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 Betreff des Beitrags: DIE HÖLLENHUNDE - Burt Kennedy/ Niksa Fulgosi
BeitragVerfasst: 16.02.2010 12:14 
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Original Titel: La spina dorsale del diavolo (Übersetzt - Das Rückrad des Teufels)
US Titel:The Deserter
Italien/Jugoslawien/USA 1971
Regie: Burt Kennedy und Niksa Fulgosi (Im Film nicht genannt)
Produktion: Dino de Laurentiis
Soundtrack: Piero Piccioni

Darsteller:
Bekim Fehmiu
Richard Crenna
Chuck Connors
Ricardo Montalban
Ian Bannen
Fausto Tozzi
Brandon De Wilde
Slim Pickens
Woody Strode
John Huston
Mimmo Palmara
Albert Salmi

Story: Nach einem Erkundungsritt einer Armeepatroullie unter der Leitung von Captain Kaleb (Bekim Fehmiu) finden sie in einer Missionssiedlung die Bewohner nur noch tot vor.Die einzige Überlebende ist Kalebs Frau, die jedoch gefoltert und gemartert wurde.Kaleb gibt ihr den Gnadenschuss
Im Fort zurück macht Kaleb Major Brown (Richard Crenna) dafür verantwortlich, daß seine Frau und die anderen ohne Schutz in der Mission geblieben sind.Doch Brown setzt dagegen daß seine Frau nicht mehr lebt, weil er sie erschossen hat.Für diesen Satz schiesst Kaleb-Brown in Bein und Schulter und desertiert
Zwei Jahre später übernimmt General Miles (John Houston) das Grenzkommando um Mangus Durango (Mimmo Palmara) den Chief der Apachen den Garaus zu machen
Man kommt zum Entschluss Kaleb zu rehabilitieren, wenn es ihm gelingt mit Freiwilligen zu Einzelkämpfern auszubilden und später das Lager von Mangus Durango am Rückrad des Teufels anzugreifen.

Ein harter Rachewestern, der nur voll Hass strebt.
Erschienen nur auf Video in Vollbild und lief nur einmal im TV mitte der 90er Jahre in WS 1,85:1


US Trailer
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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 16.02.2010 12:51 
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Absoluter Hammerstreifen ! Bekim Fehmiu verfügt über eine unheimliche Präsenz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 16.02.2010 12:56 
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kann ich mich nur anschliessen, der streifen passt!
Ein zweiter seiner art ist mir bissher noch nicht untergekommen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 17.02.2010 01:14 
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reggie hat geschrieben:
kann ich mich nur anschliessen, der streifen passt!
Ein zweiter seiner art ist mir bissher noch nicht untergekommen!


hm, das grundsetting findeste eigentlich in jedem zweiten kriegsfilm: bewährungseinheit aus knochenharten, schweren jungs muss einen eigentlich unmöglichen auftrag stemmen. ich für meinen teil fand den streifen sehr durchschnittlich nach seinem zugegebenerweise angenehm rauen beginn.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 17.02.2010 11:01 
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Im Prinzip gehört er zu den dutzenden von Variationen von Das dreckige Dutzend.

Seh ich ähnlich wie Slim. Guter Anfang, schwaches Ende. Burt Kennedy hat ein paar gute Western gemacht, aber das waren alles Komödien und Parodien. Aber er war nur ein schwacher Action Regisseur. 5/10


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 17.02.2010 12:04 
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Ein zweiter seiner art im IW wollte ich eigentlich schreiben....
Klar das grundthema um eine gruppe die ein auftrag zu erledigen hat, ist gleich, aber wie man hier die schosse gezeigt hat war schon ungewöhnlich.
Vorallem wegen dem Ende, das Indianerlager bestand ja nur aus ein Paar zeltchen, ist ja lachhaft wenn die ne berohung darstellen sollten. Und dann gibts nur noch sinnlose explosionen zu sehen...
Dann der hasserfüllte Captain dessen Frau, von indianer massakriert wurde ist auch eine ungewöhnliche figur im Italowestern...

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 17.02.2010 12:50 
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Um die Wahrheit zu sagen, ich sehe den eher als einen US Western an, der halt in Spanien, It., Jug. gedreht wurde.

Ok, es war eine de Laurentis Produktion, aber der Regisseur ist Ami und die Drehbuchleute auch fast alle.
Vor allem aber fand ich den Stil eher amerikanisch.
Ist aber grenzwertiger als andere.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 17.02.2010 20:48 
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Grenzwertig finde ich ihn auch in seiner Aussage. Hat schon was von Mobilisierungsfilmchen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 25.02.2010 18:53 
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Gehört zu den Filmen die ich mir sicher NIE ansehen werde. Dafür ist mir meine Lebenszeit einfach zu schade.

Nach den Kritiken im Bruckner handelt es sich um einen lächerlichen, zutiefst rassistischen Metzelfilm, in dem mal wieder Vietnam doch noch gewonnen wird :evil: Der überlegene US-Soldat begibt sich auf das brutale Niveau seiner Feinde (Indianer als Sinnbild für Vietcong), um diese mit den eigenen Waffen zu schlagen, weil er ja prinzipiell immer besser, stärker, schneller ist. :roll:

Für mich dezidiert kein Italowestern, sowohl wegen der Thematik als auch der Besetzung. US-Schrott gedreht in Italy.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 25.02.2010 20:02 
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Ringo aka Angelface hat geschrieben:
Gehört zu den Filmen die ich mir sicher NIE ansehen werde. Dafür ist mir meine Lebenszeit einfach zu schade.

Nach den Kritiken im Bruckner handelt es sich um einen lächerlichen, zutiefst rassistischen Metzelfilm, in dem mal wieder Vietnam doch noch gewonnen wird :evil: Der überlegene US-Soldat begibt sich auf das brutale Niveau seiner Feinde (Indianer als Sinnbild für Vietcong), um diese mit den eigenen Waffen zu schlagen, weil er ja prinzipiell immer besser, stärker, schneller ist. :roll:

Für mich dezidiert kein Italowestern, sowohl wegen der Thematik als auch der Besetzung. US-Schrott gedreht in Italy.


Wäre es nicht angebracht, sich darüber selbst ein Urteil zu erlauben, indem man den Film auch selbst sieht? Stattdessen übernimmst du einfach die Meinung von jemand anderem und schimpfst über den Film, als ob du ihn schon gesehen hättest.

Unzählige Menschen werfen auch Giallos z. B. vor, menschenverachtend zu sein, da die Todesszenen so explizit ausgespielt sind. Ich sehe das jedoch vollkommen anders.

Wie ein Film auf einen wirkt, ist von Person zu Person unterschiedlich.

Kürzlich wurde ja z. B. auch schon DER BLUTIGE PFAD GOTTES Rassismus vorgeworfen - etwas, was mir persönlich nie in den Sinn gekommen wäre.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 25.02.2010 22:56 
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Japango hat geschrieben:
Original Titel: La spina dorsale del diavolo (Übersetzt - Das Rückrad des Teufels)


Hmm... Der Trailer reisst mich nicht unbedingt vom Hocker, weckt aber durchaus ein gewisses Interesse. Eine Frage bleibt allerdings offen! Was bitte ist ein "Rückrad"??? ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 26.02.2010 10:30 
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Viele Italo-Western (und Polizottis) sind menschenverachtend, zynisch, propagieren Selbstjustiz und glorifizieren Gewalt. Manche Szenen in 'Die Höllenhunde' stoßen auch bitter auf, aber liegt darin nicht auch gerade ein Reiz? Selbst ein 'The Searchers' kann sich meiner Meinung nach nicht recht entscheiden, ob er für ein positives Indianerbild spricht oder dagegen. Sehr ambivalent. Ähnlich ist es bei den Höllenhunden, der abgesehen davon auf jedenfall sehenswert ist und trotz seiner Aussage, dass Indianer mordlüsterne Bestien sind, ein überdurchschnittlicher Italo-Western, der mir sehr gut gefallen hat - besser als der ähnliche 'Töte alle und kehr allein zurück'. Stimmige Atmospähre, klasse Locations (Beim Rückgrat des Teufels bin ich schon rumgewandert) , gute, interessante Charaktere, ein wendungsreicher Plot mit vielen krassen Szenen (der gar nicht nette Indianerjunge!).
Trotz seiner US-Stars und des Regisseurs würde ich ihn auch als Italowestern einordnen, nur in Europa traute man sich halt zu der Zeit, dreckige fiese Filme jenseits des Hollywood-Mainstreams zu machen. Abgesehen von Peckinpah und Aldrich...
Ein DVD-Veröffentlichung dieses Films würde ich sehr begrüßen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 26.02.2010 11:05 
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The Big Coordinator hat geschrieben:
Ringo aka Angelface hat geschrieben:
Gehört zu den Filmen die ich mir sicher NIE ansehen werde. Dafür ist mir meine Lebenszeit einfach zu schade.


Wäre es nicht angebracht, sich darüber selbst ein Urteil zu erlauben, indem man den Film auch selbst sieht? Stattdessen übernimmst du einfach die Meinung von jemand anderem und schimpfst über den Film, als ob du ihn schon gesehen hättest.

Unzählige Menschen werfen auch Giallos z. B. vor, menschenverachtend zu sein, da die Todesszenen so explizit ausgespielt sind. Ich sehe das jedoch vollkommen anders.


Aufgrund der Inhaltsangabe inklusive Ende (wodurch das Sehen des Films für mich zusätzlich uninteressant wird) ist der Handlungsverlauf plus Aussage des Films klar. Mag der Film auch handwerklich noch so toll gemacht sein, so kann ich mich nicht dabei unterhalten, wenn ich mich laufend über die Handlung ärgern muß.
Was mich stört ist nicht die Art der Gewaltdarstellung, sondern die Verlogenheit und Dummheit der Geschichte. Wir schlachten die Anderen nur ab, weil die vorher so böse zu uns waren. :roll: Und bei unserem Rachefeldzug sind wir unverwundbar, da die Anderen plötzlich nix mehr treffen und sich Strunzblöd anstellen.

Form über Inhalt hat bei mir noch nie gesiegt, daher auch meine grundlegende Ablehnung des Machwerkes.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 26.02.2010 14:15 
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Ringo aka Angelface hat geschrieben:
Und bei unserem Rachefeldzug sind wir unverwundbar, da die Anderen plötzlich nix mehr treffen und sich Strunzblöd anstellen.

Form über Inhalt hat bei mir noch nie gesiegt, daher auch meine grundlegende Ablehnung des Machwerkes.



Ps. das mit dem Unverwundbar ist doch in jedem film dieser Art! Ein paar nebenfiguren fallen und die Hauptdarsteller überleben! Eine ganze Armee wird meist von nur fünf mann erledigt! Über sowas muss man schon hinwegsehen!
Freilich sehr unglaubwürdig, zudem es hier echt kaum nennenswerten szenen im Finale gibt. Ne menge explosionen mit Dynamit und schon sind die Indianer dahin... also fast...

Gestern den "Sie verkaufen den Tod" gesehen, selbe geschichte, ein ganzes Fort wird von einer Handvoll leutchen eingenommen...
Bei den Dreckigen Dutzend filmen ist ja auch nicht anders....

Bei Töte Alle, hat man es doch etwas elleganter gelößt...

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 26.02.2010 15:06 
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reggie hat geschrieben:
Ps. das mit dem Unverwundbar ist doch in jedem film dieser Art! Ein paar nebenfiguren fallen und die Hauptdarsteller überleben! Eine ganze Armee wird meist von nur fünf mann erledigt! Über sowas muss man schon hinwegsehen!
Freilich sehr unglaubwürdig, zudem es hier echt kaum nennenswerten szenen im Finale gibt. Ne menge explosionen mit Dynamit und schon sind die Indianer dahin... also fast...

Gestern den "Sie verkaufen den Tod" gesehen, selbe geschichte, ein ganzes Fort wird von einer Handvoll leutchen eingenommen...
Bei den Dreckigen Dutzend filmen ist ja auch nicht anders....

Bei Töte Alle, hat man es doch etwas elleganter gelößt...


Stimmt, mir gefallen diese Kommandounternehmen Filme meistens auch nicht. Gibt ganz wenige gute Werke dieses Genres, zum Beispiel die Wildgänse kommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 28.02.2010 15:19 
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Eastwulf hat geschrieben:
Viele Italo-Western (und Polizottis) sind menschenverachtend, zynisch, propagieren Selbstjustiz und glorifizieren Gewalt.


Stimmt. Aber kaum einer ist so unverhohlen tendenziös wie die Höllenhunde. Da liegt für mich noch mal ein großer Unterschied.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Höllenhunde
BeitragVerfasst: 19.12.2010 13:09 
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Hab eben mal wieder in den Film gesehen, paar zitate...

Captain Calib zu dem Studierten...
"Fassen sie den Hund an" - "Anfassen werde ich ihn nicht, aber abknallen jeder Zeit!" - "Sie sind eingestellt!"

Auf die aussage das ihn einige Töten wollen:

"Noch vor ende des Trainings wollen sie es alle!"

Weiter dialoge während des Trainings:

"Ein harmloser stein ist eine Tödliche Waffe, der Sand hier ist eine tödliche Waffe...."

"Dann grabe ich ihnen eben meine Zähne in die Gurgel"

"Wie heist, das ist der grösste Saufrass meiner dienstzeit auf Indianisch?"

"Ich hoffe nur das Jeder von euch anständig Stirbt und keinen von den Anderen mittnimmt!"

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE HÖLLENHUNDE - Burt Kennedy/ Niksa Fulgosi
BeitragVerfasst: 17.01.2011 14:18 
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Also eigentlich hatte mich der Film nie interessiert. Da er immer den Ruf hatte dem US-Western recht nahe zu stehen. Zudem kommen Indianer drin vor, eine Thematik die ich in IW gar nicht mag.

Dementsprechend bin ich mit geringen Erwartungen an die Geschichte rangegangen und wurde positiv überrascht.
Spannender Film und für mich auch besser als die ähnlich gelagerten Filme wie "Sie verkaufen den Tod" oder "Töte sie alle und kehr allein zurück.
Bekim Fehmiu liefert eine sehr gute Performance ab und auch die anderen stehen dem nicht nach.
Ok, ich hätte die Indianer durch Mexikaner oder marodierende Südstaatler ersetzt .... aber was soll's.

In Zahlen: Ich zücke sogar 8 / 10 Punkten und bitte um eine vernünftige DVD-Auswertung.

Ringo aka Angelface hat geschrieben:
in dem mal wieder Vietnam doch noch gewonnen wird :evil: Der überlegene US-Soldat begibt sich auf das brutale Niveau seiner Feinde (Indianer als Sinnbild für Vietcong), um diese mit den eigenen Waffen zu schlagen, weil er ja prinzipiell immer besser, stärker, schneller ist. :roll:



Sorry, aber das ist Blödsinn ! Irgendwelche Assoziationen zu weltpolitischen Geschehnissen herzustellen ist schon sehr gewagt.
Zumal Burt Kennedy nie ein politsch motivierter Regisseur war.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE HÖLLENHUNDE - Burt Kennedy/ Niksa Fulgosi
BeitragVerfasst: 17.01.2011 14:47 
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Aber der Regisseur schreibt nun mal nicht das Drehbuch. Das der Film extrem Reaktionär und Rassistisch ist steht wohl ausser Frage.

Die Referenz auf Vietnam nennt auch D. Kuhlbrodt in der Filmkritik 5/1971. Das das US-Kino Filme zur Stimmungsmache verwendet, ist ja wohl auch dir bekannt. Und 1971 war der Vietnamkonflikt nun mal am Höhepunkt, auch in der öffentlichen Diskussion. Wenn man sich den Stab ansieht, ist es höchstwarscheinlich ein US-Western, der von Europa coproduziert wurde.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE HÖLLENHUNDE - Burt Kennedy/ Niksa Fulgosi
BeitragVerfasst: 17.01.2011 15:33 
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El Puro hat geschrieben:
Also eigentlich hatte mich der Film nie interessiert. Da er immer den Ruf hatte dem US-Western recht nahe zu stehen. Zudem kommen Indianer drin vor, eine Thematik die ich in IW gar nicht mag.

Dementsprechend bin ich mit geringen Erwartungen an die Geschichte rangegangen und wurde positiv überrascht.
Spannender Film und für mich auch besser als die ähnlich gelagerten Filme wie "Sie verkaufen den Tod" oder "Töte sie alle und kehr allein zurück.
Bekim Fehmiu liefert eine sehr gute Performance ab und auch die anderen stehen dem nicht nach.
Ok, ich hätte die Indianer durch Mexikaner oder marodierende Südstaatler ersetzt .... aber was soll's.

In Zahlen: Ich zücke sogar 8 / 10 Punkten und bitte um eine vernünftige DVD-Auswertung.



Kann ich nur so unterschreiben. 8/10 sind bei mir auch locker drinn.


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE HÖLLENHUNDE - Burt Kennedy/ Niksa Fulgosi
BeitragVerfasst: 12.02.2011 20:25 
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Sehr guter Western, der einen richtig in den Bann zieht. Hustons Auftritt als General ist großartig. Kleine Schwächen beim Ende und der unpassenden Musik, wiedermal von Piccioni.

8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE HÖLLENHUNDE - Burt Kennedy/ Niksa Fulgosi
BeitragVerfasst: 01.05.2017 12:16 
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Ein ziemlich rauher Western, den ich nun auch mal wieder sah. Hatte noch eine sehr gute Pro7 VHS-Aufnahme, die ich mir vor kurzem auf DVD überspielt hatte.

Captain Caleb (Bekim Fehmiu) verliert durch Apachen-Folter seine Frau, die er blutüberströmt und noch ein wenig lebend in einer Kirche findet. Er erschießt sie, da sie die Folter eh nicht überlebt hätte und somit nicht länger leiden sollte. Major Brown (Richard Grenna) macht ihm das hinterher zum Vorwurf, woraufhin Caleb ihn durch zwei Schüsse verwundet und dem Soldatenfort den Rücken kehrt. Später, nach ca. 2 Jahren wird er von General Miles (John Huston) rehabilitiert, weil Caleb wie kein anderer die Apachen und ihre Kampfmethoden kennt. Er soll nun zusammen mit anderen, die er selbst aussucht einen Trupp zusammen stellen, diesen im Kampf ausbilden, um dann die Apachen endgültig zu erledigen.

Was auffällig ist, das der Film allein weniger durch Gewaltszenen krass wirkt, als vielmehr durch seine ganze Tötungsmentalität, Hass und Einstellungen gegenüber den Indianern, in dem Falle die Apachen. Diese werden hier einfach nur als sadistische hinterhältige Mordbrenner dargestellt, die jeden Weißen abschlachten. Der Film ist ein Kind seiner Zeit (1970) und Vietnam schimmert hier und dort durch. Aufgrund seiner extremen reaktionären Haltung gepaart mit fast schon ständigen Hass auf Indianer (Apachen), fehlt dem Film hier eine differenzierte Darstellung, wie sie z.B. Das Wiegenlied vom Totschlag und später Keine Gnade für Ulzana aufzuweisen hatten. Die Höllenhunde machen hier keine Umstände, denn man zieht los, um die Apachen auszulöschen. Alles andere interessiert hier niemanden, weder die Belange der Indianer, deren Kultur, oder sonstwas und schon gar nicht wird Kritik an den Weissen geübt, durch deren Politik die Indianer damals immer mehr verdrängt worden sind.

Handwerklich ist der Film aber dennoch gut gemacht, der im Grunde eine Variation Kriegsfilms DAS DRECKIGE DUTZEND darstellt. Auch die Darsteller sind durchweg gut. Vor allem Bekim Fehmiu hat hier eine starke Präsenz. Allein schon sein Blick,... da könnte man fast meinen, das die Indianer schon deswegen tot umfallen. Als Caleb hasst er aber nicht jeden Indianer. So ist z.B. Natchai (Ricardo Montalban) an seiner Seite. Mimmo Palmara (damals vorher häufig in Italo-Historienfilmen vertreten) stellt den Apachenhäuptling Mangus Durango in einer Nebenrolle dar. Ebenso in kleiner Nebenrolle Fausto Tozzi als Orozco, der ein Mitglied des Himmelfahrtskommandos ist.

Der Film hatte im Kino eine Laufzeit von 2708 Meter = 99 min. Laut dem Bruckner-Buch soll die Originallänge 104 min betragen. Demnach fehlt wohl ein wenig was, aber was :boys_0137: Zumindest dürfte die Pro7 Ausstrahlung (knapp 94 min) bis auf den nichtvorhandenen Nachspann identisch sein, sofern es einen gab.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE HÖLLENHUNDE - Burt Kennedy/ Niksa Fulgosi
BeitragVerfasst: 01.05.2017 12:37 
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Ne Bluray von Explosiv oder Koch wäre ein Traum :(

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE HÖLLENHUNDE - Burt Kennedy/ Niksa Fulgosi
BeitragVerfasst: 01.05.2017 13:07 
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Westernhelden Nr. 4 oder so :D *träum* :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE HÖLLENHUNDE - Burt Kennedy/ Niksa Fulgosi
BeitragVerfasst: 01.05.2017 15:21 
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Il Nero hat geschrieben:
Westernhelden Nr. 4 oder so :D *träum* :roll:


:jc_goodpost:


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 Betreff des Beitrags: Re: DIE HÖLLENHUNDE - Burt Kennedy/ Niksa Fulgosi
BeitragVerfasst: 01.05.2017 18:29 
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Also mir reicht jetzt erstmal meine Umkopierung von VHS auf DVD, die sehr gut geworden ist :)
Es sei denn, das der Film komplett veröffentlicht wird, denn immerhin dürften es sich dabei um längere 5 min handeln. Aber interessant, das viele hier so scharf auf eine digitale Veröffentlichung zu diesem eher reaktionären Film sind :mrgreen:

Möglicherweise hat sich wegen dem Inhalt und der ganzen Haltung des Films (Begründung: siehe mein obiges Kurzreview) noch kein Label heran getraut. Denn obwohl so einige Kritiken damals überraschend weniger negativ den Film beurteilten, so hat er anscheinend den Ruf zu haben, das er rassistisch sei. Sicher ist, das der Film aufgrund seiner Darstellung schon ziemlich fragwürdig ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: DIE HÖLLENHUNDE - Burt Kennedy/ Niksa Fulgosi
BeitragVerfasst: 02.05.2017 19:14 
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Graf von Karnstein hat geschrieben:
Also mir reicht jetzt erstmal meine Umkopierung von VHS auf DVD, die sehr gut geworden ist :)
Es sei denn, das der Film komplett veröffentlicht wird, denn immerhin dürften es sich dabei um längere 5 min handeln. Aber interessant, das viele hier so scharf auf eine digitale Veröffentlichung zu diesem eher reaktionären Film sind :mrgreen:

Möglicherweise hat sich wegen dem Inhalt und der ganzen Haltung des Films (Begründung: siehe mein obiges Kurzreview) noch kein Label heran getraut. Denn obwohl so einige Kritiken damals überraschend weniger negativ den Film beurteilten, so hat er anscheinend den Ruf zu haben, das er rassistisch sei. Sicher ist, das der Film aufgrund seiner Darstellung schon ziemlich fragwürdig ist.



Ich glaub nicht, dass sowas ne Rolle spielt. Wohl eher, dass es kaum Zugpferde gibt und man nicht an den Erfolg glaubt.

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