Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 01.02.2011 22:59 
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Ich möchte an dieser Stelle mal auf ein ganz spezielles Kino aufmerksam machen. Die meisten hier im Forum werden es wohl kennen und vielleicht hat der ein oder andere auch schon einige Raritäten auf der Werkstattkino-Leinwand erleben dürfen und will hier berichten.
Ich persönlich habe im Sommer 2010 die Joe Sarno Reihe mit den Filmen "Leslie Abigail" "Heisse Stuten" und "Bibi-sündig und süß" sehen dürfen und es war für mich etwas ganz besonderes diese Filme als Originalkopien auf der Leinwand in dieser einzigartigen "Grindhouse-Atmosphäre" geniessen zu können. Ich war schon mittags im Kino um mir das ganze auch mal bei Tageslicht ansehen zu können (Filmprogramm ging erst um 23.30 Uhr los) und habe gleich eine Führung durch das Kino und den Vorführraum bekommen, sehr interessant. Also, wer einen Urlaub in München oder Umgebung plant sollte sich das aussergewöhnliche Programm dieses "Kellerkinos" nicht entgehen lassen!!!

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 01.02.2011 23:25 
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Adresse? München wär nicht so weit weg... hört sich interessant an!

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 00:03 
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München, Frauenhoferstr. 9:

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ich finde es relativ schwierig, rechtzeitig über das programm informiert zu werden. gibt es dazu bessere quellen als die offizielle werstattkino-seite oder die infos auf artechock?

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 00:15 
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Thanks! Schöne Wegbeschreibung!

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 00:21 
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Also so "richtig" informiert über das Programm wird man nur per Mail. Um auf die Mailingliste aufgenommen zu werden muss man seine Mailadresse beim Besuch im Kino eintragen und bekommt dann die neuesten Infos zum Programm.
Das Kino hat ausserdem ein eigenes Filmarchiv und ist somit nicht auf Verleiher angewiesen.
Das Programm ist einfach genial, wenn ich mal einige "Leckerlis" aufzähle die im vergangenen Jahr gelaufen sind:

Animal Women - Die animalischen Frauen
Sinthia, the Devil's Doll
Frankensteins Todesrennen

Die fallen mir so spontan gerade noch ein.
Ausserdem veranstaltet das Kino regelmäßig die sogenannte "Jugendverderber-Nacht" jeweils moderiert von Ulrich Bassenge.
Die letzte war am 30.01. und es gab "Fleshpot on 42nd Street" von 1973!!!!

Die Jugendverderber-Nacht ist Volksbildung in Zeiten der Dummheit! (Originalzitat der Programmail)

Werkstattkino, Fraunhoferstr. 9 / Rgb., 80469 München, Telefon / Fax 089-2607250

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 00:57 
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Das Werkstattkino ist DIE Eurokult- / Grindhouse- / Trash- / Italo- / Exploitation-Kultstätte schlechthin im gesamten deutschen Raum. Manche halten zwar eine monatliche Veranstaltung in Gelsenkirchen dafür, aber das Werkstattkino macht das schon länger, vielseitiger, umfangreicher und verfügt nicht zuletzt über einen bombastischen Fundus von mittlerweile vermutlich um die 3000 eigenen Filmkopien (diverse Eurokult- und Grindhouse-Reihen in anderen deutschen Kinos speisen sich geradewegs aus diesem Bestand), weswegen sie ohne Unterbrechung in einem Fort Gold ausschütten. Der Saal ist zwar sehr klein, die Sitze superunbequem, aber das Programm ist der Wahnsinn.

Ich bin zwar aufgrund der Entfernung nicht all zu oft dort und habe mit dem Kommkino hier in Nürnberg auch einen adäquaten Ersatz vor Ort, doch wann immer man nach München kommt und etwas Zeit übrig hat, sollte man einen Blick in den Newsletter werfen (anders kommt man an das Programm nicht ran).

Bin ehrlich gesagt schockiert, dass anscheinend so wenige hier dieses Ultrakino kennen. Da sieht man wieder einmal, wie sehr Eurokult inzwischen eine Sache von DVD-Nerdtum geworden ist.

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Zuletzt geändert von McKenzie am 02.02.2011 01:01, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 00:59 
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ich habe erstmals anfang der 90er vom werkstattkino münchen gehört. schuld daran war die öffentliche aufführung des »skandalfilms« nekromantik im ach so sauberen bayern. da hatten die richtig ärger an der backe.

das filmarchiv des werkstattkinos ist auch heute noch existenziell für zahlreiche andere filmfestivals wichtig. unter anderem halfen die münchner dem großartigen 1. monster machen mobil 2010 in hamburg mit den passenden filmrollen aus.

fragt doch mal an, ob man im werkstattkino zum 2jährigen von dirty pictures ein filmwochenende auf die beine stellen könnte! :prost23:

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 02:37 
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Ja, das wärs, ein Wochenende für Dirty Pictures!!!
Das wäre gar kein abwegiger Gedanke, wenn man einige aus dem Forum dazu bewegen könnte nach München zu kommen, wäre ja auch für das Kino ne ganz nette Werbung.
Ich hatte mich sowieso gewundert dass in diesem Forum das Werkstattkino eigentlich noch nie Thema war, eben ein echter Geheimtip wie es scheint!!!

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 02:41 
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Ja wen wir die Preise für die Kopien zahlen könnten würde ich auch hier im Cinema Quadrat 35mm oder 16mm zeigen.... da ich aber als Einzelkämpfer hier fungiere habe ich keine Chance für meinen Grindhouse Abend hier in Mannheim der jetzt auch schon über 3 Jahre monatlich stattfindet Geld zu bekommen um 35mm auszuleihen

Das schlimmste ist das im Keller auch ein Fundus von etwa 300 Filmen auf 16mm liegt wo einige Grindhouse Titel dabei sind die nur vergammeln .... weil bloß noch ein 16mm Projektor zur Verfügung steht....

Schade.... Schade.... bin halt das böse Stiefkind das zwischen den Intelektuellen die hier bei uns im Vorstand sitzen ein Lücke gefunden hat....

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 10:13 
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Trash, ich glaube Deine Einschätzung ist leider auch für bestimmte (weite) Teile in Deutschlands Norden sehr realistisch. Fragt man hier einige Vorführer und Programmmacher der ohnehin nur noch in geringer Anzahl verbliebenen Klein- und Arthousebuden nach Exploitern oder gar Eurokulturellem, erntet man in der Regel ein tiefes Luftholen gefolgt von ausgiebigem Naserümpfen und folgenden Phrasenschwällen: Das geht nicht... zu dumm..., guckt sich doch kein Schwein an..., macht keine Kasse..., kriegen Ärger..., etc.
Selbst die doch früher eher mutigere Studentenkinoszene vergeigt in schöner Regelmäßigkeit ihre Abende mit Ami-Kack-Blockbustern und belanglosem Karakoe-Getue. Hauptsache der Rubel rollt...

Der Süden hats besser, sag ich da nur.

Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 12:07 
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Da sieht man mal wieder das man seine Stadt doch nicht so gut kennt wie man meint.
merci für den Tip!

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 12:17 
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Und wer dann noch zeit hat sollte hier einen kleinen Abstecher reinmachen.
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Vor ca.10 Jahren war unten der ganze Keller bumsvoll mit Videos.Zwar nur zum leihen aber haben auch welche verkauft.Die DVDs/Blu haben viele verdrängt aber glaub die haben immer noch ne menge.
War immer sehr schön dort zu stöbern.

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 12:58 
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Die Filmpassage kannte ich noch gar nicht. Mein erster Gang in München ist immer das in unmittelbarer Nähe zum Werkstattkino gelegene "Film Oldies" in der Müllerstraße.
Die bieten stapelweise Aushangfotos, Filmplakate, Zeitschriften, DVD und VHS an. Der Laden ist zwar nicht besonders groß, ein Besuch lohnt sich aber immer.
Das stimmt schon, das Werkstattkino leistet echt großartige Arbeit und der Eintritt ist mit gerade mal 4 € wirklich extrem günstig.
Ich finde es ja toll von dir, Trash, dass du versuchst sowas auch in Mannheim aufzubauen. Ich habe mir vorgenommen bei einer der nächsten Vorstellungen zu kommen.
Hast du im Werkstattkino wegen Kopienverleih schon mal angefragt? Man müsste mal versuchen da einen engeren Kontakt herzustellen, sind wirklich alles ganz nette Leute und da wäre doch bestimmt hin und wieder mal was machbar.

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 13:17 
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Was heist aufbauen das gibts schon 3 Jahre und mit durchschnittlich 30 bis 50 Besucher läuft die Veranstaltung bei einem Kino das nur 95 Sitzplätze hat wirklich gut. Ausser der Spezialreihen sind die froh wenn die 20 Zuschauer im normalen Betrieb haben !!!! Wie gesagt ich würde mich freuen wen ich mal einen deutschen Exploitation Klassiker von 35 mm zeigen könnte ..... komm mir hier manchmal vor als bin ich die Kuh zum melken, von mir kommen die Filme und ich hör nicht mal danke. Immer nur die Frage wieviel Zuschauer waren es den letztes mal wen ich in der Programmsitzung bin, in die ich seit einiger Zeit nicht mehr gehe da ich ja meist was den Grindhouse Abend angeht auf taube Ohren stosse. Wie gesagt ich bin das Stiefkind hier und manche ärgern sich das mein Abend Erfolg hat. Von da her ist es mir egal was die denken.... Freu mich wen sich meine Stammgäste über den Abend freuen und es werden immer mehr, am Samstag hatten wir an die 60 Besucher. Hoffe das bleibt so, dann kann ich auch mal Druck ausüben, das Geld für 35mm locker gemacht wird...

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 13:48 
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Würde ich in München wohnen, wäre das warscheinlich mein Stammkino....
Aber sollte da mal nen Treffen steigen wäre ich dabei, München ist für mich kein problem....

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 14:02 
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mir gehts ähnlich wie reggie. mal eben 150 km (hin und zurück) für einen kinobesuch sind nicht ohne, aber für ein nettes treffen wär ich dabei.

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 14:15 
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McKenzie hat geschrieben:
Bin ehrlich gesagt schockiert, dass anscheinend so wenige hier dieses Ultrakino kennen. Da sieht man wieder einmal, wie sehr Eurokult inzwischen eine Sache von DVD-Nerdtum geworden ist.


Das mag daran liegen, dass München nicht für jeden um die Ecke liegt.

Aber das Werkstattkino verleiht auch aus deren Fundus, viele Exploitation-Sachen, die in Hamburg gezeigt werden, stammen vom Werkstattkino.


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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 14:22 
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Also sollte ich demnächst wieder isn Werkstattkino kommen (geplant ist es mal) kann ich ja mal fragen ob sich so ein Wochenende realisieren ließe.

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 14:26 
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Wenn ihr das nach dem 2. M#rz plant, schau ich, dass ich auch am Start bin...ist zwar weit, aber bestimmt nice :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 15:06 
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Trash hat geschrieben:
Was heist aufbauen das gibts schon 3 Jahre und mit durchschnittlich 30 bis 50 Besucher läuft die Veranstaltung bei einem Kino das nur 95 Sitzplätze hat wirklich gut. Ausser der Spezialreihen sind die froh wenn die 20 Zuschauer im normalen Betrieb haben !!!! Wie gesagt ich würde mich freuen wen ich mal einen deutschen Exploitation Klassiker von 35 mm zeigen könnte ..... komm mir hier manchmal vor als bin ich die Kuh zum melken, von mir kommen die Filme und ich hör nicht mal danke. Immer nur die Frage wieviel Zuschauer waren es den letztes mal wen ich in der Programmsitzung bin, in die ich seit einiger Zeit nicht mehr gehe da ich ja meist was den Grindhouse Abend angeht auf taube Ohren stosse. Wie gesagt ich bin das Stiefkind hier und manche ärgern sich das mein Abend Erfolg hat. Von da her ist es mir egal was die denken.... Freu mich wen sich meine Stammgäste über den Abend freuen und es werden immer mehr, am Samstag hatten wir an die 60 Besucher. Hoffe das bleibt so, dann kann ich auch mal Druck ausüben, das Geld für 35mm locker gemacht wird...


Man, das kommt mir alles so vertraut vor :mrgreen: Stiefkind bei uns im Kino (kurze Erklärung: ich arbeite als Filmvorführer im einzigsten Programmkino Kaiserslauterns) ist die Late Night-Schiene, bei der ja auch immer eigentlich besondere und andersartige Filme laufen sollen. Nur selbst das zieht nicht so viel Publikum. Seitdem ich jetzt dort bin, versuche ich auch ab und an Vorschläge bei den Zuständigen für das Programm zu bringen, es eventuell mal mit Grindhouse zu versuchen. Antworten: "...das zieht nicht", "dafür gibt es kein Publikum" usw. Gut, letzteren Satz kann ich nachvollziehen. Kaiserslautern ist mitttlerweile das dümmste Dreckskaff, bei der es wirklich schwer ist, Leute für sowas spezielleres zu begeistern. Aber wenn schon selbst bei einem eigentlich sicheren Hit wie MACHETE noch gehadert wird, obwohl der in der ganzen City nicht gezeigt wurde, mach ich doch schon etwas große Augen... Zumal die Zuschauerzahlen (der Dezember war - nicht nur hier sondern bundesweit - richtig schlecht was die Einnahmen in der Kinobranche angeht) bei uns ansonsten auch zwischen ganz in Ordnung und mehr als nur mau pendeln. Mich würde es ja auch mal mächtig jucken, mal 35mm von so einigen Schätzchen einfach nur mal zu sehen. :mrgreen: Vom zeigen ganz zu schweigen...

Sorry für das Offtopic, aber das musste gerade mal gesagt werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 15:54 
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Ja, da kann ich auch ein Lied davon singen. Ich habe selbst lange Zeit als Filmvorführer gearbeitet und immer versucht mich etwas in die Programmgestaltung einzumischen.
Ein Kollege der schon seit den frühen 60er Jahren in dem Kino gearbetet hat (damals gehörte noch ein Bahnhofskino dazu, in dem er parallel gespielt hat) konnte mir noch von dem bunten Programm erzählen, dass es damals gab. Naja heutzutage hat sich das natürlich sehr verändert und das Programm ist dementsprechend öde.
Ich sage mir halt immer das Programm in den Kinos ist schlecht, weil das Publikum schlecht ist!!!
Schön, dass es Ausnahmen gibt!

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 19:22 
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ugo-piazza hat geschrieben:
McKenzie hat geschrieben:
Bin ehrlich gesagt schockiert, dass anscheinend so wenige hier dieses Ultrakino kennen. Da sieht man wieder einmal, wie sehr Eurokult inzwischen eine Sache von DVD-Nerdtum geworden ist.


Das mag daran liegen, dass München nicht für jeden um die Ecke liegt.



Faule Ausrede! Da schwingst du dich aufs Fahrrad und fährst mal eben die 1000 km...ist denn das wirklich zu viel verlangt? :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 02.02.2011 19:26 
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SinfulDwarf hat geschrieben:
Ich sage mir halt immer das Programm in den Kinos ist schlecht, weil das Publikum schlecht ist!!!
Schön, dass es Ausnahmen gibt!


Oder das Publikum ist schlecht, weil das Programm schlecht ist. Das ist ein Teufelskreis und wenn ein Kino sich erstmal sein Publikum falsch "erzogen" hat, ist es genauso geschehen. Natürlich ist schon eher das Publikum schuld. ;) Mir blutet auch regelmäßig das Herz, wenn ich in dem anderen Programmkino, in dem ich eigentlich nur des Geldes wegen vorführe (im Kommkino läuft alles auf ehrenamtlicher Basis), bei den besten Filmen oft einen leeren Saal vor mir habe und stattdessen 50 Leute in den neuen Woody Allen oder irgendeine "tragisch-humorvolle" Komödie rennen.


Trash hat geschrieben:
Was heist aufbauen das gibts schon 3 Jahre und mit durchschnittlich 30 bis 50 Besucher läuft die Veranstaltung bei einem Kino das nur 95 Sitzplätze hat wirklich gut. Ausser der Spezialreihen sind die froh wenn die 20 Zuschauer im normalen Betrieb haben !!!!
[....]
Hoffe das bleibt so, dann kann ich auch mal Druck ausüben, das Geld für 35mm locker gemacht wird...


Wie bitte? Bei 30 bis 50 Zuschauern pro Veranstaltung und einem regulären Schnitt von 20 Leuten pro Vorstellung schlagen sie dir das Geld für eine einmal im Monat stattfindende Sonderveranstaltung, die sich zahlentechnisch bewährt hat, ab?!? Das geht ja wohl gar nicht! :evil:

Du Ärmster - mitten zwischen einem Haufen geschmacksseliger Bildungsbürger und Vereinsmeier darauf angewiesen zu sein, nur mit Zahlen zu argumentieren... Wir im Kommkino sind zum Glück mehr oder weniger unser eigener Herr und haben Freiheit genug, um uns für die totale Sauerei zu entscheiden und diese dann von 35mm zu zeigen, wenn wir möchten - allerdings auch meist nur vor ca. 15 - 30 Zuschauern pro Film (also nicht pro Vorstellung).


Trash hat geschrieben:
Wie gesagt ich bin das Stiefkind hier und manche ärgern sich das mein Abend Erfolg hat. Von da her ist es mir egal was die denken.... Freu mich wen sich meine Stammgäste über den Abend freuen und es werden immer mehr, am Samstag hatten wir an die 60 Besucher.


Wenn sie immer nur nach den Zahlen fragen, dann sollen sie gefälligst auch auf die Zahlen hören. Bei solchen Zahlen (60 Zuschauer? In Mannheim? WTF?!) den kulanten Ausleihpreisen, die das Werkstattkino erhebt (oder z. B. auch wir mit unserem Fundus) und einer Person, die sich ehrenamtlich darum kümmert, kann nun wirklich keine Ausrede der Welt gelten. Das Problem ist eben diese elendige Geschmacksdümpelei - hier Schund, da Kunst, hier Fulci, da Tarkowskij. Ich habe nie verstanden, warum man nicht beides haben kann. Das Kommkino hier in Nürnberg hat sich langfristig auch abgespalten aus einem größeren Verein, da die Bildungsbürgerfraktion Zustände bekommen hat, ihren großen Bunuel und ihren großen Godard unter einem Dach mit Jess Franco und Hershell Gordon Lewis zu sehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 03.02.2011 02:17 
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Paul Naschy hat geschrieben:
ich finde es relativ schwierig, rechtzeitig über das programm informiert zu werden. gibt es dazu bessere quellen als die offizielle werstattkino-seite oder die infos auf artechock?

Ein mehr oder weniger Geheimtipp bezüglich des Werkstattkino-Programms ist in-muenchen.de, wo im 14-tägigen Rhythmus immer das komplette 2-Wochen-Kinoprogramm mit Klick auf die einzelnen Tage abrufbar ist und nicht nur Reihen-Bezeichnungen, sondern auch die Filmtitel drin stehen. Sollte man aber auch nicht zu groß rumposaunen (ist hier wohl schon grenzwertig), weil das W-Kino aufgrund seines sehr speziellen Programms und den hinlänglich bekannten Erfahrungen in der Vergangenheit natürlich schon gute Gründe hat, warum es sein Programm nicht großflächig im Netz publik macht. Ansonsten ist wie schon von anderen erwähnt der Newsletter die beste Info-Quelle.
Jedenfalls in der Tat definitiv das beste deutsche Kino in Sachen Eurokult (aber auch offen für viele andere Bereiche: Unterschlagenes, Abwegiges, Ambitioniertes, Experimentelles und Schmuddeliges aller Art wird da aufs Schönste zusammen geworfen) und immer einen Besuch wert, wenn man mal in der Gegend ist. Wäre wirklich mal eine nette Idee, da ein Filmwochenende abzuhalten. Was Eurokult und ähnliches angeht, dürfte ansonsten zumindest im süddeutschen Raum wohl wirklich das Kommkino Nürnberg die zweitbeste Anlaufstelle sein (wo sonst kriegt man heute noch alte HC-Klassiker auf 35mm im Kino zu sehen, und eine Woche später dann psychotronische deutsche Obskuritäten oder italienischen Sleaze?), auch wenn ich da ähnlich wie McKenzie nicht ganz unparteiisch bin. Aber das Programm dürfte für sich sprechen, und aufgrund der etwas zentraleren Lage würde es sich eventuell sogar als potenzieller Ersatz-Gastgeber eines Filmevents anbieten, falls es mit dem Werkstattkino nichts werden sollte. Man wäre dahingehend wohl jedenfalls auch in Nürnberg zu allen Schandtaten bereit... ;)


McKenzie hat geschrieben:
Trash hat geschrieben:
Wie gesagt ich bin das Stiefkind hier und manche ärgern sich das mein Abend Erfolg hat. Von da her ist es mir egal was die denken.... Freu mich wen sich meine Stammgäste über den Abend freuen und es werden immer mehr, am Samstag hatten wir an die 60 Besucher.

Wenn sie immer nur nach den Zahlen fragen, dann sollen sie gefälligst auch auf die Zahlen hören. Bei solchen Zahlen (60 Zuschauer? In Mannheim? WTF?!) den kulanten Ausleihpreisen, die das Werkstattkino erhebt (oder z. B. auch wir mit unserem Fundus) und einer Person, die sich ehrenamtlich darum kümmert, kann nun wirklich keine Ausrede der Welt gelten.

So ist es. Sind offenkundig äußerst fadenscheinige Ausreden von Seiten der Verantwortlichen, und genau genommen ist es angesichts der geschilderten Umstände und des Erfolgs eigentlich eine glatte Frechheit, wie man dich behandelt. Das klingt schlichtweg nach fragwürdiger Ausbeute deines Engagements, Trash. Man duldet zwar offenbar gerade so diesen Abend, möchte aber keinerlei Ausgaben dafür locker machen, sondern lediglich die ja scheinbar durchaus recht saftigen Einnahmen einstreichen. Bis zu 60 Zuschauer? Das ist wirklich unglaublich, davon können vergleichbare Reihen selbst in den deutschen Millionenstädten oft nur träumen, insofern scheinst du da echt was etabliert zu haben und hast obendrein ein treues Stammpublikum im Rücken! Und es ist ja tatsächlich so, wie schon von McKenzie erwähnt, dass die Ausleihe von Kopien beim Werkstattkino (oder Kommkino oder Kinoptikum und ähnlichen nicht-staatlichen Archiven) wirklich sehr günstig ist und nur etwa die Hälfte einer normalen Verleihkopie kostet. Zudem scheint man in Mannheim sonst hingegen ja durchaus Geld locker zu machen, wenn es um Einzelaufführungen von Retrospektiven geht, wo dann sicherlich um ein Vielfaches teurere Archivkopien zum Einsatz kommen. Das ist wirklich eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Würde empfehlen, da nochmal etwas Nachdruck zu üben, denn wenn die Veranstaltung regelmäßig über 30 Zuschauer hat, wird die Ausleihe einer 35mm-Kopie pro Vorstellung ja allein durch die Einnahmen des Eintritts gedeckt und das Ganze würde immer noch Gewinn abwerfen, es kann also prinzipiell eigentlich kein sachliches, einleuchtendes Gegenargument zu deinem Anliegen geben. Wenn diese Argumentation auch nach 3-jähriger "Bewährungszeit" der Reihe noch auf taube Ohren stoßen sollte, kann es sich ja eigentlich nur um böswillige Ignoranz bzw. die bewusste Schikane und Torpedierung deiner Ambitionen handeln. Das würde ein denkbar schlechtes Licht auf diesen Verein werfen und traurig wäre es obendrein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 25.02.2011 01:35 
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Kurzes Programmupdate Werkstattkino:

GOMORRHA - REISE IN DAS REICH DER CAMORRA
35mm. 135 Min. Italienische Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Regie: Matteo Garrone. Buch: Roberto Saviano, Matteo Garrone.
Momentaufnahmen aus dem Alltag von Scampia, einer völlig verwahrlosten Sozialbausiedlung am Rande von Neapel, in der die Camorra herrscht. Wer hier als Junge aufwächst, hat drei Möglich keiten: er macht mit, stirbt oder flüchtet. Wie Roberto Saviano, auf dessen Enthüllungs-Bestseller dieser Film beruht. Der Regisseur Matteo Garrone hat den Reportage-Roman auf fünf Handlungsstränge reduziert, die exemplarisch für die Facetten und Mechanismen des „Systems Camorra“ stehen. Dabei geht es Saviano und Garrone nicht so sehr um die Bosse und die Verflechtungen von Industrie und Politik, sondern sie setzen bei jenen Verhältnissen „ganz unten“ an, die dieses System überhaupt erst ermöglichen. Diesem Imperium von Verbrechern, Handlangern, Mitläufern, zwischen die Fronten Geratenen und um ihr Leben Bangenden gibt Garrone ein Bild, das lange nachwirkt.

24.2. - 28.2. um 20.00 h


MAFIAFILME
Wenngleich die Mafia auch in einigen Polizeifilmen ihre Heimat fand, so wurden Generalabrechnungen doch eher selten und wenn, dann relativ ernsthaft betrieben. Regisseure wie Damiani, Rosi, oder Squitieri fallen einem ein, die allesamt eher mit künstlerischen und/oder sozialen Ambitionen vorgingen, ohne allerdings exploitative Elemente vollkommen zu vernachlässigen. In diesem Genre entstanden einige der auch unter Cineasten hochgelobten Werke. Zumeist mit einer ungeheuren Erzähldichte ausgestattet, sezieren die Filmemacher die korrupten Mechanismen ihres Heimatlandes und kommen dabei oft genug zu entlarvenden Einsichten, wenngleich die Lösungsfindung auch nicht sonderlich vorangetrieben wurde. (Cholewa/Thurau: DER TERROR FÜHRT REGIE)
DER CLAN, DER SEINE FEINDE LEBENDIG EINMAUERT
CONFESSIONE DI UN COMMISSARIO DI POLIZIA AL PROCURATORE DELLA REPUBLICA. Italien 1971. Regie: Damiano Damiani. Mit Franco Nero, Martin Balsam, Marilu Tolo. Digital. 107 Min. Deutsche Fassung.
Auseinandersetzung zwischen einem Kommissar und einem Staatsanwalt über die anzuwendenden Metho- den bei der Sprengung eines kriminellen Ringes von Geschäftsleuten und Politikern in einer süditalienischen Stadt. Spannender, sozialkritisch inszenierter Politthriller, auch durch die künstlerische Gestaltung beispielhaft. (fd)
24. – 26. 2. um 22.30 h


CAMORRA – EIN BULLE RÄUMT AUF
NAPOLI VIOLENTA. Italien 1976. Regie: Umberto Lenzi. Mit Maurizio Merli, John Saxon, Silvano Tranquilli. Digital. 90 Min. Deutsche Fassung.
Überfälle, Schutzgeld-Erpressung, Raub, Drogenhandel - niemand ist sicher auf den Straßen von Neapel. Kommissar Betti will „seine“ Stadt von allen Verbrechern säubern und schreckt vor keiner noch so grausamen Methode zurück, um die Handlanger der Camorra zur Strecke zu bringen. „Der Film ist der Idealtyp des (gewalttätigen) italienischen Polizeifilms.“ (DER TERROR FÜHRT REGIE) 27. – 28. 2. 22.30 h
KOKAIN – DER WEG ZUM JENSEITS
LUCA IL CONTRABANDIERE. Italien 1981. Regie: Lucio Fulci. Mit Fabio Testi, Marcel Bozuffi, Ivana Monti. 35mm. 96 Min. Deutsche Fassung.
Als eine Rauschgiftorganisation die traditionellen Schmuggelgeschäfte der Camorra stört, bricht ein äußerst brutaler Bandenkrieg in Neapel aus. „Mit Abstand der brutalste Film des Genres und einer der letzten ernsthaften Beiträge alter Schule. Dieser Film zeigt Italien, wie es wirklich ist.“ (DER TERROR FÜHRT REGIE)
1. – 2. 3. um 22.30 h

DER TEUFEL FÜHRT REGIE
IL BOSS. Italien 1973. Regie: Fernando Di Leo. Mit Henry Silva, Richard Conte, Gianni Garko. 35mm. 87 Min. Deutsche Fassung. Drei einflussreiche Bauunternehmer kämpfen in Palermo mit Mafia-Methoden um die Macht, bis sie von einem angeheuerten Killer hereingelegt werden. „Ein eigenständiges und ernsthaftes Bildopus, mit einigen nicht geraden subtilen Gewaltszenen.“ (DER TERROR FÜHRT REGIE)
4. – 6. 3. um 22.30 h

DIE KILLERMEUTE
NAPOLI SPARA. Italien 1976. Regie: Mario Caiano. Mit Leonard Mann, Henry Silva, Evelyn Stewart. Digital. 85 Min. Deutsche Fassung.
Mit KILLERMEUTE hat Regisseur Caiano praktisch den Archetyp des italienischen Poliziotto-Films erschaffen. Wilde Verfolgungsjagden, heftige Schießereien und coole Sprüche. Der Film liefert „old school“ Italo-Action nonstop, untermalt von einem grandiosen Beat-Soundtrack vor dem Hintergrund des Drogenhandels in Neapel.
8. – 9. 3. um 22.30 h


Vielleicht kann ich hier ja gelegentlich das Werkstattkino-Programm posten um auch etwas Werbung zu machen. Vielleicht verirrt sich ja mal der eine oder andere aus dem Forum nach München, wenn nicht sogar mal ein ganzes Forum-Treffen stattfinden sollte ;)

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Please consider the cultural significance of 35mm film, and don’t take it away from the cinephiles to whom it means so much.
Thank you.


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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 25.02.2011 03:01 
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Huch... habe diesen Thread erst jetzt bemerkt. Schade eigentlich, aber besser zu spät, als nie...

Das Werkstattkino in München ist mir auch bestens bekannt, und ja, das waren/sind die Wegbereiter in Punkto "Grindhouse". Lange bevor die Buios losgelegt haben. Früher gab es nur in Berlin Vergleichbares, etwa das Sputnik-Kino, in dem auch die legendäre Nekromantik-Premiere stattfand.

Die "Stiefkind-Problematik" ist mir leider ebenfalls sehr geläufig. Das Kino Babylon ist das einzige verbliebene Programmkino in Hagen (ansonsten gibt es nur [!!] noch den obligatorischen Cinestar-Palast), und es ist Teil eines freien Kulturzentrums, das um jeden lumpigen Cent kämpfen muss. Mit der Idee eines Filmclubs, der sich abseitiger Streifen annimmt, bin ich erstmals 1990 an die Betreiber herangetreten und dabei auf heftigen Widerstand gestoßen - man schrieb sich auf die Fahnen, ausschließlich politisch korrekte, linkslastige und kulturell wertvolle Filmkunst vorzuführen, meine Filmauswahl wurde als Beleidigung aufgefasst. Ich habe jedoch nie locker gelassen, irgendwann gab es dann grünes Licht und mittlerweile wird unser Filmclub zumindest akzeptiert - und ein bescheidenes Stammpublikum hat sich herausgebildet.

Aber von 60 Besuchern pro Filmnacht können wir nur feucht träumen, haha! Zumal wir nur 65 Sitzplätze im Kino haben. Beim vorletzten Mal hatten wir den Besucherrekord von 22 Gästen. Das liegt vor allem daran, daß wir erst ab 23 Uhr loslegen dürfen/können, da vorher reguläres Kinoprogramm läuft. Zumindest ist das echtes Mitternachtskino. Außerdem ist Hagen natürlich ein total degeneriertes Kaff - wer von außerhalb fährt da schon gern hin?
Dafür sind wir der wahrscheinlich asozialste Filmclub Deutschlands. Es wird gesoffen, bis die Schwarte kracht, manchmal läuft im Erdgeschoss parallel ein Punkkonzert und allgemein herrscht dort eine recht rauhbeinige und grobhumorige Gangart, die nicht jedermanns Sache ist.

35mm Filme haben wir bisher zweimal vorgeführt, die Kosten hierfür habe ich aus eigener Tasche berappt. Das lohnt sich schlicht und ergreifend nicht für einen kleinen, eher familiären Club. Leider!
Allerdings: Mit einem erstklassigen HD-Beamer und entsprechendem Blu-ray Player lässt sich recht gut leben. MAD MAX 2 sah auf BD jedenfalls besser aus, als auf 35mm.

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 25.02.2011 13:22 
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Ja die 60er Marke schaffen wir auch nicht immer aber das letzte mal waren es 53 Leuts. Ich als der Ansager des Abends trinke dem Publikum auch immer ordentlich einen vor und versuche durch die Ansage der Filme die Leute in die richtige Stimmung zu bekommen was auch immer besser funktioniert. Da gibts ein paar Studies die kommen schon mit der Vodkaflasche im Rucksack und spätestens zum 2 Film sind die Lacher lauter ....

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 25.02.2011 15:37 
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Diabolik! hat geschrieben:
Mit der Idee eines Filmclubs, der sich abseitiger Streifen annimmt, bin ich erstmals 1990 an die Betreiber herangetreten und dabei auf heftigen Widerstand gestoßen - man schrieb sich auf die Fahnen, ausschließlich politisch korrekte, linkslastige und kulturell wertvolle Filmkunst vorzuführen, meine Filmauswahl wurde als Beleidigung aufgefasst.

Ich komme ja immer mehr zu der ultimativen Erkenntnis dass Deutschland (post '45) Filme abgrundtief hassen muss.
Man schaue sich nur mal die weltweit einmaligen 'regulierenden' Instanzen an. Neben der strafrechtlichen Verfolgung von fiktionalen Filmen (§131) und dem JuSchG (BPJM & FSK) gibt's da noch zusätzlich jene Filmförder-Mafia, die scheinbar bis hinunter in entlegenste Exhibitionsorte ihre Finger im Spiel hat.

Ekelhaft!

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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 25.02.2011 15:59 
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Diabolik! hat geschrieben:
Es wird gesoffen, bis die Schwarte kracht, manchmal läuft im Erdgeschoss parallel ein Punkkonzert und allgemein herrscht dort eine recht rauhbeinige und grobhumorige Gangart, die nicht jedermanns Sache ist.

HAHAHA!! :shock: Die perfekte Werbung!! Einfach großartig!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Werkstattkino München
BeitragVerfasst: 25.02.2011 16:01 
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KualaLumpur hat geschrieben:
HAHAHA!! :shock: Die perfekte Werbung!! Einfach großartig!!


:mrgreen: Wir wollen ja nicht, daß jeder dahergelaufene Hanswurst dort auftaucht!

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