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 Betreff des Beitrags: DJANGO UND DIE BANDE DER BLUTHUNDE - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 15.02.2010 20:01 
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Ein geheimnisvoller Fremder bringt den Tod in die Stadt. Er hat einige Personen auf seiner Abschussliste. Einen Tag bevor er sein Urteil vollstreckt, stellt er einen Grabstein in die Mitte der Straße. Eingraviert ist der Name des nächsten Opfers ... (DVD-Text)


mit Anthony Steffen, Luciano Rossi, Rada Rassimov u.a.

I 1969

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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 15.02.2010 20:08 
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Toller Film, wird Zeit für ne gute deutsche DVD. *find*

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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 15.02.2010 20:12 
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Ich finde den absolut großartig. Der einzige richtige "Django" neben dem echten (für mich). Auch handwerklich wesentlich besser als bei Garrone üblich. Was war denn da los ? 8-) 9/10

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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 15.02.2010 20:43 
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Ich finde der einzige richtige django nach dem original ist der mit Hill!

Aber der film hier ist auch ok, was mich etwas stört ist das komische outfit von steffen, was ihn etwas wie ne flitzpiepe aussehen lässt... :lol:
Die idee mit den Kreuzen ist cool!

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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 15.02.2010 20:55 
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Auch einer meiner Lieblinge aus der zweiten Reihe. Paraderolle für Steffen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 15.02.2010 21:38 
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Guter Spagie. Hier ist Anthony Stiffens hölzernes Spiel und sein asketisches Aussehen mal genau richtig.

Klar, Garrone's Bester.


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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 16.02.2010 18:04 
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reggie hat geschrieben:
Ich finde der einzige richtige django nach dem original ist der mit Hill!



Ich finde, der beste "Django" neben dem Original ist 10.000 BLUTIGE DOLLAR.

An DJANGO UND DIE BANDE DER BLUTHUNDE finde ich es nur etwas blöd, dass die Hauptperson so ziemlich gar nichts mehr mit dem Original-"Django" zu tun hat (selbst manche Mogel-"Djangos" waren da näher dran), von daher ist DJANGO UND DIE BANDE DER GEHENKTEN vom Prinzip her die bessere DJANGO-Fortsetzung, auch wenn mir DJANGO UND DIE BANDE DER BLUTHUNDE als Film besser gefällt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 16.02.2010 18:18 
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Terence Hill ist für mich eben nur ein Typ der Franco Nero ähnlich sieht, und das stört mich zutiefst an dem eigentlich guten Baldi-Film. Steffen macht (in diesem Film) sein ganz eigenes Ding, ist eigentlich keine B- Kopie von Franco Neros Django.

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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 16.02.2010 19:53 
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Ich finde das Terence Hill in den 3 Colizzi IW sogar ein richtig guter und düsterer Django ist, oder eher wäre, da es ja keine Djangos sind, als in dem eigentlich schwachen Baldi Western ( ;) ), in dem er zu viel zu leicht wirkt.

10 000 Dollar Blutgeld ist der beste Django Film nach Corbucci, nur das Garko für mich gar nicht wie ein Django wirkt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 16.02.2010 20:20 
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10.000,- Dollar ist genial. Bluthunde hat mich beim ersten anschauen gar nicht beeindruckt. Beim zweiten Mal gefiel er mich schon besser.

Trotzdem fand ich die die Locations nicht gerade toll.
Zudem ist er etwas zu uneinheitlich geraten. Aus der Story hätte man einen richtig düsteren Film machen können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 16.02.2010 20:33 
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Blackburn hat geschrieben:

Trotzdem fand ich die die Locations nicht gerade toll.
.


Der Film würde mit spanischen Sets+ Wüstensonne nicht besser funktioniren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 16.02.2010 20:40 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Blackburn hat geschrieben:

Trotzdem fand ich die die Locations nicht gerade toll.
.


Der Film würde mit spanischen Sets+ Wüstensonne nicht besser funktioniren.


Ja, aber würde vielleicht besser aussehen, oder den fehlenden Spannungsbogen ausgleichen. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 16.02.2010 21:45 
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Letztendlich ist Django il Bastardo zwar ein guter IW, aber ein anderer Regisseur als Garrone hätte daraus vielleicht ein Meisterwerk geschaffen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 16.02.2010 21:53 
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Stanton hat geschrieben:
Letztendlich ist Django il Bastardo zwar ein guter IW, aber ein anderer Regisseur als Garrone hätte daraus vielleicht ein Meisterwerk geschaffen.


Ja, glaub ich auch. Das Potential der Geschichte war sicher da.
Ist wohl ähnlich wie bei Una lunga fila di croci (Django und Sartana - die tödlichen zwei), wo Garrone einfach zu wenig draus macht. William Berger als Preacher (Sartana) ist echt eine interessante Figur, aber Garrone läßt die Geschichte so vor sich hin plätschern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 16.02.2010 22:22 
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Irgendwie find ich alle Garrone-Western eher bescheiden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 17.02.2010 00:08 
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Mailman hat geschrieben:
Irgendwie find ich alle Garrone-Western eher bescheiden.


sehe ich genauso: die garrone-filme sind sehr mediokrer stoff. den einzigen dieser streifen, den ich persönlich für wirklich gelungen halte ist "django - tag der abrechnung". die bluthunde leiden dagegen unter einer schwachen geschichte und unausgegorenen mystery-elementen. letzteres hat etwa magheriti mit "satan der rache" deutlich besser hinbekommen. gut allerdings hier luciano rossi als kinski-wiedergänger ;).

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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 28.12.2010 15:23 
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Ich habe mir mal die Mühe gemacht und einen Screenshotvergleich zwischen der restaurierten Seven7 DVD (Frankreich) und der deutschen DVD von MCP angefertigt.

Bildformat Seven7: 2.35:1
Bildformat MCP: 1.85:1

Das erste Bild ist jeweils von der Seven7, das nacholgende von der MCP:

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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 28.12.2010 15:27 
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Danke Puro! Die Französische ist klar die bessere wahl! Grässlich reingezoomt und zu dunkel ist die MCP...

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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 28.12.2010 16:55 
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Ich finde die MCP-Scheibe abgesehen von dem Schnitt und dem falschen BF eigentlich ganz okay. Die DVD ist ja schon zehn Jahre alt. Diese dunklen Farben haben mich eigentlich nie gestört, die passen ja beinahe eher zum Film.



Trotzdem sollte man mal über die neue Scheibe nachdenken. Sehr teuer ist sie nicht und im deutschsprachigen Raum bekommen wir diese sehr schöne neue Fassung eh nicht mehr zu Gesicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 28.12.2010 17:03 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Ich finde die MCP-Scheibe abgesehen von dem Schnitt und dem falschen BF eigentlich ganz okay. Die DVD ist ja schon zehn Jahre alt. Diese dunklen Farben haben mich eigentlich nie gestört, die passen ja beinahe eher zum Film.



Trotzdem sollte man mal über die neue Scheibe nachdenken. Sehr teuer ist sie nicht und im deutschsprachigen Raum bekommen wir diese sehr schöne neue Fassung eh nicht mehr zu Gesicht.


Wobei, die Bildqualität nichts mit dem Alter zu tun hat. Ich habe auch die Billig DVD von Evidis (auch Frankreich) und die ist auch schon 7 oder 8 Jahre alt und die hat auch das richtige Format und die Bildqualität ist ebenfalls viel besser als bei der MCP.

Von den drei ist die Seven7 sicher die beste.
Allerdings hatte ich heute alle drei im Player laufen und der Unterschied zwischen der Seven7 und der Evidis ist nicht so groß. Die MCP ist aber klar schlechter.


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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 28.12.2010 19:38 
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Übringes geht die frz. DVD von Seven7 auch noch etwas länger als die MCP und die Evidis. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 29.12.2010 19:09 
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Ist die Evidis identisch geschnitten wie die MCP ?

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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 29.12.2010 19:43 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Ist die Evidis identisch geschnitten wie die MCP ?

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Also ich habe alle drei mal wieder eingelegt. Hier die Laufzeiten:

Laufzeit Evidis: 1:34:50
Laufzeit MCP: 1:33:04
Laufzeit Seven7: 1:34:50

Ich hatte eigentlich gedacht die Evidis wäre kürzer als die Seven7, ist sie allerdings doch nicht. Bei der MCP fehlen also 1:46 Minuten zu den frz. DVD's.
Die Evidis ist übrigens, trotz des Status einer Billig DVD, eine klare Steigerung zur MCP. Der Unterschied zwischen Evidis und der Seven7 ist nicht mehr so markant.
Wobei die Seven7 gestochen scharfe Bildqualität besitzt und zweifellos die weltweit beste Veröffentlichung von diesem Film derzeit darstellt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Django und die Bande der Bluthunde - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 29.12.2010 19:58 
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Hmm, ich habe meine Fassung mit 102 min notiert. Oder 98 in Pal. Ich weiß nur nicht mehr ob die wirklich 5 min länger war als die MCP.


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO UND DIE BANDE DER BLUTHUNDE - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 18.06.2012 19:19 
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Alternativer Titel: Höllenhunde gehetzt bis zum Verrecken
Alternativer Titel: Django der Bastard
Produktionsland: Italien
Produktion: Pino De Martino
Erscheinungsjahr: 1969
Regie: Sergio Garrone
Drehbuch: Sergio Garrone, Anthony Steffen
Kamera: Gino Santini
Schnitt: Cesare Bianchini
Musik: Elsio Mancuso, Wassili Kojucharow
Darsteller:
Anthony Steffen: Django
Luciano Rossi: Major Murdock
Paolo Gozlino: Rod
Rada Rassimov: Alida
Teodoro Corrà: Williams
Jean Louis: Howard Ross
Emy Rossi Scotti: Howards Frau
Carlo Gaddi: Brett
Thomas Rudy: Rolan
Lucia Bomez: Hure



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Ein Fremder bringt den Tod nach Dirty City. Bevor er seine Opfer tötet stellt er ein Kreuz auf, auf dem der Name des Opfers eingraviert ist. Doch wer ist dieser fremde Todesbote?

Vorab zur allgemeinen Info. Die DVD von MCP ist mit dem Titel “Django der Bastard” firmiert, hat allerdings nichts mit Giovanni Fagos Italo-Western von 1967 mit Gianni Garko in der Hauptrolle zu tun. Aus diesem Grunde sollte man schnell die Firmierung vergessen und sich einhämmern, dass es sich hier um „Django und die Bande der Bluthunde“ handelt, meinetwegen kann auch der Titel „Höllenhunde gehetzt bis zum Verrecken“ verwendet werden.

Abpfiff!!!

Sergio Garrones Bluthunde starten mit einer sehr eigenwilligen Musik. Eine Musik die eine gewisse Extravaganz bereits im Vorfeld erahnen lässt und diese Vorahnung kann ich getrost bestätigen, denn „Django und die Bande der Bluthunde“ hat eine ganze Menge zu bieten.

Ausschlaggebend für das sehr gute Gesamtbild ist die wirklich großartige Kameraarbeit von Gino Santini. Santinis Kamera setzt De Teffè absolut überzeugend in Szene. Viele Nahaufnahmen und die fast mystisch wirkende Behäbigkeit in De Teffès Bewegungen lassen einen außergewöhnlichen Italo Western über den Bildschirm gleiten. Das hier auch auf Elemente wie Atmosphäre wert gelegt wird, tut dem Film weiterhin gut. Es gibt Situationen die man eigentlich aus dem Horrorgenre kennt. Ein unbehagliches, unheimliches und faszinierendes Bild, dem es gelingt zwischen Düsternis und depressiven Eindrücken zu wandeln.

„Die Habgier macht den größten Klugscheißer blind.“

Antonio De Teffè zelebriert seinen wortkargen Part. Den Part des Rächers? oder den des jüngsten Gerichts? Hier ist der Zuschauer gefragt und es liegt in seinem Ermessen was er aus Garrones Film lesen will. Die Anspielungen die Garrone macht sind in dieser Beziehung allerdings sehr eindeutig. Hinrichtungen werden z.B. als Kreuzigungen dargestellt und Garrone zieht seine Linie straight durch den gesamten Film. Mit Nihilismus hat „Django und die Bande der Bluthunde“, wie z.B. „Töte Django“, Nichts zu tun.

„Ich habe schon ein Leben gelebt.“

Um auf die Darsteller zu sprechen zu kommen: Antonio De Teffè legt in der Rolle des Djangos (oder wie auch immer man ihn nennen mag) sein Meisterstück hin. Ihm gegenüber stehen Luciano Rossi als Jack Murdok, der den Eindruck eines drogensüchtigen Psychopathen vermittelt. Den Part der geldgierigen Alida spielt Rada Rassimov, die u.a. auch in Jean-Pierre Decourts „Michael Strogoff - Der Kurier des Zaren“ mitwirkte. In den Nebenrollen kann Carlo Gaddi den Part des Killers Brett sehr gut vermitteln.

Fazit: Ein klasse Italo-Western mit sehr guten Darstellern und einer exzellenten Kameraarbeit. Wer dieses kleine Juwel nicht kennen sollte, der hat wirklich was verpasst.

8,5/10

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO UND DIE BANDE DER BLUTHUNDE - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 19.06.2012 08:32 
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Sehr gut beschrieben Sid. Der Film gehört zu meinen absoluten Favoriten im Genre und ist neben Una lunga fila di croci auch der ganz klar beste Western von Garrone. Die Kameraarbeit ist göttlich und auch die Horroratmosphäre kann überzeugen. Der geheimnisvolle, gespennstisch und sich etwas schwerfällig bewegende Rächer ist auch eine Traumrolle für Steffen und mit Sicherheit eine seiner Besten im gesamten Genre. Ich glaube Steffen wusste genau was er in der Lage war zu leisten, denn die Rollen, die er sich selber auf den Leib geschrieben hat haben zwar jede Menge Nahaufnahmen von seinem Gesicht zu bieten fordern aber niemals großes schauspielerischen Können ab.


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO UND DIE BANDE DER BLUTHUNDE - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 19.06.2012 11:58 
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nerofranco hat geschrieben:
Sehr gut beschrieben Sid. Der Film gehört zu meinen absoluten Favoriten im Genre und ist neben Una lunga fila di croci auch der ganz klar beste Western von Garrone. Die Kameraarbeit ist göttlich und auch die Horroratmosphäre kann überzeugen. Der geheimnisvolle, gespennstisch und sich etwas schwerfällig bewegende Rächer ist auch eine Traumrolle für Steffen und mit Sicherheit eine seiner Besten im gesamten Genre. Ich glaube Steffen wusste genau was er in der Lage war zu leisten, denn die Rollen, die er sich selber auf den Leib geschrieben hat haben zwar jede Menge Nahaufnahmen von seinem Gesicht zu bieten fordern aber niemals großes schauspielerischen Können ab.


Mag sein dass Steffen nicht der Talentierteste war, aber ich finde er ist in manchen Rollen einfach großartig. Da er am Drehbuch mitarbeitete konnte er sich auch gut nach vorn rücken. Total genialer Film, der bei mir mittlerweile auf dem Weg von 8,5 zu 9 Punkten ist. Kann man sich durchaus mehrmals ansehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO UND DIE BANDE DER BLUTHUNDE - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 19.06.2012 21:50 
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nerofranco hat geschrieben:
Sehr gut beschrieben Sid. Der Film gehört zu meinen absoluten Favoriten im Genre und ist neben Una lunga fila di croci auch der ganz klar beste Western von Garrone. Die Kameraarbeit ist göttlich und auch die Horroratmosphäre kann überzeugen. Der geheimnisvolle, gespennstisch und sich etwas schwerfällig bewegende Rächer ist auch eine Traumrolle für Steffen und mit Sicherheit eine seiner Besten im gesamten Genre. Ich glaube Steffen wusste genau was er in der Lage war zu leisten, denn die Rollen, die er sich selber auf den Leib geschrieben hat haben zwar jede Menge Nahaufnahmen von seinem Gesicht zu bieten fordern aber niemals großes schauspielerischen Können ab.


Die Pseudo-Horroratmosphäre kann für mich noch nicht mal im Ansatz überzeugen.
Es gibt einige Szenen, die gut gemacht sind und wo der Mix IW und Horror hamonisieren, aber insgesamt wirkt das Ganze eher langweilig und etwas unbeholfen ausgeführt.
Aus der Geschichte hätte man was Großes machen können und ich bin sicher, dass einige Regisseure was Großes daraus gemacht hätten, doch Garrone liefert hier eine unterdurchschnittliche Leistung und dementsprechend fügt sich Steffen hier ein.

Ich habe den Film vier Mal gesehen und jedes Mal hatte ich die Hoffnung, dass ich die Eigenart schätzen lerne.
Ich werde ihn mir mal in Kürze noch einmal uncut ansehen, aber wenn er mich dann nicht überzeugt, dann lasse ich es auch bleiben.... ;)

In meiner Bewertung rangiert der zwischen 4 und 5 / 10 (eher mit Tendenz 4).


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO UND DIE BANDE DER BLUTHUNDE - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 20.06.2012 09:15 
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Garrone ist zwar nur ein mäßig begabter Regisseur, aber unterdurchschnittlich ist gerade dieser hier nun wirklich nicht, gerade im Vergleich zu den meisten anderen IW Regisseuren die auch teils große handwerkliche Mängel aufweisen.

Daß ein wirklich inspirierter Regisseur hier vielleicht den Stoff zu einem Meisterwerk gefunden hätte ist dann wieder ein anderes Thema.


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 Betreff des Beitrags: Re: DJANGO UND DIE BANDE DER BLUTHUNDE - Sergio Garrone
BeitragVerfasst: 20.06.2012 10:53 
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Stanton hat geschrieben:
Daß ein wirklich inspirierter Regisseur hier vielleicht den Stoff zu einem Meisterwerk gefunden hätte ist dann wieder ein anderes Thema.



Die Frage stell ich mir bei vielen anderen IW, bei dem hier nicht. Der ist toll, so wie er ist.

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