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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 02.11.2011 17:50 
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Janet Agren, Ivan Rassimov und der Schlangengift-D***o ... :shock:

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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 02.11.2011 19:46 
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Der Schlangengift Dildo ist schon total krank. :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 11.11.2011 00:11 
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Lebendig gefressen (Italien 1980)

Umberto Lenzi jagt seine Hauptdarstellerin Janet Agren in den Busch, am Rande des Grauens stellt er ihr Robert Kerman zur Seite, den wir in der Rolle eines Ex-Soldaten sehen. Frau Agren sucht nach ihrer Filmschwester, gespielt von Paola Senatore, die einem wahnsinnigen Sektenguru Sektenguru (Ivan Rassimov) in den Dschungel folgte. Bereits die Anreise wird zum Problem, überall wimmelt es von hungrigen Raubtieren und mordlüsternen Kannibalen. Endlich im Dorf angekommen, will Guru Ivan weder die Neulinge noch das Schwesterlein weggehen lassen, Ärger der fiesen Sorte ist vorprogrammiert! ...und die Kannibalen haben sowieso immer groooßen Hunger!

"Lebendig gefressen" punktet mit einem bemerkenswerten Ensemble, zu den bereits genannten Herrschaften gesellen sich die bezaubernde Me Me Lai und Mel Ferrer in Nebenrollen. Rassimov steht der durchgeknallte, größenwahnsinnige Sektenführer bestens zu Gesicht, die Handlung nimmt lose Bezug auf den 1978 in Guayana verübten Massenfreitod einer fragwürdigen "Religionsgemeinschaft". Umberto Lenzi erweitert seinen unterhaltsamen Abenteuerfilm um schmackhafte Möpse, grotesk aus der Wäsche glotzende Kannibalen, Mettgut darf selbstverständlich nicht fehlen, an Schauwerten mangelt es daher nicht. Für mich ist "Lebendig gefressen" eher ein Abenteuerstreifen, der Flick wird jedoch dem Kannibalenfilm zugerechnet. Was solls, ich möchte nicht in Wortklauberei verfallen, mir gefällt dieser kurzweilige Trip in die grüne Hölle extrem gut.

8/10 (sehr gut)

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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 11.11.2011 13:44 
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Als ich mir vor längerer Zeit das Bavaria Tape organisiert hatte hab ich den mal wieder in den Player geschmissen um die Quali zu checken und bin voll hängengeblieben. Der Film ist keine Sekunde langweilig, teils schön brutal, schöne Dschungel Aufnahmen, gevögelt wird auch, ein in Schlangenblut getränkter Holzpimmel wird mit voller Wucht von einem total verpsychten Rassimov in die untere Agren-Region geknallt...
an Einfallslosigkeit mangelt es dem Lenzi also nicht. Auch hat er sich bei Deodato und Martino Filmszenen "ausgeliehen", merkt man aber eigentlich nicht wenn man es nicht weiss. Keine Ahnung warum der Film bei vielen so schlecht wegkommt, mir gefällt er.

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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 11.11.2011 14:04 
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AL NORTHON hat geschrieben:
Auch hat er sich bei Deodato und Martino Filmszenen "ausgeliehen", merkt man aber eigentlich nicht wenn man es nicht weiss. Keine Ahnung warum der Film bei vielen so schlecht wegkommt, mir gefällt er.


Mit dem "Guayana " Handlungsstrang , Lenzi`s ethnologischem Standpunkt und dem Sleazegehalt war ich sehr zufrieden .
Allerdings habe ich beim Härtegrad so meine Probleme , denn ich fand den qualitativen Unterschied zwischen dem geklauten Gore und den (titelgebenden ) selbst gefilmten Szenen wirklich heftig ! Klar , alles herrlich asozial gemeint aber die Umsetzung ist schon SEHR stümperhaft ausgefallen ! "Grab mein Bein ein und friss mich lebend " ... waren ihre letzten Worte , danach werden die Schaufensterpuppen-Teile von Austausch-Kannibalen weggesnackt ! Ich fands zwar lustig , aber auch ganz schön deplaziert in diesem ansonsten gutgemachten Streifen !


Zuletzt geändert von Operazione Bianchi am 12.11.2011 00:15, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 11.11.2011 16:52 
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Da hast du schon recht, ist aber nicht so schlimm. Ich sehe den Film auch eher als Abenteuerfilm. Mit DER RACHE DER KANNIBALEN hat Lenzi wie ich finde sogar noch mehr Gas gegeben. Auch den finde ich sehr unterhaltsam, der vollgekokste JOHN MORGHEN quält alles was nicht bei 3 auf den Bäumen ist und bekommt dann die Rache der Eingeborenen am eigenen Leib ( und Unterleib ) zu spüren.

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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 11.11.2011 17:39 
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AL NORTHON hat geschrieben:
Da hast du schon recht, ist aber nicht so schlimm. Ich sehe den Film auch eher als Abenteuerfilm. Mit DER RACHE DER KANNIBALEN hat Lenzi wie ich finde sogar noch mehr Gas gegeben. Auch den finde ich sehr unterhaltsam, der vollgekokste JOHN MORGHEN quält alles was nicht bei 3 auf den Bäumen ist und bekommt dann die Rache der Eingeborenen am eigenen Leib ( und Unterleib ) zu spüren.

Ich will Dir fressen! (Poldi aus "Hallo Spencer"). LOL


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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 11.11.2011 18:59 
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Das Kanibalengenre war mit das erste Genre was ich abgegrasst habe, den Film habe ich noch, kann mich aber nicht mehr so genau erinnern. Es verschwimmen alle Kanibalenfilme ineinander, gab ja mehrere mit Rassimov oder? Egal mit dem Kanibalen bin ich eh durch, diese Übergoreszenen sind nicht mehr so mein fall...

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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 11.11.2011 19:04 
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reggie hat geschrieben:
diese Übergoreszenen sind nicht mehr so mein fall...



Ist bei mir ähnlich. Ich liebe aber Deodatos Holocaust und Lenzis Mondo Cannibale.


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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 11.11.2011 20:03 
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Diese Szenen machen nur einen kleinen Teil aus, ich finde sie eher belustigen als schockierend, sie gehören "irgendwie" dazu. IMHO sind viele Streifen des Genres besser als ihr Ruf.

Die Herren Lenzi und Deodato schienen nicht unbedingt beste Freunde gewesen zu sein, bezichtigten sich gern gegenseitig des Diebstahls. IMHO fand eher eine wechselseitige Befruchtung statt, Lenzi legte "Mondo Cannibale" vor, Deodato kam später mit dem Vogelmenschen aus der Kiste, Lenzi ritt auf der durch Deodatos "Cannibal Holocaust" losgetretenen Welle mit.


reggie hat geschrieben:
Das Kanibalengenre war mit das erste Genre was ich abgegrasst habe, den Film habe ich noch, kann mich aber nicht mehr so genau erinnern. Es verschwimmen alle Kanibalenfilme ineinander, gab ja mehrere mit Rassimov oder? Egal mit dem Kanibalen bin ich eh durch, diese Übergoreszenen sind nicht mehr so mein fall...


Bei mir waren es die üblichen Western und die unvermeidlichen Spencer/Hill Streifen. Während ich Western inzwischen wieder geniessen kann, habe ich mich vom Spencer/Hill Terror noch immer nicht vollständig erholt.

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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 11.11.2011 20:21 
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reggie hat geschrieben:
Es gab ja mehrere mit Rassimov oder?

In Lenzis MONDO CANNIBALE hatte er die Hauptrolle. In Deodatos MONDO CANNIBALE 2 spielt er auch mit.

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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 18.11.2011 19:57 
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AL NORTHON hat geschrieben:
... ein in Schlangenblut getränkter Holzpimmel wird mit voller Wucht von einem total verpsychten Rassimov in die untere Agren-Region geknallt...

Da isser, der Übeltäter.....
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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 13.03.2012 18:42 
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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 29.05.2012 22:43 
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Habe dem Film die Tage noch einmal eine Chance gegeben, da ich ihn bei der Erstsichtung einfach nur peinlich, billig zusammengeklaut und zu harmlos fand. Und siehe da, inzwischen gefällt er mir. Gegenüber den anderen Filmen aus diesem Bereich gibt es in Lebendig Gefressen kaum Längen. Dauernd ist etwas los und die Gewaltschraube wird stetig weiter angezogen.

Mich stört inzwischen auch nicht mehr, dass die meisten Effekte aus anderen Filmen stammen. Ich muss zugeben, dass sie doch relativ gut eingebaut wurden. Die eigentliche Handlung um die Sekte ist herrlich trashig (hat was von der Todesgöttin des Liebescamps, finde ich zumindest) und unterhält abseits vom Gore prächtig.


Früher für mich einer der schlechtesten Kannibalenfilme, heute gebe ich 7/10


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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 25.06.2012 21:04 
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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 25.06.2012 21:11 
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Besitze den Film auf DVD.

Habe ich noch als sehr positiv und ÜBERRASCHENDERWEISE als meilenstein des Cannibal genres im Kopf, die DVD bei mir zuhause sehe ich JEDEntag vor mir, und denke mir oft den wieder mal anzugucken, also weiss ich was ich heute tue.

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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 26.06.2012 22:31 
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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 26.06.2012 22:45 
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TRAXX hat geschrieben:
Thomas Morus hat geschrieben:
sid.vicious hat geschrieben:
Lenzis Film geht auf eine Art positiv kompromisslos vor, auf eine andere allerdings extrem Menschenverachtend. Hingegen des niveauvollen Cannibal Holocaust oder dem auf Spannung aufgebauten Cannibal Ferrox konzentriert sich Lebendig gefressen eher darauf, die Eingeborenen als das ultimative Böse darzustellen. Die beiden anderen genannten Filme, präsentieren Gründe für die Verhaltensweise der Eingeborenen, bei Lebendig gefressen, ist dieses gänzlich nicht der Fall. Der Film ist aus diesem Grunde eher zwiespältig zu sehen. Zum einen zeigt dieser Film harte Gore-Momente, die man auch von einem Film dieses Genres erwartet, allerdings auf eine eher verachtende Art und Weise.

Lebendig gefressen geht jegliche Art von Ethik ab und baut zu viel sinnlosen Tier-Snuff ein. Atmosphärisch ist dieser absolut nicht, eher anwidernd. Man kann vermuten, dass Lenzi dieses beabsichtigt praktiziert hat. Lenzi bedient sich der Menschenverachtung, dem Tier-Snuff als Mittel zum Zweck und den härtesten Film des Genres zu schaffen. Mag sein, dass ihm dieses auf Grund der Bilder gelang, allerdings in keiner positiven Weise, wie es Deodato mit Cannibal Holocaust gelungen ist.


7/10


Wow, ganz schön viel Kritik für ne Wertung von 7/10

Die Faszination des Bösen und Unmoralischen. ;)


Der Film ist knallharte 80er Kost. Das ihm Moral und Ähnliches abgeht, ist einfach nur eine Tatsache. Nichts Negatives. Im Vergleich zu heutigen widerwärtigen Kontroverslingen (dessen Namen ist nicht nennen will) innerhalb des Filmgenres ist Lenzis lebendige Fressorgie allerdings schon fast gemütlich und angenehm. Die 7 Punkte sind absolut verdient und okay. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 27.06.2012 16:27 
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Faust des Nordsterns hat geschrieben:
hat was von der Todesgöttin des Liebescamps, finde ich zumindest


Könnte daran liegen, daß beide auf dem Selbstmordmassaker der Gemeinschaft des Peoples Temple unter Jim Jones 1978 in Guyana basieren. :ugeek:

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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 02.09.2012 21:19 
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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 09.09.2012 15:23 
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"Picknick am Wegesrand"

LEBENDIG GEFRESSEN ("Mangiati vivi!" aka "Eaten Alive!" Italien 1980, Regie: Umberto Lenzi)

In New York geschehen mysteriöse Mordfälle. Auf der Flucht vor den Hütern des Gesetzes wird der Mörder überfahren. In seiner Tasche findet die Polizei die Adresse der jungen Diana, die seit 6 Monaten vermisst wird, und einen 8 mm Film, der ein grausames Ritual zeigt. Sheila (Janet Agren), Dianas Schwester, und der Abenteurer Mark (Robert Kerman) machen sich auf die Suche nach der Vermissten und geraten so in den Sog sich überstürzender Ereignisse. In den unerforschten Dschungelwäldern Neuguineas stossen sie auf eine geheimnisvolle Sekte mit abstossend-faszinierenden Kulthandlungen. Hier ist Mitleid ein Fremdwort. Wer hier eindringt, taumelt von einem Entsetzen in das andere! Fressen oder gefressen werden ist das grausame Gesetz der Kannibalen! (OFDb)

Umberto Lenzi konnte es wohl nicht verknusen, dass Ruggero Deodato nicht nur die Fortzetzung seines "Mondo Cannibale" inszeniert hat, sondern kurz darauf auch gleich den ultimativen Kannibalenfilm
"Cannibal Holocaust" schuf.
So übernahm Lenzi von diesem einige Storyelemente, ließ eine fanatische Todessekte (Jonestown?) unter der Fuchtel von Ivan Rassimov im Amazonas ansiedeln, klaute einige Szenen aus Sergio Martinos
"Die weiße Göttin der Kannibalen", sowie seines eigenen "Mondo Cannibale" (So ein Geizhals!) und fertig ist die Laube.
Mel Ferrer wirkte zu jener Zeit in einigen Italotrash-Granaten, wie "Großangriff der Zombies" (wieder der Lenzi!) oder "Die Außerirdischen" mit.
Janet Agren darf mal wieder hysterisch am Rad drehen, um gleich darauf von Robert Kerman (-der als Richard "Bolla" auch in zahlreichen Pornos zu sehen war-) eine geklatscht zu kriegen.
In einer Szene hört man sogar mal kurz in ihre Gedanken, während sie an Mark denkt: "Mmh, ich könnte ihn lieben, wenn er nur nicht so überheblich wäre..." -Tutti Frutti im Regenwald.
Was Lenzi hier abgeliefert hat, ist wohl einer der kolportagehaftesten und mieserabelsten Kannibalenfilme. Die Kannibalen sind einfach da und fallen über alles und jeden her.
In einer Szene wird besonders hübsch veranschaulicht, wie man aus einer Leiche noch ein Kanu basteln kann. Sieht jedenfalls so aus.
Und wenn man das große Glück hat, nicht von den Kannibalen kurz und klein gefressen zu werden, landet man mit Sicherheit in der Schreckenssekte des Melvyn Jonas (Ivan Rassimov).
Dieser sieht seinen Schäfchen gerne mal beim Auspeitschen zu, oder wie drei Männer hintereinander eine gefesselte Frau vergewaltigen. Gelegentlich haut er ihn auch höchstpersönlich rein.
Oder es gibt Zäpfchen aus Holz in die Muschi (-große Zäpfchen!). Melvyn ist halt ein Genießer der härtesten Kost -und im Dschungel hört dich niemand schreien!
Und damit das alles auch reibungslos läuft, müssen seine Anhänger täglich mehrmals einen Drogencocktail saufen. Melvyn lässt sich aber nicht lumpen und säuft gerne mal mit.
Die Todessekte ist so plakativ, dass die Idee tatsächlich aus der BILD stammen könnte. Tiersnuff gibt es auch -und zwar reichlich. Allerdings wirken diese Szenen hier besonders unnötig und selbstzweckhaft.
Ich bin mir nicht sicher, ob einige davon auch aus anderen Filmen geklaut wurden, aber das macht die Sache nicht wirklich besser.
Und den Film sowieso nicht.

3/10 Punkte.

Empfehlen würde ich diese Schnetzeljagd im Regenwald in der alten "Blood Edition" > *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** oder > *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Die XT hat zwar ein remastertes Bild, aber es lag keine vollständige Fassung in guter Qualität vor. Also hat man viele Stellen aus der "Blood Edition" in die Remastered-Version eingefügt.
An diesen Stellen gibt es dann immer nervige Bildsprünge. Zudem hat man das Ganze auf 16:9 (anamorph) gematted, was nicht in jeder Einstellung von Vorteil ist. In einer Szene sieht man nur noch Marks halben Kopf.
Die Qualität der Remastered-Version ist dafür sehr gut. Zu gut für diesen Film! Die Effekte wirken nicht mehr so überzeugend, wie bei der "Blood Edition".

Kurz darauf meldete sich Umberto mit einem weiteren Kannibalenschocker zurück:
"Cannibal Ferox" -Eigentlich auch ein übler Film, aber ich mag ihn, vor allem wegen John Morghen -der dürfte den Film allerdings hassen!
Vor allem wegen der Tiersnuffszenen, die es auch hier reichlich zu sehen gibt.

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PHOBOS (Trailer - deutsch)


THC statt TTIP!


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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 09.04.2013 17:50 
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Blap hat geschrieben:
Diesmal im Ultrakurzformat:
Lebendig gefressen (Italien 1980)

..Was solls, ich möchte nicht in Wortklauberei verfallen, mir gefällt dieser kurzweilige Trip in die grüne Hölle extrem gut.

8/10 (sehr gut)


Mir auch!
Bei der Auswahl der Damen bewies Lenzi Gschmack: ME ME LAI, JANET AGREN, PAOLA SENATORE waren/sind schon Augenweiden. Dumm für ME ME & PAOLA, dass die Kannibalen das Wörtchen "vernaschen" wortwörtlich nahmen ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 09.04.2013 17:56 
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@ sagger:

Coole "MANGIATI-Sammlung" hast du da!! Echt spitze! :wiegeil:


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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 09.04.2013 17:58 
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italo hat geschrieben:
Der Schlangengift Dildo ist schon total krank. :mrgreen:



Der DILDO wurde aber mit BLUT getränkt & nicht mit Gift!
Gravierendster Fehler: Die Handlung spielt ja angeblich auf Neu-Guinea. Dort gibt es aber keine KOBRAS!

Übrigens: interessant ist, dass MV hier im Horrorthread angeführt ist; CANNIBAL FEROX im Exploitation- & Trash-Thread.


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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 09.04.2013 18:06 
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Guilala hat geschrieben:
Oder es gibt Zäpfchen aus Holz in die Muschi (-große Zäpfchen!).




Gibs zu, sowas macht dich doch geil! :)


Spaß beiseite, ich finde alle Kannibalen Filme abstoßend und widerwärtig. Trotzdem mag ich ein paar davon.


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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 09.04.2013 18:39 
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italo hat geschrieben:
....ich finde alle Kannibalen Filme abstoßend und widerwärtig. Trotzdem mag ich ein paar davon.



Abstoßend finde ich, wenn absichtlich Tiere gequält & getötet werden nur um den Film angeblich halt "authentischer" wirken zu lassen!
Ich selbst habe seit meiner Kindheit schon Schlangen; da packt mich schon mal auch die Wut, wenn man sieht, wie z.B. eben in MANGIATI VIVI die bleistiftdünnen, grünen BAUMSCHNÜFFLER (Gattung AHAETULLA) mit bloßen Händen förmlich auseinandergerissen werden! Oder wie in MONDO CANNIBALE 2 - DER VOGELMENSCH eine Python in eine Höhle gezerrt & dort massakriert wurde! Gegen eingebaute, reale Tierkampfszenen spricht eigentlich nichts; außer, dass sie nicht immer schön anzuschauen sind!
Der sonstige Splatter- & Goregehalt ist ansonsten gewiss auch nicht schlimmer als bei anderen Horrorfilmen; denn auch in Zombiestreifen werden z.B. Gedärme & Gehirne rausgerissen etc....
Und offensichtlich lieferten sich auch die Regisseure damals irgendwie Konkurrenzkämpfe. DEODATO gegen LENZI. Letzterer besiegelte mit CANNIBAL FEROX bekanntlich das Ende der Kannibalen-Schlachtfeste.


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 Betreff des Beitrags: Re: AW: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 09.04.2013 18:56 
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Aufgrund dieser Tiersnuff-Widerwärtigkeiten, werde ich mir niemals solche Filme ansehen. Ich verurteile diesen Dreck zu tiefst. Auch aus filmhistorischer Sicht, gibt es für mich keine Rechtfertigung für solche Darbietungen.

Gleiches gilt z.B. für die Dmax Survival Scheiße.

Aber....das ist Grundsatzdiskussion und damit OT.

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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 09.04.2013 19:14 
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Cerastes hat geschrieben:
Bei der Auswahl der Damen bewies Lenzi Gschmack: ME ME LAI, JANET AGREN, PAOLA SENATORE waren/sind schon Augenweiden.

Ach sieh mal an, die schöne Paola Senatore spielt da mit?! Muss ich doch wirklich mal meine Blutedition suchen! Wo habe ich sie nur...


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 Betreff des Beitrags: Re: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 09.04.2013 20:03 
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KualaLumpur hat geschrieben:
Cerastes hat geschrieben:
Bei der Auswahl der Damen bewies Lenzi Gschmack: ME ME LAI, JANET AGREN, PAOLA SENATORE waren/sind schon Augenweiden.

Ach sieh mal an, die schöne Paola Senatore spielt da mit?! Muss ich doch wirklich mal meine Blutedition suchen! Wo habe ich sie nur...



Ja, und leider wird die PAOLA (wie auch die rassige ME ME) in doppelter Hinsicht vernascht.....
Frei nach dem Motto: schnipp-schnapp-Brust ab! :o


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 Betreff des Beitrags: Re: AW: LEBENDIG GEFRESSEN - Umberto Lenzi
BeitragVerfasst: 09.04.2013 20:08 
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requiescat.in.pace hat geschrieben:
Aufgrund dieser Tiersnuff-Widerwärtigkeiten, werde ich mir niemals solche Filme ansehen. Ich verurteile diesen Dreck zu tiefst. Auch aus filmhistorischer Sicht, gibt es für mich keine Rechtfertigung für solche Darbietungen.

Gleiches gilt z.B. für die Dmax Survival Scheiße.

Aber....das ist Grundsatzdiskussion und damit OT.


Echte Tiere wurden aber auch in anderen Genres geopfert! Das sollte wohl klar sein.
Immerhin hat beispielsweise das Label XT die Zeichen der Zeit erkannt und so gibt es beispielsweise CANNIBAL FEROX in einer Version OHNE TIERSNUFF!


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