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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 04.09.2014 17:38 
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ugo-piazza hat geschrieben:
die Gottesanbeterin-Geschichte geht ja überhaupt nicht. Und die Verwandlungsszenen sind auch einfach grottig.


Ich bin ja ebenfalls der Ansicht, das sich Argento hierbei zumindest diese Szenerie hätte echt schenken können. Der Fliegenschwarm war so eine gewisse Schmerzgrenze bei mir.

Aber man sollte den Film als Ganzes nun nicht unbedingt daran messen. Es ist im grunde eine eher kurze Sequenz und dann ist sie auch schon wieder vorbei. Leih ihn Dir doch einfach mal aus,...mußt ihn ja nicht gleich kaufen :) Und das T. Kretschmann nun mal kein Christopher Lee, kein Udo Kier, kein Klaus Kinski und auch kein Gary Oldmann ist,...sollte/muß jedem vorher irgendwie bewußt sein. Wenn man das mal einfach ausklammert, dann funktioniert der Film schon irgendwie. So hab ich das zumindest schon im Vorfeld gemacht und bin mit eh keinen großen Erwartungen an den Film heran gegangen, weil mir klar war, das man hier eh gewisse Abstriche machen muß :)

Die Trailer finde ich übrigens alle nicht so gelungen,...auch die, die auf der DVD mit drauf sind. :shock:

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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 04.09.2014 18:11 
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Ich möchte diese crazy Gottesanbeterin nicht mehr missen. Entweder es gefällt oder es gefällt eben nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 04.09.2014 18:22 
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Argento muss sowieso sein, Scheibe ist bestellt. Werde mir -obwohl ich kein Freund davon bin- auch die 3D-Fassung anschauen. Bin gespannt ...

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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 04.09.2014 20:50 
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italo hat geschrieben:
Ich möchte diese crazy Gottesanbeterin nicht mehr missen. Entweder es gefällt oder es gefällt eben nicht.


Habe den Film ja (immer noch) nicht gesehen, aber vielleicht hilft einem das hier auf die Sprünge, was Argento sich (abgesehen von seinem evtl. Insektenfaible) dabei gedacht haben mag:

Zitat:
Die Gottesanbeterin hat in der Mythologie mit ihren aufälligen Verhalten schon in frühster Zeit bei Menschen Neugier erregt und Anlass zu den verschiedesten Fabeln gemacht; meist wurden sie in der typischen Lauerstellung mit den angezogenen Fangbeinen dargestellt. Diese Haltung erinnert an die Bethaltung des Menschen und hat dem Insekt den Namen Gottesanbeterin eingebracht. Der Wissenschaftliche Name Mantis ist aus dem Griechischen und heißt, Prophet, Wahrsager, der Tänzer oder auch der Göttliche.
Sie wurden auch schon als blutrünstige Geister bekannt und mit der Hekate, der Göttin der Magie verbunden. Nachts verwandeln sie sich zu wunderschönen Mädchen, die junge Männer verführen, um sie dann anschließend zu verspeisen.

Hekate war in der griechischen Mythologie die Göttin der Zauberkunst, der Nekromantie, des Spuks und der Wegkreuzungen. Dies wurde sie durch ihre frühere Aufgabe als Göttin der Schwellen und Übergänge und Wächterin der Tore zwischen den Welten.

In dem alten Ägypten wurde die Gottesanbeterin als Begleiter der Toten in einer ausgehöhlten Bronzefigur, in Bandartige Leinen, ähnlich einer Mumie gewickelt.


Eine Gottesanbeterin als Tiergestalt eines Vampirs zu nehmen hat doch was. Mal was anderes als die ewig gleichen Wölfe und Fledermäuse.

@Italo: Respekt vor Deinem missionarischen Eifer in allen Foren! Ich selbst finde Non ho sonno ja eher mau, kann einem DYLH oder Card Player deutlich mehr abgewinnen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 04.09.2014 20:55 
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schizzzo hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
Ich möchte diese crazy Gottesanbeterin nicht mehr missen. Entweder es gefällt oder es gefällt eben nicht.


Habe den Film ja (immer noch) nicht gesehen, aber vielleicht hilft einem das hier auf die Sprünge, was Argento sich (abgesehen von seinem evtl. Insektenfaible) dabei gedacht haben mag:

Zitat:
Die Gottesanbeterin hat in der Mythologie mit ihren aufälligen Verhalten schon in frühster Zeit bei Menschen Neugier erregt und Anlass zu den verschiedesten Fabeln gemacht; meist wurden sie in der typischen Lauerstellung mit den angezogenen Fangbeinen dargestellt. Diese Haltung erinnert an die Bethaltung des Menschen und hat dem Insekt den Namen Gottesanbeterin eingebracht. Der Wissenschaftliche Name Mantis ist aus dem Griechischen und heißt, Prophet, Wahrsager, der Tänzer oder auch der Göttliche.
Sie wurden auch schon als blutrünstige Geister bekannt und mit der Hekate, der Göttin der Magie verbunden. Nachts verwandeln sie sich zu wunderschönen Mädchen, die junge Männer verführen, um sie dann anschließend zu verspeisen.

Hekate war in der griechischen Mythologie die Göttin der Zauberkunst, der Nekromantie, des Spuks und der Wegkreuzungen. Dies wurde sie durch ihre frühere Aufgabe als Göttin der Schwellen und Übergänge und Wächterin der Tore zwischen den Welten.

In dem alten Ägypten wurde die Gottesanbeterin als Begleiter der Toten in einer ausgehöhlten Bronzefigur, in Bandartige Leinen, ähnlich einer Mumie gewickelt.


Ich meine, das wäre irgendwo im Bonusmaterial zur Sprache gekommen? Ich denke man muss Argento einfach seine strange Welt lassen. Vielleicht mag ich genau das an ihm.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 04.09.2014 21:00 
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Leute ihr und euer Dracula 3D, haha ein echt kultiger Thread mittlerweile. Alleine um mittreden zu können muss ich mir den Film wohl doch noch gönnen!
:lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 04.09.2014 21:58 
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reggie hat geschrieben:
Alleine um mittreden zu können muss ich mir den Film wohl doch noch gönnen!

Nachdem ich den Film heute gesehen habe, halte ich gönnen eigentlich für das falsche Wort.
Zumuten triffts da schon eher! :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 04.09.2014 22:39 
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reggie hat geschrieben:
Leute ihr und euer Dracula 3D, haha ein echt kultiger Thread mittlerweile. Alleine um mittreden zu können muss ich mir den Film wohl doch noch gönnen!
:lol:



Glaub mir, Du wirst schon deine Freude daran haben. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 07.09.2014 15:17 
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Gerade begutachtet und ...hmmm...ich bin zwiegespalten. Einerseits gefallen mir Atmo, Score und Locations ziemlich gut, auf der anderen Seite ist das CGI (mit wenigen Ausnahmen) eine Frechheit, die Schauspieler schlecht gecastet (ich liebe Thomas Kretschmann, aber wtf ist das? Beim ersten Auftritt Kretsches dachte ich wirklich für nen Moment "Ist Lex Barker auferstanden?") und die Story aus etlichen Vampirverfilmungen zusammengeklaut.

Bewertung gibt es keine, da ich den Film erst noch ein bisschen im Hirn ordnen muss.

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Eric Carr 1950 - 1991

Only the good die young


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 07.09.2014 15:23 
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italo hat geschrieben:
schizzzo hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
Ich möchte diese crazy Gottesanbeterin nicht mehr missen. Entweder es gefällt oder es gefällt eben nicht.


Habe den Film ja (immer noch) nicht gesehen, aber vielleicht hilft einem das hier auf die Sprünge, was Argento sich (abgesehen von seinem evtl. Insektenfaible) dabei gedacht haben mag:

Zitat:
Die Gottesanbeterin hat in der Mythologie mit ihren aufälligen Verhalten schon in frühster Zeit bei Menschen Neugier erregt und Anlass zu den verschiedesten Fabeln gemacht; meist wurden sie in der typischen Lauerstellung mit den angezogenen Fangbeinen dargestellt. Diese Haltung erinnert an die Bethaltung des Menschen und hat dem Insekt den Namen Gottesanbeterin eingebracht. Der Wissenschaftliche Name Mantis ist aus dem Griechischen und heißt, Prophet, Wahrsager, der Tänzer oder auch der Göttliche.
Sie wurden auch schon als blutrünstige Geister bekannt und mit der Hekate, der Göttin der Magie verbunden. Nachts verwandeln sie sich zu wunderschönen Mädchen, die junge Männer verführen, um sie dann anschließend zu verspeisen.

Hekate war in der griechischen Mythologie die Göttin der Zauberkunst, der Nekromantie, des Spuks und der Wegkreuzungen. Dies wurde sie durch ihre frühere Aufgabe als Göttin der Schwellen und Übergänge und Wächterin der Tore zwischen den Welten.

In dem alten Ägypten wurde die Gottesanbeterin als Begleiter der Toten in einer ausgehöhlten Bronzefigur, in Bandartige Leinen, ähnlich einer Mumie gewickelt.


Ich meine, das wäre irgendwo im Bonusmaterial zur Sprache gekommen? Ich denke man muss Argento einfach seine strange Welt lassen. Vielleicht mag ich genau das an ihm.


Es ist aber auch gut möglich, dass die Idee von einem der der anderen Drehbuchautoren stammte.

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Suche:

DER NAME DER ROSE (ARD-HDTV-Fassung), FASSBINDER COLLECTION (Limited Edition/Arrow),

EIN LEBEN FÜR DEN TOD, DIE SUPERSCHNÜFFLER, HOOVER-ICH BIN DER BOSS, EIN DRECKIGER HAUFEN,

BATTLES WITHOUT HONOR AND HUMANITY (The Complete Collection/Arrow), DEEP SPACE (F. O. Ray),

DIE HÖLLENHUNDE (1970) , UNTERNEHMEN STAATSGEWALT, QUEIMADA (TV-Fassung),

IN DIE ENGE GETRIEBEN, OUT OF THE BLUE, JOHNNY MNEMONIC (Turbine).


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 07.09.2014 17:34 
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Dario Argento's Dracula
Dracula 3D
Frankreich/Italien/Spanien 2012
Regie: Dario Argento
Thomas Kretschmann, Asia Argento, Rutger Hauer, Marta Gastini, Unax Ugalde, Morgane Slemp, Miriam Giovanelli, Maira Cristina Heller


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*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Dario Argento habe ich vor einigen Monaten mit TENEBRAE kennengelernt und beschlossen sein Werk im Lauf der Zeit komplett zu sammeln. (Zwar habe ich vor ungefähr 20 Jahren mal INFERNO (glaube ich) gesehen, aber ausser einem Bilderrausch und viel Blut ist da nicht viel in Erinnerung geblieben.) Und da ich nunmal dem Giallo erheblich näher stehe als dem Horror, habe ich fast ausschliesslich a) Giallo-Argentos b) aus neuerer Zeit da stehen:

  • DIE NEUNSCHWÄNZIGE KATZE - Passt. Ich liebe ihn nicht, aber er ist ordentlich und spannend und krankt (bei mir) eigentlich nur an Detective Lieutenant Stone ... :oops:
  • VIER FLIEGEN AUF GRAUEM SAMT - Ziemlich geniales Stückchen Kino. Seit diesem Film möchte ich mal nach Turin fahren
  • TENEBRAE - Wie erwähnt die Initialzündung und ein Meisterwerk in vielerlei Hinsicht
  • TWO EVIL EYES - Die kleine, schmutzige, gemeine Episode mit Harvey Keitel halte ich für äußerst gelungen, aus ganz genau diesen Gründen
  • TRAUMA - Asia reisst es raus. Die Effekte sind einigermaßen OmeinGott, aber die Story konnte mich ausgesprochen gut unterhalten und war der Beginn einer ernsthaften Liebesbeziehung zu Asia
  • DAS STENDHAL-SYNDROM - Bis jetzt(!) mein Lieblings-Argento. Hallo ist der Film böse und genial. Wie Argento hier mit den zeitlichen und geografischen Ebenen spielt, die Effekte des Stendhal-Syndroms umgesetzt werden, und natürlich der grauenhaft böse Thomas Kretschmann - Nur genial!!
  • SLEEPLESS - Wenn ich beim Schreiben schon aufstehen und nachschauen muss um was es da ging ... Nett, aber nicht mehr
  • THE CARD-PLAYER - Mal abgesehen von dem reichlich lächerlichen Schluss ebenfalls ganz nett

Was ich damit eigentlich sagen will ist, dass ich im Horror-Bereich keinerlei Möglichkeit habe DRACULA mit den älteren Meisterwerken zu vergleichen, gleichzeitig aber auch den neueren Filmen (also nach 1990) durchaus positiv gegenüber stehe. Mir ist klar, dass Argento immer an seinem Frühwerk gemessen werden wird. Das ist ungefähr so, wie wenn man Hitchcock vorwerfen würde in den 50er Jahren Farbe verwendet zu haben, wo doch die 39 Stufen in s/w sooooo genial waren. Aber ich glaube diesen Fehler nicht zu begehen. Ich versuche es zumindest ...

Nun also Dracula, die x-te Verfilmung eines x-mal durchgekauten Stoffes. Argento muss sich hier nicht nur an seinem eigenen Frühwerk messen lassen sondern auch zusätzlich noch an einigen Meisterwerken der Filmgeschichte: James Whale, Hammer, Werner Herzog, … Da hätte er schon einiges auffahren und ein erheblich besseres Budget haben müssen um hier mitzuhalten. Vielleicht hätte es aber auch einfach nur eine liebevollere Regie getan.
Gut, das Drehbuch war eigentlich in Ordnung. Die Grundzüge der Geschichte stehen sowieso fest, und die Idee, die gesamte Handlung in das Dorf zu verlegen, kamen dem Budget und der erzählerischen Linie durchaus entgegen. Architektonisch orientiert an alten italienischen Bauernhäusern (gedreht wurde u.a. im Piemont) wirkt das altertümliche und leicht verfallene sehr atmosphärisch und dicht. Zumindest würde ich diesen Satz so gerne schreiben, jedoch: die katastrophale Ausleuchtung und die Verwendung eines offensichtlich falschen Filmmaterials (ich bin da kein Experte) zeitigen eine Videospiel-Optik zum Davonrennen. Zu Beginn des Films habe ich längere Zeit mit den Einstellungen des Fernsehers gespielt (sogar die 3D-Optik habe ich ausprobiert), aber es half nichts: Der Film sieht immer aus wie ein 3D-Filmchen im Internet, eines von den billigen und belanglosen. Wäre Argento mit der Helligkeit runter, hätte mit den Schatten gespielt, hätte seine berühmten Kamerafahrten durch ein Dorf der Düsternis und des Bösen veranstaltet, das Ergebnis wäre erstklassig ausgefallen. Aber so war mir nie wirklich klar, ob der Hintergrund gerade unter minimalstem Einsatz von Zeit und Aufwand am Computer entstanden ist, oder einfach nur Scheiße ausgeleuchtet und gefilmt ist. Einige Szenen, etwa wenn die Mutter versucht aus dem Ort zu entkommen, wirken vom filmischen Standpunkt wie das Werk eines Filmstudenten, der gerade billiges Videomaterial günstig erstanden hat.
Die Optik hat Argento dabei durchaus noch drauf: Wenn van Helsing den Pfaffen in der Kirche einlädt auf seinen Kreuzzug mitzukommen, ist die Perspektive von schräg oben geschickt gewählt – Einmal aus der Sicht des Kruzifix, aber auch aus der (möglichen) Sicht eines Insekts das im Auftrag seines Meisters an der Wand hängt. Dracula im Verlies Renfields, die Kamerafahrt durch die Bibliothek – Ja, er kann es noch! Bitte mehr davon …!

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Mir ist klar, dass auch ein Dario Argento heute Probleme hat Geld für seine Filme zu bekommen. Die letzten Filme waren alle keine so großen Erfolge mehr, der US-amerikanische Film-Moloch umklammert die gesamte Welt mit seinen Big-Budget-alles-muss-explodieren-Filmen, und die paar Hanswurste, denen beim Film Schnittstakkato und Action-Showdown zuwider sind, die bringen nicht genügend Geld in die Kasse. Umso erfreulicher ist es, dass überhaupt Geld zur Verfügung steht, und dass damit nicht die ganz großen Schauspieler ins Boot geholt werden können ist klar. Asia spielt bei ihrem Vater wahrscheinlich mit Verwandtenrabatt, und ist gigantisch gut wie immer. Eigentlich wird sie, je älter sie wird, immer besser, und selbst ihre relativ kurze Screentime ist (auch ohne die wundervolle Badeszene) Belohung pur. Thomas Kretschmann ist keiner der ganz großen Superstars, hat bereits mit Argento gedreht, und ist wahrscheinlich schlicht und ergreifend bezahlbar. Hinzu kommt, dass er im STENDHAL-SYNDROM das personifizierte Böse war, und ich vermute mal schwer, dass dies auch der Grund für Argentos Wahl war. Als Serienmörder und –vergewaltiger ist er böse, abgrundtief böse, aber als Dracula sehr gehemmt und irgendwie nicht wirklich böse. Als ob ihm die ganze Zeit klar ist mit welchen Schauspielern er zwangsläufig verglichen wird, und ihn diese Vorstellung demotiviert hat. Seine ersten Szenen haben mir noch gefallen (die Ankunft Harkers im Schloss, das Abendessen, die Besichtigung der Bibliothek), aber irgendwann, spätestens mit dem Massaker im Wirtshaus, hätte ich ein wenig mehr Präsenz erwartet. Die kleine Flamme, auf der Kretschmann da köchelt, zieht zumindest mich nicht in ihren Bann. Die anderen Schauspieler sind zum Teil sehr gut gewählt (die Dörfler sind starke Typen mit einprägsamen Charaktären, Rutger Hauer macht seine Sache durchaus gut, wenngleich auch etwas müde), zum Teil ordentlich (Marta Gastini schlägt sich als Mina sehr gut und hat nur das Problem, dass sie gegen die Präsenz Asia Argentos einfach keine Chance hat), zum Teil fragwürdig (in der OFDB lerne ich gerade, dass ich Unax Ugalde, den Darsteller des Jonathan Harker, in bereits 3 Filmen gesehen habe, ohne dass jegliche Erinnerung an ihn existiert. Entweder ich schaue zu viele Filme an, oder er schafft es nicht einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen …).

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... und wenn Du auf die Idee kommst hier aufzuräumen - Mein Sarg wird nicht benutzt

Und bei dem Thema Geld fallen mir dann auch irgendwann die Effekte auf. Sicher, in Italien sitzt nun mal nicht das große Effekt-KnowHow wie in Hollywood, aber warum müssen denn dann auf Teufel komm raus solche Effekte integriert werden, wenn sie dann so mäßig wirken? So viele gute Filme der letzten 20 Jahre zeigen, dass auch ohne CGIs gutes (Genre-) Kino gemacht werden kann, oder ist das der Einfluss Quentin Tarantinos, dass gewollt billig wirkende Effekte Kultstaus bekommen? Die Wirtshausszene zeigt doch ganz deutlich, dass a) Argento immer noch dynamische Szenen hinbekommt die b) hervorragende Effekte haben, auch ohne ganz offensichtliche CGIs. Somit störe ich mich nicht an der Gottesanbeterin an sich (nette Idee), sondern an deren Umsetzung. Oder alternativ wird auf den 3D-Hype verzichtet und das Geld lieber einem guten CGI-Studio gegeben. Aber so, Entschuldigung Signore Argento, so ist das nichts ganzes und nichts halbes, sondern wirkt wie der Versuch, neue Zuschauerschichten zu bekommen durch Einsatz moderner Technik, der aber scheitern muss weil man die Technik von vor 10 Jahren verwendet.

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Bleibt für mich die Frage übrig, was sich der Regisseur dabei gedacht haben mag, wie er diesen Film begonnen hat. Dachte er sich, dass er mit der bekannten und beliebten Geschichte um Dracula schnelles Geld verdienen kann? Dass er neue Akzente im Bereich Special Effects setzen kann und seine Namen somit bekannter macht? Ich meine, was ist die Intention eines Regisseurs (und Drehbuchautors), einen Film zu beginnen? Er möchte eine Geschichte erzählen, und er hat einen großen Teil des fertigen Films vor Augen und möchte diese Vision zum Leben erwecken. Ob ihm dies gelungen ist? Asia Argento sagt im Interview zu SCARLET DIVA, dass sie sehr sehr froh sei, dass sie ihre Vision dieses Films zu 75% umsetzen konnte, und dass sie bei 50% nicht glücklich gewesen wäre. Mich würde ganz ernsthaft interessieren, wie diese Rate bei Dario Argento und DRACULA ausfällt. Ist das Ergebnis wirklich das was er wollte? Oder ist die Summe der Kompromisse größer geworden als seine ursprüngliche Vorstellung?

Leider bleiben nur magere 5 von 10 Knoblauchzehen übrig, für mich als Zuschauer ist das Ergebnis nicht wirklich überzeugend. Zu wenig Stimmung und zu viele störende Computereffekte ergeben ein Bild, mit dem zumindest ich nichts anfangen kann. Aber, versprochen Signore Argento, beim nächsten Mal bin ich wieder dabei! Und wenn es wirklich der Sandmann wird, dann wünsche ich mir (trotz anderer Quellenlage) auf jeden Fall Neil Gaiman als Art Director …

5/10

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 07.09.2014 19:09 
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@Schmutziger Maulwurf
Du hast aber die 2D Version auf der 3D Scheibe gesehen oder?
Ich finde die Optik sieht ganz und gar nicht billig aus. Ich hatte diesen Eindruck aber anfänglich auch, weil ich die defekte 2D only Variante im Player hatte und da der Schwarzwert vergeigt wurde.
Meiner Meinung nach ist der Film sogar Top ausgeleuchtet aber ich muß zugeben, das er sehr hell aufgenommen, bzw. die Szenen sehr stak ausgeleuchtet wurden.

Frage an die 3D Experten:
Argento hat den Film sehr hell gedreht. Könnte das vielleicht mit der 3D Technik zusammen hängen? Braucht man da vielleicht mehr Licht? Ich kenne mich damit gar nicht aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 07.09.2014 19:19 
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Ich habe tatsächlich die 2D-Version auf der 3D-BR gesehen. Die kurzen Ausflüge in die 3D-Optik, mit denen konnte ich gar nichts anfangen. Da bin ich glaube ich zu alt für.

italo hat geschrieben:
Meiner Meinung nach ist der Film sogar Top ausgeleuchtet aber ich muß zugeben, das er sehr hell aufgenommen, bzw. die Szenen sehr stak ausgeleuchtet wurden.

Frage an die 3D Experten:
Argento hat den Film sehr hell gedreht. Könnte das vielleicht mit der 3D Technik zusammen hängen? Braucht man da vielleicht mehr Licht? Ich kenne mich damit gar nicht aus.
Ebendiese Ausleuchtung stört mich, sie lässt die Hintergründe künstlich wirken. Was bei den Bildern von Steinhilber und Kendlbacher ganz gut funktioniert, eben WEIL es Fotos sind, funktioniert nach meinem Gefühl bei einem atmosphärisch-gruseligem Film nicht mehr, nämlich das Sichtbarmachen des Hintergrundes. Die meisten Horrorfilme sind darum so effektiv, weil sie nicht alles zeigen, sondern weil das Grauen aus dem Dunkel kommt.
Aber Dein Hinweis mit dem mehr Licht für 3D-Produktionen hat was für sich. Womit sich wieder die Frage nach dem Warum stellt ...

_________________
Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


Zuletzt geändert von Schmutziger_Maulwurf am 07.09.2014 19:20, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 07.09.2014 19:20 
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Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
Leider bleiben nur magere 5 von 10 Knoblauchzehen übrig, für mich als Zuschauer ist das Ergebnis nicht wirklich überzeugend. Zu wenig Stimmung und zu viele störende Computereffekte ergeben ein Bild, mit dem zumindest ich nichts anfangen kann. Aber, versprochen Signore Argento, beim nächsten Mal bin ich wieder dabei! Und wenn es wirklich der Sandmann wird, dann wünsche ich mir (trotz anderer Quellenlage) auf jeden Fall Neil Gaiman als Art Director …5/10

Danke für deine ausführliche Einschätzung, die den Film bislang am deutlichsten und vor allem am treffendsten beschreibt. Sehr schön beschrieben! Die Punktevergabe ist nach dieser sachlichen Auseinandersetzung nachvollziehbar und versöhnlich, für meine Begriffe allerdings noch viel zu hoch. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 07.09.2014 19:29 
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@Prisma: Vielen Dank für das Lob! 5 von 10 bedeutet bei mir "Nicht so gut, aber mit 'Momenten'". Und das trifft es ziemlich gut ...

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Die Umschreibung Neuentdeckung [...] ist natürlich nur eine äußerst persönliche Färbung, denn es handelt sich um ein Spektakel innerhalb der ganz eigenen Filmwelt. Die Suche nach Input, nach Neuem, und die Offenherzigkeit gegenüber Genres und Filmen jeder Art, führen mich immer wieder zu solchen Etappen, und auch wenn sich dieser Kreis niemals schließen wird, er erfährt mitunter durchaus erfreuliche Erweiterungen. (Prisma)


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 07.09.2014 19:39 
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Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
5 von 10 bedeutet bei mir "Nicht so gut, aber mit 'Momenten'".

Ach so, das kommt der Sache dann tatsächlich ziemlich nahe.
Da ich ja keine Punkte vergebe, sind mir die Einschätzungen oft nicht ganz klar. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 07.09.2014 19:50 
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Schmutziger_Maulwurf hat geschrieben:
Ich habe tatsächlich die 2D-Version auf der 3D-BR gesehen. Die kurzen Ausflüge in die 3D-Optik, mit denen konnte ich gar nichts anfangen. Da bin ich glaube ich zu alt für.

italo hat geschrieben:
Meiner Meinung nach ist der Film sogar Top ausgeleuchtet aber ich muß zugeben, das er sehr hell aufgenommen, bzw. die Szenen sehr stak ausgeleuchtet wurden.

Frage an die 3D Experten:
Argento hat den Film sehr hell gedreht. Könnte das vielleicht mit der 3D Technik zusammen hängen? Braucht man da vielleicht mehr Licht? Ich kenne mich damit gar nicht aus.
Ebendiese Ausleuchtung stört mich, sie lässt die Hintergründe künstlich wirken. Was bei den Bildern von Steinhilber und Kendlbacher ganz gut funktioniert, eben WEIL es Fotos sind, funktioniert nach meinem Gefühl bei einem atmosphärisch-gruseligem Film nicht mehr, nämlich das Sichtbarmachen des Hintergrundes. Die meisten Horrorfilme sind darum so effektiv, weil sie nicht alles zeigen, sondern weil das Grauen aus dem Dunkel kommt.
Aber Dein Hinweis mit dem mehr Licht für 3D-Produktionen hat was für sich. Womit sich wieder die Frage nach dem Warum stellt ...


Ich bin neulich seit langer Zeit mal wieder im Kino gewesen (nicht in einem 3D Film) und kann mit dem künstilch wirkenden Bild auf der Leinwand heutzutage nicht sehr viel anfangen. Auf der Kinoleinwand sehen viele Filme scheiße aus. Man merkt richtig das hier kein echtes Filmmaterial mehr projeziert wird. Komischerweise stört mich das aber Zuhause bei meinen Blu-rays weniger.
Ich denke Argentos Film hat bei Dir hauptsächtlich den Nachteil, dass er nicht mehr auf Filmmaterial entstanden ist, was in erster Linie der Zeit geschuldet ist und natürlich einen Vergleich zu den alten Horrorfilmen in diesem Bereich standhalten muss.
Wahrscheinlich hätte der Film noch ein oder vielleicht sogar zwei Pünktchen mehr von Dir bekommen, wenn es noch richtig schönes Zelluloid wäre.
Falls Du Dir den Film mal wieder ansehen möchtest, empfehle ich dir mal mit der Helligkeit ein ganzes Stück runterzugehen, dann bekommen die Bilder eine andere Wirkung. Das Absenken der Helligkeit kann der Film tatsächlich verschmerzen, weil er sehr hell ausgeleuchtet ist.

Vielleicht kann ja noch jemand meine Frage in Bezug auf die Helligkeit und 3D beantworten.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 08.09.2014 15:06 
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So, habe ich es jetzt richtig verstanden:

2D Version auf der 2D BD = schlechter Schwarzwert
2D Version auf der 3D BD = Schwarzwert inordnung

Oder hat NUR die 3D Version den richtigen Schwarzwert?

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BeitragVerfasst: 08.09.2014 15:10 
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Pater Thomas hat geschrieben:
So, habe ich es jetzt richtig verstanden:

2D Version auf der 2D BD = total vergeigter Schwarzwert
2D Version auf der 3D BD = Schwarzwert perfekt



Exakt!


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Ich habe die letzte Woche damit verbracht mit ein paar Leuten zu sprechen, Beteiligten am Film, aber auch andere Studios, denen ich mal das ganze Material zum prüfen geschickt habe. Das Ergebnis: Die 2D-Fassung entspricht mit dem Schwarzwert der intendierten Fassung von Argento. Bei der 3D-Version haben sie unabhängig davon Änderungen im Kontrast vorgenommen, um den 3D-Effekt besser zur Geltung zu bringen Die 3D-Fassung ist also eigentlich nicht so beabsichtigt, bringt aber einen besseren Effekt hervor.
Ein Kollege eines anderen Labels meinte: "Der Schwarzwert ist nicht wirklich schön, aber tatsächlich ist es das womit viele, vor allem europäische Filmemacher, heute gerne arbeiten."
Von daher kann jeder aussuchen, was er gucken möchte, es sollte aber niemand sagen, dass die 2D-Version falsch ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 08.09.2014 17:02 
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Michael hat geschrieben:
Ich habe die letzte Woche damit verbracht mit ein paar Leuten zu sprechen, Beteiligten am Film, aber auch andere Studios, denen ich mal das ganze Material zum prüfen geschickt habe. Das Ergebnis: Die 2D-Fassung entspricht mit dem Schwarzwert der intendierten Fassung von Argento. Bei der 3D-Version haben sie unabhängig davon Änderungen im Kontrast vorgenommen, um den 3D-Effekt besser zur Geltung zu bringen Die 3D-Fassung ist also eigentlich nicht so beabsichtigt, bringt aber einen besseren Effekt hervor.
Ein Kollege eines anderen Labels meinte: "Der Schwarzwert ist nicht wirklich schön, aber tatsächlich ist es das womit viele, vor allem europäische Filmemacher, heute gerne arbeiten."
Von daher kann jeder aussuchen, was er gucken möchte, es sollte aber niemand sagen, dass die 2D-Version falsch ist.



Weil auf der 3D Disc die ordentliche Version ist habe ich sowieso kein Problem mehr damit.
Allerdings stimmt bei der 3D Disc auch die 2D Fassung im Schwarzwert. ;)


Zuletzt geändert von italo am 08.09.2014 17:09, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 08.09.2014 17:09 
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italo hat geschrieben:
Allerdings stimmt bei der 3D Disc auch die 2D Fassung im Schwarzwert. ;)


Grundsätzliche Frage: Sind denn die 2D-Versionen auf 3D-Discs überhaupt extra abgelegt? Ich dachte immer man bekommt in dem Fall eh nur eine der beiden "Seiten" gezeigt und gut ist (kenn mich aber mit der Technik auch nicht groß aus)

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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 08.09.2014 17:12 
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creepy-images hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
Allerdings stimmt bei der 3D Disc auch die 2D Fassung im Schwarzwert. ;)


Grundsätzliche Frage: Sind denn die 2D-Versionen auf 3D-Discs überhaupt extra abgelegt? Ich dachte immer man bekommt in dem Fall eh nur eine der beiden "Seiten" gezeigt und gut ist (kenn mich aber mit der Technik auch nicht groß aus)


Oh, jetzt wo du es sagst, verstehe ich Michas Posting besser. Ich kenne mich damit auch nicht aus. Für mich zählt nur dass die 2D Version auf der 3D Disc korrekt aussieht. Aus meiner Perspektive kann ich nur diese Version allen 2D Guckern empfehlen.
Wenn Argento tatsächlich mit einem solchen Schwarzwert arbeitet verstehe ich nicht, warum nicht schon bei seinen Vorgängerfilmen, das schwarz grau war.
Vielleicht sollte man nochmal mit Torsten Kaiser sprechen, das man bei 84s bevorstehender Suspiria Veröffentlichung noch schnell aus schwarz ein hellgrau macht. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 08.09.2014 17:56 
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creepy-images hat geschrieben:
italo hat geschrieben:
Allerdings stimmt bei der 3D Disc auch die 2D Fassung im Schwarzwert. ;)


Grundsätzliche Frage: Sind denn die 2D-Versionen auf 3D-Discs überhaupt extra abgelegt? Ich dachte immer man bekommt in dem Fall eh nur eine der beiden "Seiten" gezeigt und gut ist (kenn mich aber mit der Technik auch nicht groß aus)


Nein, normalerweise siehst du auf einer 3D-Blu-ray nur eins der beiden "Augen" (so werden die beiden Bilder genannt, die zum 3D-Bild verbunden werden), wenn du die 2D-Fassung guckst. Manchmal werden die 2D-Fassungen deshalb gesperrt, weil die 2D-Fassung anders aufgebaut ist (Objekte fliegen in die schwarzen Scopebalken, das Bild wird zusätzlich bewegt usw.) Wir vermeiden aber User-Probs, wo es geht, darum lassen wir bei der 3D-Fassung die 2D-Anwahl meistens an.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 08.09.2014 18:24 
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Michael hat geschrieben:
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italo hat geschrieben:
Allerdings stimmt bei der 3D Disc auch die 2D Fassung im Schwarzwert. ;)


Grundsätzliche Frage: Sind denn die 2D-Versionen auf 3D-Discs überhaupt extra abgelegt? Ich dachte immer man bekommt in dem Fall eh nur eine der beiden "Seiten" gezeigt und gut ist (kenn mich aber mit der Technik auch nicht groß aus)


Nein, normalerweise siehst du auf einer 3D-Blu-ray nur eins der beiden "Augen" (so werden die beiden Bilder genannt, die zum 3D-Bild verbunden werden), wenn du die 2D-Fassung guckst. Manchmal werden die 2D-Fassungen deshalb gesperrt, weil die 2D-Fassung anders aufgebaut ist (Objekte fliegen in die schwarzen Scopebalken, das Bild wird zusätzlich bewegt usw.) Wir vermeiden aber User-Probs, wo es geht, darum lassen wir bei der 3D-Fassung die 2D-Anwahl meistens an.


@Micha
Ich kann auf meinem TV nur 2D sehen. Wenn ich nun die 3D Version anwähle und mir die in 2D ansehe, ist dann irgendwas anders? Ich konnte keinen Unterschied bemerken. Ich dachte zumindest, dass das Bild bei normaler Betrachtung irgendwie anders aussehen müsste.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 09.09.2014 00:11 
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Solange du keinen 3D-Fernseher via HDMI angeschlossen hast, wird er dir auch nur 2D ausspucken.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 09.09.2014 07:48 
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Zitat: Eine User aus dem Cinefacts Forum:

Da ich alle 3 Scheiben habe kann ich bestätigen, dass die italienische und die US den korrekten Schwarzwert haben. Die deutsche 2D ist eindeutig falsch. Egal, was Koch Media dazu offiziell sagt!


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 09.09.2014 10:24 
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Du musst dann schon wenigstens komplett schreiben, dass er nur 2D von 3D-Fassungen gesehen hat, die genauso aussehen wie bei uns ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 13.09.2014 09:50 
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Vergangene Nacht wanderte Argentos Streich in den Player. Zunächst versuchte ich mich an der 3D-Fassung, aber meine Augen streikten nach weniger als zehn Minuten, ergo stieg ich flugs auf die entspannte Version um. Zwar kann der Film seine "Digitalität" nicht verbergen, doch überwiegend bekommen wir es mit schönen und stimmungsvollen Bildern zu tun. (Fast) immer mühsam wird es, wenn unser geschätzter Oberblutsauger munter auf Gestaltenwandler macht, lediglich die Eule gelang den Machern ordentlich. Nun will ich nicht in das verschleimte Horn namens "CGI ist böse" tröten, in diesem Fall wird ein stimmungsvolles Werk jedoch beschädigt, leiden Optik und Atmosphäre. Kretschmann als Dracula vermag ich noch nicht zu beurteilen, Hauer zeigt uns einen müden Van Helsing. Asia Argento wurde in anderen Streifen heftiger gefordert, allerdings sagt mir ihre brave Seite durchaus zu. Vor allem Miriam Giovanelli bleibt mir positiv in Erinnerung, welch aparte Erscheinung.

Ich bekomme nicht genug von Dracula und anderen Blutsaugern. Ergo darf Herr Argento mit gern ins Bein beißen, es reicht nicht zur Hypnose, verursacht aber auch keine Schmerzen. Angenehm.

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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA 3D - Dario Argento
BeitragVerfasst: 08.12.2016 14:11 
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Sodele. Am vergangenen Wochenende gab's jetzt auch diesen Streifen, da ich ihn erst ein paar Tage vorher dank Amazons 18er-Rausschmisspreisen für knapp über 7 Euro für die 3D-BluRay geliefert bekam. Zwar kann ich das 3D nicht nutzen, aber ich las, dass die Standard-BD Bildschwächen hat - also musste dieses Teil her, nech?

Als die Ankündigung, Argento drehe einen Dracula-Film, kam, freute ich mich sogar ziemlich. Die Freude erhielt dann ziemliche Dämpfer, als ich hörte, dass die Filmexportgroup (Jau, genau die Typen, die Bruno Matteis letzte Zombieklopper produzierten. Heissa!) dahinter steckt. Erstes Bewegtmaterial sah ebenfalls eher... äh.. mau aus. Darum verfolgte ich das Thema nicht mehr allzu intensiv. Ebenfalls vermied ich weitestgehend, im Vorfeld dedizierte Kritiken zum Film zu lesen. Dass die Rückmeldungen aber größtenteils negativ ausfielen, nahm ich zur Kenntnis. Zudem schiebt ja schon das Cover den Film in die Trash-Ecke. Nun ja. Kann ja nich so schlimm werden, oder? Oder?

Dario Argentos Dracula 3D
Inhalt:
Nachdem wir die grausigen Titel über uns ergehen lassen mussten geht's dann auch gleich in die Vollen. Die blonde Tittenmaus Tanja trifft sich in einer einsamen Hütte mit einem Dörfler zur Föckelei. Im Nachklapp geraten beide in Streit, da er sie nicht nach Hause begleiten will. Es kommt wie es kommen muss: Nach einiger Lauferei im Walde wird Tanja von einer Eule attakiert, die sich in Dracula verwandelt und sie aussaugt. Das wird von einer fies dreinschauenden Grinsrübe mit Axt in der Flosse namens Zoran (wie wir aber erst weit, weit später erfahren werden) beobachtet.

Via Zug trifft Jonathan Harker in dem Dörfchen, das sich irgendwo im Ostblock (In den Karpaten?) befindet, ein. Er ist dort kein Unbekannter und stattet daher den Kisslingers einen kurzen Besuch ab. Tochter Lucy (typischer Name des deutschsprachigen Ostblocks, zweifelsohne) ist etwas betrübt, dass er Gattin Mina nicht mitgeschleppt hat, aber die Gutste will nachkommen.

Bei Jonathans Abendessen in der Goldkrone seilen sich ein paar Dörfler (darunter Tanjas Stecher) ab, um deren Sarg auszubuddeln. Leider kommt ihnen, nachdem sie die Kiste geöffnet haben, der Irre Renfield (ebenfalls ein typischer Name des deutschsprachigen Ostblocks) dazwischen und wütet mit der Blutwurst umher. Am Ende ist leider der Sarg leer - Tanja ist vampirisiert entkommen.

Jonathan hat, trotz Wölfen unterwegs, den Weg zu Schloss Dracula gut gemeistert. Dort präsentiert ihm Dracula stolz seine Gewölbebibliothek und Jonathan bemerkt die ersten Ungereimtheiten (fehlendes Spiegelbild). Des Nachts macht sich Tanja wieder an ihn ran, doch Dracula geht dazwischen (was immerhin noch mal Gelegenheit gibt, neben ihren Möpsen auch ihren Arsch zu präsentieren) und beißt Jonathan. Bye-bye.

Auch Mina kommt an! Sie will Jonathan auf dem Schloss besuchen, aber vorher kehrt auch sie bei Kisslingers ein. Lucy wird dummerweise von Insektenstichen (= Vampirbisse) überfallen und wird daraufhin ziemlich krank [Ihre Knödel kann sie dennoch in der Wanne präsentieren.]. Daher reist Mina alleine auf das Schloss. Der Graf kann ihr glaubhaft versichern, dass Jonathan für ihn auf Reisen ist, und sich an sie ranmachen - obwohl er sie noch nicht beißt. Als Mina ins Örtchen zurückkehrt, muss sie leider feststellen, dass ihre Busenfreundin hinüber ist.

Im Dorf geht's momentan aber auch drunter und drüber: Renfield ist ausgebrochen (und dient nun exklusiv Tittenmaus Tanja) und der Graf schlachtet mal wahllos ein paar Dorfbewohner ab, die sich gegen ihn stellen wollen. Wir erfahren, dass sie wohl einen Pakt mit ihm geschlossen haben (wie auch immer der aussehen soll :roll: ). Egal, alle tot.

Nachdem der Priester auch nicht so recht reden will, was zur Hölle überhaupt hier los ist, kommt van Helsing gerade rechtzeitig zum Schlussakt und macht kurzen Prozess mit der vampirisierten Lucy und der vampirisierten Tanja. Zwar kann Dracula noch ein wenig Flurschaden anrichten (z. B., indem er sich fabelhaft getarnt als CGI-Gottesanbeterin Lucys Vater entledigt), aber am Ende erwischt's auch ihn.

Tja. Hat das Gute wieder gesiegt, ne?

Zum Film:
Heieiei, ich habe ja vieles erwartet, aber DAS?

Zuerst einmal ist das Skript ziemlich für den Allerwertesten. Das beginnt bereits mit den seltsamen Nationalitäten und Namen, die einfach so zusammengeworfen werden. Dann gibt es da noch diesen mysteriösen Pakt, der aber nur einmal erwähnt und dann fallengelassen wird. Warum unternehmen die Dorfbewohner nichts gegen die Bedrohung? Sie sehen ja (außer bei Lucys Tod) recht fröhlich und zufrieden aus. Ist's am Ende gar nicht so schlecht, neben einem Vampir zu wohnen? Die Charaktere haben praktisch nichts, was sie antreibt. Sinnloser Höhepunkt ist wohl die völlig unmotivierte Massenkillszene.
Auch sonst wird gefühlt alle fünf bis zehn Minuten entweder ein Splattereffekt oder eine Nacktszene völlig unmotiviert eingestreut, ohne das es überhaupt irgendwen schert, warum.

Darstellerisch gibt es in erster Linie Schatten. Marta Gastini geht als Mina schon okay, hat aber im Profil eine selten komische Nase. Miriam Giovanelli als Tanja darf immerhin vollen Körpereinsatz zeigen. Unax Ugalde ist ein lächerlicher Jonathan, Asia Argento zeigt möglicherweise ihre schwächste Leistung und Rutger Hauer - weiowei. Der wirkt wie dauerhaft total zugedröhnt. Am besten zieht sich echt noch Thomas Kretschmann als Dracula aus der Affäre. Hätte ich nicht gedacht. Leider muss er eine Menge Quatsch absondern...

Die Kameraarbeit soll von Tovoli sein? Hat man den auch geklont und durch seinen untalentierten Zwilling ersetzt? Gut, ganz so schlimm ist es nicht, aber kamera- und vor allen Dingen lichttechnisch ist das Ding hier weit weg von A-Klasse. Insbesondere die Lichtsetzung ist furchtbar und sieht tatsächlich eher nach Baustrahler mal reingeflakt aus denn nach sorgsamer Beleuchtung.

Letztlich ist aber alles so unglaublich leidenschaftslos und gelangweilt inszeniert und umgesetzt, dass ich zumindest kaum lobende Worte für den Film finden kann. Langweilige Kulissen, langweilige Kamera (bis auf solche löblichen Ausnahmen wie Tanjas Verfolgung im Wald), größtenteils schlechte Schauspieler, mieses Skript ohne Sinn und alles einfach irgendwie hingerotzt. Die Splattereien sind zwar gut (und erstaunlich zahlreich), die Digital-FX (mit der Gottesanbeterin als "Höhepunkt") sind eher vergessenswert.

Am Ende war's jetzt doch etwas holterdipolter, aber: Nee, war kein guter Film. Überhaupt nicht. Und ich kann auch Argentos schwächeren Beiträgen durchaus etwas abgewinnen (Card Player finde ich sogar ziemlich gut). Aber das hier - das ist wohl vor Trauma (und möglicherweise Jennifer - den habe ich allerdings sehr gut verdrängt und müsste ihn wohl mal wieder anschauen) der schlechteste Argento. Die BD bleibt aus Komplettierungsgründen zwar noch in der Sammlung, aber ich glaube, die nächste Sichtung hat dann noch ein paar Jahre Zeit. [Es sei denn, ich schreib noch ein Langreview...]

Fazit: Lächerliches Werk, das vielleicht als Trash durchgehen kann, aber auch dafür viel zu desinteressiert umgesetzt wurde. Müsste ich's in Punkten ausdrücken vielleicht 2/10.

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