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 Betreff des Beitrags: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 01.12.2009 00:21 
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Originaltitel: Il Mulino delle Donne di Pietra
Herstellungsland: Frankreich / Italien
Erscheinungsjahr: 1960
Regie: Giorgio Ferroni
Darsteller: Pierre Brice, Scilla Gabel, Wolfgang Preiss, Robert Boehme, Dany Carrel, Marco Guglielmi u.a.

Inhalt:
Der Architekturstudent Hans (Pierre Price) will im 19.Jahrhundert eine Arbeit über ein morbides Figurenkabinett verfassen, bei dem Frauenstatuen in Todespose über ein gigantisches Mühlrad auf einer Bühne präsentiert werden. Er sucht den Besitzer Wahl auf, dessen Tochter Hans sehr zugetan ist, doch bald darauf an einer geheimnisvollen Krankheit dahinsiecht und stirbt. Als Hans die angeblich tote Elfi jedoch bald darauf lebendig wieder sieht, kommt ihm bald die Idee, daß es in dem Kabinett nicht mit rechten Dingen zugehen kann, zumal seine Freundin gerade verschwunden ist...

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 01.12.2009 15:39 
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Netter Grusek Klassiker mit einem furchtbar steif spielenden Pierre Brice.....
Na Ja , als Indianer war das ja OK aber hier .....

Trotzdem sehenswert wenn man auf Gothik Horror steht

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 01.12.2009 16:25 
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Urghs... Das erinnert mich an meine Sünden. Ich habe die DVD schon seit einer kleinen Ewigkeit hier, sie steht aber noch unberührt im Regal. Es wird Zeit...

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 01.12.2009 17:36 
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Vielleicht hat der gute Pierre den Titel einfach zu wörtlich genommen :mrgreen: , aber die Atmo des Streifens ist imo eigentlich mehr als netter Standard und mehr als einen Hingucker wert - für mich passts jedenfalls.
Hervorragende qualitative Umsetzung aus dem Hause Mondo Macabro.

Gruß, G.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 01.12.2009 18:56 
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Gerade weil der so verstaubt inszeniert ist gefällt er mir ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 02.12.2009 20:39 
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Da muss ich beast auch widersprechen. Einfach ein schöner altmodischer Grusler.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 03.12.2009 16:20 
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Also so schlecht ist er wirklich nicht. :shock:
Sicherlich keine Perle der Filmkunst, Story ist mau (war damals aber wohl innovativ :lol: ), Pierre Price als Hauptdarsteller überfordert. Aber die Settings sind nett, handwerklich sauber gemacht (die NEW DVD ist halt Qualitativ wirklich nicht gut) und die Nebendarsteller spielen alle sehr Gut. Alles in allem ein durchschnittlicher Genrefilm, kann man ansehen, muß aber nicht. Der Hype ist natürlich nicht gerechtfertigt.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 04.12.2009 15:35 
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Mir hat er auch sehr gut gefallen. Habe zwar schon bessere Filme gesehen, aber so schlecht finde ich ihn nicht. Auch die Atmo fand ich doch sehr gelungen. Na ja über PB kann man sich streiten, ich habe ihn noch nie gerne gesehen. Schon als Winnetou konnte ich mit ihm nichts anfangen. er agiert immer so hölzern.

Gruß
Bolo Yeung


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 04.12.2009 16:06 
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Das stimmt schon, nur denke ich zu seiner "edlen" Indianerrolle passt das hölzerne Spiel irgendwie noch - In anderen Filmen stört es dafür sehr ....

Allerding hat da die DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN immerhin noch den Vorteil, das die ganze Atmophähre sowiso sehr unwiklich ist (faszinierend aber unwiklich)....

Peter

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 05.12.2009 01:12 
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Ich möchte in dem Fall fast sagen: faszinierend weil unwirklich.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 11.12.2009 18:42 
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beast with a gun hat geschrieben:
das problem ist doch: er ist nicht gruselig! die geschichte ist tausendfach recycelt von augen ohne gesicht, evil face, the blood rose etc.

inszenatorisch ein griff ins klo. als ob man selbst in so einem verstaubten theater hocken würde und den laiendarstellern beim gähnen zuguckt. total überhypt das teil!


"Tausendfach recycelt" ist totaler Quatsch. "Evil Face" und "Blood Rose" waren gute 10 Jahre später. Ein Überbringer ist der Film sicher nicht, aber ein recht gelungener altmodischer Grusler. Wenn dir die Geschichte heute nicht mehr neu vorkommt, dann kannst du das einem knapp 50 Jahre alten Film nun wirklich nicht zu Vorwurf machen. Die Inszenierung ist immerhin "so gut", dass von einigen Experten mal ernsthaft diskuriert wurde, ob da nicht mal wieder heimlich Mario Bava daran mitgewerkelt hatte... ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 11.12.2009 21:59 
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Der Film besitzt für mich einen ähnlichen - zugegebenermaßen etwas angestaubten - Charme wie Bavas PLANET DER VAMPIRE, und deshalb mag ich ihn auch so gern.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 12.12.2009 19:11 
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beast with a gun hat geschrieben:
... beim recyceln von ideen geht es nicht darum wer zuerst in welcher reihenfolge dran war, sondern wer die idee besser umsetzt.


Was!? Sorry, aber das ist einfach Unsinn. Natürlich geht's darum, wer zuerst da war. Derjenige, der die Idee zuerst hatte, hat ja eben nix recycelt. Ein Zweiter und Dritter bringt vielleicht auch noch ein paar neue Wendungen ein. Nur dem 10. oder 20. Aufguss dürfte dann wohl in vielen Fällen nur noch "Recyceling" übrig bleiben.

Ist aber wohl in der Tat ein Problem, dass viele Leute, Filme zeitlich gar nicht einordnen. Wenn man etwas dazu sagen will, was über "Hat mir gefallen / nicht gefallen" hinausgeht, ist das aber schon von Nöten. Sonst kommt's dazu, dass man u.U. irendwelche stilbildenden Meisterwerke (ich meine jetzt nicht die MÜHLE ;) ) damit kommentiert: "Och, was soll daran besonderes sein? Das hat man doch alles schon viel besser gesehen..."


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 12.12.2009 21:55 
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percyparker hat geschrieben:
beast with a gun hat geschrieben:
... beim recyceln von ideen geht es nicht darum wer zuerst in welcher reihenfolge dran war, sondern wer die idee besser umsetzt.


Was!? Sorry, aber das ist einfach Unsinn. Natürlich geht's darum, wer zuerst da war. Derjenige, der die Idee zuerst hatte, hat ja eben nix recycelt. Ein Zweiter und Dritter bringt vielleicht auch noch ein paar neue Wendungen ein. Nur dem 10. oder 20. Aufguss dürfte dann wohl in vielen Fällen nur noch "Recyceling" übrig bleiben.

...


Nö, da stimme ich eher Beast with a gun zu.
Letztendlich gibts doch viele der sogenannten Ideen, auch oft schon in irgendwelchen Stummfilmen oder Literaturvorlagen, die noch viel älter sind. Da findet man also fast immer einen, der noch eher da war.

Letztendlich kommt es auf die Umsetzung an und das zu bewerten ist wie immer höchst subjektiv, was nicht heißt, dass man mit diesem Argument jede Diskussion im Keim ersticken muss.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 13.12.2009 17:49 
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Chet hat geschrieben:
Letztendlich kommt es auf die Umsetzung an und das zu bewerten ist wie immer höchst subjektiv, was nicht heißt, dass man mit diesem Argument jede Diskussion im Keim ersticken muss.


Das auf jeden Fall, aber der Vorwurf "Recyceling" bezüglich MÜHLE ist faktisch ganz einfach falsch. Ich kann auch Tod Brownings DRACULA nicht "Recyceling" vorwerfen, weil der Film ja auf Stokers Roman beruhte (genaugenommen sogar auf einer Bühnenfassung dessen) und es ja schon Murnaus NOSFERATU gab. Ob der Film nun jemandem gefällt oder nicht, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 30.12.2009 18:41 
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Ein verregneter Nachmittag wie heute ist perfekt für einen Film aus der Blütezeit des italienischen Gothic Kinos der 60-er Jahre.
Der Film bietet alles was ein schönes atmosphärisches Seherlebnis braucht; eine charismatische Dame, herrlich stimmungsvolle Sets, ein Schuß Nekrophilie, ein wenig Sadismus, einen mad scientist, tolle Musik usw.

Die Kameraführung bzw. Farbgebung in Kombination mit der nicht gerade gängigen Kulisse bzw. Drehorten machen für mich den Reiz dieses Films aus.

Ich habe mir zusätzlich zur Mondo Macabro Dvd aus den Staaten noch die NEW Dvd gekauft und habe es nicht bereut. Die deutsche Synchronisation ist dem Seh- Hörvergnügen sehr zuträglich.

Den Vorwurf eines Plagiats bzw. Klischees kann ich absolut nicht nachvollziehen, da man sich das Entstehungsjahr 1960 vor Augen führen sollte. Klar, gab es davor Franjus "Augen ohne Gesicht" und Fredas "Vampir von Notre Dame", allerdings gehört auch "Die Mühle..." zu den Prototypen dieses Genres und ich möchte ihn keinesfalls missen.

Vielleicht empfinde ich so, weil ich selber schon angestaubt bin :shock:

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 30.12.2009 19:57 
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Den muss ich mir auch noch zulegen... steht schon lange auf meiner Liste.

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 30.09.2010 00:30 
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Ein Student (Pierre Brice) reist nach Amsterdam, um eine Arbeit über die in einer Mühle ausgestellten Frauenstatuen zu verfassen. Vom Professor, dem die Mühle gehört, erhält er eher widerwillig Unterstützung, doch dessen Tochter (Scilla Gabel) fällt ihm dafür umso mehr ins Auge. Als diese kurz drauf an einer seltsamen Krankheit stirbt, wenig später jedoch wieder lebendig erscheint, beginnt er langsam an seinem Verstand zu zweifeln, denn zu diesem Zeitpunkt weiß er noch nichts von den schrecklichen Vorgängen in der Mühle...

Anfänglich hatte ich noch Zweifel, denn der Film lässt sich erstmal etwas altbacken an, was zusammen mit der betulichen Erzählweise, doch ein wenig Geduld erfordert. Die Ausstattung und die gesamte visuelle Gestaltung sind jedoch beinah in jeder Einstellung eine wahre Pracht, so dass man sich sofort an - na wen wohl? - Mario Bava erinnert fühlt. Ungefähr ab der zweiten Hälfte kommt die Geschichte dann auch endlich in Fahrt und gibt dem Film damit nochmal einen enormen Schub. Weiterhin gesellen sich zu der bis dahin eher nostalgisch-harmlosen Atmosphäre einige für die damalige Zeit erstaunlich makabre Einlagen. Und Puppen sorgen doch einfach immer wieder für schaurige Momente. Selbst das hölzerne Spiel von Pierre Brice fügt sich da recht passend in die allgemein sehr künstlich wirkende Inszenierung ein. Und da es einem bei Scilla Gabel schnell mal die Sprache verschlagen kann, fällt mir jetzt auch gar nichts mehr ein, was ich noch schreiben soll. :lol:

Insgesamt fehlt zu einem echten Meisterwerk vielleicht noch der letzte Schliff, aber als faszinierendes Kleinod ist er doch höchst-sehenswert.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 30.09.2010 01:22 
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Ich finde der Film hat Klasse , ein hervorragendes Besipiel für italienischen Gothic-Horror ... und wesentlich stimmiger als die meisten britischen Schnarchgranaten :D


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 30.09.2010 04:43 
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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 30.09.2010 12:30 
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Es gibt keine "britischen Schnachgranaten"! Ich verbitte mir solche Äusserungen! Jeder Gothic Horror Beitrag hat seine Berechtigung, egal ob aus England, Spanien, Italien oder XY stammend...

:D

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 08.10.2011 13:11 
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Ich kann diese negativen Kritiken beim besten Willen nicht nachvollziehen. Der Film ist spannend und verleiht eine schöne Gruselatmosphäre im von mir so geschätzen Gothic-Style.
Die etwas unbeholfene Art von Pierre Brice, einem der attraktivsten Schauspieler seiner Zeit, hat durchaus seinen Charme (Frauen stehen darauf) und einer Scilla Gabel kann man als Mann nur schwer widerstehen.
"Die Mühle der versteinerten Frauen" ist zwar eine Billigproduktion, aber der Film hat durchaus seinen Reiz


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 08.10.2011 18:09 
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Ein richtig schön gemachte altmodischer Grusler mit HAMMER Flair - was will man(n) mehr ;)

Wer diesen Streifen nicht gut findet, der mag auch keine alten gothischen Gruselfilme.
Und außerdem, so schlecht spielt der liebe Pierre nun auch wieder nicht.

8/10 :!: :!:


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 08.10.2011 18:24 
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find den film einfach klasse :laie_60a:
von mir gibts auch 8 von 10!

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 27.03.2012 20:11 
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Wie bereits angesprochen, der Film hat ein gewisses Flair das man aus dem Hause Hammer kennt. Nutürlich macht eine solche Atmo sehr viel Freude. Über den Winnetou sollte man sich nicht allzu sehr aufregen, dass ist halt nicht so ganz sein Metier.

7/10

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 17.07.2013 00:28 
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sid.vicious hat geschrieben:
Wie bereits angesprochen, der Film hat ein gewisses Flair das man aus dem Hause Hammer kennt. Nutürlich (sic!) macht eine solche Atmo sehr viel Freude. Über den Winnetou sollte man sich nicht allzu sehr aufregen, dass ist halt nicht so ganz sein Metier.

7/10



Also ich fand den Film auch sehr gut. Ist im Prinzip ne Mischung aus "Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts" bzw. besser gesagt " Das Kabinett des Professor Bondi" (jeweils aka "House of Wax") und "Den Tod überlistet". Die sind ebenfalls sehr empfehlenswert für diejenigen, die "Die Mühle der versteinerten Frauen" mögen!!! :)

Wer Hammerfilme und ihresgleichen (zurecht) schätzt, wird hier auch glücklich. Hat mich neben den genannten Streifen und natürlich sämtlichen Hammerfilmen auch etwas an "Die Schlangengrube und das Pendel" und "Blaubart" erinnert, letzteres aber vll. auch nur wegen dem schick-staubigen und trotzdem bunten Technicolor Outfit.

und mal ehrlich, er muss genauso "steif" gespielt werden, um dieses Flair zu erzeugen! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 17.07.2013 15:16 
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Meine erste sichtung des Filmes liegt schon etwas zurück. Ich habe auch die NEW DVD und ich meine das er mir doch sehr gefallen hat der Film.
Klar Mr. Winnetou spielt etwas hölzern aber das tut dem Film keinen Abbruch. Ein schöner Horrorklassiker...

Er verdient schon seine 7/10 ... eindeutig

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 17.07.2013 15:45 
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Scheint ja eine kleine Perle zu sein der Streifen, habe ihn mir mal vorgemerkt, wird demnächst bei der OFDb eingesackt! 8-)

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Dieser User kann die nächsten Hammer Mediabooks von Anolis kaum erwarten! :)


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 31.07.2013 12:33 
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Die Mühle der versteinerten Frauen (Italien, Frankreich 1960, Originaltitel: Il mulino delle donne di pietra)

Massenmord statt Mehl? Tod in Technicolor!

Hans van Harnim (Pierre Brice) soll Aufzeichnungen über eine ungewöhnliche Mühle anfertigen. In diesem alten Bauwerk befinden sich zahlreiche Statuen, die Ausstellung zieht immer wieder zahlreiche Besucher in die Mühle. Zwar begrüßt Mühleneigentümer Professor Gregorius Wahl (Herbert A.E. Böhme) den Neuankömmling nicht allzu herzlich, aber immerhin kann Hans sich sofort an die Arbeit machen. Liselotte (Dany Carrel) hofft auf baldige Vermählung mit ihrem Hans, ergo passt die wunderschöne Tochter Professor Wahls nicht in ihren Plan, denn offenbar zeigt sich Hans zunehmend von Elfie (Scilla Gabel) fasziniert. Tatsächlich kommen sich Hans und Elfie näher, drohendes Unheil nimmt den jungen Mann gefangen, er stürzt in einen Taumel zwischen Realität und Wahn. Welche Rolle spielt der eifersüchtige Dr. Bolem (Wolfgang Preiss), der unverhohlen um Elfies Zuneigung buhlt? Wer kann der Mühle ihr schreckliches Geheimnis entreißen, dem tödlichen Treiben endgültig Einhalt gebieten ...???

Regisseur Giorgio Ferroni beeindruckte mich nachhaltig mit dem meisterlichen Gruselstreifen "La notte dei diavoli" (Night of the devils, 1972). Zu Beginn der sechziger Jahre inszenierte er mit "Die Mühle der versteinerten Frauen" einen ebenfalls bemerkenswerten Film, von Pier Ludovico Pavoni wunderschön fotographiert. Langsam dreht sich die Spirale auf, nimmt der ruhige Erzählfluss mich mehr und mehr gefangen. In der zweiten Hälfte ziehen Tempo und Spannung deutlich an, überdies entfaltet sich die herrliche Gothic Horror Atmosphäre nun vollständig. Prächtige Ausstattung und Kulissen sorgen für Begeisterung, darüber soll aber nicht das starke Ensemble vergessen werden!

Freilich denkt beim Namen Pierre Brice jeder Leser sofort an dessen Paraderolle Winnetou, oft wird der Franzose auf seine Darbietungen im Karl May Kosmos reduziert. Schade, denn hier stellt er durchaus eindrucksvoll unter Beweis, dass er auch abseits der Pseudo-Prärie zu überzeugen vermag. Brice zeigt uns Hans van Harnim als sympathischen Jungspund, meistert auch schwierige Momente ohne Fehl und Tadel. Herbert A.E. Böhme übertreibt bei seiner Darstellung des Professor Wahl hemmungslos, seine Auftritte verleihen dem Treiben einen Hauch Theaterbühne. Wolfgang Preiss gibt den kantig-kühlen Gehilfen, heissblütig beim Anblick der von ihm verehrten Elfie. Pünktlich zum Finale bricht der Mad Scientist hervor, remember Dr. Mabuse? Großartig die Auseinandersetzung zwischen Wahl und Bolem, gezeichnet von gegenseitiger Verachtung, Zorn und blankem Hass! Gothic Horror, da dürfen schöne Frauen nicht fehlen! Welche Dame setzt sich hier in der Disziplin Schönste der Schönen durch? Ich bin noch unentschlossen, tendiere zu Liana Orfei (in einer Nebenrolle zu sehen). Beeindruckend Scilla Gabel, viel mehr als lediglich hübsches Beiwerk, sie zeigt uns Elfie nicht nur als leidendes Schätzchen, packt mich vor allem mit erschreckend psychotischen und kaltherzigen Auswüchsen. Für Dany Carrel bleibt dementgegen nur der Part des braven Liebchens, obschon gefesselt zu reizvollen Einblicken gezwungen.

Vielleicht kommt "Die Mühle der versteinerten Frauen" auf den ersten Blick etwas unscheinbar daher. Lässt man sich allerdings wirklich auf den Film ein, winkt ein prächtiges Gothic Grusel Erlebnis als prächtige Belohnung. Stilsicher gewählte Kulissen/Ausstattung, grandiose Kameraarbeit, punktgenaue Inszenierung und ein starkes Ensemble, wohlige Gruselschauer runden das feurige Finale ab. Ein Film für Einsteiger oder Fortgeschrittene? Ein Werk für aufmerksame Einsteiger und erfahrene Genießer!

NEW präsentiert uns eine brauchbare DVD, diverse Sprachoptionen und eine überschaubare Dosis Bonusmaterial stehen zur Verfügung. Ursprünglich wurden drei unterschiedliche Motive ausgeliefert, verteilt auf zwei kleine und eine große Hartbox. Wer sich nach einer anderen Ausgabe umschauen möchte, sollte auf dem internationalen Markt Alternativen (ohne deutsche Synchronisation) finden.

7/10 (gut)


Lieblingszitat:

"Hier sind die Damen schon öfter in Ohnmacht gefallen. Das kenne ich."

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN - Giorgio Ferroni
BeitragVerfasst: 06.11.2014 23:00 
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DIE MÜHLE DER VERSTEINERTEN FRAUEN / IL MULINO DELLE DONNE DI PIETRA (1960)

mit Scilla Gabel, Pierre Brice, Wolfgang Preiss, Dany Carrel, Liana Orfei, Marco Guglielmi und Herbert A.E. Böhme
eine Produktion der C.E.C. Films | Faro Film | Explorer Film | Galatea Film | Wanguard Film | im Atlas Filmverleih
ein Film von Giorgio Ferroni


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»Wer ist die gefesselte Frau da?«


Der junge Kunst-Student Hans van Harnim (Pierre Brice) reist nach Amsterdam um dort in einer alten Mühle über die Arbeit des Bildhauers namens Professor Gregorius Wahl (Herbert A.E. Böhme) zu recherchieren. Dieser Ort bietet eine bizarre Attraktion: Angetrieben durch das Windrad, läuft im Inneren eine Drehbühne für interessierte und sensationslustige Zuschauer, die historische Figuren in Ketten und am Galgen zeigt. Doch die unheimliche Mühle birgt noch weitere Geheimnisse wie zum Beispiel die rätselhafte Tochter des Professors, Elfie (Scilla Gabel), die sich in Hans verliebt und der ihr wie von einem Zwang getrieben verfällt. Elfie wird von ihrem Vater und seinem undurchsichtigen Assistenten Dr. Bohlem (Wolfgang Preiss) vollkommen von der Außenwelt abgeschirmt. Da der Student die merkwürdige Situation nicht ordnen kann, Elfie sich in immer stärkere Gefühle hineinsteigert und Hans bedrängt, beschließt er, sie zu verlassen und sich zu seiner Jugendliebe Liselotte (Dany Carrel) zu bekennen. Die Zurückgewiesene, die unter einer rätselhaften Krankheit leidet, wird hysterisch und erleidet einen schweren Anfall. Sie stirbt. Erschrocken und von Schuldgefühlen geplagt will er am folgenden Tag den Professor über die schrecklichen Tatsachen aufklären, doch es geschieht etwas Unfassbares: Elfie steht plötzlich wieder sehr lebendig vor ihm. Hat Hans den Verstand verloren oder hat er nur geträumt? Welches düstere Geheimnis wird die Mühle noch ans Tageslicht bringen...?

Diese französisch-italienische Co-Produktion aus dem Jahre 1960 genießt vielenorts einen gewissen Kultstatus und transportiert eine erstaunlich dichte und noch mehr beunruhigende Atmosphäre. Elemente aus Gothic-Horror, Science-Fiction und klassischem, aus heutiger Sicht sogar eher konservativem Grusel, gestalten eine überaus morbide und vollkommen überzeugende Grundstimmung, die diesen Film von Giorgio Ferroni zu einem kleinen Geheimtipp werden lässt. Sicherlich kommt einem die Geschichte letztlich irgendwie bereits bekannt vor, denn sie fand dem Empfinden nach Verwendung in etlichen zuvor und danach entstandenen Filmen, dennoch steht "Die Mühle der versteinerten Frauen" grundsolide auf eigenen Beinen und bietet insbesondere für damalige Verhältnisse einige ungewöhnlich intensiv dargestellte Schockmomente und Schauwerte. Besondere Akzente werden mit einer hervorragenden Bildgestaltung im Rahmen von intensiven Kameraeinstellungen gesetzt, außerdem besitzt der Film eine permanent spürbare Stringenz, so dass man nicht nur auf einen packenden Verlauf, sondern auch auf ein ebenso stark umgesetztes Finale blicken kann. Außerdem ist eine gewisse Tragik in der Geschichte aufzuspüren, die dem Verlauf einen sehr guten Schliff gibt und ihn daher wesentlich greifbarer macht. Des Weiteren versammelt der Ferronis Arbeit eine recht unorthodox zusammen gestellte Besetzung, die zunächst beinahe befremdlich wirkt, aber mit präzisen Zeichnungen und kruden Färbungen überzeugende Arbeit leistet.

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Pierre Brice kann hier einmal fernab der Rolle seines Lebens bestaunt werden und er macht seine Sache überdurchschnittlich gut. Er kreiert eine ernste Figur und arbeitet die innere Zerrissenheit beachtlich heraus. Darstellerisch gesehen und für die Verhältnisse des Franzosen bekommt man eine erstaunlich prägnante Interpretation geboten, die schon irgendwie überrascht, wenn nicht sogar beeindruckt. Hans ist hin- und hergerissen zwischen unschuldiger Anmut und zwanghafter Verführung, die Ereignisse reißen ihn in einen Strudel zwischen Traum und Wirklichkeit. Dany Carrel spielt seine leicht naive und bürgerliche Freundin weitgehend unscheinbar und muss sich den anderen Darstellungen unterordnen, bildet jedoch einen notwendigen Kontrast zu Elfie und wird Spiegel des Wahns von Hans, außerdem Magnet für die tödliche Gefahr. Wolfgang Preiss als Dr. Bohlem hatte hier leider kaum Möglichkeiten, aus seiner dubiosen Figur viel herauszuholen, seine Rolle ist im Gesamtgeschehen zwar nicht unwichtig, vermittelt aber nicht im genügenden Ausmaß die latente Gefahr, die von ihm ausgehen soll. Das Kabinettstückchen dieses Szenarios liefert ganz eindeutig Herbert A.E. Böhme, der mit einer beinahe teuflischen Aura glänzen kann. Professor Wahl ist durch und durch beunruhigend und verkörpert eine bedrohliche Präsenz. Die beeindruckendste Leistung zeigt jedoch die schöne Italienerin Scilla Gabel, die damals als aufsteigender europäischer Star gehandelt wurde. Ihre Erscheinung wird dem Titel der Produktion zusätzlich gerecht, sie wirkt selbst wie eine der Puppen aus dem Gruselkabinett der Mühle. Mit ihrem maskenhaften, fast leblosen und emotionslosen Gesicht scheint ihr Wesen ebenso versteinert zu sein, sie vereint Unschuld und Verführung sehr nachhaltig. Ihre Auftritte wirken einerseits sehr gespenstisch, andererseits aber auch anziehend und bleiben wenig greifbar, denn sie baut eine hohe Distanz auf. Die Schauspiel-Kolleginnen verlieren neben Scilla Gabel somit deutlich an Farbe und vor allem an Reiz.

"Die Mühle der versteinerten Frauen" vermittelt vielleicht nicht die höchste Glaubwürdigkeit, aber es handelt sich dabei um ein düsteres Märchen, das darüber hinaus sehr eingängig und geradlinig umgesetzt wurde. Ausgestattet mit einem klaren Aufbau, offeriert das Szenario für die damalige Zeit sehr ausgefallene Bilder, die den einen oder anderen Zuschauer schon schockiert haben dürften. Wie es wohl üblich ist, wurde die Produktion von der Kritik in der Luft zerrissen, beispielsweise mit Aussagen wie »Entartungsprodukt kranker Fantasie« oder »Gruselfilm übelster Sorte«. Geschenkt! Die Gruseleffekte erscheinen heute natürlich etwas angestaubt zu sein, doch muss man hier die über 50 vergangenen Jahre berücksichtigen, so dass man schon wieder sagen kann, dass für damalige Verhältnisse ungewöhnliche Register gezogen wurden. Neben der positiv auffallenden Besetzung gibt es viele weitere Vorzüge. Der gewählte Ort des Geschehens bekommt durch die Grusel-Mühle ein sonderbares, wenn auch überzeugendes Flair, im Inneren wirkt alles geheimnisvoll und düster, die skurrilen Personen tun das Übrige dazu. Ständig hat man das Gefühl, dass etwas Unheilvolles passieren wird, gewürzt wird der Verlauf schließlich mit einigen Schock-Passagen. Auch die Außenaufnahmen sind mit der charakteristischen Mühlenlandschaft sehr gelungen, die Effekte weisen eine optimale Dosierung auf. Musikalisch begleitet wurde das ganze von Komponist Carlo Innocenzi, der ein gutes Gespür für Spannungsförderung und Abstimmung bewieist. Im Finale wird es dann schließlich richtig heiß hergehen, obwohl die Frage bestehen bleibt, ob es aus heutiger Sicht eher amüsiert oder das Fürchten lehrt. Für mich hat "Die Mühle der versteinerten Frauen" schon etwas beinahe Herausragendes und Fesselndes an sich gehabt und wirkt mit seinen vielleicht nicht gerade imposanten Mitteln durchaus extravagant. Ein rundum gelungenes Experiment!


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