Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 09.04.2014 22:01 
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Wem geht es auch so? Ständig hat man das Gefühl in der falschen Zeit geboren zu sein. Holde Rittersfrauen aus Zauberschlössern retten - vorbei. Hitler-Attentat ausführen - nicht mehr möglich. Zu Gothic und Darkwave abfeiern - klappt nicht wegen der Cybergoten-Schwemme. Wo ist sie hin die gute alte Zeit?

Ich erfreue mich an Dingen, die prinzipiell schon lange durch sind. Musik und Film werden zu Kult glorifiziert. Doch wie empfinden Zeitzeugen den Eurokult, das Grindhouse und Exploitation? Ist der Kult von heute, der Mainstream von damals?

Zeitzeugen sind gefragt. Raus mit den Anekdoten aus der schönen Zeit. Blap, lass die Finger von der Pflegeschwester und schreib. Diabolik!, stell die Herz-Lungenmaschine kurz ab und berichte und allen anderen, lasst die Bingo-Abende sausen, für tolle Geschichten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 10.04.2014 14:13 
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Das würde mich auch mal interessieren. Wie war es, sich die neuesten IW und Eastern und andere Dirty Pictures im schmuddeligen Bahnhofskino anzusehen? :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 10.04.2014 14:27 
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Erinnere mich an das Bali Kino am Bochumer Hauptbahnhof. War gerade mal 13 oder 14 Jahre und in dieses Kino kam man locker in FSK 18 Filme. Mein erster Besuch in diesem Kino hatte den Grund "Die Todesfaust des Cheng Li" Das Bali-Kino hatte die Eigenschaft, dass man für einmal Zahlen den ganzen Tag im Kino bleiben konnte und sich den Film so oft ansehen durfte wie man wollte. Natürlich wusste ich davon Nichts und als ich mich hinsetzte liefen die letzen 20 Minuten des Films. War natürlich blöd dass man den Ausgang dann schon kannte.

Bevor die Vorstellung dann noch mal von vorn los ging, gab es Trailer. "Ein Zombie hing am Glockenseil" und "Man-Eater". Das war natürlich harter Tobak für die damalige Zeit. Das Kino an sich war total versifft. Hier trafen sich auch Obdachlose um sich zu besaufen etc. Es liefen dort nur Eastern, Horrorfilme, HC Filme und ab und an ein Italo Western.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 10.04.2014 14:52 
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Klingt ja geradezu paradiesisch Sid. Eastern, Horror, Italowestern und Pimmelwestern was will man mehr :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 10.04.2014 17:46 
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Djabartana hat geschrieben:
Klingt ja geradezu paradiesisch Sid. Eastern, Horror, Italowestern und Pimmelwestern was will man mehr :D


Ich finde, es klingt nicht paradiesisch, sondern einfach nur eklig. Ich würde es keine Stunde in so einem Kino aushalten.
Außerdem ist wirklich die Frage, wie groß der Filmgenuss ist/sein kann, wenn man in einem Saal voller betrunkener und anderer sich unangemessen verhaltenden Personen sitzt.

Habe vor ein paar Jahren "Ein Zombie hing am Glockenseil" und "Woodoo" als Double Feature in einem verranzten Kino gesehen. Das Publikum war dermaßen nervig. Man hatte den Eindruck, dass die lieber Party machen als sich den Film anschauen wollen (Gelächter, lautes Reden, Popcornschlachten etc.).

Meiner Meinung nach ist es nicht immer unbedingt ein Vorteil, sich einen guten Film im Kino anzuschauen und ich finde, dass die "alten Zeiten" ein bisschen zu stark glorifiziert werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 10.04.2014 17:52 
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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 10.04.2014 18:04 
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Asa Vajda hat geschrieben:
Djabartana hat geschrieben:
Klingt ja geradezu paradiesisch Sid. Eastern, Horror, Italowestern und Pimmelwestern was will man mehr :D
Außerdem ist wirklich die Frage, wie groß der Filmgenuss ist/sein kann, wenn man in einem Saal voller betrunkener und anderer sich unangemessen verhaltenden Personen sitzt.
Ist das heute denn wirklich anders?

Neu waren die Filme damals natürlich nicht mehr, aber ich weiss noch wie ich DJANGO das erste Mal im Kino gesehen habe. Die Dollar-Filme kannte ich bereits (natürlich auch aus dem Kino - die ersten beiden als Double-Feature :P ), genauso wie MÖGEN SIE IN FRIEDEN RUHEN, von daher hatte ich eine Ahnung was da kommt. Und ich lache noch über den Spruch auf dem Plakat "Der Mann mit dem Sarg ist da", der Film beginnt - und die Kamera erfasst den Sarg und ich war völlig hin und weg ...

Noch wegger war ich bei LEICHEN PFLASTERN SEINEN WEG, das erste Mal im Kino. Scheisse war ich platt. Von DJANGO wusste ich ja schon dass am Schluss ein Wunder passiert und Trintignant aufstehen wird und davon reitet. Von wegen ... Da bin ich nach dem Film noch einige Zeit sitzen geblieben.

Und TÖTE DJANGO, im Kino, war auch ein absolutes Erlebnis. Wahrscheinlich der Beginn meiner Liebe zu depressiven Filmen :D

Schlimm war BLUE SUNSHINE in der Mitternachtsvorstellung. Ich musste hinterher 15 Minuten zu Fuß zum Bahnhof laufen, und wenn mir auch nur ein Skinhead begegnet wäre, ich wäre sowas von schreiend davon gerannt.
Der Gegensatz dazu war eine Woche später ERASERHEAD, ebenfalls in der Mitternachtsvorstellung. Glaubt mir, auf der großen Leinwand entfaltet der Film erst seine ganze Wirkung!

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 10.04.2014 18:09 
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Na, das klingt ja alles nicht so toll..
War bestimmt gut, sich seine Lieblings-B-Movies im Kino anschauen zu können, aber scheint ja auch echt viel Gesocks da rumgehangen zu haben. Die Alternativen sehe ich auch nicht so doll. War bestimmt nicht einfach, dann mal nen Film zuhause genießen zu können. Da erstmal drankommen, dann noch arschteuer...

Ich denke, da hat mans heute wirklich einfacher. Uncut-Filme mit einem Mausklick. Und wenn man Glück hat, kann man auch mal nen alten Film im Kino genießen, wie z.B. beim Forentreffen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 10.04.2014 18:10 
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Ich hab eine große Leinwand daheim und kann mir die Filme ungeschnitten in bester Qualität mit selbst ausgesuchtem Publikum ansehen :mrgreen:
Außerdem kenne ich Geschichten von Leuten, die Django und andere Klassiker in Kinos angesehen haben, wo auch Schmuddel- bzw. Pornofilme gezeigt wurden. Da musste man wohl immer sehr genau aufpassen, auf was man sich draufsetzt...
Aber wie sagt das Blap? ..."Teile deine Sahne"... :mrgreen: :mrgreen:

Beim Rest stimme ich Reverendo zu - die Erhältlichkeit war auch ein Problem und ab Mitte der 80er war sowieso jeder Film geschnitten.
Vom falschen Bildformat (Homevideo) fange ich gar nicht erst mal an...

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Zuletzt geändert von Asa Vajda am 10.04.2014 18:19, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 10.04.2014 18:15 
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Asa Vajda hat geschrieben:
Aber wie sagt das Blap? ..."Teile deine Sahne"... :mrgreen: :mrgreen:


Teilen per Einspritzvorgang, verkleckern auf Kinositzen ist war nicht vorgesehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 10.04.2014 18:21 
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Weiß ich schon. War vielleicht etwas frei interpretiert bzw. aus dem Zusammenhang gerissen. Aber passte grade so gut zum Thema. :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 11.04.2014 17:25 
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Der Thread gefällt mir, deshalb gebe ich auch mal ein paar Anekdoten aus meinem Leben zum Besten:

Also, mit 13 war ich natürlich ein Gruselfilmfan, spätestens als ich mir die ersten 10 Min. langen Stummfilmchen auf Super 8 angeschafft hatte und auch im TV Filme wie "Frankensteins Rache" oder "Dr. Cordelier" liefen. Zu dieser Zeit wurde ich auch zum absoluten Kinofan. Das war doch ein herrliches Gefühl, sich mit Herzklopfen in einen Streifen "ab 16" oder sogar "ab 18" mogeln zu können. Angefangen hat alles mit "Frankenstein sucht ein neues Opfer". Die Kassiererin war eine liebe Oma, die nie nach dem Alter fragte. So ging das eine Zeit lang. Aber irgendwann saß dann da ein knurriger alter Sack, der natürlich sofort den Ausweis sehen wollte. Not macht erfinderisch. Da mußte mein Herr Papa herhalten und mir die Karte besorgen. Ich hatte ihn immer genau instruiert, welchen Theaternamen er an der Kasse sagen sollte. Dann steckte er mir die Karte zu und ich ging die Treppen rauf zum Kinoeingang. Der Kartenabreisser interessierte sich nicht für irgendwelche Freigaben, und so sah ich dann schon Filme wie "John Christie - Der Frauenwürger von London", "Nacht der Vampire", und später auch Titel wie "Die Sexsklavinnen von Schloß Porno", "Die Schreckenskammer des Dr. Sex" usw. usw.

Als ich dann 16 war, fragte keiner mehr nach dem Alter. - Und so war ich ganze 10 Jahre lang fleissiger Kinogänger. Die versifften, säuerlich riechenden Bali-Nonstop-Kinos habe ich auch kennengelernt. Aber mir kam es auf den Film an. Da hat mich das Ambiente nicht sonderlich gestört.

Mit der Freundin oder mit Bekannten ging es natürlich dann in gediegenere Kinos mit anspruchsvolleren Titeln. Aber den Schmuddelkram hatte ich mir ganz exclusiv nur für mich allein reserviert. :mrgreen:

Irgendwann in den 80ern war dann auch für mich die Kinozeit zu Ende, weil andere Interessen im Vordergrund standen.

Den miesesten Kinobesuch erlebte ich allerdings erst 2005 bei "The Day after Tomorrow". Das war eine Aktion mit einem Eintrittspreis von nur 50 Cent. Ich hatte von den Streifen nichts, aber auch gar nichts mitgekommen. Das Kino war gerammelt voll von Jugendlichen im Flegelalter "mit Migrationshintergrund". Die hatten durch ihr Gerenne im Kinosaal, ihre ständig blinkenden Handys und ihr gegenseitiges lautes Zurufen die Vorstellung komplett geschmissen. Da ist man wirklich versucht, den stereotypen Satz zu sagen: "Zu meiner Zeit hats sowas noch nicht gegeben."


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 11.04.2014 18:06 
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Ich kann auch eine kleine Kapriole dazu beitragen...

Es gab damals in meiner alten Heimat in der Nähe (Oberaula) ein Programmkino mit einem einzigen Saal mit etwa 300 Sitzplätzen. Jeder Film kostete in den 70ern dort 3.- DM, Kinderermäßigung waren, glaube ich, 50 Pfennige. Da habe ich dann mit Mama zum ersten Mal DAS DSCHUNGELBUCH gesehen. Aber das wollt ihr ja gar nicht wissen.

Draußen war ein großer Schaukasten, in dem Bilder kommender Filme hingen. Und auf einem Familienausflug in ein Cafe in der Nähe liefen mein Cousin und ich rüber zum Kino, um uns die Bilder kommender Filme anzuschauen. Und da sahen wir auf einem Bild einen garstig ausschauenden Mann, der Därme verschlang (dass es seine eigenen waren, hatte ich, so meine Erinnerung, nicht erkannt). Da mussten wir rein. In den nächsten Tagen verzichteten wir auf das neueste Lustige Taschenbuch und fuhren mit dem Rad ins 8km entfernte Örtchen Oberaula. Die Tante am Eingang ließ mich - ich war damals ein Gruselfan, aber leider erst 12 Jahre alt (und sah jünger aus!) - nicht in den Film. Mein zwei Jahre älterer Cousin durfte aber rein. Also wartete ich 2 Stunden draußen vor der Tür des Kinos, bis mein Cousin herauskam und mir die Höhepunkte auf dem Rückweg erzählte. (Von einem Embryo an einer Nabelschnur erzählte er aber nichts. Die Szene war wohl nicht drin gewesen, sonst hätte er mir bestimmt davon berichtet (oder war er auf dem Klo kotzen???).)

Ich durfte dann dafür in den nächsten Bud Spencer-&-Terence-Hill-Film.


PS: Ich fand das abfeiernde Publikum immer gut. Heute glotzen viele länger auf ihr Smartphone als auf die Leinwand, und Popcorn riecht 1000mal besser als diese ekligen, stinkenden Nachos mit widerwärtiger Klebesoße, sitzt so eine Fressmaschine neben mir, ist schon der ganze Filmgenuss hin! :evil:


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 11.04.2014 19:18 
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Ragory hat geschrieben:

Den miesesten Kinobesuch erlebte ich allerdings erst 2005 bei "The Day after Tomorrow". Das war eine Aktion mit einem Eintrittspreis von nur 50 Cent. Ich hatte von den Streifen nichts, aber auch gar nichts mitgekommen. Das Kino war gerammelt voll von Jugendlichen im Flegelalter "mit Migrationshintergrund". Die hatten durch ihr Gerenne im Kinosaal, ihre ständig blinkenden Handys und ihr gegenseitiges lautes Zurufen die Vorstellung komplett geschmissen. Da ist man wirklich versucht, den stereotypen Satz zu sagen: "Zu meiner Zeit hats sowas noch nicht gegeben."


Wie, ihr konntet euch damals keine Handys leisten?


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 09:45 
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Apropos tolle Kino-Erlebnisse: wart ihr auch schon einmal in einem fast leeren Kinosaal?
Wenn man zur richtigen Zeit im richtigen Kino ist und jetzt nicht gerade einen aktuellen Hollywood-Blockbuster anschaut, kommt man ab und zu in den Genuß einer Exklusiv-Vorstellung :mrgreen:

Auch wenn ich den Film etwas doof fand, war es lustig, das "Dawn oft the Dead" Remake mit meiner Cousine in einem ansonsten völlig leeren Saal zu sehen.
Sehr cool war auch, als conte und ich die einzigen in Lars von Triers "Antichrist" waren, ebenso unsere Kinobesuche bei "The Devil's Rejects" oder dem Remake von "Hills have Eyes".

ABSOLUTES Highlight war aber "Rec" in einem außer uns leeren Saal eines großen Kinos in Freiburg.
Hat sich angefühlt wie eine Achterbahnfahrt :twisted:

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 Betreff des Beitrags: Re: AW: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 10:00 
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Unglaublich aber wahr, meine erste Sichtung von Pulp Fiction war komplett alleine im Kino. Habe dann zwei Kumpels überredet, ein paar Tage später noch mal mit mir reinzugehen. Da waren es nur wir drei. Zugegeben, es war glaube ich noch vor der Oscar Verleihung, und es war vor allem tagsüber und mitten in der Karnevalszeit, aber trotzdem krass.


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 11:06 
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Lange Zeit war der Minusrekord bei mir DER MANN MIT DEN 2 GEHIRNEN mit Steve Martin, 2 Leute. Bis irgendwann NACHTBLENDE mit Romy Schneider, Fabio Testi und Klaus Kinski kam, da war ich allein in einem riesigen plüschigen Kinosaal. Das war soooooooooooo schön *schwelg*

ONLY GOD FORGIVES hab ich auch allein gesehen. Schuhe ausgezopgen und Spaß gehabt. Wie Zuhause mit RICHTIG großem Bildschirm :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 11:15 
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"Nachtblende" und "Only God forgives" - sehr cool!! 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 11:20 
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Asa Vajda hat geschrieben:
Apropos tolle Kino-Erlebnisse: wart ihr auch schon einmal in einem fast leeren Kinosaal?


Ich hab vor ein paar Jahren in Berlin mal "Kreuzberger Liebesnächte" mit Sascha Hehn und Uschi Buchfellner gesehen. Nach 20 Minuten waren alle Zuschauer geflüchtet - außer mir!

(Auch ich hatte mit dem Fluchtreflex zu kämpfen, aber ich hab durchgehalten, und das war echt hart! :mrgreen: )


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 11:45 
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Das klingt aber lustig :twisted:

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 Betreff des Beitrags: Re: AW: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 13:24 
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Asa Vajda hat geschrieben:
A
ABSOLUTES Highlight war aber "Rec" in einem außer uns leeren Saal eines großen Kinos in Freiburg.
Hat sich angefühlt wie eine Achterbahnfahrt :twisted:


Der lädt aber auch enorm zur Fremdbeschäftigung ein. :)

Ich war mal allein (mit nem Kumpel) bei: 14 Tage lebenslänglich. Wollten eigentlich zu ConAir aber mein Kumpel meinte der Film heißt nicht so, sondern 14T.l.
Klasse.
Im Nachhinein weiß ich aber auch nicht mehr welcher Film schlechter war. Ach nee, ConAir bekommt durch Steve Buscemi die Sympathie-Punkte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 18:06 
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Wir waren mal zu dritt im Kino Saal.

Eigentlich wollte ich in einem anderen Film, aber kollegen wollten da unbedingt rein.

War ein Film mit "Jack Black" als Mexicanischer möchtegern Wrestler, eigentlich war er glaub ich Mönch oder so...

Keine Ahnung wie der Film hies, war sehr mies, kein Wunder das den keiner sehen wollte. War Abends zur Haupt zeit so kurz nach acht!

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 18:22 
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Stanton hat geschrieben:
Ragory hat geschrieben:

Den miesesten Kinobesuch erlebte ich allerdings erst 2005 bei "The Day after Tomorrow". Das war eine Aktion mit einem Eintrittspreis von nur 50 Cent. Ich hatte von den Streifen nichts, aber auch gar nichts mitgekommen. Das Kino war gerammelt voll von Jugendlichen im Flegelalter "mit Migrationshintergrund". Die hatten durch ihr Gerenne im Kinosaal, ihre ständig blinkenden Handys und ihr gegenseitiges lautes Zurufen die Vorstellung komplett geschmissen. Da ist man wirklich versucht, den stereotypen Satz zu sagen: "Zu meiner Zeit hats sowas noch nicht gegeben."


Wie, ihr konntet euch damals keine Handys leisten?


Na klar konnten wir uns 1970 schon Handys leisten. Die hießen aber damals noch Walkie-Talkie. :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 18:32 
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reggie hat geschrieben:
Wir waren mal zu dritt im Kino Saal.

Eigentlich wollte ich in einem anderen Film, aber kollegen wollten da unbedingt rein.

War ein Film mit "Jack Black" als Mexicanischer möchtegern Wrestler, eigentlich war er glaub ich Mönch oder so...

Keine Ahnung wie der Film hies, war sehr mies, kein Wunder das den keiner sehen wollte. War Abends zur Haupt zeit so kurz nach acht!

NACHO LIBRE

Ich habe damals COCOON ganz alleine mit meinem Vater im Saal gesehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 18:49 
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Alleine im Kino kommt oft vor. Aber habt ihr euch auch schon mal einen Film ganz alleine, nachdem der letzte Besucher gegangen und das übrige Personal das Kino verlassen hat, einen Film selbst eingelegt und ihn euch angeschaut 8-)

Wenn alle Notlichter aus sind, die Türen verschlossen, da kribbelts bei jedem Geräusch, das nicht von der Leinwand kommt.
Und wenn dann der Film reißt...

... und es stockfinster ist und man sich den Weg zum Vorführraum ertasten muss...

... das ist schon gruselig!


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 Betreff des Beitrags: Re: AW: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 18:55 
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Der früheste forenrelevante Film, den ich im Premierenjahr im Kino gesehen habe (Spencer Hill mal ausgenommen) war Belmondos Der Profi. War wohl auch mein erster Film ohne Happy End. Jedenfalls war ich ziemlich geplättet. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 19:09 
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Hier mal meine Anekdoten aus der guten alten Zeit. :D
Angefangen hat alles anfang der 70 Jahre. Die zwei Kinos in meiner Stadt hatten noch die Schaukästen mit den Aushangfotos drin.
Besonders die Fotos mit den "Laß jucken Kumpel Filmen" war für mich damals sehr interressant. :)
Auch die Lederhosen Filme haben es mir damals angetan. Was man als kleiner Junger nicht alles sehen durfte.

Als ich dann endlich mal das Kino von innen sehen durfte und am Sonntag morgen die Jugendvorstellung besucht habe, waren die Godzilla und die Herkules Filme natürlich der Burner. Da konnte man dann am Montag in der Schule einen richtig loslassen und war der Star, auch wenn nur für eine Woche. Da habe ich dann auch zum ersten Mal den "Octaman" gesehen :mrgreen:

In der Ferien habe ich dann noch die "Luftschlacht um England" auf der großen Leinwand gesehen. War nicht schlecht, nur hinter mir saß ein Experte der den Film schon kannte und meinte, er müsste seinen Kumpel alles schon vorher erzählen. Nach einer kurzen Androhung von Schläge war er ruhig und hat nichts mehr gesagt. :mrgreen:

Wenn mal ein Eastern lief, rannten alle nach dem Film aus dem Kino und traten nach allem was sich bewegte oder auch nicht.
Viele haben dann erst mal eine Laterne mit Füßen bearbeitet.
Anfang 1978 wurde plötzlich das Jugendamt aktiv und hat Passkontrollen eingeführt, für Filme die an 16 freigegeben waren.
Convoy, Steiner 2 und Apocalypse Now waren die Kandidaten wo Sie besonders heiß her waren.

Steiner 2 habe ich mir damals allein im großen Kino angeschaut. Hatte einen gefälschten Discothecken Ausweis vom meinen Bruder in der Tasche und kam damit sogar durch.

Mad Max, Woodoo und Dawn war überhaupt kein Problem. Diese Filme kannten die Herren vom Amt wohl nicht. :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 19:39 
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Hm, was ich hier so lese, scheint denen das damals meistens ziemlich furzegal gewesen zu sein, welche Freigabe der Film hatte...
Oder man konnte sich besser in die Vorführungen schmuggeln. Ich als spätergeborener kann da nur die "tolle" Geschichte erzählen, wie ich als 16 - Jähriger endlich mal nen Film ab 16 im Kino sehen wollte. Da lief zur zeit "SWAT - Die Spezialeinheit", den haben wir uns dann gegeben. Natürlich wurden wir an der Kasse nach dem Ausweis gefragt.
Da frage ich mich jetzt, ob sich das mal generell zu nem Zeitpunkt verschärft hat, oder ob es damals wie auch heute aufs Kino ankommt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 19:46 
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Zum Kinostart von Species, ich war gerade 15. Da sind wir auch nicht reingekommen.
Wir haben eine Freundin vorgeschickt, die war schon 16, aber die Kassiererin hat aufgepasst, no way.

Ich zermartere mir gerade den Kopf in welchen Film wir stattdessen sind, kann mich aber nimmer erinnern...

Glaube früher war das noch einfacher ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Es war einmal der Film...und ich war nicht dabei.
BeitragVerfasst: 12.04.2014 20:02 
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Geschlecht: männlich
Allein war ich noch nie im Kino, am nähesten dran war ich Anfang der 80er in

Thunder (zu dritt)
Poltergeist (zu viert)

Ich kam damals in fast alles rein (ein Kumpel kannte die Frau an der Kasse) ...nur in Porkies kamen wir nicht rein...lächerlich lol

_________________
Eric Carr 1950 - 1991

Only the good die young


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