Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 21:20 
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Reverendo Colt hat geschrieben:
Hm, was ich hier so lese, scheint denen das damals meistens ziemlich furzegal gewesen zu sein, welche Freigabe der Film hatte...
Oder man konnte sich besser in die Vorführungen schmuggeln. Ich als spätergeborener kann da nur die "tolle" Geschichte erzählen, wie ich als 16 - Jähriger endlich mal nen Film ab 16 im Kino sehen wollte. Da lief zur zeit "SWAT - Die Spezialeinheit", den haben wir uns dann gegeben. Natürlich wurden wir an der Kasse nach dem Ausweis gefragt.
Da frage ich mich jetzt, ob sich das mal generell zu nem Zeitpunkt verschärft hat, oder ob es damals wie auch heute aufs Kino ankommt.

Ab 1985 sind se durchgedreht.

Mein erster für mich nicht freigegebener Film war NAME DER ROSE (FSK 16), ich 12.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 23:32 
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Apropos freigegeben: ich war gerade 18 geworden und wollte unbedingt in das damals größte Pornokino in Bonn (Universum, wurde dann später das Woki draus). Weiß gar nicht was da lief (vermutlich was mit Traci Lords, die fand ich toll) und ich musste an der Kasse meinen Perso vorzeigen und da meinte die Kassiererin auch im breitesten Bönnsch: "Na, du konntest es ja auch gar nisch abwarte!". Mit hochrotem Kopf bin ich dann in den Film gestolpert. Ich glaub, es war die Pornoversion von "Splash"... unfassbar.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 01:45 
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Lesotho hat geschrieben:
Apropos freigegeben: ich war gerade 18 geworden und wollte unbedingt in das damals größte Pornokino in Bonn (Universum, wurde dann später das Woki draus). Weiß gar nicht was da lief (vermutlich was mit Traci Lords, die fand ich toll) und ich musste an der Kasse meinen Perso vorzeigen und da meinte die Kassiererin auch im breitesten Bönnsch: "Na, du konntest es ja auch gar nisch abwarte!". Mit hochrotem Kopf bin ich dann in den Film gestolpert. Ich glaub, es war die Pornoversion von "Splash"... unfassbar.

Oh mann, mein Neid sei dir gewiss! DEN hätte ich auch mal gern auf großer Leinwand gesehen... 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 08:46 
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Ich denke jeder glorifiziert die alten Zeiten, weil die Eindrücke in der Kindheit und Jugend noch viel wirkungsvoller sind als heute. Ich für meinen Teil möchte nicht mehr in dieser Zeit leben, auch wenn sie in meiner Erinnerung sehr schön war.
Die heutigen Smartphone Kids beneide ich aber auch nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 09:12 
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Gebe italo Recht. Die Glorifizierung bzw. Romantisierung früherer Zeiten ist ein psychologisches Massenphänomen, dem die meisten Menschen jeglicher Altersschichten bzw. Generationen unterliegen. Je älter man wird, umso stärker verändert sich auch die Erinnerung an früher, die sowieso immer ausschließlich subjektiv ist.
Oft wird das Negative dabei aus dem Gedächtnis verdrängt bzw. weniger stark wahrgenommen und man blendet die Fortschritte und den Komfort, den man heutzutage hat, aus. :mrgreen:

Sorry für's "Fachsimpeln", aber das musste ich gerade mal loswerden :mrgreen:
(mir geht das "früher war alles besser" - Geseiere generell auf den Nerv)

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 09:49 
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"Früher war es besser" oder "Früher war alles besser. Das ist meiner Meinung nach bei älteren Menschen oft eine Ausrede, nicht mehr alles mitmachen zu müssen, nicht mehr auf jeden Trend aufspringen zu wollen.
Dann ruft man die positivsten Eindrücke in der Jugend ins Gedächtnis und ignoriert, die ganzen unverzichtbaren Verbesserungen die es heute gibt. Ganz klar, war man damals jung, vielleicht noch nicht mit Alltagsproblemen belastet, man war vielleicht fitter und denkt schon etwas wehmütig an diese Zeit. Das hat wohl auch mit dem Älterwerden zu tun.


.... und wer heute jung ist und gern in den 70er Jahren leben möchte, malt sich sowieso eine Fantasiewelt aus, die der damligen Realität nicht entspricht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 10:16 
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Viel interessanter finde ich die Frage, warum ich mir Filme "ab ca. 1955" ansehe und warum mich die 20er/30er/40er nur bedingt interessieren?
Bei mir hängt das wohl mit meinem eigenen Geburtsdatum zusammen.
Zu den 50er, 60er Jahren habe ich keinen Bezug aber trotzdem waren diese Jahrzehnte in den 70er/ Anfang 80er Jahren noch spürbar für mich. Da standen in vielen Omi Wohnungen noch viele Übrigbleibsel aus dieser Zeit, die coolen Filme im TV waren alle aus den 60ern und man wuchs damit auf.
Ende der 70er und Anfang der 80er gab es in den Kinos noch Wiederaufführungen, man bekam also noch genügend aus diesen vergangenen Jahrzehnten zu sehen. Anfang der 80er gabs auch noch Leute, die in altmodischen 70er Klamotten rumliefen. Ich hatte als Kind oder Teenager zu dieser Zeit noch eine Verbindung. Diese Kindheitserinnerungen hole ich mir in alten Filmen wieder, um zu sehen, wie diese Zeit vor meiner Geburt war oder gewesen sein dürfte.
Deswegen "ab 1955", weil ich dass in meiner Zeit noch spüren konnte, auch wenn ich noch nicht geboren war.
Ich hatte eine sehr alte Oma, die zum Beispiel noch den klassischen Look von damals hatte. Wenn sie ins Städchen zum Shoppen ging, hatte sie noch ein Hütchen auf und ihr Handtäschchen oder in der Küche hatte sie eine Schürze an, zum Knöpfen, in die ganz leicht reinzukommen war. Diesen typischen Oma Look sehe ich zum Beispiel in deutschen Filmen der 50er oder 60er Jahre wieder.
Ich hole mir einfach die Zeiten als Kind zurück mit den Filmen.
Genauso liebe ich den Film BE ANGELED (2001), weil er mich an meine krasseste Feierzeit auf den Loveparades und die abgespacetesten Delirien meines Lebens erinnert, die ich zwar nicht wiedererleben will aber auch nicht missen möchte. Da hat man schon mal 5 Stunden am Stück getanzt oder war 2 Tage wach. Da glorifiziere ich natürlich auch, weil die Erinnerung daran schön ist aber man nur an die guten Erlebnisse denkt.
So was mich mich nennt man wohl einen filmischen Nostalgiker.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 10:19 
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Trends, Mode und ähnlicher Kram haben mich noch nie sonderlich angemacht. War früher "alles" besser? Natürlich nicht. Dennoch hat sich einiges zum Nachteil verändert. Viele Kinder gehen zum spielen nicht mehr vor die Tür, etliche haben gar keine Zeit mehr für Spiel und Spass, werden schon im Kindergartenalter mit "Frühförderung" und anderem Terror überzogen. Grausig der Blick auf die Berufswelt, Millionen Menschen arbeiten für Hungerlöhne, oft trotz hoher Qualifikation, mehr und mehr wird ständige Erreichbarkeit gefordert, frisst sich der Beruf ins Privatleben ...

So bin ich ganz glücklich in meiner kleinen Zeit-/Raumblase, längst aus dem grossen Strom und der allgemeinen Hektik ausgestiegen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 10:23 
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TRAXX hat geschrieben:
Reverendo Colt hat geschrieben:
Hm, was ich hier so lese, scheint denen das damals meistens ziemlich furzegal gewesen zu sein, welche Freigabe der Film hatte...
Oder man konnte sich besser in die Vorführungen schmuggeln. Ich als spätergeborener kann da nur die "tolle" Geschichte erzählen, wie ich als 16 - Jähriger endlich mal nen Film ab 16 im Kino sehen wollte. Da lief zur zeit "SWAT - Die Spezialeinheit", den haben wir uns dann gegeben. Natürlich wurden wir an der Kasse nach dem Ausweis gefragt.
Da frage ich mich jetzt, ob sich das mal generell zu nem Zeitpunkt verschärft hat, oder ob es damals wie auch heute aufs Kino ankommt.

Ab 1985 sind se durchgedreht.

Mein erster für mich nicht freigegebener Film war NAME DER ROSE (FSK 16), ich 12.


Glück gehabt ... ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 10:28 
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Entsprechend dem Ausgangspost geht es nicht um Lobhudelei der guten alten Zeit und auch nicht um die Glorifizierung dieser. Lediglich die Feststellung das dies oft gemacht wird, wurde geäußert. Die Frage an die Zeitzeugen war: wie empfanden sie das in dieser Zeit? War gefühlt Naschy Mainstream aber Riefenstahl voll der German-Underground-Cult?

Nicht desto trotz ist die Frage, warum früher gefühlt alles besser war, sehr interessant. Tatsächlich fehlen mir bei den bisherigen Erklärungsversuchen einige Variablen. Herkunft, Milieu, Soziokultureller Hintergrund, Tradition und der stetige Wandel dieser und vieler anderer Punkte beeinflusst ja auch das tatsächliche erlebte.

Familie Müller aus einer großen dt. Stadt, hatten eine Fabrik, 100 Lagerhäftlinge, Großgrundbesitzer und ne wöchentliche Audienz mit Kaffee und Kuchen bei den Oberheilkräutern. Nach dem Krieg: Fabrik kaputt, keine Häftlinge mehr für die Sklavenarbeit, Opa hingerichtet und Haus an Staat verloren. Wir sagen: gut so. Familie Müller sagt: früher war alles besser.

Blödes Beispiel vllt. aber kann man ja adaptiv auf das heutige Filmgeschäft abändern. Das finden sich sicher auch Beispiele.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 10:34 
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Blap hat geschrieben:
Trends, Mode und ähnlicher Kram haben mich noch nie sonderlich angemacht. War früher "alles" besser? Natürlich nicht. Dennoch hat sich einiges zum Nachteil verändert. Viele Kinder gehen zum spielen nicht mehr vor die Tür, etliche haben gar keine Zeit mehr für Spiel und Spass, werden schon im Kindergartenalter mit "Frühförderung" und anderem Terror überzogen. Grausig der Blick auf die Berufswelt, Millionen Menschen arbeiten für Hungerlöhne, oft trotz hoher Qualifikation, mehr und mehr wird ständige Erreichbarkeit gefordert, frisst sich der Beruf ins Privatleben ...

So bin ich ganz glücklich in meiner kleinen Zeit-/Raumblase, längst aus dem grossen Strom und der allgemeinen Hektik ausgestiegen.



Da schreibst Du wahre Worte aber leider habe ich keine Möglichkeit aus dem hektischen Berufsalltag auszusteigen und hoffe, dass ich die nächsten Jahrzehnte immer einen Arbeitgeber finde, der mich beschäftigt. Schlimm finde ich, dass Menschen über 40 beruflich fast keine Chance mehr haben, wenn sie sich verändern wollen.
Das Abstellgleis beginnt schon mit 40, weil jede Firma in Stellenanzeigen nur vom "jungen Team" spricht.
Dabei ist der Hauptanteil der Bevölkerung zwischen 45 und 65.
Alles ziehlt auf die junge Zielgruppe ab und ich bin schadenfroh, dass sich mit dieser jungen Zielgruppe kein großes Geld mehr verdienen lässt, weil sie einfach nicht im ausreichenden Maße vorhanden ist.
Theoretisch müssten die Älteren das Angebot bestimmen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 10:34 
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Da bräuchte man wohl jetzt einen Rentner hier im Forum der wirklich zu dieser zeit in der Blüte seines Lebens stand und uns darüber berichten kann...

Vielleicht rafft sich ja noch jemand auf, vielleicht ein Stiller Mittleser der uns seine eindrücke schildern möchte ???

Wäre jedenfalls cool ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 10:36 
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italo hat geschrieben:
Viel interessanter finde ich die Frage, warum ich mir Filme "ab ca. 1955" ansehe und warum mich die 20er/30er/40er nur bedingt interessieren?
Bei mir hängt das wohl mit meinem eigenen Geburtsdatum zusammen.
Zu den 50er, 60er Jahren habe ich keinen Bezug aber trotzdem waren diese Jahrzehnte in den 70er/ Anfang 80er Jahren noch spürbar für mich. Da standen in vielen Omi Wohnungen noch viele Übrigbleibsel aus dieser Zeit, die coolen Filme im TV waren alle aus den 60ern und man wuchs damit auf.
Ende der 70er und Anfang der 80er gab es in den Kinos noch Wiederaufführungen, man bekam also noch genügend aus diesen vergangenen Jahrzehnten zu sehen. Anfang der 80er gabs auch noch Leute, die in altmodischen 70er Klamotten rumliefen. Ich hatte als Kind oder Teenager zu dieser Zeit noch eine Verbindung. Diese Kindheitserinnerungen hole ich mir in alten Filmen wieder, um zu sehen, wie diese Zeit vor meiner Geburt war oder gewesen sein dürfte.
Deswegen "ab 1955", weil ich dass in meiner Zeit noch spüren konnte, auch wenn ich noch nicht geboren war.
Ich hatte eine sehr alte Oma, die zum Beispiel noch den klassischen Look von damals hatte. Wenn sie ins Städchen zum Shoppen ging, hatte sie noch ein Hütchen auf und ihr Handtäschchen oder in der Küche hatte sie eine Schürze an, zum Knöpfen, in die ganz leicht reinzukommen war. Diesen typischen Oma Look sehe ich zum Beispiel in deutschen Filmen der 50er oder 60er Jahre wieder.
Ich hole mir einfach die Zeiten als Kind zurück mit den Filmen.
Genauso liebe ich den Film BE ANGELED (2001), weil er mich an meine krasseste Feierzeit auf den Loveparades und die abgespacetesten Delirien meines Lebens erinnert, die ich zwar nicht wiedererleben will aber auch nicht missen möchte. Da hat man schon mal 5 Stunden am Stück getanzt oder war 2 Tage wach. Da glorifiziere ich natürlich auch, weil die Erinnerung daran schön ist aber man nur an die guten Erlebnisse denkt.
So was mich mich nennt man wohl einen filmischen Nostalgiker.

Das möchte ich uneingeschränkt unterschreiben. Ich bin Jahrgang '65 und mir geht es genauso, nur eben ein paar Jährchen später. Und mir ist auch klar, dass ich bei alten Filmen (also Streifen aus den 60ern und 70ern) hemmungslos romantisiere.
Aber so sehr ich Zentralheizung, elektrisches Licht, Internet und vor allem moderne Zahnarzttechnik liebe, so sehr vermisse ich in der heutigen Zeit ein paar Dinge: Ein klein wenig mehr Ruhe, weniger Gedrängle, weniger Ich-muss-jetzt-unbedingt-noch-dies-und-das-tun, das tät uns allen gut. (Übrigens auch mit ein Grund warum ich in die Schweiz gegangen bin.)
Ich weiss noch wie ich mit meinem ersten Cabrio im Sommer 2003 von Nürnberg nach Bad Tölz gefahren bin, unter absoluter Vermeidung jeglicher Autobahnen. Und stellt euch vor: Ich kam an! Soll man gar nicht glauben, und ich hab auf der Fahrt erheblich mehr erlebt als auf der Fucking Autobahn.

Und auch darum schau ich mir so gerne ältere Filme an: Weil eben nicht alle paar Minuten ein Auto explodieren muss, sondern weil die Filmemacher sich früher mehr Zeit gelassen haben ihre Geschichten zu erzählen. (Guter) Film ist eben nicht nur Krach-Wumms, sondern eben auch Storytelling, oder?

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 10:45 
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Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
Und auch darum schau ich mir so gerne ältere Filme an: Weil eben nicht alle paar Minuten ein Auto explodieren muss, sondern weil die Filmemacher sich früher mehr Zeit gelassen haben ihre Geschichten zu erzählen. (Guter) Film ist eben nicht nur Krach-Wumms, sondern eben auch Storytelling, oder?



Du sagst es! Die heutigen Action Filme lassen einem keine Zeit mehr.
Schon die meist nichtssagenden Trailer moderner Filme nerven mich, weil zum Beispiel jeder Horrorfilm mit den gleichen Soundsamples untermalt ist. Da macht es plötzlich Kawumm und man soll sich erschrecken. Heutige Horrorfilme werden meist mit krassen Soundeffekten untermalt und man erschrickt nur, wegen der Lautstärke. Auch in Actionfilmen muss alles knallen, man hat auch keine Zeit mehr, einen coolen Zweikampf zu genießen, weil die moderne Technik und der Bildschnitt keine Zeit mehr lässt das gesehene zu verarbeiten.
Deswegen schätze ich Filme wie DRIVE oder ONLY GOD FORGIVES.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 10:59 
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italo hat geschrieben:
Viel interessanter finde ich die Frage, warum ich mir Filme "ab ca. 1955" ansehe und warum mich die 20er/30er/40er nur bedingt interessieren?
Bei mir hängt das wohl mit meinem eigenen Geburtsdatum zusammen.
Zu den 50er, 60er Jahren habe ich keinen Bezug aber trotzdem waren diese Jahrzehnte in den 70er/ Anfang 80er Jahren noch spürbar für mich. Da standen in vielen Omi Wohnungen noch viele Übrigbleibsel aus dieser Zeit, die coolen Filme im TV waren alle aus den 60ern und man wuchs damit auf.
Ende der 70er und Anfang der 80er gab es in den Kinos noch Wiederaufführungen, man bekam also noch genügend aus diesen vergangenen Jahrzehnten zu sehen. Anfang der 80er gabs auch noch Leute, die in altmodischen 70er Klamotten rumliefen. Ich hatte als Kind oder Teenager zu dieser Zeit noch eine Verbindung. Diese Kindheitserinnerungen hole ich mir in alten Filmen wieder, um zu sehen, wie diese Zeit vor meiner Geburt war oder gewesen sein dürfte.
Deswegen "ab 1955", weil ich dass in meiner Zeit noch spüren konnte, auch wenn ich noch nicht geboren war.
Ich hatte eine sehr alte Oma, die zum Beispiel noch den klassischen Look von damals hatte. Wenn sie ins Städchen zum Shoppen ging, hatte sie noch ein Hütchen auf und ihr Handtäschchen oder in der Küche hatte sie eine Schürze an, zum Knöpfen, in die ganz leicht reinzukommen war. Diesen typischen Oma Look sehe ich zum Beispiel in deutschen Filmen der 50er oder 60er Jahre wieder.
Ich hole mir einfach die Zeiten als Kind zurück mit den Filmen.


Du sagst es! Die heutigen Action Filme lassen einem keine Zeit mehr.
Deswegen schätze ich Filme wie DRIVE oder ONLY GOD FORGIVES.



Sehr schön geschrieben :jc_doubleup: Genau so ähnlich würde auch meine Argumentation aussehen, aber bzgl. des angegebenen Zeitrahmens alles um ca. 5 Jahre nach vorne versetzt (also später) ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 17:27 
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Interessant finde ich jedoch den Aspekt, dass die Jugend heutzutage nich mehr sagt: "Ach, geh mir doch weg mit dieser Früher-war-alles-besser-Scheisse, du oller Sack!", sondern dass Gegenteilige der Fall ist. Retro & Vintage ist voll angesagt, speziell auf Film bezogen: der Grindhouse-Trend.

Auch junge Filmbegeisterte feiern z.B. handgemachte FX voll ab und lästern über seelenlosen CGI-Overkill. Das sind nicht nur wir Oldies.

Dieses Phänomen ist in allen Bereichen vorzufinden: Musik mit 80s-Sound, Vintage-Mode, ja sogar alte Eissorten werden mit Originalrezept wiederbelebt.


Vielleicht haben wir z.Zt. tatsächlich den Punkt erreicht, wo wirklich früher vieles besser war, ohne jedoch gleichzeitig alle guten modernen Errungenschaften (Internet, Smat-Phone etc.) verteufeln zu müssen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 17:57 
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TRAXX hat geschrieben:
Vielleicht haben wir z.Zt. tatsächlich den Punkt erreicht, wo wirklich früher vieles besser war, ohne jedoch gleichzeitig alle guten modernen Errungenschaften (Internet, Smat-Phone etc.) verteufeln zu müssen?


So in etwa würde ich das auch sehen!

Ansonsten sehr, sehr schöne Anekdoten zu den frühen Kinobesuchen und Kontakten mit dem Genrekino.

Zu leeren Kinos, letzte Woche war ich in THE RETURN OF THE FIRST AVENGER, da waren wir zu dritt in nem riesigen Cinestar-Kinosaal... allerdings auch 14.30 Uhr, wobei da die Zielgruppe eigentlich schon Schulfrei haben müsste, obwohl Ganztagsschulen und so... :lol:

Mein erster Kinofilm in Begleitung meines Onkels war 1992 Disneys ALADDIN. 8-)
Mein erster Kinofilm als Geburstagsfeier war 1996 SPACE JAM . :mrgreen:
Mein erster Kinofilm ohne Begleitung war 2001 MÄDCHEN, MÄDCHEN :shock: Tjaja, Sex Sells, Pubertät und so. :lol:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com

Sternstunden des deutschen Kinofilms. :shock:

Achso und die alten Filme heutzutage im Kino sehen mit ganz vielen Gleichgesinnten ist für mich die Wiedergutmachung des zu spät auf die Welt gebrachten.

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Die Filme gehen vor, denn sie haben sich ihr Schicksal im 21. Jahrhundert nicht ausgesucht und wollen gesehen, genossen und geliebt werden, denn dafür sind sie da. - McKenzie
If you don't like it - don't buy it! But if you buy it anyway, stop bitchin' around! - TRAXX


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 18:51 
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italo hat geschrieben:
Schlimm finde ich, dass Menschen über 40 beruflich fast keine Chance mehr haben, wenn sie sich verändern wollen.
Das Abstellgleis beginnt schon mit 40, weil jede Firma in Stellenanzeigen nur vom "jungen Team" spricht.


Früher war man Maurer oder Schlosser, weil's der Papa schon war und den Unternehmer kannte und dann war man als Kind schon gebrannt. Ich war einer von drei Jungs aus unserem Dorf, die nicht in die Fußstapfen unserer Eltern getreten sind und wir wurden deshalb von den anderen ziemlich blöd angemacht. Ein 40jähriger hat niemals seinen Beruf gewechselt, geschweige denn daran gedacht, dies zu tun.

Früher war nicht alles besser, auch nicht einfacher...

Wenn man früher einen mobben wollte, dann konnte man das nicht anonym über einen Proxy-Server aus Russland tun, sondern musste noch hingehen und ihm eins in die Fresse schlagen! (Telefon - äh, früher Telephon,( heute wieder Smart- oder i-Phone(!)) hatten wir erst Mite der 70er bekommen!) :D

Und wenn ich dann die Jugendlichen von heute sehe, die haben nur Bier saufen, Mofas frisieren, Mädels abschleppen im Sinn... Wenn ich dann denke, was wir damals gemacht haben: Bier saufen, Mofas frisieren, Mädels in der Disse abschleppen! Das waren noch Zeiten! :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 19:31 
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TRAXX hat geschrieben:
Interessant finde ich jedoch den Aspekt, dass die Jugend heutzutage nich mehr sagt: "Ach, geh mir doch weg mit dieser Früher-war-alles-besser-Scheisse, du oller Sack!", sondern dass Gegenteilige der Fall ist. Retro & Vintage ist voll angesagt, speziell auf Film bezogen: der Grindhouse-Trend.

Auch junge Filmbegeisterte feiern z.B. handgemachte FX voll ab und lästern über seelenlosen CGI-Overkill. Das sind nicht nur wir Oldies.

Dieses Phänomen ist in allen Bereichen vorzufinden: Musik mit 80s-Sound, Vintage-Mode, ja sogar alte Eissorten werden mit Originalrezept wiederbelebt.


Vielleicht haben wir z.Zt. tatsächlich den Punkt erreicht, wo wirklich früher vieles besser war, ohne jedoch gleichzeitig alle guten modernen Errungenschaften (Internet, Smat-Phone etc.) verteufeln zu müssen?


Das wollte ich auch schon schreiben. Entweder, die Filme kopieren den ganzen Look oder nehmen Bezug auf einzelne Sachen. Das findet sich ja sogar schon bei Zeichentrickserien für Kinder. Da wird Bezug auf Filme genommen, die die Kinder noch gar nicht kennen, weil eben nicht für Kinder. Die verstehen das dann nicht, aber der geneigte Filmfreund sitzt dann da und freut sich :D
Ich bin durch Tarantino an Grindhouse gekommen. Habe Death Proof gesehn und gehört, dieser Tarantino bedient sich bei sogenannten "Grindhouse-Filmen". Wollte wissen was das ist und so hats angefangen. :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 13.04.2014 20:08 
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"Wir" haben in den 70ern über den miesen deutschen Film geklagt und kannten Italien durch Don Camillo und die Bud Spencer & Terence Hill - Filme. Die alten Wallace-Streifen waren Klasse, und natürlich zählten nur die Emma Peel - Staffeln. Wer war schon eine Tara King? Jess Franco galt als schlechtester Filmregisseur aller Zeiten, aus deutschen Landen kamen nur verkopfte Filme, die niemand verstand und die keiner sehen wollte (Man erinnere sich nur an Rolf Giesens KINO WIE ES KEINER MAG, da wurde über Regisseure wie Wenders, Herzog, Schlöndorff, Geissendörfer hergezogen)... und die auch keiner sah!

Wir hörten in den 80ern elektronische Musik und verkannten, dass Peter Schillings Major Tom schon einmal 10 Jahre zuvor von David Bowie besungen wurde, Paul Youngs common people eigentlich von John Denver war, ...

Wie peinlich war es für mich, als in einem Museum für Musikinstrumente die Organistin ein Lied auf einer Orgel vorspielte und ich endlich dachte, ich kenne eines dieser vielen Stücke und ich rief, das Stück sei von Procol Harum und hieße a whiter shade of pale. Ich kann mich noch gut an die mitleidigen Blicke der anderen Besucher erinnern.

Zur Zeit sieht man morgens auf Viva das neue Stück von David Guetta mit einer Sängerin, es ist Chers bang bang gepart mit Gainsbourgs comic strip.

Es wurde schon immer geklaut, was das Zeug hält...

Es werden auch heute noch sehr gute Filme gedreht, und nicht alles, was wir heute mies finden, ist schlecht. Vielleicht feiert man diese CGI-Effekte in 10, 20 Jahren so, wie wir es mit dem Kino der 60er / 70er zur Zeit tun.
Ich meine, in den 70ern / 80ern haben wir uns auch an den Technikfilmen begeistern können, sahen STAR WARS, CLOSE ENCOUNTERS, INDIANA JONES, alles Filme, die wir heute auch nicht mehr angucken. Und gute Horrorfilme gibt es heute wie Sand am Meer!

(Ausgenommen die vielen Re-Makes!)


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 14.04.2014 01:19 
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andeh hat geschrieben:

Mein erster Kinofilm in Begleitung meines Onkels war 1992 Disneys ALADDIN. 8-)
Mein erster Kinofilm als Geburstagsfeier war 1996 SPACE JAM . :mrgreen:
Mein erster Kinofilm ohne Begleitung war 2001 MÄDCHEN, MÄDCHEN :shock: Tjaja, Sex Sells, Pubertät und so. :lol:

Ich weine um die Jugend! :cry:




:mrgreen: :P ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 14.04.2014 08:08 
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Toller Thread. Mein Problem, als Kind der 80er ist, dass es doch eher die späten 80er waren und ich somit viele Filme erst auf Video kennengelernt habe. DIE GOONIES z.B. oder GREMLINS hätte ich wahnsinnig gerne im Kino gesehen. Oder eben andere Filme dieser Ära: DER DUNKLE KRISTALL, WILLOW, TRON, etc.
Ein Paar Jährchen früher das Licht der Welt erblicken wäre schon toll gewesen.... Aber die 90er haben ja auch viele tolle Kinofilme zu bieten gehabt :lol:


andeh hat geschrieben:
Mein erster Kinofilm in Begleitung meines Onkels war 1992 Disneys ALADDIN. 8-)
Mein erster Kinofilm als Geburstagsfeier war 1996 SPACE JAM . :mrgreen:
Mein erster Kinofilm ohne Begleitung war 2001 MÄDCHEN, MÄDCHEN :shock: Tjaja, Sex Sells, Pubertät und so. :lol:


Sensationell... Bei mir liest es sich fast genau so:
Erster Kinofilm in Begleitung (meiner Eltern) KÖNIG DER LÖWEN (1994)
Erster Kinofilm als Geburtstagsfeier SPACE JAM (1996)* :jc_doubleup:
Erster Kinofilm ohne Begleitung KNALLHARTE JUNGS (2002)

Ich denke, da ist eine Tendenz in diesem Jahrgang erkennbar :lol:

Erinnern kann ich mich auch noch an folgende Kinobesuche (mit einem Kumpel):
MAN IN BLACK (1997)
Fanden wir ziemlich cool, haben uns aber gegruselt, als Edgar sich am Ende den "Kopf" aufreist und sein Insekten-Körper preisgibt :lol:

SPAWN (1997)
Fragt mich nicht, wie wir da rein gekommen sind, wir waren eigentlich zu jung, aber die Quittung war auch, dass ich die Hälfte des Film nicht gesehen habe, weil ich die Hände vor den Augen hatte :lol: :lol:

SLEEPY HOLLOW (1999)
Da gabe es so ein Wirr-Warr, ob der Film jetzt ab 16 oder ab 12 Jahren frei war. Und man entschied sich zu unseren Gunsten für "ab 12".
Ähnlich wie bei MIB fanden wir den Film ziemlich cool, aber die rollenden Köpfe und Ch. Walkens Zähne blieben noch lange im Gedächnis :lol: :lol: :lol:

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* ich liebe ihn immer noch!


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 14.04.2014 08:33 
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Erster Kinofilm in Begleitung (bzw. mein Vater hat mich bis zum Kinosaal gebracht, in Begleitung gabs nicht ;) : Der Bär (1988)
Erster Kinofilm als Geburtstagsfeier: Entweder Charlie - Alle Hunde kommen in den Himmel (1988) oder Arielle (1989), weiß ich nicht mehr genau
Erster Kinofilm ohne Begleitung (also im Eigenantrieb hin und rein): Salz auf unserer Haut (1992) (weil der Kollege Otto-der Liebesfilm schon gesehn hatte. Hab nix verstanden, hab mich total gelangweilt, aber irgendwie wars immer ne gute Story, wie man da rein gekommen ist :P )
Erster "ab18"-Film im Kino: Starship Troopers (1997) (mit 16 ;) ), 1998 From dusk till dawn in einer Tarantino-Nacht (mit 17)

Ich komm ja so aus dem Zwischending zwischen "Nur Kino" und "Alles zu jeder Zeit auf allen möglichen Medien" und worum ich die ganz jungen Filmanfänger nicht beneide ist, dass sie Filme gar nicht mehr "entdecken", weil alles direkt abrufbar ist. Früher wollte man nen Film unbedingt schauen und hat ihn sich auf nem abgenudelten Tape in geschnittener Fassung angeschaut und man verbindet damit dadurch aber trotzdem so viel, dass man ihn zum absoluten Kultfilm hochstilisiert, obwohl der Film vielleicht heute niemanden mehr hinterm Berg hervorlocken würde. Man ertappt sich ja selbst dabei, wie man sich bei manchen Filmen fragt, was man daran mal gut fand. Ich denke mal, das Filmerlebnis hängt immer ein Stück mit der momentanen Lebenssituation zusammen, und manche Filme altern im eigenen Empfinden gut, manche weniger....


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 14.04.2014 08:41 
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Logan5514 hat geschrieben:
Erinnern kann ich mich auch noch an folgende Kinobesuche (mit einem Kumpel):
MAN IN BLACK (1997)
Fanden wir ziemlich cool, haben uns aber gegruselt, als Edgar sich am Ende den "Kopf" aufreist und sein Insekten-Körper preisgibt :lol:


Auf jeden Fall, da war ich auch wieder an nem Geburtstag drin und fand den auch richtig, richtig gruselig Stellenweise. :lol:

Mein erster Kontakt mit Horror-Filmen war in ganz jüngster Kindheit, also unter 10 allemal: Hab zufällig irgendwo im Free-TV nachts in FAHRSTUHL DES GRAUENS ( 1983) reingezappt und war danach wochenlang gefickt... der erste bewusste Kontakt war auf nem 14! Geburtstag wo ich mir als 13-jähriger HALLOWEEN H20 reinziehen musste, auch wochenlanges Traumata. :lol: :roll:

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Die Filme gehen vor, denn sie haben sich ihr Schicksal im 21. Jahrhundert nicht ausgesucht und wollen gesehen, genossen und geliebt werden, denn dafür sind sie da. - McKenzie
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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 14.04.2014 08:53 
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Logan5514 hat geschrieben:
DIE GOONIES z.B. oder GREMLINS hätte ich wahnsinnig gerne im Kino gesehen. Oder eben andere Filme dieser Ära: DER DUNKLE KRISTALL, WILLOW, TRON, etc.


DER DUNKLE KRISTALL hat mich im Kino voll umgehauen. Fand den total spannend und unheimlich. Habe nachts von diesen Puppenfiguren geträumt. Tolle Story. Habe den auch auf DVD hier stehen, doch traue ich mich nicht, ihn anzuschauen. Viele Filme aus meiner Jugend haben nach späterer Betrachtung auf der Couch inzwischen ungemein eingebüßt und ich befürchte, dies könnte auch bei diesem Film der Fall sein, deswegen gucke ich mir den nicht an. Blöd, aber so isses.

Denn auch DAS LETZTE EINHORN, LEGENDE (!), LABYRINTH hatten mich damals fasziniert und später fehlte einfach die Magie, die ich als Bub damals empfunden habe.

WILLOW war zum Abfeiern. Den hat neulich mein Kumpel, mit dem ich einst diesen Film im Kino angeschaut habe, auf DVD besorgt und wir haben ihn uns auf einem Beamer in seinem Wohnzimmer mit einer Kiste Bier angeschaut. Das Schöne an der Sache war die Erinnerung, der Film hat mich nur noch gelangweilt. :(


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 14.04.2014 08:54 
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andeh hat geschrieben:
Logan5514 hat geschrieben:
Erinnern kann ich mich auch noch an folgende Kinobesuche (mit einem Kumpel):
MAN IN BLACK (1997)
Fanden wir ziemlich cool, haben uns aber gegruselt, als Edgar sich am Ende den "Kopf" aufreist und sein Insekten-Körper preisgibt :lol:


Auf jeden Fall, da war ich auch wieder an nem Geburtstag drin und fand den auch richtig, richtig gruselig Stellenweise. :lol:

Mein erster Kontakt mit Horror-Filmen war in ganz jüngster Kindheit, also unter 10 allemal: Hab zufällig irgendwo im Free-TV nachts in FAHRSTUHL DES GRAUENS ( 1983) reingezappt und war danach wochenlang gefickt... der erste bewusste Kontakt war auf nem 14! Geburtstag wo ich mir als 13-jähriger HALLOWEEN H20 reinziehen musste, auch wochenlanges Traumata. :lol: :roll:


Herrlich! Als wäre ich dabei gewesen :lol:
Mein erstes "traumatisches" Erlebnis war BLADE mit Wesley. Ich war (und bin es ja noch) Comicfan und habe mir in dem Zuge auch alle Comic-Verfilmungen angesehen, die es gab. Na ja und da stand auch BLADE auf der Liste. Mein Vater war dann so nett und hat das 18er Tape ausgeliehen und ihn mit mir angesehen (bis zum Ende - andere Eltern hätte ermutlich nach der Disko-Szene schon ausgemacht). Na ja, den Rest kann man sich ja denken: Brutaler (immer noch indizierter) 18er-Film -> Wirkung auf einen Herranwachsenen, der gerade so in die 12er-Filme drufte :lol:
Ich habe dannach noch lange von Whistler geträumt.... :cry:
Ach ja und MARY SHELLEY'S FRANKENSTEIN war auch so eine Sache. In den Osterferien war ich bei einem Kumpel zum Übernachten und er hat sich ein Video von seinem Vater gemopst.... War es vielleicht der falsche Film?!?! :lol:
Und als hätten wir nichts gelernt, wurde am nächsten Tag EDWARD MIT DEN SCHEERENHÄNDEN geschaut... Tja, rückblickend erklärt das glaube ich einiges 8-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 14.04.2014 09:03 
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dr.freudenstein hat geschrieben:
DER DUNKLE KRISTALL hat mich im Kino voll umgehauen. Fand den total spannend und unheimlich. Habe nachts von diesen Puppenfiguren geträumt. Tolle Story. Habe den auch auf DVD hier stehen, doch traue ich mich nicht, ihn anzuschauen. Viele Filme aus meiner Jugend haben nach späterer Betrachtung auf der Couch inzwischen ungemein eingebüßt und ich befürchte, dies könnte auch bei diesem Film der Fall sein, deswegen gucke ich mir den nicht an. Blöd, aber so isses.
Also DER DUNKLE KRISTALL begeistert mich heute fast noch mehr. Ich habe ihn ja erst auf VHS kennen gelernt und fand ihn atemberaubend. Ich glaube, dass war (wieder) an so einem Silvester-Abend, wo meine Eltern mir 5-6 Filme geliehen haben, damit ich was zu tun hatte bis 12:00 und die schön mit Freunden einen saufen konnten :lol:

Ich habe mir dann später aus Nostalgiegründen die VHS noch mal gekauft, dann die DVD und besitze jetzt die BD.
Und ganz ehrlich, der Film ist auch heute noch wirklich ein Meisterwerk. Wo z.B. DIE UNENDLICHE GESCHICHTE jetzt durch offensichtliche Tricktechniken an Power verloren hat, begeistert Jim Hensons-Film immer noch. Die Effekte und Puppen sind einfach grandios. Noch heute fragt man sich, wie die das gemacht haben - Einer meiner All-Time-Favorites.
(Off Topic: Ganz heißer Tipp für Henson Fans: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***)


dr.freudenstein hat geschrieben:
Denn auch DAS LETZTE EINHORN, LEGENDE (!), LABYRINTH hatten mich damals fasziniert und später fehlte einfach die Magie, die ich als Bub damals empfunden habe. WILLOW war zum Abfeiern. Den hat neulich mein Kumpel, mit dem ich einst diesen Film im Kino angeschaut habe, auf DVD besorgt und wir haben ihn uns auf einem Beamer in seinem Wohnzimmer mit einer Kiste Bier angeschaut. Das Schöne an der Sache war die Erinnerung, der Film hat mich nur noch gelangweilt. :(
Also DAS LETZTE EINHORN fand ich nie so richtig toll. LEGENDE und LABYRINTH finde ich aber nach wie vor sehr cool. Auch wenn ich LEGENDE mittlerweile etwas nervig finde (Stichwort: David Bennent). WILLOW hat allerdings auch bei mir etwas an Reiz verloren. Genau so LADYHAWK / DER TAG DES FALKEN. Den fand ich nämlich in den 80ern/90ern auch super, allerdings war er mir jetzt etwas zu langweilig...


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 14.04.2014 10:02 
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Da sieht man mal wieder was alleine 10 Jahre ausmachen. Mein erster Kinofilm als 5 jähriger war DER ÖLPRINZ in einer Wiederauführung. Da hat mich meine große Schwester mitgenommen.
Der erste Kinofilm mit Begleitung meiner Mutter war ET-Der Außerirdische.

Wenn man bedenkt, was der Altersunterschied der User hier in Bezug auf den Filmgeschmack ausmacht und welche verschiedenen filmischen Kindheitserinnerungen hier zum Tragen kommen, wundert es mich, dass wir uns alle hier treffen und einen sehr ähnlichen Filmgeschmack bekommen haben.

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Suche "Maigret und sein gößter Fall" Regie: Alfred Wiedenmann. DVD von 3L


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 14.04.2014 10:33 
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Wenn ich die Jugenerinnerungen der anderen lese (mit grösstem Vergnügen!!) fällt mir ein, dass es irgendwann in den 70ern mal einen Abend gab wo meine Eltern ausgegangen sind, und ich so lange fernsehen durfte wie ich wollte. In der Glotze kamen - 2 Western :D Zuerst MAN NANNTE IHN KELLY, an den ich gar keine Erinnerungen habe, und anschliessend MAN NANNTE IHN HOMBRE, der mich extrem beeindruckt hat. Das Schlussbild, wenn aus dem Gesicht Paul Newmans übergeblendet wird zu dem Foto eines Indianerjungen, das hat mich ganz lange verfolgt.
HOMBRE ist entsprechend bis heute einer meiner Lieblings-US-Western ...

Aber so werden Geschmäcker geprägt. Mit Horror konnte ich als Jugendlicher nichts anfangen und kann es bis heute nicht.

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 14.04.2014 17:02 
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Logan5514 hat geschrieben:
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MAN IN BLACK (1997)
Fanden wir ziemlich cool, haben uns aber gegruselt [...]

SPAWN (1997)
[...] dass ich die Hälfte des Film nicht gesehen habe, weil ich die Hände vor den Augen hatte


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MAN IN BLACK (1997)


[...] und fand den auch richtig, richtig gruselig Stellenweise. :lol:

[...] wo ich mir als 13-jähriger HALLOWEEN H20 reinziehen musste, auch wochenlanges Traumata.


Ich weine (immer mehr) um die Jugend!!!


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