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 Betreff des Beitrags: LA POLIZIA BRANCOLA NEL BUIO - Helia Colombo
BeitragVerfasst: 23.07.2016 11:06 
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La polizia brancola nel buio (IT)
The Police Are Blundering in the Dark


IT / TUR 1975


R: Helia Colombo (Elio Palumbo Pasquale)
D: Joseph Arkim, Francisco Cortéz, Richard Fielding, Danny P. Gerzog, Gabriella Giorgelli, Robert Trewords, Elena Veronese, Halina Zalewska, Sonny Crowell, Daiana Murpy, Margaret Rose Keil, Erika Fisher, Giorgio Dolfin, Stefano Oppedisano, Giuseppe Colombo


Score: Aldo Saitto

Italo-Cinema.de

OFDb



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Ein unbekannter Killer treibt in einem idyllischen Provinzstreifen der Toskana sein Unwesen, wobei er bereits vier ortsansässigen Fotomodellen jeweils ein One-Way-Ticket in die Ewigkeit spendierte. So kommt es eines verregneten Abends dazu, dass eine weitere Blitzlichtgewitterziege aufgrund einer hinterhältigen Autopanne in einer nahe gelegenen Spelunke Unterschlupf für eine Nacht suchen muss, diese dann aber am nächsten Morgen nicht wieder lebend verlässt. Als ihr langjähriger Bekannter Giorgio D'Amato (Joseph Arkim) am nächsten Tag nur noch ihr verlassenes Auto vorfindet, schwant diesem bereits böses. Aufgrund einer vorgefundenen Notiz im Terminplaner der verschwundenen Vorführdame begibt sich Gigolo D'Amato zu einer abgelegenen Villa am Rande der Stadt, da es sich hierbei augenscheinlich um den letzten bekannten Aufenthaltsort seiner verschwundenen Bekannten handeln soll. Die Bewohner der Villa erscheinen ihm zunächst allesamt höchst verdächtig, da theoretisch jeder der Anwesenden ein potenzieller Mörder darstellen könnte. Nachdem ihm vom Familienoberhaupt das gastfreundliche Angebot zur Übernachtung auf dem Anwesen unterbreitet wurde, nimmt er dieses ohne auch nur mit der Wimper zu zucken an und beginnt daraufhin den Anwesenden nach und nach auf den Zahn zu fühlen.

Wird es ihm gelingen, den geheimnisvollen Killer unter den Anwesenden der „Villa Eleonora“ ausfindig zu machen?



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Bei LA POLIZIA BRANCOLA NEL BUIO handelt es sich um ein völlig unfassbares Genreprodukt, welches in türkisch-italienischer Zusammenarbeit sprichwörtlich zusammengebastelt wurde und somit vornehmlich in Bodensatznähe des gelblastigen Thrillergenres zu verorten ist. Low Budget an allen Ecken und Enden sozusagen. Hinzu gesellen sich völlig sinnbefreite Dialoge, eine willenlose Kameraführung, sporadisch eingerichtete Drehkulissen, zahlreiche Schmuddelleien, die völlig abgedrehte Idee einer gedankenabfotografierenden Maschinerie und durchwegs exaltierte Persönlichkeiten. Bei den beteiligten Darstellern handelt es sich außerdem größtenteils um Einwegdarsteller, die lediglich für diese eine Filmproduktion vor eine Kamera treten durften. Daher war es auch so gut wie unmöglich, die entsprechenden Namen den zu verkörpernden Rollencharakteren zuzuordnen, da von den meisten Beteiligten noch nicht einmal ein Bild ihrer selbst im Internet vorzufinden ist. Hinzu kommt, dass der Hauptprotagonist Joseph Arkim oftmals als Namenssynomym für Cüneyt Arkin angegeben wird, was augenscheinlich aber überhaupt nicht stimmt. Dieser verkörpert in der vorliegenden Schmierenkomödie den unbändigen Frauenschwarm, Journalisten und Freizeitdetektiven Giorgio D'Amato, welcher sich während seiner selbstauferlegten Ermittlungsarbeit vor Angeboten lüsterner Damen kaum retten kann. Dann gibt es aber auch noch das an einen Rollstuhl gefesselte Familienoberhaupt Edmundo Parissi, der neben einer stattlich ausgeprägten Impotenz auch noch eine selbst entwickelte Apparatur vorweisen kann, mit der er schließlich das menschliche Seelenleben samt den dazugehörigen Gedankenschwämmen abfotografiert. Dabei kommt es dann auch zu einem der unbeschreiblichen Höhepunkte dieser wahnwitzigen Inszenierung, nämlich Edmundos willenloses herumschrauben an der selbst entworfenen Apparatur, bei dem ihm augenscheinlich das volle Potenzial seines Wahns ins Gesicht geschrieben steht. Hinzu gesellen sich völlig abgedrehte Synthie-Sound-Attacken aus einer analogen Moog-Maschine, die den Zuschauer dabei gleichfalls in den Wahnsinn treiben. Ansonsten mischen bei diesem bunten Treiben auch noch eine sexuell frustrierte Ehefrau (Halina Zalewska), eine gegen ihren Willen in der Villa gefangen gehaltene Nichte (Elena Veronese), ein blumen-, weib- und weinliebender Hausarzt, ein undurchsichtiger Hausdiener, eine leichtfrivole Dienstmagd (Gabriella Giorgelli) und zahlreich barbusige Mordopfer munter mit.



Eine ausführlichere Vorstellung dieser ultrakostengünstigen Rutschpartie steht wie immer auf ITALO-CINEMA.DE zur Verfügung



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Zuletzt geändert von Richie Pistilli am 24.07.2016 08:58, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: LA POLIZIA BRANCOLA NEL BUIO - Helia Colombo
BeitragVerfasst: 23.07.2016 12:48 
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Herrlich! Genau mein Ding! :D
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 Betreff des Beitrags: Re: LA POLIZIA BRANCOLA NEL BUIO - Helia Colombo
BeitragVerfasst: 24.07.2016 07:32 
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....liest sich doch wunderbar :P ...... Camera Obscura, bitte übernehmen... ernsthaft !!! :ugeek:

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 Betreff des Beitrags: Re: LA POLIZIA BRANCOLA NEL BUIO - Helia Colombo
BeitragVerfasst: 24.07.2016 07:53 
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So den muß ich mir nochmal anschauen. Kann mich kaum an den erinnern.

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 Betreff des Beitrags: Re: LA POLIZIA BRANCOLA NEL BUIO - Helia Colombo
BeitragVerfasst: 24.07.2016 11:01 
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trebanator hat geschrieben:
....liest sich doch wunderbar :P ...... Camera Obscura, bitte übernehmen... ernsthaft !!! :ugeek:


Das wäre ein Traum! Ob Camera Obscura auch an solche Sleazebomben herangehen?

Dieser und dann noch mein ewig gewünschter "Das Rattennest" von Roberto Bianchi Montero wären doch schöne Projekte.

Vielleicht lesen Sie ja den Thread. CO schlagt zu!!! :D


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 Betreff des Beitrags: Re: LA POLIZIA BRANCOLA NEL BUIO - Helia Colombo
BeitragVerfasst: 25.07.2016 16:37 
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Trash hat geschrieben:
So den muß ich mir nochmal anschauen. Kann mich kaum an den erinnern.


Das wundert mich jetzt ein wenig, da diese absurde Gurke aufgrund ihrer unfassbaren Kuriositäten und Unterirdigkeiten eigentlich unvergesslich bleiben müsste :D Bin daher schon schwer auf Dein Feedback gespannt ;)

Matze5878 hat geschrieben:
Herrlich! Genau mein Ding! :D
Hoffentlich kriegt man den mal zu Gesicht.


Habe noch einmal etwas genauer im Internet recherchiert und dabei festgestellt, dass der Film wohl tatsächlich bereits 1973 unter dem glorreichen Arbeitstitel "Der Garten der Salate" ("Il giardino delle lattughe" - bitte korrigiert mich, falls ich hier Bockmist verzapfe) fertig gestellt wurde :lol:

Offiziell scheint er dann erst 1975 unter seinem regulären Titel veröffentlicht worden zu sein, wobei er aber schon kurz darauf wieder völlig in der Versenkung verschwand. Woher letztendlich die weltweit kursierende Kopie herrührt, konnte ich leider nicht nachvollziehen. Offiziell scheint kein adäquates Quellmaterial bekannt zu sein. Diversen Vermutungen nach, müsste es sich hierbei um eine Kopie einer (privaten?) Super 8 Vorlage handeln :unknown:

Vielleicht können die alteingesessenen Giallonerds mehr dazu sagen, da ich schwer davon ausgehe, dass einige von Euch leibhaftig mitbekamen, wie und wann diese digitale Kopie in Umlauf kam (bzw. woher sie überhaupt stammt) ?



ps: In der prächtigen Giallo-Komplettliste (unter Buchstabe "P") ist er auch noch weiterhin ohne Releaseangabe aufgeführt :?


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 Betreff des Beitrags: Re: LA POLIZIA BRANCOLA NEL BUIO - Helia Colombo
BeitragVerfasst: 02.10.2017 13:37 
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Was macht man an einem freien Tag? Genau... Man sieht sich den wohl billigsten Giallo in der Sammlung in bescheidener Quali im Original mit Untertitel an. :D
Was für eine Bombe! Bitte lasst mal irgendjemanden auf der Welt dieses Ding in ordentlicher Qualität auf uns loslassen!!!
Man muss es gesehen haben! 8-)


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 Betreff des Beitrags: Re: LA POLIZIA BRANCOLA NEL BUIO - Helia Colombo
BeitragVerfasst: 10.10.2017 17:36 
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Das Unfassbare ist, das sämtliche männliche Darsteller sich hinter seltsamen Pseudonymen verstecken und auch von den größten Experten nicht identifiziert werden konnten. Auch der Hauptdarsteller nicht. Da die Darsteller im Vorspann alphabetisch genannt werden, ist auch überhaupt nicht gesagt, dass "Joseph Arkim" den Giorgio spielt. Englisch scheint auch nicht die Spezialität der Verantwortlichen gewesen sein, anders sind Pseudonyme wie "Richard Trewords" oder - mein Favorit - "Daiana Murpy" nicht zu erklären.
Ja, eine absolute Arschbombe einer ungekannten Dimension, die unbedingt nochmal ausgegraben werden sollte.


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 Betreff des Beitrags: Re: LA POLIZIA BRANCOLA NEL BUIO - Helia Colombo
BeitragVerfasst: 10.10.2017 18:14 
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Der Hexer hat geschrieben:
Das Unfassbare ist, das sämtliche männliche Darsteller sich hinter seltsamen Pseudonymen verstecken und auch von den größten Experten nicht identifiziert werden konnten. Auch der Hauptdarsteller nicht. Da die Darsteller im Vorspann alphabetisch genannt werden, ist auch überhaupt nicht gesagt, dass "Joseph Arkim" den Giorgio spielt.


Eine sehr interessanter Sachverhalt, der mir bis dato auch überhaupt nicht bewusst war. Wahrscheinlich handelt es sich bei sämtlichen der männlichen Schauspieler um ausschließlich unbekannte Einwegdarsteller, die sich dann auch noch hinter ihren merkwürdig klingenden Pseudonymen verstecken ;)

Es wäre einfach nur super, wenn zu solch raren Filmperlen mehr Hintergrundinformationen bestehen würden....


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