Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 21.01.2012 10:41 
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@Adalmar
Hat die DVD die gleiche Laufzeit wie die Arte Ausstrahlung (etwas mehr als 99 Min.) ?


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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 21.01.2012 10:41 
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Super Scope war kein Fake Format, sondern ein 2:1 Breitbildformat von dem man nicht verlustfrei ein 4:3 Bild bekommen kann, außer man hätte alles was passiert in der Mitte des Bildes angesiedelt.
Jedenfalls kann man von Super Scope keine Open Matte Vollbildversion bekommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 21.01.2012 13:52 
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GunmanStan hat geschrieben:
@Adalmar
Hat die DVD die gleiche Laufzeit wie die Arte Ausstrahlung (etwas mehr als 99 Min.) ?


Ja, meine Abspielsoftware WinDVD zeigt 1:39:21.

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Higurashi no Naku Koro ni


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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 21.01.2012 22:47 
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Stanton hat geschrieben:
Super Scope war kein Fake Format, sondern ein 2:1 Breitbildformat von dem man nicht verlustfrei ein 4:3 Bild bekommen kann, außer man hätte alles was passiert in der Mitte des Bildes angesiedelt.
Jedenfalls kann man von Super Scope keine Open Matte Vollbildversion bekommen.


Doch, kann man. SuperScope-Filme wurden im Format 1,37:1 gedreht, SuperScope wurde dann erst beim umkopieren "hergestellt". Vergleiche z.B. mal die UK-DVD von Fritz Langs WHILE THE CITY SLEEPS mit der Warner Archive-DVD.

Einzig in dem Fall, das dir nur eine Kinokopie vorliegt, kannst du eine Vollbild-Version natürlich nur durch Pan&Scan erreichen. So z.B. geschehen bei der UK-DVD von Cormans DAY THE WORLD ENDED. Das ist dann natürlich totaler Schrott.


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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 22.01.2012 11:12 
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Ja das wurde in 1,33:1 gedreht, aber im Gegensatz zu den herkömmlichen Verfahren bei denen auch die Kinokopie noch in 1,33:1 vorliegt, die dann erst im Kino auf 1,85:1 maskiert wurde, lag bei Superscope die Kinokopie in anamorphem 2:1 vor. Ich glaube nur das Original Negativ lag in 1,33 :1 vor, während das Positiv von Anfang an mit einer speziellen anamorphen Linse auf 2:1 gebracht wurde, wobei nur der Teil in der Mitte verwendet wurde der dem 2:1 Format entsprach.


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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 22.01.2012 11:32 
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Adalmar hat geschrieben:
Ja, meine Abspielsoftware WinDVD zeigt 1:39:21.


Danke dir,das war der Schubser den ich noch brauchte,werd ich mir demnächst auch zulegen.


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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 24.01.2012 12:23 
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Stanton hat geschrieben:
Ja das wurde in 1,33:1 gedreht, aber im Gegensatz zu den herkömmlichen Verfahren bei denen auch die Kinokopie noch in 1,33:1 vorliegt, die dann erst im Kino auf 1,85:1 maskiert wurde, lag bei Superscope die Kinokopie in anamorphem 2:1 vor. Ich glaube nur das Original Negativ lag in 1,33:1 vor, während das Positiv von Anfang an mit einer speziellen anamorphen Linse auf 2:1 gebracht wurde, wobei nur der Teil in der Mitte verwendet wurde der dem 2:1 Format entsprach.


Jo, das ist richtig. Deswegen sagte ich Fake-Scope, weil die Filme eben erst beim umkopieren zum Scope-Format "aufgeblasen" wurden. Auch wurden viele dieser Filme nicht von vornherein für dieses Format "komponiert", weswegen die eben oft auch in 1,33:1 sehr stimmig aussehen. Es wurden damals von sehr vielen SuperScope-Filmen tatsächlich auch Positivkopien im Normalformat hergestellt. Da hatte das Kino dann die Wahl. Fritz Lang z.B. bevorzugte für WHILE THE CITY SLEEPS die Normalversion.


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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 24.01.2012 14:05 
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Fake wäre für mich wenn man aus einem 4:3 film einen Breitwandfilm "herstellt". Wie z.B einstmals geschehen bei Vom Winde verweht, der glaube ich bei einer Wiederveröffentlichung in 70 mm gezeigt wurde.

Bei Superscope hat man die Bildkomposition aber normalerweise dann schon auch auf die dann benutzte Bildmitte hin ausgelegt.

Bei dem hier würde das bedeuten man kann die 4:3 DVD auf 16:9 aufzoomen, und dann dürften während des kompletten Filmes niemals irgendwelche wichtigen Bildinformationen abgeschnitten sein. Also keine oben abgeschnittenen Köpfe und ähnliches.


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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 24.01.2012 15:37 
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Stanton hat geschrieben:
Fake wäre für mich wenn man aus einem 4:3 film einen Breitwandfilm "herstellt".


Ja, eben genau das hat man ja hier gemacht, weil - wie ich ja schon schrieb - viele Filme eben von den Bildkompositionen NICHT von vornherein für dieses Format ausgelegt wurden. Ich hab mir schon einige Filme, die auch in SuperScope ausgewertet wurden, im Vergleich angesehen und meistens machte mir die Normalversion einen besseren, harmonischeren Eindruck. Zudem brachte dieses künstliche auf Scope-"Aufblasen" zwangläufig auch einen deutlichen Verlust an Bildqualität mit sich. Es war Mitte der 50er halt so, dass es eine Nachfrage nach Scope gab und Produzenten diese gerne erfüllen wollten. Dabei wurde durchaus einfach mal geschaut, ob man nicht diesen oder jenen Film auf Scope "aufblasen" konnte. Bei Filmen, die auf 1,85:1 aufgelegt waren, ist das in der Regel ja auch möglich.

Hier z.B. mal ein Vergleich zum Fritz Lang-Film:
*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Ich bevorzuge auch hier (wie Lang selbst) die Normalformat-Version, obwohl gerade bei Closeups dann schon ziemlich viel Kopfreiheit herrscht. Bei anderen Szenen (insbesondere die letzten beiden Bilder im Bildvergleich) sieht die SuperScope-Version aber schon recht seltsam aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 01.12.2012 16:01 
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Zum Glück hab ich den Kauf der Pidax immer wieder aufgeschoben und den Streifen Donnerstag Nacht im MDR aufgezeichnet.
Die Bildqualität ist klasse und die Laufzeit beträgt 99'18 Min.

Hab mich wirklich gut unterhalten gefühlt,obwohl die Geschichte von sieben,schönen Frauen,die sich durch lebensfeindliches Indianergebiet schlagen,schon an den Haaren herbeigezogen ist.
Wie auch immer - Anne Baxter,Maria Perschy,Rosella Como und Adriana Ambesi (The Grimaldi Sisters :lol: ),Christa Linder,Perla Cristal und Maria Mahor rocken die Wüste.

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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 01.12.2012 16:05 
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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 01.12.2012 16:14 
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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 01.12.2012 21:12 
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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 01.12.2012 21:59 
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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 20.03.2015 18:24 
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FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
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Originaltitel: Las siete magníficas
Alternativtitel:The Tall Women
Produktionsland: Spanien, Italien, Liechtenstein, Österreich
Erscheinungsjahr: 1966
Spieldauer: ca 100 Minuten
Regie: Rudolf Zehetgruber , Sidney Pink
Darsteller: Anne Baxter, Maria Perschy, Gustavo Rojo, Rossella Como, Adriana Ambesi uvm.
Drehbuch: Mike Ashley, Werner Hauff
Kamera: Marcello Gatti
Musik: Francesco De Masi
Schnitt: Antonio Ramirez

Inhalt:
Ein Siedlertreck der sich auf den Weg nach San Fransico befindet wird in der Wüste von Arizona von den Indianern überfallen. Während sich die Frauen, sieben an der Anzahl, noch in eine Höhle retten können kommt er Rest des Trecks bei dem Angriff ums leben.Auf sich allein gestellt und von den Indianern verfolgt machen sich die 7 Frauen auf dem Weg zum nächstgelegenden Fort Lafayette...

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Rudolf Zehetgruber bekannt durch die Regie bei einigen Kriminalfilmen drehte hier mit Unterstützung des Amerikaners Sidney W. Pink seinen ersten und auch einzigen Western.Obwohl es sich hier um eine Intereuropäische Produktion handelt sticht doch sehr ein US-Amerikanischer Stil heraus.So ist der Film weniger Eurowestern und erinnert eher an die Westernfilme der Vereinigten-Amerkanischen-Staaten.Gedreht wurde aber in dem Europäischen Drehort für Western schlechthin Almería.

Die Besetzung besteht zum größtenteil aus Frauen die aus diversen Filmen bekannt sein dürften.Am bekanntesten ist da wohl die Österreicherin Maria Perschy die in dem Film die auch aus Österreicher Ursula spielt.
Schauwerte gibt es hier auch leider trotz Potenzial recht wenige.Sicher gewollt aber man hätte da auch gut einen Film mit etwas mehr Nackter Haut inszenieren können ohne da in eine Sexklamotte abzurutschen.
Auch wirkt die Gruppe der Damen oft eher hilflos als Heldenhaft.

Alles in allem ein solider Western der mit Frauen in den Titelrolle zwar manch einem abwechlsung bieten könnte.Aber dennoch den möglichen Erwartungen nicht gerecht wird.

BildBildBild Bild Bild

www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 11.08.2015 14:09 
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Das ist KEIN Italowestern, um das nochmal klarzustellen.
Das einzige, was hier einem IW gleichkommt, ist die Tatsache, dass in Almeria gedreht wurde.
Ansonsten merkt man von IW überhaupt nichts.
Dafür gibt's ein paar Frauen in den Hauptrollen und Indianer auch noch dazu.
Zugegeben, die eine oder andere von den Frauen war ganz nett anzusehen und Almeria kann man auch als Pluspunkt rechnen, aber viel mehr ist da nicht.
Klarer Fall von "einmal sehen reicht".
4/10


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 Betreff des Beitrags: Re: FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN - Rudolph Zehetgruber
BeitragVerfasst: 16.10.2015 13:28 
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● MARIA PERSCHY als URSULA in
FRAUEN, DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN (E|I|A|FL|1966)




Ein Siedlertreck ist auf der Reise in eine bessere Zukunft, die kurzen Vorstellungen der Personen verschiedener Nationalitäten schildern Hoffnung, Zuversicht und Aufbruchstimmung, bis dieser Eindruck von einem plötzlichen Überfall durch mordlustige Indianer überschattet wird. Hoffnungslos eingekreist von den Angreifern, stehen die Planwagen schnell wie in einem Pulverfass, so dass der Kampf ums Überleben für die meisten Beteiligten schnell aussichtslos wird. Eine von ihnen ist Ursula, geistreicherweise die Österreicherin unter ihnen, die mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn unterwegs ist. Die Kurze Vorstellung durch Maria Perschy geschieht rasch und präzise, doch sie wird nur eine von sieben Frauen sein, die den Angriff überleben werden. Eine frühe Tragik macht sich bemerkbar, da das Gemetzel auch nicht vor Frauen und Kindern halt machen wird, was gleichzeitig bedeutet, dass Ursula alles verlieren wird. Es entstehen nahezu befremdliche Momente mit Maria Perschy, als sie ihr totes Kind im Arm, und traumatisiert Zwiesprache mit ihm hält, nachdem einer der Soldaten den tödlichen Pfeil aus dem leblosen Körper hinausgezogen hat und man in diesem Moment regelrecht mit ihr zusammenzuckt. Die zahlreichen Einsatzgebiete der Schauspielerin brachten folglich auch unterschiedlichste Anforderungen mit sich, und hier sieht man eine Leistung, die anfangs auf Sentimentalität und Tragik angelegt wurde, jedoch nicht richtig zünden mag, da Perschy die Rolle dem Empfinden nach zunächst nicht komplett annimmt und die Rahmenbedingungen, die der Film eigentlich transportiert, andere Richtungen einschlagen werden. Im späteren Verlauf relativiert sich dieser Eindruck und man sieht Temperament, einen starken Willen und Tatkraft, was jedoch auf alle der Frauen mehr oder weniger zutrifft. Soweit es neben dem Hauptaugenmerk Spektakel schließlich möglich war, legte die Regie Wert auf das Aufzeigen charakterlicher Unterschiede, wenngleich humoristische Untertöne hier oftmals nicht förderlich wirken.

Im Rahmen der weiblichen Hauptrollen, beziehungsweise der Zugpferde, teilt sich Maria Perschy eine Doppelspitze mit der Amerikanerin Anne Baxter, der eigentlichen Instanz, die hier die überlebenswichtigen Entscheidungen treffen muss. Im Sinne der schauspielerischen Darbietungen bewegen sich alle Frauen auf nahezu gleichem Niveau, beziehungsweise auf Augenhöhe, und der Verlauf lässt es sich nicht nehmen, seine weiteren Schocks über die erschöpften Protagonistinnen zu setzen. Maria Perschys Ursula wird von Drehbuch und Kamera vergleichsweise nicht übermäßig hofiert, lediglich Anne Baxter bekommt einen sichtlichen Star-Bonus eingeräumt, was aber keineswegs störend wirkt, da genügend Raum für den Aufbau anderer Identifikationsfiguren gelassen wird. Bei Ursula handelt es sich unterm Strich um einen recht interessanten, weil greifbaren, oder transparenten Charakter, da sie trotz großer Verzweiflung, Resignation und Traumatisierung weiterkämpft. Überhaupt entwickelt sich unter den Frauen eine sehr starke Solidarität und Dynamik, was den kompletten, von zahlreichen Reibungsflächen und Schockmomenten geprägten Verlauf angenehm färben wird. Hin und wieder lässt sich erahnen, in welchem Gemütszustand sich Ursula tatsächlich befindet, was man anhand einiger ihrer doch eindeutigen Kommentare heraushören kann, beispielsweise wenn sie am liebsten unerbittlich mit einem gefangen genommenen Indianer abrechnen würde. Im Gegenzug dazu sieht man jedoch auch die Vorsicht der Regie, den Bogen für den Zuschauer nicht komplett zu überspannen, indem weitere Schocks mit dem Holzhammer präsentiert werden. So bleiben es auch in dieser Ausnahmesituation die Tugenden, die Oberhand gewinnen werden und dem Film insgesamt einen seichten Beigeschmack mit auf den gefährlichen Weg geben werden. Was Maria Perschy angeht, so behält man jedenfalls eine ansprechende Rolle in Erinnerung, die einen guten Mittelweg zwischen Anforderung und feinen Nuancen offeriert.


➥ MARIA PERSCHY


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