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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 07.01.2012 21:23 
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Originaltitel: La Notte che Evelyn uscì dalla tomba

Alternativtitel: Die Nacht in der Evelyn aus dem Grab kam, Die Grotte der lebenden Leichen, Stumme Schreie, The Night Evelyn Came Out of the Grave)

Erscheinungsjahr: 1971

Regie: Emilio Miraglia

Darsteller: Anthony Steffen (Lord Alan Cunningham), Marina Malfatti (Gladys), Erika Blanc (Susie), Giacomo Rossi-Stuart (Dr. Timberlane), Umberto Raho (Farley), Roberto Maldera (Albert), Joan C. Davis (Tante Agatha), Enzo Tarascio (George)

Musik: Bruno Nicolai

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Inhalt:
Lord Alan Cunningham kann den Tod seiner Frau Evelyn nicht verkraften. Ziellos irrt er durch London, immer auf der suche nach Frauen, die ihr ähnlich sehen.
Auf seinem Schloss schließlich misshandelt und foltert er die Frauen.
Jedoch wird er immer wieder von Visionen Evelyns überrascht, die seinen Wahnsinn nurmehr verstärken.
Doch dann geschehen mehrere Dinge: eines seiner Opfer verschwindet, Alan lernt die hübsche Gladys kennen und heiratet spontan und dann geht im Haus ein behandschuhter Mörder um, der die Anwesenden dezimiert. Ist Evelyn zurückgekehrt oder spielt hier jemand ein teuflisches Spiel mit einem eh schon wahnsinnigen Mann?

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 07.01.2012 21:41 
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ach herje, den such ich auch noch als deutschsprachigen vö!
man man man, hätte ich dieses verfluchte dirty pictures seite nie in meinem leben besucht, jeden tag kommt was neues dazu und mein geldbeutel wird immer kleiner, bald gibts nur noch wasser und brot zu mampfen.
anscheinend gibt es auch noch verschiedene schnittfassungen, das wird ja wieder ein gesuche werden... :roll:
ihr macht mich echt fertich... ;)

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i warned you not to go out tonight!


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 07.01.2012 21:46 
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Überraschend wenig Feedback zu diesem wirklich ansehnlichen Film. Setze den sofort auf meine Must See Again Liste.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 07.01.2012 21:53 
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wundert mich auch sid

hoher sleaze gehalt + tolle horrorelemente + malfatti + schoener nicolai score = ein traumhaft schöner giallo :D


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 07.01.2012 22:47 
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Muss ich mir mal wieder ansehen, hab den nur verhalten in der Erinnerung...
Kann mich nur noch an das letzte Foto erinnern und die szene dazu, vorher gings eher lahm zu :?:

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 07.01.2012 23:07 
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Ein älterer Kurzkommentar:


Die Nacht in der Evelyn aus dem Grab kam

Lord Alan Cunningham (Antonio De Teffè alias Anthony Steffen) kommt nicht mit dem Tod seiner geliebten Frau Evelyn zurecht. Zwecks "Therapie" schleppt er Frauen mit roten Haaren ab, da seine Evelyn ebenfalls ein Feuerkopf war. Vermutlich hat der gute Lord nicht zur Kenntnis genommen, dass Damen mit rostigem Dach meist einen feuchten Keller haben. Hat er einen Aufriss in sein Schloss abgeschleppt, peitscht und meuchelt er die Ladies, verzichtet darauf gepflegt einzulochen. Sein Arzt rät ihm dazu mit der Vergangenheit abzuschliessen. Ergo sucht sich der Sado-Lord eine neue Braut, mit der er tatsächlich umgehend in den Hafen der Ehe einläuft. Nun wird endlich wieder fleissig der alte Kolben geölt, doch im inzwischen frisch renovierten Schloss kommt es zu rätselhaften und unheimlichen Vorkommnissen...

Ursprünglich wurde dieser feine Italo-Streifen in Deutschland unter dem Namen "Die Grotte der vergessenen Leichen" angepriesen. Da der originale Titel jedoch "La Notte che Evelyn uscì dalla tomba" lautet, ist der neue Titel vermutlich die gelungenerne Wahl. Ein wenig Grusel, ein Prise Möpse, naiven Unfug und zum Ende "gialloeske" Wendungen. Die Gewaltdarstellungen bleiben recht zurückhaltend, passen in der gebotenen Form gut zum Gesamtbild des Werkes. Hier stehen vermehrt die Nippel, während Blut und Gedärm nur selten aus den Schläuchen quillen.

Der Film stammt aus den frühen Siebzigern. Zu dieser Zeit sah man Anthony Steffen hauptsächlich in der Rolle des Western-(Anti)helden. Hier kommt er als leicht durchgeknallter und wohlhabender Adeliger daher, was auf mich erfrischend und überzeugend wirkt. Die Nebendarsteller erledigen ihren Job ebenfalls ordentlich, einige Damen können mit besonders wohlgeformten -garantiert silikonfreien- Früchten punkten. Ganz sicher ist "Die Nacht in der Evelyn aus dem Grab kam" kein unverzichtbares Meisterwerk. Mir hat der Film allerdings sehr gut gefallen, er kommt mit einer sehr sympathischen, oft ein wenig grotesken Art daher, durch die ich mich bestens unterhalten fühlte!

Beim Kauf der DVD ist mit Sorgfalt vorzugehen! Die älteren Auflagen von "X-Rated" und dem Repack-Label "Simple Movie" sind vermurkst! Sie sind anhand des Titels "Die Grotte der vergessenen Leichen" zu erkennen. Die aktuelle Auflage ist unter dem Titel "Die Nacht in der Evelyn aus dem Grab kam" erschienen, ebenfalls vom Label "X-Rated". Für die Neuauflage muss ich "X-Rated" ein klares Lob aussprechen. Die Bildqualität der DVD ist ordentlich, gehört zu den besten "X-Rated" Titeln die ich bisher gesehen habe. Wie man es von diesem Label gewohnt ist, wird die DVD in einer grossen Hartbox ausgeliefert.

Dicke 8/10 (sehr gut)

_________________
Blap V 3.0 regaining paradise

***
Vom Ursprung her verdorben


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 23.02.2012 04:31 
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Ich ändere meinen Moviepilot-Kommentar einfach nur mal rudimentär ab... ;)
Ein wahnsinniger Lord, der mit seiner an den Rollstuhl gefesselten und permanent in schwarz gewandeten Schwester in einem alten Schloss inklusive morbidem Folterkeller lebt, ein Käfig voller Füchse im Garten, Geisterscheinungen der toten Ehefrau, schwelgerische Musik von Ennio Morricone-Kollaborateur Bruno Nicolai, viel Nebel, nächtliche Gruftöffnungen, ein abstruser Plot, massig 180-Grad-Wendungen, formvollendete Bildgestaltung - das ist der Stoff, aus dem italienische (Kino-Alb-)Träume in den 70ern waren.
Der Streifen läuft wunderbar neben der Spur und hat mehr Logiklöcher als Inhalt, aber ich sehe det Janze einfach nur als eine lange, schmerzhafte Fahrt des Protagonisten durch seine schlimmsten Albträume. Wer auch von Albträumen Logik erwartet ist hier falsch. Dafür bleiben zuviele Fäden unaufgerollt und es fußt viel zu viel auf Zufällen. Aber wenn man "Suspiria" von aller Logik befreit als Märchen betrachten kann, sollte man diese Güte auf bei diesem Film haben. Allein seine sprunghaften Wechsel zwischen Gothic-Horror-Ästhetik und "modernem" 70s-Flair rücken das Ergebnis in die Nähe von Märchen. Ich fand den Film spannend, weil man hier einfach nie sicher sein kann, welcher exzentrische Einfall als nächstes um die Ecke posaunt. Noch dazu ist das Ganze ästhetisch wunderbar eingefangen und die Schauspieler gefallen. Vor allem natürlich der ansonsten eher Wort- (und Mimik-)karge Anthony Steffen hat mich mit seiner ambivalenten Darstellung des Lords positiv überrascht.
7,5 von 10 Punkten kann ich da guten Gewissens zücken! (Bei Moviepilot gibt es diese Halbpunkt-Schritte ;) )


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 17.03.2013 17:17 
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So jetzt mein Feedback zu: " Die Nacht in der Evelyn aus dem Grab kahm" (1971)
von Emilio Miraglia

Also was ein Film, der Film beginnt, mit einer schön gefilmten verfolgungsjagd über das Grundstück einer Irrenanstalt, dannach, kommten einige schön gefilmte Einstellungen einer Autofahrt, dazu einer der schönsten Bruno Nicolai Soundtracks überhaupt.........dann geht es weiter in einem alten Schloss, wo der liebe Lord, gespielt von Anthony Steffen, ein paar nette Folterungen an einer Rothaarigen frau vollzieht, die seiner verstorbenen Frau Evelyn gleicht. Das wiederholt sich dannach noch einmal..und dannn nimmt der Filme seine erste Wendung, denn der Lord heiratet die schöne Marina Malfatti, doch es geschehen merkwürdige Dinge im Schloss, Marina Malfatti (stellt Lady Cunningham dar) steht im tapfer zur Seite und versucht ihm zu helfen und ihn von seinem Wahn zu befreien.....

Was ein Giallo, ich bin sowas von positv überrascht. Der Film aht eine schöne Kameraarbeit, die Set Ausstattung ist opulent im 70ger Jahre Flair gehalten wirklich zum anbeißen. Die traumsequenzen, die etwas mit der Lösung des Falles zu tun haben sind recht einfach aber so wirkungsvoll mit Bruno Nicolais Musik unterlegt, dass man eine Gänsehaut bekommt. Auch der Drehort, mit dem Alten Schloss und den umliegenden weitläufigen Park sind elegant gefilmt, leichte Nebelschwaden, machen die Atmosphäre perfekt. Steffen hat mich wirklich positiv überrascht, in dem Giallo "inferno unter heisser sonne" wirkte er sehr gelangweilt, doch hier passt er sehr gut in die Handlung und spielt die Rolle des Lord Cunningham wirklich sehr gut. Auch die Story ist mal was ganz anderes und sehr Wendungsreich und hat mich selbst als Giallo Fan überrascht und hat auch mit einem unerwarteten Ende für einen Überraschungseffekt gesorgt bzw. mehrere Überraschungeseffekte. Das Ende des Filmes war auch sehr gelungen....

Also für mich ein ganz toller grandioser, Giallo, auch wenn einige das jetzt für übertrieben halten und sagen werden, der ist ok, aber nicht sooo tolll ! Mich hat der Film super Unterhalten, vorallem durch die vorzüglich besetzten Rollen und die durch und durch dichte Atmosphäre, war der Film was besonderes, ein paar Gothik Horror Momente runden das Gesamtbild ab. Positiv anzumerken ist bei dem Film auch noch, dass der Spannungsbogen sehr ausgewogen ist und sich bis zum Ende merklich steigert....

Also von mir gibt es 10 von 10 Punkten für diese Giallo Granate, weiß auch nicht bei mir hat der Film eingeschlagen wie eine Bombe ;-) Ciao, Janek


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 17.03.2013 19:47 
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Der New York Ripper hat geschrieben:
So jetzt mein Feedback zu: " Die Nacht in der Evelyn aus dem Grab kahm" (1971)
von Emilio Miraglia

Also was ein Film, der Film beginnt, mit einer schön gefilmten verfolgungsjagd über das Grundstück einer Irrenanstalt, dannach, kommten einige schön gefilmte Einstellungen einer Autofahrt, dazu einer der schönsten Bruno Nicolai Soundtracks überhaupt.........dann geht es weiter in einem alten Schloss, wo der liebe Lord, gespielt von Anthony Steffen, ein paar nette Folterungen an einer Rothaarigen frau vollzieht, die seiner verstorbenen Frau Evelyn gleicht. Das wiederholt sich dannach noch einmal..und dannn nimmt der Filme seine erste Wendung, denn der Lord heiratet die schöne Marina Malfatti, doch es geschehen merkwürdige Dinge im Schloss, Marina Malfatti (stellt Lady Cunningham dar) steht im tapfer zur Seite und versucht ihm zu helfen und ihn von seinem Wahn zu befreien.....

Was ein Giallo, ich bin sowas von positv überrascht. Der Film aht eine schöne Kameraarbeit, die Set Ausstattung ist opulent im 70ger Jahre Flair gehalten wirklich zum anbeißen. Die traumsequenzen, die etwas mit der Lösung des Falles zu tun haben sind recht einfach aber so wirkungsvoll mit Bruno Nicolais Musik unterlegt, dass man eine Gänsehaut bekommt. Auch der Drehort, mit dem Alten Schloss und den umliegenden weitläufigen Park sind elegant gefilmt, leichte Nebelschwaden, machen die Atmosphäre perfekt. Steffen hat mich wirklich positiv überrascht, in dem Giallo "inferno unter heisser sonne" wirkte er sehr gelangweilt, doch hier passt er sehr gut in die Handlung und spielt die Rolle des Lord Cunningham wirklich sehr gut. Auch die Story ist mal was ganz anderes und sehr Wendungsreich und hat mich selbst als Giallo Fan überrascht und hat auch mit einem unerwarteten Ende für einen Überraschungseffekt gesorgt bzw. mehrere Überraschungeseffekte. Das Ende des Filmes war auch sehr gelungen....

Also für mich ein ganz toller grandioser, Giallo, auch wenn einige das jetzt für übertrieben halten und sagen werden, der ist ok, aber nicht sooo tolll ! Mich hat der Film super Unterhalten, vorallem durch die vorzüglich besetzten Rollen und die durch und durch dichte Atmosphäre, war der Film was besonderes, ein paar Gothik Horror Momente runden das Gesamtbild ab. Positiv anzumerken ist bei dem Film auch noch, dass der Spannungsbogen sehr ausgewogen ist und sich bis zum Ende merklich steigert....

Also von mir gibt es 10 von 10 Punkten für diese Giallo Granate, weiß auch nicht bei mir hat der Film eingeschlagen wie eine Bombe ;-) Ciao, Janek



Du bist ja wirklich noch sehr jung. BEschreibe doch mal in ein paar kurzen Sätzen wie du zum Genre gekommen bist?


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 17.03.2013 20:33 
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Na ja so jung auch nicht mehr 16 jahre ^^

aber das ist nicht gerade das durschnittalter stimmt, bei den Leuten die sich für das Genre interessieren.

Also Angefangen hat das alles mit Edgar Wallace, bis ich da vor ca. 3 Jahren die Wallace Giallo Das Gesicht im Dunkeln, Das Geheimnis der grünen Stecknadel und Das Rätsel des silbernen Halbmonds sah. Dann habe ich mich erstmal im Inernet nach den Giallo von Argento umgesehen und auf you Tube die Englische Fassung von "Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe " gesichtet und ab da wusste ich, ich brauche mehr von diesen Filmen ;). Also legte ich mir alles Bryan Edgar Wallace Boxen zu und sah mir dann auch Das Geheimnis des Gelben grabes von Armando Crispino an, der mir mitlerweile sehr gefällt. Nach disen Filmen wuchs mein Giallo Hunger und ich holte mir erstmal Strip for the Killer, Neunschwänzige Katze, Die Nacht der rollenden Köpfe usw.....

Dann vor 2 jahren fing ich an intensiver zu suchen und besuchte dann fast jeden Monat den Trödel und die Sammlung wuchs. Dann kahmen relativ schnell die Poliziotteschi, mit Milano Kaliber 9 und der Viper fing es an und dann ging es weiter....dannach die Zombie und Kannibalen filme, dann nebenbei Französische Thriller mit Belmondo, Delon etc.....

Und dann jetzt seit ca. nem halben Jahr auch Eurospy, Kommissar x + oss 117 etc....

Und auch immer dabei Western, Slasher, Ami Horror, James Bond, Hitchcock.....


Ja das ist so meine Geschichte. Ja und im moment, natürlich die Giallo Sammlung weiter auffüllen und meinen You tube Kanal weiter machen.


Hier mal der ersten teil einer Giallo Doku Reihe:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Ciao, Janek


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 17.03.2013 20:46 
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Der New York Ripper hat geschrieben:
Also Angefangen hat das alles mit Edgar Wallace, bis ich da vor ca. 3 Jahren den Wallace Giallo Das Rätsel des silbernen Halbmonds sah. Dann habe ich mich erstmal im Inernet nach den Giallo von Argento umgesehen



Exakt so war es bei mir. Zuerst kannte ich die Wallace Filme und sah dann erstmals einen farbigen Film aus dieser Serie als US Disc von Anchor Bay. Das war HALBMOND / SEVEN BLOODSTAINED ORCHIDS. Das war 2002.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 17.03.2013 20:59 
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Tja und wenn dann die gelbsucht einmal angefangen hat, kann man damit nicht mehr aufhören deswegen spiele ich auch meist den "Giallo Missonar" um alle von diesen tollen Filmen zu überzeugen :-)

Gruß,

Janek


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 17.03.2013 21:02 
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Der New York Ripper hat geschrieben:
Tja und wenn dann die gelbsucht einmal angefangen hat, kann man damit nicht mehr aufhören deswegen spiele ich auch meist den "Giallo Missonar" um alle von diesen tollen Filmen zu überzeugen :-)

Gruß,

Janek



Das finde ich gut! Der junge Nachwuchs muss gefördert werden. ;)
Allerdings bringt das bei mir nicht sehr viel. Ich habe zwei Freunde, die mit mir regelmäßig Filme ansehen aber darüber hinaus interessiert sich leider kein Mensch in meinem Bekanntenkreis für solche Filme. Egal, ich muss mein Hobby auch nicht mit jedem teilen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 17.03.2013 21:07 
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Nein, dass stimmt, aber ich finde, man sollte anderen schon zeigen, dass es noch was anderes als die heutigen Horror Filme gibt und das es auch andere sehr sehr gute Musik anstelle eines Hans Zimmer, der ja mitlerweile auch Mainstream geworden ist, alle loben seine Kompositionen, sind aber nicht so feinfühlig zu sehen, dass er außer einem meist guten Thema nicht viel drauf hat.

Somit finde ich es wichtig anderen auch andere Filme außer SAW zu zeigen. Da ich an meiner Schule wirklich nen richtig coolen und lockeren Philo Lehrer, habe, haben wir mit der Klasse sogar PROFONDO ROSSO gesehen und siehe, da der Film kahm wirklich gut an ;-)

Gruß,

Janek


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 17.03.2013 21:35 
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Der New York Ripper hat geschrieben:

Somit finde ich es wichtig anderen auch andere Filme außer SAW zu zeigen. Da ich an meiner Schule wirklich nen richtig coolen und lockeren Philo Lehrer, habe, haben wir mit der Klasse sogar PROFONDO ROSSO gesehen und siehe, da der Film kahm wirklich gut an ;-)

Gruß,

Janek



Unglaublich, weil der doch erst ab 18 ist. Was für eine DVD/BD habt ihr gesehen? Mit Beamer?


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 17.03.2013 21:45 
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Leider ohne Beamer auf nen Samsung Flachbild Fernseher, aber der Film kahm gut an, vorallem natürlich wegen dem kleinen Detail, was ja beim ersten sehen einen großen Reiz ausmacht.

Gruß,

J.R.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 20.03.2013 22:01 
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So hier ist mein Giallo Review zu: "Die Nacht in der Evelyn aus dem Grab kam" Viel Spass damit ;-)


www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Gruß,

Janek ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 21.03.2013 20:50 
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Is die Neuauflage von X-Rated zu empfehlen ? Gleiche Quali wie die NoShame DVD ?


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 21.03.2013 22:30 
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In meinem Video kannst du die Qualität, der X RATED Neuauflager sehen, stelle auf HD Qualität um, dann wirst du sehen, dass es mit eine Qualitativ besten Scheiben von X Rated aus der Giallo Serie ist ;-)

Gruß,

Janek ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 21.03.2013 22:32 
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rage hat geschrieben:
Is die Neuauflage von X-Rated zu empfehlen ? Gleiche Quali wie die NoShame DVD ?

Qualität der Neuauflage ist wirklich gut! Dürfte identisch mit der NoShame sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 25.10.2014 23:53 
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Stumme Schreie (D - VHS)
Die Nacht in der Evelyn aus dem Grab kam (D - DVD)
Die Grotte der lebenden Leichen (D - Kino / DVD)
Die Grotte der vergessenen Leichen (Österreich)
La notte che Evelyn uscì dalla tomba (IT)
L'appel de la chair (F)
Holocauste pour une vierge (F - VHS)
La crypte du fou (F - VHS)
The Night She Arose from the Tomb
The Night That Evelyn Left the Tomb

IT 1971

R: Emilio Miraglia
D: Anthony Steffen, Erika Blanc, Marina Malfatti, Giacomo Rossi-Stuart, Enzo Tarascio u.a.

dt. Synchronsprecher

Score: Bruno Nicolai

OFDb



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Gestern Abend wurde dieser etwas außergewöhnliche Genrebeitrag seiner Zweitsichtung unterzogen und das erneute Ergebnis ist viel besser als bei meiner Filmpremiere ausgefallen: Ein visuelles Hochglanz-Sleaze-Exemplar von einem Giallo :good:

Dieser eher ungewöhnliche Giallo kombiniert Elemente des Grusel-Kinos mit denen des Thrillers und transportiert diese Mischung mit einer ordentlichen Bildgewalt auf die Leinwand (bzw. auf den Bildschirm).
Während des ganzen Filmverlaufs stellt sich eigentlich durchgängig nur eine Frage: Handelt es sich hierbei um einen geheimnisvollen und übersinnlichen Thriller oder folgt am Ende tatsächlich noch eine rationale Auflösung?
Der entsprechende Ausgang wird jetzt aber nicht verraten... ;)


Anthony Steffens spielt seine Rolle als schizophrener Irrer überzeugend, besonders wenn er in einem Anfall von Wahnsinn hübsche Damen mit der Peitsche oder auf dem Zuchtbock bis zum Tode malträtiert :)

Der Spannungsverlauf ist durchgehend hoch gehalten und zieht einen recht schnell in seinen Bann. Die Inszenierung dieser farbintensiven Bildgewalt steht der ein Jahr später erschienenen roten Dame in nichts nach, wobei die RED QUEEN bei mir weiterhin um einen Hauch die Nase vorne hat.

Zum Schluss muss noch auf den großartigen und passgenauen Score von Bruno Nicolai hingewiesen werden, der die so schon großartige Filmatmosphäre um ein weiteres veredelt.


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Die 6 Alternativszenen in den Extras der ungeschnittenen Neuauflage von X-Rated enthalten ja fast ausschließlich "Tag" Szenen, die im eigentlichen Film als identische "Nacht" Szenen zu sehen sind. Handelt es sich hierbei um die ursprünglichen Tag-Aufnahmen die dann später für den eigentlichen Film künstlich zu Nachtszenen bearbeitet wurden, oder stammen diese evt. sogar aus einer anderen Schnittfassung?

Bei der Alternativszene Nr. #5 (Fütterung der Füchse im Käfig) konnte ich irgendwie keinen großartigen Unterschied zur eigentlichen Filmszene fest stellen. Könnte sein, dass diese vlt. ein paar Sekunden länger ist? :unknown:

Vergleich der Tag - Nacht Sequenzen:

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it. Trailer:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


US Trailer:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Score (-Best of-):

www.youtube.com Video From : www.youtube.com



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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 26.10.2014 02:33 
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Richie Pistilli hat geschrieben:
Die 6 Alternativszenen in den Extras der ungeschnittenen Neuauflage von X-Rated enthalten ja fast ausschließlich "Tag" Szenen, die im eigentlichen Film als identische "Nacht" Szenen zu sehen sind. Handelt es sich hierbei um die ursprünglichen Tag-Aufnahmen die dann später für den eigentlichen Film künstlich zu Nachtszenen bearbeitet wurden, oder stammen diese evt. sogar aus einer anderen Schnittfassung?

Man nennt dies "Day-for-Night".
Es wird tagsüber im Hellen gedreht, obwohl die Szene nachts spielen soll.
Bei der Post-Production wird das Material dann abgedunkelt. Da gibt's genaue Angaben von wann bis wann abgedunkelt werden soll. Wird das vergessen im Kopierwerk, so kann es sein, dass in manchen Fassungen die exakt gleiche Szene hell, statt dunkel ist.

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"Ein Tittchen hier, ein Fötzchen da, und die Welt sähe wieder rosiger aus." anti
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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 26.10.2014 03:10 
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Ich danke Dir herzlichst für die Infos :good:
Da habe ich zur späten Stunde mal wieder etwas dazu gelernt :)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 04.12.2014 00:20 
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DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN

● DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN / DIE NACHT, IN DER EVELYN AUS DEM GRAB KAM / LA NOTTE CHE EVELYN USCÌ DALLA TOMBA (I|1971)
mit Anthony Steffen, Marina Malfatti, Giacomo Rossi-Stuart, Enzo Tarascio, Joan C. Davis, Umberto Raho und Erika Blanc
eine Produktion der Phoenix Cinematografica | im Verleih der Apollo
ein Film von Emilio Miraglia


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»Leg' dich auf den Bock, los!«


Seit dem Tod seiner Frau Evelyn kämpft der wohlhabende Lord Alan Cunningham (Anthony Steffen) mit psychischen Auffälligkeiten. Er steht dermaßen unter dem Zwang seiner verstorbenen Gattin, dass er sich Prostituierte aussucht, die Evelyn ähnlich sehen, um sie schließlich in der Folterkammer seines halb verfallenen Schlosses sadistisch zu quälen, was auch Susie (Erika Blanc) schmerzhaft erfahren muss. Doch befreien kann er sich mit diesen Maßnahmen nicht von ihr, ganz im Gegenteil. So rät ihm sein Psychiater Dr. Timberlane (Giacomo Rossi-Stuart) wieder zu heiraten. Auf einer Party lernt er die attraktive Gladys (Marina Malfatti) kennen, die er innerhalb von kürzester Zeit heiratet. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, da sich unheimliche Dinge im Schloss ereignen, denn Evelyn ist bereits mehrmals erschienen und Alan droht endgültig den Verstand zu verlieren. So beschließt Gladys die Familiengruft aufzusuchen und macht eine entsetzliche Entdeckung. Der Sarg ist leer und seitdem geschehen bestialische Morde. Ist Eyelyn tatsächlich aus dem Grab gestiegen..?

Diese Produktion von 1971 besteht in isoliert voneinander wirkenden Teilen aus klassischem Giallo, Thriller und Grusel-Horror, trifft jedoch keine direkte Entscheidung über die eigentliche Hauptrichtung, von daher ist eine Einschätzung auch verhältnismäßig schwierig. Diese empfunden andere Variante sollte womöglich eine neue Richtung mitgeben, um diesen Film von anderen innerhalb der Gialli-Schwemme abzugrenzen. Gelungen oder nicht? Diese Entscheidung bekommt mal wieder der Zuschauer in Eigenregie aufgetischt, was hier allerdings nicht schlimm ist, denn der Film hat einen enormen Unterhaltungswert und man sollte sich nicht mit tiefschürfenden, psychologischen Überlegungen herumquälen, denn dafür ist "Die Grotte der vergessenen Leichen" gewollt oberflächlich gehalten und insgesamt auch viel zu verwirrend ausgefallen, was allerdings nicht bedeutet, dass der rote Faden fehlt. Der italienische Regisseur Emilio Miraglia inszenierte nicht uninteressant und er schaffte es zunächst einmal, die Aufmerksamkeit von Anfang bis Ende zu forcieren. Dabei heiligt der Zweck zwar alle Mittel, aber man muss den Zusehern ja auch etwas Originelles bieten. Zwar ist die Vorhersehbarkeit auf einem Silbertablett deutlich präsent, jedoch ganz so müde, wie er gerne in einschlägigen Kritiken genannt wurde, zeigt sich der Verlauf dann wirklich nicht, denn die Atmosphäre ist streckenweise eine ganz feine, außerdem bekommt man ein Fließband an atemberaubenden Bildern geboten.



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Anthony Steffen als degenerierter Lord macht eine überzeugende Figur, besonders wenn er seine manischen Anwandlungen bekommt. Dass er sich mit Tortur, Sex, Qual, Folter und schließlich Heirat in ein stabiles, psychisches Gleichgewicht bringen möchte (letzteres soll überdies auf einer angeblich psychologischen Expertise beruhen), ist gelinde gesagt schwachsinnig, wenn auch hier irgendwie das Salz in der Suppe. Es bleibt allerdings weitgehend offen, ob man es lediglich mit einem Perversen zu tun hat, oder doch mit einem Psychopathen. Meine Wahl fällt auf beides. Steffen stellt hiert also keinen Zuschauer-Schmeichler dar. Dies gilt aber für nahezu alle Beteiligten der Geschichte, denn es wimmelt von unsympathischen und eigenartigen Gestalten. In darstellerischer Hinsicht löst Steffen seine Aufgabe jedoch gewohnt solide. Marina Malfatti wirkt zwar sicher und überzeugend, verblasst aber leider vollkommen im roten Licht der umwerfenden Italienerin Erika Blanc, die man wie so oft in einer der kleinen, aber wichtigen Hauptrollen sieht. Ohne jeden Zweifel liebte die Kamera dieses atemberaubend schöne Gesicht und alles was dazu gehört sehr. Viele Großaufnahmen, etliche, sie in den Fokus rückende Sequenzen, viel Körpereinsatz und wenig Dialog, Erika Blanc strahlt immer ein wenig in Unnahbarkeit und Distanz, obwohl man manchmal glaubt, sie berühren zu können. Einfach nur wunderbar, sie ist quasi ein Musterbeispiel an Ausstrahlung und Wirkung! Giacomo Rossi-Stuart und Enzo Tarascio erfreuen zusätzlich mit überzeugenden Leistungen, wobei man auch unter ihnen keinen Helden finden wird, was sich im Sinne der Geschichte als gute Strategie erweist.

Der Verlauf gibt sich immer wieder trügerisch ruhig, um in eindeutiger Manier aus sich herauszukommen. Peitschen, Würgen, Vergiften, lebendig Begraben und Erschlagen gehören hier zu kleinen ABC im Bereich Effekte, auch ein paar Innereien werden serviert und bhier beispielsweise von Füchsen verspeist. Das Blut fließt allerdings eher verhalten, so dass man den Nervenkitzel über teils unmotiviertes Handeln, aber auch eine packende, unheimliche Atmosphäre und Traumsequenzen aufzubauen versuchte. Die Tricks sind von wechselhafter Qualität, aber nicht misslungen, es kommt insgesamt gesehen schon eine eigenartig verwirrende Atmosphäre auf, die dem Szenario einen markanten Schliff gibt. Hervorragend ist die musikalische Arbeit von Bruno Nicolai, auch die Bildgestaltung ist wie gesagt der Stimmung sehr zuträglich, und die Schauplätze mit ihrer Ausstattung sind gar nicht einmal immer herausragend gewesen, haben aber trotzdem etwas faszinierendes an sich gehabt. Was man ein wenig kritisieren kann ist, dass der Spannungsaufbau zu einseitig über diffuse Horror- und Grusel-Elemente abläuft, selbst dann, wenn man sie gefühlsmäßig gerade in einem Giallo oder Psycho-Thriller befindet, außerdem wirken die Personen dadurch zu oberflächlich, was die streckenweise trivialen Dialoge nur noch mehr herausarbeiten. Glücklicherweise kann man hingegen immer mal wieder Spuren von feinem Humor und Sarkasmus aufspüren. Im Endeffekt weht in "Die Nacht als Evelyn aus dem Grab kam" ein angenehm wirkender, frischer Wind und das Konzept dieses Unterhaltungsdiktates geht schließlich auf. Für Freunde der Darsteller und der unterschiedlichen Genres ist also einiges dabei, auch wenn sich die Geschichte aufgrund schleierhafter Elemente nicht immer restlos und daher zufriedenstellend erschließt. Ein farbenfroher, berieselnder und daher sehenswerter Beitrag.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 08.04.2016 12:09 
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Wer heute abend noch nichts Besseres vorhat und sich diesen schönen Film mal im Kino im 35mm-Format anschauen möchte, der möge doch nach Düsseldorf in die Black Box kommen. 20:30 Uhr fängt's an:

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 08.04.2016 19:36 
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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 19.07.2016 21:29 
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Originaltitel: La Notte che Evelyn uscì dalla tomba
Produktionsland: Italien
Produktion: Antonio Sarno
Erscheinungsjahr: 1971
Regie: Emilio Miraglia
Drehbuch: Emilio Miraglia, Fabio Pittorr, Massimo Felisatti
Kamera: Gastone Di Giovanni
Schnitt: Romeo Ciatti
Musik: Bruno Nicolai
Länge: ca. 97 Minuten
Freigabe: ungeprüft
Darsteller: Anthony Steffen, Erika Blanc, Giacomo Rossi-Stuart, Marina Malfatti, Roberto Maldera, Rod Murdock, Umberto Raho


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Lord Alan Cunningham ist, seit dem Tod seiner Ehefrau Evelyn, eine multiple Persönlichkeit. Tagsüber ist er der charmante Lord. Am Abend und in der Nacht, ein Frauenhasser der rothaarige Frauen auf sein Schloss holt um sie in seinem Folterkeller zu...

Eines Tages lernt Cunningham die hübsche Gladys kennen, und heiratet sie. In den Folgetagen mehren sich seltsame Ereignisse auf dem Schloss. Ist Evelyn von den Toten auferstanden?

Emilio Miraglia hat während seiner Karriere als (hauptverantwortlicher) Regisseur nur wenige Filme gedreht. Nach meiner ersten Sichtung von DIE GROTTE DER VERGSESSENEN LEICHEN, musste ich ständig an DIE ROTE DAME denken. Ohne das mit bekannt war, dass es sich um den selben Regisseur handelt. Also scheint der gute Mann einen prägenden Eindruck (bei mir) hinterlassen zu haben? Auf jeden Fall. DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN ist ein abwechslungsreicher Giallo-Thriller mit Anleihen beim Gothic-Horror.

„Ich werde nie mehr Sklave einer Frau sein.“ (Lord Cunningham)

Und aus diesem Grunde ist der Lord stets auf der Suche nach rothaarigen Schlampen um ihnen genau diese Einstellung (klar und deutlich) zu vermitteln. Die Offensichtlichkeit innerhalb des Storyaufbaus sorgt natürlich für Fragezeichen. Denn so einfach kann keine Lösung (in einem halbwegs gelungenen Gialli) sein. Demnach wird man mir Wendungen und einem guten Finale versorgt.

Fazit: Ein Giallo mit Gothic-Horror-Einflüssen. Dazu bekömmlicher J & B Whiskey und eine tolle Musik von Bruno Nicolai. Was will man mehr? Der Film macht (auch bei der vierten Sichtung) Laune.

Ach so, Lord Alan Cunningham flüsterte mir - beim heutigen Besuch auf seinem Schloss – zu: dass die Logiksucher in seinem Fuchskäfig fündig werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 19.07.2016 22:18 
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"Evelyns Grotte" :lol: finde ich auch ganz hervorragend. Mir gefallen generell diese Edgar Wallace - artigen Gialli, die etwas mehr auf Grusel als vorrangig auf Sexkapaden setzen, am besten. Obwohl gerade hier "Django" . . . der Bastard :D gut die frauenfeindliche Peitsche schwingt. Wie er die arme Erika im Keller umherhetzt ist nicht fein! :o

Auch, dass hier mal Füchse und nicht wie sonst Ratten o. ä. Tierchen als "Menschenfresser" eingesetzt werden, ist mal was anderes.


Bleibt noch eine Frage: Welches Label geht 'bei die anderen Miraglias bei'?


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 19.07.2016 22:38 
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Jimmy Stewart hat geschrieben:
"Evelyns Grotte" :lol: finde ich auch ganz hervorragend. Mir gefallen generell diese Edgar Wallace - artigen Gialli, die etwas mehr auf Grusel als vorrangig auf Sexkapaden setzen, am besten. Obwohl gerade hier "Django" . . . der Bastard :D gut die frauenfeindliche Peitsche schwingt. Wie er die arme Erika im Keller umherhetzt ist nicht fein! :o




Ach komm, ein bißchen Spaß muss sein! ;)

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE GROTTE DER VERGESSENEN LEICHEN - Emilio Miraglia
BeitragVerfasst: 19.07.2016 22:57 
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ugo-piazza hat geschrieben:
Ach komm, ein bißchen Spaß muss sein! ;)

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Da hast du auch wieder recht, denn so ein 'wackelnder Erika-Po' hat wirklich was! :D


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