Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 30.09.2012 18:50 
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Nun, was soll man zu Sergio Martino großartig sagen? Jeder kennt ihn und fast jeder liebt seine Filme. Unbestritten ist, dass er einer der einflußreichsten Genre-Regisseure ist, der so ziemlich in jedem Genre zuhause war.

Umso mehr freut es mich, dass er sofort einem Exklusivinterview für Dirty Pictures zusagte. Er war sofort kooperativ und hat geduldig und trotz einiger Pannen, geantwortet, stets freundlich und zuvorkommend. Das machte mir seine Person gleich noch um einiges sympathischer! Von Arroganz keine Spur!

Ich habe versucht, ein möglichst breites Spektrum an Fragen abzudecken. Ich hoffe es ist mir gelungen und es ist für jeden etwas dabei.

Es ist mir eine besondere Ehre, euch mein kleines Gespräch mit Sergio präsentieren zu dürfen! Viel Spaß beim Lesen!

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Bezüglich der Definition des Giallo-Filmgenres, gibt es unter den Fans eine Menge an Diskussionen. Einige glauben, ein Killer mit schwarzen Handschuhen, Nacktheit und explizite Morde wären essentiell. Die andere Fraktion sieht das Genre aus dem Blickwinkel der innovativen Kameraführung und Regie, und dem Einsatz von Loungemusik. Offensichtlich haben die Filme viel gemeinsam, aber dennoch ist es sehr schwer, ein Muster zu sehn, das allgemeingültig wäre. Sie haben ja eine Menge schöner Gialli, wie zum Beispiel TUTTI I COLORI DEL BUIO (aka, Die Farben der Nacht), LO STRANO VIZIO DELLA SIGNORA WARDH (aka. Der Killer von Wien) oder LA CODA DELLO SCORPIONE (aka. Der Schwanz des Skorpions) gedreht. Was war ihre Intention beim Drehen hinsichtlich des Zuschauers? Gab es so eine Art Schablone der sie folgten, beziehungsweise wurden sie durch besondere Begleitumstände inspiriert? Was ist ihrer Meinung nach der bahnbrechendste Giallo?
Ich glaube alle eure Behauptungen sind richtig: Das Ziel war erfolgreich sein und die notwendige Zutaten, die die Produzenten wollten waren mehr oder weniger explizite gewalt, Nacktheit und Suspense-Situationen. Der Regisseur musste das durch die Bilder so gut wie möglich verwirklichen. Es war also wichtig, dass alle diese Komponenten im Drehbuch dabei sein mussten. Wichtig waren auch das Lichtspiel, das Umfeld und die Fantasie in der Auswahl der Bildeinstellungen, sowie auch die Logistik.

Viele Gialli spielen sich ja im Umfeld der gehobenen Gesellschaft ab. Zielten die Filme auf dieses Publikum ab oder waren es reine Unterhaltungsfilme? Wie populär war das Genre? Gab es eine große Fangemeinde?
Die Auswahl des Umfelds war wichtig, um einen Großteil der Zuschauer zu fesseln: Dieses gesellschaftliche Umfeld hat die Bilder reicher und interessanter gemacht. Aber in meinen Filmen war nicht nur die Auswahl der Location, in der die Protagonisten lebten von Bedeutung, auch die Phsychologie von Opfer und Täter war wichtig. Es war eine sehr erfolgreiche Zeit und das Publikum liebte das Genre.

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1973 drehten sie ja zusammen mit dem Giallo I CORPI PRESENTANO TRACCE DI VIOLENZA CARNALE (aka. Torso) ihren ersten Gangsterfilm MILANO TREMA. Aus der Sicht des Regisseurs, wie sehen sie die Unterschiede beider Genres? Es gibt ja zwischen dem Polizeifilm und dem Giallothriller einige Überschneidungen. Spiegelten die Polizeifilme, die sie und eine ganze Armada von Regisseuren fabrizierten, wirklich den Zeitgeist, wie so oft behauptet wurde? Sahen sie jemals die Gefahr, die dem Genre häufig unterstellt wurde, faschistisches Gedankengut zu verbreiten und zur Lynchjustiz aufzurufen? Oder war das alles mit einem Augenzwinkern zu verstehen? Die Drehs dieser Filme waren wegen der vielen Actionszenen sicher schwer umzusetzen.
Sicher waren beide Genres schwierig zu drehen. Egal in welchem der beiden Genre, es muss immer etwas Spannung dabei sein, da es den Zuschauer bei der Stange hält und gleichzeitig muss der Zuschauer auch verstehen wer böse oder schuldig ist. Auch die Polzeifilme waren sowohl in Italien, wie auch weltweit sehr beliebt.

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In ihrem Gesamtwerk nimmt der Western MANNAJA ja eine besondere Stellung ein. Im Jahre 1977 gedreht, war er ja einer der letzten großen Italo-Western. Besonders an dem Film ist das Miteinfliessen von Horrorelementen, was bei einem Western recht ungewöhnlich ist. Wie kam es zu dem Entschluß?
Es war einer der letzten Italo-Westernfilme der gedreht wurde, also habe ich versucht, noch einmal etwas Besonderes zu drehen. Ich wollte nochmal beeindruckende Bilder kreieren, aber ich denke, dass ich nicht mit Absicht Horrorelemente eingebaut habe.

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Wie fiel ihre Wahl auf Maurizio Merli in der Hauptrolle. Er wurde ja durch seine brutalen Polizeifilme bekannt und bekleidet bei MANNAJA seine einzige Westernrolle und gleichzeitig die einzige Zusammenarbeit mit ihm.Er ist leider viel zu früh gestorben. Wie war die Zusammenarbeit mit ihm?
Er war der neue und erfolgreichste Schauspiel-Star in der großen Zeit der Polizeifilme und er hatte einfach Lust, mal einen Western zu drehen. Ich hatte eine sehr professionelle Arbeitsbeziehung zu ihm und habe in als sehr sympathisch in Erinnerung.

Mit LA MONTAGNA DEL DIO CANNIBALE (aka. Die weisse Göttin der Kannibalen) drehten sie einen Klassiker des Kannibalengrenres. Der Film wurde wegen seiner Brutalität in Deutschland beschlagnahmt. Was denken sie darüber?Aussergewöhnlich ist ja die Tatsache, das ein großer Star wie Ursula Andress, mitwirkte. War es schwierig sie für das Projekt zu gewinnen? Welche Erinnerungen haben sie an Frau Andress?
Das Verbot war, glaube ich, wegen der Szene, in der die Boaschlange den Affen tötet, begründet. Es war eine Szene, die fast nur zufällig gedreht wurde. Im Rückblick und mit einiger Zeit Abstand, tut es mir leid, dass ich diese Situation eingebaut habe, aber der Dreh hatte auch das Ziel, Doku-Elemente einzubauen. Ursula Adress hatte mit mir zuvor schon eine Komödie gedreht (40 Gradi Sotto Il Lenzuolo aka. Müssen Männer schön sein?), also kannte ich sie schon, zumal sie seit Jahre auch schon in Italien lebte.

Sie drehten ihre Filme sehr oft an exotischen Schauplätzen. Das waren sicher extreme Anforderungen an die Logistik und an das Filmteam. An welchen Dreh erinneren sie sich diesbezüglich mit Schrecken? Gab es irgendwelche gravierenden Pannen, die ein Projekt fast zum Scheitern brachte?
Exotische Plätze sind schön, aber nur zum Urlaub machen. Zum Arbeiten ist es umständlich wegen z.B. der Hitze und Luftfeuchtigkeit. Man muss fit sein für so eine Arbeit in solcher Umgebung: Aber ich war jung und habe das Abenteuer geliebt. Ein sehr schlimmer Vorfall war der Unfalltod eines Schauspielers, mit dem ich sehr befreundet war. Es war eines der schlimmsten und traurigsten Erlebnisse meines Lebens. Trotz allem haben wir es geschafft den Film fertig zu drehen. Der Dreh fand unter anderem auf dem Colorado River in Arizona statt.

Bei den Abenteuerfilmen IL FIUME DEL GRANDE CAIMANO (aka. Fluß der Möderkrokodile) und LA ISOLA DEGLI UOMINI PESCI (aka. Insel der neuen Monster), drehten sie mit einem anderen bekannten Superstar und James Bond-Girl Barbara Bach zusammen. Gibt es daran besondere Erinnerungen? War die Kooperation mit ihr schwierig? Sie war ja schließlich ein Bond-Girl!
Mit Barbara Bach hatte ich eine gute Beziehung, in Bezug auf Zusammenarbeit und Sympathie. Sie war immer sehr kooperativ, aber die zwei Filme die ich mit ihr gedret habe waren einfacher in der Logistik, ausser den Fluß-Szenen.

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In Deutschland sind ihre Endzeitfilme, allen voran 2019: DOPO LA CADUTA DI NEW YORK (aka. Fireflash) und VENDETTA DAL FUTURO (aka. Paco - Kampfmaschine des Todes) sehr populär. Hätten sie das erwartet, dass diese, hier so oft geschmähten „Kiesgruben“-Filme eine derartige Fangemeinde haben?
Erfolg ist das Ziel jeden Films: Das Problem ist, wenn man keinen Erfolg, bleibt man entäuscht zurück. Aber einen Film falsch zu machen hilft den nächsten besser machen.

1999 wagten sie mit MOZART È UN ASSASSINO einen erneuten Ausflug in das Giallo-Genre. Leider ist es sehr schwierig den Film zu bekommen. Genauso ist es mit vielen ihrer Filme, obwohl es ein regelrechtes Revival des Genrefilms gibt. Viele neue Filme wie etwa Dario Argentos GIALLO, oder der französische Film AMER läuteten ja ein kleines Comeback ein. Trotzdem werden solche Filme, die sich abseits des Mainstreams bewegen, von sämtlichen Kinos und TV-Sendern regelrecht ignoriert. Wie sehen sie diese Entwicklung? Hat der Genrefilm noch eine Zukunft?
MOZART È Un ASSASSINO ist ein Fernsehfilm und ist in vielen europäischen TV-Anstalten gelaufen. Ich glaube er hat auch im Ausland etwas Erfolg gehabt. ULTIMO RIGORE ist eine TV-Serie und wie in alle Serien, hat sie natürlich andere Zutaten als ein Kinofilm: Mehr Gefühle und weniger Action. Bald wird ein neuer Film von mir rauskommen IL PAESE DELLE PICCOLE PIOGGE, in Kenia abgedreht, ein Abenteuerfilm, sehr gefühlvoll und an einem exotischen Schauplatz gedreht.

Sie können auf eine riesige Filmographie zurückblicken, die so ziemlich alle Genres abdeckt. Welcher ihrer Filme liegt ihnen besonders am Herzen?
Meine TV-Erfarungen sind vielfältig. Eine meine besten Arbeiten war DELITTI PRIVATI (aka. Mord in der Toscana, ein Vierteiler), welche in Italien und im Ausland Erfolg hatte. Es war ein schöner Giallo, mit gutem Handwerkszeug und guten, internationalen Schauspielern.

Ab dem Jahre 2000 drehten sie ja vor allem Dramen wie L´ULTIMO RIGORE. War das eine bewusste Abkehr vom Genrefilm? Haben sie die Lust an solchen Filmen verloren, oder fehlte bisher einfach das passende Drehbuch?
Es waren die Jahre, in denen Italien vor allem im Exportbereich stark war und in denen das italienische Kino eine einzigartige Industrie wurde. Die Krise entstand, weil Amerika in den 80er Jahren immer mehr technischen Fortschritt aufzeigte, und besonders Italien, wegen politischer Probleme und Blindheit, nicht verstand, dass es sich anpassen sollte und somit den Anschluss verlor. Die Politik war nicht an Technologie und Fortschritt interessiert, sondern nur an sich selbst.

Wie viele ihrer Kollegen, machen sie immer wieder TV-Serien. Besonders hervorzuheben ist DELITTI PRIVATI, der sogar im deutschen TV lief und die spannende Polizeiserie CARABINIERI. Sehen sie hier verstärkt ihre Zukunft? Inwieweit unterscheidet sich eine solche Serie von einem Film, bezüglich Budget, Regie und eigenen Ideen?
Schon beantwortet ;)

Vor dem Zusammenbruch des italienischen Kinos, war es ja Gang und Gäbe, dass es eine enge Zusammenarbeit und Ko-Produktionen mit anderen Ländern gab. Würden sie hier eine Chance für das Erstarken des europäischen Kinos entgegen dem Hollywoodkino sehen? Oder sind die Interessen der europäischen Filmnationen wie Frankreich, Deutschland und Co. Als zu unterschiedlich? Welche Erfahrungen haben sie mit den Länderübergreifenden Kooperationen gemacht? Mussten sie viele Kompromisse eingehen?
Ich denke gerne an zurück an alle Filme, die ich mit Ausländern gedreht habe. Gute und professionelle Techniker sind überall, auch in Ländern wie Indien und Marokko.

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Nach und nach, wächst eine neue Generation von Fans heran, die die glorreichen Zeiten der Kinovorführungen ihrer Filme nicht mehr mitbekommen haben. Ihre bekanntesten Filme werden ja mittlerweile in zig verschiedenen Editionen angeboten. Macht sie dieses neue Interesse stolz, oder wollen sie von diesen Filmen, nach denen immer wieder gefragt wir, endlich ihren Frieden haben? Nehmen sie überhaupt Notiz von den vielen Neuauflagen der Filme?
Nein, ich bin aber gleichzeitig froh über die Erlöse, die ich dafür bekomme.

Wie würden sie ihren Stil beschreiben? Viele Regisseure wie zum Bespiel Dario Argento, werden an einem bestimmten Stil festgemacht. Ihre Filme bieten optisch und in der Inszienierung einiges, doch werden sie häufig als solider Handwerker und Auftragsregiesseur bezeichnet. Können sie sich mit der Bezeichnung identifizieren?
Ich glaube schon, sicher, es ist ein Job, den ich aber liebe, auch wenn er stressig und anstrengend ist. Mich zu definieren ist aber nicht meine Aufgabe. Das sollen andere machen.

Gab es in ihrer Karriere jemals einen Punkt, an dem sie alles hinschmeissen wollten?
Nein, vielleicht nur jetzt, sage ich mir, das vielleicht besser wäre aufzugeben, aber wenn mir ein Film mir gelingt und ich sehe, dass ich es noch kann, solange ziehe mich nicht zurück.

Mit welchem ihrer Kollegen arbeiteten sie am liebsten zusammen?
Also, bevorzugte Kameramänner, Produzenten und Bühnenbildner habe ich natürlich, aber ich fände es nicht nett, Namen zu nenne oder sie in Kategorien einzuteilen.

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Wie kann man sich den Privatmann Sergio Martino vorstellen? Was treibt sie an?
Ich liebe Berge mehr als das Meer, ich habe eine tolle Familie und Töchter, die sich gerade ihren Platz im Leben suchen und die sehr klug und ehrlich sind. Eine Tochter will den gleichen Job wie ich machen, aber ich hoffe, dass sie es auch ohne Hilfe und Empfehlung von mir schafft, erfolgreich zu werden.

Besonders bemerkenswert ist ja die Tatsache, dass sie als junger Mann sogar bei Mario Bavas LA FRUSTA E IL CORPO als Regieassistent gearbeitet haben. Hätten sie nicht wieder Lust einen gothischen Gruselfilm zu drehen, so als Rückkehr zu den Wurzeln?
Vielleicht drehe ich im nächsten Jahr sogar einen Horrorfilm in Kanada ;)

Was darf man von ihnen in Zukunft erwarten? Gibt es schon konkrete Pläne? Wie lange werden sie weiter Filme drehen? Solange ich die Gelegenheit dazu habe. Aber jetzt versuche ich besser auszusuchen und nicht immer gleich zuzusagen.

Verraten sie uns bitte zum Schluß noch ihren Lieblingsfilm, ihr Lieblingsbuch und ihre Lieblingsmusik.
Film: Moderne Zeiten von Charlie Chaplin
Musik: Alles von Mozart
Buch: Ullysses von James Joyce

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Mille grazie, Maestro!

(Sämtliches Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Sergio Martino)

Interview geführt von Malastrana mit Unterstützung von Operazione Bianchi
Übersetzung deutsch/italienisch & italienisch/deutsch: Daniela Endl (Brasilien) - Vielen Dank! <3

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
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(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 30.09.2012 19:01 
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Spitzen Interview ! mit ganz großem Abstand das beste hier im Forum !!!! :P
Das warten hat sich gelohnt ! :D

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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
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:manpower: Echt super geworden das Interview ;)

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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
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Ganz großartige Sache, Mala (und OB)! Vielen Dank! :)

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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 30.09.2012 19:19 
Es ist eine große Ehre für dich, dieses Interview geführt zu haben und eine große Ehre für uns, es so exklusiv zu lesen.

Vielen Dank.

Großartig.


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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 30.09.2012 19:22 
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Tolles und sehr sympathisches Interview. Weiterhin absolut großartig, das Sergio Martino die Bilder zur Verfügung gestellt hat.

:burns:

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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 30.09.2012 19:26 
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Das freut mich auch, dass er ohne weiteres die Bilder freigegeben hat! Und er hat im Gegensatz zu anderen, kein Geld verlangt! Es ist wirklich eine große Ehre fürs Forum!

Und Danke fürs Lob, Leute! Dann hat sich die Mühe und der Schweiß gelohnt! :)

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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 30.09.2012 19:49 
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Auf jeden Fall ein große Ehre. Einer der ganz Großen auf dem Regiestuhl und dazu noch natürlich und entgegenkommend. Finde das wirklich großartig.

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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 30.09.2012 19:52 
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Echt, Mala, wirklich scharfsinnig ausgetüftelte Fragen, die du da gestellt hast! Sowas würde ich im Leben nicht hinbekommen. Investigativ wird da gross geschrieben - toll.

(nur manchmal Schade, dass Martino an einigen Fragen ein wenig vorbeihuscht, aber egal... schön, dass er sich zu uns 'herabgelassen' hat...)

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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 30.09.2012 20:08 
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Malastrana wrote:

Und Danke fürs Lob, Leute! Dann hat sich die Mühe und der Schweiß gelohnt! :)


Ehre wem Ehre gebührt. Wirklich ein schönes Interview und eine tolle Sache.


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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 30.09.2012 20:22 
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Geil ! Danke !!!


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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
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:231: Gute Arbeit!


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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 30.09.2012 21:31 
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Ja, großes Lob an Malastrana und an Maestro Martino, dass er dies zum Nulltatrif gemacht hat und noch dazu so schöne Bilder zur Verfügung gestellt hat. Klasse!


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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 30.09.2012 21:56 
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Sehr schöne Sache! Vielen Dank nochmal an alle, die die ganz Kontaktaufnahme und das Interview in die Wege geleitet haben. :)

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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 01.10.2012 01:14 
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Tolles Interview, :jc_thankyou: der Mann kommt sehr bodenständig rüber. Erinnert mich wieder daran, dass ich viel zu wenig von ihm kenne, das muss sich ändern!


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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 01.10.2012 08:08 
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Danke! Sehr aufschlussreiches Interview! :231:


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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 01.10.2012 10:15 
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also, nicht sauer sein, ich schätze das engagement, dass du in diese interviews steckst, ABER dieses hier ist leider, wie soll ich´s nett formulieren, etwas äh "inhaltslos"... klar ist es toll, ein paar worte vom großmeister einzufangen, aber der informationsgehalt geht hier leider gegen null. sorry. fast jede frage ist länger als die antwort, fast jede antwort ist ein unisex-stehsatz wie aus einer presseaussendung... mein gott, was könnte der gute sergio alles erzählen - DAFÜR würde ich dann auch gerne zahlen!

hoffe diese "kritik" läßt sich auch ohne fanboy-shitstorm verarbeiten.

mondomedia


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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 01.10.2012 10:34 
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Tolles Interview! Danke Malastrana.
Hätte ich ja nicht gedacht, dass man so jemanden für ein Interview für ein Forum bekommt. Und das auch noch unentgeltlich.... Da gefällt mir Senior Martino doch gleich noch etwas besser!

Also für die Aktion und für Martino gibt's ein fettest: :231:


Allerdings muss ich mich auch etwas der Kritik von mondomedia anschließen.
Die Fragen sind unfassbar lang und toppen damit sogar fast immer die Länge der Antworten.
Und es wird auch zu viel in eine Fragestellung gequetscht. Da gibt es in einer (!) Frage fünf bis sechs Fragezeichen.... Da wäre ich als Interviewpartner auch etwas überfordert gewesen und hätte simple Antworten gegeben. (Allerdings kann das ja auch an mangelnden Englisch-Kenntnissen seitens Martino liegen).

Zusammengefasst: Grundsätzlich eine Top-Aktion, aber für's nächste Mal vielleicht den Frangenkatalog besser aufbauen und ggf. auch mal was streichen!


Grüße,
Nero


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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 01.10.2012 11:55 
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Mondo & Nero:

Hey, Danke für die Kritik! Da sind wir euch natürlich nicht böse, warum auch? Es muss ja nicht alles Lobhudelei sein!

Ich werds mal ein bisschen erläutern:
Erstmal, das Interview wurde auf italienisch geführt, da ich bei englischgeführten Interviews bei Italienern immer die Befürchtung von einsilbigen Antworten habe.

Das Interview war seit Juli diesen Jahres geplant. Sergio hatte aber keine Zeit und hat einen vagen Termin im September vorgeschlagen. Er hat sich trotz Zeitmangels an den Termin gehalten, was ich ihm sehr hoch anrechne.

Danach haben wir beide (Bianchi und ich) uns Fragen überlegt, bei denen man Details bei ihm rauskitzeln können. Aber wie ihr beide schon angemerkt habt, sind die Fragen leider teilweise länger als die Antworten. Der Schlingel hat sich bei einigen Antworten etwas gedrückt, oder ist leider nicht so ausführlich, wie wir es nach der Fragestellung erwartet hätten, eingegangen.

Ich bin aber sehr froh, dass das Interview in der Form überhaupt geklappt hat, da es eine reglrechte Pannenserie gab, die es immer wieder verschoben hat (Pc-Abstürze, verlorengegangene Mails,...). Sergio war aber immer hilfsbereit und zuvorkommend, was mir dann doch ein gutes Gefühl gab. Die Übersetzung hat sich auch recht kompliziert gestaltet - Hierbei nochmal ein großes Danke an die Daniela ("Südamerikakonnektion").

Ihr habt natürlich recht, das Interview ist nicht 100% perfekt, aber trotzdem eine schöne und vor allen Dingen exklusive Sache!
Martino ist in meiner Gunst auf alle Fälle gestiegen, da er ein sehr bodenständiger Mann ist und sogar die Bilder seiner Seite für uns freigegeben hat, was nicht selbstverständlich ist! Was auch nicht selbstverständlich ist, er hat keine Geldvorderungen gestellt! Bei vielen ist die erste Antwort: "Only for money!"

Also, ich verstehe eure Einwände auch und versuche die Interviews immer ein bisschen besser zu machen und was zu bieten. Leider bin ich aber kein professioneller Interviewer, sondern ein Laie, der noch reinwachsen muss. Spaß macht mir die Sache aber trotzdem! :)

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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 01.10.2012 12:02 
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@Malastrana: Sehr gute Sache, vor allem beweisen die Fragen, dass du dich im italienischen Genrekino gut auskennst. Leider bleiben die (nett-unverbindlichen) Antworten von Martino ab und zu ein bisschen hinter der Qualität der Fragen zurück, aber allein dass hier so ein Exklusivinterview mit Martino entstanden ist, lässt mich den (imaginären) Hut vor dir ziehen.

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Higurashi no Naku Koro ni


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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 01.10.2012 18:35 
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Auch von mir: :manpower:

Interviews sind halt immer eine Art Glücksspiel. Da kann man noch so tolle Fragen stellen, wenn das Gegenüber da nicht drauf eingeht, hat man eben Pech gehabt. Andererseits... wenn man jemanden erwischt, der gerne plaudert und eine Anekdote nach der anderen aus dem Hut zaubert, da wird das Grinsen dann immer breiter.

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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 02.10.2012 16:33 
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Respekt Kinder,Respekt!!!!
Super Interview und dann noch exklusiv.
Hut ab!!!!!!!!


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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 02.10.2012 21:31 
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Holla, hier wurde eine echte Größe des Italo-Kinos befragt. Ich möchte diese schöne Arbeit nicht unterbewerten, allerdings sind einige Antworten des Herrn Martino wenig nahrhaft geraten. Andererseit kommt der alte Mann entwaffnend trocken aus der Kiste, antwortert auf die Frage nach dem eigenen Interesse an Wiederveröffentlichungen seiner Werke: "Nein, ich bin aber gleichzeitig froh über die Erlöse, die ich dafür bekomme." Schade, aber ich ziehe vor der schnörkellos ehrlichen Antwort den Hut.

Mit dem tragischen Tod eines befreundeten Schauspielers ist Claudio Cassinelli gemeint? Hier hätte ich gern mehr darüber gewusst, wie es zur Enthauptung durch einen Hubschrauber kommen konnte. Erschreckendes Ende eines großartigen Darstellers.

Gewisse Sprachbarrieren machen eine gezielte Befragung nicht unbedingt leichter, schon gar nicht detailliertes Gebohre. Respekt, Ruhm und Ehre für den Interviewer, vielen Dank für den Lesestoff.

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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 03.10.2012 12:22 
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Blap wrote:

Mit dem tragischen Tod eines befreundeten Schauspielers ist Claudio Cassinelli gemeint? Hier hätte ich gern mehr darüber gewusst, wie es zur Enthauptung durch einen Hubschrauber kommen konnte. Erschreckendes Ende eines großartigen Darstellers.



Nein , der traurige Vorfall mit Casinelli ereignete sich bei den Dreharbeiten zu "Paco" ! Was für eine Verschwendung ... :(

Welchen Todesfall Martino hier angesprochen hat müßte sich recherchieren lassen , auf jeden Fall war auch mir diese Information völlig neu ! ;)


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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 03.10.2012 12:26 
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Operazione Bianchi wrote:
Nein , der traurige Vorfall mit Casinelli ereignete sich bei den Dreharbeiten zu "Paco" ! Was für eine Verschwendung ... :(

Welchen Todesfall Martino hier angesprochen hat müßte sich recherchieren lassen , auf jeden Fall war auch mir diese Information völlig neu ! ;)


Das Claudio Cassinelli während des Drehs zu Paco verstarb ist mir bekannt. Martino spricht von Arizona, dort ist das Unglück mit Cassinelli passiert.

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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 03.10.2012 12:29 
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Dann wird er wohl doch Cassinelli gemeint haben ... :?


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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 03.10.2012 12:36 
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:o geköpft ? Heftig...

Dachte, es wäre ein Hubschrauberabsturz und er hätte drin gesessen oder so ähnlich....

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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 03.10.2012 12:58 
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Malastrana wrote:
Ich werds mal ein bisschen erläutern:
Erstmal, das Interview wurde auf italienisch geführt, da ich bei englischgeführten Interviews bei Italienern immer die Befürchtung von einsilbigen Antworten habe.


Erstmal vielen Dank für das Interview und die Mühe, die Du Dir gemacht hast! Das Forum ist Dir zu großem Dank verpflichtet.

Bzgl. der Sprache, das ist mir auch aufgefallen. Meist ist man in der Muttersprache wesentlich differenzierter. Antworten kommen ungefiltert heraus, es wird nicht noch nach Vokabeln gesucht.


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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 04.10.2012 17:33 
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Für die Gegebenheiten echt toll. Hab mal ein paar Links drauf gesetzt.

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 Post subject: Re: Interview mit SERGIO MARTINO
PostPosted: 06.10.2012 18:41 
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Danke, Affenmann! Auf welchen Seiten hast du lLinks gesetzt?

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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