Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 05.11.2012 16:49 
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@ Chet: Versteh dich jetzt auch nicht ganz. Der Film hat doch alles, was dir sonst immer gefällt :?

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 05.11.2012 17:05 
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Einer der coolsten Streifen überhaupt,eigentlich ein einziger Trip :P
Einmal ansehen reicht nie im Leben,ist aber ein guter Anstoß das Ticket mal wieder zu lösen ... allein wegen dem wunderschönen Song.


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 05.11.2012 17:45 
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Das dt. Kinoplakat mit einem Aushangfoto -

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Und das ist extra für Reggie (zum Abkühlen :mrgreen: )

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 05.11.2012 20:19 
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:P Vielen Dank Stan ;)


Ich versteh den Chet hier auch nicht, ist doch ein super toller Film!!!

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 10.11.2012 19:49 
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Die genannten Qualitäten möchte ich dem Film ja auch gar nicht absprechen, aber findet ihr nicht auch, dass da ein bisschen der letzte Schliff fehlt? Eventuell liegt es an der recht frühen Entstehungszeit, dass man sich noch nicht getraut hat, so richtig experimentell in die Vollen zu gehen. So gehen die Exzentrik und das halbherzig drumherum gebastelte Storygerüst eine nicht ganz stimmige Symbiose ein.

Wie gesagt, vieles gefällt mir an dem Film sehr gut, aber vollends bin ich nicht überzeugt. So lautet mein strenges Urteil! :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 21.03.2014 19:19 
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Ich lese diesen Filmthread hier bei DP zum ersten Mal und bin sehr positiv über den Großteil der Meinungen erstaunt und kann mich dieser uneingeschränkt anschließen: Ein visuelles Meisterwerk :good: Bombe!

Glücklicherweise durfte ich gestern (endlich!) in den Genuß der Erstsichtung kommen und da ich zuvor größtenteils eher negative Kommentare vorgefunden hatte, war ich vom Ergebnis mehr als begeistert. Die vorherrschende Atmosphäre aus wunderschönen Bildern und dem abgedrehten Soundtrackmix aus groovy 60's Beat gepaart mit verrückten Jazzkompositionen hatte mich direkt in den Bann gezogen. Ok, der Plot ist schon einfach gestrickt (ein kleiner Blow Up Clone) aber die Optik und Akustik sind der Vollflash. Den "Mad" Gag zu Beginn fand ich grandios (trocken) und die Schlagzeugsequenz zunächst etwas befremdlich aber ok, lediglich die daraus resultierende Tarzan Szene irritierte mich dann aber letztendlich etwas ;)

Umso unverständlicher, dass auch dieses Meisterwerk noch keine dt. VÖ zugesprochen bekam (die längst überfällig ist) ;)

Habe dann im Nachgang auch erst registriert, dass alle bisherigen dt. TV Ausstrahlungen und die VHS VÖ im Vergleich zur it. Originalfassung um ca 15 min geschnitten waren (ein weiterer gerechtfertigter Grund für eine dt. VÖ). Aufgrund der bestehenden innovativen Schnitttechnik von Herrn Brass fallen die nachträglich zugefügten Schnitte scheinbar nicht so offensichtlich wie bei anderen Filmen aus dieser Zeit auf.... oder ich hab's verpeilt ;) Hat zufällig jemand ein paar Infos zu den Hintergründen der verschiedenen Schnittfassungen parat? :)


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 21.03.2014 19:43 
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Es sind im geringsten lange Handlungsszenen die fehlen. Es handelt sich eher um einen Schnittmassaker, dass insgesamt über 50 Schnitte beinhaltet. Zwischen vielen Szenen fehlen immer wieder Sekunden. Der längste Schnitt dauert nicht mal 2 min. In diesem Fall macht die Masse an Schnitten einfach die fehlenden 14 min. aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 21.03.2014 21:59 
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Vielen Dank für die Info :good:


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 22.03.2014 08:46 
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McKenzie hat geschrieben:
Klingt ziemlich exakt wie Brass' Meisterwerk NEROSUBIANCO und daher zum Verlieben. Muss ich schnellstmöglich sehen, die DVD setzt schon viel zulange Staub an.


Mittlerweile erledigt? :)

Kann die meisten Meinungen hier nur nochmal unterstreichen, für mich ein optisches Meisterwerk, wundervoll! In aller Euphorie hab ich vor Jahren sogar 9 von 10 gezogen, wobei die bei mir immer sehr locker sitzt. :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 22.03.2014 16:29 
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andeh hat geschrieben:
McKenzie hat geschrieben:
Klingt ziemlich exakt wie Brass' Meisterwerk NEROSUBIANCO und daher zum Verlieben. Muss ich schnellstmöglich sehen, die DVD setzt schon viel zulange Staub an.


Mittlerweile erledigt? :)

Kann die meisten Meinungen hier nur nochmal unterstreichen, für mich ein optisches Meisterwerk, wundervoll! In aller Euphorie hab ich vor Jahren sogar 9 von 10 gezogen, wobei die bei mir immer sehr locker sitzt. :lol:


seh ich genauso!

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eine meiner absoluten lieblingsboxen, auch wenn die qualität nicht die beste ist! :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 19.06.2014 15:32 
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Das war leider nichts!
Der Film ist zwar rein optisch ein Meisterwerk (mal bunt, mal schwarzweiß) und dazu wieder eine hervorragende Kameraarbeit und auch der Score ist gut, aber trotz allem gibt´s für mich nicht viele gute Szenen und die meiste Zeit war mir mal mehr, mal weniger fad.
Was mir gefallen hat, ist z.B. die Szene mit dem Fotoshooting oder auch die Folterszene von Trintignant.
Alles andere, was mir gefallen hat, ist wahrscheinlich nur auf die Optik der jeweiligen Szene und auf die 60s-Atmo zurückzuführen.
Von einem Giallo ist hier m.E. überhaupt nichts vorhanden, denn es gibt keine Mordserie, mysteriöse Person oder Ermittlungsarbeit zu sehen.
Vielmehr ist das für mich ein Krimi mit ganz leichtem Erotikeinschlag.
Es gibt ein paar kurze Actionszenen, die zwar gar nicht so schlecht gemacht sind, aber den Film trotzdem nicht besser machen.
Der Score von Armando Trovajoli ist, wie gesagt, auch gefällig und der tut dem Film auf jeden Fall gut, unterstreicht die 60s-Atmo noch.
Schauspielerisch bewegt man sich auf solidem Niveau, jedoch ohne hervorstechende Glanzleistungen.

Fazit: Tinto Brass mag ein genialer Regisseur sein, aber dieses Werk bietet bestenfalls gepflegte Langeweile.
Maximal 6,5/10


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 19.06.2014 17:23 
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So nun bin aich auch endlich in den Genuss gekommen diesen Film zu sehen und bin auch hin und her gerissen. Der Style und die Athmosphäre, die Schauspieler: alles supergut und macht auch richtig Spaß, aber wie Sbirro Di Ferro schon gesagt hat; Giallo? Fehlanzeige! Leider wirkt auch die Geschichte nicht so ganz wie aus einem Guß,eher zusammengestückelt und machnmal auch bewusst in die Länge gezogen, aber irgendwie hat er was, was einen die ganze Zeit bei der Stange hält und auch Langweile kommt eigentlich nicht auf..schwer zu beschreiben: selber sehen! Für mich im oberen Mittelfeld


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 19.06.2014 17:49 
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Denkt doch nicht immer so eng in Genre-Schubladen, Leute!
Gerade das "Genre" des Giallo ist doch sehr slippery. ICH BIN WIE ICH BIN ist einfach n geiler Atmo-Zeitkolorit-Streifen und das hab ihr erkannt, also suhlt euch doch darin, denn genau damit delivered der Film doch ungemein.

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 21.06.2014 17:46 
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Ich bin wie ich bin (1967)

Bernard ist ein französischer Schauspieler, der sich in die hübsche aber minderjährige Jane verliebt, die er unter sehr mysteriösen Umständen kennen lernt. Von nun an beginnt eine Odysee um Mord und Todschlag, wobei sich Bernard auf der Jagd nach verschwundenen Aktfotos begibt, und gleichzeitig versucht, die Mörder eines Nachtclub-Besitzers zu stellen. Es entwickelt sich ein Teufelskreis von Gewalt und Abhängigkeit... ein verblüffendes, orgiastisches und tödliches Finale steht bevor...

Tinto Brass für viele eine Wundertüte von Regisseur, denn bei ihm weiß man nie wirklich was einem letztendlich vorgesetzt wird. Bei „Ich bin wie Ich bin“ ist es in gewisser Weise auch so. Der Film ist an sich ein grandioses Zeitdokument der Swinging 60´s und London erstrahlt in den schönsten Farben. Im ganzen Film schwingt eine Poesie, die schwer zu beschreiben ist. Die schöne Ewa Aulin nimmt einen mit auf eine gefährliche Reise durch ein London, wie man es stellenweise selten gesehen hat. Sie ist unnahbar nahbar und Jean Louis Trintignant lässt sich von ihr umgarnen. Das ganze ist eigentlich ein einziger Rausch, der sich von der ersten bis zur letzten Minute zieht, psychedelisch, Traum tänzerisch und surreal,fiebert man auf den Höhepunkt des Filmes hin, allerdings ohne dabei außer Atem zu geraten, denn der Film nimmt sich viel Zeit um neue Schauplätze zu präsentieren und zelebriert jede Szene, Aktion und stellenweise jede Bewegung pedantisch, sodass der Slogan „Stil über Substanz“ sehr treffend ist. Dabei werden alle inszenatorischen Register gezogen. Von Split Screen, über alle nur erdenklichen Farbfilter bis hin zu rasanten Schnitt Folgen und gezielten Farbeinsatz. Auch Licht und Schatten werden gezielt eingesetzt.

Brillant ist auch das Set Dekor und die gute Musik von Armando Trovajoli, die das Geschehen durchaus passend untermalt, dabei nicht besonders hervorsticht, aber einfach sehr schöne mit den Bildern verschwimmt.

All diese Zutaten ergeben einen ganz besonderen Film. Letztendlich ist London der Hauptdarsteller in diesem Film. Denn die Storyline verliert sich immer wieder in Details und stilistischen Höhenflügen. Die Dramaturgie ist, dass muss man sagen, in dem Werk nicht besonders ausgefeilt. Somit entsteht oft nur eine Spannung die Szenen weise andauert, sich allerdings nicht entwickeln kann. Das liegt aber auch daran, dass der Film sich ständig in eine andere Richtung wendet und somit nicht ein roter Faden verfolgt wird sondern die Spur verfolgt wird, die gerade greifbar ist. Somit ist das Verhalten der Charaktere stellenweise Infantil, dadurch wird London eine Spielwiese für die „Kinder“ die Fangen spielen und sich immer wieder aus den Fallen winden. Dies wird auch durch einige vor gespulte Szenen unterstrichen, die den Slapstick Charakter des Amerikanischen Kinos der 30ger und 40ger Jahre zitieren.

Die Botschaft die der Film an den Zuschauer transferiert ist nicht die, einer Gesellschaftsstudie mit tiefgründiger Charakterzeichnung der Protagonisten oder ein Milieu Film, der sich rund um die Nachtclub-Szene in London und Umgebung dreht, sondern vielmehr eine Hommage an ein sehr buntes und bewegtes Jahrzehnt, nämlich die 60ger. Des weiteren ist es aber auch ein Film, der durch Ideen und die liebevolle Szenen Gestaltung lebt. Erwähnenswert ist meiner Meinung nach die „Tarzan“ Szene, die auch sehr schön die animalische Sexuelle Lust widerspiegelt. Denn auch die Erotik Elemente sind in Filmen dieser Zeit immer wieder wichtig, dienen sie doch auch oft dazu, den Zuschauer als Voyeur zu „missbrauchen“ , der sich aufgrund der Körperlichkeit somit mit den handelnden Personen identifizieren kann. Ein einfaches und besonders effektives Mittel, welches vor allem im Giallo Genre oft Verwendung fand, um den Zuschauer nach dem Akt der Liebe mit einer Bluttat zu schockieren. Dies sei an dieser Stelle erwähnt um den Kreis zum Italienischen Giallo Genre zu ziehen, aber das auch nur am Rande, was sollen Schubladen ? Vor allem beim artifiziellen Kino der 60ger und 70ger, sollte man sich als Betrachter und Kritiker die Freiheit nehmen den Film auch als eigenständiges Werk zu betrachten und ihm somit die Chance geben sich zu entfalten ohne ihn in eine Genre Zwangsjacke zu stecken. Denn gerade, Unvoreingenommenheit ist es die Regisseuren wie Tinto Brass bzw. seinem Werk besonders gut tut, ähnlich wie bei dem „Kunst – Western“ - „YANKEE“ (1966), der allerdings aufgrund des Western Genres nicht die Entfaltungsmöglichkeiten hat wie „Ich bin wie ich bin“. Natürlich schwingt auch ein Hauch Kitsch und konstruierte Romantik mit, aber wen stört das schon. Am Ende, die Tragik, doch ohne dabei zu Emotional zu werden, ist man unversehens am Ende der „Sause“ angelangt.

Letztendlich bleibt zu sagen „Er ist wie er ist“ der undefinierbare Genre Mix, mit minimalen Giallo Anleihen, die aber nicht Zwanghaft gesucht werden sollten. Der Kinosaal sollte frei sein, für Poesie, Romantik, Suspense usw., denn die Gedanken sind frei.

Ich vergebe 9/10 Farbfiltern.


von Janek Rekos (Der NYR)


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 22.06.2014 15:50 
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Top Review, Janek! 8-)
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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 22.06.2014 17:49 
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Top Review, Janek! 8-)
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Absolut, top Review zu einem top Film!

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 23.06.2014 20:46 
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Danke für die Blumen :) Weitere Reviews folgen in Kürze ;)

Gruß,

Janek


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 05.02.2015 22:29 
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Ich bin wie ich bin (D)
Ich bin wie ich bin - Das Mädchen aus der Carnaby Street (D)
I Am What I Am - Ich bin wie ich bin (D)
Col cuore in gola (IT)
En cinquième vitesse (F)
Dead stop - Le coeur aux lèvres (F)
Con el corazón en la garganta (ES)
Dead Stop (UK)
I Am What I Am (USA)
Deadly Sweet (Int.)
With Heart in Mouth


IT / F 1967

R: Tinto Brass
D: Jean-Louis Trintignant, Ewa Aulin, Roberto Bisacco, Charles Kohler, Luigi Bellini, Monique Scoazec u.a.

dt. Kinostart: 05.01.1968

Score: Armando Trovaioli

OFDb



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"Mein Name: Jane Burroughs, Alter: 17 Jahre, Staatsangehörigkeit: Englisch, Eltern: Tod, Größe: 167 ½, Haare: Blond, Augen: Blau, besondere Kennzeichen: keine"


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Der französische Schauspieler Bernard (Jean-Louis Trintignant) findet eines Abends in den Privaträumen eines Londoner Beatschuppens den ermordeten Club-Besitzer und die unter Schock stehende Jane Burroughs (Ewa Aulin) vor. Die äußerst attraktive Jane beteuert glaubwürdig ihre Unschuld, da sie den Club Besitzer beim Betreten des Büros bereits ermordet vorgefunden hatte.
Verzückt von der blonden Schönheit, verhilft der Schauspieler dieser zur Flucht vor der nahenden Polizei und gewährt ihr über die Nacht Asyl in seinen vier Wänden.

Am nächsten Morgen wacht Bernard zunächst wieder alleine im Bett auf, verabredet sich aber erneut telefonisch mit Jane für den Nachmittag. Dabei wird ihm bewußt, dass er der 17 jährigen Verführung bereits völlig verfallen ist.

Auf dem Weg zum verabredeten Treffpunkt muss Bernard zu seinem Schrecken fest stellen, dass die in der Tageszeitung abgedruckte Personenbeschreibung des Täters mit ihm im Detail übereinstimmt und wird somit ab diesem Zeitpunkt auch von der Polizei gejagt.
Von Jane erfährt er dann anschließend, dass der ermordete Club Besitzer ihren kürzlich zuvor bei einem Verkehrsunfall verunglückten Vater mit verfänglichen Bildern ihrer Stiefmutter Martha Burroughs (Vira Silenti) erpresste und macht sich darauf hin mit diesen neuen Informationen im Gepäck, auf die Suche nach den geheimnisvollen Fotos.

Im weiteren Verlauf gerät der Schauspieler in zahlreiche brenzlige Situationen (u.a. mehrere Handgemenge mit unbekannten Bandenmitgliedern oder die Strapazen einer Wimpern-Zupf-Folter) und plötzlich wird auch noch seine heißgeliebte Partnerin in Crime vor seinen Augen von einer unbekannten Gang entführt.
Wo ist Bernard hier bloß herein geraten?


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Auch in der 2. Runde konnte diese eindrucksvolle Filmperle in vollem Umfang begeistern :good:

Augenscheinlich lag bei diesem visuellen Spektakel "Blow Up" als Inspirationsquelle zugrunde und hinterlässt in seinem Verlauf sogar einen Verweis auf Antonioni.
Die Inszenierung wirkt stellenweise schon etwas bizarr, aber grade diese außergewöhnlichen Ideen i.V.m. dargebotenen visuellen Köstlichkeiten macht dieses Genre-Exemplar zu etwas ganz Besonderem.

Ewa Aulin bleibt aufgrund ihrer sehr aufreizenden Darbietung bestens im Gedächtnis haften und Jean-Louis Trintignant bietet mit seinem Auftritt beste Unterhaltung. Die Adam West mäßigen Sprechblasen (Slam, Bäm ...) sind ebenfalls sehr charmant ausgefallen ;)

Alles weitere zu diesem großartigen Film, wurde bereits schon weiter oben beschrieben und Infos zur geschnittenen dt. Fassung gibt es dort dank Bonpensiero auch.


ps: Wurden bisher alle ARD Ausstrahlungen im falschen Bildformat gesendet? Empfinde das Bild als sehr beschnitten... :unknown:


BildBildBildBildBild

BildBildBildBildBild




it. Trailer:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com




Und da aufgrund der reizenden Ewa ein paar Schnappschüsse mehr angefallen sind, gibt es heute die folgende kleine Galerie:


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BildBildBildBildBild


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Bild Bild Bild Bild Bild Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 06.02.2015 04:47 
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Yau, den finde ich auch ganz ganz dufte! 8-)
Könnte daher gerne nette High-Class-Edition spendert bekommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 06.02.2015 06:50 
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TRAXX hat geschrieben:
Könnte daher gerne nette High-Class-Edition spendiert bekommen.


Sehr gerne.... :)


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 13.12.2015 15:49 
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Heute Nacht erstmals auf deutsch gesehen und ich kann sagen, es hat sich ausgezahlt, die Gelegenheit zu nutzen, nach eineinhalb Jahren eine Neusichtung vorzunehmen.
Ich konnte mich ja kaum noch an etwas erinnern, es war also fast wie eine Erstsichtung.
Und mit der gekürzten deutschen Fassung fand ich den Film auch wesentlich unterhaltsamer.
Hauptsächlich profitiert der Film ja von dem Swinging-Sixties-Style, der sich in fast allen Bereichen widerspiegelt.
Seien es die Kostüme oder die Wohnungseinrichtungen oder die Musik...
Egal was, egal wo: Der Film ist 60s pur an allen Ecken und Enden.
Dazu eine großartige Kameraarbeit von Silvano Ippoliti der das Geschehen in stellenweise fast schon zelebrierenden Bildern einfängt.
Also von der Optik her ist der Film grandios!
Weiters macht eben, wie gesagt, die Musik von Armando Trovajoli sehr viel aus, die die 60er-Atmosphäre noch zusätzlich unterstützt.
Zu alldem gibt's so nette Kleinigkeiten, wie die Sprechblasen, die zwischendurch immer wieder kurz eingeblendet werden - das sieht man ja auch nicht alle Tage.
Jean-Louis Trintignant und Ewa Aulin runden den Film als Protagonisten-Duo ab und die deutsche Synchro tut ihr übriges zum Vergnügen des Zuschauers.
Da kann die Story noch so dünn sein und so viele Richtungswechsel einschlagen wie will - letztendlich ist sie bei dem Film sowieso nur dritt- oder gar nur viertrangig.
Ich habe mich also diesmal sehr gut unterhalten gefühlt und so erhöhe ich von 6,5 auf 8/10.


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 16.12.2015 15:51 
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Zufällig die Ankündigung im TV-Thread gesehen. Danke dafür.

Ich fand ihn sehr interessant. Selten eine so eindringliche 60s Atmosphäre gesehen. Vor allem hat mich der Kontrast zwischen dem abbruchreifen, grauen London und dem knallbunten Swinging London fasziniert, das sich größtenteils in Klamotten, Postern, Musik und der freizügigen Einstellung der Figuren darstellt. Die holprige und künstliche Story ist da fast schon nebensächlich.

Und schade, dass Ewa nicht mehr gedreht hat als ihre paar Filme.


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 23.06.2017 15:07 
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"Ich weiß nur, dass ein schwarzer Buick neben ihr hielt. Aus diesem stieg ein Neger aus, sprach ein paar Worte mit ihr und stieß sie hinein."
"Und du hast ruhig dabei gestanden und zugeschaut?"
"Ich wurde von einem Zwerg bewusstlos geschlagen."
"Einem Zwerg!?"
"Von einem Zwerg."
"Einem Liliputaner? So so."

:mrgreen:

Der Film hätte mit seiner verspielten und experimentellen Art (Split-Screens, Spiegel, Überblendungen, schnittige Montage, Farbfilter, ikonischer Vorspann) eine vernünftige Veröffentlichung redlich verdient. Umso enttäuschender war die letzte TV-Ausstrahlung im Ersten, bei der in dunklen Szenen kaum etwas zu erkennen war.


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 23.06.2017 15:47 
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Wie üblich halt, der großte Mist kommt auf die Scheibe, und das wirklich Wahre darf man weiter suchen.

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FILM MÄG, Print-Fanzine im 10. Jahrgang

"Danach kam ja nur noch der subventionierte Staatsfilm."
(Herbert Fux. Er meinte die Zeit ab Mitte der 70er.)


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN WIE ICH BIN - Tinto Brass
BeitragVerfasst: 23.06.2017 17:11 
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Mac Gyver hat geschrieben:
"
Der Film hätte mit seiner verspielten und experimentellen Art (Split-Screens, Spiegel, Überblendungen, schnittige Montage, Farbfilter, ikonischer Vorspann) eine vernünftige Veröffentlichung redlich verdient. Umso enttäuschender war die letzte TV-Ausstrahlung im Ersten, bei der in dunklen Szenen kaum etwas zu erkennen war.



Mac Gyver, ich teile Deine Einschätzung zum Film vollkommen; auch ich hatte den Film zuerst im deutschen Fernsehen gehen - kannte vorher nur MIRANDA - und wurde vollkommen von Brass' avantgardistischem Erzähl-Duktus überrascht (noch extremer in dieser Hinsicht finde ich ATTRACTION von 1969 und THE HOWL von 1970 - wären vielleicht beide etwas für die neue Reihe von FORGOTTEN FILM).

Zumindest in den USA gibt es von CULT EPICS eine recht brauchbare DVD:

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