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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 03.06.2015 12:11 
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ist auch meine Meinung. die Synchro ist aber nicht von Brandt, sondern Brunnemann. Brandt spricht nur die Hauptrolle.

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 03.06.2015 13:07 
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biberwesen hat geschrieben:
ist auch meine Meinung. die Synchro ist aber nicht von Brandt, sondern Brunnemann. Brandt spricht nur die Hauptrolle.


Die beiden haben früher zusammengearbeitet und waren unzertrennlich. Von daher kann man das schon so bezeichnen. Brandt-Brunnemann, wie auch immer...


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 03.06.2015 14:32 
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Blap hat geschrieben:
Freilich sollte man alle Filme im Originalton schauen, jede Übersetzung in eine andere Sprache -egal ob möglichst nahe am Original oder nicht- ist immer nur eine Behelfslösung, ein Kompromiss. Zugegeben, hin und wieder kommt es zu herrlichen Auswüchsen, insofern nehme ich vorhandene Synchros gern als kleine Beigabe mit (sofern ein Import nicht in anderer Hinsicht überlegen ist). Aber ich komme ein wenig vom Thema ab, habt Nachsicht mit einem alten Knacker.


Normative Sätze dieser Art hört man nicht gerade selten und aus diesem Grund - auch auf die Gefahr hin ein wenig vom Thema abzukommen - will ich dazu kurz Stellung beziehen.

Ich vertrete die Auffassung, dass die zentrale Ausdrucksform eines Films das Bild ist.
In vielen Kritiken - gerade im Feuilleton - ist aber stets zu bemerken, dass die größte Auseinandersetzung mit einem filmischen Werk sich um den Inhalt dreht und das wichtigste Merkmal des Mediums - nämlich die visual literacy - oftmals arg stiefmütterlich behandelt wird.

Alfred Hitchcock bezog auf anregende Weise in Truffauts "Mr. HITCHCOCK, wie haben Sie das gemacht?" Stellung zu der Problematik:

"Wenn Sie einen Roman schreiben, geht bei der Übersetzung das Entscheidende verloren. Wenn Sie ein Stück schreiben und aufführen, dann wird es am ersten Abend richtig gespielt, und danach verliert es die Form. Ein Film geht durch die ganze Welt. Er verliert fünfzehn Prozent seiner Kraft, wenn er untertitelt und nur zehn Prozent seiner Kraft, wenn er gut synchronisiert wird, aber das Bild bleibt intakt, selbst wenn der Film schlecht projiziert wird. Ihre Arbeit wird gezeigt, nichts kann ihr geschehen, und Sie machen sich in der ganzen Welt auf dieselbe Weise verständlich."

Besonders interessant finde ich Hitchcocks These, dass ein Film mehr verliert, wenn er untertitelt gesehen wird (sofern dem gegenüber eine gute Synchronisation vorhanden ist). Das macht durchaus Sinn, da das Lesen eben jener den Zuschauer zusätzlich davon abhält sich voll und ganz der visual literacy hinzugeben.

Sofern man also der Sprache des Originaltons nicht mächtig ist, auf Untertitel zurückgreifen müsste und darüber hinaus eine gute Synchronisation vorhanden ist, ist diese tatsächlich vorzuziehen.

Falls man aber der Fremdsprache mächtig ist und keine Untertitel benötigt, ist der Originalton eine angebrachte Wahl.

Ich meine also, dass das Pauschalurteil man solle einen Film stets im Originalton schauen, nicht haltbar ist. Dies ließe sich nur bezogen auf einen bestimmten Fall halten: Nämlich, wenn man der Sprache des Originaltons mächtig ist und somit auf Untertitel verzichten kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 03.06.2015 15:35 
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italo hat geschrieben:
Captain Blitz hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
Rainer Brandt Synchros haben in den seltensten Fällen einen Film besser gemacht.


"Das ist nur Ihre Meinung."

Für mich haben seine Synchros nicht nur Filme besser gemacht, sondern auch den einen oder anderen erst erträglich gestaltet.

Wie dem auch sei, ich freue mich SEHR auf die VÖ.


Und eben das ist nur Deine Meinung!


Bist du sicher, dass das NUR seine Meinung ist? ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 03.06.2015 16:59 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Bist du sicher, dass das NUR seine Meinung ist? ;)


Sicherlich haben Brandt Synchros einen Kultcharakter und haben manchen Film bereichert aber leider noch viel öfters stören seine flapsigen Snychronisationen und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 03.06.2015 17:44 
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Don Ricuzzo hat geschrieben:
1. Ich vertrete die Auffassung, dass die zentrale Ausdrucksform eines Films das Bild ist.
2. In vielen Kritiken - gerade im Feuilleton - ist aber stets zu bemerken, dass die größte Auseinandersetzung mit einem filmischen Werk sich um den Inhalt dreht und das wichtigste Merkmal des Mediums - nämlich die visual literacy - oftmals arg stiefmütterlich behandelt wird.
3. Besonders interessant finde ich Hitchcocks These, dass ein Film mehr verliert, wenn er untertitelt gesehen wird (sofern dem gegenüber eine gute Synchronisation vorhanden ist). Das macht durchaus Sinn, da das Lesen eben jener den Zuschauer zusätzlich davon abhält sich voll und ganz der visual literacy hinzugeben.
Sofern man also der Sprache des Originaltons nicht mächtig ist, auf Untertitel zurückgreifen müsste und darüber hinaus eine gute Synchronisation vorhanden ist, ist diese tatsächlich vorzuziehen.
4. Falls man aber der Fremdsprache mächtig ist und keine Untertitel benötigt, ist der Originalton eine angebrachte Wahl.
5. Ich meine also, dass das Pauschalurteil man solle einen Film stets im Originalton schauen, nicht haltbar ist. Dies ließe sich nur bezogen auf einen bestimmten Fall halten: Nämlich, wenn man der Sprache des Originaltons mächtig ist und somit auf Untertitel verzichten kann.


1. Ein nachvollziehbares Argument, obschon ich diese Meinung nicht ganz teile. Eine zentrale Ausdrucksform, bei manchen Werken sicher auch die zentrale Ausdrucksform. Möchte in dieser Hinsicht nicht alle Filme über einen Kamm scheren, wo wir hier schon dabei sind Pauschalurteile an den Pranger stellen.

2. Ich verachte das "Fülletong". Aber das tut hier nichts zur Sache, daher halte ich mich mit weiteren Äußerungen zu diesem Thema zurück.

3. Das mag Onkel Alfreds Meinung gewesen sein, wer würde ihm diese ernsthaft absprechen wollen. Ungeübte Zuschauer werden durch Untertitel sicher vom Filmgenuss abgehalten, haben zumindest mit deutlichen Einschränkungen zu ringen. Ich komme mit Untertiteln sehr gut klar, daher kann ich Hitchcocks Bedenken nicht unterschreiben, gleichwohl respektiere ich diese Ansicht. Ganz klar die Sicht eines Regisseurs, Schauspieler mögen da eventuell ganz anders urteilen.

4. Die im Film gesprochene Sprache zu beherrschen ist freilich der Idealfall. Ansonsten siehe meine obige Meinung zum Thema Untertitel.

5. Erneut, ich kann deine Ansicht nachvollziehen, bin jedoch anderer Meinung.

---

Es geht nicht um eine "pauschale Verdammung" von Synchronisationen. Meine langjährige Erfahrung bestätigt mich jedoch immer stärker darin, Filme nach Möglichkeit auch stets im Originalton zu schauen. Eines von vielen Beispielen sind Werke aus Japan, Mimik und Gestik der Akteure stehen oft nicht im Einklang mit Synchronisationen. Andererseits muss ich selbstverständlich zugeben, Untertitel sind auch nicht frei von Problemen, diese sehe ich weniger beim Lesevorgang, vielmehr bezüglich Qualität, nähe zum Original etc.. Jeder soll den für sich richtigen Weg finden, ich erfreue mich weiterhin am Originalton, gehe gleichzeitig entspannt mit dem Thema Synchronisationen um. An guten Sprechern mangelt es in Deutschland nicht, an deren Stimmen erquicke mich nur allzu gern im Rahmen von Hörspielen.

Danke für den interessanten Gedankenaustausch, sehr angenehm.

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 03.06.2015 18:08 
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italo hat geschrieben:
Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Bist du sicher, dass das NUR seine Meinung ist? ;)


Sicherlich haben Brandt Synchros einen Kultcharakter und haben manchen Film bereichert aber leider noch viel öfters stören seine flapsigen Snychronisationen und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da.


Für mich bereichern sie öfter, als dass sie stören. Mich störten sie nämlich noch NIE.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 04.06.2015 06:37 
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italo hat geschrieben:
Rainer Brandt Synchros haben in den seltensten Fällen einen Film besser gemacht.


Definitiv. Ich mag seine Arbeiten für italienische Komödien, die sind natürlich teilweise sehr gut. Aber er hat eben auch so manchen ernsthaften Film damit verhunzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 08.06.2015 15:54 
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● EVA RENZI als MONICA RANIERI in
DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE (D|I|1969)




Durch den Protagonisten Sam Dalmas bekommt der Zuschauer das Verbrechen im Panoramablick geboten: fern, nah, unmittelbar am Ort des Geschehens. Mit ihm ist man über des gesamten Verlauf einer Meinung, dass genau in dieser Situation der Schlüssel zur Aufklärung zu finden ist. Doch wie mag dieser aussehen? Es bleibt nur das diffuse Gefühl, dass tatsächlich etwas Signifikantes übersehen wurde, dass etwas nicht in das Gefüge gepasst hat, doch man kann es nicht beim Namen nennen. Mit diesem Verwirrung stiftenden Element spielt Dario Argento über die komplette Distanz, und entgegengesetzt zu der Kürze ihrer Rolle ist es Eva Renzi, die zur Projektionsfläche wird, und die eine der wichtigsten Charaktere in "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" formen konnte. Nicht nur, dass ihr erstes Auftreten gleich zu Beginn die Erinnerung beschäftigen wird, es ist auch bemerkenswert in welchem Umfeld sich diese Szenen abspielen. Argentos Set ist bis ins kleinste Detail durchdacht, es wird eine auffällige Struktur innerhalb der Szenerie vermittelt, die als visuelles Ablenkungsmanöver gesehen werden kann. Zwischen den imposanten und geradezu vereinnahmenden Skulpturen findet sich das schöne Opfer des Frauenmörders, welcher Rom sein geraumer Zeit unsicher macht. Zu Eva Renzi lässt sich schließlich sagen, dass sie wie ein Teil dieses Sets erscheint, und dass sie ebenso präzise durchdacht wirkt. Ihre weiße, mit Blut überströmte Kleidung stellt die Verletzung in den Vordergrund, die kurze Entfernung zu Sam Dalmas wird aufgrund der Tatsache, dass eine Glasscheibe sie trennt und wegen des langen Kampfes von Monica Ranieri zur unüberwindbaren Distanz, da sie nur Zentimeter für Zentimeter zurücklegen kann. Alles wirkt abgestimmt, alles ist zu Ende gedacht worden worden, so dass man sagen darf, dass eine derart lückenlos aufgebaute Assoziationskette nicht alle Tage zu finden ist, die rückwirkend in ihrem Aufbau derartig raffiniert gestaltet wurde. Erleichtert nimmt man schließlich zur Kenntnis, dass sich der empfundene Todeskampf der Monica Ranieri als nicht lebensgefährlich herausstellt.

Diese eindrucksvolle erste Etappe dieser Rolle wird für den Moment stillgelegt, doch beschäftigt die Erinnerung des Protagonisten und der Zuschauer sehr effektiv. Das nächste Aufeinandertreffen erfolgt erneut am Ort des Verbrechens, an dem das Opfer sich beinahe gehemmt bei ihrem Retter bedanken wird. Verheißungsvoll gibt sie die Erklärung ab, dass sie auch weiterhin in Angst lebe und man wird hellhörig, weil man Monica Ranieri ebenfalls weiterhin in Gefahr sieht. Eva Renzi stattet diese kurze Szene mit allen erforderlichen Mitteln, die zur Glaubwürdigkeit führen, aus, und es ist erstaunlich, dass sie hier komplett entgegengesetzt zu ihren üblichen Rollenstrukturen eingesetzt wurde. Sie wirkt wie eine unterdrückte Frau, die sofort handelt, wenn ihr unsympathisch wirkender Mann ruft, Angst und Besorgnis trieben bei ihr normalerweise andere Blüten und das im Sinne einer völlig anderen Ausgangsposition. Erneut wird es wieder länger ruhig um Monica, um die letzten Etappen ihres Auftritts zu bahnen. Über allem steht der bemerkenswerte Aufbau des Films, also auch dieser Rolle. Eva Renzi als Teil dieses Verwirrspiels und Bestandteil eines Dekors, ist eine wichtige Komponente einer Konstruktion, die einfach nur als brillant zu bezeichnen ist. Monica Ranieri wirkt unergründlich, obwohl die Dramaturgie sie als transparente Erscheinung in den Ring schickt. Insbesondere ihre anschließenden Sequenzen bleiben in nachhaltiger Erinnerung und es ist bemerkenswert, wie Eva Renzi diese zugegebenermaßen nicht einfache Anforderung wieder einmal spielend lösen konnte. Die Mischung aus dosiertem, aber ebenso spontanem, bis hin zu impulsivem Darbietungsstil manifestiert den Begriff Idealbesetzung. Betrachtet man ihre eigenen Aussagen zu gerade dieser Rolle, ist es tatsächlich kaum zu verstehen, warum Eva Renzi sie so zynisch beurteilte, denn im Kontrast steht eine hochklassige Leistung mit Modellcharakter, der fortan in diversen Gialli quasi als "Monica-Ranieri-Effekt" Verwendung finden sollte, aber in dieser Qualität nicht mehr häufig reproduziert werden konnte.


➥ Monica Ranieri


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 12.06.2015 18:10 
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Blap hat geschrieben:
Freilich sollte man alle Filme im Originalton schauen, jede Übersetzung in eine andere Sprache -egal ob möglichst nahe am Original oder nicht- ist immer nur eine Behelfslösung, ein Kompromiss. Zugegeben, hin und wieder kommt es zu herrlichen Auswüchsen, insofern nehme ich vorhandene Synchros gern als kleine Beigabe mit (sofern ein Import nicht in anderer Hinsicht überlegen ist). Aber ich komme ein wenig vom Thema ab, habt Nachsicht mit einem alten Knacker.

"Man" sollte das wirklich nur dann tun, wenn man die Originalsprache perfekt beherrscht - und wer tut das schon? Selbst wenn man z.B. englisch versteht, beherrscht man die Sprache noch längst nicht. Wenn ein native speaker einen Film in seiner Muttersprache konsumiert, kann er sich völlig auf die Handlung - auf den Film - konzentrieren. Hört ein Zuschauer einen Film in einer Sprache, die nicht seine Muttersprache ist, ist ihm dies meist nur auf einer Metaebene möglich. Er muss Worte übersetzen oder Untertitel lesen (und diese vor allem mit den gesprochenen Dialogen zusammenführen). Beides sind zusätzliche kognitive Prozesse, die einem Muttersprachler erspart bleiben. Die einzige Möglichkeit einen Film auf die selbe Weise zu konsumieren wie ein Zuschauer des Landes, aus dem der Film stammt, ist daher eine lippensynchrone Lokalisation, eine Synchronfassung.
Weiter wird es der Möglichkeiten einer guten Synchro nicht gerecht, wenn man diese als reine "Behelfslösung" bezeichnet. Eine Synchro ist im Idealfall viel mehr als eine Übersetzung: Sie transportiert Inhalt und künstlerische Leistung der Vorlage und macht Filme einem anderen Kulturkreis überhaupt erst zugänglich. Bei der Sprache Englisch mag das vielleicht manchen unnötig erscheinen, aber um Filme aus Taiwan oder dem Iran im Original sehen zu wollen, bedarf es eher eines wissenschaftlichen Ansatzes als dem Wunsch nach Unterhaltung. Letzteres ist es aber, was der Regisseur eigentlich im Sinn hatte.
In einer Synchronfassung geht es nicht unbedingt darum, einen Film aufzuwerten. Aber die künstlerischen Leistungen von Synchronschauspielern bewirken häufig etwas, dass alle Schauspieler tun: Sie interpretieren die Vorlage und schaffen damit letztlich ein eigenständiges Werk, dass gegenüber dem Original viele interessante Vorzüge haben kann. Ich höre viele Schauspieler genauso gerne mit ihren jeweiligen deutschen Stimmen, manche sogar lieber als mit ihren eigenen.
Deutschland kann sich glücklich schätzen, dass aufgrund der hohen Zahl der Abnehmer ein Markt besteht, der die Herstellung von Synchros finanziell ermöglicht. So kommen wir in den Genuss einer Vielzahl von Werken, die sonst einer kleinen Elite vorbehalten wären. (In dem von Synchronhassern immer als positives Beispiel gerühmten Skandinavien kosnumieren die Leute zwar viele englischssprachige Filme in der Originalversion, aber auch kaum aus anderen Sprachen. Die Sprchregionen sind hier aber zu klein, um Synchros zu produzieren, was man sonst selbstverständlich täte.) Deutschland ist übrigens Weltrekordler in dieser Hinsicht. In keine andere Sprache weltweit wird mehr übersetzt als ins Deutsche. Filmsynchros haben daran einen erheblichen Anteil.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 12.06.2015 18:55 
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Slartibartfast hat geschrieben:

"Man" sollte das wirklich nur dann tun, wenn man die Originalsprache perfekt beherrscht - und wer tut das schon? Selbst wenn man z.B. englisch versteht, beherrscht man die Sprache noch längst nicht. Wenn ein native speaker einen Film in seiner Muttersprache konsumiert, kann er sich völlig auf die Handlung - auf den Film - konzentrieren. Hört ein Zuschauer einen Film in einer Sprache, die nicht seine Muttersprache ist, ist ihm dies meist nur auf einer Metaebene möglich. Er muss Worte übersetzen oder Untertitel lesen (und diese vor allem mit den gesprochenen Dialogen zusammenführen). Beides sind zusätzliche kognitive Prozesse, die einem Muttersprachler erspart bleiben. Die einzige Möglichkeit einen Film auf die selbe Weise zu konsumieren wie ein Zuschauer des Landes, aus dem der Film stammt, ist daher eine lippensynchrone Lokalisation, eine Synchronfassung.
Weiter wird es der Möglichkeiten einer guten Synchro nicht gerecht, wenn man diese als reine "Behelfslösung" bezeichnet. Eine Synchro ist im Idealfall viel mehr als eine Übersetzung: Sie transportiert Inhalt und künstlerische Leistung der Vorlage und macht Filme einem anderen Kulturkreis überhaupt erst zugänglich. Bei der Sprache Englisch mag das vielleicht manchen unnötig erscheinen, aber um Filme aus Taiwan oder dem Iran im Original sehen zu wollen, bedarf es eher eines wissenschaftlichen Ansatzes als dem Wunsch nach Unterhaltung. Letzteres ist es aber, was der Regisseur eigentlich im Sinn hatte.
In einer Synchronfassung geht es nicht unbedingt darum, einen Film aufzuwerten. Aber die künstlerischen Leistungen von Synchronschauspielern bewirken häufig etwas, dass alle Schauspieler tun: Sie interpretieren die Vorlage und schaffen damit letztlich ein eigenständiges Werk, dass gegenüber dem Original viele interessante Vorzüge haben kann. Ich höre viele Schauspieler genauso gerne mit ihren jeweiligen deutschen Stimmen, manche sogar lieber als mit ihren eigenen.
Deutschland kann sich glücklich schätzen, dass aufgrund der hohen Zahl der Abnehmer ein Markt besteht, der die Herstellung von Synchros finanziell ermöglicht. So kommen wir in den Genuss einer Vielzahl von Werken, die sonst einer kleinen Elite vorbehalten wären. (In dem von Synchronhassern immer als positives Beispiel gerühmten Skandinavien kosnumieren die Leute zwar viele englischssprachige Filme in der Originalversion, aber auch kaum aus anderen Sprachen. Die Sprchregionen sind hier aber zu klein, um Synchros zu produzieren, was man sonst selbstverständlich täte.) Deutschland ist übrigens Weltrekordler in dieser Hinsicht. In keine andere Sprache weltweit wird mehr übersetzt als ins Deutsche. Filmsynchros haben daran einen erheblichen Anteil.


Ja, wenn man ein wenig aus der Übung ist, beziehe mich auf die englische Sprache, kann "zusätzliche Übersetzungsarbeit" durchaus zu Einschränkungen führen. Freilich kann ich nur für mich sprechen, aber englische Filme übersetze ich gedanklich nicht, das klappt inzwischen recht gut. Wenn sich Lücken zeigen, was durchaus passiert, stellt sich nebenbei ein Lerneffekt ein.

Bei völlig fremden Sprachen greife ich gern auf UT zurück, obschon diese -wie bereits erwähnt- letztlich auch mit Kompromissen behaftet sind. Jenes "durch Synchronisierung erschaffene eigenständige Werk" mag durchaus Reize haben, ich möchte aber nicht allein darauf bauen. Mir ist die "gebratene Tauben in den Mund Mentalität" teils recht unangenehm, gleichwohl gebe ich mich dieser ab und an ohne Reue hin, gern ringe ich aber auch mit dem Material, weit über das Thema "lockere Unterhaltung" hinaus.

An guten Sprechern mangelt es im deutschsprachigen Raum nicht. Irgendwelche "Synchronhasser" habe ich hier nicht ausgemacht. Die Mischung macht es, dennoch -gerade deswegen- bleibe ich bei meiner Aussage: Man sollte alle Film auch im O-Ton schauen. Zugegeben, ich bin in der komfortablen Situtation, vermutlich deutlich mehr Zeit für meine Leidenschaft zu haben als viele andere Forianer.

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 12.06.2015 19:03 
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Slartibartfast hat geschrieben:
Blap hat geschrieben:
Freilich sollte man alle Filme im Originalton schauen, jede Übersetzung in eine andere Sprache -egal ob möglichst nahe am Original oder nicht- ist immer nur eine Behelfslösung, ein Kompromiss. Zugegeben, hin und wieder kommt es zu herrlichen Auswüchsen, insofern nehme ich vorhandene Synchros gern als kleine Beigabe mit (sofern ein Import nicht in anderer Hinsicht überlegen ist). Aber ich komme ein wenig vom Thema ab, habt Nachsicht mit einem alten Knacker.

"Man" sollte das wirklich nur dann tun, wenn man die Originalsprache perfekt beherrscht - und wer tut das schon? Selbst wenn man z.B. englisch versteht, beherrscht man die Sprache noch längst nicht. Wenn ein native speaker einen Film in seiner Muttersprache konsumiert, kann er sich völlig auf die Handlung - auf den Film - konzentrieren. Hört ein Zuschauer einen Film in einer Sprache, die nicht seine Muttersprache ist, ist ihm dies meist nur auf einer Metaebene möglich. Er muss Worte übersetzen oder Untertitel lesen (und diese vor allem mit den gesprochenen Dialogen zusammenführen). Beides sind zusätzliche kognitive Prozesse, die einem Muttersprachler erspart bleiben. Die einzige Möglichkeit einen Film auf die selbe Weise zu konsumieren wie ein Zuschauer des Landes, aus dem der Film stammt, ist daher eine lippensynchrone Lokalisation, eine Synchronfassung.
Weiter wird es der Möglichkeiten einer guten Synchro nicht gerecht, wenn man diese als reine "Behelfslösung" bezeichnet. Eine Synchro ist im Idealfall viel mehr als eine Übersetzung: Sie transportiert Inhalt und künstlerische Leistung der Vorlage und macht Filme einem anderen Kulturkreis überhaupt erst zugänglich. Bei der Sprache Englisch mag das vielleicht manchen unnötig erscheinen, aber um Filme aus Taiwan oder dem Iran im Original sehen zu wollen, bedarf es eher eines wissenschaftlichen Ansatzes als dem Wunsch nach Unterhaltung. Letzteres ist es aber, was der Regisseur eigentlich im Sinn hatte.
In einer Synchronfassung geht es nicht unbedingt darum, einen Film aufzuwerten. Aber die künstlerischen Leistungen von Synchronschauspielern bewirken häufig etwas, dass alle Schauspieler tun: Sie interpretieren die Vorlage und schaffen damit letztlich ein eigenständiges Werk, dass gegenüber dem Original viele interessante Vorzüge haben kann. Ich höre viele Schauspieler genauso gerne mit ihren jeweiligen deutschen Stimmen, manche sogar lieber als mit ihren eigenen.
Deutschland kann sich glücklich schätzen, dass aufgrund der hohen Zahl der Abnehmer ein Markt besteht, der die Herstellung von Synchros finanziell ermöglicht. So kommen wir in den Genuss einer Vielzahl von Werken, die sonst einer kleinen Elite vorbehalten wären. (In dem von Synchronhassern immer als positives Beispiel gerühmten Skandinavien kosnumieren die Leute zwar viele englischssprachige Filme in der Originalversion, aber auch kaum aus anderen Sprachen. Die Sprchregionen sind hier aber zu klein, um Synchros zu produzieren, was man sonst selbstverständlich täte.) Deutschland ist übrigens Weltrekordler in dieser Hinsicht. In keine andere Sprache weltweit wird mehr übersetzt als ins Deutsche. Filmsynchros haben daran einen erheblichen Anteil.


"Werden wir Deutsche dumm synchronisiert?" Das ist der Titel eines Berichts, den ich sehr interessant finde.
Ich habe dazu ein Thema eröffnet.
offtopic-f23/werden-wir-deutschen-dumm-synchronisiert-t9335.html


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 13.06.2015 13:25 
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Blap hat geschrieben:
Slartibartfast hat geschrieben:
Ja, wenn man ein wenig aus der Übung ist, beziehe mich auf die englische Sprache, kann "zusätzliche Übersetzungsarbeit" durchaus zu Einschränkungen führen. Freilich kann ich nur für mich sprechen, aber englische Filme übersetze ich gedanklich nicht, das klappt inzwischen recht gut. Wenn sich Lücken zeigen, was durchaus passiert, stellt sich nebenbei ein Lerneffekt ein.

Bei völlig fremden Sprachen greife ich gern auf UT zurück, obschon diese -wie bereits erwähnt- letztlich auch mit Kompromissen behaftet sind. Jenes "durch Synchronisierung erschaffene eigenständige Werk" mag durchaus Reize haben, ich möchte aber nicht allein darauf bauen. Mir ist die "gebratene Tauben in den Mund Mentalität" teils recht unangenehm, gleichwohl gebe ich mich dieser ab und an ohne Reue hin, gern ringe ich aber auch mit dem Material, weit über das Thema "lockere Unterhaltung" hinaus.

An guten Sprechern mangelt es im deutschsprachigen Raum nicht. Irgendwelche "Synchronhasser" habe ich hier nicht ausgemacht. Die Mischung macht es, dennoch -gerade deswegen- bleibe ich bei meiner Aussage: Man sollte alle Film auch im O-Ton schauen. Zugegeben, ich bin in der komfortablen Situtation, vermutlich deutlich mehr Zeit für meine Leidenschaft zu haben als viele andere Forianer.

Eine letzte Antwort hier, dann werde ich gern in den neuen Thread wechseln.
Es geht mir nicht nur darum, ob jemand genug Praxis hat, eine Sprache zu verstehen. Es ist schon so, dass nur Muttersprachler in der Lage sein werden, wirklich jede Nuance eines Films zu verstehen. Es geht ja nicht allein um die Worte, sondern auch um Gesten, kulturelle Konnotationen etc. Irgendwann ist auch für den geübtesten Deutschen das Ende der Fahnenstange erreicht.
Insofern fördert eine Synchro keine "Gebratene Tauben in den Mund"-Mentalität, obwohl sie natürlich häufig als Selbstverständlichkeit angesehen wird. Sie ist, so paradox es klingt, die einzige Möglichkeit, einen Film auf die gleiche Art zu genießen, wie es die Zuschauer im Hesrtellungsland tun können.
Ich würde nie behaupten, dass Untertitel zu lesen eine unzumutbare Konzentration erfordert und verweigere mich auch gegen das oft zitiert Argument, die Schrift würde das Bild zerstören. Darum geht es nicht. Aber einen Film zu lesen ist was anderes, als die Handlung hören zu können und das ist etwas nicht zu Unterschätzendes.
Die Haltung "Deutsche würden dumm synchronisiert" ist selbst typisch deutsch. Hierzulande herrscht noch immer die Meinung vor, Kultur müsse weh tun und sei einem elitären Kreis vorbehalten. Es hat nichts mit Dummheit zu tun, wenn man möglichst viele Filme aus unterschiedlichsten Kulturkreisen konsumieren und damit seinen Horizont erheblich mehr erweitern kann, als es möglich wäre, wenn man auschließlich auf ein paar wenige Sprache beschränkt ist, die man zufällig versteht.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 13.06.2015 19:20 
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Slartibartfast hat geschrieben:
1. Es geht mir nicht nur darum, ob jemand genug Praxis hat, eine Sprache zu verstehen. Es ist schon so, dass nur Muttersprachler in der Lage sein werden, wirklich jede Nuance eines Films zu verstehen. Es geht ja nicht allein um die Worte, sondern auch um Gesten, kulturelle Konnotationen etc. Irgendwann ist auch für den geübtesten Deutschen das Ende der Fahnenstange erreicht.
2. Insofern fördert eine Synchro keine "Gebratene Tauben in den Mund"-Mentalität, obwohl sie natürlich häufig als Selbstverständlichkeit angesehen wird. Sie ist, so paradox es klingt, die einzige Möglichkeit, einen Film auf die gleiche Art zu genießen, wie es die Zuschauer im Hesrtellungsland tun können.
3. Hierzulande herrscht noch immer die Meinung vor, Kultur müsse weh tun und sei einem elitären Kreis vorbehalten. Es hat nichts mit Dummheit zu tun, wenn man möglichst viele Filme aus unterschiedlichsten Kulturkreisen konsumieren und damit seinen Horizont erheblich mehr erweitern kann, als es möglich wäre, wenn man auschließlich auf ein paar wenige Sprache beschränkt ist, die man zufällig versteht.


1. Gerade diese feinen Details gehen bei vielen Synchronisationen verloren. Durch die Synchronisation entsteht daher ein viel höherer Reibungsverlust, als durch eventuell dem "Nichtmuttersprachler" entgehende Dinge.

2. Aus meiner Sicht fördern Synchronisationen diese von mir erwähnte Mentalität. Zum Rest siehe #1.

3. "Hierzulande" zum Teil, in diesem Forum ganz sicher nicht, bei mir schon gar nicht. Dummheit habe ich sowieso nicht unterstellt, eher Faulheit. Ich klinke mich an dieser Stelle ebenfalls aus, wir drehen uns sowieso im Kreis.

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Die "absolute" Lösung gibt es nicht, ich akzeptiere Synchronisationen gern als weitere Option, ungern als Ersatz.

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 24.06.2015 20:07 
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● DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE / L'UCCELLO DALLE PIUME DI CRISTALLO / THE BIRD WITH THE CRYSTAL PLUMAGE (D|I|1970)
mit Eva Renzi, Umberto Raho, Reggie Nalder, Renato Romano, Werner Peters und als Gast Mario Adorf
eine Gemeinschaftsproduktion der CCC Filmkunst | Seda Spettacoli | im Verleih der Constantin
ein Film von Dario Argento


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»Ich weiß nicht was ich seltsam daran fand, aber irgendwas kam mir merkwürdig vor«


Der amerikanische Schriftsteller Sam Dalmas (Tony Musante) wird eines Abends zufällig Zeuge eines Verbrechens. In einer Kunstgalerie beobachtet er den Kampf zwischen einer schwarz gekleideten Gestalt und Monica Ranieri (Eva Renzi), der Frau des Galeriebesitzers (Umberto Raho). Dabei wird sie mit einem Messer attackiert und weil Sam sich bemerkbar macht wird Monica lediglich verletzt. Schnell stellt sich heraus, dass es sich offenbar um einen lange gesuchten Serienmörder handelt, der Rom seit geraumer Zeit unsicher macht und junge Frauen tötet. Beim Verhör mit Inspektor Morosini (Enrico Maria Salerno) stellt sich heraus, dass der Amerikaner noch irgend etwas beim Tathergang gesehen haben muss, er aber nicht benennen kann um was es sich genau handelt. Da Sam in den nächsten Tagen wieder zurück in die USA fliegen möchte, der Inspektor auf ihn als wichtigen Zeugen aber nicht verzichten kann, behält dieser kurzerhand seinen Pass ein und Dalmas begibt sich selbst auf die Suche nach dem Mörder, bei der er und seine Freundin Julia (Suzy Kendall) in Lebensgefahr geraten. Unterdessen schlägt der Mörder erneut zu...

Eine in Schwarz gekleidete, und nicht zu erkennende Gestalt bedient eine Schreibmaschine, der kleine Raum vermittelt ein unbehagliches Vakuum. Alles dort scheint pedantisch geordnet, und tödlich korrekt durchdacht zu sein und die Intention dieser kurzen Szenen vermittelt eine unmissverständliche Deutlichkeit, noch bevor das Phantom zuschlagen wird. Eine junge Frau wird auf der Straße abfotografiert, die wunderbare Musik von Ennio Morricone entschärft die Situation für einen kurzen Augenblick, bevor es mit dem veranschaulichten Kurzpsychogramm des Mörders weitergeht. Ein Foto des Opfers wird mit einer Nummer markiert und eine Reihe bedachtsam angeordneter Messer sorgt für Gewissheit. Der Zuschauer steht unmittelbar vor dem ersten sichtbaren Mord und man weiß durchaus, dass es sicherlich nicht der letzte sein wird. Die Montur der sich geschmeidig bewegenden, und in schwarzem Leder gekleideten Gestalt, vermittelt einen offensichtlich autoerotischen Aspekt. Ein Schrei beendet die Szene und das Leben der vermutlich wahllos auserkorenen jungen Frau. Unmittelbar danach bekommt man den Protagonisten der Story vorgestellt. Sam Dalmas ist abwesend, gedanklich ist er womöglich schon längst wieder zurück in den USA. Sein Blick fällt durch die Panoramafenster einer hell ausgeleuchteten Kunstgalerie und er wird Zeuge eines Verbrechens. In dieser Schlüsselszene ist die Kamera aufmerksamer als der Protagonist und als jeder Beobachter es sein kann, obwohl sie den Zuschauer für einen kurzen Augenblick mit in das Innere der Galerie nimmt. Man sieht Monica Ranieri, ein blankes Messer ist wenige Zentimeter von ihr entfernt, es ist, als könne man sie berühren. Wie Sam den kompletten Film über beteuern wird, stimmt etwas an dieser Szene nicht mit den normalen Gesetzen einer solchen Situation überein, der aufmerksame Zuschauer ist der gleichen Ansicht, doch vorerst kann keiner den verschachtelten Fehler erkennen. Bereits hier zeigt Dario Argento, wo er mit seinem eigentlich kompliziert gestalteten Film hin möchte.



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Er trübt die Auffassungsgabe durch die Ferne, bietet aber gleichzeitig die Chance, diese Situation permanent wieder Revue passieren zu lassen, er offeriert Transparenz, die allerdings noch keine Allianz mit dem Vorstellungsvermögen oder der Kombinationsgabe eingehen kann. Der Augenzeuge wird vom Täter im Labyrinth der Glasfenster gefangen gehalten, trotz der Nähe entsteht eine unüberbrückbare Distanz, so dass die Zeit bleibt, jede Einzelheit dokumentieren zu können. Der Raum vermittelt eine beeindruckende Struktur, genau wie es übrigens der komplette Film tun wird, die Szenerie veranschaulicht Kontraste, die sich ebenfalls durch den Verlauf ziehen werden. Die Struktur dieser Situation wird durch die verletzte Monica Ranieri gestört, umgekehrt, da es zunächst niemandem möglich ist, zu intervenieren. Trotz ihres Kampfes, bleibt die unbequeme Möglichkeit, einige Gedanken weiter auszumalen, weil die Regie die verstreichende Zeit einem Diktat ähneln lassen wird. Wird Monica Ranieri rechtzeitig gerettet werden, wird sie Angaben zum Täter machen können, wird Sam Dalmas als dringend tatverdächtig eingestuft, ist er ab sofort selbst in Gefahr? Der Film nimmt seinen spektakulären, oder vielmehr intelligenten Lauf und es ist erstaunlich, welcher Meilenstein hier entstanden ist, wohlgemerkt mit einfachen und klassischen Mitteln. Erstaunlich vielleicht deswegen, weil man "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" aus damaliger Sicht einfach als das betrachten muss, was der Film vom Ursprung her sein sollte: Ein Beitrag, der in der Bundesrepublik unter der Trivialmarke Bryan Edgar Wallace vermarktet wurde. Die Vermutung liegt also nahe, dass sich zur Entstehungszeit vielleicht noch niemand so recht im Klaren darüber war, wie dieser Film ein komplettes Genre noch beeinflussen würde und welche Sensation man am schmieden war. Der Verlauf ist als Blick zurück nach vorn aufgebaut und ähnelt einem spröden Zusammentragen von vielen Mosaiksteinchen. Da Sam Dalmas und seine Freundin unfreiwillige Ermittler werden, und die Polizei bei der Lösung des Falles ebenfalls Schützenhilfe leisten kann, zeigt sich die bereits erwähnte, jedoch schleichende Transparenz für den Zuschauer.

Der Fall bereitet Kopfzerbrechen, und der Mörder schlägt immer wieder zu. Dies geschieht nicht in aller Diskretion, nein, er ist mittlerweile so weit, dass die Taten in einer vollkommen omnipotenten Art und Weise telefonisch bei der Polizei angekündigt werden. Die Gesetzeshüter spannen unterdessen Sam Dalmas als Lockvogel ein, da jegliche Anhaltspunkte fehlen. Die Taten folgen immer dem gleichen Muster. Schöne, alleinstehende Frauen werden bestialisch ermordet und es bleibt zu erahnen, dass der Geschichte ein psychologisches Motiv zu Grunde liegt. Betrachtet man die beteiligten Darsteller, so wirkt die Crew wie eine Bestätigung dafür, dass man nicht unbedingt von einem möglichen Überraschungscoup ausgegangen war, denn die Riege ist nicht mit den damaligen Top-Akteuren ausstaffiert worden. Dies soll weniger als Kritik, sondern eher als Feststellung angemerkt sein, denn die Darsteller wirken bis in die kleinsten Rollen perfekt besetzt. Tony Musante macht jeden Zuschauer aufgrund seiner wichtigen Beobachtung zum Verbündeten, bei dieser Variante entsteht eine noch intensivere Solidarität mit dem Protagonisten als im Normalfall. Auch dass die sympathische Suzy Kendall an seiner Seite mit recherchiert, rückt sie deutlich in den Kreis der Sympathieträger. Beide werden noch in äußerst gefährliche Situationen geraten, die sie trotz einiger persönlicher Warnungen des Mörders nicht scheuen. Tony Musante gefällt aufgrund seiner kantigen Art. Seine Alleingänge wirken vielleicht bezeichnend für seinen Charakter, da er im privaten Bereich nicht anders vorzugehen scheint. Suzy Kendall wirkt bodenständig und kann in den richtigen Situationen ihre Emotionen heraus lassen. Ihre besten Momente zeigt sie, als der Handschuhmörder sie in ihrer eigenen Wohnung bedroht, Kendall hat man nicht alle Tage so temperamentvoll und präzise gesehen. Beim Thema Präzision ist unbedingt auch Enrico Maria Salerno zu nennen, der den überforderten Polizeiapparat anführt. Seine ruhigen und überaus sachlichen Ermittlungen wissen zu gefallen, sie würden einem sogar imponieren, wenn unterm Strich die richtigen Ergebnisse stehen würden.



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Weitere bekannte Gesichter und willkommene Darbietungen liefern ein zweifelhafter Umberto Raho, ein ebenso schwer einzuschätzender Renato Romano und Reggie Nalder, als rechte oder linke Hand des Mörders, der wirklich für beängstigende Momente sorgen wird. Allround-Talent Werner Peters beeindruckt, gegenüber seiner sonst obligatorischen Auftritte, in einer vollkommen konträr angelegten Rolle, als an Sam interessierter Antiquitäten-Händler, die man zuvor noch nie von ihm gesehen hat. Schließlich rundet Mario Adorf das Geschehen als Gast ab, und zwar mit einer absolut irren Performance, die weniger für Aufklärung, als Auflockerung sorgen wird. In der Welt der Gialli sollte es insbesondere nach diesem Beitrag forcierter zugehen, so dass man hier im Rahmen von Gewaltspitzen und expliziten Szenen, auch im Sinne des Anvisierens der konstitutionellen Vorzüge der beteiligten Damen, noch gezügeltere Wege eingeschlagen hatte. Was allerdings immer schon ein Thema war, ist die Schönheit im allgemeinen, sowie im präziseren Sinne. Bleibt man bei diesem Schlagwort, so kommt man zu niemand anderem als zu der umwerfenden Eva Renzi, die hier in beeindruckenden Etappen eingesetzt, oder besser gesagt platziert wurde. "Das Lexikon der Deutschen Filmstars" bescheinigte ihr, sie konnte »ihre anspruchsvollen Rollencharaktere mit reifem Spiel und feiner Psychologie vertiefen«, eine Einschätzung, die hier wie der springende Punkt wirkt. Zugegebenermaßen ist "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" auf psychologischer Ebene ausbaufähig geblieben, so dass man anerkennen muss, dass Eva Renzi einen nicht unwichtigen Teil dazu beiträgt, dass diese eindrucksvolle Assoziationskette funktioniert, und sei es nur auf die darstellerischen Kompetenzen reduziert. Renzi formt Monica Ranieri tiefenbetont, sie wird Teil des Films, der Geschichte, eines Dekors, was den Zuschauer über die gesamte Spieldauer beschäftigen wird. So ging eine vereinnahmende Leistung der Deutschen in die Geschichte des Giallo ein, die auch heute noch einen gewissen Modell-Charakter vermittelt.

Die persönliche Quintessenz Eva Renzi hat im Grunde genommen keine weiteren Beschreibungen nötig, denn ein Blick genügt um zu begreifen, dass sie selbst Expertise genug darstellt. Der deutsche, klassische Krimi erlebte Mitte der 60er Jahre die Geburtsstunde des sogenannten "Melissa-Effekts", für die Gialli könnte man diese Erfindung vielleicht ab sofort "Monica-Ranieri-Effekt" nennen, denn dieses Modell sollte fortan noch häufiger Verwendung finden. Dario Argentos Beitrag beweist in nahezu allen Bereichen eine überdurchschnittliche Qualität. Zunächst ist die globale Stilsicherheit zu erwähnen, vor allem die erfinderische Attitüde, die dem Film seine unbeirrbare Richtung gibt, ist bemerkenswert. Im visuellen und bildsprachlichen Bereich kommt es zu vielen größeren und kleineren Highlights, insbesondere die subjektiven Kamerafahrten bei den Ermordungsszenen forcieren hochspannende Momente. Vereint mit Ennio Morricones abwechslungsreicher Musik, die ebenfalls Emotionen schürt, aber genauso für Atempausen sorgt, entstehen formvollendete Kreationen. Dario Argento beweist mit seinem Frühwerk, dass es sich bei ihm um einen Querdenker handelt, der mit formellen und stilistischen Kapriolen bestehende Grenzen und Gesetzte der Inszenierung aufweichen konnte. Die hier auftauchenden Stilelemente werden zur dichten Fusion für den Zuschauer, unterm Strich steht zwar die Ambition der Unterhaltung, allerdings der intelligenteren Sorte, obwohl sich auch viele Oberflächlichkeiten aufspüren lassen (könnten). Der Verlauf gibt die Besonderheit des Gesamtwerkes lange nicht her, das Finale wird gleich in mehreren Etappen eingeleitet und etliche Twists tragen zum besonderen Sehvergnügen, beziehungsweise Erstaunen bei. Das echte Finale erweist sich schließlich als einer der überraschendsten Momente überhaupt und das abrupte Ende lässt eine nüchterne Prognose zurück, die fehlende Erklärungen weg dividiert. Wenn der Film schließlich zu Ende ist, kommt eigentlich immer wieder der selbe Wunsch zum Vorschein, nämlich "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe" noch einmal als Erstansicht wahrnehmen zu können. Ein prägendes Erlebnis!


➥ Monica Ranieri


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 09.07.2015 21:43 
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Seltsam, wir haben den deutschen Ton in 24fps an das US-HD-Master angelegt ... und die Dialoge klingen zu tief. Als wäre die Synchro damals mit 25fps aufgenommen worden. Hat das schonmal jemand mitbekommen? Wir wollen den deutschen Ton nun lieber auf PAL-Pitch anlegen.


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BeitragVerfasst: 10.07.2015 01:12 
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Michael hat geschrieben:
Seltsam, wir haben den deutschen Ton in 24fps an das US-HD-Master angelegt ... und die Dialoge klingen zu tief. Als wäre die Synchro damals mit 25fps aufgenommen worden. Hat das schonmal jemand mitbekommen? Wir wollen den deutschen Ton nun lieber auf PAL-Pitch anlegen.

Hatte nicht Red River ein ähnliches (das gleiche?) Problem bei OPERA?

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 10.07.2015 07:33 
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"Opera" lief aber auch nie im Kino, das war ja eine DTV-Synchro.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 10.07.2015 17:28 
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Michael hat geschrieben:
"Opera" lief aber auch nie im Kino, das war ja eine DTV-Synchro.

Stimmt ja :oops: :oops: :oops:

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BeitragVerfasst: 10.07.2015 20:05 
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Michael hat geschrieben:
"Opera" lief aber auch nie im Kino, das war ja eine DTV-Synchro.



Bist du das sicher? Ich weiß zwar dass der Film keinen normalen deutschen Kinostart hatte aber könnte es nicht sein, dass der auf diversen Festival gelaufen ist? Oder das er für einen Kinostart geplant und synchronisiert war und dann doch nur DTV veröffentlicht wurde?


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 10.07.2015 20:21 
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italo hat geschrieben:
Michael hat geschrieben:
"Opera" lief aber auch nie im Kino, das war ja eine DTV-Synchro.
Bist du das sicher? Ich weiß zwar dass der Film keinen normalen deutschen Kinostart hatte aber könnte es nicht sein, dass der auf diversen Festival gelaufen ist? Oder das er für einen Kinostart geplant und synchronisiert war und dann doch nur DTV veröffentlicht wurde?
Ich meine irgendwann einmal gehört zu haben (ewig her), dass ein Kinostart tatsächlich geplant war, aber es ähnlich wie bei ROBOCOP ziemlichen Ärger wegen der Schnitte gab - hier steht auch was dazu: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Ich kann mich aber nicht mehr an Einzelheiten erinnern, das ist alles schon so lange her. Jedenfalls wunderte es mich, dass in einem alten Filmjahrbuch (das jährlich herauskam) der Film seinerzeit in zwei Ausgaben vorgestellt wurde. Leider habe ich die Bücher nicht zur Hand, sonst könnte man recherchieren, ob die erste Erwähnung sich evtl. tatsächlich noch auf einen (geplanten) Kinostart bezogen hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 10.07.2015 20:26 
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tomasmilian hat geschrieben:
Ich meine irgendwann einmal gehört zu haben (ewig her), dass ein Kinostart tatsächlich geplant war, aber es ähnlich wie bei ROBOCOP ziemlichen Ärger wegen der Schnitte gab - hier steht auch was dazu: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Ich kann mich aber nicht mehr an Einzelheiten erinnern, das ist alles schon so lange her. Jedenfalls wunderte es mich, dass in einem alten Filmjahrbuch (das jährlich herauskam) der Film seinerzeit in zwei Ausgaben vorgestellt wurde. Leider habe ich die Bücher nicht zur Hand, sonst könnte man recherchieren, ob die erste Erwähnung sich evtl. tatsächlich noch auf einen (geplanten) Kinostart bezogen hat.


Ich bin mir jetzt echt nicht sicher aber ich meine dass über Opera auch in der Cinema berichtet wurde. Kann mich da aber auch täuschen. Ich glaube schon dass der fürs Kino synchronisiert wurde und dann nur auf Video rauskam. Dies würde Traxx Posting unterstreichen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 10.07.2015 22:48 
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Ich habe in älteren Filmmagazinen (cinema,videowoche und moviestar (nicht die heutigen magazine))
Nachgelesen von einem kinoseinsatz wurde nur mal kurz erwähnt aber fox wollte ihn direkt auf vhs bringen.
nachdem opera drei mal bei der fsk scheiterte erschiehn er dann am 5.12.1989 von rca columbia.
Womit kaum noch einer gerechnet hatte.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 10.07.2015 22:51 
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Easternfan hat geschrieben:
Ich habe in älteren Filmmagazinen (cinema,videowoche und moviestar (nicht die heutigen magazine))
Nachgelesen von einem kinoseinsatz wurde nur mal kurz erwähnt aber fox wollte ihn direkt auf vhs bringen.
nachdem opera drei mal bei der fsk scheiterte erschiehn er dann am 5.12.1989 von rca columbia.
Womit kaum noch einer gerechnet hatte.


Ich glaube wirklich dass der Film auf 24 Bildern synchronisiert wurde und dann nicht durch die FSK kam. Somit würde Traxx Vermutung stimmen in Bezug auf das Tonproblem.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 10.07.2015 23:17 
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Freue mich das Opera endlich kommt!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 11.07.2015 13:10 
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italo hat geschrieben:
Michael hat geschrieben:
"Opera" lief aber auch nie im Kino, das war ja eine DTV-Synchro.



Bist du das sicher? Ich weiß zwar dass der Film keinen normalen deutschen Kinostart hatte aber könnte es nicht sein, dass der auf diversen Festival gelaufen ist? Oder das er für einen Kinostart geplant und synchronisiert war und dann doch nur DTV veröffentlicht wurde?

So wie sich die Synchro anhört, wurde die sicher nicht für einen geplanten Kinostart gemacht.
Würde ich mir zumindest denken, außer es wäre wieder eine Hamburger Synchro, wie Profondo Rosso.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 11.07.2015 13:27 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
Michael hat geschrieben:
"Opera" lief aber auch nie im Kino, das war ja eine DTV-Synchro.



Bist du das sicher? Ich weiß zwar dass der Film keinen normalen deutschen Kinostart hatte aber könnte es nicht sein, dass der auf diversen Festival gelaufen ist? Oder das er für einen Kinostart geplant und synchronisiert war und dann doch nur DTV veröffentlicht wurde?

So wie sich die Synchro anhört, wurde die sicher nicht für einen geplanten Kinostart gemacht.
Würde ich mir zumindest denken, außer es wäre wieder eine Hamburger Synchro, wie Profondo Rosso.


Nein, sie kommt aus München. Aber selbst Hamburg wäre kein sicheres Indiz, denn es gab auch durchaus Hamburger Synchros für den Kinoeinsatz (die meisten FREITAG, DER 13.-Filme z. B.).

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 11.07.2015 14:38 
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Es ist vollkommen unerheblich für einen Kinostart, wo eine Synchro gemacht wurde. :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 11.07.2015 17:03 
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Captain Blitz hat geschrieben:
Es ist vollkommen unerheblich für einen Kinostart, wo eine Synchro gemacht wurde. :roll:

Ich habe ja auch nicht gesagt, dass der Kinostart etwas damit zu tun hätte, wo die Synchro gemacht wurde.
Ich habe nur gesagt, dass sich die Synchro von OPERA nicht danach anhört, als wäre sie für eine (geplante) Kinoaufführung gemacht worden.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE - Dario Argento
BeitragVerfasst: 10.08.2015 14:26 
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Michael hat geschrieben:
Seltsam, wir haben den deutschen Ton in 24fps an das US-HD-Master angelegt ... und die Dialoge klingen zu tief. Als wäre die Synchro damals mit 25fps aufgenommen worden. Hat das schonmal jemand mitbekommen? Wir wollen den deutschen Ton nun lieber auf PAL-Pitch anlegen.

Ja, bei "Verfluchtes Amsterdam" und "Abenteuer in Rio". Leider wurde nur letzterer richtig gepitcht heraus gebracht.
Ich hoffe, Ihr seid dann für HANDSCHUHE bei der hoch-gepitchten Fassung geblieben?


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