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 Betreff des Beitrags: DIE KAMMER DER TOTEN KINDER - Alfred Lot
BeitragVerfasst: 15.05.2010 22:12 
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Geschlecht: männlich
Originaltitel: Chambre des morts, La
Herstellungsland: Frankreich
Erscheinungsjahr: 2007
Regie: Alfred Lot


Bild


Ein kleines Schmankerl für alle Krimifreunde, durch Zufall (da günstig) auf Filmundo ersteigert:

Die Kammer der toten Kinder von Alfred Lot mit einer bezaubernden Mélanie Laurent.

Inhalt (ohne Spoiler)

Zwei leicht depperte Ex-Berufstätige schmieren ihrem ehemaligen Chef ein paar Abschiedsgrüße auf die Firmenwand, hauen ab und überfahren dabei einen Typen, der mit 2 Mio. Euro nachts einsam über eine verlassene Straße in einem Industriegebiet wackelt. Der eine der beiden zukünftigen Hartz 4 - Empfänger (äh, wenn es sowas ähnliches in Frankreich gibt!) kommt auf die glorreiche Idee, das Geld einzusacken und die Leiche verschwinden zu lassen.

Dumm nur, dass das Geld als Lösegeld für des überfahrenen Papis kleine Tochter gedacht war, die dann auch süß lächelnd ins Gras beißen muss, wenn dort in der Betonwüste selbiges wachsen würde.

Ungewollt setzen die beiden damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die mit Affenschändungen (nicht das, was ihr meint, ihr perversen Leser!), einem geklauten Wolf, vielen Fliegen, Kerzen, einem alten, verlassenen Hospital (?), Püppies, Benzin, etc. ppp. zu tun hat :-)

... und in der Kindheit unserer Heldin endet, gespielt von einer schnuckeligen Mélanie Laurent, in die man sich glatt verlieben muss!
(Die aber auf dem Cover gar keine Erwähnung findet :o )

Ein düsterer Krimi mit sympathischen Darstellern, einer guten Story und einer sehr guten Figurenentwicklung, ein Film, der dem Zuschauer sein Brimborium nicht aufdrängt, der nicht hektisch geschnitten ist, dessen Kameramann sein Instrument ruhig zu führen versteht.
In der kalten, nassen Atmosphäre erinnert er eher an die skandinavischen Krimis denn an die Cote dÀzur. Krimifan, was willst du mehr?

Sehr zu empfehlen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE KAMMER DER TOTEN KINDER - Alfred Lot
BeitragVerfasst: 16.05.2010 02:08 
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Den hab ich kurz nach DVD erscheinen auch angesehen - Hier ein altes Review :

Ein Unpassederer Titel für diese französischen Entführungskrimmi ist scheinbar niemandem eingefallen - der Internationale Titel : Melody's Smile war eindeutig die bessere Wahl !

Cast : Mélanie Laurent ,Eric Caravaca ,Gilles Lellouche ,Jonathan Zaccaï
Céline Sallette ,Laurence Côte ,Jean-François Stévenin ,Nathalie Richard ,Stéphane Jobert
Antoine Oppenheim ,Alexandre Carrière ,Fanny Cottençon .

Ich bin irgentwann in den DVD Vorankündigung über das sehr schöne DVD Cover gestolpert und begann mich über den Film zu Infrmieren . Nachdem ich eigentlich nur positieve Kritiken gelesn hatte und ich die DVD dann auch noch für 9 statt 19 Euro bekommen konnte griff ich zu .

Die Frage war nun , hält der Film den hohen Erwartungen stand...

Inhalt : Mit Spoilern!

Flashback : Ein Mädchen erlebt den Streit ihrer Mutter und einem Mann im Nachbarzimmer (es geht um das was der Mann ihr antuht )- der Mann verlässt den Raum . Als das Mädchen ins Zimmer kommt - es ist das Badezimmer - liegt ihre Mutter tot in der Badewanne . Einige Schmeißfliegen tauchen auf während das Mädchen mit der toten Mutter allein ist ...


Zwei Arbeitslose besprühen die Wand ihres Ex-Arbeitgebers . Auf dem Rückweg überfahren sie einen Mann - sie waren betrunken und sind viel zu schnell gefahren .
Da es scheinbar keine Zeugen giebt drängt der Fahrer darauf die Leiche verschwinden zu lassen . Sie finden bei dem Toten einen Koffer mit 2 Millionen Euro .
Die Leiche wird im See versenkt das Geld mittgenommen ....

Am nächsten Morgen findet die Polizei die Leiche eines 12 Jahrigen Mädchen in der nähe des Unfallorts - der Überfahrene war der Vater eines Entführungsopfer auf dem Weg zur Lösegeldübergabe !

Als dem Entführer klar wurde , das er nicht an das Lösegeld kommt ( er hat den Vorfall aus seinem Versteck beobachtet )tötete er die blinde Melody und richtet sie her wie eine "Anabelle" Puppe - inclusieve lächeln , Nachthemd und Frisur .

Die Ermittelden Beamten und die neu zum Team gestoßene Lucie vermuten , das dem Entführer die Beute plötzlich egal war - Das Herrichten der Mädcheleiche war ihm wichtiger und scheinbar war es ein Profi...

Schon am Nachsten Tag schlägt der Entführer wieder zu und kidnappt die zwölfjährige Diabetikerin Eleonore -sie hat nur für 40 Stunden Medikamente bei sich ....

Fazit:
Das Ganze liest sch sicher jetzt schon sehr kostruiert aber gegen den Film ist der Plan von "Im Netz der Spinne" 100% logisch ,durchdacht und Naheliegend (nicht das ich was gegen Im Netz der Spinne hätte - der war so Spannend, dass ich über manches Logikloch gerne hinwegsehe )

Es wimmelt hier nur so von Losen Enden , Hinweisen die ins Nichts führen , Zufällen und Ungereimtheiten - Das Beginnt schon damit , das scheinbar alle Handelden Personen in irgendeinem Zusammenhang stehen - So kannte die Polizistin Lucy aus ihrer Kindheit das Mädchen aus dem Prolog , welchen in Verbindung mit dem Mordmotiv steht .

Die Personen handel zum Teil gegen jede Logik , dafür können sie gelegentlich Hellsehen - immer gerade wie es das Drehbuch verlangt ...

Der Fall selbst hat die Qualität einer mittelmäßigen Tatort-Folge wird aber auf 113 Minuten Aufgebauscht - dabei bleiben aber trotden viele Dinge Unklar .
Auf die Hintergründe der Täter und auf die Personen wird überhaut nicht eingegangen und wenn dan passen die Informationen die mann bekommt nicht zum Verhalten des jeweiligen Menschen .....

Der Film ist über weite Strecken auch Optisch nicht viel mehr als TV Durchschnitt, nur ab und zu wird das Format mal genutz und es gibt ein paar Stimmungvolle Aufnahmen.
Die Aufnahmen im Täterhaus und Keller und die Flashbacks sind dabei deutlich gelungener aus die Ermittlungsarbeiten .
Die Handlung selbst verliert sich teilweise in Nebensträngen - die Übergäne von einem zum Anderen Handlungsstrang sind nicht immer Glücklich gewählt ...
Und warum schon wider wahnsinnige Tierpreperatoren ??? - Ein Mal in Psycho hat doch völlig gereicht - lasst euch doch mal was neues Einfallen !

Positiv ist dagegen die Leistung der meisten Darsteller - besonders Mélanie Laurent die als Lucie sehr glaubhaft spielt - wobei die Deutsche Syncho sie nicht
wirklich unterstützt ... Erträglich aber zu steriel.

Insgesammt verstehe ich den Wirbel um den Film nicht - ich hatte schon Tatort Folgen mit mehr Spannung und Tiefgang gesehen und die Verkauft man auch nicht als einzel DVDs zu überteuerten Preisen ...
(Inzwischen schon - Das Review ist schon älter...)

Insgesammt eine Enttäuschung - kein Wiklich schlechter Film aber sicher auch kein besonders Guter den man unbedingt braucht ....


Peter

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE KAMMER DER TOTEN KINDER - Alfred Lot
BeitragVerfasst: 16.05.2010 08:18 
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Hey, ich fande gerade, dass dieser Film eben nicht irgend etwas aus der Luft zaubert, dem Zuschauer fast immer Hintergrundinformationen für die Taten der handelnden Figuren liefert.

Dass dies dann im Film manchmal wie lose Enden erscheinen mag liegt vielleicht auch daran, wie intensiv man sich mit dem Film auseinandersetzt, so war es für das Durchdrehen des einen Schmierers wichtig zu zeigen, dass er erfahren hat, dass sein Handeln zu der Ermordung des kleinen Mädchens geführt hat, was wiederum seine Hemmschwelle in Bezug auf Inkaufnahme von möglichen Opfern sank.

Natürlich ist der Film gegenüber der Romanvorlage gekürzt, und mit dem Ende hast du sicher Recht - doch sieh es mal als möglichen Schlussgag an und nicht unbedingt als Teil des roten Fadens...

Die Tierpräparate werden halt immer wieder gerne genommen, um die Nähe des Menschen zu seinen animalischen Artverwandten (hier: Affen) zu zeigen (Verweis auf niedere Instinkte, die durch Reize geweckt werden). Hitchcock liebte seine Vögel - es gibt durchaus Parallelen zum Hacken der Raben in des Fräuleins Auge und dem Eindringen des Messers in den Leib von Vivian Leigh.

Achtung Spoiler!!!
Vergiss nicht: Das Mädel war wahrscheinlich wochenlang mit ihrer toten Mutter in der Wohnung eingeschlossen und hat dort dilettantisch versucht, ihre Mutter vor dem Verfall - gerade durch die Fliegen (wieder Tiere!) - zu verhindern!

Die Polizeiarbeit spielt nicht so eine große Rolle wie in den Tatort-Folgen, deshalb fällt sie sicher im Vergleich zu dieser Serie ab. Dennoch erinnert der Film an - GUTE! - Folgen der Reihe. Deshalb würde ich diesen Film auch denen empfehlen, die sich jeden Sonntagabend vor die Glotze setzen und ARD einschalten :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE KAMMER DER TOTEN KINDER - Alfred Lot
BeitragVerfasst: 16.05.2010 15:35 
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Was du schreibst mag alles richtig sein - vielleicht bin ich einfach auch nur mit falschen Erwatungen an den Film dran gegangen ...

Da ich die DVD trotz allem in der Sammlung behalten haben, werde ich den Film in nem haben Jahr oder so noch mal ansehen.

Bei ersten Versuch konnte er mich jedenfalls nicht überzeugen (und ich behaupte mal, dass ich ihn mir Aufmerksam angesehen habe...).

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