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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 24.11.2009 02:02 
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Originaltitel: Lo Strano Vizio Della Signora Wardh
Darsteller: Edwige Fenech, George Hilton, Ivan Rassimov, Alberto De Mendoza,...
Jahr: 1971

Inhalt:
Wien zittert vor einem Rasiermessermörder, der es auf junge Frauen abgesehen hat. Auch Julie Wardh (Edwige Fenech), Frau eines wohlhabenden Geschäftsmannes, wird von dem Killer bedroht. Julie hat einen Verdacht: Könnte es sich bei dem Gesuchten um ihren früheren Geliebten Jean (Ivan Rassimov) handeln, dem sie einst in masochistischer Zuneigung zugetan war?

Quelle: ofdb.de

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 27.11.2009 20:54 
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Was? Auf den Thread hat noch keiner was geschrieben? Schande über euch! :D
Aber mal Spaß beiseite: ist für mich das Nonplusultra, was mein Lieblingsgenre angeht. Unheimlich erhaben und super gefilmt, wahnsinnig toller Soundtrack, Hilton, Rassimov und natürlich Fenech machen ihre Sache mehr als gut und agieren so im meiner Meinung nach besten Giallo Martinos. Hier stimmt einfach alles, auch wenn manche mit Sicherheit die Wendungen in der zweiten Hälfte vielleicht etwas zu weit hergeholt finden: gerade weil DER KILLER VON WIEN hier die typischen Giallipfade verläßt, gefällt er mir so außerordentlich gut.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 28.11.2009 02:46 
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Zu diesem Meisterwerk habe nur einen älteren, zu kurzen und unwürdigen Kommentar aufgefunden:

Der Killer von Wien

In Wien geht ein offensichtlich irrer Killer um, der junge Frauen mit einem Rasiermesser ermordet. Zu dieser Zeit kommt Julie (Edwige Fenech) mit ihrem Ehemann Neil nach Wien. Neil ist ein eifriger Geschäftsmann, der leider kaum Zeit für seine schöne, junge Frau findet. Julie stürzt sich in eine Affaire mit dem schnittigen George (George Hilton), wird aber überdies von ihrem Ex-Lover Jean (Ivan Rassimov) bedrängt. Julie wird von einem Unbekannten erpresst, der scheinbar über ihre Affaire mit George informiert ist. Bald beschleicht Julie der Verdacht, Jean könnte hinter der Erpressung und den Morden stecken...

Ein sehr, sehr guter Giallo von Sergio Martino. Die Hauptrolle ist mit der wunderschönen Edwige Fenech (Lechz³!) perfekt besetzt. Sie ist nicht nur eine aussergewöhnlich angenehme Augenweide, sondern verfügt auch über durchaus respektables Können! George Hilton spielt gewohnt solide auf, Ivan Rassimov darf mal wieder so richtig den Fiesling rauskehren. Regisseur Sergio Martino mag vielleicht nicht das Genialität eines Mario Bava oder Dario Argento besitzen (???Wieso nicht???). Trotzdem wäre es unfair, ihn lediglich als soliden Handwerker abzustempeln. "Der Killer von Wien" ist grosse Filmkunst, mit einem perfekten Gespür für Kamera, Darsteller und wundervollen Drehorten. Einige Momente muten psychedelisch an, natürlich ein Zeichen der damaligen Zeit, ich liebe es!

Besonderes Lob gebührt auch Koch Media, die diesen Klassiker in sehr schöner Qualität verfügbar gemacht haben. Die DVD kommt im schicken Digipak, enthält ein kleines Booklet und interessantes Bonus-Material. Schön, dass es Label gibt, die sich solche Mühe mit Klassikern geben! Vielen Dank dafür!

9/10


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Natürlich kann man diesem Prachtstück nicht mit ein paar Zeilen gerecht werden. Heute würde ich klar 10/10 ziehen, "Lo strano vizio della Signora Wardh" ist mein "Referenz-Giallo"!

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 12.12.2009 12:46 
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Den letzten Worten meines Vorredners ist nichts hinzuzufügen. Ein Referenz-Giallo, wunderschön gefilmt von Sergio Martino.

10/10


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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 12.12.2009 14:53 
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Ich würde fast von einem kleinem Meisterwerk sprechen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 12.12.2009 16:27 
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Tuco hat geschrieben:
Ich würde fast von einem kleinem Meisterwerk sprechen.


Das ist falsch, es ist kein kleines sondern ein Meisterwerk.


Zuletzt geändert von ZOSO am 13.12.2009 11:02, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 13.12.2009 10:12 
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ZOSO hat geschrieben:
Tuco hat geschrieben:
Ich würde fast von einem kleinem Meisterwerk sprechen.


Das ist falsch, es ist kein kleines sondern ein Meistwerk.


Genau meine Meinung!

Bin wirklich ein toleranter Mensch, aber wer etwas anderes behauptet, hat schlicht und einfach keinen Geschmack. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 13.12.2009 11:13 
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Der Film ist unbestreitbar einer der absoluten Top Gialli!


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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 13.12.2009 14:48 
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beast with a gun hat geschrieben:
11/10


tippfehler :mrgreen: ;)

gehört zu den besten, die besetzung sagt doch schon alles, oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 17.12.2009 12:00 
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Hab heute meine hartbox Nr.72/75 erhalten, und das Teil sieht vor der Nase verdammt genial aus !
Für mich eine wahrliche Alternative wenn man das Digipack verpasst hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 17.12.2009 12:09 
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Oh mann, ist Koch jetzt auch im Hartboxenwahn?


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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 17.12.2009 12:16 
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Nene, Repack-Deal ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 17.12.2009 12:29 
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diese hartbox ist aber ziemlich teuer :shock: gibts die auch unter 20euros?

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 17.12.2009 12:32 
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Da wirst du Pech haben, ist ja nur auf 75 Stk. limitiert....

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 17.12.2009 14:38 
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Santorro, weißt du eigentlich, wo man noch das andere Cover (nicht das deutsche Plakat) herbekommen kann?

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 17.12.2009 20:55 
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Malastrana hat geschrieben:
Santorro, weißt du eigentlich, wo man noch das andere Cover (nicht das deutsche Plakat) herbekommen kann?


Das ging exklusiv an einen Händler. Bei Filmundo tauchten schon ein paar Exemplare auf, waren dann aber recht fix weg. Definitiv dort die Augen offen halten!

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 17.12.2009 20:58 
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Danke für die Info!

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 17.12.2009 21:01 
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Gut das ich kein Fan von Hartboxen (schon gar nicht von Großen) bin... Aber scheinbar laufen diese Teile ja sehr gut!


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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 17.12.2009 21:18 
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Bin mit meinem Digi-Pack sehr zufrieden, da brauche ich keine Hartbox. Die Großen Hartboxen gefallen mir persönlich überhaupt nicht.

Gruß
Bolo Yeung


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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 18.12.2009 08:57 
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Ich find die Hartboxen geil, gerade als Plakat-Fan musste ich mir den Killer und Malastrana gönnen, da die Hartboxen mit den schönsten Plakatmotiven geschmückt wurden !

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 18.12.2009 09:10 
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@Malastrana: Bei Mundo ist gerade ein Cover B vom Killer für 23 Ocken drin !

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BeitragVerfasst: 18.12.2009 11:20 
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Danke!

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 10.01.2010 22:55 
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"Der Killer von Wien" ist grandios. Martino hat alles richtig gemacht. Dagegen wirkt Argento meiner Meinung nach einfach nur wie ein armer kleiner Stümper. :mrgreen:

Meine 2te Heimat Wien kommt toll zur Geltung und die Fenech kann einfach nichts verunstalten (nicht einmal ein hellgrün-rosa Bademantel, den sie in einer Szene trägt).

Die mit viel Gespür für Ästhetik fotografierten Szenen werden von einem der besten Soundtracks, die je geschaffen wurden, untermalt. Interessant finde ich besonders die Art wie bzw. an welchen Stellen er eingesetzt wird. Im Gegensatz zu z.B. "Suspiria" (ein guter Beweis dafür, wie man einen eigentlich guten Sound durch zu häufige Wiederholung zu Tode spielen kann) wird die Melodie von Nora Orlandi an verschiedenen Stellen in unterschiedlichen Variationen ganz gezielt eingesetzt. Manchmal rückt sie in den Vordergrund, manchmal wird sie so subtil eingesetzt, dass ich mich gefragt habe, ob nur ich das (in meinem Kopf) höre :mrgreen:

Rassimov mit seinen coolen blondieren strohigen Haaren (passt sehr gut zu ihm) liefert eine herausragende Performance und wirkt bedrohlich und arrogant zugleich.

Das genretypische Ende (das mich bei den meisten Gialli ganz besonders nervt) wirkt im Gegensatz zu dem anderer Filme nicht so aufgesetzt. Vielleicht weil die Haupt-Charaktere die ganze Filmlänge über besonders geheimnisvoll wirken und die "Auflösung" nicht total aus dem Nichts heraus kommt.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 10.01.2010 23:43 
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Asa Vajda hat geschrieben:
"Der Killer von Wien" ist grandios. Martino hat alles richtig gemacht. Dagegen wirkt Argento meiner Meinung nach einfach nur wie ein armer kleiner Stümper. :mrgreen: ...

Endlich mal jemand, der das genauso so sieht wie ich. :D
Ich finde auch, Martinos Gialli übertreffen Argentos bei Weitem. Ansonsten volle Zustimmung zum Film, war eines dieser Werke, die meine Italo-Leidenschaft erweckt haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 10.01.2010 23:48 
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Freut mich. Hätte ich jetzt nicht mit Zustimmung gerechnet. Normalerweise wird man für solche Aussagen ja eher gelyncht als gelobt. :mrgreen:
:prost23: @Chet

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 10.01.2010 23:56 
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Ich finde es generell sehr schwierig, Argento mit Martino zu vergleichen. Argentos Filme gleichen eher hochstilisierten Märchen für Erwachsene, Martino ist bodenständiger. Als reinen Giallo-Regisseur schätze ich ihn aber sehr, und DER KILLER VON WIEN nimmt in meinem Herzen einen besonderen Platz ein. Auch deshalb, weil ich Wien ähnlich liebe wie Venedig, und jeder Film, der in diesen Städten spielt, etwas Besonderes für mich ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 11.01.2010 02:18 
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Auch wenn die Regisseure zum Teil das identische Genre beackert haben, so kann man ihre Arbeiten nur sehr schwer vergleichen. "Der Killer von Wien" schlägt vom Drehbuch her wohl jeden Argento aus dem Feld, das dürfte unbestritten sein. Martino wird ja gern unterstellt, er wäre lediglich ein "solider Handwerker". Gerade "Wien" belegt genau das Gegenteil, bietet der Film doch unfassbar stilvoll inszenierte Szenen, ist einfach wunderschön. Trotzdem schätze ich Argento noch mehr als Martino. "Suspiria" ist ein Rausch aus Farben und Klängen, mal ehrlich, wem traut man ein solches Werk zu? Vielleicht noch Mario Bava, wäre er zu dieser Zeit nicht schon krank gewesen. "Tenebre" taucht die finsteren Abgründe menschlicher Existenz in gleissendes Licht, wer traut sich das sonst? Man beachte die Kameraarbeit bei "Tenebre", da kann man doch nur auf die Knie sinken! ...oder in "Profondo Rosso" die Szenen in der alten Villa, Grusel pur, besser geht es nicht! Auch wenn es abgedroschen klingt, ich halte Argento für ein Genie!

Sergio Martino wird sicher unterschätzt, ich möchte gerade seine herrlichen Gialli nicht missen. Die Werke der Herren Argento und Martino sind keine Antagonisten, sie tragen gemeinsam einen grossen Teil zur Klasse des -neben dem Horrorfilm- schönsten und intensivsten Genres des italienischen Kinos bei.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 11.01.2010 07:43 
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Ich finde die beiden insofern vergleichbar, als dass Martino und Argento beide, zumindest primär, über die Form erzählen.

Argento reißt mich immer sehr mit. Seine Filme sind richtig "rauschhaft", wie Blap so schön schreibt. Aber betrachtet man für einen Augenblick die Story, dann fallen die Argentos zusammen wie ein Kartenhaus. Wie ein Art Déco Möbelstück, dass man mal schick, manchmal aber auch etwas zu aufgesetzt für die eigene Wohnung findet. Mein ewiges Problem mit Argento. Ich kann den Mann nicht so hoch halten, wie er es in mancher Hinsicht verdient (was aber nicht nur an seinen dünnen Stroys liegt). Da ich aber auch finde, dass bei Film oft nichts so sehr überschätzt wird wie Sinn und Logik, finde ich Argento natürlich trotzdem ziemlich toll.
Wenn alles realistisch, oder was auch immer, sein soll, muss ich mir ja keine Filme ansehen. Beim Film kann man mit anderen Mitteln arbeiten. Und was diese Betrifft, hat sich Argento schon mächtig Arbeit und Gedanken gemacht.

Martino arbeitet wirklich storyverbundener und bleibt näher an allem dran. Selbst wenn die Story unlogisch oder banal wird, setzt er sie schön gekleidet um (gähn). Ich habe bei Martino immer den Eindruck, dass er Gialli eher auftragsmäßig gemacht hat, weil sie eben en voge waren.
Ich hatte bei keinem davon den Eindruck, dass er künstlerisch wirklich gefordert oder übermässig inspiriert war. Vielleicht lassen mich die Dinger deswegen letztlich so kalt und vielleicht kommt daher auch der Eindruck vom reinen Handwerker. Das er dieses nämlich versteht, steht ausser Frage. Aber er haut mich eben sonst nicht vom Sockel.
Martino kann mustergültig mit i-Pünktchen Gialli machen, weil er die handwerklichen Skills dazu hat. Wie schön. Argento folgt seinen Visionen davon. Das ist auf Dauer schon damit auseinandersetzungswürdiger.

Letzteres kann man auch am Gesammtwerk sehen. Die künstlerische Weiterentwicklung von den schwarzen Hanschuhen bis zu Opera ist enorm. Die Gialli von Martino sind in ihrer Reihenfolge austauschbar.
Ein Kannibalen- oder Endzeitfilm von Argento ist undenkbar. Genauso wie es undenkbar ist, dass Sergio Martino bis in die Gegenwart Filme nach Giallomuster dreht.

Ich greife den Vergleich Argento/Martino ja nur auf, um deutlich zu machen, warum ich Martino für einen Handwerker halte.
Handwerker ist bei mir ja auch nicht negativ besetzt. Viele tolle und auch sehr gute Filme kommen von Leuten, die ich auch eher als Auftragshandwerker einordne. Aber Martino ist nicht mehr oder weniger als das. Darin aber achte ich ihn.

Speziell "Der Killer von Wien" mag ich aber nicht sonderlich, weil ich mich, wann immer ich die Fenech sehe, frage, was die Gute denn möchte. Ist einfach so. Hat pernsönliche Gründe. Kann ich nicht näher ausführen.
Ich ziehe ihr die Nicolodi auch vor. Aber das hat nichts damit zu tun.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 11.01.2010 21:49 
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Ich hab ja auch nichts gegen Argentos Filme im Allgemeinen, gerade SUSPIRIA hat mich auch echt beeindruckt, als ich ihn zum ersten mal gesehen habe, PHENOMENA fand ich auch sehr gelungen, könnte man vielleicht auch als unterschätzt bezeichnen. In so fern gestehe ich Argento schon zu, dass er noch mehr als manch anderer Regisseur einen eigenen Stil für sich herausgearbeitet hat.

Trotzdem halte ich DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE und DIE NEUNSCHWÄNZIGE KATZE lediglich für Durchschnitts-Gialli, die von vergleichbaren Werken (und hier ist doch wirklich ein Vergleich möglich) von Martino oder auch Luciano Ercoli (der wird gerne mal vergessen) locker übertroffen werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER KILLER VON WIEN - Sergio Martino
BeitragVerfasst: 11.01.2010 23:18 
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Chet hat geschrieben:
Trotzdem halte ich DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE und DIE NEUNSCHWÄNZIGE KATZE lediglich für Durchschnitts-Gialli, die von vergleichbaren Werken (und hier ist doch wirklich ein Vergleich möglich) von Martino oder auch Luciano Ercoli (der wird gerne mal vergessen) locker übertroffen werden.


DIE NEUNSCHWÄNZIGE KATZE & 4 FLIEGEN AUF GRAUEM SAMT finde ich auch eher schwach. DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE war mal mein Einstieg in den Giallo und hatte mich seinerzeit entsprechend beeindruckt. Die überragende Stellung, die er manchmal bekommt, billige ich ihm aber auch nicht mehr zu, weil die Beiträge von Dallamano, Bazzoni, Fulci oder Barilli für mich die eigentlichen Schwergewichte beim klassischen Giallo sind. Aber Argento blieb ja da nicht stehen.

Ich möchte ja auch nicht den Eindruck erwecken, Martino abwatschen zu wollen. Bei mir ist er in der zweiten Giallo Liga irgendwo oben und der LOCKED ROOM... ist ein Liebling.


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