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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 29.12.2011 23:46 
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so, eben zu ende geschaut.
habe mir den film in der deutschen synchro gegeben!
tja, was soll ich sagen... grübel...
punkt 1. die deutsche synchro ist schon ganz ok (habe aber keine vergleiche zur ital.synchro gemacht).
das thema dracula erschien mir erst so überflüssig wie sonst was, aber in ein/zwei szenen zum ende hin, wird dann auch erklärt was das denn alles nun mit graf dracula zu tun hat, von daher ganz i.o.
punkt 2. die soundkulisse ist erste sahne, da wurde mal richtig aus den vollen geschöpft, um in jeder möglichen szene irgendwelche geräusche aus der trickkiste zu zaubern.
überhaupt ist es sehr selten ruhig im film, irgendwas knarzt, klimpert, grunzt, heult, bellt, wat ever, in diesem schinken von film.
punkt 3. die bildquali bietet schöne bunte farben, die trotz des alters noch recht leuchtend wirken.
bissel, ich sach ma "grindhouse feeling" is auch gegeben, da nicht alle artfakte und verschmutzungen beseitigt werden konnten, was für mich aber eher ein bonus ist, als ein zu tode gefiltertes bild!
wer einen beamer sein eigen nennt, der dürfte seine helle freude haben, das ist echtes kinofeeling!
habe den film eben bei meinem kumpel auf nen beamer geschaut, pulle bier, tüte schips, herrlich, wie in alten tagen!
punkt 4. die schauspieler sind gut besetzt und machen ihre arbeit entsprechend gut, totalausfälle konnte ich nicht feststellen.
aber!
die kurze screentime vom lieben klausi kinski ist zwar sehr kurz geraten, dafür packt er alles was er an überchargieren drauf hat in seine kurze spielzeit rein und haut damit echt den letzten floh aus der mottenkiste, unglaublich.
hier wäre weniger, eindeutig mehr gewesen, aber das ist ja bekanntlich geschmackssache!
auch der tom tiger jones verschnitt, "anthony franciosa" spielt ab der hälfte des films, dermaßen überzogen, das ich erst dachte, klaus du sack, hast du heimlich die regie übernommen und den alten margheriti in den drehpausen abgefüllt!
ohne scheiß, das hätte selbst kinski auf speed nicht besser hinbekommen, alle achtung, respekt tom tiger franciosa.
mein persönliches fazit:
lesbische killerin, potenter stallbursche, ein hauch von necrophilie, klaus k. und tom jones in höchstform ala "väter der klamotte" , tolle soundkulisse, bunte farben...
8,5 punkte, hatte schon lange nicht mehr so einen dollen spass, wie bei diesem stinker von film. 8-)

so, jetzt schnell noch ne runde gassi mit dem wautzi und dann gibt es "die karate-tiger" auf die augen gebrannt, anolis hartbox nr.9, das wird wohl auch ein derber spass.... prost :mrgreen:

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Zuletzt geändert von Joe Spinell am 30.12.2011 14:16, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 30.12.2011 01:22 
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Kenne nur die alte dt. Fassung, also die mit Filmrissen bis zum abwinken (gerade vom Ende bekommt man mal gar nix mit). War bei der Erstsichtung nicht so recht "geflashed", obwohl der Streifen definitiv was hatte. Die CMV ist auf jeden Fall notiert, die dt. Synchro fand ich an sich auch okay, aber wenn sie (wie schon bemerkt) sinnentstellt ist, greife ich mal lieber zur OV mit dt. Untertiteln, schön das CMV das dem Filmfan noch mitspendiert!!


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 30.12.2011 11:24 
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Bin mächtig entäuscht. Der Film kann mich nicht im geringsten überzeugen.
Habe gedacht ich bekomme da einen schönen Grusler im HAMMER oder AMICUS Stil.
Hier konnte auch der Klaus nichts mehr retten.
Auch die CMV DVD kann nicht punkten und wandert bestimmt nicht in die Sammlung.

Wegen der wirklich schönen Örtlichkeiten des Drehortes ( Hier hätte man was draus machen können ) gibt es noch

3/10


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 30.12.2011 13:56 
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Da scheiden sich ja wohl die Geister an diesem Film ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 30.12.2011 14:10 
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Inhaltlich fand ich ihn zwar auch eher mittelprächtig, aber durch die nette Atmosphäre und die guten Darsteller doch sehenswerter, als so manch andere vergleichbare italienische Gothic Horror Produktion. Vor allem deutlich besser als Magheritis "Schloss des Grauens". Mit den Engländern konnten die Italiener (mit Ausnahme von Mario Bava) in diesem Metier sowieso nicht mithalten, das habe ich von vornherein nicht erwartet.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 30.12.2011 15:17 
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Vision-Thing hat geschrieben:
Vor allem deutlich besser als Magheritis "Schloss des Grauens".


Echt!? Der spielt für mich mindestens zwei Klassen über "Dracula im Schloss des Schrekens". Wobei ich Margheritis s/w-Version des selben Stoffes ("Castle of Blood") wiederrum besser finde als "Schloss des Grauens".


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 30.12.2011 17:31 
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Vision-Thing hat geschrieben:
Inhaltlich fand ich ihn zwar auch eher mittelprächtig, aber durch die nette Atmosphäre und die guten Darsteller doch sehenswerter, als so manch andere vergleichbare italienische Gothic Horror Produktion. Vor allem deutlich besser als Magheritis "Schloss des Grauens". Mit den Engländern konnten die Italiener (mit Ausnahme von Mario Bava) in diesem Metier sowieso nicht mithalten, das habe ich von vornherein nicht erwartet.


"Schloss des Grauens" mit Lee fand ich in allen belangen um Welten besser.
Von der Ausstattung, Kamera und den Farben kommt der doch klar näher an einen Mario Bava.
Wobei mich "DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS" eher an einen schlechten Jess Franco erinnert.

Aber egal, nach "SCHREIE IN DER NACHT" war dieser hier mein zweiter blinder Fehlkauf dieses Jahr.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 30.12.2011 17:50 
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Ich hab ihn in der vierten Klasse mal von einer Mitschülerin als VHS ausgeliehen und habe mich damals total gelangweilt weil (soweit ich mich erinnern kann) fast nichts passiert...
Irgendwie ist der Film aber bis heute bei mir hängengeblieben, somit werde ich ihn mir demnächst mal zulegen und ihm eine zweite Chance geben (falls jemand dem er nicht gefallen hat sein Exemplar loswerden möchte, PN an mich).

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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 30.12.2011 19:35 
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Vincent cushing hat geschrieben:
"Schloss des Grauens" mit Lee fand ich in allen belangen um Welten besser.
Von der Ausstattung, Kamera und den Farben kommt der doch klar näher an einen Mario Bava.
Wobei mich "DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS" eher an einen schlechten Jess Franco erinnert.


Die Ausstattung finde ich bei beiden Filmen eigentlich vergleichbar gut. Die Farbgebung ist einfach bei beiden typisch für ihre jeweilige Entstehungszeit (Anfang 60er = knallig / Anfang 70er = dezent). Dazu kommt der Qualitätsunterschied der Vorlagen der DVDs. Mich stört an "Schloss des Grauens" einfach die schrottige Story. Anfangs ist er noch sehr atmospherisch, aber das verliert sich dann immer mehr, bis er sich im Finale in völligem Nonsens verliert. Liegt vielleicht auch bei uns beiden daran, dass wir wenig Sympathien für den jeweiligen Film haben ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 04.01.2012 12:38 
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Zu nächtlicher Stunde angesehen und ich muß sagen,daß der Streifen garnicht so übel ist.
Besonders Karin Field hat mir in diesem Durcheinander der Zeitspiegelungen gut gefallen,leider ist im Netz nichts außer ihrer Filmographie zu finden.

Die beiden Sprachfassungen unterscheiden sich doch sehr und man hat es wirklich jeweils mit einer anderen Handlung zu tun.
In der dt. Fassung,soll es um einen Kult gehen der Dracula verehrt,in der originalen brauchen die Toten das Blut der Lebenden,um unter ihnen verweilen zu können.
Auch die Figur Poe wurde in der dt. gekürzt und verfälscht.

Ich hätte die gekürzten Szenen auch gern eingefügt gesehen,aber die Bildquali ist doch wesentlich schlechter.
Und mit den dt. UT's die den O-Ton wiedergeben (da wurde nicht einfach die dt. Synchro genutzt) und der,für einen 40 Jahre alten Streifen,guten Bildquali würde ich die VÖ sogar als einigermaßen gelungen bezeichnen.Besser so als garnicht.

Empfehle auch,sich die ital. Fassung anzusehen und danach die gekürzten Szenen,dann hat man die Handlung wie sie ursprünglich gedacht war.
Der O-Ton passt auch viel besser zu den Figuren,finde ich und die UT's sind wirklich sehr gut.
Die dt. Fassung kann man sich danach ansehen,als Beispiel wie wenig sie mit dem Original zu tun hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 10.01.2012 21:46 
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Originaltitel: Nella stretta morsa del ragno
Produktionsland: Deutschland, Frankreich, Italien
Produktion: Giovanni Addessi
Erscheinungsjahr: 1971
Regie: Antonio Margheriti
Drehbuch: Giovanni Addessi, Bruno Corbucci, Giovanni Grimaldi, Antonio Margheriti
Kamera: Guglielmo Mancori, Sandro Mancori, Silvano Spagnoli
Schnitt: Otello Colangeli, Fima Noveck
Musik: Riz Ortolani
Länge: ca. 90 min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Anthony Franciosa, Michèle Mercier, Klaus Kinski, Peter Carsten, Silvano Tranquilli, Karin Field u.a.


Der amerikanische Journalist Alan Forster trifft in einer Gaststätte, Edgar Allen Poe und Lord Blackwood. Lord Blackwood bietet Forster eine Wette an. Die Abmachung lautet, er soll eine Nacht auf Blackwoods Schloss überleben. Forster halt das Ganze für einen Scherz und nimmt die Wette entschlossen an. Allerdings legt sich Forsters Humor und siedelt in Panik um, als er die ersten Stunden im Schloss verbracht hat.

Zuerst sollte man als Info anmerken, dass Klaus Kinski innerhalb dieses Films nur einen kleinen Part verkörpert, welcher sich auf den Anfang und das Ende bezieht. Allerdings bietet der Film auch ohne Kinski einige gute Darsteller und vor allem reichhaltig Atmosphäre und Wohlfühlfaktor. Wer die Inhaltsangabe liest, der könnte zu der Erkenntnis kommen, dass ihm die Handlung doch irgendwie bekannt vor kommt und das auch in Verbindung zu Antonio Margheriti. Vollkommen richtig, denn „Dracula im Schloss des Schreckens“ ist als Remake von „Dance Macabre“ bzw. „Castle of Blood“ mit Barbara Steel zu sehen.

Während es sich bei „Castle of Blood“ um einen schwarz/ weiß Film handelt, so weiß „Dracula im Schloss des Schreckens“ durch seine schönen Farben, die morbide Atmosphäre und einem Hauch von Sarkasmus zu gefallen. Birgt das Original eine umwerfende Barbara Steel, so kann dieser Film mit einer ebenfalls äußerst charismatischen Karin Field auffahren.

Der Film steigert sich in seinem Verlauf und zeigt sich parallel zu Alan Forsters Gemütszustand. Einem Weltoffenen und bodenständigen Mensch, der bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht an das Übernatürliche glaubt und später eines Besseren belehrt wird.

Die eigentliche Geisterthematik ist für mich persönlich immer bieder und belanglos gewesen, da diese eher in Tristesse und Langeweile mündete. „Dracula im Schloss des Schreckens“ steuert allerdings gegen diese negativen Syndrome, weiß den Zuschauer einzubinden und vermittelt ein enges Bindeglied zwischen Leben und Tod.

Freunde des gothischen Horrors kommen hier voll auf ihre Kosten und wenn eine Begeisterungsfähigkeit für die Handlung nicht gegeben sein sollte, so wird das Auge mit visuellen Delikatessen verwöhnt. Atmosphärisch, düster und richtig gut.


8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 31.01.2012 19:45 
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Ich habe mir den Film gestern Abend angeschaut (wie geagt, hatte ihn zum ersten und bisher einzigen mal im Alter von 9 Jahren auf VHS gesehen).
Wie ich es auch in Erinnerung hatte passiert in dem Streifen eigentlich nicht viel, ABER...Er hat durchweg eine wunderbare Atmosphäre, die für etliche Pluspunkte sorgt.
Der Score, die Kameraführung und die häufig eingesetzten Soundeffekte sind einfach genial!
Diese Vorzüge habe ich als Kind so nicht wahrgenommen und war damals doch sehr enttäuscht (was vielleicht auch daran lag das ich verzweifelt auf einen Auftritt Draculas gewartet habe! :D ).
Wie gesagt ist mir der Film, trotz der damals empfundenen Langeweile und Entäuschung, über die Jahre immer irgendwie im Hinterkopf geblieben und nun weiß ich auch warum, so ganz ist die tolle Atmosphäre also wohl nicht an mir vorbeigegangen.
Alles in allem würde ich hier 7,5/10 Punkten vergeben.

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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 03.02.2012 13:52 
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de dexter hat geschrieben:
Ich habe mir den Film gestern Abend angeschaut (wie geagt, hatte ihn zum ersten und bisher einzigen mal im Alter von 9 Jahren auf VHS gesehen).
Wie ich es auch in Erinnerung hatte passiert in dem Streifen eigentlich nicht viel, ABER...Er hat durchweg eine wunderbare Atmosphäre, die für etliche Pluspunkte sorgt.
Der Score, die Kameraführung und die häufig eingesetzten Soundeffekte sind einfach genial!
Diese Vorzüge habe ich als Kind so nicht wahrgenommen und war damals doch sehr enttäuscht (was vielleicht auch daran lag das ich verzweifelt auf einen Auftritt Draculas gewartet habe! :D ).
Wie gesagt ist mir der Film, trotz der damals empfundenen Langeweile und Entäuschung, über die Jahre immer irgendwie im Hinterkopf geblieben und nun weiß ich auch warum, so ganz ist die tolle Atmosphäre also wohl nicht an mir vorbeigegangen.
Alles in allem würde ich hier 7,5/10 Punkten vergeben.


Erging` mir ähnlich.
Erstmals im zarten Alter von 8 oder 9 gesehen, vergeblich
auf Christopher Lee gewartet und irgendwann eingeschlafen :D
Mittlerweile für mich einer, von der Atmosphäre gesehen, besten
"Schauerfilme" überhaupt


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 Betreff des Beitrags: Re: AW: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 26.02.2013 23:35 
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Gerade mal wieder gesehen. Definitiv kein Meisterwerk, aber atmosphärisch und unterhaltsam. Die Story ist etwas mau, was aber durchaus durch gute schauspielerische Leistungen wett gemacht wird. Allen voran natürlich Kinski, der auch in seiner kleinen Rolle glänzt. Solch kleine Gruselgeschichten mit lesbischen Touch sehe ich immer wieder gern. 6/10

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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 27.02.2013 19:13 
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Mir hat der Film sehr gut gefallen. Auf Inhalt und co gehe ich jetzt nicht ein, weil meine Vorgänger das schon sehr gut gemacht haben.
Der Film hat wirklich eine schön düstere Atmosphäre. Alle die auf Gothic-Horror stehen, sollten sich den Film mal anschauen.
Die Bildqualität der CMV DVD ist auch top!

Der Film bekommt 8 von 10 Punkten.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 03.03.2013 23:08 
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Ein sehr makaberes Ende.

Die Atmopshäre war sehr gut hinbekommen, auch der hauptdarsteller hat einen guten Job gemacht.
Aber leider, zieht sich der Film ein bisschen, streckenweise.
Naja, ob ich mir das ein 2. mal antue??? ich weiss es nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 23.03.2013 20:17 
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Mir hat der Film sehr gut gefallen.Ich habe ihn dank CMV kennengelernt.
Kinski ist zwar nur kurz zu sehen aber die Gruselatmosphäre im Film ist einfach herrlich.
Zweimal hab ich ihn schon genossen.
Ich mag eh mehr die ruhigeren Gruselfilme.
Auch der Park und das Schloss sind sehr gut gelungen.

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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 30.01.2015 22:58 
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DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS

● NELLA STRETTA MORSA DEL RAGNO / DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS / LES FANTÔMES DE HURLEVENT (I|D|F|1971)
mit Anthony Franciosa, Michèle Mercier, Peter Carsten, Klaus Kinski, Silvano Tranquilli, Enrico Osterman, Irina Maleeva und Karin Field
eine Produktion der Produzione DC7 | Terra Filmkunst | Paris-Cannes Productions | im Constantin Filmverleih
ein Film von Antonio Margheriti


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»Rache schmeckt kalt am besten!«


Edgar Allan Poe (Klaus Kinski), der Verfasser von Horror-und Gruselgeschichten behauptet, alle seine Erzählungen entsprechen der Wirklichkeit und es scheint, dass er nicht mehr unterscheiden kann, was sich tatsächlich in der Realität abspielt, oder nur in seiner Fantasie stattfindet. Der Journalist Alan Foster (Anthony Franciosa) sucht Poe in einem Pub auf, um ihn zu seinen Behauptungen zu interviewen. Er findet ihn in Gesellschaft von Lord Blackwood und in der Schnapslaune kommt es schließlich zu einer nicht alltäglichen Wette. Der Lord bietet Foster an, eine Nacht in seinem berüchtigten Schloss namens Providence zu verbringen. Er müsse es lediglich schaffen, diese zu überleben. Der Skeptiker nimmt trotz eindringlicher Warnungen an und sucht das Gemäuer auf. Dort geschehen seltsame Dinge, die er zunächst dem Zufall zuschreibt. Nach kurzer Zeit tauchen auch schon die seltsamsten Gestalten auf, wie die bildschöne Schwester des Lord Blackwood, Elizabeth (Michèle Mercier) oder der dubiose Dr. Carmus (Peter Carsten). So dauert es schließlich nicht mehr lange, bis sich beängstigende Episoden im Schloss abspielen. Wird der zweifelnde Journalist diese Nacht lebend überstehen...?

"Dracula im Schloss des Schreckens" trägt die unverkennbare Handschrift von Antonio Margheriti, die sich wirklich in allen Bereichen zeigen wird. Diese Tatsache bringt schon einmal eine hohe Verlässlichkeit mit sich, allerdings auch einen Wiedererkennungswert, der diverse Querverbindungen zu seinen anderen Filmen gedanklich kursieren lässt. Was man gleich zu Beginn ein wenig zu kritisieren kann ist, dass der reißerische Titel auf niemand anderen als Dracula zugeschnitten ist, der in diesem Streifen allerdings ganz offensichtlich eine andere Verpflichtung hatte, und er wird in diesem Szenario nur von den Personen namentlich erwähnt. Lässt man es allerdings nur bei "Schloss des Schreckens", so hat man es tatsächlich mit einen recht aussagekräftigen Titel zu tun. Es zeigen sich wie gesagt sehr viele Parallelen zu anderen Werken des Regisseurs, das dunkle Schloss erinnert von der düsteren Atmosphäre her beispielsweise ganz deutlich an das gruselige alte Landhaus in "Schreie in der Nacht", auch die Musik lässt Gedankensprünge zu "Sieben Tote in den Augen der Katze" zu, die hier hauptsächlich identisch ist. Auch hat man es wie in diesen beiden genannten Filmen hier wieder einmal mit einer eiskalt wirkenden Dame zu tun (hier in Person von Karin Field), die genau wie Marianne Koch und Doris Kunstmann in manischen Anwandlungen und mit aller Gewalt um die schöne Protagonistin buhlte. Die Besetzung ist hier hervorragend.



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Anthony Franciosa, der den Journalisten und den Protagonisten spielt, vermittelt eine hohe Glaubwürdigkeit im Gesamtauftreten und passt sich den zu interpretierenden Situationen erstaunlich gut an. Aus seiner Leichtigkeit wird im Verlauf gefühlter Wahnsinn, den er ebenso stichhaltig zu vermitteln weiß. Ihm ist mit dabei zuzusehen, wie er in ein Netz aus Unwahrscheinlichkeiten gerät, außerdem in Geschehnisse, die sich ständig wiederholen und ihn langsam aushöhlen. Er verliebt sich in die Schlossherrin Elizabeth, die zunächst wie ein Gemälde erscheint und dann plötzlich Gestalt gewinnt. Michèle Mercier wirkt gespenstisch, geheimnisvoll und nicht greifbar, sie setzt ungewöhnliche Kontraste. Ihre Darbietung ist angenehm geradlinig, wenn auch weniger spektakulär. Allerdings ist es gerade hier ihre optische Erscheinung, die Widersprüche aufkommen lässt und sie charakterisieren. Ihre strahlende Erscheinung erhellt förmlich die dunklen Gänge und Gemäuer, ihre vielen Großaufnahmen sprechen Bände von Makellosigkeit aber auch von Distanz. Peter Carsten liefert dem Protagonisten und dem Zuschauer anscheinend logische Erklärungen für die merkwürdigen Geschehnisse im Schloss, er vermittelt auch hier eine sehr beachtliche Präsenz und bleibt in Erinnerung. Klaus Kinski, der hier als Hauptrolle groß angekündigt ist, übernimmt nur einen kleineren Part am Anfang und am Ende des Films, als Edgar Allan Poe. In seinen wenigen Szenen vermittelt er wieder einmal einen großartigen Eindruck, und stellt seine Person zwischen Genie und Wahnsinn beängstigend real dar. Besonders erfreulich ist noch das Auftauchen der schönen Karin Field, die jeden Film bereichert.

Anfangs vermittelt der Film einen ziemlich unspektakulären Eindruck, da es fast ewig dauert, bis sich die Geschehnisse in konkreten Bildern und Zusammenhängen präsentieren. Dass Langeweile aufgekommen ist, wäre hier wirklich zu viel gesagt, aber die Szenenfolgen und ihre Schlüsselinhalte hätten ein bisschen straffer organisiert werden können. Tatsächlich wirkt es lange Zeit so, als ob nicht mehr viel passieren würde, aber es sind ein paar nette Twists bereitgehalten worden. Die auffälligsten Choreografien liefern dieses Mal nicht die Schauspieler selbst, sondern es ist die Kamera, welche die Personen präzise integriert und anscheinend jeden Winkel des gruseligen Gemäuers präsentieren möchte und das in ungewöhnlichen Perspektiven. Die Musik von Riz Ortolani passt wie gesagt wirklich gut, sogar einen Tic besser als in "Sieben Tote in den Augen der Katze" und trägt zur passenden Gesamtatmosphäre bei. Überhaupt kann man das Ganze als atmosphärisch dicht beurteilen, viele Gruselelemente und einige Horrorinhalte kommen zur Geltung. Die Tricktechnik, wie etwa das Verschwinden lassen von Personen wirkt dem gegenüber wenig originell oder ausgereift. Spannende Momente bündeln sich im letzten Drittel des Films, die erste Stunde verläuft deswegen fast schon zu behäbig. Insgesamt handelt es sich bei diesem Film um eine gelungene Unterhaltung, die nicht in einem voll gepackten Rundumschlag quer durch alle verfügbaren Genres gipfelt, sich dann streckenweise vielleicht doch zu genügsam präsentiert, da hätte man sich doch einiges mehr trauen dürfen. Wie dem auch sei, "Dracula im Schloss des Schreckens" ist insgesamt überzeugend gefallen und wirkt unterm Strich angenehm überraschend, vor allem Karin Field versetzte in persönliche Begeisterung. Die namentliche Erwähnung von Dracula hätte dieser Streifen überhaupt gar nicht nötig gehabt.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 31.01.2015 00:42 
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KARIN FIELD als JULIA

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In "Dracula im Schloss des Schreckens" sieht man Karin Field in einem ihrer wohl prägnantesten Auftritte als Trugbild Julia und sie pendelt hin und her zwischen Fiktion und Realität. Karin Fields Karriere erstreckt sich in einem übersichtlichen Zeitraum von 1964 bis 1975 und es kamen dabei 20 Filmrollen zusammen, die mehr oder weniger einheitlich ausgefallen sind und sie eher erotisch angehauchte, oder verworfene Charaktere zum Besten gab. 1986 soll sie dann angeblich noch einmal einen letzten Auftritt in Jess Francos "Sola ante el terror" gehabt haben, wobei sich ihre Spur praktisch Mitte der Siebziger plötzlich verliert. Als Julia greift sie in Margheritis Beitrag erst ziemlich spät aktiv in das Geschehen ein, schwebt allerdings auch ohne ihr Auftreten wie ein dunkler, geheimnisvoller Schatten über dem Szenario, da Foster direkt nach seiner Ankunft im Schloss ein Gemälde mit ihrem Portrait ins Auge fällt, das sich manchmal zu verändern scheint. Ihre Julia wirkt hier regelrecht gespenstisch und sie wandelt mit harter Miene und steinernem Blick durch die Kulissen, um Elizabeth permanent mit ihren lüsternen Blicken zu fixieren. Sie bleibt auch die einzige, die ihre Reize offen zur Schau stellen darf und wird zur gefährlichen Verführung. Karin Field schafft es, eine Traumgestalt zu kreieren und ohne große Effekte Rätsel aufzugeben. Ihre Szenen mit Michèle Mercier sind sehr intensiv und geprägt von fordernden und abschätzigen Blicken, außerdem von giftigen und hasserfüllten Dialogen, die die unheilvolle Situation unterstreichen. Ja, auch nach diesem Wiedersehen kann man sagen, dass sich ein Film mit Karin Field stets lohnt.


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Dracula im Schloß des Schreckens (Italien, Frankreich, Deutschland 1971)

Wie bereits beim Original „Danse Macabre“, führte Antonio Margheriti auch beim einige Jahre später produzierten Remake Regie. Die Handlung der Neuauflage bleibt nah am Original, die herrliche „Schwarz-Weiß-Gruselstimmung“ ist einer „märchenhaften-Technicolor-Schönheit“ gewichen, gibt dem Streifen eine andere Stimmung, aus meiner Sicht nicht minder reizvoll. Der Schnitt der deutschen Fassung kommt hier und da ein wenig krude daher, dies schränkt den Filmgenuss jedoch nicht nachhaltig ein.

Die mir vorliegende CMV Scheibe entspricht dem Standard des Labels, Bild plattgefiltert und Probleme mit der Kompression. Traumhaft wäre eine vernünftige Abtastung von Original und Remake, auf BD von einem Qualitätslabel ausgewertet.

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Blap V 3.0 regaining paradise

***
Vom Ursprung her verdorben


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Blap hat geschrieben:
Dracula im Schloß des Schreckens (Italien, Frankreich, Deutschland 1971)

Traumhaft wäre eine vernünftige Abtastung von Original und Remake, auf BD von einem Qualitätslabel ausgewertet.


Die Blu Ray aus den USA von "Garagehouse Pictures" lässt diesbezüglich Blaps Wunsch Wirklichkeit werden; die kontrastreich eingesetzten Farben (mit dominantem Rot) sowie auch die wunderschön durchkomponierten und sehr oft im Fluss begriffenen Kadrierungen sind hier Kino-artig zu erleben:

Bild

Bild
(Bildquelle: blu-ray.com)

und vor allem hat man hier die englische Sprachfassung dabei (die sicherlich inhaltlich mit der italienischen zu vergleichen wäre), die auf jeglichen Dracula-Kult verzichtet, wobei der Film - ein sehr ruhiger Vertreter seiner Art, der extrem elegant inszeniert ist - durch die traumhaft schöne Musik von Riz Ortolani noch veredelt wird...

der Film beginnt mit einer freien Assoziation von Poes Kurzgeschichte "Berenice", wobei der Film anschließend auf die Realitätsebene des Films schneidet, wo ein erfolgloser Autor - eben Poe - auf einen skeptischen Journalisten trifft...
der aufgeklärte Reporter bekommt das Angebot, eine Nacht in einem Spukschloss zu verbringen - mit der Aussicht, daraus einen finanziellen Gewinn davonzutragen...
im Schloss scheint der literarische Wahnsinn Poes in die Welt getreten zu sein... die Verknüpfung von verführerischer Weiblichkeit und Tod, das "schöne" Sterben der Frau und die Trauer, die dies hervorbringt, wie es sich denn auch in Poes Texten zeigt, ist dabei der Movens des Films...
so wird in der Handlung immer wieder auf Poes Motive zurückgegriffen; der Protagonist - letztlich die Imagination Poes, die wir dann im Film sehen? - erinnert an einen Ich-Erzähler in dessen Texten, der schließlich nicht mehr zwischen Wirklichkeit und Traum, zwischen Empirie und Metaphysik unterscheiden kann... sieht er die tote Frau wirklich, ist die Frau wirklich tot, wie dies beispielsweise auch in Poes "Ligeia" der Fall wäre - zumal in dieser Erzählung auch der Stoff verortet ist, dass das Lebendig-Sein im Willen begründet liege und somit die Willenskraft nötig für das Leben sei, was im Film durch das Blut-Trinken versinnbildlicht ist, welches den eigentlich Toten ihre Lebenskraft, ja, ihr Weiterleben jenseits des Tot-Seins, gibt...
besonders inspirierend hat hier wohl dann auch Poes Kurzgeschichte "Das ovale Portrait" auf den Film gewirkt, wo ebenso die Kunst - in Gestalt eines Gemäldes, das das Bildnis einer schönen Frau darstellt - das Leben aus den Lebenden (aus der Porträtierten) zieht;
in Margheritis Film wird der sinnlich verführerische Charakter von Michèle Mercier durch eine innere Rahmung (gleich einer Gemälderahmung) eingeführt, wobei die Figur wie ein Gemälde nach und nach zum Leben erwacht und auf den Protagonisten, der ihr sofort verfallen ist, zugeht...
der Vampirismus, der sich infolge in der Spukgeschichte entwickelt, stellt dann wohl die Metapher bereit, dass Kunst diese verführerische, aber zugleich auch gefährliche Qualität besitzt, was Margheriti sicherlich hier ebenfalls auf das eigene Medium beziehen möchte - auf den Film, mit seiner magisch schönen Wirkung... (das Motiv von der tödlichen Kunst ist dann natürlich etwas später im Werk Argentos omnipräsent)

gut möglich, dass Antonio Margheritis Remake eines eigenen früheren Filmbeitrags etwas zu unspektakulär daherkommt, ja, teilweise zu viele Ruhephasen hat; aber genau dieses gotisch schauerlich Ruhige ist es, das hier die wahre Qualität von DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS ausmacht, der über seiner Zeit steht und damit wohl in jeder Zeit wirkt; genauso wie Poes Werk, welches sodann als poetologische Vorlage von Margheritis Film zu betrachten ist...


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 16.05.2018 09:08 
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Howard Vernon hat geschrieben:

Die Blu Ray aus den USA von "Garagehouse Pictures" lässt diesbezüglich Blaps Wunsch Wirklichkeit werden; die kontrastreich eingesetzten Farben (mit dominantem Rot) sowie auch die wunderschön durchkomponierten und sehr oft im Fluss begriffenen Kadrierungen sind hier Kino-artig zu erleben:


Was ist das für eine Fassung? Ist sie komplett oder entspricht sie der CMV?


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 16.05.2018 17:00 
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Wentworth hat geschrieben:
Howard Vernon hat geschrieben:

Die Blu Ray aus den USA von "Garagehouse Pictures" lässt diesbezüglich Blaps Wunsch Wirklichkeit werden; die kontrastreich eingesetzten Farben (mit dominantem Rot) sowie auch die wunderschön durchkomponierten und sehr oft im Fluss begriffenen Kadrierungen sind hier Kino-artig zu erleben:


Was ist das für eine Fassung? Ist sie komplett oder entspricht sie der CMV?


Die CMV-DVD habe ich nicht, aber auf der BD ist neben der englischsprachigen Fassung auch die uncut (was das auch heißen soll) italienischsprachige dabei (allerdings SD); außerdem gibt es eine Bonusszene, die im Stall spielt (in der englischsprachigen Version kommt auch überhaupt kein "Dracula" o. ä. vor)... die Bildqualität empfinde ich als sehr gut, zwar kein "modernes" HD-Feeling, aber kräftige Farben und alles wirkt für mich sehr natürlich und Kino-like...

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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 18.05.2018 18:41 
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Howard Vernon hat geschrieben:

Die CMV-DVD habe ich nicht, aber auf der BD ist neben der englischsprachigen Fassung auch die uncut (was das auch heißen soll) italienischsprachige dabei (allerdings SD); außerdem gibt es eine Bonusszene, die im Stall spielt (in der englischsprachigen Version kommt auch überhaupt kein "Dracula" o. ä. vor)... die Bildqualität empfinde ich als sehr gut, zwar kein "modernes" HD-Feeling, aber kräftige Farben und alles wirkt für mich sehr natürlich und Kino-like...

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Danke! Ich muss noch mal nachsehen, die Bonusszenen sind auch auf der CMV. "Die italienische Originalversion läuft rund 15 Minuten an Dialogszenen länger und lässt drei Minuten an Material vermissen, welche allerdings in der deutschen Fassung enthalten ist. Wie uns CMV mitgeteilt hat, war man bemüht darum, ein verwendbares Master der italienischen Originalfassung zu besorgen, was trotz intensiver Recherche nicht machbar war. Deshalb werden die zusätzlichen Szenen in entsprechender Qualität nur im Bonusmaterial zu finden sein." heißt es bei Ofdb.

Die deutsche Fassung ist am Ende ziemlich unverständlich, darum wäre es natürlich schön gewesen, mal eine komplette Fassung zu haben. Ich mag den Film sehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 19.05.2018 02:51 
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Wentworth hat geschrieben:
Ich mag den Film sehr.


Das ist die entscheidende Aussage, denke ich: dass Dir der Film gefällt, so wie mir; dann ist die BD aus den USA wohl zur Zeit die allerbeste Alternative: die Bildqualität ist sehr ansprechend und die Dialoge sind nicht verfälscht, um einen "Dracula" in der Geschichte unterzubringen - sehr begeistert war ich allerdings auch über die Trailer-Show, die einen "Margheriti" an den anderen gereiht hat... was jetzt die uncut-Fassung betrifft: die italienische Fassung ist dabei - wie gesagt nur SD -, allerdings dürften hier nur Dialogszenen ergänzt sein - der Film selbst ist ja überhaupt nicht graphisch...


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 19.05.2018 10:34 
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Howard Vernon hat geschrieben:
Das ist die entscheidende Aussage, denke ich: dass Dir der Film gefällt

Genau das ist auch entscheidend für mich. "Dracula im Schloss des Schreckens" ist einer der Filme, an denen ich direkt gefallen finden konnte, woran vor allem die Besetzung natürlich nicht unbeteiligt ist. Aber auch die Geschichte und Inszenierung gefällt sehr gut, denn Margheriti hat das phasenweise recht spektakulär hinbekommen. Zwar sind konventionelle Strecken immer wieder bemerkbar, was vielleicht auch an mehreren Produktionspartnern liegt, die den Film auf den jeweiligen Markt zugeschnitten haben wollten, aber der Verlauf wirkt insgesamt sehr ansprechend, als Einheit sogar überraschend. Margheriti hat in seinen Beiträgen ja quasi häufiger einen Gang zurück geschaltet und mit subtileren Mitteln gearbeitet. Daher mag ich seine Werke insgesamt sehr gerne.


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 Betreff des Beitrags: Re: DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS - Antonio Margheriti
BeitragVerfasst: 19.05.2018 13:36 
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Prisma hat geschrieben:
Aber auch die Geschichte und Inszenierung gefällt sehr gut, denn Margheriti hat das phasenweise recht spektakulär hinbekommen. Zwar sind konventionelle Strecken immer wieder bemerkbar, was vielleicht auch an mehreren Produktionspartnern liegt, die den Film auf den jeweiligen Markt zugeschnitten haben wollten, aber der Verlauf wirkt insgesamt sehr ansprechend, als Einheit sogar überraschend. .[/align]


Wenn man das Original (LA DANZA MACABRA) und das Remake im Plot vergleicht, dann überrascht schon, dass hier zum Teil bis in den Dialog hinein Übereinstimmungen vorliegen (auch wie zum Beispiel die Morde inszeniert sind, ähnelt sich sehr) - es scheint wohl tatsächlich so zu sein, dass Margheriti weniger etwas Neues schaffen wollte, als dass er einfach eine Farbversion des Schwarzweißfilms abgeliefert hat (abliefern sollte); überraschender Weise sei am ersten Drehbuch Sergio Corbucci (ebenso Co-Regie) und beim jüngeren dessen Bruder Bruno beteiligt gewesen, wenn man imdb trauen kann...

- was die Urgeschichte betrifft, da vermute ist, dass sich die Drehbuchschreiber von einigen Poe-Gedichten und vor allem von deren Titeln haben inspirieren lassen; vielleicht von "Spirits of the Dead" oder "A Dream within a Dream" - Poes "The Conqueror Worm" hatte ja auch als Titel für den USA-Vertrieb von "Der Hexenjäger" gedient, ohne dass es sonst eine inhaltliche Verbindung gegeben hätte...

- was ich allerdings überaus gelungen finde, ist, dass Margheriti in seinem DRACULA IM SCHLOSS DES SCHRECKENS Poes Frauentypus (mit dessen Symbolik aus Schönheit und Sterben - während der Mann um das Unerreichbare trauert) fast schon "literaturwissenschaftlich" (wegen der Poe-Bezüge in der Handlung) heraus skizziert hat, bei diesem Bezug zum Frauentypus müsste man eigentlich viel mehr den Fokus auf Karin Fields Charakter legen, die wesentlich grausamer ist und den Helden tödlich bedroht, wobei es in Poes Erzählung "Morella" ja auch um die Identitätsfrage geht, um die es ebenso im Film (sind die Personen lebendig oder Geister) geht...

- insgesamt werden also die typischen Standardsituationen des Genres (dunkles abgeschirmtes Haus, Inszenierung bestimmter Details, der Verlust von Erkenntnis, was wahr und was eingebildet sei) hervorragend mit zahlreichen Motiven aus Poes Werk vermischt... von der Stimmung her würde ich dann DRACULA eher mit Margheritis "Sieben Tote in den Augen der Katze" oder vielleicht sogar schon mit seinem Western "Satan der Rache" verknüpfen wollen, wo der Hauptprotagonist ja auch als übernatürliches Wesen - wie die Hausbewohner in DRACULA - inszeniert sind...


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