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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 17.04.2010 13:33 
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Unabhängig von dem hier betroffenen Film, finde ich es immer wieder ausgesprochen köstlich, wie es manche Leute doch tatsächlich als Zeitverschwendung ansehen, sich intensiver mit handwerklich schlecht gemachten Streifen auseinanderzusetzen...gerade in diesem Forum hier, wundert mich so eine ignorante und langweilige Geisteshaltung. Man kann den Umgang mit schlechten Filmen lernen, wenn man will. Und das hat überhaupt nichts mit "schönreden" zu tun. Dazu fällt mir ein Zitat vom Backcover des übrigens sehr guten "Immoral Tales" Buches ein:

"I urge you: learn to look at 'bad' films, they are so often sublime." - Abo Kyrou

Nur manche Menschen wollen oder können das nicht lernen und verstehen, eigentlich schade...

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"Ihr Name ist Luzifer. Ihr vertraue ich mehr als meinem besten Freund. Sie spricht nicht, sie hört nicht, betrügt nicht. Sie ist taub, ist blind, ist stumm. Sie tötet nur!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Schuss zuviel - R.R. Marchent
BeitragVerfasst: 17.04.2010 14:05 
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Canisius hat geschrieben:
1. ...'bad' films, they are so often sublime." - Abo Kyrou
2. Nur manche Menschen wollen oder können das nicht lernen und verstehen, eigentlich schade...



Moin!

1. Das unterschreibe ich sofort. In der Tat sind viele "schlechte" Film großartig, keine Frage!

2. Naja, naja. Wenn plötzlich "schlechte" Filme von "Jedermann" gelobt würden, wären die Fans (wir) doch auch wieder nicht zufrieden mit der Gesamtsituation. :mrgreen: Man wird nicht müde zu predigen wie toll das Italokino doch ist, nicht zu vergessen die etlichen anderen "Kultperlen" aus Europa... ...doch hört man plötzlich von "verdächtiger" Seite wie klasse Argento und Fulci doch sind, rümpft man sofort die Nase, denn "die" verstehen "unsere" Filme doch sowieso nicht. Ähnliches gilt für den Bereich Musik.

Ich bin allerdings nicht der Ansicht, dass "schlechte" Film in diesem Forum nicht wertgeschätzt werden. Eine "gleichgeschaltete" Meinung wäre langweilig. Insgesamt stimme ich dir jedoch zu.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Schuss zuviel - R.R. Marchent
BeitragVerfasst: 17.04.2010 17:45 
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Wenn ein Film mir gefälllt, dann kann er kein schlechter Film (mehr) sein.

Langweilige Filme sind schlechte Filme, unterhaltsame Filme sind immer gute Filme.

Fragt sich nur wobei man sich unterhält.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Schuss zuviel - R.R. Marchent
BeitragVerfasst: 19.04.2010 10:25 
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Canisius hat geschrieben:
Unabhängig von dem hier betroffenen Film, finde ich es immer wieder ausgesprochen köstlich, wie es manche Leute doch tatsächlich als Zeitverschwendung ansehen, sich intensiver mit handwerklich schlecht gemachten Streifen auseinanderzusetzen...gerade in diesem Forum hier, wundert mich so eine ignorante und langweilige Geisteshaltung. Man kann den Umgang mit schlechten Filmen lernen, wenn man will. Und das hat überhaupt nichts mit "schönreden" zu tun. Dazu fällt mir ein Zitat vom Backcover des übrigens sehr guten "Immoral Tales" Buches ein:

"I urge you: learn to look at 'bad' films, they are so often sublime." - Abo Kyrou

Nur manche Menschen wollen oder können das nicht lernen und verstehen, eigentlich schade...


Ich drinke ja auch keinen schlechten Wein, um nachher zu sagen naja, wenigstens war die Farbe rot. Ich schütte ihn weg, wenn er nicht schmeckt. Ein Film sollte unterhalten - wenn er das nicht tut ist jede Minute verschwendet.
Was das mit Ingnoranz zu tun hat weiß ich nicht, langweilig ist dabei doch nur der Film :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Schuss zuviel - R.R. Marchent
BeitragVerfasst: 19.04.2010 18:44 
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Yup, dass Filme generell unterhalten sollen, sehe ich genauso. Außerdem war das jetzt nicht direkt auf diesen Streifen hier im Thread bezogen. Nur kann ich irgendwie auch ziemlichen Gurken (nicht allen, aber vielen!) etwas positives abgewinnen. Mich wunderts von daher immer wieder, wenn ich von Logikfehlern, Overacting, schlechter Kameraführung oder ner Billigproduktion als Kritikpunkte lese...das hält mich nämlich meistens nicht ab, den Film trotzdem auszufeiern! :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Schuss zuviel - R.R. Marchent
BeitragVerfasst: 19.04.2010 20:00 
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Canisius hat geschrieben:
Nur kann ich irgendwie auch ziemlichen Gurken (nicht allen, aber vielen!) etwas positives abgewinnen. Mich wunderts von daher immer wieder, wenn ich von Logikfehlern, Overacting, schlechter Kameraführung oder ner Billigproduktion als Kritikpunkte lese...das hält mich nämlich meistens nicht ab, den Film trotzdem auszufeiern! :lol:



Filme wirken auf jeden Menschen anders.
Zum Beispiel DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL hat eine dümmliche Handlung, ist unlogisch und langatmig.
Den Film finde ich aber trotzdem genial, weil mir der siebziger Jahre Look, die Kamera, die Musik und die ganze stylishe Atmo gefällt.
EIN SCHUSS ZUVIEL hat wiederrum nichts woran ich mich festmachen könnte.
Man muss halt akzeptieren, daß jeder Mensch eine andere Sichtweise hat.
Verschiedene Meinungen machen ein solches Forum erst wirklich interessant, deswegen habe ich auch kein Problem ganz offen zu schreiben, daß mich MERCENARIO nach der ersten Sichtung enttäuscht hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Schuss zuviel - R.R. Marchent
BeitragVerfasst: 19.04.2010 23:48 
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Na ja, die Diskussion über gut und schlecht, bzw. der Definition derselben, hatten wir ja bereits andernorts recht ausführlich geführt ;) . Jeder hat seine Herangehensweise an Filme: Einige betätigen sich gerne als Golddigger, anderen wiederum ist die Zeit dafür zu schade. Jedenfalls kein Grund, jemanden wegen seiner Art der Filmrezeption zu dissen, egal, welcher Fraktion man nun selbst angehört, nech. Bringt schließlich auch neue Sichtweisen rein und damit Farbe ins Spiel.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Schuss zuviel - R.R. Marchent
BeitragVerfasst: 20.04.2010 00:18 
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Slim Naughton hat geschrieben:
Na ja, die Diskussion über gut und schlecht, bzw. der Definition derselben, hatten wir ja bereits andernorts recht ausführlich geführt ;) . Jeder hat seine Herangehensweise an Filme: Einige betätigen sich gerne als Golddigger, anderen wiederum ist die Zeit dafür zu schade. Jedenfalls kein Grund, jemanden wegen seiner Art der Filmrezeption zu dissen, egal, welcher Fraktion man nun selbst angehört, nech. Bringt schließlich auch neue Sichtweisen rein und damit Farbe ins Spiel.



Die unterschiedlichen Meinungen in den Foren stören mich nicht, sondern nur die Leute die meinen ihre Meinung wäre die ultimative Sichtweise der Dinge und die dann auch noch keine Toleranz zeigen.
Damit meine ich aber NICHT Canisius.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Schuss zuviel - R.R. Marchent
BeitragVerfasst: 20.04.2010 00:37 
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Danke für die Blumen ISB! ;)

Ich finde, es muss auch jmd. geben, der für die ganzen schlechten Filme, die hier aufgrund von übertriebener Erwartungshaltung gedisst werden, in die Bresche springt... :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Schuss zuviel - R.R. Marchent
BeitragVerfasst: 20.04.2010 08:29 
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Kann mal ein Mod die Diskussion von dem Thread hier abkapseln?

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 20.04.2010 20:07 
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andeh hat geschrieben:
Kann mal ein Mod die Diskussion von dem Thread hier abkapseln?

Done.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 10:04 
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Hierzu passt doch ganz gut das hier: "Lernt schlechte Filme!"

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 12:46 
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Es gibt zahllose "unterirdische" Genres , um die man nicht herumkommt wenn man jemals in Videotheken rumgelungert hat ! Nicht ohne Grund hatten Videos den Ruf, das gemeine Volk mit Niveaulosigkeit + maßloser Gewaltdarstellung abzustumpfen !

Godrey Ho`s Ninja-Filme , philipinischer Dschungel-Actioner (Teddy Page) , sämtliche Eurociné Filme , etc.... alles filmischer Sondermüll , der einfach zum Erfahrungsschatz jedes Filmfreundes gehören sollte (die CMV Collection hat da einige "Perlen" des goldenen Zeitalters ausgegraben) ! Im Italo-Bereich wären sämtliche Nazi-Exploiter , Endzeit-Filme oder C-Western ( beispielweise von Crea oder Fidani ) zu erwähnen ! Wer sich solche Filme anschaut und nach filmtechnischen oder schauspielerischen Qualitäten sucht hat den Schuss echt nicht gehört ;)

Sicher wird man heutzutage nicht so leicht der Versuchung erliegen , solche C-Filme freiwillig anzusehen , aber ich persönlich finde es erfrischend , mir nach einem Top Giallo beispielweise Actiongurken wie "Backfire" mit den Kackfressen von Rom Kristoff + Jim Gaines reinzuziehen !


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 13:23 
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Ich denke auch, es sollte jedem selbst überlassen sein, was er oder sie gut findet und was nicht.
Es ist wichtig, zu differenzieren - im Italo-Kino gibt es Filme von so unterschiedlicher "Qualität", dass man sehr viel Auswahl hat bei dem, was man sich ins Regal stellt. Der eine steht halt total auf absolute Trash-Granaten mit viel Sleaze und politischer Unkorrektheit, der andere mag halt lieber einen raffinierten, ausgeklügelten und stylishen Film mit Arthouse-Anleihen. Beides hat das italienische Genrekino der 60er und 70er zu bieten.
Allein im Giallo-Genre - mir persönlich gefällt z.B. "Die Nacht der blanken Messer" überhaupt nicht, finde den Film und seine Grundhaltung sogar zutiefst unsympathisch. Dafür "The Perfume Of The Lady In Black" - ein absolutes Meisterwek in meinen Augen. Wiederum "Labyrinth des Schreckens" - trashig, aber sympathisch und unterhaltsam.
Es sollte schlicht und einfach jeder nach seinem Empfinden kritisieren dürfen.
Wichtig ist nur, dass man seine eigene Meinung nicht über die anderer stellt oder als objektiv allgemeingültig ansieht. Gerade bei Filmen mit (objektiv^^) hohem Trash-Gehalt. Denn ob man etwas "kultig" oder unterhaltsam findet, ist sehr subjektiv.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 13:44 
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Also das ein "guter" Film immer unterhaltsam ist würd ich auf gar keinen Fall sagen! Es gibt eine Menge Filme die ich mir erarbeiten musste und die ich im Nachhinein wirklich großartig finde. Von Unterhaltung konnte da bei der ersten Sichtung keine Rede sein, es war teilweise sogar sehr anstrengend! Es hat sich in einigen Fällen aber definitiv gelohnt und einigen meiner Lieblingsfilme würde ich etliche Attribute zugestehn, aber unterhaltsam sind sie nicht.

Zum Thema Bad Movies: Die meisten liebe ich und kann nicht mal genau erklären warum. Ich glaube da muss eine gewisse Affinität für solches Material vorhanden sein und ob man das "lernen" kann weiss ich auch nicht. Wahrscheinlich schon...

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 14:15 
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trAp JAw hat geschrieben:
Also das ein "guter" Film immer unterhaltsam ist würd ich auf gar keinen Fall sagen! Es gibt eine Menge Filme die ich mir erarbeiten musste und die ich im Nachhinein wirklich großartig finde. Von Unterhaltung konnte da bei der ersten Sichtung keine Rede sein, es war teilweise sogar sehr anstrengend! Es hat sich in einigen Fällen aber definitiv gelohnt und einigen meiner Lieblingsfilme würde ich etliche Attribute zugestehn, aber unterhaltsam sind sie nicht.


Dem stimme ich total zu. Manchmal "quält" man sich durch 'nen Streifen, und nicht weil er irgendwie "langweilig" oder "belanglos" ist, sondern eher anstrengend, anspruchsvoll, einem eben viel abverlangt. Und genau diese Filme sind dann häufig die, die sich ins Gehirn einbrennen und die man immer wieder faszinierend findet (aktuellstes Beispiel: Godards "Week-End", wesentlich weniger eingängig bzw.unterhaltsam als viele andere Godards, dafür aber absolut faszinierend und 10/10 Punkte in jeder Sekunde wert!)

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 14:27 
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Mein Bewertungsschlüssel für die Gesamtnote eines Films:

A) Anspruch
Heißt: wie "anpruchsvoll" im Sinne von Kunstkino, Avantgarde, tiefere Bedeutung, gesellschaftliche Relevanz etc.etc. WILL ein Film sein? Ist natürlich auch wieder eine subjektive Einschätzung, aber man kann ja mal versuchen, das irgendwie einzusortieren...

z.B.
DIE ROTE WÜSTE: 10
SUSPIRIA: 7 oder so
MILANO KALIBER 9: 5
SPASMO: 3

B) Wie sehr wird der Film seinem Anspruch gerecht, bzw. wie sehr punket er in seinem eigenen Genre / Referenzbereich. Hier geht es dann nur darum, nicht mit falschen Erwartungen an einen Genrebeitrag heranzugehen.

Hier würde z.B. SUSPIRIA natürlich von mir ne klare 10 bekommen und auch "MILANO KALIBER 9" bekäme 10/10, weil sie halt innerhalb ihrer Genres, innerhalb ihrer Referenzrahmen absolute Knaller sind!
Einem Film wie "LA CRASH" würde ich hier aber nur eine 3-4 geben können, weil er seinem eigenen Anspruch (Punkt A) meines Erachtens meterweit hinterher hinkt.

C) Unterhaltung / Interessant / Spannend

Wirklich einfach nur: wie sehr unterhält mich ein Film, ist es kurzweilig, spannend, gut gemacht, gute Story usw.usw., nimmt mich die geschichte gefangen oder lässt es mich kalt? All solche Sachen halt.

SUSPIRIA z.B. könnte hier auch total punkten, viele vermeintlich anspruchsvollen Kunstfilme würden hier aber eher abkacken.


Die drei Dinger zusammengezählt und durch 3 geteilt ergeben bei mir (mit nachträglich möglicher Abweichung von 1 Punkt) die Gesamtnote für eienn Film. Was haltet ihr davon?

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 15:12 
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Thomas Morus hat geschrieben:
Die drei Dinger zusammengezählt und durch 3 geteilt ergeben bei mir (mit nachträglich möglicher Abweichung von 1 Punkt) die Gesamtnote für eienn Film. Was haltet ihr davon?


Vom ersten Teil des Bewertungsschlüssels halte ich überhaupt nichts. "Anspruch" und "tiefere Bedeutung" werden häufig mit pseudointellektueller Grütze verwechselt. Ferner neigt der Mensch dazu, die "Wichtigkeit" und "Bedeutung" seiner eigenen Existenz (seiner gesamten Spezies) maßlos zu überschätzen.

Ich bewerte Filme rein subjektiv. Manchmal gibt es eine zusätzliche Anmerkung bezüglich des "Wohlfühlfaktors".

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 15:24 
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Blap hat geschrieben:
Thomas Morus hat geschrieben:
Die drei Dinger zusammengezählt und durch 3 geteilt ergeben bei mir (mit nachträglich möglicher Abweichung von 1 Punkt) die Gesamtnote für eienn Film. Was haltet ihr davon?


Vom ersten Teil des Bewertungsschlüssels halte ich überhaupt nichts. "Anspruch" und "tiefere Bedeutung" werden häufig mit pseudointellektueller Grütze verwechselt. Ferner neigt der Mensch dazu, die "Wichtigkeit" und "Bedeutung" seiner eigenen Existenz (seiner gesamten Spezies) maßlos zu überschätzen.


Finde ich auch am problematischsten, daher ja gewissermaßen der 2.teil als "korrektiv".

ich möchte irgendwie nur sichergehen bzw. herleiten können, warum antonioni mehr punkte von mir bekommt als di leo. obwohl beide auf ihrem eigenen gebiet natürlich 10/10 einheimsen können (teil B), hat antonioni gewissermaßen "objektiv" (schwieriger begriff, ich weiß!!) eine andere qualität, daher mehr punkte. um aber auch meine liebe für genre-filme darzustellen, gibts halt B und C, die unabhängig von einer niedrigen A-Wertung richtig hoch sein können und daher auch dem film dann eine verdiente gesamtnote im oberen drittel verschaffen.
für die art und weise, wie ich filme gucke, finde ich dieses prinzip klasse. für viele von euch dürfte der "anspruch"-faktor jedoch viel zu hoch sein.
EDIT: ich meine, ihr würdet so ne wertung "anspruch" gar nicht ins feld führen, da ihr halt eine andere herangehensweise habt. das sollte jetzt nicht bedeuten, ihr würdet nur anspruchslosere sachen gucken oder gar anspruchsloser beim filmegucken sein. also, bitte nicht falsch verstehen :-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 15:39 
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Thomas Morus hat geschrieben:
...das sollte jetzt nicht bedeuten, ihr würdet nur anspruchslosere sachen gucken oder gar anspruchsloser beim filmegucken sein. also, bitte nicht falsch verstehen :-)


Jaja, schon klar!

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 16:01 
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@ Thomas: interessante Herangehensweise, da hast du dir ja wirklich Gedanken gemacht. Werd auch mal deinen Schlüssel benutzen und dann mit meinen subjektiven Bewertungen vergleichen, mal schaun, was rauskommt. Meine Faustregel: Langweilig = subjektiv schlecht, uninteressant. Unterhaltsam = subjektiv guter Film.

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 16:04 
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Ich würde jetzt (italienischem ) Exploitation-Kino grundsätzlich keine "kunsthistorische Bedeutung" andichten wollen !

Welche Bedeutung hat denn ein beispielsweise herrausragender Genrevertreter wie "Die Viper" für Kunstkino oder Avantgarde ??? - Keine !

Tiefere Bedeutung oder gesellschaftliche Relevanz ? - Hmm , kriminelle Bucklige sind uns überlegen ? Verbrecher sind keine Menschen ?

Natürlich sollte ein Film der Erwartungshaltung entgegenkommen und auch unterhalten , aber das ist doch mehr als selbstverständlich !


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 16:23 
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Dem reinen Exploitation-Kino sicher nicht. Aber Filme wie "Suspirira", "La casa dalle finestre che ridono", "Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert" oder auch "Leichen pflastern seinen Weg" sind absolut keine Exploitation-Filme, sondern sorgsam durchdachte Projekte, die durchaus auch eine tiefergehende Aussage bzw. niveauvollere Unterhaltung zu bieten haben.
Da steckt Doppelbödigkeit und Substanz drin.
Ich würde sie eben deshalb auch immer höher bewerten als gut gemachte, aber reine Unterhaltungsfilme wie "Der Killer von Wien" oder "Der Berserker".
Allerdings sind wirklich anspruchs- und gehaltvolle Filme nie langweilig - eben weil sie wichtige Dinge thematisieren oder den Zuschauer auf eine besondere, tiefgehende Weise erreichen.
Das ist aber natürlich auch subjektiv - man muss diese Filme schon verstehen. Wenn man sie (richtig) versteht und sie trotzdem langweilig sind - DANN ist es tatsächlich pseudo-intellektueller Müll.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 16:34 
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Und zum Thema Logik: achte ich kaum drauf. Speziell im Giallo-Genre (oder Krimi/Thriller generell) sind mir gute Einfälle und unvorhersehbare Wendungen viel wichtiger. Das ist nämlich die wirkliche kreative Leistung.
Des Weiteren verhält man sich im realen Leben ja auch nicht nur logisch. Klar - man sollte das in einem Film nicht zu sehr überspitzen, es sollte alles noch irgendwie erklärbar bleiben.
Aber selbst ein Film wie "Spasmo" - der mag zwar augenscheinlich viele Logik-Löcher haben, aber genau das ist die Faszination des Films. Es wird dem Zuschauer keine Lösung auf dem Silbertablett serviert, er wird eingeladen, das Geschehene selbst zu interpretieren und sich den Plot selbst im Kopf zu einem vollständigen, logischen Ganzen zusammenzubauen. Damit hebt er sich deutlich ab von anderen Filmen.
Also manchmal kann scheinbare Unlogik auch etwas Positives haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 16:45 
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Hexer , ich stimme Dir prinzipiell zu , aber die Diskussion läuft irgendwie in die falsche Richtung !

Es ging doch ursprünglich um "die handwerklich schlecht gemachten Streifen" !

Eine gute Geschichte, spannende Inszenierung und tolle Schauspieler sind immer ideal , aber diese Filme sind bei jedem Genre mit ein paar hundert Filmen doch eher die Ausnahme als die Regel und machen das Genre auch nicht zwingend aus ( wer bei jedem Giallo einen schwarz-behandschuhten Rasiermesser-Killer mit Kindheitstrauma erwartet ist schief gewickelt ! )

Nehmen wir beispielsweise Italowestern ... und gehen von ca. 500 Filme aus, vielleicht sind 30 - wie von Leone ,Sollima oder Corbucci - wahre Meisterwerke ! 100-200 Titel sind vielleicht noch für den Normalverbraucher gut bis durchschnittlich ... schaut ihr euch die anderen auch an ? Wenn ja , mit welcher Erwartungshaltung ? Man kann doch nicht immer " Zwei glorreiche Halunken" als Maßstab nehmen !

Dasselbe gilt u.a. auch für Gialli , wo es vor Gurken jeder Coulleur nur so wimmelt ... einige davon schmecken mir trotzdem ;)


Zuletzt geändert von Operazione Bianchi am 21.04.2010 17:23, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 16:59 
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Hab jetzt mal spaßeshalber den Schlüssel vom Thomas bei zwei Filmen angewandt:

THE FIFTH CORD laut Schlüssel: knapp 7/10 und bei mir (subjektiv) 8/10
noch deutlicher
DAS GRAUEN KOMMT NACHTS laut Schlüssel 5/10 und bei mir (subjektiv) 7/10

Das zeigt mal wieder deutlich, dass das Filmempfinden reine Geschmackssache ist. Das ist auch gut so, nur so finden interessante und hitzige Diskussionen statt.

Fazit: Jeder Film, der seine Fans findet und seien es auch nur eine handvoll, hat seine Existenzberechtigung (ausgenommen KP und Snuff). Dabei ist es vollkommen gleich, ob der Film von manchen als totale Gülle empfunden wird oder als Kultfilm gilt. Einzig und allein das zählt:
Man soll eine gute Zeit haben, sich gut unterhalten fühlen, die vergeudete Zeit nicht bereuen und vielleicht auch ein wenig zum Nachdenken angeregt werden.

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 17:11 
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Thomas Morus hat geschrieben:
btw:
Die drei Dinger zusammengezählt und durch 3 geteilt ergeben bei mir (mit nachträglich möglicher Abweichung von 1 Punkt) die Gesamtnote für eienn Film. Was haltet ihr davon?


Man könnte danach noch die Noten aller Filme der in einem Film mitwirkenden Schauspieler durch die Anzahl der Schauspieler teilen und mit der Quadratwurzel von Pi multiplizieren. ;)
Nee, mal im Ernst: was hat eine solche Zahlenhuberei noch mit Filmegucken zu tun? Wem oder was dienen Versuche, subjektive Betrachtungen zu objektivieren - gerade bei etwas, das massgeblich von sowas wie Tagesform bestimmt wird?

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Je älter ich werde, desto weniger Zeit habe ich, sachlich zu bleiben


"Als es geschah, beschäftigte sich Igor damit, den Ursprung des Lebens zu erforschen."
"-Ach ja? Aber das ist ja absurd! Heutzutage weiß doch jeder, daß das ein Ammenmärchen ist."
(Das Geheimnis von Schloß Monte Christo)


Zuletzt geändert von Torlani am 21.04.2010 20:23, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 17:20 
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Ich glaube, ich hab sowas ähnliches schonmal hier oder im alten Forum geschrieben...

Ich finde es komisch, dass manche Leute bestimmten Filmen so vehement jeglichen Kunstanspruch absprechen wollen. Woher kommt dieses Anliegen? Wenn jemand in den übelsten Trash-Streifen noch irgendwelche Botschaften reininterpretieren will, dann soll er das doch bitte machen. Für mich macht das die Sache nur interessanter. Ob ich den Ansichten dann zustimme oder das ganze eher belächel, ist natürlich nochmal eine ganz andere Frage. Aber so lange man nun nicht immer krampfhaft auf der Suche nach tiefsinnigen Botschaften ist und dann enttäuscht ist, wenn man sie nicht findet, stört das doch den Filmgenuss keineswegs.

Und um nochmal auf das Thema gut/schlecht zu sprechen zu kommen:

Ich bleibe dabei, dass man es nur an der Unterhaltsamkeit festmachen kann.
Das Medium Film bietet nun mal eine solche Vielzahl an inhaltlichen und formalen Faktoren. Daher kann man doch nicht sagen, nur weil ein Film z.B. perfekte Kameraarbeit hat, ist es ein guter Film oder nur weil er die und die Themen behandelt, ist es ein guter Film.
Wenn das Zusammenspiel dieser ganzen Faktoren in irgendeiner Weise ansprechend ist, dann ist es ein guter Film.

Und auch ein "schwieriger Kunstfilm" sollte ja, wenn er gut gemacht ist, zumindest Interesse wecken, was ja auch eine Art von Unterhaltung ist. Genauso wie ein Actionfilm, in dem es ständig an allen Ecken kracht, auch stinklangweilig sein kann.

Ein subjektiv guter Film sollte also immer auf irgendeine Weise unterhalten, faszinieren oder Interesse wecken. Alle anderen Maßstäbe machen meiner Meinung nach keinen Sinn.

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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 17:27 
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Operazione Bianchi hat geschrieben:
Hexer , ich stimme Dir prinzipiell zu , aber die Diskussion läuft irgendwie in die falsche Richtung !

Es ging doch ursprünglich um "handwerklich schlecht gemachten Streifen" !

Eine gute Geschichte, spannende Inszenierung und tolle Schauspieler sind immer ideal , aber diese Filme sind bei jedem Genre mit ein paar hundert Filmen doch eher die Ausnahme als die Regel und machen das Genre auch nicht zwingend aus ( wer bei jedem Giallo einen schwarz-behandschuhten Rasiermesser-Killer mit Kindheitstrauma erwartet ist schief gewickelt ! )

Nehmen wir beispielsweise Italowestern ... und gehen von ca. 500 Filme aus, vielleicht sind 30 - wie von Leone ,Sollima oder Corbucci - wahre Meisterwerke ! 100-200 Titel sind vielleicht noch für den Normalverbraucher gut bis durchschnittlich ... schaut ihr euch die anderen auch an ? Wenn ja , mit welcher Erwartungshaltung ? Man kann doch nicht immer " Zwei glorreiche Hanunken" als Maßstab nehmen !

Dasselbe gilt u.a. auch für Gialli , wo es vor Gurken jeder Coulleur nur so wimmelt ... einige davon schmecken mir trotzdem ;)


...wobei im Giallo-Genre die wirklichen Gurken meines Erachtens die Ausnahmen bilden. Es gibt ein paar Meisterwerke, eine ganze Reihe sehr ambitionierter, guter Filme, viel Durchschnittsware und wenige wirkliche Gurken.
Ein Genre, das meines Erachtens durchschnittlich gehobenere Filmqualität bietet als manche andere Italo-Genres.

Um auf das Ursprungsthema zurückzukommen: "handwerklich schlecht gemachte Filme" sind einzig und allein aus der subjektiven Sichtweise des Betrachters zu bewerten. Sie funktionieren nur über ihren Unterhaltungswert und der ist halt subjektiv.

Die Bewertungsstrategie von Thomas finde ich interessant, zumal sie durchaus durchdacht ist.
Letzten Endes werden aber auch dort drei mehr oder weniger subjektive Bewertungen zusammengerechnet - was die Endnote auch nicht objektiver macht. Daher kann man sich sowas theoretisch sparen. Interessante Idee aber.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlechte Filme? Gute Filme ? Jeder sieht es anders.....
BeitragVerfasst: 21.04.2010 17:31 
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Malastrana hat geschrieben:
Hab jetzt mal spaßeshalber den Schlüssel vom Thomas bei zwei Filmen angewandt:

THE FIFTH CORD laut Schlüssel: knapp 7/10 und bei mir (subjektiv) 8/10
noch deutlicher
DAS GRAUEN KOMMT NACHTS laut Schlüssel 5/10 und bei mir (subjektiv) 7/10

Das zeigt mal wieder deutlich, dass das Filmempfinden reine Geschmackssache ist. Das ist auch gut so, nur so finden interessante und hitzige Diskussionen statt.



Es zeigt vor allem, dass es nichts bringt, Filmen eine Zahlenwertung aufzudrücken. Die gaukelt nämlich Objektivität vor, obwohl ja natürlich die subjektive Ansicht des Bewertenden widergibt.

Wobei man natürlich auch noch darüber streiten, ob die Bewertung tatsächlich die subjektive Ansicht richtig widergibt, denn man müsste dann ja eigentlich auch noch vorher prüfen, wie man vergleichbare Filme bewertet hat, um den Anschein der Objektivität zu halten...


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