit ihren familiären und menschlichen Problemen fertig werden. Am Beispiel einer gemischten Schulklasse wird dieser Reifungsprozeß offenbar, der manchmal in dramatischen Kurven verläuft, doch sehr oft auch von lustigen Abenteuern und fröhlicher Keßheit bestimmt wird..."

So warb man früher für diese grandios unkorrekte "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"-Ausschlachtung. Ein herrlich abgedrehter Sex-Trashfilm, der mit schrägen Modesünden und Frisuren, zweideutigen Anmachsprüchen und skurrilen Nebenfiguren für Lachtränen sorgt.

Hinweis: Link zum Online-Kartenvorverkauf!



Oh Boy

Deutschland 2012, 83 Min., 35mm, Regie: Jan Ole Gerster, Darsteller: Tom Schilling, Alexander Altomirianos, Inga Birkenfeld

Bild

Dienstag 13.8. um 21:15

Eintritt: 8,-

Inhalt:

Niko ist Ende 20 und hat bisher in seinem Leben nicht besonders viel auf die Reihe bekommen. Seinem Studium hat er schon vor zwei Jahren "Ade" gesagt, seine Freundin zieht einen Schlussstrich, sein Psychologe attestiert ihm "emotionale Unausgeglichenheit" und sein Vater dreht ihm den Geldhahn zu. Rastlos driftet er durch die Straßen Berlins... Eine leichtfüßige Komödie in schwarz-weiß, die mit zahlreichen Preisen wie dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde.

Hinweis: Link zum Online-Kartenvorverkauf!



Tanz der Teufel

(The Evil Dead) USA 1981, 84 Min., dF, 35mm, Regie: Sam Raimi, Darsteller: Bruce Campbell, Ellen Sandweiss, Betsy Baker

Bild

Mittwoch 14.8. um 21:15

Eintritt: 8,-

"The Evil Dead" – das Original zum aktuellen Remake! Bruce Campbell als Kettensägen-Held Ash, der zusammen mit Freunden Urlaub in einer maroden Hütte macht. Als sie ein im Keller gefundenes Tonbandgerät abspielen, werden im Wald übernatürliche Gewalten freigesetzt: Dämonen, die sich mit schauerlichen Teufelsfratzen über die Freunde hermachen...

Der berühmte Splatter-Klassiker, berüchtigt und jahrelang komplett verboten, in der längsten legalen Kinofassung. Ein atmosphärischer und blutiger Film, zugleich eine mit brillanten Einfällen gespickte Horror-Komödie, die unheimliches Grauen und grandiosen Slapstick gekonnt verknüpft.

Hinweis: Link zum Online-Kartenvorverkauf!

[EDIT: Trailer zu Gunsten der Ladezeit entfernt]


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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 01.09.2013 20:07 
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Wir melden uns zurück aus der Sommerpause und wünschen viel Spaß mit dem Folgenden Einstiegsprogramm in den September!


Matzeder
(Geschwister-Brandl-Filmtage)

D 2012, 129 Min., HD, R.: Günther, Helmut & Monika Brandl, D.: Günther Brandl, Ulrich Baumgartner, Edeltraud Valtl

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Donnerstag 5.9. um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Franz Matzeder, Niederbayerns berüchtigtster Verbrecher des 19. Jahrhunderts, wird lebendig! Nach dem großen Erfolg des gleichnamigen Romans wurde das Leben und Sterben des Räubers in diesem aufwendigen Independentfilm-Projekt verfilmt. Gedreht an Originalschauplätzen im Rottal und Umgebung, besetzt mit Menschen aus der Region. Sehen Sie ein Stück bayerische Geschichte!



Straße nach Nirgendwo
(Geschwister-Brandl-Filmtage)

D 2009, 81 Min., HD, R.: Günther, Helmut & Monika Brandl, D.: Monika Brandl, Helmut Brandl, Romy Glasel

Bild

Freitag 6.9. um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Eine Straße... Ein Auto... Dunkelheit...
Andre (Günther Brandl) ist unterwegs auf einer Straße, die nirgendwo hinzuführen scheint. Sie ist leer, und dennoch ist da irgendwas. Unheimliche Phänomene begegnen ihm. Ein Alptraum beginnt. Und die Straße scheint nicht zu enden...





Hot Dreams
(Geschwister-Brandl-Filmtage)

D 2012, 127 Min., HD, R.: Günther & Helmut Brandl, D.: Taja, Estefania Straff, Katey Nice

Bild

Samstag 7.9. um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

„Hot Dreams“ ist die Parodie auf den erotischen Film schlechthin. Die Handlung? Ein illustres Damen-Quartett erzählt sich hier seine besten erotischen Abenteuer - sei es mit dem Klempner, dem Chef, bayerischen Lederhosen-Seppeln, König Artus, Aliens oder den sieben Zwergen...



Und sie kehrten niemals wieder
(Geschwister-Brandl-Filmtage)

D 2013, 150 Min., HD, R.: Günther, Helmut & Monika Brandl, D.: Günther Brandl, Carolina Rath, Timo Tirado



Sonntag 8.9. um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Das Team von Brandl Pictures zeigt in Zusammenarbeit mit UMOS Productions den wohl ersten Western „made in Niederbayern“! Gedreht in der Region, u.a. in der Westernstadt Schloss Thurn bei Nürnberg, genauso wie an atemberaubenden Auslandskulissen in Andalusien, den Originalschauplätzen der weltbekannten Italo-Western wie „Spiel mir das Lied vom Tod“.



Castle of Horror
(Geschwister-Brandl-Filmtage)

D 2010, 121 Min., HD, R.: Günther, Helmut & Monika Brandl, D.: Günther Brandl, Helmut Brandl, Timo Tirado

Bild

Montag 10.9. um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Eine Gruppe ahnungsloser Menschen landet in einem abgelegenen Schloss. Sie denken, sie sind allein. Doch in diesen Gemäuern ist niemand allein! Das „Castle of Horror“ hat ein schreckliches Eigenleben. Und eine Vergangenheit, die besser geruht hätte, denn im 17. Jahrhundert wurden dort unschuldige Frauen als Hexen gefoltert und hingerichtet...

[EDIT: Trailer zu Gunsten der Ladezeit entfernt]


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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 11.09.2013 19:01 
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Dieses Wochenende geht‘s mit unserer großangelegten Hommage an Jess Franco weiter! Wir freuen uns besonders, dass Katja Bienert unserer Einladung gefolgt ist und am Freitag zu „Lolita am Scheideweg„ persönlich anwesend sein wird!


Eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte!



Vulkan der höllischen Triebe
(Deutsche Filmrarität)

BRD 1967, 89 Min., dF, 35mm, R.: Peter Hauser, D.: Nora Richardson, Matthias Pernes, Georg Böjer

Bild

Donnerstag 12.9. um 21:15
Montag 16.9. um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Teutonische Sex-&-Crime-Auswüchse der späten 60iger Jahre gehören zu unseren besonderen Steckenpferden. Von Kinematheken und offizieller Filmgeschichtsschreibung vernachlässigt und weder im VHS- noch im DVD-/BD-Zeitalter bislang auch nur ansatzweise erschlossen, lassen sich unter den unabhängig produzierten Genrefilmen dieser Zeit ungeahnte Schätze heben.

Wie es so oft der Fall ist bei Filmen wie diesen, lässt sich nicht viel in Erfahrung bringen über die einzige Regiearbeit eines Entrepreneurs namens Peter Hauser, doch glücklicherweise lässt uns unser geschätzter katholischer Filmdienst nicht im Stich: "Primitiver geht's kaum", schimpfte er ikonisch. "Zwar filmte man in Scope und Farbe, aber was da vor der Kamera geschah, ist unglaublich dumm. Die Produzenten, die im oberbayerischen Niederaudorf sitzen, arrangierten in ihrer näheren Umgebung eine "Sex-Party", bei der mehr getanzt wird, als daß die Besucher der einschlägigen Filme auf ihre Kosten kommen. Aus dieser Party heraus entwickeln sie Erpressung, Betrug und einen Überfall auf einen Lohngeld-Boten."

An dieser Stelle offenbart sich nun eine spektakuläre Formulierung: "Drei äußerlich smarte und innerlich schmierige Knaben führen ihn aus und gewinnen dabei 150 000 Mark." Wie der spürbar verärgerte Filmdienst-Kritiker den übrigen Verlauf des Films ratlos zusammenzufassen versuchte, sei hier um der lieben Überraschung willen unterschlagen. In jedem Fall ist es unmöglich, sich anhand des ungeduldig dahingeschriebenen Textes etwas Konkretes unter dem Film vorzustellen - ein reizvolles Dilemma, das die Vorfreude nur noch mehr steigert, denn nicht selten führte solche Ungewissheit in der Vergangenheit zu der einen oder anderen ganz unerwarteten Entdeckung. Wir bitten Euch also - äußerlich smart und innerlich schmierig - zum Tanz auf dem Vulkan!




Lolita am Scheideweg
(Hommage an Jess Franco)

(Eugenie (Historia de una perversión)) Spanien 1980, 77 Min., dF, 35mm, R.: Jess Franco, D.: Katja Bienert, Antonio Mayans, Lina Romay

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Freitag 13.9. um 20:00

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Unter den vielen Adaptionen von De Sades "Die Philosophie im Boudoir", die der im April 2013 verstorbene spanische Regie-Erotomane Jess Franco im Laufe seiner über 50 Jahre und 200 Filme umfassenden Karriere anfertigte, gehört dieser Film sicherlich zu den schönsten. Die blutjunge Katja Bienert als ephemeres Geschöpf, das es zu verderben gilt, findet sich gefangen in einem Lustschloss an der spanischen Küste wieder, jener abstrakten Villa, die Franco zehn Jahre zuvor durch SIE TÖTETE IN EKSTASE zum Kultobjekt gemacht hatte. Der bislang weltweit nicht offiziell auf DVD erschiene LOLITA AM SCHEIDEWEG ist ein somnambuler, flirrender Film, der eine fiebrig-düstere Sogwirkung entwickelt - reichhaltig inspiriert von den Obsessionen seines Schöpfers für Architektur, Musik, Erotik, Macht und Abhängigkeiten.



Entfesselte Begierde
(Hommage an Jess Franco)

(Les avaleuses / Female Vampire) Belgien/Frankreich/Spanien 1973, 95 Min., dF, 35mm, R.: Jess Franco, D.: Lina Romay, Jack Taylor, Alice Arno

Bild

Freitag 13.9. um 23:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Irina Karlstein, letzte Nachkommin eines Vampirclans, verschlägt es auf die Insel Madeira. Sogleich beginnt eine Serie schrecklicher Morde, bei der den Opfern der Lebenssaft beim Erreichen des sexuellen Höhepunkts entzogen wird (kurzum: Oralorgie). Die Polizei kann sich nur schwerlich einen Reim auf die Vorkommnisse machen, einzig der Pathologe Dr. Roberts, gespielt von Franco selbst, hat den richtigen Riecher: hier ist ein Vampir am Werk, wie er in uralten Schriften beschrieben wird. Schnell holt er sich noch vom ebenfalls auf Madeira weilenden Dr. Orloff, der sich auf die Insel zurückgezogen hat, um dort nach dem Ursprung von Gut und Böse zu fahnden, Bestätigung und macht sich dann selbst auf die Suche. Unterdessen geht Irina Karlstein ihrer Lieblingsbeschäftigung nach, die in erster Linie aus Betträkeleien im Evakostüm besteht (zuweilen aber auch „bekleidet“ mit einem extrem breiten Ledergürtel mit fetter Schnalle). Zwischendurch übt sie sich in weiteren Verführungen männlicher und vor allem auch weiblicher Opfer, die ihrem dämonischen Charme nicht widerstehen können. Einzig zu Jack Taylor, der einen zurückgezogenen, philosophierenden Taschenbuchlesewüterich verkörpert, kann sie wirkliche Gefühle aufbauen.


Dazu gehören zwei - Where the Boys Are
(Spring-Breakers-Special)

(Where the Boys Are) USA 1960, 99 Min., dF, 35mm, R.: Henry Levin, D.: Dolores Hart, George Hamilton, Yvette Mimieux

Bild

Sonntag 15.9. um 17:30

Eintritt: 5,-

Inhalt:

SPRING BREAKERS wurde dieses Frühjahr von vielen Cineasten als große Entdeckung gefeiert. Ein Film, der scheinbar Mitten im Mainstream das radikale und subversive Portrait der Spring-Break-Exzesskultur als Zeitgeistphänomen lieferte. Ein guter Anlass, jetzt im Spätsommer noch einmal über 50 Jahre zurück zu den Wurzeln zu gehen: Zum ersten Spring-Break-Abenteuer der Filmgeschichte, in den USA längst ein Kultfilm, inszeniert von "Unser Mann in Rio"-Regisseur Henry Levin. So exzessiv wie heute ging es seinerzeit natürlich nicht zu, aber zum Spring Break gehörten von Anfang an übermütige Streiche, Sonne, Strand und Surfing sowie die ersten Erfahrungen mit Alkohol und Sex. So wird dieser Reigen jugendlicher Strand-Liebschaften zu einem hinreißenden Zeitdokument der frühen 60er Jahren, bei dem wir uns sehr freuen, eine gut erhaltene und in schönen Farben erstrahlende Agfacolor-Kopie zeigen zu dürfen.


Nudie Cutie Double Feature
(2-für-1-Raritäten-Special)

"Ich lebte wie Eva" & "Töchter der Sonne"

Ein Double Feature aus einer Zeit, als man sich wegen strenger Zensur noch aufwendige und mitunter zauberhaft skurrile Vorwände ausdenken musste, um dem neugierigen Betrachter vorsichtig ein wenig nackte Haut präsentieren zu können. Nudistenfilme erfreuten sich daher in den frühen 60er Jahren hoher Beliebtheit. Oft kamen wunderbare Seltsamkeiten heraus bei diesen reiselustigen FFK-Abenteuern, von denen wir zwei rare Exemplare in einem Double Feature präsentieren:

Sonntag 15.9. um 21:15

Eintritt: 5,-

Ich lebte wie Eva

(How I Lived As Eve) USA 1963, 68 Min., dF, 35mm, R.: Zygmunt Sulistrowski, D.: Kitty Wolf, June Abel, Robert Bird.

Bild

"Noch nie zuvor haben Sie Frauen solche Dinge tun sehen..." raunte die zeitgenössische amerikanische Werbung: "Wir müssen diejenigen unter Ihnen, die schüchtern oder prüde sind, warnen: seien Sie auf Szenen gefasst, die Sie erschrecken, schockieren und verstören werden!"

Und das, wo der beworbene Film doch einen grenzpoetischen Titel von aufreizender Unschuld trug, der friedliche Harmonie von Welt und Körper versprach, die Rückkehr zum Ursprünglichen, zum Selbstverständlichen der Nacktheit: ICH LEBTE WIE EVA.

Das "gewagte" US-amerikanische Filmerzeugnis des polnischen "total filmmakers" Zygmunt Sulistrowski (Produktion, Regie, Drehbuch und Kamera!) erzählt die gewiss kess-fröhlich-sommerlich-prickelnden-nachdenklich stimmenden Begebenheiten, die sich auf einer Insel zutragen, die für einen Sommer von zwölf Studenten und Studentinnen bewohnt wird. Ferien macht man dort allerdings nicht, oh nein! Studiert wird, und zwar, wie sich denn der moderne Mensch verhält, wenn er alle Annehmlichkeiten und Alltagsgesetze der Zivilisation hinter sich lässt. Wir erahnen bereits frohlockend die brisanten Antworten des Films!


Töchter der Sonne

(Les filles du dieu soleil) Schweiz 1963, 65 Min., dF, 35mm, R.: Alexander Swiagenin

Bild

Ein völlig obskures Werk mit vielen Titeln. Als Originaltitel der Schweizer Produktion werden wechselweise SONNE, MEER UND NACKTE MENSCHEN oder LES FILLES DU DIEU SOLEIL genannt. Im englischsprachigen Raum erschien er als LET'S GO NATIVE oder unter dem wunderbaren Titel HAVE BIKINI WILL TRAVEL. In Deutschland, wo sich die weltweit womöglich einzige überlebende Kopie befindet, hieß er TÖCHTER DER SONNE und der Verleih kündigte stolz an: "Im Film haben junge Naturisten aus fünf Ländern mitgewirkt (Deutschland, Frankreich, Spanien, Schweden und Schweiz)."

Auch sonst wollte das Verleihprogramm Reise-Sehnsucht und damit Kinolust wecken und fabulierte fröhlich: "Anita, Rosemarie und José landen mit dem Dampfer in Ajaccio, der Hauptstadt Korsikas. [...] Es folgen typische Landschaftsbilder: Schafherden. Autopanne auf einer der vielen Paßstraßen, Begegnung mit einer Jagdgesellschaft, Szenen aus dem Leben in einem einfachen, korsischen Bergdorf samt illegaler Schnapsbrennerei und Volkstänzen, Baden von Pferden auf einer riesigen Landzunge, Waldbrände und endlich der Besuch von Bonifacio an der Südspitze. Hier verlassen die drei jungen Menschen die Insel, um dem kleinen Eiland Cavallo, zwischen Korsika und Sardinien, einen Besuch abzustatten.

Im zweiten Filmteil erleben wir nun einen Tag auf dieser Naturisteninsel, die der Verwaltung eines französischen Grafen untersteht. [Es folgen] Wanderungen und Entdeckungen auf dieser ehemaligen Sträflingsinsel der alten Römer, Tanz einer Ballerina in einsamer, zauberhaft schöner Bucht, Tauchschule von Anfängern und Fortgeschrittenen bis zur Dämmerung mit ihren Spielen und Tänzen."


[EDIT: Trailer zu Gunsten der Ladezeit entfernt]


Zuletzt geändert von KommKino am 20.09.2013 22:51, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 13.09.2013 04:53 
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- Tim Lucas (im Zusammenhang mit diesem Artikel)

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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 20.09.2013 22:52 
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Mutant - Das Grauen im All
(Roger-Corman-SciFi-Horror-Klassiker)

(Forbidden World) USA 1982, 82 Min., dF, 35mm, R.: Allan Holzman, D.: Jesse Vint, Dawn Dunlap, June Chadwick

Bild

Sonntag 22.9. um 21:15
Montag 23.9. um 21:15
Dienstag 24.9. um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Der Weltraum-Haudegen Mike Colby (Jesse Vint) wird in eine Forschungsstation auf dem entlegenen Planeten Xarbia abkommandiert, wo Wissenschaftler nach einer Lösung für die intergalaktische Ernährungskrise suchen. Das Ergebnis dieser Suche ist Subject 20: ein durch Genexperimente mit einem außerirdischen Mikroorganismus entstandener Mutant, der jedoch außer Kontrolle geraten ist …

Nach dem italienischen ALIEN-Klon ASTARON - BRUT DES SCHRECKENS folgt nun Holzmans Film aus der Corman-Schmiede New World Pictures: Im Eiltempo von 20 Tagen mit einem Minibudget realisiert, ist FORBIDDEN WORLD (auch bekannt als MUTANT) ein ziemlich bizarrer kleiner Film, der die unterschwellige Sexualität von Scotts Film auf den Siedepunkt erhitzt und so in einen dampfenden Eintopf aus schwülem Sleaze verwandelt. Die weibliche Besatzung der Forschungsstation trippelt auf transparenten Fetisch-Pantoletten und in körperbetonenden Stretchhosen rum, die einen jeden Wunsch von den Lippen ablesen ließen, würde es einem gelingen, den Blick von den sekundären Geschlechtsorganen abzuwenden, die stets schweißbeperlt aus halb geöffneten Blousons lugen. [...]

Wenn sich das jetzt so anhört, als sei FORBIDDEN WORLD ein vor allem auf den Unterleib abzielendes Männervergnügen, so sei hinzugefügt, dass Holzman sich durchaus in der Erzeugung einer außerweltlichen und geradezu halluzinatorischen Stimmung versteht, die nur wenig mit der sachlichen Unterkühlung von Scotts ALIEN-Film zu tun hat. Der Score pendelt zwischen an 2001: A SPACE ODYSSEY gemahnende Klassikkompositionen und elektronischem Wabern und Stampfen, der Cutter wird zu strategisch günstigen Zeitpunkten von der Leine gelassen, um sich in hochfrequentigen dissoziativen Schnittfolgen zu ergehen, und das Drehbuch liefert mit seinen abseitigen Einfällen den passenden Stoff für diese wildgewordene Form. Dass bei den Effekten und Bauten Meister Schmalhans Küchenmeister war, tut dem Gelingen keinen Abbruch, im Gegenteil. Die aus der Not geborenen Designs würde man heute vielleicht als Steampunk-meets-Camp bezeichnen, das wahrscheinlich aus mehreren schwarzen Müllsäcken zusammengeklebte Monster ist wohl die beste Alien-Kopie, die man mit ohne Geld auf die Beine stellen kann, und bei den Splatterszenen hat man einfach einen Extrazentner Rindermett und Schweineblut verwendet. [...] Für ihn (Corman) hat es sich genauso gelohnt wie für den Zuschauer, denn FORBIDDEN WORLD ist nichts anderes als ein Klassiker des neueren B-Films. (Oliver Nöding, Remember it for later)

[EDIT: Trailer zu Gunsten der Ladezeit entfernt]


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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 26.10.2013 20:21 
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Halloween Special
(Splatter-Kult zum Horrorfest)

Double Feature mit zwei Überraschungsfilmen

Donnerstag 31.10 um 21:15

Eintritt: 5,-

Film 1 (USA 2007, 82 Min., dF, Digital)

Der erste Überraschungsfilm könnte passender nicht sein, spielt er doch komplett an einem Halloween-Abend und erzählt verschiedene kleine Geschichten, die teils eine schön gruselige Atmosphäre versprühen, teils aber auch bitterböse und schwarzhumorig ausgefallen sind. Zwar geht es nicht übermäßig blutig zu, dafür sorgen schräge Charaktere, überraschende Plottwists und kreative Maskenarbeit für wunderbar abwechslungsreiche Unterhaltung.

Film 2 (Australien 2009, 84 Min., dF, HD)

Der zweite Überraschungsfilm lädt euch zu einem privaten Abschlussball der besonderen Art ein. Begleitet die süße Lola und ihre reizende Familie an einem unvergesslichen Abend voller Folter, Hass, Blut und dem entzückenden "Strahle-Auge". Wird Lola die Wahl zur Ballkönigin gewinnen? Findet es heraus!

Der Eintritt für das Halloween-Special beträgt lediglich 5 Euro für beide Filme zusammen.


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BeitragVerfasst: 03.11.2013 12:29 
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Beastmaster - Der Befreier
(Fantasy-Trash-Kult)

USA 1982, 94 Min., dF, 35mm, R: Don Coscarelli, D: Marc Singer, Tanya Roberts, Rip Torn

Bild

Sonntag 3.11. um 21:15
Montag 4.11. um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Im Nebel einer mystischen Welt lebt Dar, der Beastmaster. Sein Land wird durch schreckliche Kriege erschüttert. Tod und Sklaverei bedrohen sein Volk, als der teuflische Maax seine Blutherrschaft antritt. Dar, der Macht über Tiere besitzt, nimmt mit den Gefährten den ungleichen Kampf gegen den Tyrannen auf.

[EDIT: Trailer zu Gunsten der Ladezeit entfernt]


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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 04.11.2013 01:55 
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Makkhi – Die Rache der Fliege
(Überraschungshit vom Fantasy Filmfest)

(OT: Makkhi) Indien 2012, 126 Min., OmdU, HD, R: S. S. Rajamouli, D: Sudeep, Samantha Prabhu, Nani)

Donnerstag 7.11. um 21:15
Freitag 8.11. um 21:15
Sonntag 9.11. um 21:15
Montag 10.11. um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

THE FLY als Bollywood-Actionkomödie? Was haben die Inder bloß immer in ihrer Brause drin – darauf wäre David Cronenberg selbst in seinen bizarrsten Alpträumen nicht gekommen! MAKKHI gleicht einem sensationell verrückten Looney-Tunes-Cartoon. Ein mörderisches Duell – Fliege gegen Mann – verpackt natürlich als surreal herausgeputzter Hochglanz-Masala-Trash.

[EDIT: Trailer zu Gunsten der Ladezeit entfernt]


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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 18.11.2013 17:06 
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The Lindy Hop and Jumpin’ Jazz and Jitterbug Show
(Dennis Nyback präsentiert Jazz-Archivschätze)

Kurzfilmrolle mit Einführung und Moderation

Bild

Freitag 22.11. um 19:15

Eintritt: 5,-

Aus der Schatzkiste seiner Sammlung seltener 16mm-Filme (in englischer Originalfassung) hat Dennis Nyback ein Programm zusammengestellt, das die ganze Bandbreite zeitgenössischer Swing-Tanzstile aufzeigt. Im Mittelpunkt stehen die regelmäßige Revivals erlebenden Tänze Lindy Hop und Jitterbug, begleitet von großartiger Jazz-Musik. Zu sehen sind berühmte und rare Filme, in denen einige der besten Tänzer und Musiker der 30er und 40er Jahre sich die Ehre geben. JAMMIN' THE BLUES (1944) etwa gilt als einer der besten Jazzfilme aller Zeiten, während im Finale von STORMY WEATHER gleich eine ganze Reihe namhafter Tanz-Asse auftreten. Und der legendäre Klassiker JAZZ DANCE dokumentiert das wilde Treiben in einer New Yorker Dance Hall, wo der Lindy Hop zelebriert wird. Kinohistoriker und Filmsammler Dennis Nyback, selbst begeisterter Jitterbugger, wird das Programm moderieren und zudem eine Demonstration seiner Kunst geben!

Übrigens: Eine genaue Auflistung aller Filme des Programms lässt sich auf der Homepage von Dennis Nyback nachlesen.



Ooh La La! A History of Lingerie!
(Dennis Nyback präsentiert Dessous-Archivschätze)

Kurzfilmrolle mit Einführung und Moderation

Bild

Freitag 22.11. um 21:15

Eintritt: 5,-

Ein historischer und unterhaltsamer Blick auf Frauen in Unterwäsche in diversen 16mm-Kurzfilmen von 1910 bis in die frühen 1950er Jahre. Während die Filme aus heutiger Sicht harmlos wirken, galten sie damals als anzüglich und waren oft sogar verboten. Von biederen Miederwaren über Schlafbekleidung bis zu sexy Dessous reicht die Bandbreite, die in den kuriosen Kurzfilmen zu sehen ist, von denen manche stumm und manche mit (englischem Original-)Ton und Musik ausgestattet sind. Titel wie HOW TO UNDRESS IN FRONT OF YOUR HUSBAND oder Lehrfilme zum Thema "tips for what men want women to wear" lassen zudem den skurrilen Unterhaltungswert dieser spannenden Zeitdokumente erahnen, die von Dennis Nyback mit aufschlussreichen Einführungen und Erläuterungen begleitet werden.

Übrigens: Eine genaue Auflistung aller Filme des Programms lässt sich auf der Homepage von Dennis Nyback nachlesen.



Was baumelt da am Glockenseil?
(Berühmt-berüchtiger Klassiker des Splatterfilms)

Bild

Donnerstag 21.11. um 21:15
Sonntag 24.11. um 21:15
Montag 25.11. um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Bei einer Séance in New York hat das junge Medium Mary plötzlich eine schreckliche Vision: Vor ihrem inneren Auge sieht sie, wie ein Priester sich auf einem Friedhof erhängt und dadurch die Pforte zur Hölle aufstößt. Zutiefst verängstigt kollabiert Mary und wird fälschlicherweise für tot gehalten. Als dem Reporter Peter die Geschichte des Mädchens, das aus heiterem Himmel an einem Schock gestorben sein soll, zu Ohren kommt, weckt dies seinen journalistischen Instinkt und er beginnt, Nachforschungen anzustellen. Vor Marys Grab stehend, hört er plötzlich die noch quicklebendige Frau von innen gegen den Sargdeckel schlagen und kann sie gerade noch rechtzeitig vor dem Erstickungstod bewahren. Nachdem sie ihm von der Schreckensvision berichtet hat, beschließen die beiden, der unheimlichen Geschichte auf den Grund zu gehen. Eine Spur führt sie in die Kleinstadt Dunwich, wo das Grauen sie bereits erwartet...


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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 29.11.2013 15:44 
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Video Vertov
(Nürnberger Erstaufführung)

D 2012, 78 Min., HD, R: Gerd Conradt

Bild

Donnerstag 5.12. um 21:15
Freitag 6.12. um 21:15
Samstag 7.12. um 21:15
Sonntag 8.12. um 21:15
Montag 9.12. um 21:15

Eintritt: 5,-

Der Film erzählt die Lebensgeschichte des Videopioniers Gerd Conradt: Liebe und Revolution, Rote Fahne und Meditation - Expeditionen in ferne Länder. Dabei hat ihn stets das Extrem interessiert, die Überschreitung von Grenzen.
Das wilde Leben, die Vielzahl an technischen Formaten von Super-8 über 16-mm bis zu Video und HD sowie die Lust am Experimentieren haben in VIDEO VERTOV eine stimmige Ordnung gefunden.

[EDIT: Trailer zu Gunsten der Ladezeit entfernt]


Zuletzt geändert von KommKino am 14.12.2013 19:51, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 05.12.2013 18:20 
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Fireproof Agent 2 (plus Kurzfilme von Daniel Flügger)
(Nürnberger Erstaufführung)

D 2013, 25 Min. (insgesamt 80 Min.), R: Daniel Flügger, D: Dennis Klose, Thilo Gosejohann, Oliver Piper

Bild

Donnerstag 12.12. um 21:15
Samstag 14.12. um 21:15
Montag 16.12. um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Als Jack Rooker mit seinem LAPD-Kollegen David seinen Geburtstag feiert, bekommt er plötzlich ungebetenen Besuch von Gangstern. Doch so leicht lässt sich Jack nicht seinen Geburtstag versauen!
Ein brandneuer deutscher Independent-Film. Das Action-Genre wird hier ebenso wild wie gewitzt auf die Schippe genommen. Abgerundet wird das Programm mit nicht minder schrägen weiteren Kurzfilmen von Daniel Flügger.




Die Folterkammer des Hexenjägers
(Gothic-Horror-Klassiker)

OT: The Haunted Palace, USA 1963, 86 Min., dF, 35mm, R.: Roger Corman, D.: Vincent Price, Debra Paget, Frank Maxwell, Lon Chaney Jr.

Bild

Freitag 13.12. um 21:15
Sonntag 15.12. um 21:15

Eintritt: 5,-

Inhalt:

Neu England 1875: Charles Dexter Ward reist mit seiner Frau Ann in die entlegene Küsten-Kleinstadt Arkham, um die geerbte Residenz seiner Familie in Augenschein zu nehmen. Beunruhigt durch das merkwürdige Verhalten der aufgeschreckten Einheimischen, stellt Ward Nachforschungen in seiner Familienchronik an und findet heraus, dass ihn die abergläubischen, von biblischen Plagen heimgesuchten Bewohner Arkhams für den Wiedergänger seines Ahnen Joseph Curwen halten. Jener wurde im Jahre 1765 wegen Hexerei auf dem Scheiterhaufen verbrannt – und starb mit der Drohung, er werde Rache aus dem Jenseits nehmen...

Mit dem dräuenden Raunen der Musik von Ronald Stein, der genießerischen Dämonie seines ikonischen Hauptdarstellers Vincent Price und düsteren Studiokulissen, die zweifellos – und konsequenterweise! - nie einen Strahl Sonnenlicht gesehen zu haben scheinen, schafft der "King of B" Roger Corman mit THE HAUNTED PALACE seine persönliche Apotheose des "Gothic Horror": eine fantastische Fabel von der mörderischen Kraft des Schicksals, erzählt wie ein wolkenverhangener Traum, der in einer modrigen Gruft geträumt worden ist. Zurecht ein Klassiker des Genres.

[EDIT: Trailer zu Gunsten der Ladezeit entfernt]


Zuletzt geändert von KommKino am 29.12.2013 20:29, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 14.12.2013 19:52 
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Der Perser und die Schwedin
(Weihnachtliche Perle des sonderbaren Films)

OT: Jeunesse perdue, Schweden 1961, 77 Min., dF, 35mm, R.: Akramzadeh, D.: Akramzadeh, Anna Longlands, Britt Leonhard

Bild

Donnerstag 19.12. um 21:15
Samstag 21.12. um 21:15

Eintritt: 5,-

"Mädchen bedeuten für ihn alles! Sie sind für ihn die Erfüllungen seines verworrenen Lebensbildes."

Der (be)sinnliche Weihnachts-Schmuddelfilm, der im Juli 2013 im Kommkino wiederentdeckt wurde und seither unter tosendem Beifall durch die Offkinos der Bundesrepublik tourt - umschwärmt, gesucht, gepriesen! Nun kehrt er, pünktlich zum Fest der Liebe, in die Stadt zurück, in der sein Siegeszug begann: nach Nürnberg. Um es mit dem titelgebenden Perser zu sagen: "Fröhliche Weihnachten!"



Black Christmas (Jessy - Die Treppe in den Tod)
(Weihnachtlicher Slasher-Klassiker)

USA 1974, 97 Min., dF, 35mm, R: Bob Clark, D: Olivia Hussey, Keir Dullea, Margot Kidder, John Saxon

Bild

Freitag 20.12. um 21:15
Sonntag 22.12. um 21:15
Montag 23.12. um 21:15

Eintritt: 5,-

Weihnachten, Zeit der Besinnlichkeit, familiärer Eintracht und des kollektiven Frohsinns. Einer der ersten Filmemacher, die dies Klischee mit Blut besudelten, ist Bob Clark. Der von ihm erdachte und inszenierte Horror-Thriller „Black Christmas“ (deutscher Titel: „Jessy - Die Treppe in den Tod“) nahm 1974, vier Jahre vor John Carpenters Klassiker „Halloween“, den Slasher vorweg und bringt einen psychopathischen Mörder mit ausgiebigem Einsatz subjektiver Kamera über eine Studentinnen-Verbindung. (…)
Aus dem ironischen Spiel mit zeitgeistlichen Strömungen und dem bösen finalen Twist schöpft der Film seine nachhaltige Wirkung. Für Genrefans und Festtagsmuffel ist der heimliche Klassiker damit gleichermaßen eine sichere Bank!
(Quelle: handlemedown.de)

[EDIT: Trailer zu Gunsten der Ladezeit entfernt]


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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 29.12.2013 20:35 
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Filmtage zum erotischen Kino unter dem Motto "soviele ungezähmte Quellen der Lust!"


Ausgewählte Raritäten und Entdeckungen aus diversen Bereichen des erotischen und artverwandten Kinos


Fünf Abende mit besonderen Archivschätzen, mal stilvoll-erotisch, mal zwielichtig-schlüpfrig, mal derb-humorvoll. Mittlerweile reisen Cineasten aus ganz Deutschland nach Nürnberg, um hier unglaubliche Werke leidenschaftlich wiederzuentdecken. Ergänzend sind im Uferpalast Fürth mit "Die Ernte der sündigen Mädchen" und "Das Paradies" noch zwei weitere Raritäten in Kooperation mit dem Hofbauer-Kongress zu sehen.




Folgend die bei uns gezeigten Filme im Einzelnen:


...soviel nackte Zärtlichkeit
(12. Filmkongress des Hofbauer-Kommandos)

BRD 1968, 82 Min., 35mm, R.: Günter Hendel, D.: Erich Fritze, Erika Remberg, Doris Arden

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Donnerstag 2.1. um 21:15 (im Filmhaussaal)

Eintritt: 5,-

Ein Millionär aus Kanada wird bei seiner Rückkehr in die oberbayerische Heimat von einem Gaunerpärchen ausgenommen. Waghalsig werden Erotik, Heimatfilm, Liebesdrama und eine Kriminalgeschichte gemixt. Man könnte auch sagen: Ein "sleaze noir" voller unglaublicher Dialogsätze ("Sie ist so kalt. Eine von diesen modernen Frauen, die noch nicht mal im Bett richtig warm werden").



Hemmungslos der Lust verfallen
(12. Filmkongress des Hofbauer-Kommandos)

(OT: Sollazzevoli storie di mogli gaudenti e mariti penitenti - Decameron nº 69) I 1972, 83 Min., dF, 35mm, R.: Joe D'Amato, D.: Marzia Damon, Enza Sbordone, Attilio Dottesio

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Donnerstag 2.1. um 23:15
Freitag 3.1. um 21:15

Eintritt: 5,-

Eine Gruppe von Mönchen brechen aus dem Kloster auf, um die Nonnen zu besuchen. Dazwischen gibt es Episoden mit gehörnten Ehemännern und einem Pater, der für sein Interesse an einem verheirateten Beichtkind hart gestraft wird. Eine derbe frühe Sexkomödie der berüchtigten Exploitation-Legende Joe D'Amato. "Spekulativ, mit antikirchlichen Tendenzen." (katholischer Filmdienst)

Trailer:

youtu.be Video From : youtu.be




Cover Girls - Die ganz teuren Mädchen
(12. Filmkongress des Hofbauer-Kommandos)

(OT: Cover Girls) F/I 1964, 92 Min., dF, 35mm, R.: José Bénazéraf, D.: Fred Williams, Giorgia Moll, Claudio Gora

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Samstag 4.1. um 21:15 (im Filmhaussaal)

Eintritt: 5,-

Impressionen aus dem Leben von Fotomodellen, zwischen Glamour und trügerischem schönem Schein. Ein Film, der uns in die Modewelt der frühen 60iger, in die Designerappartements und Fotostudios, die Dunkelkammern der Fotografen und die Garderoben der titelgebenden jungen Damen entführt. Inszeniert von José Bénazéraf, der in den 60ern als "Godard des Erotikfilms" gehandelt wurde.



Quelle der Erotik
(12. Filmkongress des Hofbauer-Kommandos)

(aka: Pretty But Wicked / OT: Oto Lara Rezende ou... Bonitinha, Mas Ordinária) Brasilien 1965, 78 Min., dF, 35mm, R.: J.P. de Carvalho, D.: Jece Valadão, Odete Lara, Lia Rossi / Vorfilm: Farbige Liebelei (BRD 1956, 15 Min., 35mm, R.: Kurt Baum)

Bild

Samstag 4.1. um 23:15

Eintritt: 5,-

Ein junger Angestellter gerät in Liebeskonflikte zwischen zwei vergewaltigten Mädchen, der reichen Tochter seines neurotischen Chefs und der ärmlichen Tochter einer kinderreichen Mutter. Gefährliche Gefühle und zwiespältige Themen in einem ungeheuerlichen Melodram aus Brasilien. Zur Einstimmung ein ethnographischer Kurzfilm über Hochzeitsrituale bei den im nördlichen Südafrika lebenden Ndebele.



Die Beute
(12. Filmkongress des Hofbauer-Kommandos)

(OT: La curée) F/I 1966, 98 Min., dF, 35mm, R.: Roger Vadim, D.: Jane Fonda, Michel Piccoli, Peter McEnery

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Sonntag 5.1. um 21:15 (im Filmhaussaal)

Eintritt: 5,-

Die Dreiecksgeschichte zwischen einem reichen Unternehmer, seiner jungen Ehefrau und deren Stiefsohn wird vom großen Regie-Erotomanen Roger Vadim ("Barbarella") als Playboy- und Playgirl-Gesellschaftsspiel im morbiden Luxusmilieu der 60er Jahre inszeniert. Eine Émile-Zola-Verfilmung als Sittenbild voller Sixties-Chic und Pop-Art-Dekors, mit Jane Fonda und Michel Piccoli hochkarätig besetzt.



Ungezähmte Erotik
(12. Filmkongress des Hofbauer-Kommandos)

(OT: Nikutai joyû nikki) Japan 1965, 71 Min., dF, 35mm, R.: Shinya Yamamoto, D.: Tamaki Katori, Kiyoshi Kinami, Yuichi Minato

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Sonntag 5.1. um 23:30 (im Filmhaussaal)

Eintritt: 5,-

Eine Filmdiva wird von zwei Gangstern mit fingierten Fotos erpresst. Erst wollen sie Geld, dann Liebesdienste. Mithilfe eines ihr ergebenen Filmbeleuchters holt die Diva zum Gegenschlag aus. Sex & Crime in einer elegant fotografierten Rarität, die in Japan als verschollen gilt und nur in der deutschen Kinofassung überlebt hat. "Als Beigabe treten noch einige begierliche Männer auf, als Kontrast ein Mädchen, das nicht zu haben ist." (Filmdienst)



Die Klosterschülerinnen
(12. Filmkongress des Hofbauer-Kommandos)

BRD/F 1972, 92 Min., dF, 35mm, R.: Eberhard Schröder, D.: Doris Arden, Sascha Hehn, Josef Moosholzer, Elisabeth Volkmann

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Montag 6.1. um 21:15 (im Filmhaussaal)

Eintritt: 5,-

Zur Originalmusik von Giorgio Moroder (!) erzählt dieser winterlich-verschneite Sexfilm vom "Schulmädchenreport"-Produzenten von unschuldigen jungen Mädchen hinter gestrengen Klostermauern. Lesbische Liebe, Frustration, Selbstmordversuche und Verführungsbereitschaft gehören als Folge des entbehrungsreichen Lebens zu den filmischen "Diffamierungsabsichten gegenüber katholischen Moral- und Erziehungsauffassungen" (Filmdienst).


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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 29.12.2013 23:34 
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KommKino hat geschrieben:




Quelle der Erotik
(12. Filmkongress des Hofbauer-Kommandos)

(aka: Pretty But Wicked / OT: Oto Lara Rezende ou... Bonitinha, Mas Ordinária) Brasilien 1965, 78 Min., dF, 35mm, R.: J.P. de Carvalho, D.: Jece Valadão, Odete Lara, Lia Rossi / Vorfilm: Farbige Liebelei (BRD 1956, 15 Min., 35mm, R.: Kurt Baum)

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Samstag 4.1. um 23:15

Eintritt: 5,-

Ein junger Angestellter gerät in Liebeskonflikte zwischen zwei vergewaltigten Mädchen, der reichen Tochter seines neurotischen Chefs und der ärmlichen Tochter einer kinderreichen Mutter. Gefährliche Gefühle und zwiespältige Themen in einem ungeheuerlichen Melodram aus Brasilien. Zur Einstimmung ein ethnographischer Kurzfilm über Hochzeitsrituale bei den im nördlichen Südafrika lebenden Ndebele.




:shock: Die Blutbestie von Rio! :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 29.12.2013 23:49 
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Tolles Programm, da entscheide ich mich doch Spontan mal da vorbeizuschauen ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 30.12.2013 00:19 
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reggie hat geschrieben:
Tolles Programm, da entscheide ich mich doch Spontan mal da vorbeizuschauen ;)

Sehr schön!

Ist klasse mal direktes, positves Feedback zu bekommen (insbesondere, da einige Kollegen immer wieder daran zweifeln, ob hier überhaupt jemand aus "unserem Einzugsgebiet" mitliest - und der Programmthread daher Sinn macht) ;)

Weißt Du schon welche Vorstellung(en)?


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 Betreff des Beitrags: Re: Programmvorschau - KommKino Nürnberg
BeitragVerfasst: 30.12.2013 00:29 
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Cover Girls und Die Beute werde ich aufjeden mittnehmen und dann wohl die am Selben tag laufenden auch...

Warscheinlich auch ....soviel nackte Zärtlichkeit 8-)

Den D´Amato lass ich aber saussen, der scheint mir dann doch zu übel zu sein :lol:


Werde mir also wohl mal die volle Ladung geben ;)

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