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 Betreff des Beitrags: DJANGO, EIN SARG VOLL BLUT - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 15.02.2010 19:36 
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Orginaltitel: Il Momento di uccidere
1968
Länge: ca. 92 Minuten

Beschreibung:

Django (im Original Lord) und sein Kumpel Bull sind auf der Suche nach 500.000 Dollar in Gold, welche in den Kriegswirren verschwunden sind. Hinter diesem Geld sind aber auch der Geschäftsmann Forrester und sein Sohn her. Die einzige Person, welche das Rätsel um das Gold lösen könnte, ist die Tochter eines Südstaatengenerals. Die ist allerdings die Nichte von Forrester und auch nicht die Person, für die alle sie halten.

Meinung:

Kleiner Italo-Western von Giuliano Carnimeo, welcher später mit verschiedenen Sartana-Streifen Berühmtheit erlangte. Der Film besticht durch seine recht düstere Atmosphäre und ist eher im Stile eines Thrillers aufgebaut. Lord und Bull bilden ein "Buddy-Duo", welches grundsätzlich von der Gier des Goldes getrieben wird. Insgesamt sehr solide aufgebaut, mit einigen recht interessanten Wendungen und einem Showdown in einem Schlachthaus.

Solide 7/10.

Achtung jedoch vor der dämlichen deutschen Synchro, welche von Rainer Brandt mit etlichen überflüssigen Sprüchen unterlegt ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Django, ein Sarg voll Blut - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 15.02.2010 19:54 
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Das Ende ist ja zumindest technisch "interessant"...

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 Betreff des Beitrags: Re: Django, ein Sarg voll Blut - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 15.02.2010 22:06 
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Blackburn hat geschrieben:
Orginaltitel: Il Momento di uccidere
1968
Länge: ca. 92 Minuten

Beschreibung:

Django (im Original Lord) und sein Kumpel Bull sind auf der Suche nach 500.000 Dollar in Gold, welche in den Kriegswirren verschwunden sind. Hinter diesem Geld sind aber auch der Geschäftsmann Forrester und sein Sohn her. Die einzige Person, welche das Rätsel um das Gold lösen könnte, ist die Tochter eines Südstaatengenerals. Die ist allerdings die Nichte von Forrester und auch nicht die Person, für die alle sie halten.

Meinung:

Kleiner Italo-Western von Giuliano Carnimeo, welcher später mit verschiedenen Sartana-Streifen Berühmtheit erlangte. Der Film besticht durch seine recht düstere Atmosphäre und ist eher im Stile eines Thrillers aufgebaut. Lord und Bull bilden ein "Buddy-Duo", welches grundsätzlich von der Gier des Goldes getrieben wird. Insgesamt sehr solide aufgebaut, mit einigen recht interessanten Wendungen und einem Showdown in einem Schlachthaus.

Solide 7/10.

Achtung jedoch vor der dämlichen deutschen Synchro, welche von Rainer Brandt mit etlichen überflüssigen Sprüchen unterlegt ist.


so schlecht finde ich die synchro von brandt gar nicht! aber ist halt nicht jeder von begeistert.......


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 Betreff des Beitrags: Re: Django, ein Sarg voll Blut - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 15.02.2010 22:47 
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Außer dass sie den Film zerstört ist sie ganz gut ... ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Django, ein Sarg voll Blut - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 16.02.2010 20:26 
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Rainer Brandt ist so eine Geschichte für sich.
Ich mag diese Art von Synchro nicht. Vor allem nicht, wenn im Film Sprüche fallen, wo im Orginal gar nicht gesprochen wird.
Besonders schlimm auch bei Sartana - Noch warm und schon Sand drauf. Da wird auf Teufel komm raus ein Spruch nach dem nächsten rausgehauen, ohne Sinn und Verstand. :x


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 Betreff des Beitrags: Re: Django, ein Sarg voll Blut - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 16.02.2010 20:48 
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Bei dem Film ist die Syncro echt mal unpassend! Am besten ist die Ballerei am ende in der Fleischerei....

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 Betreff des Beitrags: Re: Django, ein Sarg voll Blut - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 16.02.2010 20:54 
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Bei dem Sartana oder Santana tötet sie alle finde ich es nicht so schlimm, egal was da an Sinn verloren geht. Bei düsteren Western wie diesem hier oder Django-die Nacht der langen Messer ist es was anderes.

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 Betreff des Beitrags: Re: Django, ein Sarg voll Blut - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 16.02.2010 21:43 
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Aber gerade Santana tötet sie alle, eigentlich ein ziemlich gemeiner Film, ist viel besser als es die deutsche Syncro vermuten lässt.

Ich wünschte es würde aml jemand einen Brandt freien Fandub von Mein Name ist Nobody basteln. Tatsächlich könnte man die deutsche Syncro retten, und dabei weitgehend den ganzen Blödelmist entfernen. Und wenn dann noch die Anolis Methode von Friedhof ohne Kreuze zur Anwendung käme ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Django, ein Sarg voll Blut - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 18.03.2010 11:19 
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Einer meiner Lieblingswestern, hat alles was ein guter Italowestern der Zeiten Kategorie braucht. Für mich auch der beste Western von Carnimeo.

Aus dem alten Forum:

Django- Ein Sarg voll Blut (Il momento di uccidere, ITA/GER 1968)
R: Giuliano Carnimeo

"Regina und Camelot, ein Mädchen und ein Gedicht". Das sind die einzigen Hinweise wo 500000 Dollar in Gold versteckt sein sollen. Jede menge Leute sind auf der Suche dem Gold, darunter auch Django und Bull.

"Das sind Django und Bull gewesen, wenn die irgendwo aufkreuzen beginnt das große sterben"

Yeah, so sieht ein perfekter B-Western aus. Il momento di uccidere ist der Film der mich zum Italowestern gebracht hat.
Hier stimmt so ziemlich alles, Darsteller, Musik, Atmosphäre, Inszenierung.
George Hilton und Walter Barnes geben ein Traumgespann ab als Django und Bull. Die beiden sind ziemlich eiskalt und kennen keinen Spaß, auch wenn die deutsche Synchro das manchmal anders sieht. Dazu gesellen sich noch ein sadistischer Horst Frank, ein hinterlistiger Renato Romano und eine hübsche Loni von Friedl.
Die Musik von Francesco de Masi ist äußerst gelungen, angefangen von einem starken Titeltrack namens "Walk by my side".

"Scherze sind dazu da gemacht zu werden, aber doch nicht von so einem Wüstenschwein wie dir" (Django)

Die Story ist sehr gut und hat auch ein paar Wendungen zu verbuchen inklusive einem klasse Schluss. An der Kamera war niemand geringerer als Stelvio Massi, der hier wunderbar verspielt ist und einige tolle Einstellungen einfängt.

Wie gesagt, ein B-Western der Extraklasse, den ich jeden nur ans Herz legen kann.
9/10


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 Betreff des Beitrags: Re: Django, ein Sarg voll Blut - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 18.03.2010 13:02 
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Ist bei mir auch ganz weit oben- wirklich hervorragender, kleiner western aus der zweiten Reihe mit vielen, vielen Schusswechsel- wahnsinn wie hier die Läufe glühen. Kamera und Atmosphäre wie man es sich wünscht, einzig wieder mal das teilweise grenzdebile Kalauer von Brandt, (zwar nicht so schlimm wie in ..noch warm und schon Sand dr..) ist als unpassend zu verbuchen. Hätte der Mann nicht grundsätzlich eine gute Stimme, wären die hahnebüchenen Texte nicht durchzudrücken.
Leider ist die deutsche DVD von VPS absoluter Müll (!!) und wahrscheinlich die schlechteste Scheibe im ganzen Genre- unglaubliche Frechheit und Lieblosigkeit von Diletanten.
Als Alternative habe ich, wenn ich nicht irre, die südafrikanische DVD von Naushad mit erheblich besserer Bildqualität und im richtigen Format.
Ein feines deutsches Release ist also mehr als ersehnt!

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 Betreff des Beitrags: Re: Django, ein Sarg voll Blut - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 18.03.2010 13:10 
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 Betreff des Beitrags: Re: Django, ein Sarg voll Blut - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 18.03.2010 21:57 
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...ist aber an den Seiten noch mehr beschnitten als die deutsche.


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 Betreff des Beitrags: Re: Django, ein Sarg voll Blut - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 18.03.2010 22:21 
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VPS hätte die Rechte abgeben sollen, statt da mit Videokopien anzukommen... :roll: Aber es ist besser als nichts.

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 Betreff des Beitrags: Re: Django, ein Sarg voll Blut - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 18.03.2010 22:28 
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Hab mich seinerzeit geärgert, dass ich die DVD nicht mehr bekommen hab (glaube zumindest, dass die ausverkauft ist), aber bei den Beschreibungen hier über die schlechte Qualität bin ich fast froh, den Film nicht gekauft zu haben. 8-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Django, ein Sarg voll Blut - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 18.03.2010 22:39 
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Nein, so schlecht ist die DVD auch wieder nicht. Um die 5 Euro kann man da schon ausgeben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Django, ein Sarg voll Blut - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 19.03.2010 11:30 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Nein, so schlecht ist die DVD auch wieder nicht. Um die 5 Euro kann man da schon ausgeben.


Was ich ärgerlich finde, dass es kein Orginalton mit deutschen Untertiteln gibt. Dann könnte man die angesprochene deutsche Synchro umgehen. ;)

Darüber hinaus ist die DVD cut. Siehe Schnittbericht:

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Wobei man sagen muss, dass 41 Sekunden zu verschmerzen sind, ärgerlich ist es aber schon.

Dazu gibt es noch nicht einmal eine Kapitelanwahl.

Wobei man froh sein muss, dass es den Film überhaupt auf einer deutschen DVD gibt. Und wie EL CHUNCHO schon sagte, gibt es weltweit auch sonst nur die südafrikanische Version. Eigentlich schade.


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO, EIN SARG VOLL BLUT - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 08.03.2012 15:43 
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"Walk by my side, you’ll find,
You’ll find the peace of your soul.
Don’t look no more, you will not be saved,
Cause you don’t know yet what there is."


"Walk by my side, you’ll hear,
You’ll hear the voice of truth.
Someone will come and guide your stance,
You won’t have this dance with me."


"Regina und Camelot, ein Gedicht und ein Mädchen". Das sind die einzigen Hinweise auf satte 500.000 Dollar in Gold, die der Südstaatencolonel Forester vor den anrückenden Yankees versteckt haben soll. Richter Thomas B. Warren, ein fanatischer Anhänger der Südstaaten, heuert die beiden Killer Django und Bull an um dem Gold auf die Spur zu kommen und es der Armee für den Befreiungskampf zur Verfügung stellen zu können. Allerdings haben auch andere von dem Gold Wind bekommen und so machen sich jede Menge Schakale auf die tödliche Suche nach dem verschwundenen Schatz.

"Das sind Django und Bull gewesen, wenn die irgendwo aufkreuzen beginnt das große Sterben."

Giuliano Carnimeo ist einer der ganz großen B-Film Regisseure, die das italienische Genrekino hervorgebracht hat. Begonnen hat Carnimeo seine Filmkarriere wie so viele andere seiner Kollegen als Regieassistent, vorwiegend bei Komödienregisseur Giorgio Simonelli in einigen Franco und Cicco – Parodien. Dazu zählen auch drei Western, von denen aber nur I due sergenti del generale Custer (Herr Major, zwei Flaschen melden sich zur Stelle) in Deutschland eine Auswertung erfahren durfte. Eine weitere erwähnenswerte Assistenztätigkeit war bei dem äußerst unterhaltsamen Heist-Western Le due facce del dollaro (Stinkende Dollar) von Roberto Bianchi Montero, in dem ein paar Gauner ein Fort um einen Haufen Gold erleichtern. Nach einer Co-Regie bei Simonellis I due figli di Ringo war der beinharte Il momento di uccidere (Django- Ein Sarg voll Blut) seine erste alleinverantwortliche Regiearbeit auf die nur kurze Zeit später der ebenfalls äußerst gelungene Joe, cercati un posto per morire! (Ringo, such dir einen Platz zum Sterben) folgte, in dem Jeffrey Hunter Pascale Petit hilft, zusammen mit einem Trupp goldgieriger Männer, eine ertragreiche Miene auszubeuten. Allerdings mischte bei dem Film wohl auch Produzent Hugo Fregonese kräftig mit.

Bild Bild Bild Bild Bild

Der knüppelharte und staubtrockene Il momento di uccidere (Django- Ein Sarg voll Blut) war nun also Carnimeos erste Regiearbeit und da hat er gemeinsam mit seinem späteren Stammkameramann Stelvio Massi gleich einen echten Knaller abgeliefert. Über die beiden Protagonisten, der eiskalte Django und sein nicht weniger brutaler Schutzengel Bull, ist nichts bekannt außer dass bei ihrem Auftauchen die Totengräber ihre Umsätze mächtig steigern können (Django: "Ich hab so im Gefühl, das hier auf dem Friedhof in den nächsten Tagen die Bodenpreise steigen werden"). Bereits die Eröffnungssequenz lässt keine Zweifel offen dass mit Django und Bull nicht zu spaßen ist als sie einem ungewaschenen Wüstenschwein eine kleine Lektion erteilen. Die beiden bekommen von einem Richter namens Warren den Auftrag die Kasse der Südstaaten wieder zu beschaffen, die von Colonel Forester vor den vorrückenden Nordstaatlern versteckt wurde. Warren möchte mit dem Geld die Südstaatenarmee unterstützen hat aber irgendwie noch nicht so ganz mitbekommen das der Krieg nicht nur schon beendet sondern sogar verloren ist ("Liebe Freunde, wir müssen dieses Geld wiederfinden. Wir brauchen es, wir brauchen es für die Befreiung des Südens"). Aber was soll’s, Django und Bull interessiert das sowieso nicht und so machen sie sich auf die Suche nach dem Gold. Eine Eigenschaft, die Gold unter anderem vorzuweisen hat ist das es jede Menge finstere Gestalten anzieht, die es jagen bis niemand mehr von ihnen übrig bleibt. Vor allem der großkotzige Forester, Bruder des verstorbenen Colonels, und sein dem Wahnsinn naher Sprössling Jason wollen sich die Kohlen unter den Nagel reißen. Aber auch der undurchsichtige Trent scheint nicht ganz so uneigennützig hilfsbereit zu sein wie es zunächst den Anschein hat. Django traut dem guten Trent ebenfalls nicht so ganz über den Weg (Bull: "Warum hast du ihm nicht gesagt das du das Buch gefunden hast? – Django: Weil ich dem Bürschchen nicht traue. Ich traue keinem, außer dir natürlich").

Django: "Ach Bully, was weiß ich. So schlau wie ich aussehe bin ich auch nicht. Ich weiß nicht was kommt. Ich weiß bloß eins: man muss immer dafür bluten."

Die Rolle des Killers Django (der im Original natürlich nicht Django sondern Lord heißt) hat hier George Hilton übernommen. Hilton war zu der Zeit, Ende der 60’er, gerade mächtig angesagt was Italowestern- Darsteller betrifft. Bevor er 1968 in Carnimeos Il momento di uccidere zu bewundern war konnte man Hilton unter anderem bereits in so hervorragenden Western sehen wie in Lucio Fulcis Le colt cantarono la morte e fu… tempo di massacro (Django- sein Gesangbuch war der Colt) als alkoholkranker Bruder von Franco Nero sowie in den beiden unterhaltsamen und humorvollen Filmen Vado… l’ammazzo e torno (Leg’ ihn um Django) von Enzo G. Castellari und La più grande rapina del west (Ein Halleluja für Django) von Maurizio Lucidi. Darüber hinaus machte er sich auch gemeinsam mit Klaus Kinski und anderen Halunken auf die Suche nach dem Gold eines gewissen Sam Cooper. Sein Kumpel und Schutzengel Bull (der Name ist Programm) wird dargestellt vom Amerikaner Walter Barnes. Barnes begann seine Filmkarriere in den 50’ern als Nebendarsteller in diversen amerikanischen TV-Serien wie beispielsweise Gunsmoke und Cheyenne und war zudem auch in einer kleinen Rolle in Howard Hawks wunderbarem Rio Bravo zu sehen. Anfang der 60’er Jahre machte Barnes sich wie viele andere amerikanische Schauspieler auf den Weg nach Italien um dort sein Glück zu suchen und war dort in so manchem Genrestreifen mit von der Partie. Seine wahrscheinlich bekanntesten Rollen hatte er wohl in einigen Winnetou Filmen (Winnetou 1.Teil, Der Ölprinz, Unter Geiern…). Seinen ersten Italowesternauftritt hatte er 1966 in Sergio Sollimas großartigem La resa dei conti (Der Gehetzte der Sierra Madre), in dem sich Tomas Milian und Lee van Cleef matchen.

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Den sadistischen Oberfiesling Jason gibt hier mal wieder der deutsche Horst Frank, der als Sohn des Oberbosses Forester mächtig auf den Putz hauen darf ("Haue ist die Sprache der Welt, nicht Quasselei"). Frank spielte im Italowestern häufig ähnlich gelagerte Rollen wie etwa in Johnny Hamlet oder Preparati la bara (Django und die Bande der Gehenkten). Forester wird dargestellt von Carlo Alighero, der mir vor allem aus Sergio Martinos tollem Giallo Lo strano vizio della Signora Wardh (Der Killer von Wien) bekannt ist, in dem er ebenfalls mit Hilton zusammenspielen konnte. Renato Romano spielt den gutmütig dreinblickenden Trent, den Aufpasser von Regina, der Tochter des verstorbenen Colonels. Da wir es hier mit einer deutschen Ko-Produktion zu tun haben gibt es neben Frank auch noch ein paar weitere deutsche Darsteller zu bewundern. Regina wird dargestellt von Götz Georges Ex-Frau Loni von Friedl und Rudolf Schündler ist als Richter Warren zu bewundern. Schündler war wohl einer der vielbeschäftigsten Filmschauspieler seiner Zeit, der zumindest mir besonders aus diversen Lümmel-Filmen bekannt ist aber ebenso in Filmen von Regisseuren wie Fritz Lang, Wim Wenders, Wolfang Staudte und Dario Argento zu sehen war. Remo de Angelis hat auch noch einige tolle Auftritte als Dago, die rechte Hand von Forester. Glatzkopf Pietro Ceccarelli spielt noch einen von Foresters brutalen Schlägern und Arturo Dominici gibt einen von Jason gezeichneten schwarzhumorigen Saloonwirt ("Hoffentlich sind sie nicht enttäuscht, was sie bestellt haben gibt’s nicht. Hier gibt’s nur dicke Bohnen mit Speck und für besondere Gäste mit verwöhnter Zunge da gibt’s Speck und dicke Bohnen. He, he, he").

Mit Il momento di uccidere hat Giuliano Carnimeo einen nahezu perfekten Western aus der zweiten Reihe inszeniert. Der Film sprüht nur so voller himmlischer Kameraeinstellungen, -schwenks und –fahrten und ist zudem mit unzähligen Zooms und sonstigen Spielereien versehen. Darüber hinaus arbeiten Carnimeo und Massi gerne mit schrägen Einstellungen und Spiegeln und zudem scheinen sie eine Vorliebe für das Filmen von Füßen zu haben. Was mir besonders gut gefallen hat war das hier endlich einmal richtig gestorben wird: Schuss – tot, ohne irgendwelche überflüssigen Pirouetten oder Saltos vom Dach, da zuckt keiner mehr, nicht mal mit dem kleinen Finger. Und im Töten sind Django und Bull ohnehin Weltmeister. Besonders bei Bully sollte man besser anklopfen bevor man eine Tür aufmacht denn der Gute hat einen ordentlich nervösen Zeigefinger ("Ist Besuch gekommen. Hat auch wieder nicht geklopft.") aber ansonsten ist er ein recht fröhliches Kerlchen, das die ganze Zeit über vor sich hingrinst (Django: "Bull hat kein Empfinden für den Ernst der Situation"). Im Grunde sind Django und Bull alles andere als nette Typen, sie sind zwei hundsgemeine Mörder, die gnadenlos alles wegknallen was ihnen im Weg steht. Die zahlreichen Schießereien sind wirklich toll in Szene gesetzt ebenso wie die wenigen Prügeleien. Vor allem die erste Schießerei in einer Telegraphenstation ist absolut erste Sahne und einfallsreich inszeniert.

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Die Geschichte ist an und für sich nichts Besonderes. Jede Menge finstere Gestalten jagen mit unterschiedlichen Motiven einem versteckten Goldschatz hinterher. Die Story wird aber ansprechend erzählt und hält genügend Spannungsmomente und einigermaßen originelle Wendungen bereit um einen gut bei Laune zu halten. Am Drehbuch beteiligt war unter anderem Tito Carpi, der recht häufig mit Carnimeo zusammengearbeitet hat beispielsweise bei den herrlich schrägen Halleluja und Tresette-Komödien. Die Schauplätze sind auch ansprechend gewählt und teilweise durchaus ungewöhnlich. So bekommen wir etwa Ballereien in einem Schlachthaus, in einem Postamt und auf einer heruntergekommenen Villa serviert. Der Film hat aber auch ansonsten eine ganze Menge erstklassiger Szenen zu bieten. Zum Beispiel als Django und Bull den fiesen Jason hinter sich auf eine Kutsche binden, damit durch die Stadt kurven und ihn so zur Schau stellen. Das geht aber in die Hose da sich Jason nicht so einfach entblößen lässt und auf die lachenden Stadtbewohner einfach köstlich diabolisch reagiert , da kann man wirklich Angst bekommen, und die bekommen die Leute auch. In einer weiteren Boshaftigkeit veranstaltet Jason ein Zielschießen auf seiner Farm, bei dem er einen Afro-Amerikaner als Spielzeug benützt und ihm dabei beinahe die Finger wegschießt ("Was ist denn heute mit unserem Blackie. Hat er Angst?"). Dann gibt’s da noch einen geschundenen Wirt der von Jason ein paar seiner beliebten Peitschenhiebe abbekommen hat ("Jason Forester führt hier ein strenges Regiment. Mit seiner Peitsche ist er schnell dabei, er sagt: Ordnung muss sein sagt er immer") sich davon aber nicht abhalten lässt Django und Bull ein wenig unter die Arme zu greifen.

Die Stadt Huntch City, in der sich der Großteil der Geschehnisse abspielen, ist ein ziemlich heruntergekommenes Kaff, ausschließlich bevölkert von verkommenen Subjekten, die in einem Universum eingebettet sind das menschenverachtender kaum sein könnte. Die Einen sind angetrieben von der Gier nach Macht und Reichtum während die anderen mit Unterdrückung und Angst zu kämpfen haben und für die Courage ein Fremdwort zu sein scheint. Die Foresters scheinen das Städtchen mitsamt seiner Bevölkerung mächtig unter ihrer Fuchtel zu haben und wer aufmuckt oder scheinbar zu viel quatscht bekommt eins mit der Peitsche verpasst oder macht Bekanntschaft mit Mutter Erde (Jason: "Du weißt, ich habe für Schwätzer nichts übrig. Solche Typen liegen mir nicht"). Deshalb halten die Menschen in Huntch City auch besser ihr Maul was auch Django nicht allzu lange verborgen bleibt ("Ich bin noch nie in einem Kaff gewesen wo die Leute so selten die Schnauze aufgemacht haben wie hier und wenn ist auch nur heiße Luft gekommen").

Wie bereits erwähnt war der geniale Stelvio Massi an der Kamera, der später auch ins Regiefach wechselte wo er bedauerlicherweise nicht ganz so ausgezeichnete Arbeiten ablieferte wie als Kameramann. Mit Carnimeo arbeitete er recht häufig zusammen und es ist Carnimeos Filmen anzusehen wenn Massi nicht mit von der Partie war, da fehlte das gewisse etwas. Ebenfalls ein häufiger Partner Carnimeos war Komponist Francesco de Masi, der sich für den zurückhaltenden aber sehr guten Soundtrack verantwortlich zeichnet. Das Titellied Walk by my side ist ein echter Knaller und zudem ein richtiger Ohrwurm. Die Melodie wurde aber des Öfteren mit einem anderen Text wieder verwurstet wie etwa in Castellaris Johnny Hamlet. Der Film basiert angeblich auf einer Idee von Tito Carpi und Enzo G. Castellari, der auch die Regie übernehmen sollte dann aber ein anderes Projekt vorgezogen hatte. Laut Autor Fabio Piccioni arbeitete er selbst aber allein am Drehbuch und zwar ohne Castellari und Carpi. Zudem war er hier als Regieassistent im Einsatz. Piccioni schrieb daneben unter anderem auch am Drehbuch des großartigen El Puro von Edoardo Mulargia mit. Der ebenfalls als Regieassistent angeführte deutsche Schmuddelfilmer Hans Billian (Oktoberfest, da kann man fest…, übrigens unter dem Pseudonym Christian Kessler) wurde laut Marco Giusti nur wegen der deutschen Koproduktion aufgeführt, war aber am Film nicht beteiligt.

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Das große Problem des Films, zumindest in der deutschen Fassung, ist aber die deutsche Synchronisation. Die Stimmen sind zwar großartig und geradezu perfekt allerdings hatten die Jungs beim Schreiben der deutschen Dialoge wohl ein paar Bier zu viel intus gehabt denn hier wird gequasselt was die Stimme hergibt vor allem dann wenn die Figuren nicht im Bild zu sehen sind. Wahrscheinlich wollte man mit der Synchro die Brutalität und den nihilistischen Unterton des Films entschärfen was aber die düstere Stimmung und Atmosphäre von Il momento di uccidere stark verwässert und teilweise zerstört. Es ist ja nicht so dass Carnimeo keine humorvollen Szenen eingebaut hätte. Als Django beispielsweise mit einem hübschen Mädchen im Bettchen rummacht und sich Besuch ansagt hüpft er mit seiner sexy Ganzkörperunterwäsche aus dem Bett, trägt dabei aber noch seinen Waffengurt um die Hüften. Man muss schließlich schussbereit sein, in jeder Beziehung. Auch der Einbruch in Foresters Anwesen trägt bereits erste Ansätze seiner späteren Komödienwestern. Wenn man weiß das Carnimeo ein Experte für Komödienfilme war könnte man diese ganze übertriebene Brutalität und den zur Schau getragenen Nihilismus durchaus als Parodie auf die um 1968 beliebten Brutalinskiwestern sehen. Wie gesagt, könnte man vielleicht, muss man aber nicht. Die deutsche DVD von VPS hat glaub ich zwar das richtige Format, die Bildqualität lässt aber mehr als zu wünschen übrig. Da wurde wohl nur die VHS auf DVD gepresst und gut war. Eine gute DVD-Auswertung wäre mal mehr als angebracht und eine italienische Sprachoption müsste unbedingt inklusive sein denn die deutsche Synchro ist, wie gesagt, teilweise eine Zumutung. Die Kabel 1 Fassung hat eine wesentlich bessere Bildqualität als die DVD da sie um einiges heller ist allerdings ist sie an den Seiten mächtig abgeschnitten. Da sind manchmal diverse Darsteller gar nicht im Bild weil sie sich ganz auf der Seite des Bildes befinden.

Giuliano Carnimeos Il momento di uccidere ist ein ebenso erstklassiger und einfallsreicher wie auch böser und gemeiner kleiner Western aus der sogenannten zweiten Reihe, der dank einer innovativen und verspielten Kameraführung, großartigen Schauspielen und übertriebener Härte mehr als überzeugen kann. Django und Bull sind mit Sicherheit zwei der fiesesten Titelfiguren die dieses so wunderbare Genre hervorgebracht hat. Einziger Wehrmutstropfen ist die deutsche Synchro, die zwar tolle Sprecher zur Verfügung hat, aber ihre Schnauze nicht halten kann wenn es nötig wäre. Warum der Film öfters mal schlecht wegkommt, auch unter Fans, kann ich absolut nicht nachvollziehen, denn viel besser kann ein Western dieser Sorte nicht gemacht sein. Wer also erstklassige Unterhaltung sucht und Il momento di uccidere noch nicht kennt muss sich unbedingt nach dem Film umschauen, es wird sich lohnen, versprochen.


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Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Vorspann inklusive dem Lied Walk by my side:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com



Noch ein paar weitere Beispiele deutscher Synchronkunst:

Forester: "Möchten sie rauchen?"
Django: "Nein, ich will sie mir in die Ohren stecken."
Forester: "Steckt ihr Freund auch?"
Django: "Nein, aber der kann ihnen sagen wie spät es ist und das kann ja nicht jeder."

Jason: "Jetzt hast du mich tatsächlich zum zweiten Mal reingelegt. Aber nimm dich in Acht Django, das nächste Mal bist du dran."
Django: "Ich würde erst mal die Füße still halten und mir nen Tee kochen. Ich bin kein Kind von Ängstlichkeit."

Django: "Tja, da ist Bübchen nun voll gegen den Ofen gerannt."
Forester: "Tja ja."
Django: "Kann passieren so was. Und ein Fehlschlag kommt selten allein."

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Zuletzt geändert von nerofranco am 08.03.2012 23:24, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO, EIN SARG VOLL BLUT - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 08.03.2012 15:50 
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Schöne Review ! :)
Gibts eigentlich was besseres als die deutsche DVD, ich meine jetzt vorallem UNCUT und ebenfalls 2,35:1 ?

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BeitragVerfasst: 08.03.2012 16:00 
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Es gib zumindest noch 2 weitere DVDs aus den USA und Südafrika, aber wie die Qualität dort ist weiß ich auch nicht.
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Die WildEast sieht zwar besser aus als die VPS ist aber mit Sicherheit keine Offenbarung.
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Zuletzt geändert von nerofranco am 08.03.2012 16:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Die Südafrika DVD und die Wild East nutzen wohl beide das selbe Master !
Die sind zwar ungeschnitten, aber nur in 1,85 und die Qualität ist kaum besser als die deutsche DVD !
Hab mal was von einem englischen 2,35:1 Fandub gehört, weiß aber nicht ob die die VPS als Bildmaster nutzen und die fehlenden 40 Sekunden von irgendeiner der beiden anderen DVD's eingefügt haben oder obs eine ganz andere Quelle ist !

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO, EIN SARG VOLL BLUT - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 08.03.2012 16:09 
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nerofranco hat geschrieben:

Die WildEast sieht zwar besser aus als die VPS ist aber mit Sicherheit keine Offenbahrung.
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Sieht richtig schlecht aus.

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO, EIN SARG VOLL BLUT - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 08.03.2012 16:13 
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Find ich sogar ein wenig unschärfer als die VPS
Dafür hat die hat die halt nen braun-stich !

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO, EIN SARG VOLL BLUT - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 08.03.2012 16:43 
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nerofranco hat geschrieben:
Mit Il momento di uccidere hat Giuliano Carnimeo einen nahezu perfekten Western aus der zweiten Reihe inszeniert. Der Film sprüht nur so voller himmlischer Kameraeinstellungen, -schwenks und –fahrten und ist zudem mit unzähligen Zooms und sonstigen Spielereien versehen. Darüber hinaus arbeiten Carnimeo und Massi gerne mit schrägen Einstellungen und Spiegeln und zudem scheinen sie eine Vorliebe für das Filmen von Füßen zu haben.


Die Kameraarbeit bei diesen guten Film ist das eigentliche Highlight.
Was Stelvio Massi hier hinzaubert ist grandios und von Experimentierfreudigkeit kaum zu überbieten.

Übrigens kommt im Mai diesen Jahres eine weitere DVD von DSX Films. Mal abwarten, auch wenn ich keine große Hoffnungen habe.


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO, EIN SARG VOLL BLUT - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 08.03.2012 16:46 
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Na, bei DSX darf man doch auf gute Qualität hoffen, oder ?
Du (glaube zumindest das du es wart) hast doch mal Screenshots von der DSX zu California hochgeladen ! Die sahen unglaublich gut aus ! :)

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO, EIN SARG VOLL BLUT - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 08.03.2012 19:15 
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Hier mal ein Bildvergleich zwischen der VPS DVD und der Kabel 1 Fassung.

Oben: Kabel 1
Unten: VPS DVD
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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO, EIN SARG VOLL BLUT - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 08.03.2012 19:24 
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Jo,war mit der VPS Fassung eigentlich immer zufrieden.
Einer der besten IW,mit dem allerbesten Score :!:

Glaub ich hab den Streifen bis jetzt drei mal gesehen und 'Walk by my side' danach tagelang vor mich hin geträllert :lol:

@ nerofranco
Das Review,oder besser die Abhandlung ;) ,werd ich mir morgen zu Gemüte führen und dann schau ich mir den zum vierten mal an.


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO, EIN SARG VOLL BLUT - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 08.03.2012 20:22 
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"Walk by my side" ist natürlich ein klasse Song. Habe die DVD bisher nicht gekauft da ich immer auf eine ungeschnittene Version gehofft habe.

Kann Jemand was zu den Schnitten sagen?

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO, EIN SARG VOLL BLUT - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 08.03.2012 20:30 
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Auf der ersten Seite wurde bereits der Link zum Schnittbericht geposted.
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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO, EIN SARG VOLL BLUT - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 09.03.2012 13:53 
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Was solls. Als VHS hat mir der Film auch gefallen und 3,99 Euro inc. Versand für die DVD ist nicht gerade ein Weltuntergang.

Das einzige was ich noch aus der deutschen Synchro behalten habe, ist : "Scherze sind da um gemacht zu werden, aber doch nicht von einem stinkenden Wüstenschwein wie dir" (oder so ähnlich, letze Sichtung ist halt schon lange her, da gab es noch keine DVDs)

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO, EIN SARG VOLL BLUT - Giuliano Carnimeo
BeitragVerfasst: 10.03.2012 20:52 
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Alternativer Titel: Il momento di uccidere
Produktionsland: Italien
Produktion: Pier Ludovico Pavoni
Erscheinungsjahr: 1968
Regie: Giuliano Carnimeo
Drehbuch: Tito Carpi
Kamera: Stelvio Massi
Schnitt: Renato Cinquini, Ornella Micheli
Musik: Francesco De Masi
Länge: ca. 88 Min.
Freigabe: FSK 18
Darsteller: George Hilton, Walter Barnes, Horst Frank, Giorgio Sammartino, Loni von Friedl, Carlo Alighiero


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Der Rinderbaron Forester und sein Sohn Jason sind auf den Suche nach 500.000 Dollar in Gold. Einem Goldschatz der von einem General der Konföderierten kurz vor Eintreffen der Nordstaatler versteckt werden konnte. Zu allem Überfluss hat der Richter der Kleinstadt auch noch Django und Bull rufen lassen und wenn die irgendwo auftauchen, dann beginnt das große Sterben.

Letzter Part des Satzes ist einer der positiven Highlights der deutschen Synchro, denn leider hat es die deutsche Synchronisation in Person von Rainer Brandt mal wieder geschafft einen ernsthaften Italo-Western ins Lächerlich zu ziehen. Bei der Aussage „Schönen Gruß aus Solingen“ sträuben sich mal wieder die Nackenhaare. Leider muss man damit leben, da die deutsche DVD keine andere Tonspur, wie auch keine weiteren Extras zur Verfügung stellt.

Was den Film anbelangt, so startet dieser mit dem brillanten Song „Walk by my Side“ gesungen von Ettore Lovecchio, in den Credits als Raoul vorgestellt. Eine herrliche Ouvertüre die Django und Bull würdevoll in den Film einziehen lässt um auf die ersten schrägen Vögel zu treffen. Das es sich hier um Kanonenfutter handelt ist überflüssig zu erwähnen. Allerdings ist Horst Frank in der Rolle des Jason Forester ein ganz anderes Kaliber, denn der gute Horst spielt einen äußerst psychopatisch angehauchten Charakter. Ein Charakter der immer wieder für eine kleine Überraschung gut ist.

George Hilton macht seine Sache als Django (ich muss wohl nicht erwähnen, dass die Django-Titelvergabe einzig aus dem Ideenreichtum der deutschen Titelschmiede stammt) sehr ordentlich. Leider wird seine Figur, wie oben erwähnt, durch die Brandt Synchro sehr abgewertet. Walter Barnes bewegt sich in der Rolle des Bull ebenfalls in einem gesunden Rahmen. Der weibliche Part in Form von Loni von Friedl ist eher im Hintergrund angelegt, auch wenn die Österreicherin zum Ende des Films auch noch richtig aufdrehen darf.

„Django- Ein Sarg voll Blut“ ist einer der Italo-Western der in der oberen Durchschnitts-Riege des Genres mitspielen darf. Ein Italo-Western, der ein wirklich sehenswertes Finale bietet und bis zum heutigen Zeitpunkt einen dilettantischen Schnitt zu bieten hat. In einer Zeit in der der Markt von Asia Torture Movies oder serbischen Kontroverslingen überrannt wird, sollte diese Szene für Niemanden anstößig erscheinen.

Fazit: Ein guter Italo-Western der durch Rainer Brandts Plapperorgie ein wenig von seinem Charme einbüßt. Schade eigentlich.

7/10

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