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 Betreff des Beitrags: ALLE FÜR EINEN - PRÜGEL FÜR ALLE - Bruno Corbucci
BeitragVerfasst: 11.06.2013 17:49 
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Alle für einen – Prügel für alle (Tutti per uno... botte per tutti; ITA/SPA/GER 1973)
R: Bruno Corbucci

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Dart Clotheswater ist endlich alt genug um sein Heimatdorf Cheese Valley zu verlassen und in die Welt hinauszuziehen um als Texas Ranger Ruhm und Ehre zu erlangen. Dabei sollen ihm die alten Freunde und Kollegen seines Vaters helfen, Aramirez, Mac Athos und Portland. Noch bevor er die ehemaligen Weggefährten seines Vaters aufsucht kreuzt der Bankier Leduc seinen Weg. Dabei erfährt Dart von einer Ladung Gold, die Leduc illegal nach Mexiko schleusen will. Daraufhin vergisst Dart schnell Glanz und Gloria und macht sich mit den drei ehemaligen und ziemlich abgebrannten Texas Rangern auf die Jagd nach dem Gold. Das Unternehmen gestaltet sich allerdings nicht gerade einfach, denn auf dem Gold sitzt die hübsche Alice, die die wertvolle Ladung in einem Krankenwagen getarnt nach Mexiko liefern soll.

Dart: "Am übertriebenen Gepinkel erkennt man den Spion im Winkel."

Der vielbeschäftigte Regisseur und Drehbuchautor Bruno Corbucci, allein als Regisseur drehte er über 50 Filme, inszenierte während seiner langen Laufbahn insgesamt drei Western, davon zwei Komödien. Sein einzig harter Genrebeitrag war der ausgezeichnete Spara, Gringo, spara (Im Staub der Sonne), in dem sich Brian Kelly mit dem Jungspund Fabrizio Moroni rumschlagen muss. Seinen ersten Beitrag zum Genre lieferte Corbucci bereits 1966 mit dem parodistischen Ringo e Gringo contro tutti mit Lando Buzzanca als Gringo und Raimondo Vianello als Ringo. Die Filme, bei denen er am Drehbuch beteiligt war hören sich dabei um einiges imposanter an als seine Regiearbeiten. Befinden sich darunter doch Klassiker wie Django und Il grande silenzio (Leichen pflastern seinen Weg), beide von seinem Bruder Sergio, oder Enzo G. Castellaris Johnny Hamlet (Django – die Totengräber warten schon), bei dem ja bekanntlich wiederum Sergio Corbucci die Idee dazu lieferte. Ein unschlagbares Autorenduo bildete Bruno Corbucci gemeinsam mit Mario Amendola, mit dem er unzählige Drehbücher verfasste, meist zu diversen Komödien. Mit Tutti per uno… botte per tutti (Alle für einen, Prügel für alle) hatte Amendola aber nichts zu tun, den schrieb Corbucci gemeinsam mit Tito Carpi, Leonardo Martin und Peter Berling. Corbucci versetzte die Geschichte von Alexandre Dumas Roman Die drei Musketiere vom Frankreich des 17. Jahrhunderts in den wilden amerikanischen Westen des 19. Jahrhunderts. Außerdem verwendete er Versatzstücke aus Enzo Barbonis Erfolgskomödie E poi lo chiamarono il magnifico (Verflucht, verdammt und Halleluja), in dem Terence Hill als Engländer ein wenig Moderne in die Welt von drei traditionellen Wild West-Banditen bringt.

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Tutti per uno… botte per tutti macht seinem Titel gleich zu Beginn alle Ehre setzt es während Darts Abschiedsfeier doch gleich einmal eine heftige Keilerei, die in einer unglaublichen Sauerei endet. Ich sage nur Kuchen. Grund für den Ausbruch der Schlägerei ist kein Geringerer als Peter Berling, der die Ehre seines Schwesterchens wieder herstellen möchte. Playboy Dart hat das Mädchen nämlich geschwängert worauf ihr Bruder natürlich die Ehe einfordert. Allerdings gibt’s da noch einige andere Mädels, deren Ehre Dart ebenfalls besudelt hat und die schon ein erheblich größeres Bäuchlein vorzuweisen haben und nun ähnliche Forderungen stellen. Die Musik zu diesem Fest steuert eine Hillbilly Band bei, deren Leader Komponist Carlo Rustichelli höchstpersönlich ist, der auch konsequenterweise den Soundtrack zum Film komponierte. Den Protagonisten Dart Clotheswater spielt Giancarlo Prete, der sich hinter dem Pseudonym Timothy Brent versteckt. Dart zieht mit dem Texas Ranger Stern seines Vaters und mit seinem Esel General in die weite Welt hinaus um für sich und sein Kuhkaff Ruhm und Ehre zu erlangen. Dort soll er erst einmal die alten Freunde seines Vaters Mac Athos, Aramirez und Portland aufsuchen, die ihm dabei helfen sollen ein echter Texas Ranger zu werden um dann endlich Ruhm und Glanz zu erwerben. In seiner ersten Szene darf er auf dem Heuboden gleich mal mit Eleonora Giorgi rummachen (Giorgi: "Wirst du mich auch immer lieb haben?" – Dart: "Ja klar, was denkst du denn aber zuerst zeig mir mal dass du mich liebst." – Giorgi: "Was schon wieder? Ich hab‘s dir doch erst gestern zweimal gezeigt." – Dart: "Och, zeig‘s mir doch nochmal"). Für Prete war dies eine seiner wenigen Hauptrollen. Kurz zuvor spielte er bereits den Protagonisten in Enzo G. Castellaris Westernkomödie Te deum (Tedeum – jeder Hieb ein Paukenschlag), der allerdings für wenig Vergnügen sorgen konnte, zumindest bei mir. Meist war er allerdings in kleineren und ab und zu auch in größeren Nebenrollen zu sehen, darunter in Filmen von Regisseuren wie Damiano Damiani, Demofilo Fidani, Paolo Cavara und George P. Cosmatos. Hier wirkt Prete, wie eigentlich alle Darsteller, überaus sympathisch, was für den Film wirklich überlebenswichtig ist.

"Zumindest in der deutschen Verleihfassung ein Film ohne Witz und Verstand." (zweitausendundeins.de)

Bei seiner ersten Station nach seiner Abreise trifft Dart auf einen gewissen Riche Leduc, gespielt von dem wunderbaren Eduardo Fajardo. Bei ihrem ersten Treffen kann man auch den vielleicht besten und witzigsten Dialog des gesamten Films genießen als Leduc sich Dart vorstellt (Leduc: "Riche Leduc, Präsident des Bankhauses Leduc. Leduc New Orleans." – Dart: "Ah, sie sind also ein Kapitalist." – Leduc: "Geld regiert die Welt. Für Dollars bekommt man alles." – Dart: "Mit ihren Dollars stiften sie Revolutionen an." – Leduc: "Wie soll ich das verstehen?" – Dart: "Ich weiß schon was ich sage. Sie hätten mal sehen sollen was in Cheese Valley los war als aus Onkel Jeremys Tasche ein Silberdollar rausgekullert ist"). Dart saut den armen Leduc dann gleich mal mit einem stinkenden Käse ein, und zwar einer mächtig stinkenden Spezialität aus Cheese Valley. Damit Dart, von dem Leduc natürlich glaubt er sei ein echter Ranger, nichts von seinem Treffen mit einem gewissen Mendoza mitbekommt, in dem es um eine Goldlieferung nach Mexiko geht, beauftragt Leduc seine beiden Killer. Dabei handelt es sich augenscheinlich um Zwillinge, die meist synchron agieren und deren Spezialität das Messerwerfen zu sein scheint, deren Intelligenzquotient sich aber im unteren Bereich befindet.

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Dass sich Corbucci bei seinem Film unter anderem von Enzo Barbonis Erfolgskomödie E poi lo chiamarono il magnifico (Verflucht, verdammt und Halleluja) inspirieren ließ lässt sich aber nicht nur an den beiden erfolglosen Killern feststellen. Die sind meiner Meinung ganz klar angelehnt an die von Sal Borghese und Antonio Monselesan gespielten Kopfgeldjägern, die wenig erfolgreich hinter Bull her sind. Außerdem kommt einem die Geschichte, dass der Sohn seinen Vater beerben will, diesmal allerdings auf der Seite des Gesetzes, und dabei dessen alten Kumpanen aufsucht, die ihn zu einem Mann machen sollen und ihm zu Ruhm und Glanz verhelfen wollen doch mächtig bekannt vor.

Die zwei nicht geraden hellen Killer können den tapferen und klugen Dart Clotheswater aber nicht das Licht ausblasen und so macht sich der nun informierte Dart auf um die drei Musketiere des Westens aufzuspüren um mit ihnen Jagd auf den Goldschatz machen zu können. Die sind aber alles andere als gut in Form, wurden sie doch entlassen und lungern nun die ganze Zeit in der Gegend rum und liegen den Leuten auf der Tasche. Bei den drei Musketieren handelt sich um Aramirez, den Charmanten, Mac Athos, den Spieler und zu guter Letzt Portland, den fetten Fresssack. Leo Anchóriz ist als charmanter Frauenverführer elegant wie immer, George Eastman der ständig blanke Spieler, der bei der halben Stadt Schulden hat und Cris Huerta frisst der Bevölkerung die Haare vom Kopf, so einen Kohldampf hat der (Verkäufer: "Das sollen Sie doch nicht Señor Portland. Denken Sie doch an ihre kranke Leber, Señor." – Portland: "Halt dich aus meiner Leber raus, lass mich in Ruhe essen"). Aramirez hat auch eine eigenartige Kamptechnik, schlägt er doch nur mit seinen Ellbogen zu. Eastman, der hier seine Bierchen immer mit dem Strohhalm schlürft, hat ziemlich gute Erinnerungen an die Dreharbeiten. Nachdem auf Taiwan die letzte Klappe gefallen war machten Eastman und Corbucci einen Monat lang Thailand unsicher, bis die Kreditkarte keine Kohle mehr ausspuckte. (1) Falls das stimmt, bin nämlich nicht ganz sicher ob ich alles richtig verstanden habe, dann handelt es sich hierbei wirklich um eine nette Geschichte. Gut vorstellen kann ich’s mir aber schon.

Dann gibt’s da noch eine gewisse Ärztin namens Alice, die mit ihrem Krankenwagen Medikamente nach Mexiko bringen will, ausgerechnet genau an denselben Ort an dem auch das Gold abgeliefert werden soll. Aber verrückte Zufälle gibt es schließlich immer wieder. Alice wird dargestellt von Karin Schubert, die auch eine schöne Badeszene hat, bei der sie sich entblößen darf während Dart dabei fast die Augen rausfallen. Die Hamburgerin Schubert spielte in den 60’ern und 70’ern in zahlreichen Genreproduktionen bis sie im zarten Alter von 40 Jahren 1984 für etwa 20 Jahre in die Pornobranche wechselte, da sie ein sattes Angebot von 180000 Mark jährlich wohl nicht ausschlagen konnte (2). Darunter befinden sich aber immerhin auch Filme von Franco Lo Cascio und Alessandro Perrella, die dem Genrekenner durchaus bekannt sein dürften. Von dieser zweiten Karriere kann man sich auf der Fanseite *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. *** ein Bild machen, muss man aber nun wirklich nicht.

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Um an das Gold zu gelangen sind alle Beteiligten gezwungen durchs Feuer gehen, Aramirez einmal sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Unsere vier Helden müssen sich dabei unter anderem in einem Dorf voller Chinesen mit den dortigen Bewohnern anlegen, die alle das berühmt berüchtigte Kung Fu beherrschen. Die vier werden dabei kräftig vermöbelt, denn mit ihren Fäusten kommen sie gegen die Kung Fu Profis nicht an. In der Stadt regiert der rücksichtslose Cin Ciao, der aus dem Nest das Shanghai von Amerika machen möchte und dies mit den Mitteln des Kung Fu zu erreichen glaubt ("Nur so können wir bestehen in diesem Lande, wo steht’s der gewinnt, der als erster zuschlägt"). Wenn man sich das Städtchen allerdings mal so ansieht kann man den Kerl durchaus als größenwahnsinnig bezeichnen. Gedreht wurden diese Szenen doch tatsächlich in Taipeh, was auch zeigt das dem Film ein nicht gerade geringes Budget zur Verfügung stand. Das Ziel war Tutti per uno… botte per tutti auch auf dem chinesischen Markt besser verkaufen zu können, da dort, und auch in Europa, Kung Fu Filme gerade mächtig angesagt waren. (2) Eine ziemlich witzige Szene gibt’s hier als Alice von ein paar Männern geschlagen werden soll, wodurch sie sich mit Worten zu wehren weiß: "Schämt ihr Flegel euch nicht? Ein Mann darf eine Frau niemals schlagen, nicht einmal mit einer Blume." Darauf stehen dann allerdings gleich drei Damen bereit, die den Job gerne übernehmen. Alice weiß sich allerdings auch hier wieder zu wehren und bindet die drei einfach an ihren Zöpfen zusammen. Aus dem ganzen Schlamassel hilft ihnen der gutmütige Chen Lee heraus, dargestellt von niemand anderem als Chen Lee, der auch in Mario Caianos Il mio nome è Shangai Joe den Shanghai Joe mimte.

Leduc muss sich mit dem ungeduldigen mexikanischen Präsidenten Ortega rumschlagen, der Leduc für das Gold Konzessionen verkauft. Ortega hat seinerseits mächtig Ärger mit dem Revoluzzer Cabezon und lässt deswegen jeden hinrichten, der auch nur im Entferntesten nach ihm aussieht was einige Bewohner logischerweise mächtig auf die Palme bringt ("Wie oft soll ich euch noch sagen, dass das ein Irrtum ist. Ich bin nicht Cabezon! Zuerst verhaftet ihr meinen Bruder und dann meinen Onkel. Warum holt ihr nicht meine Schwiegermutter ab, hä? Sie ist der gemeinste Drachen von ganz Mexiko. Außerdem sieht sie genauso aus wie Cabezon"). Dann gibt’s da auch noch den mysteriösen Mendoza, der für Gold alles macht und vom großartigen José Canalejas gespielt wird. Mendoza taucht nur dreimal kurz auf und es könnte gut sein, dass seine restlichen Szenen der deutschen Schere zum Opfer gefallen sind, da die deutsche Fassung wohl um knapp 10 Minuten gekürzt wurde. So ziemlich am Ende des Films landen alle auf einem Zug voller Artisten, deren deutscher Zirkuschef den wundervollen Namen Baron von Gruppen (das Monokel darf natürlich nicht fehlen) trägt und von Max Turilli dargestellt wird. Unter den Artisten taucht auch Osiride Pevarello auf, der tatsächlich in einem Zirkus gearbeitet hat bevor er ins Filmgeschäft gewechselt ist und gefühlt in jedem zweiten Western mit von der Partie war.

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Wie man sieht ist also jede Menge los in dieser turbulenten Komödie, die mich besser unterhalten hat als ich es erwartet habe. Bei der Erstsichtung vor einigen Jahren fand ich den Film ganz furchtbar, humorlos und dumm. Wesentlich intelligenter erscheint er ein paar Jahre später zwar auch nicht, deutlich unterhaltsamer fand ich ihn dieses Mal aber schon. Tutti per uno… botte per tutti ist episodenhaft aufgebaut, wobei jede einzelne Episode seine Glanzpunkte hat, auf die ich teilweise bereits ausführlicher eingegangen bin. Dem Titel wird der Film auch mehr als gerecht, den Prügel setzt es hier eine ganze Menge und beinahe jede Figur bekommt früher oder später eins auf die Mütze. Dazu liefert uns Corbucci auch ein paar herrlich dämliche Momente, beispielsweise als der Krankenwagen im Zug in Fahrt kommt und die Leute davon laufen müssen um nicht überfahren zu werden. Dass das in einem Zugabteil alles andere als einfach ist dürfte klar sein. Was dem Streifen auch zum Vorteil gerät ist die gute deutsche Synchronisation, die für einen Klamaukstreifen dieser Art recht zurückhaltend daherkommt. Über die Stränge schlägt sie wirklich nur selten etwa als Alices ursprüngliche Gefolgsleute einen Saloon betreten und eins der Mädchen einen Spruch der derberen Kategorie fallen lässt: "Mir juckt die Brust, heut gibt’s noch Geld". Auch wenn der Film im Kino lief klingt die Synchro ab und an wie eine Videosynchro, vor allem geht manchmal die Atmosphäre, sprich die Umgebungsgeräusche, verloren. Trotzdem kann man die Synchro aber wirklich als gelungen bezeichnen.

Neben Regisseur Corbucci und dem Genreexperten Tito Carpi hatte auch noch der am Anfang des Films kurz auftauchende Peter Berling beim Drehbuch seine Finger an der Schreibmaschine. Berling war ja öfter mal Gast im italienischen Genrekino, meist aber ausschließlich als Darsteller (Beichtet Freunde, Halleluja kommt; Der Mafiaboss). Den recht unauffälligen aber überaus netten Soundtrack steuerte Carlo Rustichelli bei, der wie bereits erwähnt zu Beginn des Films einen Kurzauftritt als Bandleader hat. Sich die CD mit dem Soundtrack anzuschaffen lohnt sich auch deshalb, weil darauf auch einige Stücke aus den Filmen Una lunga fila di croci (Django und Sartana – die tödlichen Zwei) und Prega Il Morto E Ammazza Il Vivo (Mörder des Klans) enthalten sind und die sind nun wirklich erste Sahne. Mir liegt das deutsche Video von VPS vor, bei dem an den Seiten jede Menge fehlt was manchmal ganz schön ärgerlich ist, sieht man doch hin und wieder nicht einmal die Person, die gerade spricht, da sie auf der Seite verschwindet. In den USA hat Dorado als bisher einziges Label weltweit den Film auf DVD veröffentlicht und wie man hier (*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***) sehen und lesen kann in recht ansprechender Qualität.

Bruno Corbucci schuf mit seinem Tutti per uno… botte per tutti eine amüsante und sympathische Komödie die streckenweise recht gut unterhalten kann allerdings meilenweit von Barbonis Spencer/Hill-Filmen entfernt ist. Wir haben es hier aber immerhin mit einer sympathischen Besetzung zu tun, der es gelingt den Film über die gesamte Laufzeit hindurch über Wasser zu halten. Hinzu kommen neben einigen guten Ideen ein paar recht witzige Momente, ein netter Soundtrack sowie Action en masse. Hier wird mancher den Kopf schütteln aber ich hab mich sehr gut amüsiert. Vielleicht werd ich aber auch nur von Jahr zu Jahr ein bisschen dümmlicher, hoffen wir‘s mal nicht. Am Ende der italienischen Fassung wird unter dem Titel Ancora botte per tutti, Amigos noch eine Fortsetzung angekündigt, die aber niemals realisiert wurde. (3) Ob das bedauerlich ist oder nicht liegt wohl im Auge des Betrachters. Ich hätte sie gern gesehen.


(1) Giusti, Marco: Dizionario del Western All'Italiana. Milano, Arnold Mondadori Editore S.p.A. S.549
(2) *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
(3) Giusti, Marco: Dizionario del Western All'Italiana. Milano, Arnold Mondadori Editore S.p.A. S.548
(4) Kessler, Christian: Willkommen in der Hölle. Der Italo Western im Überblick. Terrorverlag. 2002. 257

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Trailer:
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Soundtrack CD:
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 Betreff des Beitrags: Re: ALLE FÜR EINEN - PRÜGEL FÜR ALLE - Bruno Corbucci
BeitragVerfasst: 14.08.2013 15:33 
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 Betreff des Beitrags: Re: ALLE FÜR EINEN - PRÜGEL FÜR ALLE - Bruno Corbucci
BeitragVerfasst: 14.08.2013 15:34 
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 Betreff des Beitrags: Re: ALLE FÜR EINEN - PRÜGEL FÜR ALLE - Bruno Corbucci
BeitragVerfasst: 14.08.2013 15:39 
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 Betreff des Beitrags: Re: ALLE FÜR EINEN - PRÜGEL FÜR ALLE - Bruno Corbucci
BeitragVerfasst: 14.08.2013 19:55 
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Tja, aber anscheinend eine gut erhaltene Kopie was die Farben betrifft.


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 Betreff des Beitrags: Re: ALLE FÜR EINEN - PRÜGEL FÜR ALLE - Bruno Corbucci
BeitragVerfasst: 14.08.2013 20:17 
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 Betreff des Beitrags: Re: ALLE FÜR EINEN - PRÜGEL FÜR ALLE - Bruno Corbucci
BeitragVerfasst: 14.08.2013 20:24 
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GunmanStan hat geschrieben:


Anti-Hero hat geschrieben:
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GunmanStan hat geschrieben:
:lol:
Würde nicht mal im Traum dran denken.


Definitiv nicht.

Stanton hat geschrieben:
Tja, aber anscheinend eine gut erhaltene Kopie was die Farben betrifft.


Anti-Hero hat geschrieben:
der sieht sicher in 50 Jahren noch gut aus, und von guten Italowestern zerfallen die letzten Kopien zu Staub


Wird mit Sicherheit auch noch in 50 Jahren bei ebay angeboten.

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 Betreff des Beitrags: Re: ALLE FÜR EINEN - PRÜGEL FÜR ALLE - Bruno Corbucci
BeitragVerfasst: 15.08.2013 12:44 
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Ich fand den Film leider sehr übel :|
Völlig uninteressant diese 35mm, zudem hab ich den eh auf Tape...

Da George Eastman dabei ist hatte ich mir ähnliches erhoft, wie bei "Zwei linke Hände in der Rechten Tasche" (?Charlie und Ben). Aber leider geht der Film eher Richtung der Tressette Filme :(

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 Betreff des Beitrags: Re: ALLE FÜR EINEN - PRÜGEL FÜR ALLE - Bruno Corbucci
BeitragVerfasst: 15.08.2013 12:45 
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 Betreff des Beitrags: Re: ALLE FÜR EINEN - PRÜGEL FÜR ALLE - Bruno Corbucci
BeitragVerfasst: 18.06.2016 16:26 
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Ich denke, mittlerweile ist bekannt, dass ich den IW-Komödien alles andere als abgeneigt bin.
Dieses Exemplar von Bruno Corbucci ist aber überraschenderweise recht schwach ausgefallen.
Bei dem Titel (einer der seltenen Fälle, in denen der Originaltitel wörtlich übersetzt wurde) habe ich mir gedacht, das wird eine Westernkömödie vom allerfeinsten.
Die erste halbe Stunde ist auch wirklich nicht schlecht, aber dann geht's bergab.
Zwar nicht so weit, dass es ins Langweilige abrutschen würde, aber zum Lachen war mir nicht mehr wirklich.
Die Schlägereien, die ja einen großen Teil des Films ausmachen, sind leider sehr einfallslos heruntergekurbelt worden.
Wenigstens hat man fünf sympathische Hauptdarsteller und eine zumindest brauchbare Synchro.
Von den Kalauersynchros habe ich zwar schon deutlich bessere gehört, aber der eine oder andere Spruch ist ganz lustig und Wolfgang Hess auf Chris Huerta ist ja auch was Wert.
Die Musik von Carlo Rustichelli fügt sich in das "Nicht schlecht, aber wirklich gut auch wieder nicht"-Gesamtbild des Films ein.
Immerhin ist der Film trotz allem für so manche Überraschung gut.
Das wäre zum einen Eduardo Fajardo, der hier ausnahmsweise einen feinen Pinkel spielt - einen Franzosen.
Zum Anderen Karin Schubert, die einmal blankziehen darf, was man in einem IW - sei es eine Komödie oder nicht - ja auch nicht allzu oft sieht.
Alles in allem komme ich so auf passable 6,5/10.


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 Betreff des Beitrags: Re: ALLE FÜR EINEN - PRÜGEL FÜR ALLE - Bruno Corbucci
BeitragVerfasst: 18.06.2016 18:55 
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 Betreff des Beitrags: Re: ALLE FÜR EINEN - PRÜGEL FÜR ALLE - Bruno Corbucci
BeitragVerfasst: 17.07.2016 18:32 
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Hab mir vorkurzem die White Pearl dvd zu gelegt, nachdem ich ein paar Reviews gelesen hatte was die Bildqualität betrifft. Die Dvd hat ein schickes Cover, es gibt deutschen, englischen und italienischen Ton. Für Freunde des Originaltons werden keine zusätzlichen deutschen Untertitel angeboten. Als Extras gibt es den US Trailer und eine alternative Szene ( Es betrifft die Nacktzene) Quelle scheint eine spanische Vollbild VHS gewesen zu sein. Eine Kapitelauswahl gibt es nicht. Kommen wir nun zur Bildqualität, als Basis diente ein US Master. Manche Szenen sind ein bisschen unscharf und bei manchen Bewegungen stellen sich Nachzieeffekte ein. Soweit ich das beobachtet habe kommt das aber nur kurz dreimal vor. Jemand im Thread hat geschrieben, dass das Bild ziemlich ruckelt aufgrund der NTSC Umwandlung. Dieses Ruckeln ist allerdings ziemlich minimal und tritt nur kurz bei zwei Szenen auf. Man muss schon sehr genau hinschauen um das Ruckeln zu erkennen. Das Bild ist natürlich kein KOCH MEDIA Niveau, aber für White Pearl Verhältnisse gut. ( Man denke nur an die grauenhafte Bildqualität von Zwei Aasgeier). Der Film liegt ungekürzt vor. Eine längere Passage von ca: 6 min ist in englisch ohne deutsche Untertitel. Diese Szene ist irrelevant. Man hätte Sie auch weglassen können. Das zieht den Film ziemlich in die Länge.

Ich bin ebenfalls ein großer Freund von italienischen Westernkomödien, doch dieser hier hat mich eher enttäuscht. Manche Klopperein sind vielleicht ganz witzig aber der große Wurf ist es nicht wirklich. Hab eher eine Komödie im Stil Spencer-Hill erwartet. Im großen und ganzen fand ich den Film in der UNCUT Fassung zu lang. 15 Minuten weniger und der Verlauf wäre flüssiger gewesen. Gegen mitte des Films hat man dann versucht Martial Arts zu integrieren. Kämpfe mit Zeitlupen etc. An sich ziemlich spektakulär ab in diesem Film eher unpassend. Pluspunkte sind für mich George Eastman, Chris Huerta und der Frank Wolff Verschnitt. Witzig die Kartentrickszene mit George Eastman fand ich irgendwie cool ( Trinity lässt grüßen). Manche Klopperei war auch ganz witzig (am Anfang Saloon). Die zwei Killer am Anfang fand ich nervig und total bescheuert. Zum Glück tauchten diese nicht mehr auf. Da fand ich die Killer bei verflucht , verdammt und Halleluja und in die Rechte und die linke Hand des Teufels viel besser und lustiger. Naja die Synchro hällt sich erstaunlich sehr zurück. Hier und da ein paar witzige Sprüche wie bei Spencer-Hill hätte den Film ein bisschen aufgewertet. Die Story hätte man auch besser umsetzen können, siehe wie beim Film Verflucht, verdammt und Halleluja. Vielleicht gewinnt der Film bei einer Zweitsichtung und ein paar Flaschen Bier mehr an Qualität :D

Der Film bekommt von mir eine 5/10. Hab mir noch Django ein Silberdollar für einen Toten besorgt. Vielleicht begeistert der mich mehr. Schauen mehr mal. Bis demnächst.


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