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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Eine Flut von Dollars
BeitragVerfasst: 18.02.2010 13:20 
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Nein, ich mache mir das nicht zu einfach. Es gibt nämlich keine objektiven Gesichtspunkte. Letztendlich ist alles subjektiv, und kann sich für mich nur darüber erschliessen wie es mich subjektiv beeindruckt, oder eben auch kaltläßt.

Es gibt keine festen Kriterien für Filmkunst. Dieselbe komplizierte Kamerafahrt, dieselbe außergewöhnliche Schnittfolge kann in einem Film als brilliant empfunden werden, und im anderen als banal. Die Wirkung von filmsprachlichen Mitteln entsteht immer nur über den Kontext in dem sie benutzt werden, bzw zur Geltung kommen. Beides ist subjektiv und wird auch in ihrer Wirkung oder Nichtwirkung subjektiv empfunden.

Wenn ich einen Film für schlecht halte, heißt das aber noch lange nicht das jemand anders ihn nicht für brilliant halten kann. Und umgekehrt. Das ist immer auch eine Frage der angelegten Kriterien. Das gilt dann aber für Fidani gleichermaßen wie für Antonioni.

Wie sehr sich Maßstäbe ändern sieht man ja auch daran das Filme die früher als Schrott galten, heute als Klassiker verehrt werden (Metropolis z.B.), und so mancher als Meisterwerk empfundene Film heute vergessen ist. Aber da auch das subjektiv ist, steht es jedem frei den Schrott von gestern auch heute noch als Schrott zu betrachten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Flut von Dollars
BeitragVerfasst: 19.02.2010 00:26 
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Stanton hat geschrieben:
Nein, ich mache mir das nicht zu einfach. Es gibt nämlich keine objektiven Gesichtspunkte. Letztendlich ist alles subjektiv, und kann sich für mich nur darüber erschliessen wie es mich subjektiv beeindruckt, oder eben auch kaltläßt.

Es gibt keine festen Kriterien für Filmkunst. Dieselbe komplizierte Kamerafahrt, dieselbe außergewöhnliche Schnittfolge kann in einem Film als brilliant empfunden werden, und im anderen als banal. Die Wirkung von filmsprachlichen Mitteln entsteht immer nur über den Kontext in dem sie benutzt werden, bzw zur Geltung kommen. Beides ist subjektiv und wird auch in ihrer Wirkung oder Nichtwirkung subjektiv empfunden.

Wenn ich einen Film für schlecht halte, heißt das aber noch lange nicht das jemand anders ihn nicht für brilliant halten kann. Und umgekehrt. Das ist immer auch eine Frage der angelegten Kriterien. Das gilt dann aber für Fidani gleichermaßen wie für Antonioni.

Wie sehr sich Maßstäbe ändern sieht man ja auch daran das Filme die früher als Schrott galten, heute als Klassiker verehrt werden (Metropolis z.B.), und so mancher als Meisterwerk empfundene Film heute vergessen ist. Aber da auch das subjektiv ist, steht es jedem frei den Schrott von gestern auch heute noch als Schrott zu betrachten.


Na, also, Amigo: Was anderes habe ich auch nie behauptet ;-). Es ging mir nur darum klarzustellen, dass es absolutes "Das ist so" in diesem Zusammenhang nicht gibt. Obwohl ich nach wie vor der Auffassung bin, dass man sehr wohl bereits auf rein technischer Seite Unterscheidungen treffen kann, die unabhängig sind vom persönlichen Empfinden. Denn dieses ändert sich halt im Lauf der Zeit, wie du auch richtig schreibst. So bekrittelte man am von dir erwähnten "Metropolis", wenn ich mich recht entsinne, nicht die technischen Aspekte, sondern Story etc. Die Umsetzung empfand man schon damals als eher gelungen. War halt kein Mainstream, und daher fiel er an der Kasse durch. Und als "Schrott" galt er imo schon damals nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Flut von Dollars
BeitragVerfasst: 22.02.2010 18:14 
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Wir sollten also festhalten, dass man in der Bewertung eines Films die objektive und subjektive Ebene beachten muss und fefinitiv unterschiedlich bewerten kann.

Unter ganz objektiven Gesichtspunkten kann man einen Film unabhängig von individuellen, persönlichen Erwartungen, Einstellungen und Ansprüchen nach klaren Kriterien wie Filmschnitt, Kameraarbeit, Licht, Farbe und Schauspiel eine gewisse Qualität zuschreiben.

Auf der subjektiven Eben kann somit ein technisch wertvoller Film trotzdem für die Tonne sein.

Ein Streit, bzw. eine sinnvolle Diskussion ist also nur mit objektiven Maßstäben und Kriterien möglich.
Somit lässt sich sagen:
- dass ein schlecht gemachter Film, definitiv ein schlechter Film ist, dieser aber trotzdem einem gewissen Publiukum gefallen kann.
- ein technsich gut gemachter Film kann dramaturgisch schwach sein und ist somit Mittelmaß.
- ein technsich gut gemachter Film, der auch dramaturgisch gut inszeniert ist, ist definitiv ein guter Film, kann aber einem gewissen Publikum trotzdem nicht gefallen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Flut von Dollars
BeitragVerfasst: 23.02.2010 00:03 
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Eso es, amigo.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Flut von Dollars
BeitragVerfasst: 23.02.2010 11:07 
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www.italowestern.net hat geschrieben:
Wir sollten also festhalten, dass man in der Bewertung eines Films die objektive und subjektive Ebene beachten muss und fefinitiv unterschiedlich bewerten kann.

Unter ganz objektiven Gesichtspunkten kann man einen Film unabhängig von individuellen, persönlichen Erwartungen, Einstellungen und Ansprüchen nach klaren Kriterien wie Filmschnitt, Kameraarbeit, Licht, Farbe und Schauspiel eine gewisse Qualität zuschreiben.

Auf der subjektiven Eben kann somit ein technisch wertvoller Film trotzdem für die Tonne sein.

Ein Streit, bzw. eine sinnvolle Diskussion ist also nur mit objektiven Maßstäben und Kriterien möglich.


Nein, vollkommen verkehrt. Es gibt auch im Rest des Lebens keine Wahrheiten sondern nur Meinungen. In der Kunst kann es sowieso keine Objektivität geben. Wer will die festlegen? Und mit welcher Berechtigung?
Es gibt garantiert keine klaren Kriterien für Filmschnitt, Kameraarbeit, Licht, Farbe und Schauspiel. Es gibt zwar rein technisch anspruchsvoller gemachte Filme, aber die können trotzdem total schlecht sein. Eine extrem komplizierte Kamerafahrt ist noch lange kein Zeichen für Qualität. In der Rockmusik kann z.B. schlecht gespielte Punkmusik wichtiger sein, als ein aufwendig eingespieltes Album mit komplexen Tonfolgen. Kann, muß aber nicht. Es kommt eben auf den Zugang zur Musik an, was für einen persönlich besser ist.

Deswegen ist es auch viel wichtiger wie dir ein Film gefällt, als das was andere dazu meinen. Auch wenn es der Pabst ist oder der König der Filmkritiker.

Wenn es objektive Maßstäbe gebe, dann gäbe es überhaupt keine Diskussionen mehr, da wir ja dann eine Wahrheit hätten, und über Wahrheiten braucht man nicht zu diskutieen, man kann sie nur akzeptieren.


Zitat:
Somit lässt sich sagen:
- dass ein schlecht gemachter Film, definitiv ein schlechter Film ist, dieser aber trotzdem einem gewissen Publiukum gefallen kann.

Nein
Zitat:
- ein technsich gut gemachter Film kann dramaturgisch schwach sein und ist somit Mittelmaß.

Ja, er kann
Zitat:
- ein technsich gut gemachter Film, der auch dramaturgisch gut inszeniert ist, ist definitiv ein guter Film, kann aber einem gewissen Publikum trotzdem nicht gefallen.

Nein er ist nicht automatisch ein guter Film, kann aber ob gut oder nicht gut, durchaus vielen nicht gefallen.

Der Witz ist, es gibt keine Regeln. Nichts ist festgelegt. Und gerade das finde ich spannend.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Flut von Dollars
BeitragVerfasst: 23.02.2010 23:56 
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Stanton hat geschrieben:
Nein, vollkommen verkehrt. Es gibt auch im Rest des Lebens keine Wahrheiten sondern nur Meinungen. In der Kunst kann es sowieso keine Objektivität geben. Wer will die festlegen? Und mit welcher Berechtigung?
Es gibt garantiert keine klaren Kriterien für Filmschnitt, Kameraarbeit, Licht, Farbe und Schauspiel. Es gibt zwar rein technisch anspruchsvoller gemachte Filme, aber die können trotzdem total schlecht sein. Eine extrem komplizierte Kamerafahrt ist noch lange kein Zeichen für Qualität. In der Rockmusik kann z.B. schlecht gespielte Punkmusik wichtiger sein, als ein aufwendig eingespieltes Album mit komplexen Tonfolgen. Kann, muß aber nicht. Es kommt eben auf den Zugang zur Musik an, was für einen persönlich besser ist.

Deswegen ist es auch viel wichtiger wie dir ein Film gefällt, als das was andere dazu meinen. Auch wenn es der Pabst ist oder der König der Filmkritiker.

Wenn es objektive Maßstäbe gebe, dann gäbe es überhaupt keine Diskussionen mehr, da wir ja dann eine Wahrheit hätten, und über Wahrheiten braucht man nicht zu diskutieen, man kann sie nur akzeptieren.


Gerade im Film gibt es nun mal technische Aspekte, die definierbar sind. Man kann doch durchaus erkennen, ob der Kameramann sein Handwerk versteht oder nicht, ob der Schnitt beisüielsweise den Rhythmus eines Films vorgibt, oder ihn total zerschießt usw. Doch wichtig ist allein, wie du sagst, ob dir selbst der Streifen gefällt, und da spielen die vorgenannten technischen Kriterien in der Tat nur eine Nebenrolle. In der Grundaussage sind wir, wenn ich dich richtig verstanden habe, also prinzipiell einer Meinung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Flut von Dollars
BeitragVerfasst: 02.05.2010 11:23 
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Eine Flut von Dollars ist ein sehr unterhaltsamer kleiner Western, der sehr gut aussieht und inszeniert ist. Henry Silva find ich klasse, diese Lache ist einfach der Hammer. Nur das Ende war mir dann doch etwas zu schmalzig.


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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 13.12.2010 12:43 
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Die hatt ich auch noch aufm pc, ziemlich sicher von der Koch Scheibe! Hatte ich fürs video gemacht...

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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 13.12.2010 15:06 
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hab ihn mittlerweile mal fertig gesehen, finde ihn nach wie vor ziemlich schwach.

Hunter ist ein weiterer blasser Standart-Cowboy der nicht viel kann, nur zufällig Eastwood oder Nero ähnlich sieht. Im vollkommen anders gearteten Cesare macht er sich noch besser.

Silva ist zwischen schwach und peinlich. In Filmen wie Berserker war er ja eher nur farblos, aber hier nervt er.

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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 13.12.2010 20:28 
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Ja, da stimme ich Anti-Hero zu, ganz schwacher Film.
Für mich sogar eine echte Gurke. Voller Klischees, ohne große Einfälle.
Sieht eher aus wie ein routinemäßiger US-Western.

Maximal 3 /10 Punkte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Flut von Dollars
BeitragVerfasst: 29.05.2011 11:00 
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Hab mir den Film gestern zum ersten mal angesehn und ich muss sagen, ein wirklich toller Western, aber denoch kein Meisterwerk. Hat mir sehr gut gefallen. Die große Ballerei gegen Ende in der Stadt ist Hammer !!! :D 8 von 10

Stanton hat geschrieben:
...das ital. Originalende auch nur noch in VHS Qualität vorhanden. Laut dem DVD Bonusmaterial.

Auf welcher Fassung(VHS, TV) ist den das Originale Ende enthalten ? Hatte der im dt. Kino auch das amerikanische Ende ? Der kleine Ausschnitt aus dem Interview war, mal abgesehen vom Bildformat, qualitativ gar nicht so übel.
Denke, das der mit dem Ende nich etwas besser rüber kommt...

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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Flut von Dollars
BeitragVerfasst: 29.05.2011 17:27 
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Italo-West-Fan hat geschrieben:
Hat mir sehr gut gefallen.


Ne echt ! Dass dir mal ein IW gefällt hät ich echt nicht erwartet. :D :D

Italo-West-Fan hat geschrieben:
. Die große Ballerei gegen Ende in der Stadt ist Hammer !!!


Aber ein echter Hammer. ;)

Italo-West-Fan hat geschrieben:
D 8 von 10



Es gibt übrigens auch noch andere schöne Zahlen:

Wie wäre es mit der 5
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Oder eine 2
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Ich hatte den Film übrigens mit einer 3 bewertet
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Übrigens: Alles nicht böse gemeint. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 29.05.2011 18:01 
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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 29.05.2011 18:52 
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Ich fand die Schlußballerei mal wieder schwach ...

(immerhin nicht armselig ;) )


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 Betreff des Beitrags: Re: Eine Flut von Dollars
BeitragVerfasst: 29.05.2011 19:06 
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El Puro hat geschrieben:
Italo-West-Fan hat geschrieben:
Hat mir sehr gut gefallen.


Ne echt ! Dass dir mal ein IW gefällt hät ich echt nicht erwartet. :D :D
Ja, einer dieser wenigen, die mir echt zusagen !!! :D

Italo-West-Fan hat geschrieben:
. Die große Ballerei gegen Ende in der Stadt ist Hammer !!!


Aber ein echter Hammer. ;)
Eigentlich würd ich eher Vorschlaghammer sagen
Italo-West-Fan hat geschrieben:
D 8 von 10



Es gibt übrigens auch noch andere schöne Zahlen:

Wie wäre es mit der 5
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Oder eine 2
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Ich hatte den Film übrigens mit einer 3 bewertet
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Seeeeeehr schöne Zahlen 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 29.05.2011 19:25 
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Anti-Hero hat geschrieben:
:lol: :lol: :lol: sind wir heute etwas albern


Aber nur etwas. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 29.07.2011 19:31 
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Der Krieg zwischen Nord und Süd ist beendet, was jedoch die beiden Rebellen Brewster und Seagull nicht davon abhält die Kriegskasse der Konföderation zu stehlen. Die Flucht kann allerdings nur Seagull gelingen, Brewster kommt in Kriegsgefangenschaft. Nach 5 Jahren wird Brewster entlassen und Seagull hat sich mittlerweile unter anderem Namen eine neue Existenz aufgebaut, in der er ohne Skrupel und Rücksicht auf Verluste regiert. Seagulls Männer erhalten nach Brewsters Entlassung den Auftrag, Brewster zu töten. Aber Brewster hat nichts mehr zu verlieren und sein Hass ist grenzenlos.

Das altbekannte Revenge-Schema ist das was „Eine Flut von Dollars“ bietet. Altbacken und Fließbandware? Eher nicht, denn Carlo Lizzanis Western hat ein ganze Menge Gutes zu bieten. Angefangen bei den überzeugenden Hauptdarstellern, bis hin zum sehr guten Soundtrack von Leo Nichols, der wohl besser unter dem Namen Ennio Morricone bekannt ist.

Der Film bietet einige sehr gut angelegte Charaktere, Thomas Hunter in der Rolle des Jerry Brewster ist hier erstrangig zu nennen. Hunter verkörpert die Rolle eines Mannes, der Alles verloren hat und seine Mimik kommt in einigen Szenen, der eines Psychopathen nahe. Brewster sinnt auf Rache, sein Leben ist zerstört und er hat keine Hemmungen zu töten. Alles ändert sich, als er seinen Sohn wieder findet und Brewster einen neuen Sinn findet. Es ist sehr schade, das Thomas Hunter neben „Eine Flut von Dollars“ nur in dem sehr unbekannten Western „Drei Pistolen gegen Cesare“ mitwirkte und in keinen weiteren Italo-Western auftauchte. Als weiterer Hauptdarsteller, gibt Henry Silva die Rolle des Garcia Mendez zum Besten. Auch Silva kann man in einigen Sequenzen nicht absprechen, dass er in seinem Ausdruck einem Psychospaten ähnelt. Demnach allerbeste Vorraussetzungen für einen guten Italo-Western. Der weibliche Part wird von einer sehr attraktiven und charismatischen Nicoletta Machiavelli verkörpert.

„Eine Flut von Dollars“ hat neben seinen überwiegend positiven Aspekten leider einen kleinen Hang zum US Western. Die Bilder sind recht sauber und gepflegt und weit entfernt vom dreckigen Italo-Image. Dazu kommt die Darbietung von Brewsters Sohn, der wie jedes Kind in einem Italo-Western nichts zu suchen hat und letztendlich nur als Nervensäge endet.
Weiterhin tritt in Lizzanis Western, mit Dan Duryea ein gebürtiger Amerikaner auf. Wer das ist? Waco Johnnie Dean aus Winchester 73.

Fazit: Ein Italo-Western der einiges zu bieten hat, nämlich Gewalt, Brutalität und Unterhaltung. Das dass Ganze ein wenig mit einem amerikanischen Weichspüler gemischt wurde, darüber kann man getrost hinwegsehen.


8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 29.07.2011 19:44 
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sid.vicious hat geschrieben:
Das dass Ganze ein wenig mit einem amerikanischen Weichspüler gemischt wurde, darüber kann man getrost hinwegsehen.



Kann man ?

Man kann aber auch darüber streiten.
Für mich ist und bleibt der Film zu sehr US-Look. Und fehlbesetzt. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 30.07.2011 12:29 
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Wobei mich hier mal wieder interessieren würden von welchen "weichgespülten" amerikanischen Western wir hier reden.

Vielleicht von Rio Conchos, oder Bad Company, oder Dreckiger kleiner Billy, oder Hombre, oder The Wild Bunch, oder Das Schießen, oder Ritt zum Ox-Bow, oder Blut auf dem Mond, oder Bravados, oder McCabe und Mrs. Miller, oder, oder, oder ... ?


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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 30.07.2011 12:42 
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schonmal Frank Patch gesehen ? :o

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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 30.07.2011 19:13 
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Anti-Hero hat geschrieben:
schonmal Frank Patch gesehen ? :o


Klar. Ist der weichgespült?

Nö, kaum, aber auch nicht so richtig gelungen. Immerhin der erste "Alan Smithee" Film.


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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 30.07.2011 23:54 
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Hier bist du dann wieder seltsam zartfühlend :lol: "nicht gelungen" , dass sind doch minus 40, grässliches Werk

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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 31.07.2011 09:36 
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Wieso gräßlich?
Der Film ist ambitioniert aber eher misslungen. Was auf ein prätentiöses Drehbuch und einen schwachen Regiseur zurückzufüheren ist, der dann mittendrin auch noch ausgetauscht wurde. Und sein Nachfolger Don Siegel hat das auch nur als Job betrachtet, und es ohne Interesse aus Freundschaft zu Widmark gemacht.
Immer noch besser als 60 -70 % aller IW. 5/10

Aber er ist nun gewiss nicht weichgespült, deswegen verstehe ich jetzt nicht warum du Frank Patch in diesem Zusammenhang erwähnst (ich dachte sogar erst du magst ihn).
Das ist die Geschichte eines altgewordenen Sheriffs den keiner mehr braucht und keiner mehr will weil er die Geschäfte stört, der aber so stur ist das er sich weigert zu gehen, was dann zum Ende hin so eskaliert das die "guten" Bürger ihn zu Tote hetzen. Das ist deprimierend, pessimistisch, und auch ein Ende wie man es im IW niemals findet.
Und im Gegensatz zum typischen IW Helden ist das hier schon eher ein Anti-Held. Aber wie gesagt, das ist noch nicht einmal ein guter Film.


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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 01.08.2011 16:40 
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Stanton hat geschrieben:
Immer noch besser als 60 -70 % aller IW. 5/10

.


hrmpf

ich entschuldige mich, in einem Thread über einen schlappen SW einen schlappen USW eingeschleppt zu haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 01.08.2011 21:47 
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Ja, schlapp schon, aber nicht weichgespült, oder?

Ich verstehe immer noch nicht warum den in diesem Zusammenhang genannt hast?


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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 15.08.2011 00:54 
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Habe mir den Film heute abend mal gegönnt. Beim hiesigen "IW-Fachpersonal" kommt er ja ziemlich schlecht weg, mich hat er dagegen bestens unterhalten. Der amerikanische Einschlag ist dominant, stört mich aber gar nicht. Und von einer "Fehlbesetzung" würde ich auch nicht sprechen. Sogar Thomas Hunter fand ich passabel - und der Silva, ach kommt, Jungens... der dreht doch so schön am Rad, darüber kann man ihm doch nicht böse sein! ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 15.08.2011 12:19 
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Hunter und Silva sind gut, auch wenn Silva etwas übertreibt.

Der Film ist auch nicht amerikanisch. US Western sahen damals ganz anders aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 28.06.2012 00:06 
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Eine Flut von Dollars (Italien 1966, Originaltitel: Un fiume di dollari)

Rache und eine kleine Dosis Irrsinn

Jerry Brewster (Thomas Hunter) und Ken Seagull (Nando Gazzolo) haben die Armee um eine stattliche Summe erleichtet, doch ein Trupp Soldaten ist den Gaunern auf den Fersen. Per Spielkarte entscheidet das Duo über sein weiteres Vorgehen, Ken erwischt die höhere Karte, kann unerkannt mit dem Zaster flüchten. Auf Jerry kommt eine schwere Zeit zu, fünf Jahre Gefängnis und harte Zwangsarbeit ziehen nicht spurlos vorüber. Nach der Entlassung wartet ein verlassenes Familienanwesen auf Jerry, seine Frau ist verstorben, der gemeinsame Sohn verschwunden. Ein von Jerrys Frau hinterlassener Brief kündet von Seagulls Kälte. Trotz eines gegebenen Versprechens und reicher Beute, war der Schurke nicht zur Unterstützung der Familie seines Komplizen bereit. Es kommt noch dicker, Seagull nennt sich inzwischen Milton und hat längst Killer auf seinen ehemaligen Kumpel angesetzt. Dank unerwarteter Hilfe eines gewissen Getz (Dan Duryea) kann Jerry das Mordkommando beseitigen, nun will er um jeden Preis blutige Rache üben! Kein leichtes Unterfangen, denn der reiche Milton umgibt sich mit einer Truppe schiesswütiger Gestalten, die ihrerseits von dem überspannten Garcia Mendez (Henry Silva) angeführt werden...

Carlo Lizzani baut ungewöhnliche Zwischentöne in den Streifen ein. Der Western gehört nicht zu den bevorzugten Tatigkeitsfeldern des Regisseurs, was in diesem Fall nicht unbedingt zu einem vorteilhaften Resultat führt. So driftet der Held ab und an in hysterische Gefilde ab, lässt sich eine gewisse Nähe zum klassischen US-Western nicht leugnen, ferner dämpft ein äusserst schleimiges Ende die Freude deutlich. "Eine Flut von Dollars" vergibt die Chance frischen Wind in das Genre zu bringen, die untypischen Ausritte sorgen eher für unfreiwillig alberne -bis nahezu ärgerliche- Momente. Guter Standard wird in den Disziplinen Ausstattung, Kamera und Musik geboten (obschon der Score von Ennio Morricone keinesfalls zu den besten Arbeiten des Meisters gehört), ein gesunder Härtegrad ist ebenso vorhanden. Der Plot bewegt sich auf ausgetretenen (positiver formuliert: bewährten) Pfaden, Rache ist Blutwurst.

Vielleicht wollte Carlo Lizzani dem Hauptcharakter Tiefe verleihen, trieb Thomas Hunter daher zu Geschrei und Fratzen an. Leider mangelt es dem amerikanischen Schauspieler an Talent, um diese Augenblicke auch nur annährend berührend zu gestalten. Versagen auf ganzer Linie kann man Hunter nicht vorwerfen, abseits dieser Ausbrüche macht er seinen Job ordentlich. "Ordentlich" reicht oft nicht aus, von einem Helden (oder Antihelden) erwarte ich mehr greifbare Präsenz, mehr Charakter, mehr Gesicht. Ähnlich ist es um dem väterlichen Buddy der Hauptfigur bestellt, zwar kommt Dan Duryea sympathisch rüber, bleibt aber ähnlich blass und konturarm. Freilich ist Henry Silva ein ganz anderes Kaliber, Herr Eckschädel stiefelt in schwarzen Klamotten durch das Szenario, haut uns seine herrlich durchgeknallte Lache mehrfach um die Ohren, spielt die "Guten" mühelos an die Wand. Nando Gazzolo übt sich in Verschlagenheit, wird von Silva an den Rand gedrängt, kann in seiner Nische dennoch punkten. Zwei attraktive Damen dürfen nicht fehlen, Nicoletta Machiavelli erinnert den Helden an seine verstorbene Gattin, Gianna Serra macht uns das hinterliste Klischee-Flittchen im Bardamendress.

Noch ein paar Worte zu den weiter oben angerissenen Schwachpunkten. Charaktertiefe vorzugaukeln scheitert an den Fähigkeiten des Hauptdarstellers Thomas Hunter, immerhin wetzt Henry Silva diese Scharte teils aus, weniger mit Tiefgang, vielmehr mit überschäumender Spielfreude und aufblühendem Wahn. 1966 war der Italowestern noch jung, dazu ein im Genre unerfahrener Regisseur, daher will ich die Nähe zum US-Western nicht überbewerten (bereits eine andere Besetzung der Hauptrolle hätte in dieser Hinscht ansatzweise Abhilfe schaffen können). Richtig sauer aufgestossen ist mir das unfassbar kitschige Ende (laut Expertenangaben im Bonusbereich gibt es zwei Fassungen, die DVD zeigt die weichgespülte Variante). Einsteiger sind mit anderen Werken weitaus besser beraten, immerhin kam Sergio Corbucci 1966 mit "Django" aus der Kiste, den Namen Sergio Leone lasse ich an dieser Stelle unkommentiert. Auch abseits der ganz grossen Namen gibt es viele Perlen zu entdecken, ergo wird "Eine Flut von Dollars" hauptsächlich für Genrefans, Sammler und Italo-Allesglotzer interessant sein. Ich möchte den Film nicht missen, auch wenn er nie den Weg in meine persönlichen "Western-Top-100" finden wird.

Alles andere als mittelmäßig ist die DVD aus dem Hause Koch Media geraten! "Eine Flut von Dollars" liegt in sehr schöner Qualität vor, der Ton wird in deutscher, englischer und italienischer Sprache angeboten. Großartige Boni runden das Paket ab! Der inzwischen leider verstorbene Antonio Bruschini teilt sich uns mit, Hauptdarsteller Thomas Hunter plaudert sehr kurzweilig aus dem Nähkästchen, Nicoletta Machiavelli kommt zu Wort, dazu gibt es einen Trailer und eine Bildergalerie. Wie üblich kommt die Scheibe aus der Koch Media Western Collection in einem schicken Digipak daher.

Fazit: Erstklassige Veröffentlichung eines mittelprächtigen Streifens!

5/10 (Mittelklasse)

Lieblingszitat:

"Schafft die Leichen raus!"

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Blap V 3.0 regaining paradise

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Vom Ursprung her verdorben


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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 28.06.2012 14:36 
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Sehr schön geschriebene Kritik, Blap.
Stimme fast zu 100% zu.
Für Lizzani Verhältnisse finde ich den Film sogar recht schwach.
5/10 würde ich aber auch vergeben.
Wenn ich allerdings Requiescant als direkten Verglich ziehe, müsste die Wertung noch tiefer in den Keller gehen. Da hilft auch Henry Silva nix


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 Betreff des Beitrags: Re: EINE FLUT VON DOLLARS - Carlo Lizzani
BeitragVerfasst: 28.06.2012 14:53 
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Jo,die Beschreibung ist klasse.
Der Streifen hat mich allerdings nicht einen Moment gelangweilt,von daher locker 6/10 ;)


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