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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 12.02.2011 23:25 
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OT: Tentacoli (1977)

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Seltsame Todesfälle in der Küstenregion Kaliforniens geben Behörden sowie Ozean-Experten Rätsel auf. Stehen die Aktivitäten einer bösen Tunnelbau-Gesellschaft wohlmöglich im Zusammenhang mit den Vorfällen oder treibt ein unbekanntes Monster aus den Tiefen des Meeres sein Unwesen?

Uff! Wo akute Ereignislosigkeit herrscht, da ist Langeweile meist nicht weit. Normalerweise hab ich ja nichts gegen gediegene Beschaulichkeit, zumal wenn sie in jeder Einstellung so schön den Zeitgeist der 70er atmet, aber was zu viel ist, ist zu viel! Einige der Angriffsmanöver sind nicht schlecht umgesetzt, speziell bei den Szenen rund um die Segel-Regatta (natürlich keine gute Idee, wenn gerade ein Riesenkrake die Gewässer unsicher macht!) kann dann auch endlich Stelvio Cipriani mit teilweise schon bekannten, aber immerhin effektiv wiederverwendeten Stücken älterer Scores auftrumpfen. Ansonsten kann man die Lichtblicke jedoch mit der Lupe suchen und das obwohl mit John Huston und Henry Fonda doch sogar richtig Starpower an Bord ist. Ob für diese beiden Herren schon 90% des Budgets draufgegangen sind und es deshalb im Showdown nur noch für unspektakuläres Unterwasser-Gekröse und -Gefauche im Halbdunkeln gereicht hat? Ich weiß es nicht, sicher bin ich mir nur, dass dieser Streifen nicht der große Wurf war. Übrigens ist auch der wahrscheinlich voluminöseste Darsteller des ital. Genre-Kinos, Franco Diogene, wieder mit am Start - der Arme wird getriezt, er solle doch um abzunehmen mal ein bisschen Schwimmen gehen (again, not a good idea!). Weiterhin konnte ich mir auch ein Schmunzeln nicht verkneifen, als der eine Typ seine beiden handzahmen Killerwale auf den Krake abrichtet.

Trotz alledem fürchte ich, hier brauchen selbst eingefleischte Tierhorror-Fans (zu denen ich mich nicht unbedingt zähle) eine große Portion Geduld.

Wer's dennoch mal probieren will, muss für die Scheibe von e-m-s nicht sonderlich tief in die Tasche greifen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 12.02.2011 23:36 
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oh oh ganz harter Tobak..


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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 12.02.2011 23:55 
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Tentacoli klingt nicht nur wie ein schlechtes Pasta-Gericht, er schmeckt auch so. Ganz mies, außer man hat eine masochistische Ader. :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 13.02.2011 00:03 
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Hatte ich mir neulich von Tele 5 aufgezeichnet....mal gucken ob ich mich rantraue.

Immerhin gibt es einige UW-Aufnahmen, das ist schonmal sehr positiv für mich.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 13.02.2011 00:35 
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Chet hat geschrieben:
Weiterhin konnte ich mir auch ein Schmunzeln nicht verkneifen, als der eine Typ seine beiden handzahmen Killerwale auf den Krake abrichtet.


Da musste ich sogar etwas lauter Lachen, als ich da mal kurz reingezapped habe auf Tele 5.

"Wir [ich zumindest] raten ab!"
Passt hier.

Absoluter Schnarcher!

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"Ein Tittchen hier, ein Fötzchen da, und die Welt sähe wieder rosiger aus." anti
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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 13.02.2011 03:55 
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Die Tele 5 Fassung lief im Gegensatz zur E-M-S DVD im original Format und mit viel besserer Bildqualität.

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"Berlin (EZ) | 10. Mai 2012 | Deutsche Fernsehzuschauer und Kinofans können aufatmen: Hamburger Studenten haben eine Software entwickelt, die Til Schweiger aus Filmen entfernt und damit eine erhebliche Qualitätssteigerung garantiert."


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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 13.02.2011 12:26 
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Ein älterer Kurzkommentar:


Der Polyp

Eine riesenhafte Krake tötet einige arme Menschlein. Der Reporter Ned Turner (John Huston) stellt Nachforschungen an, die schliesslich auch den Meeresforscher Will Gleason (Bo Hopkins) mit ins Spiel bringen. Zunächst ist nicht klar welche Art Wesen für die Vorfälle verantwortlich ist, die Gründe für die Übergriffe sind ebenfalls rätselhaft. Man vermutet Zusammenhänge mit Bauarbeiten, die unter unterhalb des Meeresgrundes zu Gange sind. Dieser Verdacht erhärtet sich nach und nach, man kommt im Laufe der Nachforschungen ebenfalls zu der Einsicht, dass eine Krake der Übeltäter ist. Doch wie soll man dem Treiben endgültig Einhalt gebieten?

Ein Beitrag zum Subgenre Tierhorror, dazu noch aus Italien und in den Siebzigern enstanden. Gleich mehrere Voraussetzungen für jede Menge Spass. Ich mag Tierhorror, ich liebe das italienische Genrekino, besonders die vielen wundervollen Filme aus den sechziger und siebziger Jahren. Dann kann doch nicht viel schief gehen? Doch, es kann!

"Tentacoli" leidet an einer Menge von Problemen. Es fehlt völlig an Spannung, an Witz, an irgendwelchen griffigen Momenten, Ecken und Kanten. So plätschert der Film brav und belanglos vor sich hin. Das Drehbuch scheint nicht sonderlich gelungen gewesen zu sein, und/oder der Regisseur hat es nicht verstanden den Stoff ansprechend umzusetzen. Ein Beispiel: Das Monster greift jede Menge Kinder an, die mit ihren kleinen Booten an einer Regatta auf dem offenen Meer teilnehmen. Die Boote kentern, an Land bricht das Entsetzen unter den Eltern aus, ein Hubschrauber warnt, Rettungsboote eilen heran, an Land warten die verzweifelten Eltern auf ihre Kinder. Hört sich dramatisch an, oder? Hier kommt es so aufregend rüber wie die Stützstrümpfe von Alice Schwarzer. Der finale Kampf mit dem Monster ist ebenfalls zum gähnen.

Nun darf man doch bitte wenigstens darauf hoffen, dass der Streifen wenigstens schön trashig und/oder unfreiwillig komisch wäre. Doch selbst dieser Wunsch wird nicht erfüllt. Zwar sind die Dialoge und Figuren sicher nicht sonderlich anspruchsvoll ausgearbeitet, aber eben auch nicht richtig bekloppt, sondern einfach nur öde und fad. Lediglich der Charakter der Schwester von Reporter Turner, von der fetten Shelley Winters dargestellt, kommt ziemlich beknackt rüber. Dabei aber leider eher nervend als lustig. Vielleicht gibt es wenigstens leckere Schnitten mit ansprechender Beballung? Fehlanzeige! Was ist mit gestandenen Fachleuten wie Huston oder Hopkins, die können doch bestimmt die Kohlen aus dem Feuer hohlen? Vergesst es! Ab und zu ist sogar Henry Fonda zu sehen. Der hat reichlich miese Laune, stellt er doch den Chef der Tunnelgräber dar, doch es reicht nur für reichlich lahmes Anblaffen anderer Langweiler.

Umpfff... Was gibt es denn auf der Habenseite zu verbuchen? Naja, der Score ist recht ansprechend, kann aber auch kaum Akzente setzen und kommt mir teilweise völlig unpassend eingesetzt vor. Die Kamera kann überwiegend überzeugen, der Schnitt teilweise auch, immerhin etwas. So ist "Der Polyp" -ich bin zwar kein Zoologe, aber seit wann gehören Kraken zur Gruppe der Polypen?- *räusper* ...so ist "Der Polyp" eine ziemliche Blindschleiche geworden. Zum absoluten Griff ins Klo möchte ich das Machwerk dennoch nicht abstempeln. Ein paar Lichtblicke sind vorhanden, die typische Siebziger Atmosphäre, die ich so sehr liebe, kommt zwar nicht richtig zur Geltung, ist aber immerhin ansatzweise spürbar.

Wer einen wirklich unterhaltsamen Beitrag zum Thema Tierrorhorror sehen möchte, dem sei das 1979er Werk "Der Fluss der Mörderkrokodile" von Sergio Martino ans Herz gelegt. Dort gibt es den immer angenehmen Claudio Cassinelli zu sehen, dem die hübsche Barbara Bach zur Seite steht. Abgerundet wird die Sause durch Eingeborene, die gegen Ende des Filmes die wilde Sau rauslassen, und den unerwünschten Touristen auf die breiten Ärsche hauen.

Da ich die Kotztüte nicht aus dem Ärmel ziehen musste, nicht eingeschlafen bin, und nur einmal zum entleeren des Katheterbeutels die Taste "Pause" auf der Fernbedienung drücken musste, bekommt die abgelaschte Gammelkrake unendlich grosszügige 4/10 zugesprochen. Mirácoli statt Tentacoli!

***

Tja, wenn selbst Das Blap™ einen Film eher langweilig findet, dann muss es sich in der Tat um eine Megagurke handeln. Also: Besser Finger weg, nur für absolute Fanatiker und Geiferlinge geeignet.

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Blap V 3.0 regaining paradise

***
Vom Ursprung her verdorben


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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 13.02.2011 13:05 
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ja stimmt! Der Film kommt nicht in die Puschen. Das hat alles so den Charakter von diesen furchtbaren N24 Dokus.
Dann doch lieber den Haifilm von Enzo Castellari gucken!


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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 13.02.2011 15:15 
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Also so schlimm fand ich den jetzt nicht.Hab ihn schon es öfteren geguckt und das immer zum Schluss.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 29.03.2011 18:51 
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Der Film ist okay. Ganz nette Tier-Horror-unterhaltung aber auf die Art von Filmen fahr' ich sowieso ab. Der Score von Stelvio Cipriani ist surreal!

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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 30.03.2011 15:40 
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Fand den Film auch ziemlich mies. Einmal anschauen reicht völlig. Glaube nicht das ich mir den Film nochmal ansehen werde. Kaum Spannung war vorhanden, da erwarte ich doch etwas mehr von einem Tierhorrorfilm.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 30.03.2011 18:40 
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Hey jetzt wo ihr es sagt, hab mir den ja auch aufgenommen..... demnächst mal sichten das Teil 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 01.04.2011 19:56 
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Ist wirklich eher so mittel. Aber mit einer Hammerbesetzung. John Huston, Shelley Winters, Henry Fonda, Claude Akins und Bo Hopkins. Die brauchten wohl alle Moneten.

Soundtrack ist geklaut aus DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER.

Ansonsten 5/10


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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 09.04.2011 20:29 
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Heute Nachmittag nach'm Kaffee nach langer Zeit mal wieder angeschaut: Kann man sich einverleiben, falls man nix besseres vor hat.
Ich hatte den aber doch iwie kurzweiliger in Erinnerung... Lustig ist daran eigentlich wirklich nur die angesammelte Schar von Alt-Hollywoodlern, die butz vergebens versuchen, dem Streifen so etwas wie internationalen Charakter zu verleihen. Übrig bleiben nur einige wenige wirklich gelungene Unterwasseraufnahmen.

Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 07.05.2011 18:53 
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Heute abend läuft das Teil wieder bei Tele 5. Dank eurem Abraten werde ich dann doch eher dem Hai im Nachbarprogramm Vorrang gewähren!


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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 08.05.2011 18:37 
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Ist der fette Typ eigentlich der gleiche fette Typ, der schon den fetten Typen in "Nude per l'assassino" spielte?
Ich hab ihn mir grade angesehen und fand ihn ganz ok!
Die Geschichte ist schön hanebüchen und der Streifen alles andere als subtil. Meilenweit von Jaws entfernt. Schade!

Tentakel sind nämlich cool!

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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 08.05.2011 19:52 
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Zombiebunker hat geschrieben:
Ist der fette Typ eigentlich der gleiche fette Typ, der schon den fetten Typen in "Nude per l'assassino" spielte?
Ich hab ihn mir grade angesehen und fand ihn ganz ok!
Die Geschichte ist schön hanebüchen und der Streifen alles andere als subtil. Meilenweit von Jaws entfernt. Schade!

Tentakel sind nämlich cool!


Jo der gleiche fette Typ ;) :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 08.05.2011 20:56 
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perception hat geschrieben:
Heute abend läuft das Teil wieder bei Tele 5. Dank eurem Abraten werde ich dann doch eher dem Hai im Nachbarprogramm Vorrang gewähren!


Da hast du aber auch keine gute Wahl getroffen.Der kam ja in einem grauenhaften Bildformat und dazu noch mit der neuen "Eddie Murphy"-Synchro. :shock:


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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 09.05.2011 10:36 
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Giuliano da Fresi hat geschrieben:
Da hast du aber auch keine gute Wahl getroffen.Der kam ja in einem grauenhaften Bildformat und dazu noch mit der neuen "Eddie Murphy"-Synchro. :shock:


Was??? Neue Synchro? Danke für den Hinweis! Ich habe mir den Film aufgezeichnet und wollte den später schauen, aber unter diesen Umständen kann ich den getrost löschen...

btw.
Zombiebunker hat geschrieben:
Tentakel sind nämlich cool!


Tentakelmonster gehören zu den coolsten Monstern überhaupt :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 07.12.2016 14:11 
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Ist es ein Hai? Ist es ein Bulle?? Nö, es ist...

Der Polyp - Die Bestie mit den Todesarmen aka Angriff aus der Tiefe
("Tentacoli" I/USA 1977, Regie: Ovidio G. Assonitis (als Oliver Hellman)

In der kalifornischen Solona Bay kommt es vermehrt zu seltsamen Todesfällen in Meeresnähe, die nicht nur die Polizei, sondern auch den alternden Journalisten Turner (John Huston) auf den Plan rufen. Turner hat die Vermutung, die Großfirma "Trojan Corp", die unter Vorsitz des von Turner angefeindeten Mr.Whitehead (Henry Fonda) vor der Küste Tiefseebohrungen vornehmen läßt. Turner möchte den Ozeanographen Gleason (Bo Hopkins) hinzuziehen, doch der kann nur noch bedingt tauchen und trainiert nun Orcas. Doch als Gleason mit Familie und Freunden in Solona Bay ankommt, wird die Situation schon kritisch: Ein gigantischer Krake ist durch die Vibrationen und Sonarwellen agressiv geworden und attackiert nun jeden Sender von Radiowellen. Dummerweise ist gerade an diesem Wochenende Juniorenregatta... (OFDb)

Auch wenn sich hier John Huston, Shelley Winters, Henry Fonda, Claude Akins und Bo Hopkins die (zweifelhafte) Ehre geben, täuscht dies nicht darüber hinweg, dass wir es hier mit einem echten Stinker zu tun haben. Inhaltlich weist dieses Plagiat von "Der weiße Hai" erstaunliche Ähnlichkeiten mit "Der weiße Hai 2" auf, der im selben Jahr entstand. Wenn der Produzent dann noch Ovidio G. Assonitis heißt, kann man puren Zufall als Begründung für diese Parallele wohl getrost ausschließen. ;-) So richtig überzeugt war Assonitis wohl selber nicht von seinen Fähigkeiten als Regisseur und verpasste sich das Pseudonym Oliver Hellman.

Leider hat Mr. Assonitis auch vier Jahre später nichts dazugelernt. So feuerte er seinen Regisseur James Cameron (-ja, DER James Cameron-) kurz vor Fertigstellung seines ähnlich gelagerten "Piranha 2 - Fliegende Killer", nur um den Film dann noch mit ein paar selbstgedrehten Szenen "aufzuwerten". Zum Glück hat er nicht den ganzen Film nochmal neu gedreht. :? James Cameron schämt sich zwar heute für "Piranha 2", aber gegen "Der Polyp" ist er Gold! ;)

Nun gut, als Trash könnte das Ganze ja immer noch ganz spaßig werden, könnte man da denken. Aber Pustekuchen! "Angriff aus der Tiefe" plätschert die meiste Zeit nur so vor sich hin und wenn dann endlich mal der Krake auftaucht, sieht man ihn nur kurz und nur sehr undeutlich. Dafür dürfen dann hysterisch herumzappelnde Mimen den "Angriff aus der Tiefe" simulieren. Mit dabei ist auch der gut beleibte Franco Diogene, den mancher auch aus Andrea Bianchis "Die Nacht der blanken Messer" kennen dürfte.

Die schöne Musik von Stevio Cipriani kennt der erfahrene Euro-Kult-Liebhaber aus Filmen ganz anderen Kalibers. Nämlich aus "Der unerbittliche Vollstrecker" und "Der Tod trägt schwarzes Leder". Dazu hat Cipiani noch etwas jauliges Electrogedudel dazukomponiert.

Und wo wir gerade bei der Musik sind... Ein derart mies gewähltes Timing für Musikuntermalung habe ich schon lange nicht mehr erlebt. :shock: So wird z. B. in einer langweiligen Dialogszene (-und davon gibt es reichlich-) dramatische Musik unterlegt, die überhaupt nicht passen will, sondern reichlich verwirrend wirkt. Im großen (hust...) Finale kommt dann die Titelmelodie von "Der Tod trägt schwarzes Leder" zum Einsatz. Und der gnadenlose Vollstecker verbreitet Angst und Schrecken im Ozean - man nennt ihn auch "Der Polyp - Die Bestie mit den Todesarmen". :lol:

Dabei würde mich mal interessieren, wie es der Krake schafft, schneller zu schwimmen, wie ein Hecht. :?

Genug gesagt - Für einen SchleFaZ-Abend mag diese Gurke vielleicht noch taugen, wer unterhaltsamen maritimen Italo-Trash sehen will, der sollte sich lieber an Enzo Castellaris "The Last Jaws - Der weiße Killer" halten. Der kann nämlich wesentlich mehr! ;-)

3/10

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PHOBOS (Trailer - deutsch)


THC statt TTIP!


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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 29.03.2017 21:25 
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Ein sehenswerter Film


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 Betreff des Beitrags: Re: DER POLYP - Ovidio G. Assonitis
BeitragVerfasst: 29.03.2017 21:53 
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Die Bots "intelligenzen"! Statt ellenlanger kyrillischer Litanei, gibt's nun "Vielen Dank" und "Ein sehenswerter Film" vom "User" asprivl zu lesen. :roll:


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