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 Betreff des Beitrags: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 19.02.2011 14:31 
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Django hat Glück beim Pokerspiel, aber Pech mit Gaunern, die ihm das gewonnene Gold wieder abjagen. Um seinen Gewinn erleichtert macht sich der Mann mit den schnellen Colts auf die Suche nach den Übeltätern und spielt sie geschickt gegeneinander aus. Doch ob Django Millionär wird steht damit noch lange nicht fest...

Quelle: Videotext (Tele 5)

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Fand den ehrlich gesagt eher mäßig unterhaltsam, was vor allem an der Inszenierung lag. Der Film war wirklich nicht schön fotografiert. Ich hatte den Eindruck, dass man sich oft gar keine Gedanken über die Komposition der Bilder etc. gemacht hat. Außerdem hat mich das Kind einfach genervt (Kinder gehören für mich generell in keinen Italo-Western).

Die DVD hat nicht das "Top-Bild", denke aber, dass Koch da einfach nicht mehr "rausholen" konnte...

War keine totale Gurke, aber wenn man den Film nicht gesehen hat, hat man auch nichts verpaßt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Django - Kreuze im blutigen Sand - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 19.02.2011 14:45 
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Sehe das genauso wie Marco. Wobei mir kinder nichts ausmachen...

Das mit der schlechteren Qualli hatte Koch damals vor der Vö angekündigt, war nix besseres zu machen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Django - Kreuze im blutigen Sand - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 19.02.2011 14:50 
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Naja, so schlecht fand ich den Film nicht. Er ist solide inzeniert und hat einige gute Momente.
Natürlich erreicht er kein überdurchschnittliches Niveau und sicher ist die Geschichte auch etwas von Django oder der Dollar-Triologie abgekupfert, aber unterhaltsam ist er.

Erwähnenswert ist allerdings die deutsche Katastrophensynchro. Eine echte Schande und gut, dass man auf den ital. Ton (mit deutschen UT) wechseln kann.
Bei der Synchro hatte sich wirklich die Inkompetenz die "Klinke in die Hand" gegeben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Django - Kreuze im blutigen Sand - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 19.02.2011 14:59 
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Marco hat geschrieben:

Fand den ehrlich gesagt eher mäßig unterhaltsam, was vor allem an der Inszenierung lag. Der Film war wirklich nicht schön fotografiert. Ich hatte den Eindruck, dass man sich oft gar keine Gedanken über die Komposition der Bilder etc. gemacht hat. Außerdem hat mich das Kind einfach genervt (Kinder gehören für mich generell in keinen Italo-Western).

Die DVD hat nicht das "Top-Bild", denke aber, dass Koch da einfach nicht mehr "rausholen" konnte...

War keine totale Gurke, aber wenn man den Film nicht gesehen hat, hat man auch nichts verpaßt.


Da wiederspreche ich gerne. Das Kind nervt, klar, die Geschichte ist auch nur Durchschnitt, aber die Inszenierung ist dafür überraschend gut. Der Bildaufbau ist deutlich einfallsreicher als bei so manchem IW Regisseur der bekannter ist (bei einem fängt der Nachname mit V an ;) ).


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 Betreff des Beitrags: Re: Django - Kreuze im blutigen Sand - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 19.02.2011 15:01 
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Stanton hat geschrieben:
Der Bildaufbau ist deutlich einfallsreicher als bei so manchem IW Regisseur der bekannter ist (bei einem fängt der Nachname mit V an ;) ).


Oder mit C gefolgt von einem a. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Django - Kreuze im blutigen Sand - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 19.02.2011 16:00 
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El Puro hat geschrieben:
Erwähnenswert ist allerdings die deutsche Katastrophensynchro. Eine echte Schande und gut, dass man auf den ital. Ton (mit deutschen UT) wechseln kann.
Bei der Synchro hatte sich wirklich die Inkompetenz die "Klinke in die Hand" gegeben.


Der ursprünglich bierernste Film wurde wieder mal durch eine Brandt'sche Kalauer-Synchro "künstlerisch verfremdet". :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Django - Kreuze im blutigen Sand - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 19.02.2011 16:09 
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Die Kameraführung ist ja das was dieser Graupenfabrikant noch am besten hinbekommt, wenn auch nicht durchgehend.

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 Betreff des Beitrags: Re: Django - Kreuze im blutigen Sand - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 19.02.2011 17:59 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Die Kameraführung ist ja das was dieser Graupenfabrikant noch am besten hinbekommt, wenn auch nicht durchgehend.


Wer den Mulargia nicht ehrt, ist des Italo-Western nicht wert ! ;)
Mulargia ist einer der unbekanntesten aber auch besten Regisseure aus der zweiten Reihe.


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 25.10.2011 17:21 
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Django gewinnt beim Pokern einen großen Haufen Gold. Dieses wird ihm allerdings bei einem Überfall von den Banditen El Tigre und Don Pablo gleich wieder abgeluchst. Django lässt sich das natürlich nicht gefallen und heftet sich an die Fersen der beiden Gauner.

"Ja, ja, ich bin es, hast du wohl nicht gedacht." (Django)

Cjamango stellt einen von einer Reihe gelungener B-Western von Regisseur Edoardo Mulargia dar. Dieser Film ist wohl in etwa zeitgleich mit seinem Non aspettare Django, spara (Django- dein Henker wartet) gedreht worden. Neben Hauptdarsteller Ivan Rassimov sind noch andere Teile des Casts sowie die Schauplätze identisch, auch die Musik ist sehr ähnlich angelegt. Produziert und geschrieben wurden beide Streifen von Vincenzo Musolino, der beispielsweise für Vittorio De Sica oder Luigi Comencini auch schon vor der Kamera zu bewundern war.

Die Besetzung ist der größte Pluspunkt von Cjamango. Neben Rassimov, der einen guten Helden abgibt, sind es vor allem die beiden Kontrahenten Piero Lulli und Livio Lorenzon die auf ganzer Linie überzeugen können. Mickey Hargitay steht die Nebenrolle auch besser zu Gesicht als eine Hauptrolle wie etwa in Emimmo Salvis eher schwachen 3 colpi di Winchester per Ringo (Drei Kugeln für Ringo), dafür hat er mimisch einfach zu wenig zu bieten. Die einzige weibliche Rolle wird gespielt von der schönen Hélène Chanel. Federico Boido ist auch noch mit von der Partie, allerdings ist ihm wie in vielen anderen Filmen auch hier kein allzu langes Leben beschienen.

Inszeniert hat Mulargia seinen Film recht konventionell ohne große Höhepunkte und Überraschungen. Die Musik von Felice Di Stefano ist ebenfalls sehr gut gelungen, was man von der deutschen Synchro nicht immer behaupten kann, da sie mit ihren Sprüchen doch des Öfteren über die Strenge schlägt (z.b: "Da muss ich mal mein Auge aus der Nähe drauf werfen").

Edoardo Mulargia liefert mit Cjamango einen ordentlichen und unterhaltsamen Western der zweiten Kategorie ab, der vor allem mit einer guten Besetzung punkten kann. Mir persönlich gefällt der bereits erwähnte Django- dein Henker wartet, der ähnlich gelagert ist, doch etwas besser, weil er auch optisch mehr hermacht. Aber wer die Koch-DVD noch nicht hat sollte auf alle Fälle zuschlagen, es lohnt sich mit Sicherheit.


der deutsche Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


englischsprachige Trailer:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 25.10.2011 21:05 
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Es geht nichts über deutsche Trailer :)

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 26.10.2011 18:19 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Es geht nichts über deutsche Trailer :)


"Wo Django kämpft färbt sich der Sand rot!" :)

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 27.10.2011 17:18 
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Jep, der deutsche Trailer ist was feines! :D

Mit dem Film wurde ich allerdings nicht so richtig warm um ehrlich zu sein. Nach dem ersten Eindruck damals würde ich den Film als guten Durchschnitt bezeichnen, trotz Ivan, Pierro (die ich beide gerne sehe) und dem Rainer in der Synchronabteilung. Die Story hat man ja schon öfters gesehen und der Ede konnte trotz routinierter Regiearbeit aus dem Stoff und dem Film an sich nichts großartig mitreißendes abliefern, meiner kleinen Meinung nach.

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 27.10.2011 17:54 
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vielleicht trotzdem noch edes zweitbester nach dem großen fressen.

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 27.10.2011 19:41 
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Anti-Hero hat geschrieben:
vielleicht trotzdem noch edes zweitbester nach dem großen fressen.


Nie im Leben ...
Eher einer seiner schwächeren. Eigentlich ist für mich nur Dakota - nur der Colt war sein Gesetz schlechter. Und gegenüber dem ist Cjamango noch Gold.

Hast du eigentlich El puro mittlerweile mal gesehen?


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 28.10.2011 14:27 
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ja, bereits vor einem Jahr


Ich hoffe ja immernoch, dass deine 9 Punkte ein Witz waren :o

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 28.10.2011 19:47 
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Na gut, ich gebe es zu, 9 sind zuviel, es sind eigentlich nur 8,999997.


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 28.10.2011 19:59 
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dann aber nicht von 10 sondern von 20.



Wenn ich nur daran denke was Valerii aus El Puro gemacht hätte :lol: :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 28.10.2011 20:39 
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He he, ja was wohl?
Wahrscheinlich die innovativen Sachen und das Ende ganz aus dem Drehbuch gestrichen, die beiden Hauptdarsteller neu besetzt, ein paar überflüssige Schießereien hinzugefügt um die Handlung aufzufüllen, und das Ganze dann brav und bieder im unverstandenen Leone Stil in einen gepflegten Film umgesetzt. 5/10

Oder meintest du den Valerii von Sie verkaufen den Tod? ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 29.10.2011 13:16 
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Dass dir die Puro-Figur liegt kann ich noch verstehen, und der Homo-Zigeuner ist innovativ, ja...

aber sonst ist der Film doch nur langweilig. Und das dir dieses lustlose Finale in der Stadt so gut gefällt ist mir ein Rätsel. Normalerweise gibts da Vokabeln wie "armseelig", "einfallslos", gefolgt von einer 3/10

:P

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 06.12.2011 21:17 
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Alternativer Titel: Cjamango
Produktionsland: Italien
Produktion: Vincenzo Musolino
Erscheinungsjahr: 1967
Regie: Edoardo Mulargia
Drehbuch: Vincenzo Musolino, Fabio Piccioni
Kamera: Vitaliano Natalucci
Schnitt: Enzo Alabiso
Musik: Felice Di Stefano
Länge: ca. 90 Minuten
Freigabe: FSK 18
Darsteller:
Ivan Rassimov: Cjamango
Hélène Chanel: Perla Hernandez
Mickey Hargitay: Clinton
Livio Lorenzon: Don Pablo
Piero Lulli: El Tigre
Giusva Fioravanti: Manuel Hernandez
Ignazio Spalla: Mexikanischer Spieler
Gino Buzzanca: Hernandez
Nino Musco: Sancho
Ivan G. Scratuglia: Johnny



Django gewinnt beim Pokern zwei Satteltaschen voll Gold. Dieses verliert er allerdings kurze Zeit später nach einem Überfall. Django setzt nun alles daran, sich das Gold wieder zurück zu holen.

Aus Cjamango (so der Name der Hauptfigur im Original) hat die deutsche Titelschmiede einen weiteren Django-Beitrag geformt. Dieser ist unter dem Strich allerdings nur durchschnittlich ausgefallen. Der Film läuft recht belanglos am Zuschauer vorbei und dieser wird nicht zum Mitfiebern animiert, da ihm der dazu benötigte Nervenkitzel einfach fehlt. „Django – Kreuze im blutigen Sand“ ist in seiner Handlung altbacken und absehbar. Was Ivan Rassimov anbelangt, so hat dieser ein wenig zu genau die Bewegungen und Mimiken eines Clint Eastwood studiert, so dass er in einigen Szenen nicht wie er selbst, sondern wie ein Eastwood Abbild wirkt. Ich schätze Rassimov sehr als Schauspieler, aber innerhalb eines Western, halte ich ihn nicht für die Idealbesetzung. Dazu fehlt ihm einfach die Eigenständigkeit, wie sie z.B. De Teffe, Nero oder Gemma an den Tag legten. Dieses ist eine rein persönliche Einschätzung und soll auf keinen Fall als allgemeine Abwertung gelten.

Neben Rassimov sehen wir in der Rolle des Manuel Hernandez, Valerio Fioravanti. Fioravanti war später Mitglied der faschistischen Terrororganisation Nuclei Armati Rivoluzionari. Innerhalb „Django – Kreuze im blutigen Sand“, spielt er den recht nervenden Part eines Kinds, für das sich Django verantwortlich fühlt und was zu allem Überfluss sentimentale Sequenzen zur Folge hat, was innerhalb eines Italo-Western nun mal gar nicht geht. El Tigre, einer von Djangos Kontrahenten wird von Piero Lulli verkörpert. Lulli hat es einfach drauf einen negativen Charakter, sprich den eines Arschlochs zu verkörpern. Eine Eigenschaft die er u. a. auch in Puccinis „Glut der Sonne“ oder Questis „Töte Django“ bewiesen hat. Ein optisches Highlight ist die Französin Helene Chanel in der Rolle der Perla Hernandez. Helene Chanel hat einige gute Momente in denen sie mit Optik und charismatischer Mimik sehr zu gefallen weiß.

Was dem Film Positives gibt, ist der gelungene Soundtrack von Felice Di Stefano, wobei nicht nur das Main Theme, sondern auch die weitere Untermalung angesprochen ist. Die Kameraarbeit von Vitaliano Natalucci ist recht ordentlich. Bezüglich der Landschaften hätte ich mit allerdings bedeutend mehr gewünscht, denn in diesem Fall hat der Film so gut wie Nichts zu bieten.

Fazit: Ein durchschnittlicher Italo-Western mit wenigen Höhepunkten. Für Fans des Genres allerdings durchaus sehenswert.


6/10

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 23.02.2013 11:10 
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Der Film hat mir gestern bei einer erneuten Sichtung doch tatsächlich mehr Spaß gemacht als beim letzten Mal, bei dem er mich nicht wirklich überzeugt hat. Richtig gut find ich ihn zwar immer noch nicht aber ausreichend unterhaltsam ist er auf jeden Fall. Den Beginn im Saloon fand ich richtig gut, ebenso den Schluss sowie ein paar andere Szenen. Aber der Junge hat mich schon ziemlich genervt, den hätte man einfach weglassen sollen. Cjamango ist eigentlich ein ziemlich harter Hund, als ihm der alte Hernandez die schwere Geschichte seiner Tochter erzählt quitiert er das einfach mit einem "interessiert mich nicht, ich will nur wissen wo das Gold ist" (oder so ähnlich). Die arme Perla bedroht er sogar mal richtig als sie ihn mit einer Waffe bedroht, dass sie besser die Klappe halten soll wenn ihrem Vater nichts passieren soll. Als der Junge in Gefahr ist bricht er aber geradezu in Tränen aus, mann o mann. Der Soundtrack hat mir auch noch sehr gut gefallen. Man sollte Cjamango aber unbedingt in der italienschen Fassung anschauen, die deutsche Synchro reißt ihn doch ein wenig runter.

sid.vicious hat geschrieben:
Ivan G. Scratuglia: Johnny


Johnny wird gespielt vom Allergrößten, nämlich von Dino Strano. Scratuglia hab ich gar nicht gesehen, ist möglicherweise wieder nur eines seiner zahlreichen steuerbedingten CSC-Credits.


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 23.02.2013 11:43 
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Hab ich vor kurzem auch mal wieder angesehen und der 'kleine' Für eine Handvoll Dollar gefällt mir recht gut,7/10 schafft der schon.
Der staubige Streifen hatte ja damals,bei seiner VÖ,eine beachtliche Fangemeinde in Italien.
Und die ital. Synchro ist natürlich erste Wahl,die dt. ist allerhöchstens aus zeitgenössischen Aspekten interessant ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 12.08.2013 17:57 
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Wiedermal ein Film, den ich mir nur wegen der Synchro gekauft habe, aber der ist auch sonst gar nicht so schlecht.
Sicher kein Meisterwerk, aber er hat auch seine guten Momente.
z.B. wenn Piero Lulli ausflippt, weil niemand Django gefunden hat - einfach köstlich.
Piero Lulli ist aber neben Ivan Rassimov und der Synchro auch das einzige was diesen Film sehenswert macht.
Denn die Inszenierung ist teilweise unter aller Sau, man denke nur an die Szene als Django so nebenbei ein paar Leute von Lulli umlegt.
Die fallen um wie ein Stück Holz, das erinnert schon sehr an die Amerikanischen Western und die mag ich, bis auf einige Ausnahmen, gar nicht.
Fazit: Nicht besonders gut, aber auch nicht besonders schlecht.
7/10


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 13.08.2013 10:11 
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Hmm, die Inszenierung ist für mich das Beste am Film.


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 13.08.2013 15:01 
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Für mich ist das deutsche Kinoplakat das beste am Film

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 13.08.2013 15:05 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Für mich ist das deutsche Kinoplakat das beste am Film


Gut möglich.


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 13.08.2013 15:17 
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Sicherlich einer der schwächeren Mulargias aber für mich einer von vielen Filmen, die mir bei wiederholter Betrachtung wesentlich besser gefallen hat als bei der Erstsichtung. Und wenn man dem Film einige Stärken attestieren möchte, dann mit Sicherheit die Inszenierung und die, wie immer, klasse Musik von Di Stefano. Aber, wie gesagt, es gibt weitaus stärkere Mulargias. Und das Plakat ist wirklich klasse, das muss ich mir irgendwann mal zulegen.


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 13.08.2013 16:29 
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Puhh, den dürft ich mir auch mal zuende ansehen !
Über die ersten 20-30 Minuten bin ich noch nicht hinaus gekommen ! :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 13.08.2013 16:59 
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Italo-West-Fan hat geschrieben:
Puhh, den dürft ich mir auch mal zuende ansehen !
Über die ersten 20-30 Minuten bin ich noch nicht hinaus gekommen ! :lol:


Junge, jetzt entäuscht du mich aber....
Einen Fidani schaust du zu Ende..... :?:

Ich stimme nerofranco zu, sicher nicht einer der besseren Filme von Mulargia, aber so schlecht ist er jetzt auch nicht, dass man nur 30 Minuten aushält.
Wenn irgend einer diese Heulsuse (Valerio Fioravanti) erledigt hätte, wäre er noch erträglicher....


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO - KREUZE IM BLUTIGEN SAND - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 13.08.2013 17:13 
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Ich muss dazu sagen, dass ich sehr müde war als ich den film einlegte !
ich bin ein alter Mann, ich darf während dem Filmschauen einschlafen ! :lol:

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