Dirty Pictures

Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 25.07.2012 19:12 
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unsociable hat geschrieben:
Bildtechnisch schießt die Savoy leider nicht unbedingt den Vogel ab.


hast du den film schon gesehn? finde das bild ist sehr gut! der trailer von "Einladung zum Totentanz" hat allerdings noch besseres bild :P

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 25.07.2012 19:18 
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Bongo hat geschrieben:
unsociable hat geschrieben:
Bildtechnisch schießt die Savoy leider nicht unbedingt den Vogel ab.


hast du den film schon gesehn? :P


Er hat ja sogar einen Vergleich gepostet.

Ich finde die Savoy allerdings auch absolut okay

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 25.07.2012 19:31 
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weiß ja nicht woher er den vergleich hat :? Savoy macht gute arbeit, weiter so!

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 25.07.2012 19:40 
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Bongo hat geschrieben:
Savoy macht gute arbeit, weiter so!

Sehe ich genauso ! Ich bin ihnen ewig Dankbar für die Todesminen ! Und die nächsten Veröffentlichungen werden auch wieder gekauft ! Den Kettensträfling mag ich zu wenig um ihn zu kaufen...

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 25.07.2012 19:41 
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Italo-West-Fan hat geschrieben:
Den Kettensträfling mag ich zu wenig um ihn zu kaufen...


Nanü ? :?

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 25.07.2012 20:19 
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Naja, was soll ich sagen, beim ersten mal sehen hat er mir gut gefallen, beim zweiten mal fand ich ihn merkwürdigerweise schon recht grenzwertig. Um mir eine entgültige Meinung zu bilden hab ich ihn mir zum 3. mal angesehen, diesmal mit viel besserem Bild als die ersten beiden male, es blieb aber dabei das ich den Film sehr durchschnittlich finde... :|

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 25.07.2012 20:36 
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Also als Komplettist kauft man doch alles ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 25.07.2012 20:39 
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Ich bin ja kein Komplettist ;) Zudem hab ich schon eine mir vollkommen ausreichende Fassung !

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 25.07.2012 22:51 
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Aber jetzt wo er zur großen Familie der Djangos gehört, wie kann man da widerstehen? Wer einen hat muß alle haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 25.07.2012 23:20 
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Es ist nicht gerade einfach in Deutschland Italos zu verkaufen, die Zielgruppe ist sehr limitiert. Als Publisher respektiert man es natürlich, wenn jemand einen Film nicht mag, nicht interessiert und deshalb nicht kauft - das ist eine Selbstverständlichkeit.
Aber nicht zu kaufen, weil man schon eine Raubkopie daheim hat und das dann auch noch in einem Forum in die Welt raus posaunt, da hört's bei mir echt auf ...


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 26.07.2012 09:15 
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Michael hat geschrieben:
Es ist nicht gerade einfach in Deutschland Italos zu verkaufen, die Zielgruppe ist sehr limitiert. Als Publisher respektiert man es natürlich, wenn jemand einen Film nicht mag, nicht interessiert und deshalb nicht kauft - das ist eine Selbstverständlichkeit.
Aber nicht zu kaufen, weil man schon eine Raubkopie daheim hat und das dann auch noch in einem Forum in die Welt raus posaunt, da hört's bei mir echt auf ...


Ist es den eine Raubkopie wenn man sie nur für den Eigengebrauch hernimmt und auch nicht gekauft, sondern ertauscht hat ?
Jedenfalls weiß ich was du meinst, und habe meinen Beitrag geändert ! Sorry...

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 26.07.2012 19:04 
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Michael hat geschrieben:
Es ist nicht gerade einfach in Deutschland Italos zu verkaufen, die Zielgruppe ist sehr limitiert. Als Publisher respektiert man es natürlich, wenn jemand einen Film nicht mag, nicht interessiert und deshalb nicht kauft - das ist eine Selbstverständlichkeit.
Aber nicht zu kaufen, weil man schon eine Raubkopie daheim hat und das dann auch noch in einem Forum in die Welt raus posaunt, da hört's bei mir echt auf ...


Italo-West-Fan hat geschrieben:

Ist es den eine Raubkopie wenn man sie nur für den Eigengebrauch hernimmt und auch nicht gekauft, sondern ertauscht hat ?
Jedenfalls weiß ich was du meinst, und habe meinen Beitrag geändert ! Sorry...


Jetzt mal aus neutraler Sicht. Ich verstehe jetzt nicht so ganz warum man den Italo-West-Fan hier so angehen muss.
Zuerst wird hier geschrieben, dass die Zielgruppe sehr limitiert ist und im Gegenzug wird der Mann (als sicherer Kunde) entsprechend attakiert.
Er hat sich vielleicht nicht glücklich ausgedrückt, aber hätte man ihm das nicht auch per PN mitteilen können und vor allem freundlicher, als "da hört's bei mir echt auf".

Ich hole jetzt mal etwas aus, da dies schon des öfteren hier vorgekommen ist, dass sich Mitarbeiter von DVD-Labels hier etwas "unglücklich" gegenüber der "limitierten Zielgruppe" verhalten.
Ich erinnere an die DVD von "Der Bastard" (Red River), wo bei der kleinsten Kritik seitens der Kunden, die Meinung eben dieser als inkompetent bezeichnet und übelst beschimpft wurde.
Im Nachhinein stellte sich die DVD dann als ein sehr schwaches Produkt heraus und der Labelmitarbeiter ist wohl heute auf Nachhilfelehrgang wie eine DVD auszusehen hat.

Dann das Label Savoy, was hier gerade passt.
Das Label bewirbt seine Western-Classics: "Reihe WESTERN CLASSICS, die seltene und ausgesuchte Perlen des Western-Genres in bestmöglicher Qualität präsentiert".
Herausgekommen ist zum Beispiel bei diesem Film eine DVD, die halt eben nicht die bestmögliche Qualität präsentiert.
Ist ja auch nicht so tragisch, wenn man dem Kunden die Veröffentlichungspolitik verständlich macht.
Denn das Label bietet diese DVD's zu einem Preis von knapp 7,- Euro an. Darüber hinaus, wurde ja auch schon angedeutet, dass es sich um ein kleines Label mit geringen Ressourcen handelt.
Warum wird also dieser vermeintliche Nachteil nicht ins Gegenteil umgekehrt. Sprich man kommuniziert dem Kunden dieses Problem, teilt ihm ebenfalls mit, das man dafür mit Leidenschaft bei der Sache ist und erzeugt so einen "Sympátheia"-Effekt. Es ist wie im Leben, wenn du jemanden sympatisch findest, verzeihst du ihm viel eher Fehler, als wenn es keine persönliche Bindung gibt. Darüber hinaus muss man hier den Preis hervorheben und nicht mit abgedroschenen, unwahren Webeslogans á la "wir bieten die beste Qualität", die bei dem Preis auch vollig unrealistisch wäre, eine Erwartungshaltung erzeugen, die letztendlich nicht erfüllt wird. Dann hinterlässt man nur entäuschte und vor allem getäuschte Kunden. Und um den Ruf von einem unzufriedenen Kunden auszugleichen, brauchst du 10 zufriedene Kunden. Was bei einer limitierten Kundenschicht schwierig ist..... da kannst du dir nicht viele unzufriedene Kunden leisten.
Und um einen Vergleich zu ziehen: Dacia stellt bei seinen Autos ja auch nicht die Fahreigenschaften heraus, sondern den geringen Preis. Porsche dagegen kann nicht mit dem Preis punkten und stellt die Performacne in den Vordergrund. Jedes Unternehmen muss letzendlich seinen Mehrwert kennen.
Die Idee auf den DVD -Covern einen Link auf diese Forum zu bieten ist z. B. eine wirklich gute Idee. Denn man schafft eine gewisse Kundenbindung etc.
Nur wenn ich natürlich mit bestmöglicher Qualität werbe, muss ich mich an diesem Versprechen messen lassen. Und dass ist halt eben nicht gegeben, wie die Screens von unsociable zeigen.
Als hat man eine Erwartungshaltung geschürt, die nicht erfüllt wurde und der Kunde ist entäuscht. Diese Entäuschung lässt er raus, in dem er auf eine Raubkopie verweist.
Ich glaube nicht, dass irgendein Fan zur Raubkopie greifen würde, wenn es eine gute DVD gibt. Von daher sollte sich hier die DVD-Industrie auch mal an die eigene Nase greifen.

Und was mir aufgefallen ist, dass DVD-Labels in keinster Art und Weise mit Kritik umgehen können (zumindestens nicht in diesem Foren).
Dabei bieten gerade diese Foren eine ausgezeichnete und vor allem kostenlose Basis um Werbung zu machen.

Und um noch einmal auf den aktuellen Fall zurückzukommen:

Italo-West-Fan hat geschrieben:
Bongo hat geschrieben:
Savoy macht gute arbeit, weiter so!

Sehe ich genauso ! Ich bin ihnen ewig Dankbar für die Todesminen ! Und die nächsten Veröffentlichungen werden auch wieder gekauft ! Den Kettensträfling mag ich zu wenig um ihn zu kaufen...


Italo-West-Fan hat geschrieben:
Naja, was soll ich sagen, beim ersten mal sehen hat er mir gut gefallen, beim zweiten mal fand ich ihn merkwürdigerweise schon recht grenzwertig. Um mir eine entgültige Meinung zu bilden hab ich ihn mir zum 3. mal angesehen, diesmal mit viel besserem Bild als die ersten beiden male, es blieb aber dabei das ich den Film sehr durchschnittlich finde... :|


Diese Zitate zeigen doch, dass IWF die DVD nicht kauft, weil ihm der Film nicht gefällt und keine andere Gründe.
Und nur weil er in einem Posting noch erwähnt hatte, dass er eine andere Version hatte, ändert doch nichts daran. Er erwähnte ja sogar noch, dass er die Arbeit von Savoy gut findet.


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 26.07.2012 19:31 
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Ich denke, dass die meisten von uns (so auch ich) gar nicht abschließend über Michaels Reaktion urteilen können, weil IWF's Beitrag ja inzwischen verändert wurde.

Ich kann jedoch verstehen, wenn man jeden Werktag für solche VÖs sprichwörtlich arbeitet, womöglich noch gegenüber den Vorgesetzten wegen des geringen wirtschaftlichen Potenzials Kämpfe ausficht, und dann liest, dass selbste eingefleischte Genre-Fans wegen eines Stiefelbeins nicht kaufen mögen, dass man etwas den Glauben in seine Arbeit verliert und entsprechend reagiert.

Andererseits kann ich Puro auch zustimmen, wenn er feststellt, dass einige Labels die Chancen eines Forums nicht klug nutzen oder gar in ihrem Foren-Auftritt völlig versagen (ohne Namen oder Foren nennen zu wollen).

Persönlich ringe ich beim Kettensträfling auch noch mit mir, denn ich habe in der Vergangenheit bereits eine alte deutsche VHS und zwei US-DVDs gekauft, letztere wohl sicher mit besserem Bild als die Savoy. Nun frage ich mich, ob ich wegen der Synchro noch mal kaufen soll oder nicht. Aber wahrscheinlich ist die DVD ein guter Kandidat, wenn ich irgendwo mal auf den Porto-Freibetrag kommen möchte... ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 26.07.2012 19:38 
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ephedrino hat geschrieben:
Ich denke, dass die meisten von uns (so auch ich) gar nicht abschließend über Michaels Reaktion urteilen können, weil IWF's Beitrag ja inzwischen verändert wurde.


Ging im Tijuana !

ephedrino hat geschrieben:
Ich kann jedoch verstehen, wenn man jeden Werktag für solche VÖs sprichwörtlich arbeitet, womöglich noch gegenüber den Vorgesetzten wegen des geringen wirtschaftlichen Potenzials Kämpfe ausficht, und dann liest, dass selbste eingefleischte Genre-Fans wegen eines Stiefelbeins nicht kaufen mögen, dass man etwas den Glauben in seine Arbeit verliert und entsprechend reagiert.

Kann ich natürlich nachvollziehen ! ich habe den Film aber nie gekauft ! Diese Version hab ich von einem Fan, für einen Fan -> Mich ! Und solang sowas nicht verkauft wird ist es meiner ansicht nach keine Raubkopie ! Ich wurde solche Versionen nie verkaufen und ich würde in ebay und Konsorten auch nie dafür mitbieten !

ephedrino hat geschrieben:
Andererseits kann ich Puro auch zustimmen, wenn er feststellt, dass einige Labels die Chancen eines Forums nicht klug nutzen oder gar in ihrem Foren-Auftritt völlig versagen (ohne Namen oder Foren nennen zu wollen).

Da bin ich ebenfalls wieder deiner Meinung !

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 26.07.2012 19:48 
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Sehr guter Post Puro. Hab den Westfan genauso verstanden wie du und sehe es auch so.

Zudem sehe ich diese version die nahezu jeder IW-Freak besitzen dürfte nicht als raupkopie...

Soll man jahre lang warten??? Klar ist es nicht einfach für ein Label jetzt schnell alle IW rauszuhauen, aber bei dem Film ging es ja schon ettliche jahre zu, das Tape Selten und dazu noch geschnitten...
Da bastelt der Fan sich halt selber was und teilts mit seinen Freunden, so lange das nicht im grossen Stil passiert ist das doch ok.
Und sind wir mal ehrlich, die meisten kaufen das was sie wirklich intersiert und sie mögen auf Dvd und behalten nur von dem Weniger interssanen zeugs eine Kopie. Denn alle Eurokult vös kann sich niemand leisten :|


Und würde mir der Film nicht gefallen wäre ich auch am Überlegen, hätte aber sowieso gekauft , habe alle IW Dvds. Ich denk mir vl. bringt es was das mehr IW veröffentlicht werden.
Ich hab das Tape, Tijuana und werde mir die Dvd holen...

Um nicht abzuschweifen, dem Westfan nicht Krum nehmen das ganze, er ist sicherlich kein Bootlegkäufer wie manch andere ;)
Gerade solche leute wie der Westfan, der vielleicht ein paar ertauschte Filme zuhause hat, hat weit mehr originale Dvds zuhause als diese Torrent Jungs die wirklich schaden.
Westfan ist ein Filmfan mit leib und seele ;) Wie wir alle hier!

In einem anderen Forum hab ich mal gelesen, da war auch irgend ein diskus, das die leute die Raubkopien haben, dennoch weit mehr Originale Dvds zuhause haben als nicht Filmfans, dat glaub ich sogar ;) Deshalb sollte man die vl. nicht alle über einen Kamm scheren ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 26.07.2012 19:59 
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jetzt fehlt noch das übliche sinnloses Geblubber, wieso denn bitte keine Deutschen UT zur Italienischen Synchro auf der Disc sind...

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 26.07.2012 20:04 
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Nicht böse sein Biber ;)

Ich/Wir finden es supertoll das ihr euch diesen Filmen annehmt ! Ich war bisher immer zufrieden mit euren scheiben. Mann kann es nie allen recht machen, da muss man manchmal halt einfach drüberstehen!
Auch wenn immer wieder nach etwas gefragt wird was preislich nicht machbar ist 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 26.07.2012 20:21 
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Also solang es deutsche Tonspuren gibt brauch ich keine Untertitel zum italienischen Ton !
Um nochmal auf das vorherige Thema zurück zukommen, würde mir der Kettensträfling zusagen würde ich mir die DVD ohne zu überlegen holen, auch wenn ich ihn schon in guter Form hätte !

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 27.07.2012 18:13 
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Hatte die letzten Tage keine Zeit für die kleine Kiste (-PC,große Kiste-TV) mußte mich deshalb etwas reinlesen und möchte auch noch was dazu beitragen.
Ich kann den Ärger der Jungs,die an den IW VÖ's mitarbeiten (schön daß es euch gibt ;) ) nachvollziehen,man kann's wirklich kaum jemand recht machen.
Will garnicht auf das (Schön)Gelaber aus dem Fred zum 'Bastard' eingehen,sondern eher auf die letzten VÖ's von Savoy oder Colosseo.

Habs schonmal gesagt,was Savoy macht ist FÜR MICH absolut in Ordnung,da stimmt das Preisleistungsverhältnis (was für ein Wort :roll: ) und sie täuschen auch nichts vor,da sollte jeder,der sich in der Materie auskennt,wissen was er für 5 - 10 Euro bekommt.
Bin mit der Quali von IW,die seit ihren dt. Kinostarts nicht mehr veröffentlicht wurden,auch zufrieden wenn sie nicht 'perfekt' ist - Beispiel 'Todesminen',da hab ich mich einfach gefreut,den Streifen mal mit dt. Synchro zu sehen.

Dann hätten wir die VÖ vom 'Western-Jack',bei der Colosseo astreine Arbeit abgeliefert hat (der ein oder andere wird immer noch was finden :o ) und für die man dann gern mal tiefer in die Tasche greift und 20 - 25 Euro ausgibt.
Das könnte natürlich ein Ansporn sein,wie Puro vollkommen zurecht sagt,viel mehr IW in dieser Art zu veröffentlichen und den Preis entsprechend anzupassen,da Liebhaber ja offenbar gewillt sind,diesen auch zu zahlen.

Komplett schief gelaufen ist natürlich,ausgerechnet beim IW Fan ein Fehlverhalten in dieser Richtung auch nur zu vermuten.Ich hab ihn als einen Filmliebhaber,ja FILMFREAK,erster Klasse kennengelernt.Da wird kein Bootlegger jemals einen müden Cent verdienen !
Getauscht wird schon seit Anbeginn aller Zeiten und das kostet gute Labels vielleicht ein paar Früchte ihrer Arbeit,aber es entzieht denjenigen,die nur ihr übles Geschäft damit machen wollen,eigentlich jede Grundlage.


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 28.07.2012 21:49 
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Alternativer Titel: Vivo per la tua morte
Produktionsland: Italien
Produktion: Manolo Bolognini
Erscheinungsjahr: 1967
Regie: Camillo Bazzoni
Drehbuch: Roberto Natale, Steve Reeves
Kamera: Enzo Barboni
Schnitt: Roberto Perpignani
Musik: Carlo Savina
Länge: ca. 87 Min.
Freigabe: FSK 18
Darsteller:
Steve Reeves: Mike Sturges
Wayde Preston: Marlin Mayner
Guido Lollobrigida: Deputy Harry
Mimmo Palmara: Sheriff Freeman
(als Dick Palmer)
Silvana Venturelli: Ruth Harper
Giovanni Pazzafini: Bill Savage
Ivan Scratuglia: Roy Sturges
Rosalba Neri: Incarnación
Spartaco Conversi: Bobcat Bates
Franco Balducci: Mason



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Mike Sturges und sein Bruder Roy werden zu Unrecht wegen eines Überfalls auf einen Goldtransport und mehrfachen Mord zur Zwangsarbeit in Yuma verurteilt. Yuma entpuppt sich als die Hölle auf Erden und Mike lässt nur sein Durst nach Rache überleben.

Bazzonis Film beginnt mit reichhaltig Blei und Staub und entwickelt sich zu einem richtig guten Vertreter des Genres. Zu diesem positiven Urteil hilft u. a. auch die sehr gute Kameraarbeit von Enzo Barboni. Auch die zu Beginn häufig einsetzenden Nachtaufnahmen können einen guten Eindruck vermitteln.

Ein anfänglicher Dialog zwischen Mike Sturges und Marlin Mayner wird von einer sehr guten Musik unterstützt die schon fast den Anschein vermittelt, dass der Film in die Richtung Suspense gehen könnte. Zwar ist dieses nicht der Fall, aber Bazzoni macht mit seiner doch sehr straighten Vorgangsweise Alles richtig.

„Im Vergleich zu Yuma ist der Strick doch eine Gnade.“

Diese Aussage kann man so stehen lassen, denn der Aufseher Bill Savage (gespielt von Nello Pazzafini) und seine Jungs geizen nicht mit Brutalitäten gegenüber den Häftlingen. Da geht es gewaltig zur Sache und ein Menschenleben ist in der Hölle von Yuma keinen Cent wert.

Der Film wirkt aus meiner Sicht auch nicht immer so wie man es von einem Italo Western aus dem Jahr 1968 erwartet. Die Bilder vermitteln vereinzelnd den Anschein, dass man sich in einem Spät Italo Western Mitte 70er wieder findet. Hierbei kommt allerdings nur mein persönliches und subjektives Empfinden zum Tragen.

„Du kennst das Gesetz! Wer gesungen hat, wird umgelegt.“ Ein Zitat, dass den Nagel auf den Kopf trifft, denn beim Nettensträfling wird nicht lang gefackelt und der Colt ist, zur Freude des Zuschauers, immer feuerbereit.

Was die Darsteller anbelangt, so macht Steve Reeves seine Sache als Mike Sturges recht ordentlich, trotzdem hätte ich lieber Graig Hill in der Rolle des Rächers gesehen. Nello geht als Bill Savage absolut in die Vollen und Rosalba Neri hat leider zu wenig Spielzeit.

Fazit: Ein spannendes, optisch sehr gutes und brutales Unterfangen ist das was Bazzoni mit seinem Kettensträfling zu bieten hat und das ist wahrlich eine ganze Menge an bester Unterhaltung.

8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 13.08.2012 09:28 
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So, DVD jetzt auch endlich mal gesichtet.

Insgesamt eine recht unterhaltsame Angelegenheit mit
aussergewöhnlich guter Kameraarbeit.
Im Vergleich zu den Todesminen kommt mir das Bild auch
weitaus ausgewogener und schärfer vor, bin in dem Bereich
allerdings auch nicht sonderlich anspruchsvoll.

Reeves, seit jeher kein persönlicher Favorit, macht zwar seine
Sache recht ordentlich, auch wenn er stellenweise arg hölzern
agiert ( seine "Nichtreaktion" bei der Mitteilung des Todes seines
ist zu köstlich:-) ).
Sollte der Streifen als Startschuss in ein neues Genre Abseits seiner Herkules-Rollen gedacht gewesen sein, so ging das dann doch etwas in die Hose.
Die Tatsache, das dies sein einziger Genrebeitrag bleiben sollte, sprechen da eine eindeutige und o.g. These unterstreichende Sprache.

Ansonsten geht der Streifen flott zu Sache,mit Längen oder unnötigen
Dialogen künstlich in die Länge gezogenen Sequenzen müssen wir uns
demnach nicht rumschlagen.

6,5 von 10 Punkten von mir, wobei ich weiterhin froh bin das es
Labels gibt die uns mit solchen Perlen in annehmbarer Qualität
versorgen


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 18.10.2012 20:14 
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Auf der Suche nach einigen gestohlenen Pferden werden Mike Sturges, sein jüngerer Bruder Roy und Bobcat, einer ihrer Mitarbeiter, in einen brutalen Zugüberfall verwickelt. Die Gauner nützen die Anwesenheit der drei Farmer und schieben ihnen die Schuld an dem Überfall in die Schuhe. Während Bobcat ermordet wird werden Mike und Roy zu Zwangsarbeit in einem berüchtigten Straflager in Yuma verurteilt. Dort wird Roy von den sadistischen Wärtern zu Tode gefoltert. Blind vor Wut schwört Mike unerbittliche Rache an den Verantwortlichen und macht sich auf aus der Hölle von Yuma zu entkommen.

Nachdem er es Ende der 1940’er Jahre als Bodybilder bis zum Titel des Mr. Universum schaffte machte sich der Amerikaner Steve Reeves Anfang der 50’er auf um die glamouröse Welt des Films zu erobern. Nach einigen kleineren Rollen in seiner Heimat, unter anderem in Ed Woods 1954 entstanden Jail Bait, bekam er 1957 ein zwar nicht wirklich verlockendes aber immerhin seriöses Angebot aus Europa. Dort suchte der italienische Regisseur Pietro Francisci nämlich verzweifelt nach einem geeigneten Herkules Darsteller für sein neuestes Filmprojekt und Reeves war aufgrund seiner Statur, Größe und seines Aussehens für die Rolle wie geschaffen. Angeblich hat die 13-jährige Tochter von Francisci Reeves vorgeschlagen da sie ihn in dem amerikanischen Film Athena, entstand 1954 unter anderem mit Jane Powell und Edmund Purdom, im Kino gesehen hatte und ihn perfekt für die Rolle des Herkules fand. (1) Le fatiche di Ercole (Die unglaublichen Abenteuer des Herkules) und dessen Sequel Ercole e la regina di Lidia (Herkules und die Königin der Amazonen) waren derart erfolgreich dass sie nicht nur das Peplum-Genre zu neuen Höhen verhalfen sondern auch Reeves zum bestbezahltesten Schauspieler in ganz Europa machten (2).

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Nach einigen erfolgreichen Jahren neigte sich das Genre aber bereits Mitte der 1960’er Jahre schon wieder dem Ende zu und Steve Reeves musste sich wie so viele andere Muskelmänner auch nach anderen Möglichkeiten und Filmgenres umsehen. Vielen gelang der Umstieg von den Peplums hin zu den nun populären Agenten-, Horror- und Giallofilmen oder vor allen Dingen dem nun ziemlich angesagten Western nicht oder nur teilweise. Muskelprotze wie Gordon Mitchell, Brad Harris oder Mimmo Palmara ist die Umstellung einigermaßen geglückt und während Giuliano Gemma sogar zum Star avancierte verschwanden einige komplett von der Bildfläche. Dies galt leider auch für Steve Reeves, der nach zwei Sandokan-Streifen, unter der Regie von Umberto Lenzi, und dem Western Vivo per la tua morte (Ich bin ein entflohener Kettensträfling) den Rückzug antrat, wofür allerdings mehrere Gründe verantwortlich waren. Einerseits wollte er sich nicht mehr diesen enormen Stress der Dreharbeiten ausliefern, den schon seine Freunde Errol Flynn und Tyrone Power sehr früh ins Grab brachten und andererseits hatte er seit einem Unfall mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen. Während den Dreharbeiten zu Gli ultimi giorni di Pompei (Die letzten Tage von Pompei) erlitt Reeves eine schwere Schulterverletzung, die ihn erheblich einschränkte und körperliche anstrengende Dreharbeiten nur unter sehr starken Schmerzen durchzuhalten waren. Hinzu kam noch seine Einsicht, möglicherweise nach dem Misserfolg von Vivo per la tua morte, dass er nicht wirklich in einen Western hineinpasst. (3)

Was nun auch immer zu seinem Karriereende geführt haben mag, eines ist sicher und zwar dass er bei seinem letzten Film, und einzigen Western, noch einmal all seine Kräfte gebündelt und sich so richtig ins Zeug gelegt hat. So fungierte Reeves nicht nur als Hauptdarsteller sondern zudem noch als Co-Autor und Co-Produzent. Als Regisseur wollte Reeves zunächst den Waffenspezialisten Alfio Caltabiano verpflichten, der aber wenig Interesse zeigte und ablehnte. Caltabiano drehte ungefähr zur selben Zeit den großartigen Machowestern Ballata per un pistolero (Rocco- der Einzelgänger von Alamo). Durch diesen Umstand kam Camillo Bazzoni zum Zug, der als Regisseur bis dahin ausschließlich Kurzfilme inszenierte aber als Kameramann bereits ein wenig Erfahrung mit Kinofilmen hatte. Außerdem lief sein Kurzfilm L’urlo auf den Filmfestspielen in Cannes 1966. Neben dem Western Vivo per la tua morte brachte es der jüngere Bruder des besser bekannten Luigi Bazzoni (Le orme) nur noch auf drei weitere Spielfilme bevor er sich wieder ausschließlich an der Kamera betätigte. Zwei dieser drei Filme sind auch im deutschsprachigen Raum erschienen, zu denen der Giallo E venne il giorno dei limoni neri gehört, dem unter dem Titel Das Gesetz des Schweigens zumindest eine TV-Ausstrahlung (auf SAT 1 – Mann, waren das noch Zeiten) zugekommen ist und seinem letzen Kinofilm, das Kriegsdrama Comando suicida, das unter dem Titel Kommandounternehmen- Burning Eagle von ems und MCP sogar schon auf DVD veröffentlicht wurden, mir aber bisher noch nicht untergekommen sind. Bazzoni, der gerade mit seinem Bruder an der Carmenverfilmung L'uomo, l'orgoglio, la vendetta (Mit Django kam der Tod), war im Gegensatz zu Caltabiano so richtig heiß auf den Film, da er es kaum erwarten konnte endlich selbst einen abendfüllenden Spielfilm zu drehen. (4)

"Dafür werden sie büßen Freeman, verlassen Sie sich drauf, dafür mach ich sie fertig."

Die Story zum Film entnahm Steve Reeves dem Roman The Judas Gun von Gordon D. Shirreffs (5), aus dessen Feder auch so vielsagende Titel stammen wie etwa The Lonely Gun, The Proud Gun oder Voice of the Gun (6). Viel hergeben dürfte The Judas Gun aber nicht gerade haben denn die Story von Vivo per la tua morte ist nicht wirklich aufregend und bietet dem Westernspezi aber schon mal rein gar nichts Neues. Und von einem Judas ist im Film auch nichts zu sehen aber vielleicht soll diesen Part auch Wayde Prestons Figur übernehmen, die ja ein alter Freund des Protagonisten Mike Sturges ist und der ihn hintertückisch aufs Kreuz legt. Aber ein richtiger Judas sieht meiner Meinung doch ein wenig anders aus. Die Story in einer Ultrakurzfassung: Ein paar Personen werden reingelegt und wandern unschuldig in ein brutales Straflager, brechen irgendwann aus und rächen sich an den Übeltätern. Immerhin wird uns das ganze Geschehen hier recht flott präsentiert so dass eigentlich niemals Langeweile aufkommt. Der Farmerssohn Mike Sturges, der gemeinsam mit seinem Bruder zu einigen Jahren Strafarbeit verdonnert wird, wird dargestellt von Reeves selbst, der, wie bereits erwähnt, auch als Co-Autor sowie Co-Produzent fungierte. Neben den Problemen bei der Realisierung des Projekts hatte Reeves auch während der Dreharbeiten mit zwei erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, erstens konnte er nicht wirklich mit Waffen umgehen, weswegen er vermutlich zuerst auch den Maestro d’armi Caltabiano als Regisseur verpflichten wollte und zweitens war er durch den bereits erwähnten Unfall ziemlich angeschlagen. So musste Reeves seine Schulter vor jeder Szene mit warmen Umschlägen aufwärmen um sie danach wieder mit Eis zu kühlen. (7) Trotz all dieser Hindernisse hat Reeves die beschwerlichen Dreharbeiten durchgestanden und eine einigermaßen passable Darbietung hingelegt. Reeves ist mit Sicherheit kein großer Schauspieler und nicht besonders ausdrucksstark macht seine Sache als großer Rächer hier aber recht passabel so dass man sich eigentlich nicht beschweren kann und immerhin hat er auch ein paar richtig gute Augenblicke. So etwa als ihm mitgeteilt wird das sein Bruder gestorben ist geht er wortlos und ohne eine Miene zu verziehen einfach weiter. Was das (Nicht-) Mienenspiel anbelangt macht ihm da so schnell keiner was vor.

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Die Leistung von Reeves kann man immerhin mal so als passabel durchgehen lassen dafür hat es die restliche Darstellerriege aber mächtig in sich und kann mit so manchem Charakterkopf aufwarten. Allen voran ganz großartig ist Nello Pazzafini als ungeheuer sadistischer Lagerkommandant Bill Savage, der gemeinsam mit seinen Wärtern die Gefangenen nicht nur grausam foltert und schikaniert sondern einige sogar zur Hölle schickt wo es allerdings nicht schlimmer sein kann als in dem Straflager weswegen auch so mancher um seinen Tod geradezu bettelt. Zu diesen unglücklichen Gestalten gehört auch Mikes Bruder Roy, der die Qualen der Folter nicht lange über sich ergehen lassen kann. Mit Sturges hat sich Savage aber mit dem Falschen angelegt und der Mord an dessen Bruder kommt ihn letztendlich teuer zu stehen. Der Ausbruch der Gefangenen aus dem Lager ist einer der actionreichen Höhepunkte des Films, bei dem mächtig viele über die Klinge springen müssen (Sturges: "Das wird ein Massensterben." – Gefangener: "Besser ein Massensterben als in dieser Hölle leben"). Störend ist nur dass hier wieder einmal unendlich viel geballert wird ohne auch nur einmal nachzuladen. Einige Szenen im Straflager gehören zu den besten im Film, vor allem jene als Roy in seiner letzten Nacht vor Schmerzen schreiend in einem Loch verbringen muss bis ihn Savage endgültig zu Tode schlägt. Der Mord von Sturges an Savage ist übrigens auch unglaublich brutal. Reeves Landsmann Wayde Preston spielt einen alten Freund von Mike gehört aber mit zur Bande der Zugräuber. Außerdem klaut er gleich zu Beginn die Pferdeherde von Mike, was allerdings nicht viel Sinn ergibt. Vielleicht brauchten sie die Pferde für den Überfall oder die Anfangssequenz dient einfach nur dazu Mike und Co einen Grund zu geben sich am Tatort aufzuhalten. Dass hätte man aber sicherlich auch einfacher haben können.

Mimmo Palmara gibt auch wieder einen seiner wunderbaren Kotzbrocken ab und beweist gemeinsam mit seinem Debuty Guido Lollobrigida dass ein Stern allein noch keinen gesetzestreuen Bürger macht. Gerechtigkeit ist den beiden scheißegal vor allem wenn sie selbst in irgendwelche krummen Dinger verwickelt sind. Enzo Fiermonte hat leider nur einen kürzeren Auftritt als Dynamitexperte der zu viel Quatscht und dafür kräftig büßen muss. Ebenfalls nur kurz zu sehen gibt’s Aldo Sambrell als mexikanischer Banditenboss, der das Kopfgeld für einen der geflohenen Häftlinge kassieren will. Da aber auch Sturges hier ganz zufällig vorbeikommt muss Sambrell mit jemand ein Stockwerk tiefer abrechnen. Als Bobcat, Mitarbeiter der Sturges, kann man noch Spartaco Conversi bewundern, der aber leider wieder recht schnell von der Bildfläche verschwindet wie auch Ivan Scratuglia, der nur kurz am Beginn auf der Ranch der Sturges auftaucht. Rosalba Neri hat bedauerlicherweise nur einen Kurzauftritt als Prostituierte in Yuma, bei der Sturges nach seinem Ausbruch Unterschlupf findet.

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Die Story ist wie gesagt wirklich nichts Besonderes wird aber ansprechend erzählt und einigermaßen flott inszeniert. Vor allem die erste Hälfte geht gut rein während der Film in der zweiten Hälfte ein wenig an Fahrt verliert da Sturges Rachefeldzug nicht ganz so prickelnd daherkommt. Außerdem lässt der Rachefeldzug einerseits doch ein wenig an Spannung vermissen und andererseits ist er nicht radikal und kompromisslos genug um dennoch zu fesseln. Optisch ist der Streifen richtig fabelhaft und wunderbar anzusehen was mit Enzo Barboni an der Kamera ja nicht ganz unverständlich ist. Als Kameramann fungierte er unter anderem bei den beiden Sergio Corbucci Western Django und I Crudeli (Die Grausamen) sowie dessen Sandalen-Streifen Romolo e Remo (Romolus und Remus), in dem übrigens Steve Reeves den Protagonisten Romulus verkörperte. Camillo Bazzoni hat den Film aber auch sonst ganz gut inszeniert und ihn ebenso mit einigen sehr schönen Einstellungen garniert ohne allerdings der Verspieltheit anderer ähnlich gelagerter Genreware. Gedreht wurde wohl häufiger abends da es einige sehr schöne Szenen mit einem Sonnenuntergang (oder Aufgang?) gibt, darunter auch eine völlig unnötige und unglaubwürdige Kussszene. Äußerst Vorteilhaft für den Film waren auch die spanischen Drehorte, die sehr gut eingefangen wurden. Vor allem das Straflager kann hier einen großen Pluspunkt verzeichnen. Als Drehorte fungierten die uns wohlbekannten und wunderschönen Gegenden Rund um Almeria und Tabernas. (8) Der Soundtrack von Carlo Savina ist recht schwungvoll ausgefallen hält sich aber meist recht dezent im Hintergrund.

Die Savoy-DVD kann man mal so durchgehen lassen, schließlich ist die Scheibe recht günstig zu haben. Das Bild geht in Ordnung während der Ton nicht gerade eine Offenbarung darstellt, kracht er doch recht ordentlich. Dazu gibt’s noch die italienische und englische Tonspur, beide allerdings ohne Untertitel. Die ergänzenden Stellen, die in der deutschen Fassung bisher gefehlt haben, haben eine englische Tonspur und wurden mit Untertiteln versehen.

Camillo Bazzonis Vivo per la tua morte bietet ordentlichen Genrestoff, bei dem man sich bestens unterhalten fühlt und eigentlich niemals Langeweile aufkommt. Reeves macht seine Sache als gnadenloser Rächer ganz ordentlich aber ohne dabei irgendwelche Akzente zu setzen. Aber von früheren Sandalen-Helden hat man schon wesentlich schlechteres gesehen. Herausragend ist dafür die Riege der Nebendarsteller angeführt von Mimmo Palmara, Wayde Preston und Nello ‚Sadistico‘ Pazzafini. Wer also solide, unterhaltsame Genreware sucht liegt mit Vivo per la tua morte mit Sicherheit goldrichtig, denn trotz so mancher Schwächen macht das Teil doch richtig viel Spaß. Außerdem halte ich Vivo per la tua morte für einen Film, der bei wiederholter Betrachtung an Qualität gewinnen könnte. Naja, mal sehen :D .



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(4) Giusti, Marco: Dizionario del Western All'Italiana. Milano, Arnold Mondadori Editore S.p.A. S. 588f
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(8) darth77: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***)

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 26.10.2012 18:40 
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Kompliment nerofranco!!!
Sehr starkes Review zu einem,in meinen Augen leider
nur mittelmäßigen, Streifen mit einigen mir bislang noch
nicht bekannten Fakten in Bezug auf Steve Reeves.
Danke für Deine Ausführlichkeit und den damit verbundenen
Aufwand ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 26.10.2012 21:03 
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Ja, bitte gern geschen, ich bin ja froh wenn meine Reviews irgendjemand liest, danke also dafür. Zum Film muss ich aber sagen dass er mir beim zweiten Mal wesentlich besser gefallen hat als beim ersten Mal, was aber auch daran liegt dass das zweite Mal auf einem viel größerem Fernsehen stattgefunden hat was bei einem Film mit einer sehr guten Kameraarbeit wie hier ziemlich viel ausmacht. Er gehört mit Sicherheit nicht zur Speerspitze des Genres aber im oberen Mittelfeld würd ich ihn auf aller Fälle einordnen.


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 26.10.2012 23:44 
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Bei mir lief er auch auf einem grossen Bildschirm mit allem
Schnick-Schnack, trotzdem konnte ich ihm nach 2 Durchläufen
immer noch nichts abgewinnen.
Komisch eigentlich, bin ich doch gerade in Sachen Italo-Western
eher kritiklos und kann jedem Schund noch was abgewinnen.
Mag vielleicht daran liegen, das ich der beinharten "Reeves-
Nichtmöger-Fraktion" angehöre ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 27.10.2012 10:29 
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nerofranco hat geschrieben:
Ja, bitte gern geschen, ich bin ja froh wenn meine Reviews irgendjemand liest, danke also dafür.

Du solltest dir echt mal überlegen ein Buch zu schreiben, in dem du allen IWs eine solch tolle Review verpasst ! ;) den deine Reviews sind wirklich hervorragend und sind sehr viel schöner geschrieben als z.B die Texte von Bruckner !

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 27.10.2012 11:30 
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Tja, danke für das Lob da werd ich ja ganz rot :D aber um das ganze als Buch zu veröffentlichen ist es qualitativ nun wirklich nicht ausreichend. Aber wenn die Ergüsse von Leute wie Michael Kraus (Once upon a time in the west) oder Michael Lippitsch (Die 200 wichtigsten Italo-Western) als Buch veröffentlicht werden können dann kann wohl jeder der über das Alphabet bescheid weiß ein Buch auf den Markt haun. Vom Lippitsch-Buch müsst ihr mal die amazon-Rezesionen durchlesen, die sind weitaus amüsanter als das Werk selber :D .


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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 27.10.2012 11:49 
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nerofranco hat geschrieben:
Tja, danke für das Lob da werd ich ja ganz rot :D aber um das ganze als Buch zu veröffentlichen ist es qualitativ nun wirklich nicht ausreichend.


Das glaubst du doch selber nicht ! Wenn du zu deinen Filmkritiken noch ein paar weitere Infos dazu suchst, sind diese weitaus informativer als z.b die von Bruckner, der, vorallem bei der Auflistung der Filme auf der Rückseite haufenweise fehler hat, die einfach nur taurig sind !

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 27.10.2012 11:53 
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nerofranco hat geschrieben:
Tja, danke für das Lob da werd ich ja ganz rot :D aber um das ganze als Buch zu veröffentlichen ist es qualitativ nun wirklich nicht ausreichend. Aber wenn die Ergüsse von Leute wie Michael Kraus (Once upon a time in the west) oder Michael Lippitsch (Die 200 wichtigsten Italo-Western) als Buch veröffentlicht werden können dann kann wohl jeder der über das Alphabet bescheid weiß ein Buch auf den Markt haun. Vom Lippitsch-Buch müsst ihr mal die amazon-Rezesionen durchlesen, die sind weitaus amüsanter als das Werk selber :D .



:) Das Kraus-Büchlein ist doch eigentlich ganz sympathisch

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 Betreff des Beitrags: Re: ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING - Bazzoni 1968
BeitragVerfasst: 27.10.2012 11:55 
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Gibts das noch irgendwo zu kaufen ?

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