Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 14.12.2011 16:54 
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Macht einfach heute noch eine Facebook Seite. Das kostet nichts und ist ungeheuer effektiv. Da sind die User auch etwas zurückhaltender, weil man bei Facebook nicht so anonym ist. Schwarze Schafe mit Fantasienamen fliegen da ganz schnell raus, wenn sie aufmüpfig sind. Mittlerweile beziehe ich 50% der Labelinfos über Facebook und die Foren dienen eher zum Gedankenaustausch mit anderen Fans.[/quote]

Ich kannte Facebook gar nicht. Kommende Woche wird mir das jemand "zeigen". Alter Mann ist kein D-Zug :D


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 14.12.2011 17:24 
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Edition Tonfilm hat geschrieben:
Ich kannte Facebook gar nicht. Kommende Woche wird mir das jemand "zeigen". Alter Mann ist kein D-Zug :D



Ich bin froh, das ich nicht 10 Jahre älter bin, denn dann hätte ich wahrscheinlich weniger die Beziehung zur Nutzung des Internets.
Ich sage dass nur, weil Facebook mittlerweile jeder kennt, der sich im Netz bewegt.

Tatsächlich fängt eine gewisse Ablehnung (Bezieht sich nicht auf den lieben Edition Tonfilm) teilweise schon ab 40 Jahren an. Unter den 40 Jährigen gibt es natürlich wahnsinnig viele Ausnahmen aber desto mehr Jahre jemand auf dem Buckel hat, desto weniger kann er mit dem Internet etwas anfangen.


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 14.12.2011 17:34 
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italo hat geschrieben:
Edition Tonfilm hat geschrieben:
Ich kannte Facebook gar nicht. Kommende Woche wird mir das jemand "zeigen". Alter Mann ist kein D-Zug :D



Ich bin froh, das ich nicht 10 Jahre älter bin, denn dann hätte ich wahrscheinlich weniger die Beziehung zur Nutzung des Internets.
Ich sage dass nur, weil Facebook mittlerweile jeder kennt, der sich im Netz bewegt.

Tatsächlich fängt eine gewisse Ablehnung (Bezieht sich nicht auf den lieben Edition Tonfilm) teilweise schon ab 40 Jahren an. Unter den 40 Jährigen gibt es natürlich wahnsinnig viele Ausnahmen aber desto mehr Jahre jemand auf dem Buckel hat, desto weniger kann er mit dem Internet etwas anfangen.


Das sehe ich auch so und bestätigt sich in meinem Umfeld. Ich glaube aber auch das sehr viel Zeit für das Internet und soziale Netzwerke drauf geht, was erklärt, daß laut einer Studio jedes dritte Kind bei Euch in Deutschland übergewichtig ist und Bewegungsmangel hat. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 14.12.2011 17:49 
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Edition Tonfilm hat geschrieben:
Das sehe ich auch so und bestätigt sich in meinem Umfeld. Ich glaube aber auch das sehr viel Zeit für das Internet und soziale Netzwerke drauf geht, was erklärt, daß laut einer Studio jedes dritte Kind bei Euch in Deutschland übergewichtig ist und Bewegungsmangel hat. ;)



Das ist nicht nur in Deutschland so aber was die Zeit betrifft, hast Du verdammt recht.


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 15.12.2011 06:40 
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Edition Tonfilm hat geschrieben:
Ich glaube aber auch das sehr viel Zeit für das Internet und soziale Netzwerke drauf geht, was erklärt, daß laut einer Studio jedes dritte Kind bei Euch in Deutschland übergewichtig ist und Bewegungsmangel hat. ;)


Der Profiler notiert jetzt diesen Hinweis. :geek:

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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 15.12.2011 23:26 
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Edition Tonfilm hat geschrieben:
Macht einfach heute noch eine Facebook Seite. Das kostet nichts und ist ungeheuer effektiv. Da sind die User auch etwas zurückhaltender, weil man bei Facebook nicht so anonym ist. Schwarze Schafe mit Fantasienamen fliegen da ganz schnell raus, wenn sie aufmüpfig sind. Mittlerweile beziehe ich 50% der Labelinfos über Facebook und die Foren dienen eher zum Gedankenaustausch mit anderen Fans.


Ich kannte Facebook gar nicht. Kommende Woche wird mir das jemand "zeigen". Alter Mann ist kein D-Zug :D[/quote]

Bitte KEINE Facebook-Seite. Es gibt mittlerweile auch viele Leute, die Facebook als Datenkrake ansehen und FB wie die Pest meiden (so wie der Teufel das Weihwasser :).

Dann lieber eine eigene Webpräsenz oder ein eigenes Forum (entweder hier bei dirtypictures oder bei einer anderen Webseite für Filmfans).

Ich habe übrigens bis jetzt noch immer erfolgreich jeder Facebook-Anwerbung bzw. Anmeldung auf der Seite widerstanden. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 17.12.2011 22:02 
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trady hat geschrieben:
Bitte KEINE Facebook-Seite. Es gibt mittlerweile auch viele Leute, die Facebook als Datenkrake ansehen und FB wie die Pest meiden (so wie der Teufel das Weihwasser :).


Eine Präsenz dort schließt ja eine "normale" Internetseite oder Aktivitäten in einschlägigen Film-Foren wie hier nicht aus! ;)
Und Erfahrungsgemäß bringt Facebook-Teilnahme Labels und Filmemachern mehr, als das es schadet...


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 16.08.2012 18:15 
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Ich habe mir den Film gerade zum zweiten Mal angeschaut und bin nach wie vor schwer begeistert. Toller Kriminalfilm bei dem man selten weiß wo man dran ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 13.10.2012 11:46 
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Nackt über Leichen (1969)
Toll gefilmter Thriller, der mit toller Fotographie zu gefallen weiß.
Der Schauplatz San Francisco spielt keine große Rolle, doch die wenigen Aufnahmen von der Stadt sind sehr schön. Wer einen klassischen Giallo nach außeritalienischer Definition erwartet, dürfte enttäuscht werden.
Die schwarzen Handschuhe kommen erst in den letzten fünf Minuten zum Einsatz und ein Messer wird dabei nicht gebraucht. Wem das nichts ausmacht, darf sich an einer schönen Marisa Mell erfreuen, die wieder einmal vor allem mit ihren körperlichen Vorzügen zu glänzen weiß.
Die Musik hat mir vor allem während Mell mit Jean Sorel seiner Figur Sex hat gefallen. Aber um Musik muss man sich in Lucio Fulci Filmen sowieso keine Sorgen machen.

Meine Lieblingszitate:
"Why do you want to leave? It seems you´re running away."
"Yes. Maybe I am running away. But I love you, and if I stayed, this would never be over."
"Do you really want it to end for us?"
"Yes, I want it to end."
"Susan is Catholic, and she´ll never agree to a divorce.
But if she weren´t sick, I´d have found a way to convince her,
and you would be my wife already."
"Are you so sure I would have agreed to marry you?"
"Well, if you don´t want to get married, then what is it?"
"Someone just for me. I don´t like to share my partners."

"Let´s say good-bye here. I hate long good-byes. They are ridiculous."

"Nude is not enough. It needs to be disgusting."

"Well, one can sin in one´s own town. It´s even more exciting!"

"What you guys were offering me at the club is not for me.
I prefer the simple and normal way, the natural way, two people.
No complications."
"You mean you won´t have a threesome?"
"That depends on the money, dear."

"But at times, pleasant things are stupid."
"Umm, listen, what´s-your-name...I am not a genius,
You talk a lot, and I don´t understand you.
So speak more clearly, would you?"
"Never mind. It´d be even more stupid."
"Honey, would you do something smart? Take your clothes off."

"What´s the matter, love? Love makes you speechless?
Well, I guess that´s better than those who start with their problems."

"What´s he laughing at? Maybe I am 100% normal, but that doesn´t mean I´m crazy!
"It´s me who was about to go crazy!"
"Don´t listen to him. He´s usually quiet. But when he speaks, nobody has a clue."

"...and never noticed anything. A regular life. Yes, he´s having an affair, but nothing suspect."

"At least, tell me what you´re looking for."
"That, I´d like to know myself."

"What do you know about me, after all?"

"Leave me alone. It´d be better for you if you had never met me."
"But I have, and now it´s too late."

"It doesn´t matter to me if you sleep with other men.
But if you are having a long-term affair then it´s the end for me."
"Everything ends sooner or later."
"No, not this. This cannot end."

"Doesn´t accepting a blackmail equal a confession?"

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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 21.01.2013 08:08 
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Recht schönes Filmchen, das aber meines Erachtens etwas an der Nachvollziehbarkeit seines Drehbuchs scheitert. Oder erklärt mir jemand die handlungsmäßige Notwendigkeit der Person Monica West? Ich meine, wenn der ganze vertigo-mäßige Zinnober nicht veranstaltet worden wäre: was hätte es am Plan geändert? Bitte um Antworten, gerne auch mit Spoiler-Klappe ;-)

6/10

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Jeder Mensch braucht mehr Liebe als er verdient.


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 31.10.2014 21:45 
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Fulci zeigt mit diesem Film, dass er auch anders kann und nicht immer viel Gewalt, viel Blut oder Zombies braucht.
Dieser Film ist nämlich fast gänzlich gewalt- und blutfrei, denn bis auf die Szene am Ende in der Bar, gibt's hier überhaupt nichts blutiges oder brutales.
Man könnte den Film in zwei Hälften einteilen: Die erste, in der viel wert auf die Atmo gelegt wird und eben alles stylisch ist (Kleidung, Ausstattung), die zweite in der man sich auf die Geschichte konzentriert, wo der Zuschauer dann wirklich miträtseln kann.
Die erste Hälfte ist sozusagen Style over Substance (Szene im Nachtclub), da ist die Geschichte völlig unwichtig, die zweite offenbart dann den Krimi dahinter.
Das Hauptdarsteller-Quartett liefert natürlich ausnahmslos Glanzleistungen ab, dabei sollte man aber die vielen kleinen, mit bekannten Gesichtern besetzten Rollen nicht vergessen.
Da hätten wir z.B. Riccardo Cucciolla, John Ireland, Franco Balducci oder George Rigaud, außerdem hat Lucio Fulci einen Gastauftritt als Graphologe.
Erwähnenswert finde ich auch, dass es auch in dem Film, obwohl hier auf Gewalt verzichtet wird, schon einen ersten Vorgeschmack darauf gibt, was den Zuschauer ab den späten 70ern in den Zombie- bzw. Gruselfilmen erwartet. (Szene in der Obduktionshalle)
Für die Musik ist hier Riz Ortolani verantwortlich, der einen wunderbaren Mix aus Jazz- und Lounge-Klängen serviert und damit zumindest die erste Hälfte perfektioniert.
Längen konnte ich keine ausmachen, obschon ich zugeben muss, dass doch die eine oder andere zähe Passage vorhanden ist.
Da dies aber selten und wenn dann nur kurz der Fall ist, ziehe ich dafür nur einen halben Punkt ab.

Fazit: Angenehm ruhiger Giallo, der mit seiner Mischung aus viel 60s-Flair und einer guten Geschichte zu gefallen weiß.
9,5/10


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 24.01.2015 16:07 
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Nackt über Leichen (D + Österreich)
Una sull'altra (IT)
Perversion Story (F + USA)
Una historia perversa (ES)
One on Top of the Other (Int.)


It / F / ES 1969


R: Lucio Fulci
D: Jean Sorel, Marisa Mell, Elsa Martinelli, Alberto de Mendoza, John Ireland, Riccardo Cucciolla, George Rigaud, Faith Domergue u.a.


dt. Kinostart: 24.09.1971

dt. Synchronsprecher

Score: Riz Ortolani

OFDb



"Das ist Lystophel (?) gegen das Asthma, es ist ziemlich stark. Seien Sie vorsichtig, sehr vorsichtig. Vor dem Schlafen gehen bekommt sie 20 Tropfen Neurosedyl (?), das ist ein Beruhigungsmittel. Es ist sehr wichtig, dass Sie die beiden nicht verwechseln. Bei einem Asthmaanfall kann Neurosedyl zum Ersticken führen"


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Der junge und eigentlich erfolgreiche Mediziner und Kliniksinhaber Dr. George Dumurrier (Jean Sorel) ist von finanziellen Sorgen geplagt, da der Familienbetrieb in erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt. Da er dringend neue Geldgeber benötigt, lässt er einen Artikel als Publicity-Gag in der Zeitung schalten, indem er dort großspurig verlauten lässt, dass in der Dumurrier-Klinik bald auch Organ-Transplantationen durchgeführt werden.
Sein Bruder Dr. Henry Dumurrier (Alberto de Mendoza) ist über die geschaltete Zeitungsente alles andere als begeistert und befürchtet das dieser Schuss schnell nach hinten los gehen kann, da eine Transplantation bisher noch nie zur Debatte stand.

Aber auch im privaten Bereich sieht es bei dem Doc nicht gerade rosig aus, da die Liebe zwischen ihm und seiner hochgradig an Asthma erkrankten Ehefrau Susan Dumurrier (Marisa Mell) schon seit langer Zeit erkaltet ist und zuhause eine entsprechend angespannte Atmosphäre vorherrscht. Aus diesem Grund unterhält eine beiläufige Beziehung zu der jungen Fotografin Jane (Elsa Martinelli), mit der er dann seine ausschweifenden Liebesnächte verbringt.
Doch nach einer dieser glorreichen Nächte bekommt er schlagartig am nächsten Morgen die Hiobsbotschaft über den Tod seiner Frau mitgeteilt. Eine gerade erst frisch eingestellte Krankenschwester hatte wohl am Vorabend die zu verabreichenden Medikamente vertauscht, die dann vermutlich nach der Einnahme zum Tod seiner Frau führten.

Einige Tage später stößt er überraschend auf eine Police, durch die ihm seine verstorbene Frau völlig unerwartet 2 Mio. $ vermacht. George kann den Sachverhalt zunächst nicht glauben, da Susan ihn in letzter Zeit regelrecht hasste, beugt sich dann aber seinem Schicksal und nimmt den zugesprochenen Nachlass ohne weiteren Widerspruch an. Somit wäre seine Klinik schon einmal gerettet.

Aufgrund eines anonymen Hinweises verirrt er sich eines Abends in eine Strip-Bar und trifft dort entgeistert auf die Reinkarnation seiner Frau Susan in Form der verführerischen Stripperin Monica Weston (Marisa Mell). George kann die frappierende Ähnlichkeit zu seiner verstorbenen Frau nicht fassen, da sich beide lediglich in der Augen- und Haarfarbe unterscheiden und er ist fortan von der Faszination der Stripperin Monica wie gebannt.

Doch plötzlich gerät George auch noch in das Visier der Ermittler, da diese ihn als Drahtzieher des Mordes aus Habgier an seiner Frau vermuten. Neben der Vermutung, dass er es aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten seiner heißgeliebten Klinik lediglich auf das Erbe seiner vermögenden Frau abgesehen hatte, steigt die Anzahl der belastenden Indizien, die ihn als vermeintlichen Täter weiterhin schwer belasten und lässt die Kettenlänge der Verdachtsmomente unaufhaltsam ansteigen.

George weiß auf einmal nicht mehr wie ihm geschieht und kann sich das Ganze absolut nicht mehr erklären. Panisch versucht er seine Unschuld zu beweisen, aber das Damoklesschwert über seinem Haupt scheint sich unaufhaltsam, immer weiter zu senken und die Todeszelle als Vorhof zur Gaskammer hat ihre Arme zu seiner Begrüßung schon weit geöffnet....

Was um alles in der Welt läuft hier bloß ab bzw. in welche dubiose Geschichte ist George hier herein geraten? Ist er letzt endlich tatsächlich für den Mord an seiner Frau verantwortlich oder ist er lediglich das Opfer eines perfiden Intrige? Und was hat es mit Monica Weston auf sich?
Fragen über Fragen.....


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"Nackt über Leichen" gehört neben A Lizard in a Woman's Skin und Don't Torture A Duckling zu meinen absoluten 3 Lieblings-Fulcis und kann auf allen Ebenen zur vollsten Zufriedenheit überzeugen.

Da in der Wahrnehmung der breiten Öffentlichkeit eigentlich eher die derberen Splatter- und Horror-Orgien des Maestros bekannt sind, kommt dieses eigentlich blutleere und gewaltarme Werk ein wenig ungewöhnlich daher. Aber das ist auch gleichzeitig eine der Überraschungen, da die Stärke dieses Films in seinem sehr guten und durchdachten Drehbuch, in der sehr spannend inszenierten Umsetzung und in der erstklassigen Leistung der Schauspieler liegt. Höhepunkt dieses anschaulichen Treibens ist dann das großartige Finale, welches (bei der Erstbetrachtung) mit einer gelungenen Überraschung aufwartet und somit unvergessen bleibt.

Die Erzählweise und dazugehörige Filmatmosphäre kommt recht Hitchcock-like daher und die gesamte Inszenierung ist durchgehend in sehr hübschen und ansprechenden Bildern abfotografiert.

Marisa Mell legt hier in ihrer Doppelrolle der einerseits schwerkranken Ehefrau Susan und andererseits als aufreizende Stripperin Monica eine erstklassige Darbietung an den Tag, die man auch so schnell nicht wieder vergisst (insbesondere die Eröffnungsszene der Monica Weston ;) ).

Die Filmmusik stammt dieses Mal aus der Score-Schmiede Riz Ortolanis und wird in einem sehr jazzigen Sound-Gewand präsentiert. Das Ganze wurde dann auf den Filmverlauf bezogen ziemlich passgenau angefertigt und enthält zahlreiche recht interessante Kompositionen.

Lucio Fulci wird sehr häufig unterstellt, dass die in seinen Filmen gezeigten Beziehungsgeflechte in den meisten Fällen auf einer gestörten Natur beruhen und diese Tatsache kann bei "Nackt über Leichen" auch nicht ganz abgeleugnet werden. Glückliche Beziehungen sucht man hier vergebens. ;)
Sehr positiv empfand ich auch die Tatsache, dass Lucio Fulci gegen Ende des Films mit einem ganz klaren Statement gegen die Willkür der Todesstrafe Stellung aufwartet.


Ein ganz großes, spannendes und wohl sehr von Hitchcock inspiriertes Meisterwerk Fulcis, verpackt in einem sehr ansehnlichen Giallo-Gewand. Ganz großes Kino :good:



ps: Der versprochene Teil von "die vielen Gesichter der Marisa Mell" folgt dann noch im Laufe des Abends.... ;)


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Trailer:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Score:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com



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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 24.01.2015 16:38 
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Richie Pistilli hat geschrieben:
Der versprochene Teil von "die vielen Gesichter der Marisa Mell" folgt dann noch im Laufe des Abends.... ;)

Einverstanden, das Sahnehäubchen zum Schluss.
Obwohl ich die Bebilderung ja auswendig kenne, empfinde ich trotzdem eine eigenartige Spannung! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 24.01.2015 20:34 
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Die übrig gebliebenen Mell-Schnappschüsse sind jetzt nichts besonderes, brauchen aber auch nicht auf der Festplatte zu versauern ;)

Teil 3 der Reihe:

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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 24.01.2015 21:05 
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Erneut eine sehr schöne Auswahl. Bild
Komischerweise hat mir Marisa Mell mit blondem Haar nie besonders zugesagt, diese Show allerdings schon.


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 24.01.2015 23:09 
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Also ich finde, dass MM in blond auch sehr schön ist. Ganz besonders toll sehen ihre Haare in "Danger Diabolik" aus. Könnte mich aber nicht entscheiden welche Haarfarbe am besten zu ihr passt. ;)

Danke für die hübsche Galerie @Richie

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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 25.01.2015 19:07 
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Marisa Mell   Jean Sorel   Elsa Martinelli   in

NACKT ÜBER LEICHEN

● UNA SULL'ALTRA / PERVERSION STORY / UNA HISTORIA PERVERSA (I|F|E|1969)
mit Alberto de Mendoza, John Ireland, Riccardo Cucciolla, Bill Vanders, Franco Balducci, John Douglas sowie Jean Sobieski und als Gast Faith Domergue
eine Produktion der Empire Films | Les Productions Jacques Roitfeld | Trébol Films C.C. | im Verleih der Cinerama Filmgesellschaft
ein Film von Lucio Fulci


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»Sag mir was du willst und ich sag dir ob ichs mach!«


Die Ehe des umstrittenen Arztes Dr. George Dumurrier (Jean Sorel) neigt sich dem Ende zu. Er und seine Geliebte, die Fotografin Jane (Elsa Martinelli) wünschen sich insgeheim, dass Georges Frau Susan (Marisa Mell) nicht existierte. Nach dem plötzlichen Tod der an Asthma erkrankten Susan, hinterlässt sie George eine sehr hohe Versicherungssumme, die wie gerufen kommt, da der Doktor in finanziellen Problemen mit seiner Privatklinik steckt. In einem Nachtclub lernt Dr. Dumurrier die Stripperin Monica Weston (Marisa Mell) kennen, die seiner verstorbenen Frau zum verwechseln ähnlich sieht und er fühlt sich von der aufreizenden Prostituierten magisch angezogen. Der Kontakt gestaltet sich enger, denn George möchte herausfinden, ob es sich nicht doch um seine Frau Susan handelt. Nach kürzester Zeit ergeben und verdichten sich jedoch Verdachtsmomente eines möglichen, bis ins kleinste Detail geplanten Mordes, so dass Polizei und Versicherungsgesellschaft misstrauisch werden und Ermittlungen anstellen. Dr. Dumurrier gerät unter Mordverdacht und die Beweise erscheinen erdrückend zu sein. Wird er seine Unschuld beweisen können, will man ihn vernichten oder steckt er tatsächlich selbst hinter diesem teuflischen Komplott..?



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Nicht nur bei Marisa Mell, sondern auch in der Filmografie von Lucio Fulci wird "Nackt über Leichen" als Klassiker gehandelt und man bekommt es für das Produktionsjahr 1969 mit einem sehr unkonventionellen Beitrag zu tun, der seinen gehobenen Status zurecht besitzt. Die Regie stellte hier seine Kompetenz, genügend Spannung zu erzeugen, und diese bis zum letzten Moment aufrecht zu erhalten, sehr nachhaltig unter Beweis. Die Konstruktion der Geschichte erweist sich trotz einiger Unwahrscheinlichkeiten als sehr dicht, die Atmosphäre rund um San Francisco ist mit ihren vielen wunderschönen Bildern sehr professionell in Szene gesetzt worden, die musikalische Abstimmung reißt in jeder Minute mit und als Sahnehäubchen offenbart sich schließlich die Besetzung, die hier auf höchstem Niveau unterhalten kann. Gut gelungen sind die Kreationen der einzelnen Charaktere, die anscheinend alle etwas zu verbergen haben, Sympathiepunkte werden nur spärlich vergeben, ein dubioser Kreis an Verdächtigen nimmt den Zuschauer mit auf eine Gratwanderung zwischen Misstrauen und Erkenntnis, die Überraschungen bringen, und konspirative Machenschaften aufdecken wird. Insgesamt bringt der Verlauf einige sehr interessante Verstrickungen, oder besser gesagt Querverbindungen durch einige Genres zu Stande, die den geneigten Zuschauerkreis bedeutend erweitern. Ausgesprochen nachhaltig geprägt wird der Verlauf von einer bemerkenswerten Besetzung, die mitunter in Zustände der Begeisterung versetzen wird.

Marisa Mell be-und entkleidet eine Doppelrolle, die wohl ihre überzeugendste geworden ist. Hier tat man sehr gut daran, die Unterschiede nicht nur anhand der Optik herauszuarbeiten, die beiden Frauen Susan und Monica ähneln sich zwar augenscheinlich sehr, könnten jedoch unterschiedlicher nicht sein. Susan Dumurrier ist neurotisch und quält ihren Ehemann mit Verachtung, heckt anscheinend täglich neue Allüren aus. Sie entzieht sich ihm vollkommen und nur ihrer Schwester Martha gewährt sie einen engen Kontakt. Die kurzen Zusammentreffen zwischen Susan und George verdeutlichen das eisige Verhältnis der beiden, Vorwürfe treffen auf Desinteresse, es herrscht nichts als Konfrontation und womöglich bereits Hass. Marisa Mell wurde für ihre Rollen bemerkenswert in Etappen zu Recht gemacht. Die brünette Susan mit den tiefen Augenringen und dem unscheinbaren Ensemble, die bei Streitereien mit ihrem Mann in massive Atemnot gerät, da sie unter schwerem Asthma leidet, ist zunächst ebenso überzeugend, wie wenig später als Leiche. Als ihre Doppelgängerin Monica Weston hingegen, darf sie schließlich alle Register ziehen. Als Stripperin Monica legt Marisa Mell in ihrem Club direkt einen ihrer zahlreichen Karriere-Strips hin, unddieser dürfte aber der legendärste von allen sein. Überhaupt fällt diese Dame nicht nur durch ihre unterschiedliche Erscheinung ins Auge, sondern vor allem durch ihre offenherzige und laszive Art im Umgang mit potenzieller Kundschaft. Oft darf sie betonen, dass ihre Kontaktfreudigkeit eigentlich nur von angemessener Bezahlung abhängig sei, wenig später wird sich George auch mit ihr treffen. In diesem Film sieht man Marisa Mell jedenfalls an, dass sie mit Motivation, großer Spiellaune und Spaß bei der Sache war.



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Bei "Nackt über Leichen" darf man sich daher nicht nur fragen, was dieser Film ohne die atemberaubende Darbietung vonMarisa Mell geworden wäre, sondern man kann es auch auf die weitere Besetzung anwenden. Jean Sorel spielt von Anfang bis Ende sehr überzeugend. Geroge Dumurrier ist zu jeder Maßnahme bereit, um sich und seine Klinik, zwecks Gerüchten um angebliche Herztransplantationen, ins Gerede zu bringen. Er scheint ein Playboy im Ärztekittel zu sein und genießt das Leben (noch) in vollen Zügen. Sorel wird hier nicht als der strahlende Superheld gezeichnet, er scheint einiges auf dem Kerbholz zu haben, wirkt meistens sogar ziemlich labil, oft sogar naiv. Im Umgang mit seinen Partnerinnen erscheint er egoistisch und rücksichtslos zu sein, er wirkt eitel und unterschwellig arrogant, bis Monica Weston seinen Weg kreuzt. Plötzlich sieht man Zweifel, ungläubige, verwirrte Blicke und sentimentale Verirrungen. Elsa Martinelli als seine knabenhafte Geliebte Jane fällt optisch gesehen neben Marisa Mell deutlich ab, sie gibt ihrer Person aber am meisten Tiefe und Geradlinigkeit. Neben George erscheint sie sehr ernst und nachdenklich, es machen sich Tendenzen der Resignation bemerkbar, da sie sich im Klaren darüber zu sein scheint, immer nur die zweite Wahl zu sein. Eine gehemmte Person im Privaten, die nur im Beruf als delegierende Fotografin aus sich herauskommen kann. Im Besonderen sind noch die Leistungen von Alberto de Mendoza als Henry Dumurrier und die frühere Hollywood-Ikone Faith Domergue als Schwester von Susan hervorzuheben.

Lucio Fulci inszenierte mit "Nackt über Leichen" einen soliden und überzeugenden Triller, der neben den Schauspielern durch seine Optik und seine Experimentierfreudigkeit heraussticht. Die Kameraarbeit ist hervorragend und detailbewusst, für damalige Verhältnisse dürften die eingefügten Split-Screens und Zooms nicht gerade alltäglich gewesen sein. Die Kamera integriert den Zuschauer sehr intensiv in die Szenerie, oft hat man das Gefühl, man könne die Akteure berühren und dieses innocent-bystander-Prinzip wirkt keinesfalls aufdringlich, sondern wirklich sehr aufregend. Die dosierte bin vereinnahmende Prise Erotik bekommt diesem Film erstaunlich gut, die Szenen zwischen Jean Sorel, Marisa Mell und Elsa Martinelli zeigen einen sehr hohen Anspruch in Richtung ästhetischer Ansprüche, es scheint so, als habe man neben Jean Sorel einfach jede Schauspielerin stellen können. Wenn insgesamt und vor allem bei den pikanten Szenen die wandlungsfähige, jazzlastige Musik von Riz Ortolani ertönt, kann man nicht mehr anders, als nur noch gebannt zuschauen. "Nackt über Leichen" ist durchweg eine Hommage an die Optik und an die Schönheit als Ganzes geworden, und dabei verzichtete man beinahe vollkommen auf reißerische Elemente als mögliche Verstärker. Dieser Film ist ohne jeden Zweifel einer von Lucio Fulcis besten Beiträgen geworden, dem Marisa Mell den letzten, beziehungsweise einen bedeutenden Schliff gegeben hat. Ein Pflichtprogramm, das viele Genreelemente lückenlos vereint hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 25.01.2015 19:30 
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Ein ganz dickes Lob für diese wunderschön verfasste Rezension :schilder_008: :hutheben:


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 25.01.2015 19:39 
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Oh, ich danke dir, aber in dieser Beziehung ergänzen wir uns doch dann prächtig! ;)
Habe mir deine Screenshots übrigens vorher nicht mehr angeschaut. Gute Trefferquote, gell? :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 26.01.2015 19:15 
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Nicht schlecht :D

Da besteht wohl auch ein recht hoher Übereinstimmungsgrad hinsichtlich der letzt endlichen Bildauswahl ;)

Halte das übrigens so ähnlich und schaue mir im Voraus keine konkreten Berichte bzw. die Bildauswahl der bereits bestehenden Beiträge an, sondern überfliege lediglich kurz den Thread nach bis dato (noch) unbekannten Infos zum Film (z.B. zu Schnittfassungen, zu Hintergründen beim Dreh oder zu anderweitigen produktionstechnischen Kuriositäten)
Der Rest wird dann im Anschluss gewürdigt... ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 12.02.2015 21:10 
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Zuletzt geändert von Mater Videorum am 03.12.2015 16:43, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 12.02.2015 21:45 
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Mater Videorum hat geschrieben:
Absoluter Top-Früh-Giallo und für mich auf einer Stufe mit DUCKLING und LIZARD (...die Noten können da leider nicht mithalten).
Sensationeller Cast mit Marisa, Elsa und Jean - nicht zu vergessen, die tolle ortolanische Klanguntermalung...hach...und schon hat sich ein Film wieder ein paar Etagen höher gespielt, danke Lucio!


:jc_doubleup:

Seh ich auch so. Fulci ist mittlerweile mein Lieblingsgialloregisseur.

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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 18.04.2016 12:01 
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Produktionsland: Frankreich, Italien und Spanien
Produktion: Edmondo Amati und Maurizio Amati
Erscheinungsjahr: 1969
Regie: Lucio Fulci
Drehbuch: Lucio Fulci, Roberto Gianviti und José Luis Martínez Mollá
Kamera: Alejandro Ulloa
Schnitt: Ornella Micheli
Spezialeffekte: Giuseppe Banchelli
Budget: ca. ESP 27.731.770 (Spanien)
Musik: Riz Ortolani
Länge: ca. 94 min
Freigabe: ungeprüfft


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Dr. Geroge Dumurrier erbt, nach dem Tod seiner Frau (Susan Dumurrier), eine hohe Versicherungssumme. Natürlich nimmt man ihm die Überraschung (über das Erbe) nicht ab und spekuliert, dass der „Weißkittel“ selbst nachgeholfen hat. Dumurriers Kontakt(e) zu der Stripperin Monica Weston (die Susan Dumurrier sehr ähnelt) stützen die Verdachtsmomente. Die Polizei lässt Susan Dumurriers Leichnam exhumieren und stellt fest, dass die Frau vergiftet wurde. Für Dr. Geroge Dumurrier wird die Lage sehr kritisch, und die Gaskammer ist bereits für ihn vorbereitet…

NACKT ÜBER LEICHEN ist ein gelungener „Giallo-Thriller“ von Lucio Fulci. Ein Film der von stylischen Kills und schwarzen Handschuhen absieht. Für die Freunde von Fulcis „Goreattacken“ gibt es hier nichts zu holen. NACKT ÜBER LEICHEN ist ein stiller und spannender Film der ohne Härten auskommt. Das Prinzip, das Publikum mit einem kniffligen Rätseln zu versorgen - funktioniert sehr gut. Der aufmerksame Rezipient wird gut eingebunden und macht sich auf die Suche nach der Lösung. Die Charaktere werden eher oberflächlich vorgestellt. Allerdings ausreichend - um sich ein ebenfalls ausreichendes Bild der Charaktere zu machen.

Marisa Mell gibt die ominöse Stripperin Monica Weston. Ihr erster Auftritt präsentiert einen Striptease auf einem Motorrad. Die Szene hat was. Fernab von Schmuddel wirkt die Frau extrem erotisch. Aus meiner Sicht sind wohl nur ganz wenige Frauentypen in der Lage eine solche Show zu bieten. Die einzige die mir auf Anhieb einfällt ist Soledad Miranda. Soledad hatte nämlich eine ähnliche, extrem faszinierende Aura zu bieten. Sehr schockierend wirkt (auf mich, immer wieder) Marisas blondes Haupthaar. Ich finde die Frau ist ein Prototyp für dunkles Haar. Blond steht ihr einfach nicht – gleiches würde natürlich für Soledad gelten.

Neben Marisa Mell gelingt es auch Elsa Martinelli sehr ansprechend zu wirken. Ihr Part ist zwar recht dürftig ausgelegt, allerdings nutzt sie den Spielraum - mit ihrer optischen Präsenz - sehr gut aus. Der Hauptpart des Dr. Geroge Dumurrier wird von Jean Sorel ebenfalls souverän verkörpert.

Die Musik von Riz Ortolani gestaltet sich als recht umfangreich. Neben Giallountypischen Klangmustern wird man mit einer Musik konfrontiert die mit Sitarklängen untermauert wurden. Ein Schema, das durchaus an Franco, Hübler und Schwab (welchen Film meine ich wohl?) erinnern kann. Diese spezielle Musik begleitet eine hervorragend gefilmte Szene in einem Fotostudio. Optisch und akustisch eine ganz feine Sache.

NACKT ÜBER LEICHEN bietet ein spannendes Rätsel mit einer – ich sage mal – erwarteten Wendung. Der Film kann seine Spannung trotzdem (bis zum Schluss) aufrechterhalten.

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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 18.04.2016 12:21 
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sid.vicious hat geschrieben:
Sehr schockierend wirkt (auf mich, immer wieder) Marisas blondes Haupthaar. Ich finde die Frau ist ein Prototyp für dunkles Haar. Blond steht ihr einfach nicht

Genau so geht es mir auch, mit blondem Haar sehe ich sie nicht so gerne, auch wenn dieser Kniff hier ja absolut erforderlich war.

Ansonsten volle Zustimmung zu dem was Du schreibst. Ein Film mit alternativer Spannung, den man sich immer wieder anschauen kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 18.04.2016 13:16 
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Aber nein, Marisa Mell steht der blonde Schopf sehr gut.
In "Danger: Diabolik" trägt sie doch auch blond und sieht damit hinreißend aus. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 18.04.2016 13:24 
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sid.vicious hat geschrieben:
Sehr schockierend wirkt (auf mich, immer wieder) Marisas blondes Haupthaar. Ich finde die Frau ist ein Prototyp für dunkles Haar. Blond steht ihr einfach nicht.

Dann komme ich jetzt mal mit einer Gegenmeinung daher...
Natürlich waren die blonden Haare für mich auch eine Überraschung, aber eine durchaus positive!
Auf mich wirken die blonden Haare als erfrischende Abwechslung.
Und nicht nur das, nein, es passt auch zum ganzen Stil des Films sehr gut, finde ich.
Vor allem in ihrer Strip-Szene - die Bude ist sowieso so bunt eingerichtet, wie es für die 60er schon fast nicht mehr besser geht und dann noch sie mit blonden Haaren dazu - hach...
Also meiner Meinung nach passt das schon.


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 23.01.2017 15:31 
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Ist das wirklich eine große Hartbox?
Das schaut mir nämlich irgendwie ziemlich nach Mediabook aus - oder täusche ich mich da?


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 23.01.2017 15:36 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Ist das wirklich eine große Hartbox?
Das schaut mir nämlich irgendwie ziemlich nach Mediabook aus - oder täusche ich mich da?


das sieht man doch ;) Großer Buchboxen-Giallo-Banner, Hartboxen Rückenummer an der Seite, ...


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 Betreff des Beitrags: Re: NACKT ÜBER LEICHEN - Lucio Fulci
BeitragVerfasst: 05.06.2017 21:11 
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"Nackt über/unter/neben Leichen" hab ich ja zuletzt vor bestimmt 10 Jahren noch von VHS gesehen, und so erwies sich das Wiedersehen als freudiges Ereignis, bei dem Lutschi Flutschi erneut zeigte, was für gute Filme er ablieferte, bevor er zum Splatter-Papst mutierte.

NuL gewinnt neben seiner Darstellern natürlich durch die Tatsache, dass hier tatsächlich vor Ort in San Francisco gedreht wurde. Positiv ist natürlich auch zu erwähnen, dass der Film zunächst voll in die Erotikkiste greift (gepriesen sei Marisa Mell!), um dann aufgrund eines wahrhaft teuflischen Plans zum Gefängnisdrama zu mutieren. Die Auflösung wirkt dabei etwas aufgesetzt, aber sei's drum. Dieser Film ist wiederholtes Ansehen wert!

Ach ja, Helm erst absetzen, wenn das Motorrad zum Stillstand gekommen ist. :mrgreen:

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Moin, George! ;)

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