Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: TÖDLICHER HASS - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 06.05.2013 23:40 
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Ich kapiere nicht mal mehr, worum es eigentlich geht. :o

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie weit geht der geneigte Filmfreak um neuen Stoff zu entdecken?
BeitragVerfasst: 07.05.2013 00:21 
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So, ihr Fotzen! Ich hab's (mal wieder) auseinanderklamüsert.

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 Betreff des Beitrags: Re: TÖDLICHER HASS - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 07.05.2013 01:10 
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Chet hat geschrieben:
Wenn ich dann aber sowas lese...
chakunah_2072 hat geschrieben:
Ganz ehrlich halte ich für verdammt schwer, gut über einen Film zu schreiben und beinahe für unmöglich den Zuschauer dabei nicht mit Rezeptionmustern vollzustopfen (Stichwort hier: "Geschmackskonformität")...

...dann erscheint mir das als die völlig falsche Herangehensweise. Und dafür gibt es einen passenderen Thread: offtopic-f23/alles-uber-reviewschreiben-t1458-30.html


Ich muß gerade an das Ende vom ersten Rocky denken :mrgreen: "Adrian... Adrian...."

Ich sage nicht, dass man beim Schreiben die Leute immer mit Rezeptionsmustern vollstopft sondern angemessen über einen Film zu schreiben OHNE das zu tun ist halt schwer. Ich will damit einfach nur sagen und dazu stehe ich, dass nicht jeder Furz der zu einem Film abgelassen wird auch immer nur was tolles/lesenswertes ist (also reine Information über die Existenz des Films, ok). Und ich meine nicht nur exklusiv das Forum, weder die professionelle Kritikerschreibe noch eine Kundenrezension bei irgendwelchen Onlineversandhäusern. Und genausowenig will ich da jetzt Qualtiätkritierien einführen - aber du sagst selbst, ein Essay in dem sich der Schreiber nur für seine genialen Interpretation des Werkes feiert kann genauso nervig (gar kontraproduktiv) sein, wie eine uninspirierte Handlungsbeschreibungen.

Warum ich nicht soviel schreibe tat ich ja später nochmal ernsthaft Cunt kund:

chakunah_2072 hat geschrieben:
Das ich selten schreibe liegt auch vielleicht daran, dass ich dazu tendiere das ganze im Text Kaputt-zu-Intelektualisieren und der großen Faszinationen gar nicht nahe komme und dann doch wieder an -ismen hängen bleibe. Die Passion da wirklich ernsthaft einen eignen "subjektiven Stil" zu entwickeln, jedenfalls in der Schreibe für die Foren, Blogs oder ähnliches - habe ich nicht. Das leisten eher die Gespräche, die ich mit meinen Mitsehern oftmals lange und ausfürhlich pflege (ich sehe Filme IMMER mit mindestens 1 Partner). Das zu "verschriftlichen" ist aber unnmöglich bzw. mir zu müßig. Das kann man mir jetzt übrigens vorwerfen :mrgreen:

Für mich ist das tatsächlich ein Problem, dass ich durch das Schreiben, dass Ganze oftmals viel zu sehr in "geregelte Bahnen" lenke oder mir irgendwelchen Bullshit zurechtlüge (oder eben Plump reproduziere, was ich nur anderswo aufgeschnappt habe). Ein dynamisches Gespräch (es geht manchmal hoch her, bis die Tränen kommen) ist da nochmal etwas ganz Anderes. Wie gesagt, dafür kann man mich jetzt kritisieren aber es ist nunmal so. Ich sag auch nicht, dass es "harte Abreit" oder "Meisterschaft" braucht um das zu tun aber wenigstens Passion zu schreiben.

Ich versuche das Forum dann eben mit anderen Qualitäten/Störereien am Leben zu halten und zu "bereichern".

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 Betreff des Beitrags: Re: TÖDLICHER HASS - Duccio Tessari
BeitragVerfasst: 07.05.2013 04:56 
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Chet hat geschrieben:
TRAXX hat geschrieben:
Chet hat geschrieben:
Ich halte es auch nicht für so wichtig, dass die Leute unbedingt immer noch mehr und noch mehr Filme "entdecken"

Das ist ein Widerspruch in sich, mein Lieber! ;)

Chet hat geschrieben:
und vor allem erstmal horten, ohne dass dabei eine wirkliche Entdeckung stattfindet!

Das ist hingegen richtig.
Respektive "entdecken" spielt es aber keine Rolle, ob du viel oder wenig hortest.
Sprich: Wenn ich 1 Film pro Woche entdecke, vorstelle, reviewe und ob ich dabei in meinen Räumlichkeiten 10 oder 10.000 ungesehene Filme gehortet habe, ist pups.

Stimmt schon. Nehmen wir aber mal an, du würdest jetzt deine ganze Freizeit damit zubringen, noch 10000 Filme mehr ranzuschaffen, so dass du nicht mal mehr die eine Filmvorstellung pro Woche schaffst, dann stünde das Horten eindeutig dem Entdecken im Weg. :mrgreen: ;)

Und ich glaube, dass solche Tendenzen (natürlich nicht in diesem Maße - oder doch? :lol: ) unter Filmsammlern kein völliges Ding der Unmöglichkeit sind.


Das gehört so ein bisschen zu meinem Problemhorizont. Die Verwaltung einer Sammlung nimmt einfach dermaßen viel Zeit in Anspruch, daß man, nebenbei ja noch das RL meistern müssend, entweder das gucken oder das schreiben zügeln muß. Und dabei vergeht dann schon mal so viel Zeit, daß aus dem raren Import in der Sammlung eine deutsche Ramschveröffentlichung auf dem Markt geworden ist. Zeitweise entwickelt man dann schon Paranoia, weil plötzlich 10 Filme, deren Digitalfassungen man vor Kurzem in die OFDb eingetragen hat, auf den deutschen Markt spülen.

Fernsehaufnahmen sind schon ein rares Gut bei mir geworden, im Gegensatz zur Videozeit damals. Und dann noch auf Videos zuzugreifen ist zwar besonders dann geil, wenn man mal wieder Stoff für ein Thema hat, das in der Netzwelt nicht verbreitet ist, aber oft stimmt dann genauso wenig die Qualität wie bei dem, was uns täglich um die Ohren geblasen wird.

Wie mans es macht, ist es scheiße. Es wird vor allem zuviel Scheiße glorifiziert. Das ist auch nicht anders als zu Zeiten, wo jeder Film mit einem Tropfen Blut auf den Speiseplan musste. Und zwischen dem Mainstreamoutput schwemmen dann die beschissenen Hartboxen und Cockringschuber.

Ein Label, das es besser machen will, geht dann unter, weil es bei den Kunden nicht ausreichend ankommt. Und ein Label, das es den Fans recht machen will, wird auch bestraft, wohlmöglich weil plötzlich hundert beschissene Sachen wichtiger sein sollen. Oder es werden schlimmstenfalls die richtigen Sachen in einer unwürdigen Umsetzung geliefert. Dabei steht der Fan wohlmöglich noch unter dem steten Druck, ein Abenteuer, dessen Ramschpegel er nicht abschätzen kann, zu einem gigantomanisch aufgerufenen Obolus erwerben zu müssen, so er denn den Abverkauf nicht verpassen will.

Was uns fehlt ist die Klospühlung, um uns von diesen Fäkalien zu befreien, die eine ganze Kunstform beschmutzen. Propheten, die nur das preisen, was wirklich glücklich macht. Jünger, die erkennen, was wirkliches Glück ist. Inhaltliche wie technische Standards, die verhindern, daß man am Ende doch so viele Enttäuschungen durchleben muß, bis man endlich mal wieder den Schatz am Ende des Regenbogens in Schemen erkennen kann.

Und bis dahin ersticken wir in den Fäkalien einer Industrie, die uns nicht etwa mit dem belastet, was wirklich mit Mieserabilität polarisiert, sondern was der belanglose Fix für die Kassen eines Wirtschaftszweigs darstellt. Die Frage ist nur, wieviele Menschen dringen jemals bis zu diesem Kern vor? Wieviele Menschen wollen einfach nur gefüttert werden, wie sie auch den Tagesablauf durch den Sendeplan der Tagesschau geregelt wissen wollen?

Und viel schlimmer ist, wächst die Zahl derer, die sich cineastisch weiterbilden wollen denn überhaupt noch, oder sinkt sie nicht eher? Mir kommt es so vor, als würden es weniger Menschen, die sich noch mit Texten zu Filmen beschäftigen wollen - oder können. Zu letzterem muß ich mich in den letzten Monaten zählen. Mir kommt es so vor, als würden immer mehr Menschen ihr Geld anders verwenden wollen und/oder ihre Zeit anders verwenden müssen.

Mir kommt es so vor, daß hingegen wenige Menschen hinzustoßen, die zumindest in einer jugendlichen Phase Zeit mit Filmen verbringen wollen, die uns betreffen. Aussagen aus jüngeren Generationen sind meist erfüllt von Desinteresse und Unwissen über Dinge, die uns gegenwärtig erscheinen. Und läßt man jüngere Filme ihren Horizont dominieren, so sind doch die Erklärungen, warum etwas gefallen habe sehr dürftig.

Vor wenigen Tagen erst stellete ich die Frage, wie denn ein Film nach kurzer Reflektionszeit gewirkt habe. "Ja war gut." war dann die Antwort. Nach einer Begründung gefragt, stammelte mir dann ein "Ja, die Story war gut umgesetzt und so." entgegen. Und da fühlt man sich dann wie aus einer anderen Welt.

Genau hier entsteht aber auch gerade durch das Internet eine Bedrohung. Jeder kann im Internet schreiben. Und bis zu einem gewissen Grad ist es auch relativ einfach, einen versierten Eindruck zu erwecken. Bis dann Stolpersteine auftreten, die bei Nachfrage offenbaren, daß man gerade dem Text eines Teenagers aufgesessen war.

Toll, das jeder im Netz seine Meinung verbreiten kann? Einerseits schon. Aber wenn der Erfahrungshorizont ein ganz anderer ist, und eben der Blick über den Tellerrand oder die Bereitschaft, sich zur Not bspw. auch einen Film auf VCD mit gleichzeitig englischen und chinesischen Untertiteln (ein Darstellungsformat, das mal allgegenwärtig war) direkt in Asien zu kaufen fehlt, wie soll man dann von einem gemeinsamen Nenner sprechen?

Deshalb sehe ich auch genauso die Probleme einer Kanonisierung, wie ich die Idee dahinter schätze. Die unterschiedlichen DVD-Kollektionen der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage sind in dem Sinne sogar noch Listen überlegen, die einerseits Filme propagieren, die man vor seinem Ableben gesehen haben sollte, die aber vergessen, daß manch genannter Titel zu Lebzeiten nicht auf dem Heimmarkt erhältlich sein wird.

Grundsätzlich aber erfordert es, so angenehm völlige Naivität bei der Konfrontation mit einem Werk sein kann, eine gewissen Umsicht, überhaupt die Spreu vom Weizen trennen zu können. Vielleicht muß es zur Gewohnheit werden, seine persönliche Top 10 vom Sterbebett zu hauchen, um jemals die besten Filme der Welt zu entdecken. Das Fazit wird vermutlich dennoch immer bleiben, daß man gefickt, allein und hilflos ist. Vielleicht ist Film einfach Masochismus. Ein asketischer Weg zu der Erkenntnis, daß man einen Weg gegangen ist, der kein Ende findet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie weit geht der geneigte Filmfreak um neuen Stoff zu entdecken?
BeitragVerfasst: 07.05.2013 06:27 
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Ich würde total gerne wieder mein Filmtagebuch führen aber leider ist es zeitlich absolut nicht möglich.
Der Faktor Zeit ist das größte Problem beim Filmhobby. Da ich nun schon einen großen Teil meines Lebens mit dieser Filmleidenschaft lebe, habe ich manchmal das Gefühl, meine Lebenszeit läuft mir weg in der ich noch so viele andere interessante Dinge tun könnte. Wahrscheinlich ist das auch ein Reife Prozess.
Was mir in den letzten 15 Jahren im Internet durchgängig aufgefallen ist, ist das übergroße Interesse von sehr jungen Menschen, die unglaublich viel zu den Themen beitragen und plötzlich verlagern sich deren Interessen und sie sind wieder verschwunden.

Auch wenn ich kein VHS Gucker bin und nicht ganz so viel Neues anderen Usern nahebringen kann, mich lieber selber von Neuentdeckungen anstecken lasse, keimt in mir immer wieder der Wunsch auf, den ein oder anderen Film den anderen Leuten nahezubringen.
Ein gutes Beispiel:
Der Film ICH HABE SIE GUT gekannt war in den Kinos 1966 kein Erfolg und ging meines Wissen total ungerechtfertigt unter.
Er wurde schon damals einfach nicht gewürdigt.
Ich gebe auch vollkommen zu, dass ich auf den Film ausschließlich wegen Karin Dor aufmerksam geworden bin. Der Film lief bis 2004 so gut wie gar nicht im TV und dürfte 95% der Filmfans bis heute komplett unbekannt sein
Ich hatte damals eine DVD-R des Films aufgenommen und habe ein großes unbekanntes Meisterwerk entdeckt, das man immer und immer wieder sehen kann und es wird mit jedem Sehen besser.
Das ist eine Eigenschaft von wirklich bedeutsamen Filmen.
Mittlerweile finde ich total unerheblich ob Karin Dor 5 Minuten in dem Film zu sehen ist und mir wurde bewusst, dass man diesen Regisseur und ganz besonders diesen unglaublich schönen Film anderen Leuten zeigen muss.
Seit 9 Jahren schreibe ich nun über diesen grandiosen Film im Netz, halte die Fahne hoch und wünsche mir eine DVD Veröffentlichung.
Interessierten Usern habe ich den Film als DVD-R besorgt, weil er in keinem Sinne greifbar war.
Diese Leute wiederrum haben plötzlich auch begeistert über den Film geschrieben und es wurde ein kleiner Schneeballeffekt ausgelöst.
Nun, da der Film erstmals auf DVD erscheint mache ich Werbung für das Release wo ich nur kann, weil der Film einfach gesehen werden muss und seine Wertschätzung verdient.
Es ist mir eine wahre Freude, wenn mir User mitteilen, dass sie den Film aufgrund meiner Werbung dafür auf ihre Einkaufsliste gesetzt haben.
Ich kann es kaum erwarten bis der Film erscheint und ich die Meinungen lesen kann.
Spätestens dann weiß ich ob ich mit diesem außergewönlichen Film recht hatte.
Das ist meine ganz persönliche Mission andere Leute über den Tellerrand blicken zu lassen, anzustecken und ihnen eine wunderschöne Perle nahezubringen.
Weder wegen Karin Dor, noch wegen Fernsehjuwelen oder sonst etwas.
Einfach nur um des Filmes Willen.
Das kann man auch nicht mit meiner Leidenschaft für DIE SCHLANGENGRUBE UND DAS PENDEL oder DRACULA JAGT FRANKENSTEIN vergleichen, diese Filme kannten schließlich viele und sind auch keine Meisterwerke. Vielleicht ist ICH HABE SIE GUT GEKANNT eher noch mit CAROLINE CHERIE vergleichbar, weil dieser Film auch ganz unbekannt war aber ICH HABE SIE GUT GEKANNT natürlich in gar keinem Sinne das Wasser reichen kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie weit geht der geneigte Filmfreak um neuen Stoff zu entdecken?
BeitragVerfasst: 07.05.2013 20:25 
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italo hat geschrieben:
Da ich nun schon einen großen Teil meines Lebens mit dieser Filmleidenschaft lebe, habe ich manchmal das Gefühl, meine Lebenszeit läuft mir weg in der ich noch so viele andere interessante Dinge tun könnte.

Interessant.
Dieses Gefühl habe ich nun überhaupt nicht mehr, weil ich die "viele[n] andere[n] interessante[n] Dinge" schon längst getan hab.
Ich muss nicht jedes Wochende auf die Piste gehen, jeden Outdoor-Rave bis zur nächsten Afterhour durchtanzen, nicht die neuste Droge durch die Nase ziehen, überteuertes Bier in überfüllten Kneipen mit kommunikationsfeindlicher Lautstärke haben, auf Konzerte gehen, jedes Event oder jede lokale Veranstaltung mitnehmen.

Been there - done that!
Now my lazy ass is ready for relaxed film entertainment.

Damit will ich jetzt auch nicht sagen, dass ich ja schon soooo viel erlebt hab und sooo wild unterwegs war und heute nichts anderes mache als gechillt Filme zu schauen... aber dieser selbstauferlegte Stress, diese selbstgezüchteten Hummeln im Hintern, die sind ausgestorben. Ich KANN mal einen Saufen gehen und bis morgens/mittags Partey machen - MUSS es aber nicht! Mir fehlt einfach nichts, wenn ich am WE zuhause bin und n paar Filmchen schaue. Im Sommer zb. verlagert sich das wiederum in andere Aktivitäten, denn da gehe ich schon sehr gerne aus. Allerdings auch anders, kein Kneipen- oder Clubhopping, eher n Kioskbier auffer Zülpicher oder Grillen im Park. Und im Winter ist wieder sehr viel mehr Home-Entertainment angesagt.

Filme geschaut hab ich schon immer gern und viel, aber noch nie so genussvoll und entspannt wie momentan.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie weit geht der geneigte Filmfreak um neuen Stoff zu entdecken?
BeitragVerfasst: 08.05.2013 00:01 
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TRAXX hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
Da ich nun schon einen großen Teil meines Lebens mit dieser Filmleidenschaft lebe, habe ich manchmal das Gefühl, meine Lebenszeit läuft mir weg in der ich noch so viele andere interessante Dinge tun könnte.

Interessant.
Dieses Gefühl habe ich nun überhaupt nicht mehr, weil ich die "viele[n] andere[n] interessante[n] Dinge" schon längst getan hab.
Ich muss nicht jedes Wochende auf die Piste gehen, jeden Outdoor-Rave bis zur nächsten Afterhour durchtanzen, nicht die neuste Droge durch die Nase ziehen, überteuertes Bier in überfüllten Kneipen mit kommunikationsfeindlicher Lautstärke haben, auf Konzerte gehen, jedes Event oder jede lokale Veranstaltung mitnehmen.

Been there - done that!
Now my lazy ass is ready for relaxed film entertainment.

Damit will ich jetzt auch nicht sagen, dass ich ja schon soooo viel erlebt hab und sooo wild unterwegs war und heute nichts anderes mache als gechillt Filme zu schauen... aber dieser selbstauferlegte Stress, diese selbstgezüchteten Hummeln im Hintern, die sind ausgestorben. Ich KANN mal einen Saufen gehen und bis morgens/mittags Partey machen - MUSS es aber nicht! Mir fehlt einfach nichts, wenn ich am WE zuhause bin und n paar Filmchen schaue. Im Sommer zb. verlagert sich das wiederum in andere Aktivitäten, denn da gehe ich schon sehr gerne aus. Allerdings auch anders, kein Kneipen- oder Clubhopping, eher n Kioskbier auffer Zülpicher oder Grillen im Park. Und im Winter ist wieder sehr viel mehr Home-Entertainment angesagt.

Filme geschaut hab ich schon immer gern und viel, aber noch nie so genussvoll und entspannt wie momentan.



Das ist bei mir ganz ähnlich aber ich denke, dass das Leben so viel zu bieten hat. Natürlich habe ich viel erlebt aber die blöden Hummeln im Arsch sind immer noch da. Vor der Kiste hängen ist mir einfach nicht befriedigend genug, auch wenn ich es gerne tue.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie weit geht der geneigte Filmfreak um neuen Stoff zu entdecken?
BeitragVerfasst: 08.05.2013 16:58 
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Mit Hummeln im Hintern meinte ich, dass es unmöglich war am WE zuhause zu bleiben, ich musste raus, sonst hätt ich Depris geschoben. Eben dieses "das Leben so viel zu bieten hat"-Ding, ich dachte ständig ich verpass irgendwas.

Ständig vor der Glotze sitzen ist natürlich auch langweilig, mach' ich ja auch nicht, aber wenn, dann ist es irgendwie wesentlich entspannter. Wie das Partymachen interessanterweise ja auch.
Wahrscheinlich wird im Alter alles etwas entschleunigt. 8-) ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie weit geht der geneigte Filmfreak um neuen Stoff zu entdecken?
BeitragVerfasst: 08.05.2013 18:10 
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TRAXX hat geschrieben:
Mit Hummeln im Hintern meinte ich, dass es unmöglich war am WE zuhause zu bleiben, ich musste raus, sonst hätt ich Depris geschoben. Eben dieses "das Leben so viel zu bieten hat"-Ding, ich dachte ständig ich verpass irgendwas.

Ständig vor der Glotze sitzen ist natürlich auch langweilig, mach' ich ja auch nicht, aber wenn, dann ist es irgendwie wesentlich entspannter. Wie das Partymachen interessanterweise ja auch.
Wahrscheinlich wird im Alter alles etwas entschleunigt. 8-) ;)




Das mit dem raus müssen kenne ich nur allzu gut. Ich kann dir aber sagen dass die Veränderung nicht nur etwas mit dem Älter werden zu tun hat, sondern eine ganz andere Generation nachgekommen ist die viel mehr im Netz lebt. Zuhause zu bleiben ist nicht mehr so uncool wie früher. Online sein, bedeutet für viele Kids mittlerweile draußen zu sein, sodaß in vielen Gastronomie Betrieben, der Nachwuchs ausbleibt und weniger los ist. Früher musste man sich irgendwo treffen um Kontakt zu kriegen. Da haben Leute wie Herr Zuckerberg einen nicht zu unterschätzenden Anteil daran.
Wen diese gesellschaftliche Veränderung interessiert kann sich unter anderem den hervorragenden David Fincher Film THE SOCIAL NETWORK ansehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie weit geht der geneigte Filmfreak um neuen Stoff zu entdecken?
BeitragVerfasst: 08.05.2013 19:38 
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Also ein Film täglich geht doch immer, auch wenn man dann noch auf achse geht. Klar gibts auch tage wo sich das nicht ausgeht, vorallem im Sommer...

@ TRAXX

Ich kenne ettliche Sammler die haben abertausende Filme in ihrer Sammlung, originale, TV Aufnahmen, meist viele seltene...
Die sind nur am Tauschen, das ist denen ihr Hobby, die haben vielleicht 100 Filme gesehen die sie besitzen wenns hoch kommt....
Also die sorte die Chet erwähnt gibts zu genüge ;)

Ich Sammel zwar auch viel, schaue aber die immer zeitnah abzuarbeiten... Gut auch ich habe ein großes polster, nicht das ich irgendwann mal keinen Film zum schauen habe :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie weit geht der geneigte Filmfreak um neuen Stoff zu entdecken?
BeitragVerfasst: 09.05.2013 01:34 
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reggie hat geschrieben:
Also ein Film täglich geht doch immer, auch wenn man dann noch auf achse geht. Klar gibts auch tage wo sich das nicht ausgeht, vorallem im Sommer...


Oder im Winter. Ich hab das auch immer gesagt, daß man immer einen Film schafft. Aber wenn du Überstunden bis zum Anschlag kloppst und wegen glatter Straßen, Baustellen und hirnloser Verkehrsteilnehmer bei Anfahrt und Heimfahrt auch noch jeweils 2+ Stunden unterwegs bist, dann guckst du dir nichts mehr an. Bin Ende letzten Jahres oft genug mit schneeblindem Bildschirmschielen daheim eingerückt, um bei den ersten Zeilen eines Hörspiels einzuratzen, weil eh nichts anderes mehr gegangen wäre und ich sowieso nach 6 Stunden wieder hoch mußte.

reggie hat geschrieben:
Ich Sammel zwar auch viel, schaue aber die immer zeitnah abzuarbeiten... Gut auch ich habe ein großes polster, nicht das ich irgendwann mal keinen Film zum schauen habe :lol:


Ist dein Polster auch 4-stellig? :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie weit geht der geneigte Filmfreak um neuen Stoff zu entdecken?
BeitragVerfasst: 09.05.2013 03:28 
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Nein, das wäre mir etwas viel.... 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie weit geht der geneigte Filmfreak um neuen Stoff zu entdecken?
BeitragVerfasst: 09.05.2013 11:01 
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Wie weit ich gehe? Eigentlich nicht weit, die Flohmärkte sind zwischen 5-10 Minuten entfernt mit dem Auto, dann noch ein bischen Ebay, da brech ich mir auch keinen Zacken aus der Krone. Das hier hab ich allein in den letzten 2 Wochen so zusammen getragen,
das würde zum angucken anderen Menschen für 2 Leben langen. Ich kann mich nicht beschweren, minimaler Aufwand, geringe Kosten und mehr als genug Filme zum angucken. In meinen Keller komm ich mittlerweile nicht mehr rein, da komplett zugeknallt mit Kartons voll mit Filmen, in meinen Regalen hab ich kein Platz mehr, deshalb steht der ganze Kram mittlerweile schon auf dem Boden rum. Ca. 500-700 DVDs liegen unbeachtet in Kartons. Am Samstag hab ich auf einem naheliegenden Flohmarkt wieder ein Meeting mit einem Verkäufer der noch ca. 500 alte Tapes loshaben will und so wie ich mich kenne schlag ich da auch wieder zu, obwohl ich keinen Platz mehr habe. Ist irgendwie wie ein Fass ohne Boden und so langsam bin ich überfordert mit dem ganzen Filmscheiss :lol:
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"Berlin (EZ) | 10. Mai 2012 | Deutsche Fernsehzuschauer und Kinofans können aufatmen: Hamburger Studenten haben eine Software entwickelt, die Til Schweiger aus Filmen entfernt und damit eine erhebliche Qualitätssteigerung garantiert."


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie weit geht der geneigte Filmfreak um neuen Stoff zu entdecken?
BeitragVerfasst: 09.05.2013 14:38 
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... ich handhabe es ähnlich. Ich kaufe einfach ALLES, das mich auch nur potentiell interessieren könnte, was auf DVD und blu ray neu erscheint, oder auf das ich im Nachhinein stosse. Werden dann pro Woche auch immer so ca. 15-20 Filme im Schnitt :shock:

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Psychotronikfilmfreak


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie weit geht der geneigte Filmfreak um neuen Stoff zu entdecken?
BeitragVerfasst: 09.05.2013 15:54 
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Mache mir (fast) nix aus komemrz Kram

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Oh, in meiner Welt gibt es nur mich,
im Alleingang bis ich sterbe,
weil ich immer auf mich zählen kann (yeah)
Oh, ich brauche keine Hand, die ich halten kann
auch wenn die Nacht kalt ist
hab ich dieses Feuer, das in meiner Seele brennt


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