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 Betreff des Beitrags: AUF DIE KNIE DJANGO - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 27.02.2010 19:14 
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Black Jack
1966
Laufzeit: ca. 95 Minuten

Beschreibung:

Django und seine Bande planen einen Banküberfall, welcher auch gelingt. Doch als es ums teilen geht und Django als Kopf des Überfalls die Hälfte beansprucht, wollen seine "lieben" Bandenmitglieder ihn übers Ohr hauen. Doch Django gelingt es mit dem Geld in eine verlassene Geisterstadt zu entkommen, wo auch seine Schwester und sein Schwager leben. Doch der Indianer Joe, welcher die Bande eigentlich nach Mexiko führen soll, verrät Djangos Versteck. Doch sie nehmen sich nicht nur das Geld, sondern vergewaltigen und skalpieren auch noch die Schwester von Django. Ihn selbst lässt man verkrüppelt zurück.
Man hat allerdings die Rechnung ohne Django gemacht. Er macht sich auf die Suche nach den Mördern und tötet einen nach dem anderen auf individuelle Weise. Doch am Ende wird im sein Rachedrang zum Verhängnis.

Meinung:

Düsterer IW, bei dem leider viel Potential verschenkt wurde. Ein besserer Regisseur hätte hier ein kleines Meisterwerk schaffen können. Doch Baldanello verplempert zu viel Zeit auf die Vorgeschichte und den Überfall. Die eigentlich, separate Rachegeschichten werden lieblos und ohne viel Einfallsreichtum durchgezogen. Woods spielt seine Rolle extrem psychopathisch und kann auch voll überzeugen. Einen Unterschied zwischen seinem Tun und den Taten seiner ehemaligen Bandenmitglieder ist nicht zu erkennen.
Doch insgesamt bleibt es leider ein IW, den man gesehen haben sollte, aber gemischte Gefühle weckt, da hier, wie gesagt, eine gute Story, durch einen unterdurchschnittlichen Regisseur, verschenkt wurde.

Ein Wort zur deutschen Veröffentlichung von KSM. Die DVD ist durch denn völlig sinnentfremdeten Schluss recht unbrauchbar, so dass der Zuschauer entsprechende Zusammenhänge nicht nachvollziehen kann. Doch leider ist eine Neuveröffentlichung nicht in Sicht. Es gibt noch eine französische DVD, bei der das "richtige" Finale enthalten ist, doch auch die ist gekürzt und es gibt nur eine frz. Tonspur.

Trailer, mit Ausschnitten des eigentlichen Endes:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 27.02.2010 20:01 
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Ja, ein anderer R. hätte mehr daraus gemacht. Hier und da ist ein Faustkampf zu lange und dieser Banküberfall, mit Ablenkungsmanöver ist auch eher träge. Ansonsten ist das aber ein bitterböser kleiner Drecksfilm mit einem genialen Robert Woods der hier den ultimativen Italowestern-Unmenschen spielt. Eine tolle Rolle.
Die Ideen mit dem Dorfbewohnern die allzu gerne zu Killern werden, die heimtückische Szene in dem Bergwerk- sehr gut. Hervorragend: Django reitet aus der Stadt weg und zwei schwarzgekleidete Frauen sehen ihm nach- tolles Bild. Auch die zerfallende Stadt nach Djangos tod- weit über dem Genredurchschnitt. Für mich gemeinsam mit Bluthunde der einzig richtige Django nach dem Original.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 27.02.2010 21:02 
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Nur das es kein Django ist. Er heißt nicht zufällig Black Jack.

Guter IW, und wie schon gesagt, der hätte besser sein können. Baldanellos Bester, aber das sagt ja nicht viel.
Ich denke die Ideen gehen eher auf Woods zurück, ähnlich wie bei El Puro. Und Edoardo Mulargia wäre auch der weitaus bessere Regisseur gewesen.

Das wäre ein Film für Koch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 27.02.2010 21:12 
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Stanton hat geschrieben:
Nur das es kein Django ist. Er heißt nicht zufällig Black Jack.

Guter IW, und wie schon gesagt, der hätte besser sein können. Baldanellos Bester, aber das sagt ja nicht viel.
Ich denke die Ideen gehen eher auf Woods zurück, ähnlich wie bei El Puro. Und Edoardo Mulargia wäre auch der weitaus bessere Regisseur gewesen.

Das wäre ein Film für Koch.


Stimme dir zu 100% zu.

Schade,dass KSM den gebracht hat.....da gehören Profis dran. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 27.02.2010 21:30 
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Stanton hat geschrieben:
Nur das es kein Django ist. Er heißt nicht zufällig Black Jack.

Guter IW, und wie schon gesagt, der hätte besser sein können. Baldanellos Bester, aber das sagt ja nicht viel.
Ich denke die Ideen gehen eher auf Woods zurück, ähnlich wie bei El Puro. Und Edoardo Mulargia wäre auch der weitaus bessere Regisseur gewesen.

Das wäre ein Film für Koch.


yo! starker streifen mit potenzial, aber baldanello spielt halt nicht in der ersten liga.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 27.02.2010 22:06 
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Stanton hat geschrieben:
Nur das es kein Django ist. Er heißt nicht zufällig Black Jack.


Vielen Dank für den Hinweis.
Der deutsche Django-Titel ist in dem Fall aber nicht so unpassend wie bei den meisten anderen.

Und Mulargia als geeigneter Regisseur für einen düsteren und saubrutalen Western ? Wohl kaum. Sobald Django vier mal schiesst und sich alle 15 armen Lumpen auf dem gleichen Quadratmeter Wüste stapeln (Django-der Henker z.B.) ist wieder unfreiwillige Erheiterung angesagt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 27.02.2010 22:09 
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Ich weiss nicht, kann mich mit dem Film nicht so recht anfreunden.... weiss aber auch nicht sorecht woran das liegt?

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 28.02.2010 09:53 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Stanton hat geschrieben:
Nur das es kein Django ist. Er heißt nicht zufällig Black Jack.


Vielen Dank für den Hinweis.
Der deutsche Django-Titel ist in dem Fall aber nicht so unpassend wie bei den meisten anderen.

Und Mulargia als geeigneter Regisseur für einen düsteren und saubrutalen Western ? Wohl kaum. Sobald Django vier mal schiesst und sich alle 15 armen Lumpen auf dem gleichen Quadratmeter Wüste stapeln (Django-der Henker z.B.) ist wieder unfreiwillige Erheiterung angesagt.


Mit Corbuccis Django Figur hat der Film aber nur wenig zu tun, aber die grundsätzliche Django Atmosphäre ist schon vorhanden. Was man von vielen anderen "Django" Verschnitten kaum behaupten kann.

Zu Mulargia. Schau mal El puro, der einer der ungewöhnlichsten IW überhaupt ist, dann weißt du was ich meine. Mulargia war durchaus ein fähiger Regisseur, und das (mit Ausnahme von Dakota-Nur der Colt war sein Gesetz) auch in seinen schwächeren Filmen. Er hat nur zu wenig gute Stoffe gehabt, und zu geringe Budgets.

Django der Henker? Den Titel kann ich nirgends finden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 28.02.2010 10:36 
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Django - Dein Henker wartet , wird er meinen, auf dvd von Mawa erschienen....

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 28.02.2010 14:03 
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Ahh ja, aber der ist doch ganz in Ordnung, wenn man sich die Blödelsyncro Passagen wegdenkt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 28.02.2010 15:23 
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Edoardo Mulargia ist sicher einer der unterschätzten Regisseure überhaupt.
Non aspettare Django, spara (Django - dein Henker wartet), Cjamango (Django - Kreuze im blutigen Sand), Shango, la pistola infallibile (Shangos letzter Kampf) oder auch W Django (Ein Fressen für Django) sind alle solide IW, bei denen aus dem geringen Budget das Beste gemacht wurde.

El Puro kenne ich leider nicht, wird aber überall als herausragend definiert. Auch der wäre mal was für Koch. Leider wurde der nie in Deutschland veröffentlicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 28.02.2010 16:37 
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Die beiden Sean Todd-Western von ihm finde ich ziemlich schwach, auch wenn Mulargia immer wieder ein paar schöne Einstellungen gelingen. Ein Fressen für Django ist besser.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 28.02.2010 17:39 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Die beiden Sean Todd-Western von ihm finde ich ziemlich schwach, auch wenn Mulargia immer wieder ein paar schöne Einstellungen gelingen. Ein Fressen für Django ist besser.


Die Drehbücher sind halt ziemlich schwach. Gerade Cjamango ist so eine Mischung zwischen "Für eine Handvoll Dollar" und "Ein paar Dollar mehr", darüber hinaus nervt der kleine Junge doch sehr.
Und Ein Fressen für Django ist sehr "zwei glorreiche Halunken"-lastig. Aber Mulargia macht das beste draus.

Shango ist dagegen recht ungewöhnlich und teilweise sehr surreal, vor allem der Beginn. Obwohl auch der ultra billig produziert wurde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 28.02.2010 20:02 
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Shango kenne ich nicht. Nächsten Freitag können wir da weiterreden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 28.02.2010 23:21 
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Von den aufgezählten Filmen kenne ich nur DJANGO - DEIN HENKER WARTET, der zu einer echten Geduldsprobe für die Nerven wurde - da passiert ja weniger als in Helge Schneiders TEXAS.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 01.03.2010 23:36 
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Blackburn hat geschrieben:
Anti-Hero hat geschrieben:
Die beiden Sean Todd-Western von ihm finde ich ziemlich schwach, auch wenn Mulargia immer wieder ein paar schöne Einstellungen gelingen. Ein Fressen für Django ist besser.


Die Drehbücher sind halt ziemlich schwach. Gerade Cjamango ist so eine Mischung zwischen "Für eine Handvoll Dollar" und "Ein paar Dollar mehr", darüber hinaus nervt der kleine Junge doch sehr.
Und Ein Fressen für Django ist sehr "zwei glorreiche Halunken"-lastig. Aber Mulargia macht das beste draus.

Shango ist dagegen recht ungewöhnlich und teilweise sehr surreal, vor allem der Beginn. Obwohl auch der ultra billig produziert wurde.


Ich kann mich da nur Stanton anschließen: Mulagia ist ein guter Regisseur, der aus den limitierten Budgets noch 'ne Menge rausholte. Hervorragendes Beispiel dafür ist der schon öfter erwähnte "Henker". "Cjamango" hingegen leidet an der schwachen Story und der deutschen Synchro, was natürlich nicht der Regisseur zu verantworten hat ;-). Den Seitenstrang mit dem Jungen empfand ich dagegen als gelungen: unschmalzig und tatsächlich berührend. "El Puro" kenne ich leider auch nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 16.11.2010 13:44 
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dreckiger kleiner film, so wie ich ihn mag. so einen miesen django hätte kreuze im blutigen sand auch gebraucht (ich vergleiche die beiden jetzt weil ich sie kurz hintereinander gesehen hab). dann hätte django den kleinen jungen mit dem dynamit hochgehen lassen und dabei dreckig gelacht, das wär mal ne feine szene gewesen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 16.11.2010 19:40 
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Harmonica hat geschrieben:
dreckiger kleiner film, so wie ich ihn mag. so einen miesen django hätte kreuze im blutigen sand auch gebraucht (ich vergleiche die beiden jetzt weil ich sie kurz hintereinander gesehen hab). dann hätte django den kleinen jungen mit dem dynamit hochgehen lassen und dabei dreckig gelacht, das wär mal ne feine szene gewesen.


Na, das hat sich doch jeder gewünscht ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 16.11.2010 20:05 
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Er ist warscheinlich der schlimmste Antiheld im ganzen Genre.

Von dem Schlag gibts eigentlich nur sehr wenige Italo-Western

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 22.11.2010 17:35 
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Hab gehört, dass irgendwann im Sommer diesen Jahres in Spanien eine DVD vom Film erschienen ist.
Hat die schon jemand, und kann etwas über Bildquali und Ende sagen ?

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 22.11.2010 21:17 
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Ist die KSM-DVD. :roll: :roll: :evil:

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Weil gerade über ausl. DVD's von diesem Film gesprochen wurde.
Es gibt eine frz. DVD von Evidis. Da fehlen auch einige Szenen, wobei nicht so sehr wie in der deutschen.
Aber Evidis ist ein Billig-Label in Frankreich.
Und im letzten Jahr hat das "High-Level" Label Seven7 einige Evidis Filme digital restauriert und unter eigenem Namen neuveröffentlicht.
Darunter "I vendicatori dell'Ave Maria", "Django sfida Sartana", "Django il bastardo", "Ciakmull - L'uomo della vendetta", "Una Pistola per cento bare" ...
Und wenn Seven7 ein vernünftiges Master auftreiben kann, vielleicht kommt da was digital restauriertes in ungeschnittener Weise ...... Abwarten. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
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Das wäre Balsam für viele gequälte Fan-Seelen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 22.11.2010 22:03 
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Black Jack gehört jedenfalls zu denjenigen von den guten IW von denen es weltweit nichts vernünftiges gibt. Nur Vollbildversionen in mäßiger VHS Qualität.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 23.11.2010 13:20 
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habs grad auf ofdb gelesen !!
Die haben die wirklich nur die KSM kopiert !!
Schwachköpfe... :cry: :evil:

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 24.11.2010 14:55 
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Django tüftelt einen gerissenen Plan aus um eine Bank auszurauben, in der sich ein Tresor voller Geld befindet, wie das in Banken eben so üblich ist. Nach dem erfolgreichen Coup wird Django allerdings von seinen Komplizen aufs Kreuz gelegt. Es gelingt ihm aber trotzdem mit dem Geld zu entkommen. Die lassen sich aber nicht lumpen und holen sich das Geld wieder, dabei muss aber leider Djangos kleine Schwester ins Gras beißen. Der dreht vollkommen am Rat schwört eiskalte Rache.

Die Western, die Regisseur Gianfranco Baldanello so in seiner Laufbahn fabriziert hat sind ja gemeinhin nicht gerade als Meisterwerke bekannt, bewegen sich aber doch alle so im Mittelfeld. Sein erster Western, der gleichzeitig auch sein Debüt als Regisseur darstellte, entstand bereits 1965, in den Anfangsjahren des Genres, und trug den tollen Titel 30 Winchester per El Diablo. Carl Möhner befreit hier das schöne Städtchen Canyon City von dem niederträchtigem El Diablo (Ivano Staccioli). Nach Uccidete Johnny Ringo mit Brad Halsey und dem ordentlichen I lunghi giorni dell'odio (Seine Winchester pfeift das Lied vom Tod) mit Guy Madison folgte dann Black Jack, was wohl den Höhepunkt seines Schaffens darstellt. Noch erwähnenswert ist vielleicht sein letzter Western Dieci bianchi uccisi da un piccolo indiano (10 Bleichgesichter und ein Indianerboy) aus dem Jahre 74, in dem sich ein Indianer an den weißen Mördern seiner Vorfahren rächt. Im Budget herrschte hier zwar gähnende Leere, war vor allem bei den Indianerszenen ersichtlich ist, dafür erzählt der Film eine sehr interessante und spannende Geschichte und ist zudem hervorragend besetzt.

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Baldanellos Inszenierung ist ein wenig einfallslos ausgefallen kann aber dennoch einigermaßen überzeugen. Ein paar mehr Spielereien hätten dem Film sicher gut getan vor allem um Jacks Wandlung zum vollkommenen Psychopathen besser darzustellen. Nicht nur der Seelenzustand von Jack ist hier vollkommen heruntergekommen sondern auch die Menschen und Kulissen, die im Film vorkommen. Egal wo Jack hinkommt finden sich zerstörte oder verwüstete Gebäude und Dörfer oder verarmte Menschen, die für Geld alles machen würden. Den fetten Mexikaner Miguel lässt er beispielsweise für ein paar Dollar von den Dorfbewohnern eines kleinen mexikanischen Dorfes zu tote prügeln. Die Rechtfertigung der Mörder gilt auch heute noch für so manchem als Verteidigungsstrategie ("Devisen aus dem Norden, Jungs. Ein echter US-Dollar wäscht jede Schuld ab"). Die Actionszenen, wie etwa Schießereien und Prügelleien, sind schnörkellos und ohne viel Schnickschnack inszeniert und somit auch allesamt recht gut gelungen.

"Jeder muss mal sterben und heute bist du dran. Heute kratzt du ab, Ha, ha, ha. Heute kneifst du den Arsch zu." (Django)

Jack, in der deutschen Fassung Django, ist von Hause aus ein nicht gerade angenehmer Zeitgenosse, raubt er doch ohne Rücksicht auf Verluste mit ein paar Banditen so manche Bank aus. Nachdem aber seine kleine Schwester Estelle vergewaltigt und skalpiert wird dreht er vollkommen durch und wird zum absoluten Kotzbrocken. Für Jack ist der Tod seiner Schwester auch so etwas wie ein vorzeitiger Tod ("Den Mann, den du geliebt hast, den gibt’s nicht mehr. Du musst mich vergessen Susan"). Er nimmt eiskalte und brutale Rache und schreitet dabei äußerst sadistisch zur Tat. Gordon bringt er dazu seinen eigenen Bruder abzuknallen bevor er ihn von einem Pferd zu Tode schleifen lässt. Bei all seinen Morden kommt Jack kaum noch aus seinem hämischen Lachen heraus. Robert Woods kann in der Rolle des Black Jack mal so richtig aufdrehen. Eine ähnlich psychopathisch angelegte Rolle hat er ein paar Jahre später nochmal in Demofilo Fidanis Era Sam Wallash... lo chiamavano 'Così Sia', in dem er ebenfalls auf Rachefeldzug geht. Erstklassig ist auch eine Szene, als er Reb beim Pokern abzieht. ("Ich hab vier Asse.""Glaub ich nicht, will ich sehen.""Ich geb dir mein Wort, das genügt doch, oder"). Wenn ich so cool wäre wie Woods würd ich das auch mal probieren, vielleicht funktioniertes ja.


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Zu den Gaunern gegen die Jack vorgeht gehören unter anderem Winnetou-Mörder Rik Battaglia, Mimmo Palmara und Freddy Unger. Battaglia spielt den Oberschurken Skinner, der gegen Jack als Führer der Bande revoltiert und zu guter Letzt auch noch seine Schwester vergewaltigt. Er machte im selben Jahr noch Guy Madison in I lunghi giorni dell’odio das Leben schwer. Der wortlose Indianer Joe, der mächtig scharf auf Estelles blondes Haar ist, wird dargestellt von Mimmo Palmara, der auf Schurkenrollen prädestiniert ist, meist als fieser Mexikaner. Muskelprotz Palmara war vor seiner Italowesternzeit häufig in Sandalenstreifen zu bewundern. Stuntman Freddy Unger hat hier mal eine etwas größere Rolle als einer der Banditen. Gedreht wurde in Israel, wo auch schon Domenico Paolellas Execution (Django-die Bibel kennt kein Kartenspiel) fabriziert wurde. Beide Filme sind wohl auch so ziemlich zur selben Zeit entstanden, da sie sie ein ähnliches Team und Darsteller aufzuweisen haben. Zum Beispiel sind Palmara und Scratuglia auch in Execution mit von der Partie. In Black Jack ist der so oft nur aus Steuerzwecken aufgeführte CSC Darsteller Scratuglia wirklich mit dabei und spielt den Verlobten von Djangos Schwester.

Für die musikalische Untermalung sorgt Lallo Gori. Der Soundtrack ist äußerst wirkungsvoll und effektiv und ist auch in einigen Fidani Western zu hören. Die DVD hingegen ist ziemlicher Mist. Sie hat nicht nur schlechte Bildqualität, inklusive Vollbild, sondern ist auch noch stark gekürzt. Das merkt man nicht nur am Schluss sondern auch andere Szenen wirken plötzlich abgeschnitten. Auf die ursprüngliche Länge fehlen wohl so circa sieben Minuten. Auf der Rückseite der DVD-Hülle steht aber angeblich sogar, dass es sich um eine ungekürzte Fassung handeln soll. So etwas vorzugaukeln sollte strafbar sein.

Black Jack ist ein erstklassiger B-Western mit einem großartigen und psychopatischen Robert Woods in der Hauptrolle. Ein Film den ich jeden Italowesternbegeisterten nur wärmstens empfehlen kann, man wird auf keinen Fall enttäuscht werden. Eine gute DVD-Umsetzung wäre hier mal wirklich angebracht.


Zuletzt geändert von nerofranco am 24.11.2010 15:25, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 24.11.2010 15:20 
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Gute Review, nerofranco.

Die deutsche DVD ist um ca. 3 1/2 Minuten gekürzt, wenn ich das noch in Erinnerung habe. Allerdings gebe ich dir Recht, dass sie völlig unbrauchbar ist.
Allein schon wegen dem veränderten Ende. ;)
Andererseits was kann man schon von einer DVD für 2,99 Euro erwarten. :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 24.11.2010 15:28 
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Wenn die Angaben bei Bruckner und der Spaghetti Western Database stimmen fehlen auf die Originallänge knapp 7 Minuten und auf die deutsche Länge eben diese ca 3,5 Minuten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 24.11.2010 16:48 
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Kann ich nur zustimmen: Super-Film, der eine vernünftige DVD mehr als verdient hätte!

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 Betreff des Beitrags: Re: Auf die Knie Django - Gianfranco Baldanello
BeitragVerfasst: 24.11.2010 17:39 
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Wie sieht es den mit der dt. VHS aus ?
Auf der ist doch dass Ende doch fast enthalten, oder ?
Kenne nur die KSM DVD. Wie kann ich mir das Ende an der VHS vorstellen ?
Ist dort Woods Tot ganz enthalten ?

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