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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: TROPISCHE SINNLICHKEIT - Heißes von Armando Bó und Isabel Sarli in Frankfurt
BeitragVerfasst: 15.08.2017 09:38 
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Liebe Freunde von Liebe und Leidenschaft, Lust und Exzess, von lateinamerikanischen Frauen und erotischen Filmen,

ich möchte aus tiefster Überzeugung unbedingt ein grandioses, idealistisch-ehrenamtlich organisiertes Wochenend-Filmfest-Programm empfehlen, das am kommenden Wochenende in Frankfurt am Main im Pupille-Kinosaal und im Deutschen Filmmuseum steigt - die 35mm-Werkschau des Filmkollektiv Frankfurt und des Hofbauer-Kommandos zum Schaffen des argentinischen Regisseurs Armando Bó und seiner populären Muse Isabel Sarli von Freitag, 18.8., bis Sonntag, 20.8., denn deren ekstatisches und sinnliches Kino dürfte gerade auch Fans des italienischen Genrekinos sehr verzücken. Sechs der zehn raren Filme werden zudem tatsächlich direkt aus Argentinien importiert und sind erstmals überhaupt mit eigens neu erstellten Untertiteln zu sehen. Eine sehr unterstützenswerte und extrem seltene Chance, diese überbordenden Ausnahmewerke in einem derart kompakten und dadurch auch für Auswärtige attraktiven Programm zu entdecken. Alle Informationen dazu findet ihr hier: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

"They're hetero films for gay people to marvel at!" (John Waters)
Silvia Szymanski über EMBRUJADA (der am Freitag um 19 Uhr zu sehen ist): *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Eskalierende Träume über NAKED (der am Sonntag um 21 Uhr zu sehen ist): *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Und zum zusätzlichen Anteasen noch die furios empörte Kritik zu NAKED aus dem "katholischen Filmdienst" (spoiler ahead!) sowie ein bisschen Bildmaterial aus einigen der Filme (zum Vergrößern Anklicken):

Zitat:
Es beginnt wie ein südamerikanisches Dschungel-Märchen und endet als tropische Hölle in drittklassigem Filmatelier: Auf einer kleinen Buschinsel im Alto Paranà hausen fünf Männer wie die Tiere, in einer Hütte aus Schilfrohr, außer dem es sonst nichts zu ernten gibt - nur Brutalität, Blut und Tod, als Sandra, ein üppiges Mädchen, in diese Höllenglut des Dschungels gerät. Im Sturm ist sie mit ihrer Yacht gekentert und wie ein Wunder an Land gespült. José, ein noch gottesfürchtiger Mann, nimmt sich ihrer mit geziemender Leidenschaft an. Nicht so die anderen vier, die Sandra nur für Stunden besitzen möchten und deshalb José in gieriger Eifersucht tödlich verwunden. Den ersten muß Sandra noch in Notwehr erstechen, die anderen bringen sich gegenseitig um, bis auf den letzten, der sich, von blutrünstigem Wahnsinn zerquält, selbst tötet: "Überall Blut, wohin ich sehe!" Sandra jedoch hat durch José so etwas wie gläubige Demut verspürt, sie kniet an seiner Leiche und hofft auf Vergebung für die Sünden der im tropischen Busch völlig vertierten Männerwelt. - Isabel Tito Sarli heißt der neue "Topstar aus Südamerika", der einen glühenden Verehrer namens Armando Bo offenbar dazu brachte, seine autobiografischen Gelüste als "wahre Begebenheit" zu Zelluloid zu bringen - als sein eigener Produzent, Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller des aus betörter Liebe sterbenden Helden. Mit all dem hat sich der vermeintliche Allround-Mann bei weitem übernommen. "The Goddess" Isabel, ehemals "Miß Argentinien", mag zwar das nötige Körpervolumen besitzen, als weiterer "Sandra"-Abklatsch läßt sie jedoch vermuten, daß ihre schauspielerischen Anlagen unterentwickelt bleiben werden; sie spielt fortwährend so, als könne sie einen Schlangenbiß im Dschungel nicht vergessen, der ihr laut Reklame auf dem linken Bein eine häßliche Narbe hinterlassen hat. (Nicht klar erkennbar ist, ob die auf eben dieses Bein beschränkte "künstlerische Nacktheit", von der sie einem Interviewer in London vorschwärmte, nur darin ihre Ursache hat.) Was Story und Inszenierung betrifft, ist nur festzustellen, daß solch schmachtfetzige, schmerzvolle Liebestragödie heute in Europa kaum einer mehr ernstnehmen kann; doch die unecht gefühlsreligiös und symbolkitschig verbrämte Weltuntergangsstimmung in rüdestem, sadistisch vergröbertem Naturalimus ist schier unerträglich.


Bild Bild Bild Bild Bild

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"Wir haben zulange Menschen, denen Film als Kunstform nichts bedeutet, das Geschäft bestimmen lassen, und jetzt pissen sie ihm das letzte Fleisch von den Knochen."
- Tim Lucas (im Zusammenhang mit diesem Artikel)

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