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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 24.11.2009 02:14 
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Originaltitel: La Bestia Uccide A Sangue Freddo
Darsteller: Klaus Kinski, Rosalba Neri, Margaret Lee,...
Jahr: 1971

Inhalt:
Irgendwo auf dem Land hat man aus einem Schlößchen eine Art Privatklinik für problembeladene, wohlhabende Frauen gemacht, dem der Psychiater Dr.Keller (Klaus Kinski) vorsteht. Die Palette der Probleme seiner Patientinnen reicht von Nymphomanie über Lesbiertum bis zur Selbstmordgefährdung. Dann jedoch beginnt ein Unbekannter die Patientinnen der Reihe nach zu massakrieren, vornehmlich mit den alten, aber noch scharfen Waffen aus dem Mittelalter, die man allüberall im Schloß finden kann.

Quelle: ofdb.de

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 25.11.2009 20:26 
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Hier ein Vergleich der ita. DVD von Raro (links) und der deu. DVD von X-Rated (rechts)

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 25.11.2009 20:33 
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Der Film nimmt meiner Meinung ja sehr stark diese gefühlten abertausende Stumpfslasher der 80er vorweg, bei dem es auch nur Sex, Gewalt und massig Kunstblut gab. Meiner Meinung nach wiederholt sich dann die Handlungsabfolge doch ein bissl zu sehr, daß man hier wirklich von einem guten Film reden kann. Kurios genug für einen kurzweiligen Abend ist er aber trotzdem! :D

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 01.12.2009 14:20 
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Sehr ermüdender Film ....

Softesx mit gelegentlichen Morden zum Puplikum wecken....
Handlung ohne ernsthaftem Sinn, Schauspieler mit desinteresse (Die hatten wohl das "Drehbuch" gelesen..)

Nein, trotz Kinski kein unterhaltsammer (gescheige denn guter) Giallo für mich 4/10

Peter

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Don't think twice, it's all right ...



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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 01.12.2009 15:23 
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Eine Trash-Granate erster Güte! Unverzichtbar!

Das Schloss der blauen Vögel

Draussen auf dem Lande liegt ein luxuriöses Sanatorium, wohlhabende Damen lassen sich dort wegen grosser und kleiner Probleme behandeln. Depressionen, Nymphomanie oder andere Ausfallerscheinungen, man versucht die Damen wieder in Spur zu bringen. Doch eines Nachts nimmt ein grausames Blutbad seinen Lauf, ein irrer Killer greift sich ein Opfer nach dem anderen...

Fernando Di Leo wird von vielen Italo-Fans für seine herausragenden Gangsterfilme "Milano Kaliber 9", "Der Mafiaboss" oder "Der Teufel führt Regie" verehrt, die allesamt in der ersten Hälfte der siebziger Jahre die Leinwände eroberten. Nach dem Genuss eines Werkes wie "Das Schloss der blauen Vögel" aka "Der Triebmörder" (1971), wird sich mancher erstaunt die Augen reiben, der vorher nur mit Di Leos bekannteren Filmen vertraut war. Besonders wenn man bedenkt, dass "Der Triebmörder" nur kurze Zeit vor den hier aufgezählten Genreklassikern entstanden ist. Die Story dieses Giallo/Slasher-Mixes ist lediglich als hauchdünn zu bezeichnen, der Gehalt an Trash und nackten Tatsachen nimmt im Gegensatz dazu beeindruckende Ausmasse an. Da gibt es die heisse Rosalba Neri in der Rolle einer Nymphomanin zu sehen, was selbstverständlich mit Nachdruck ausgeschlachtet wird, Margaret Lee erholt sich von einer tiefen Depression und verliebt sich in ihren behandelnden Arzt, der von Klaus Kinski erwartungsgemäss grandios gespielt wird, wobei Klausi diesmal weniger angepisst als üblich wirkt. Rotfuchs Monica Strebel schmeisst sich als scharfe Schwester an eine dunkelhäutige Patientin ran. An allen Ecken rappelt es im Karton, selbst im Gewächshaus ist des Gärtners Fleischgurke nicht vor Rosalbas Gier sicher, auch wenn sich der Arme zunächst ein wenig ziert. Richtig irrsinnig wird es aber erst, wenn man sich vor Augen führt, dass im Hauptzimmer des alten Gemäuers -so eine Art Gemeinschaftsraum für Patientinnen und Ärzte- überall antike Waffen völlig frei zugänglich herumliegen. Nützlich für den Killer, hat er so doch ständig Zugriff auf Schwerter, Morgensterne, Äxte und eine Armbrust, ja sogar eine eiserne Jungfrau kommt zum Einsatz. Hier geht es in der Tat lediglich um Möpse, Bären und Ärsche, erquickend ergänzt durch Gemeuchel und Blut. Die finale Enttarnung des Täters wirkt dann auch recht konstruiert, was der Freude aber keinerlei Abbruch tut. Der Schurke darf sich dann sogar noch eine kleine Flucht gönnen und dabei für weiteres Unheil sorgen, doch ich will nicht zu viel verraten. Wie dem auch sei, Margaret Lee weckt den Beschützerinstinkt, Rosalba Neri weckt ...ähhm... andere Instinkte...

Dieses wundervolle Sause wird sicher nicht jeden Zuschauer begeistern können. Ein reinrassiger Giallo ist der Film nicht, auch wenn der Killer die entsprechende Optik hat, von daher bin ich mir nicht sicher, ob der Film jeden Giallo- oder Italo-Fan anspricht. Was Fernando Di Leo hier eingetütet hat ist -im positiven Sinne- zweifellos ein recht besonderes Werk. Ich gebe es unverhohlen zu, ich bin den Reizen von Rosalba und Co. erlegen, hatte meine Freude an Kinski, den Morden und der tollen Atmosphäre. X-Rated hat diese Bombe als grosse Hartbox mit verschiedenen Covern auf den Markt gebracht. Die DVD von Best Entertainment ist zu meiden, denn sie ist stark gekürzt. Die Scheibe von X-Rated zeigt den Film in brauchbarer Qualität, reisst aber qualitativ keine Bäume aus. Für mich geht die gebotene Qualität in Ordnung, ein wenig Bonusmaterial ist mit an Bord. Eine echte Perle, für die Sammlung absolut unverzichtbar.

Muschelsuppe mit Möpsen und Blut. Fernando lässt die Puppen tanzen!

Sehr gut = 8/10

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Blap V 3.0 regaining paradise

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Vom Ursprung her verdorben


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 01.12.2009 19:07 
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beast with a gun hat geschrieben:
dicke 9/10!! wegen einzigartigkeitsbonus und kinski. hab den beim ersten sehen auch nicht "verstanden"... :mrgreen:


so ists :!:

9 von 10 der film ist bombe

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Crime Is A Disease, Meet The Cure


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 01.12.2009 19:20 
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Kann mich nur kaeuflins Meinung anschließen! Ich fand' den Film auch recht öde bis max. mittelmäßig! Mehr lang- als kurzatmig obwohl die involvierten Namen, das Setting eigentlich gutes verheißen und ich Di Leo sonst auch gern mag; hier funktioniert es für mich einfach nicht! (Was mich trotzdem nicht davon abgehalten hat den Film ein zweites mal zu kaufen...). Vielleicht war ich damals auch nur schlecht drauf oder so... ich fande es ziemlich dröge, gar nicht sooo trashig (als das er damit viel reißen könnte) aber wiederum dann leider auch nicht so spannand/ansprechend gemacht, dass er beeindrucken könnte. Mit gutem Willen 6/10

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 01.12.2009 20:20 
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Cobra hat geschrieben:
beast with a gun hat geschrieben:
dicke 9/10!! wegen einzigartigkeitsbonus und kinski. hab den beim ersten sehen auch nicht "verstanden"... :mrgreen:


so ists :!:

9 von 10 der film ist bombe


So ist es!

Noch bombiger wäre aber wohl eine echte Verfilmung des gleichnamigen Konsalik-Romans ausgefallen. Wer das Buch mal billig auf dem Flohmarkt finden sollte, sollte nicht lange überlegen. Lesestoff, der einen ins Delirium stürzt und bei dem man sich fragt, welche Drogen Heinz G. sich damals eingeworfen hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 06.01.2010 21:15 
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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 06.01.2010 21:29 
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Ich liebe DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL , stylish, sexy und einfach total daneben mit saugeiler Mucke!

9 von 10


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 24.01.2010 12:20 
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ich finde des Film einfach nur plakativ unterhaltend. Ist allerdings kein Film, der zu jeder Giali-Stimmung funktioniert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 21.02.2010 23:59 
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Spricht eigtl. irgendwas gegen die ital. DVD? Der eklatante Laufzeitunterschied zwischen der X-Rated und der Raro sind etwas verwirrend.

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 21.03.2010 13:19 
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Frankie hat geschrieben:
Spricht eigtl. irgendwas gegen die ital. DVD? Der eklatante Laufzeitunterschied zwischen der X-Rated und der Raro sind etwas verwirrend.


Das würde mich auch mal interessieren, spiele seit kurzem mit dem Gedanken mir die RARO zu gönnen, aber die X-Rated geht knapp 10 Minuten länger.
GrossOut hat gemeint, dass der Herr Bethmann hier irgendwelche Sex-Szenen (wieder-)eingefügt hat, aber gehören die wirklich zum Film ?
Scheinen ja auch in etwas schlechterer Quali zu sien.
Fragen über Fragen....wär cool wenn jemand was dazu sagen könnte.

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""I despise your killing, and raping. You're despicable. You should be punished. I'm going to chop off your arm, so are you ready?..."


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 21.03.2010 14:48 
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Der Film ist einfach ne Granate, den sollte man nicht so Bierernst nehmen DiLeo hatte immer ein bischen den Hang in seinen Filmen alles ein wenig Comichaft darzustellen dafür lieben wir ihn auch so ... bestes Beispiel ist doch der Anfang von Il Boss und hier haben wir einen Giallo der auch aus einem Comic entsprungen sein könnte schön überdreht und bunt das Ganze ... macht super Spaß.

7 / 10 auf jeden Fall für die Qualität als Giallo und
10 / 10 als Sleazegranate

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Blu Ray und DVD Holzkistenverpackungen sind Sondermüll....
und echte Filmfans brauchen sowas nicht !!!


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 21.03.2010 15:06 
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Santorro hat geschrieben:
Frankie hat geschrieben:
Spricht eigtl. irgendwas gegen die ital. DVD? Der eklatante Laufzeitunterschied zwischen der X-Rated und der Raro sind etwas verwirrend.


Das würde mich auch mal interessieren, spiele seit kurzem mit dem Gedanken mir die RARO zu gönnen, aber die X-Rated geht knapp 10 Minuten länger.
GrossOut hat gemeint, dass der Herr Bethmann hier irgendwelche Sex-Szenen (wieder-)eingefügt hat, aber gehören die wirklich zum Film ?
Scheinen ja auch in etwas schlechterer Quali zu sien.
Fragen über Fragen....wär cool wenn jemand was dazu sagen könnte.


jo sind ein paar mumu szenen, denen man schon anmerkt das die da gar nicht richtig reingehören....

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 21.03.2010 16:30 
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Na dann werd ich mir die RARO holen...wenn schon will ich Di Leo's Filme sehen, so wie er sie gewollt hat.
Und vor allem bietet die RARO das unverfälschte ital.Plaktmotiv :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 18.07.2010 16:04 
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Hab ihn mir auch grade mal angeschaut.
Sehr unterhaltsam, allerdings war ich dann doch etwas erschrocken, dass die Fassung derart freizügig war (hab die X-Rated).
Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass die expliziten Szenen nicht zum Film gehörten. Die sind in der gleichen Qualität wie der Rest des Films mit den selben Darstellern (als die Schwester die dunkelhäutige Patientin vernascht sieht man es zum Beispiel ganz deutlich).
Großartig war auch die Darstellerin, die tot noch atmete und sogar keuchten...achja und die Schritte, als die Schwester vor der Badewanne saß und niemand im Raum war, der sich bewegte :roll:

Absolut schmuddeliges Filmchen, mit kruden Morden, einer seltsamen Musik und ziemlich abgefahrenen Kameraeinstellungen.
7/10

Eine ausführliche Besprechung wird es nach der Prüfungszeit dann auch von mir geben :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 15.08.2010 19:00 
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Hat den mal jemand auf italienisch, englisch oder was auch immer gesehen und kann mir deshalb bestätigen, dass die "Konsalikisierung" (Schloß Hohenschwand, Dr. Keller, Prof. Dorian, Dr. Kamphausen, Sassner) NUR in der DF stattfindet?
Deutscher Verleih war ja Avis, also Dietrich, und der hat ja gerne an Filmen rumgebastelt...


Für den Konsalik-Roman hätte ich mir übrigens eine Verfilmung durch Alfred Vohrer gewünscht, was wäre das für eine Sleaze-Granate geworden. :D


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 26.06.2011 15:08 
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reggie hat geschrieben:
Santorro hat geschrieben:
Frankie hat geschrieben:
Spricht eigtl. irgendwas gegen die ital. DVD? Der eklatante Laufzeitunterschied zwischen der X-Rated und der Raro sind etwas verwirrend.


Das würde mich auch mal interessieren, spiele seit kurzem mit dem Gedanken mir die RARO zu gönnen, aber die X-Rated geht knapp 10 Minuten länger.
GrossOut hat gemeint, dass der Herr Bethmann hier irgendwelche Sex-Szenen (wieder-)eingefügt hat, aber gehören die wirklich zum Film ?
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jo sind ein paar mumu szenen, denen man schon anmerkt das die da gar nicht richtig reingehören....


Alle drei sind aber auch auf der ital. DVD drin. Ich habe jetzt mal beide Discs hier und parallel laufen lassen und die X-Rated läuft eklatant langsamer. Ich tippe darauf, dass es ne Pfuschwandlung ist, die sogar langsamer als NTSC läuft.

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 21.10.2011 22:08 
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Alternativer Titel: Asylum Erotica
Alternativer Titel: Cold Blooded Beast
Alternativer Titel: Hotel Erotica
Alternativer Titel: Das kaltblütige Tier
Alternativer Titel: Das Schloß der blauen Vögel
Alternativer Titel: Slaughter Hotel
Produktionsland: Dominikanische Republik, Italien
Produktion: Tiziano Longo, Armando Novelli
Erscheinungsjahr: 1971
Regie: Fernando Di Leo
Drehbuch: Nino Latino
Kamera: Franco Villa
Schnitt: Amedeo Giomini
Musik: Giacomo Simonelli
Länge: ca. 96:05 Min
Freigabe: FSK 18
Darsteller: Klaus Kinski, Margaret Lee, Rosalba Neri, Jane Garret

In einer Privatklinik für wohlhabende und psychisch angeknackste Damen geht ein Serienmörder um. Die Polizei will dem Unbekannten eine Falle stellen, um ihm das Handwerk zu legen.

Fernando di Leos, 1971 entstandener Film, ist nicht gerade in der Lage den Zuschauer zu fesseln. Der Film zieht sich belanglos dahin und weiß erst in den letzen 15 Minuten ein wenig besser zu gefallen. Bis zu diesem Zeitpunkt serviert di Leo, einiges an in die Länge gezogene Pseudo-Erotik und viel Leerlauf. Der Start des Films ist recht gelungen. Einige gute Kamerafahrten vermitteln ein recht farbenfrohes Ambiente innerhalb der Klinik. Farben, die durch eine gute Ausleuchtung zu gefallen wissen. Des Weiteren ist der Moment, in dem das klassische Schattenspiel verwendet wird, ebenfalls positiv zu erwähnen. Allerdings fehlt es einfach an Bezug. Di Leo reiht Szenen aneinander, mit denen der Zuschauer Nichts anfangen kann. Pseudo-Erotik als Begleitmittel für einen Pseudo-Giallo. Beides passt irgendwie nicht zusammen und geht nach hinten los.

Di Leo gelingt es zwar, dem Zuschauer, die Patientinnen näher zu bringen, allerdings findet dieser keinen Bezug zu ihnen. Sie sind ihm salopp gesagt, so ziemlich gleichgültig, denn bis der Film endlich mal in die Gänge kommt, vergeht eine Menge Zeit. Zeit die mit Belanglosigkeiten gestreckt wurde. Schauspielerisch ist Klaus Kinski, das einzige Highlight des Films. Auch wenn Kinski recht selten auftaucht, so gelingt es ihm locker, den Rest der Belegschaft an die Wand zu spielen.

Fazit: „Der Triebmörder“ wirkt entweder wie gewollt und nicht gekonnt oder man kann die Annahme haben, di Leo wusste selber nicht, was er eigentlich beabsichtigte.


4/10

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 21.10.2011 23:37 
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Frankie hat geschrieben:
Alle drei sind aber auch auf der ital. DVD drin. Ich habe jetzt mal beide Discs hier und parallel laufen lassen und die X-Rated läuft eklatant langsamer. Ich tippe darauf, dass es ne Pfuschwandlung ist, die sogar langsamer als NTSC läuft.


Das kann ich nur bestätigen. So gut das Bild auch abgetastet wurde, es ruckelt grauenhaft.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 21.10.2011 23:42 
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Kleine Frage am Rande: gibt es den absolut tollen Soundtrack des Films irgendwo auch auf Tonträger käuflich zu erwerben? Ich hab bei meinen bisherigen Recherchen leider kein befriedigendes Ergebnis bekommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 18.12.2011 18:27 
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Letztens wieder gesehn' und wie immer für toll befunden - Rosalba und Margaret tragen aber auch einen nicht unerheblichen Teil dazu bei :D


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 19.12.2011 10:10 
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Hatte das Filmchen schon in meiner Vitrine stehen, aber nach dem ersten ansehen ganz verstört wieder vekauft ;)
was mich heute allerdings ganz wahnsinnig ärgert.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 19.12.2011 10:18 
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Vincent cushing hat geschrieben:
was mich heute allerdings ganz wahnsinnig ärgert.



Zurecht! Gerade solche Schmankerl machen das Italo Cinema aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 19.12.2011 16:55 
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Vincent cushing hat geschrieben:
Hatte das Filmchen schon in meiner Vitrine stehen, aber nach dem ersten ansehen ganz verstört wieder vekauft ;)
was mich heute allerdings ganz wahnsinnig ärgert.


Hallo,
falls Du an die DVD von X-Rated interressiert bist, schicke mir mal eine PN. :P


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 11.07.2012 23:52 
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DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL
[LA BESTIA UCCIDE A SANGUE FREDDO][ITA][1971]

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Regie: Fernando Di Leo
Darsteller: Klaus Kinski, Margaret Lee, Rosalba Neri, Jane Garret, John Karlsen, Gioia Desideri, John Ely, Fernando Cerulli, Sandro Rossi, Giulio Baraghini, Ettore Geri


„Geh vom Fenster weg, du holst dir noch nen Schnupfen!“ [Pearls Gespielin, bevor ein ansausender Pfeil die Angesprochene ins Jenseits schickt]

Vor den Toren Roms befindet sich Schloß Hohenschwand, ein nobles Luxus-Sanatorium für reiche Frauen mit Vollmeise, das jeden Wellness-Urlaub zur Lachnummer degradiert: Von früh bis spät vergnügt man sich beim Hockeyspiel, schlabbert Cocktails im schnieken Salon und lässt sich wahlweise von der lesbischen Krankenschwester die Arschbacken massieren oder von dem Gärtner im Gewächshaus durchorgeln.
Doch das fröhliche Lotterleben bekommt einen faden Beigeschmack, als plötzlich ein maskierter Killer erscheint und sein Tagwerk aufnimmt.


Angeblich basiert DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL auf einer Romanvorlage von Heinz G. Konsalik. Diese Verbindung scheint jedoch eher vom deutschen Verleih forciert worden zu sein – es wäre schon sehr überraschend, hätte da eine ganze Großeltern-Generation tatsächlich die Belletristikvariante dieser schmierigen Mord-und-Muschi-Parade im Bücherschrank stehen.

Piefige Arztkittel-Romantik hat hier nämlich Hausverbot – zum Ausgleich gibt es die volle Breitseite Massage, Masturbation und Massakrierung.
Dass dabei kaum eine Szene zur nächsten passt und auch generell auf jedwede Logik gepfiffen wurde, erhöht die Freude des Betrachters enorm.

Die Handlung der hanebüchenden Plotte ist hauchdünn und quasi nicht existent. Seine Basis nutzt DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL völlig frei jeder Innovation zur x-ten Aufkochung des schon längst zu Tode getrampelten Edgar-Wallace-Schemas. Angereichert mit Blut, Schock und reichlich nacktem Fleisch, verbindet das Werk fast schon absurd zusammenhanglose Momentaufnahmen zu einem faszinierenden, von grotesker Komik durchzogenen Mosaik der Merkwürdigkeit.

Plausibilität bleibt dabei gnadenlos auf der Strecke. Da rennt ein Killer durch das Sanatorium, bringt reihenweise Leute um, aber keinen scheint das wirklich zu interessieren, wird doch über die Opfer bis kurz vor Schluss kein Sterbenswort verloren.

Die Werkzeuge für seine Missetaten bringt der Mörder dabei nicht etwa von zuhause mit, sondern leiht sie sich aus der hauseigenen, gut sortierten und für jeden zugänglichen Waffensammlung des Sanatoriums (nochmal zur Erinnerung: randvoll mit suizidgefährdeten Dachschadenpatientinnen), bei der man - je nach Fasson! - frei wählen kann zwischen simplem Brotmesser, Axt, Schwert, Armbrust oder Morgenstern.

Inszenatorisch schwankt DER TRIEBMÖRDER (Alternativtitel, der mit dem Inhalt ebensowenig zu tun hat wie der Kinotitel) zwischen Experimentierfreude (bereits in der ersten Einstellung legt sich die Kamera quer, gefolgt von rasantem Wechselschnitt zwischen gezücktem Mordinstrument und anvisiertem Opfer) und statischer Ödnis.

Die unentschlossene Regieführung, die absurden Szenen jenseits jeder Realitätsnähe sowie die zusammenhanglose und dramaturgisch kaum schlüssige Präsentation der Ereignisse verdichten sich zu einem fast surrealen, in geschmeidige Easy-Listening-Klänge getauchten Trip, der gerade aufgrund seiner Schablonenlosigkeit ein schräges Spannungspotential entwickelt, sind doch das kommende Bild, der nächste Dialog oder die folgende Aktion nicht auch nur im Ansatz zu erahnen.

Da scheint die Handlung für einen kurzen Moment auf einen Spannungshöhepunkt zuzusteuern, als die farbige Pearl nach einer Frage ihrer Gespielin („Solche Musik wird doch in deiner Heimat gemacht, nicht?“) plötzlich anfängt, zum pseudo-exotischen Hintergrundgedudel einen erotischen Zappeltanz zu zelebrieren, in welchen die Fragestellerin nach kurzem Überraschungsmoment etwas ungelenk mit einstimmt.

Von ähnlich verstörender Qualität ist der unmotivierte Ausdruckstanz, den die nymphomanische Anne quasi aus heiterem Himmel minutenlang unter der Dusche darbietet (nackt, versteht sich!).

Exemplarisch für die gebotene Sinnlosigkeit ist der Moment, in dem sich der Killer mit riesigem Dolch in das Zimmer einer schlafenden Schönheit schleicht. Wer nun glaubt, es folge ein genretypischer Abstecher, der irrt gewaltig: Der Maskierte drückt der Schlafenden lediglich die Waffe in die Hand. Als diese erwacht, wundert sie sich freilich zurecht über das Schneidwerkzeug in ihrer Flosse und den fremden Mann in ihrem Zimmer. In diesem Zustand nun versuchend, den Eindringling mit eben diesem Dolch zu erstechen, wehrt der Maskierte ihren unprofessionellen Hiebe ab und erwürgt die Frau.
Warum er das nicht gleich getan hat, bleibt sein Geheimnis – vielleicht will er bei einer späteren Gerichtsverhandlung auch einfach nur auf Notwehr plädieren.

Nicht gelingen wird ihm das freilich bei einer späteren Untat: Als das anvisierte Opfer überraschenderweise aus dem Schlaf erwacht, verfällt es beim Anblick des Killers nicht etwa in heftiges Kreischen, sondern raunt ihm stattdessen ein laszives "Leg dich zu mir, zieh dich aus!" entgegen.
Auf diese Weise doch arg unter Druck gesetzt, haut der überraschte Eindringling die juckige Dame kurzerhand mit der Axt in Stücke.

Wem solche Momente nicht reichen, dem ziehen spätestens die Dialoge die Schuhe aus:

"Wir haben hier sehr wenig Regeln - eigentlich können sie tun und lassen, was sie wollen", erklärt Dr. Kamphausen seiner neuen Patientin.
Diese plant gleich die Probe auf's Exempel, greift zu einem überdimensionalen Ast und setzt zum Schlag auf die werte Doktorrübe an.
Doch der Doc - gar nicht so blöd, wie er aussieht - wehrt den Afford mit einem Spezialgriff ab, der selbst Bruce Lee blass gemacht hätte.
"Na! Sowas wollen wir in Zukunft aber lassen!" entgegnet er nicht ohne Tadel in der Stimme.

"Ich bin nicht wie die verrückten Frauen hier. Ich will nur mit einem Mann schlafen! Männer sind alles, was ich brauche!" erklärt eine der Patientinnen sehr selbstbewusst und fügt schließlich noch hinzu: "Ich bin nymphoman - was gibt´s da zu heilen?"

Als die Leitung des Hauses nach einer gefühlten Ewigkeit dann doch noch auf die geniale Idee kommt, angesichts der zahlreichen Morde die Polizei zu verständigen, bemerkt der zuständige Inspektor: „Leider sehen wir uns nicht in der Lage, weitere Morde zu verhindern!“
Willkommen in unserem kompetenen Fachteam!

Die Rübe Klaus Kinskis prangt zwar überlebensgroß auf so ziemlich jedem Plakat und jedem Cover zum Film, die Rolle des Irrenarztes Bernd Keller (der offenbar auch nur in der deutschen Version so heißt, vermutlich, um eine Brücke zum Konsalik-Roman zu schlagen) ist jedoch nicht unbedingt die Hauptrolle und zudem auch reichlich tranig gespielt. Zudem wirkt Kinski im Irrenarztkittel natürlich auch eher wie ein Patient, der seinen eigenen Arzt abgestochen hat, um sich dessen Klamotten zu bemächtigen.

Der Rest der männlichen Darstellerriege wirkt überwiegend, als hätte sie bereits der Tiefschlaf ereilt und sieht stellenweise aus, als käme sie gerade vom Hinterwäldler-Casting für THE HILLS HAVE EYES.

Die Damen sind zwar hauptsächlich damit beschäftigt, blankzuziehen, sich selbst zu befingern und sich meucheln zu lassen, sind dabei aber immerhin deutlich engagierter bei der Sache. Und außerdem durch die Bank schick anzusehen.

Am Ende geht dann plötzlich alles sehr schnell: Der Täter wird entlarvt (der Plan zur Überführung desselben ist dermaßen kryptisch, dass ihn wohl nicht mal die Autoren verstanden haben), und im Nu weiß auch jeder, was der Grund für seine Missetaten war und klärt sich gegenseitig (und das völlig überrumpelte Publikum) in ein, zwei Sätzen auf.
Und als wolle er noch einen draufsetzen, flüchtet der Mörder nach seiner Demaskierung dann noch in ein Schlafzimmer, in welchem sich gleich sechs arglose Patientinnen verkrochen haben, und schwingt wie ein Berserker den Morgenstern, um im Rekordtempo alle sechs Damen gleichzeitig in Fetzen zu hacken, bevor er auf lächerlich theatralische Weise von mehreren Polizeikugeln durchsiebt wird.

DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL ist ein einziger, befreiend unkonventioneller Wust wundersamer Sinnlosigkeit.
Kaum zu glauben, dass sich für diese haarsträubende Nummernrevue tatsächlich Fernando Di Leo verantwortlich zeichnet, der sich im selben Jahr mit dem gradlinigen Gangsterfilm-Kracher MILANO KALIBER 9 einen Namen gemacht hat.

DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL ist quasi das genaue Gegenteil: Zusammenhanglos, dramaturgiebefreit, durch und durch seltsam – und (im wahrsten Sinne) eine Mords-Gaudi!

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 12.07.2012 11:21 
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DJANGOdzilla hat geschrieben:

Angeblich basiert DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL auf einer Romanvorlage von Heinz G. Konsalik. Diese Verbindung scheint jedoch eher vom deutschen Verleih forciert worden zu sein – es wäre schon sehr überraschend, hätte da eine ganze Großeltern-Generation tatsächlich die Belletristikvariante dieser schmierigen Mord-und-Muschi-Parade im Bücherschrank stehen.

Piefige Arztkittel-Romantik hat hier nämlich Hausverbot – zum Ausgleich gibt es die volle Breitseite Massage, Masturbation und Massakrierung.
Dass dabei kaum eine Szene zur nächsten passt und auch generell auf jedwede Logik gepfiffen wurde, erhöht die Freude des Betrachters enorm.



Och, der Roman ist durchaus sleazoid (und von mir empfohlen!), aber inhaltlich haben Buch und Film in der Tat außer Personen- und Ortsnamen (vermutlich von ECD für die deutsche Fassung geändert) NICHTS miteinander zu tun.

Aber der Konsalik, verfilmt von Alfred Vohrer, da wäre sicherlich was in PERRAK-Richtung bei rausgekommen... :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 12.07.2012 13:05 
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ugo-piazza hat geschrieben:
Aber der Konsalik, verfilmt von Alfred Vohrer, da wäre sicherlich was in PERRAK-Richtung bei rausgekommen... :mrgreen:


Ein Traum! Holt Alfred aus der Urne!

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 Betreff des Beitrags: Re: DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL - Fernando Di Leo
BeitragVerfasst: 12.07.2012 20:47 
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Sehr schöne und auch distanzierte Rezensionen im Thread hier. Ich finde den Film einfach... nun ja, irgendwie schnuckelig. Diese und jene Hauptperson rennt so manches Mal unvermittelt vor der Kamera herum, man frägt sich doch während diverser Sequenzen, warum nun ausgerechnet "sowas" hier eingebaut wurde. Die Damenwelt entschädigt allerdings für entfleuchte Logik (aber, wer sucht die schon?), hach Rosalba. Das Ende ist der Kracher schlechthin und ich musste echt schmunzeln, als DJANGOdzilla ebendieses so treffend on topic beschrieb. Belangloses Genre-Kino kann doch sooo unterhaltend sein. Schon auf dem Plan für eine erneute Sichtung. Könnte es evtl. sein, dass im Sinne der "vielen Köche" erzwungene Produzenteneinsprachen zum Crash jeglicher Drehbuchstärken geführt haben, oder haben wir hier einfach einen überbordenden droogy-Trip nicht verstanden?

Gruß, G.


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