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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: DER ITALOWESTERN IM FADENKREUZ DER KRITIK
BeitragVerfasst: 12.06.2016 13:21 
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Die Brutalität und die Blutrünstigkeit der Italowestern wurden von einigen Kritikern seinerzeit immer gern in den Vordergrund gestellt, selbst bei eher harmlosen Vertretern dieser Art von Filmen. Man machte regelrecht Stimmung gegen das gesamte Genre.
Hier mal eine kleine Auswahl aus dem Jahr 1967. Es handelt sich fast ausschließlich um Kritiken der Fachzeitschrift "Film-Echo".

"Dies ist der härteste, grausamste und folterndste Italowestern einer allmählich ärgererregenden Welle rüder Erzeugnisse, weil sich die Verwilderung der menschlichen Gefühle zum Idol ihrer Anti-Helden erhebt."
(Arizona Colt)

"Man weiß inzwischen von den italienischen Neu-Western, dass sie in ihrer Grausamkeit kaum noch Grenzen kennen ... ein harter Film, ein harter Stoff, ein schlechtes Theater."
(Sartana)

"Dieser Western tritt genau in die blutigen Fußspuren seiner Vorgänger, die den Terror, die Brutalität und die Grausamkeit auf ihre Schreckensfahne geschrieben haben."
(Yankee)

"Der Film unterscheidet sich von anderen Produktionen dieser Serie nur dadurch, das er noch härter und noch grausamer ist."
(Der Mann, der kam um zu töten)

"Roh und brutal. Technisch perfekt, doch seelenlos und kaltschnäuzig. Unsere Frage an die italienische Western-Produktion: Quo vadis?"
(Für eine Handvoll Blei)

"Allmählich weiß jeder, dass die brutalsten Western aus Italien kommen ... Man sollte dieser Entwicklung zur grotesken Grausamkeit und gezielten Brutalitäten doch endlich Einhalt gebieten."
(El Cisco)

"Töten als Gaudi betrieben ist eine Western-Novität aus Europa. Hier darf selbst der positive Held unverhohlen seinem Mörderappetit frönen"
(Django - Sein Gesangbuch war der Colt)

"Seine auffallende Brutalität verdeutlicht die allgemeine Tendenz der neuen Kopfgeldjäger-Filme italienisch-spanischer Provenienz. Perfektion und Pracht sind auch diesem Italowestern nicht abzusprechen. Aber sie werden durch Kälte und Zynismus in den Hintergrund gedrängt."
(Ohne Dollar keinen Sarg)

"Ein Western der italienisch-spanischen Produktion, der die gleichen brutalen Züge trägt, wie sie die meisten der europäischen Imitationen angenommen haben."
(Lanky Fellow)

"Giulio Questi verpackt in diesem widerlichen Machwerk Brutalität, Perversitäten und Sadismen und verkauft es noch als "abschreckendes Beispiel"... (Kölner Stadtanzeiger)
(Töte Django)


Zuletzt geändert von Pistolero am 12.06.2016 13:38, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DER ITALOWESTERN IM FADENKREUZ DER KRITIK
BeitragVerfasst: 12.06.2016 13:36 
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Eher harmlos sind sie aber eben vor allem aus heutiger Sicht. Damals sah das anders aus. Es geht auch nicht nur um graphisch dargestellte Gewalt sondern auch um seelische Grausamkeit und fehlende moralische Konsequenzen usw


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 Betreff des Beitrags: Re: DER ITALOWESTERN IM FADENKREUZ DER KRITIK
BeitragVerfasst: 12.06.2016 20:35 
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Ich fasse mal kurz zusammen. Alles auf den Punkt gebracht:

Grausamer Italo Western mit hanebüchner Story, der einzig mit passabeln Landschaftsaufnahmen punkten kann. Wir raten ab!

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: DER ITALOWESTERN IM FADENKREUZ DER KRITIK
BeitragVerfasst: 15.06.2016 18:41 
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Die Ami Western hatten eher mit Anstand und Moal zu tun. Helden wo stets das richtige machen.

Der italienische Western hingegen ist komplett anti sozial und glänzt durch Anti Helden

_________________
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im Alleingang bis ich sterbe,
weil ich immer auf mich zählen kann (yeah)
Oh, ich brauche keine Hand, die ich halten kann
auch wenn die Nacht kalt ist
hab ich dieses Feuer, das in meiner Seele brennt


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