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 Betreff des Beitrags: MEIN NAME IST NOBODY (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 20.10.2010 12:56 
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da ich heute mir mal die italienische Blu-ray gegönnt habe und kein Thread hierzu existiert, gibts von mir ein paar Screenshots.

Bild Bild Bild Bild Bild

Angaben zur Disc:

Format: BD25
Ton: IT DTS-HD-MA 1.0
Untertitel: IT


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 20.10.2010 13:18 
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Genialer Film, den ich immer wieder gern seh.
Laut der Terence Hill Fan Seite soll der Film in Italien mit 130 Minuten gelaufen sein :o . Glaub ich aber nicht wirklich
Von mir bekommt der Film 9 von 10
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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 23.10.2010 14:16 
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Die beste IW-Komödie (meiner Meinung nach), die ich schon als Kind gerne gesehen hab. Ein richtiger Feel-Good Film! :D

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Zensor, der - Beamter gewisser Regierungen, dessen Aufgabe es ist, geniale Werke zu unterdrücken. In Rom war der Zensor
ein Inspektor der öffentlichen Moral; die öffentliche Moral moderner Nationen verträgt jedoch keinerlei Inspektion.
(Ambrose Bierce - Des Teufels Wörterbuch, 1911)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 23.10.2010 14:27 
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Der Film erreicht besonders in den Henry Fonda-Szenen ein extrem hohes Niveau. Terence Hill ist auch gut, aber einige dieser Blödelszenen schaden dem Gesamteindruck. Trotzdem ein Meisterwerk.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 23.10.2010 16:27 
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Ja,Nobody und The Man from the East sind absolute Spitzenfilme.Kann ich mir immer wieder mal reinziehen.

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"Berlin (EZ) | 10. Mai 2012 | Deutsche Fernsehzuschauer und Kinofans können aufatmen: Hamburger Studenten haben eine Software entwickelt, die Til Schweiger aus Filmen entfernt und damit eine erhebliche Qualitätssteigerung garantiert."


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 25.10.2010 17:25 
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Foto von den Dreharbeiten des Films, mit Leone und Fonda:

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Wobei mittlerweile der Arbeitsaufwand von Leone für diesen Film als relativ gering eingeschätzt wird.
Er soll wohl nur für wenige Szenen verantwortlich gewesen sein.

Es gibt auch ein Buch über dieses Thema: "Il Mio Nome è Nessuno Lo Spaghetti Western secondo Tonino Valerii" von Roberto Curti.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 25.10.2010 17:38 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Der Film erreicht besonders in den Henry Fonda-Szenen ein extrem hohes Niveau. Terence Hill ist auch gut, aber einige dieser Blödelszenen schaden dem Gesamteindruck. Trotzdem ein Meisterwerk.


Ganz ohne Blödelszenen wäre der Film ein Meisterwerk ;) So ist auch recht gelungen, aber ohne wäre es ne wucht geworden!!!!! Da bin ich sicher....

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 31.10.2010 15:46 
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Einer meiner Lieblinge. Meist brillant inszeniert, mit einem Gespür für Western Einstellungen wie es selbst nur wenige amerikanische Regisseure besitzen.

Tja, der Slapstick. Damals gewiss der Hauptgrund für den kommerziellen Erfolg, und als ich ihn als Jugendlicher das erste Mal im Kino sah war ich enttäuscht das es nicht mehr davon gab. Aber heute sind es ein paar dieser Slapstick Sachen, diejenigen die die Handlung nicht braucht, die in den Trinita Filmen durchaus funktionieren, die aber hier das Verhältnis von Humor und Ernst ab und an zum Einstürzen bringen. (Und die Blödelhälfte der deutschen Syncro besorgt dann den Rest)

Aber ansonsten ist das ein großartiger Film mit haufenweise Szenen die zum Besten gehören was der Western hervorgebracht hat.

Und wer war nun der eigentlich Verantwortliche? Der wahre Regisseur? Ganz sicher wird man das natürlich niemals bestimmen können. Aber hier sieht alles nach Leone aus, von der ersten bis zur letzten Einstellung.
Für mich also eindeutig ein Sergio Leone Film. Und ein passender Abschluß seines Westernschaffens.

9/10


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 31.10.2010 16:12 
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Ich halte diese Aussagen, die in dem Zusatzmaterial vorkommen, Leone zerstörte mit absichtlich schlechten Terence Hill-Szenen den Film, aus eitler Angst, Valerii könnte mit Nobody seine früheren Arbeiten überstrahlen für sehr gewagt.

Auch dass diese Blödel-Szenen nicht als Hommage an Barboni zu deuten sind, weil Leone Barboni gehasst hat... die sind halt einfach drin, man mit dieser Art Film damals Geld machen konnte. Warum sonst hat man wohl Terence Hill engagiert ??

Oder dieser Blödsinn mit dem Peckinpah-Grabkreuz, auch aus Boshaftigkeit, weil Peckinpah Todesmelodie abgelehnt hat... :roll:

Da sind einfach jemanden die Pferde durchgegangen.


Valerii selbst hat ja gesagt, wenn man den Film ansieht, erkennt man sofort, dass es kein Leone-Film ist :lol:
Ich glaube schon, dass er den bis auf die Ausnahmen die er selber nennt, selbst gedreht hat. Er hatte doch mehr als jeder andere Regisseur den Bogen raus, wie man sich optisch an Leone hält... und Leone konnte seinem verlängerten Arm doch bei Nichtgefallen sicher vorschreiben die Szene nochmal und nochmal zu machen bis sie ihm eben gepasst hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 31.10.2010 16:55 
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Also in dem von mir genannten Buch von Roberto Cuti "Il Mio Nome è Nessuno Lo Spaghetti Western secondo Tonino Valerii" soll der Umfang der von Leone gedrehten Szenen recht genau beschrieben sein (ich kann es lieder nicht garantieren, da ich das Buch nicht besitze)

Und Informationen die ich von einem französischen Fan habe, gehen dahin, dass Leone wohl eine "Handvoll Szenen" gedreht habe, wie z.b. die Szene in New Orleans. Diese Szene soll gedreht worden sein, als Valerii gar nicht am Set war etc. ..... ;). Leone soll wohl beratend aktiv gewesen sein und wohl auch die Hände an einigen Szenen gehabt haben, aber seine Mitwirkung sei doch minimal.


Ein paar Szenen vom Dreh:

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 31.10.2010 17:02 
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Die französische DVD gefällt mir persönlich bisher am besten, dort ist auch ein Featurette dabei, wo viele Beteiligte zu Wort kommen, allen voran Valerii. Die deutsche DVD...naja... ich rede da nicht gern drüber ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 31.10.2010 17:35 
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Was Leone selber gedreht hat, und was nicht, da gibt es massig unterschiedliche Aussagen zu. Das ist auch nicht wirklich wichtig. Ich denke auch eher das Valerii zumindest meist der war der im Regiestuhl saß.
Frage ist eher wieviel oder wiewenig Einfluß Leone genommen hat. Und auch hier ist die Wahrheit schwer zu ermitteln. Aber die meisten Aussagen von Beteiligten die mir bislang vor die Augen gekommen sind, deuten eher darauf hin das Leone die meisten Entscheidungen getroffen hat, und sehr viel Einfluß auf die Inszenierung genommen hat.

Valerii ist allerdings eher der einzige der meint das es ein Valerii Film ist.

Wenn ich mir Valeriis vorherige IW ansehe, dann ist da fast nichts was auf die Qualitäten von Nobody hindeutet. Ich sehe da nur reinsten Leone. Selbst in den vorwiegend komischen Szenen.

Wenn man sich Leones Ideen über das Produzieren eines IW in Zusammenhang mit Giu la testa anschaut (den Bogdanovich Artikel z.B.), den er ja auch nicht so richtig selber inszenieren wollte, und dazu noch etliche Fotos vom Set nimmt, dann passt das schon ganz gut.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 31.10.2010 17:58 
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Ich sehe seine 4 Western vor Nobody als klaren Beweis dafür, dass Valerii mit derartig guten Produktionsbedingungen und Darstellern sicherlich in der Lage war ein Meisterwerk wie Nobody hinzubekommen.

Und das seine Karriere im großen und ganzen nach Nobody gelaufen war, ist ähnlich wie bei Sergio Leone, Corbucci und Sollima Talentverschwendung und sehr bedauerlich. :|

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 31.10.2010 19:23 
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Das heißt du hältst selbst Sie verkaufen den Tod für einen gelungenen Film?

Ich sehe in seinen 4 Western ja bekanntermaßen nicht viel, und Canisius wirft mir ja hier ein Pauschalurteil vor, was es aber nicht ist. Es ist schlicht und einfach das was ich in Diesen 4 IW sehe, oder besser was ich nicht sehe.
Wenn ich DTR Dienstags und Bl. Blei trotzdem für gute Western halte, dann sind sie das eher trotz statt wegen Valerrii.
Und Lanky Fellow ist halt auch nur eine weitere matte Leone Kopie dem die tiefere Inspiration vollkommen abgeht.

Sie verkaufen den Tod ist dann aber eine der größten Entäuschungen im IW. Gemessen an seinen Möglichkeiten. Es ist kein Fidani, aber kommt größtenteils so lust- und schwunglos daher, daß ich bei vielen Szenen (und auch bei einigen Schauspielern) immer an Arbeitsverweigerung denken muß.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 31.10.2010 21:08 
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Sie verkaufen den tod war für mich tatsächlich eine sehr angenehme Sache.

Breit, sorgfältig inszeniert, mit tollen aufwendigen Bildern, einfach ein "schöner" Italo-Western. Ich sehe es andersrum, ich glaube Valerii hat mit seinen Qualitäten und hohem Budget aus einem echt nicht besonders originellem Drehbuch (was der Film mit allen Spaghettis dieser Art gemeinsam hat) viel rausgeholt.

Castellari war ja dann so freundlich, mit TÖTE ALLE... eindrucksvoll vorzutanzen wie man ein innovationsfreies Mission-Drehbuch innovations und vorallem talentfrei verfilmen kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 31.10.2010 21:33 
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Vater des Projekts war auf jeden Fall Leone und wie bei "Todesmelodie" sollte grundsätzlich jemand anderes Regie führen. Leone sprach mehrere Autoren an und soll vorgegeben haben, dass eine Leone-Figur auf eine neue Comedywestern-Figur treffen soll. Außerdem gab er die ersten Zeilen vor, nämlich dass drei Reiter vom Horizont ins Bild reiten.
Zusammen mit Gastaldi überarbeitete Leone das Drehbuch über mehrere Monate. Mehrmals lasen beide anderen Leuten Dialoge und achteten auf deren Reaktionen, so lange bis Leone zufrieden war. Als es zur Regie ging wurden 32 Leute getestet, Leute wie Corbucci, Pasolini usw. Valerii wurde es, weil Leone ihn am besten kannte und weil Valerii viel von Leone lernte - sie waren sich am ähnlichsten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.11.2010 00:42 
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Tja für Valerii war die Nähe zu Leone offensichtlich Segen und Fluch: Segen, weil ihm Leone den richtigen Schliff beibrachte. Dafür neigen viele dazu, ihn als kleinen, unbedeutenden Schüler abzukanzeln, der sich nie von Mama Leone abnabeln konnte. Siehe auch die Nobody-Diskussion, in der doch die Tendenz herrscht, den Anteil von Valerii im besten Fall als gering zu bezeichnen.
Mit persönlich haben seine Filme, ja, auch "Sie verkaufen den Tod" ;) , soweit ich sie kenne, allesamt zu gefallen gewusst. Vermutlich hätte er auch aus "Nobody" ohne Sergio L. im Genick einen schönen Film hinbekommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.11.2010 10:16 
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Michael hat geschrieben:
Zusammen mit Gastaldi überarbeitete Leone das Drehbuch über mehrere Monate. Mehrmals lasen beide anderen Leuten Dialoge und achteten auf deren Reaktionen, so lange bis Leone zufrieden war. Als es zur Regie ging wurden 32 Leute getestet, Leute wie Corbucci, Pasolini usw. Valerii wurde es, weil Leone ihn am besten kannte und weil Valerii viel von Leone lernte - sie waren sich am ähnlichsten.


Das kante ich bislang noch nicht. Passt aber perfekt zu meiner Theorie.
Es gibt auch eine Aussage von Gastaldi das der Film, als einziges seiner Drehbücher, genau wie geschrieben, also ohne die geringsten Abweichungen gedreht worden wäre. Und sowas geht am Besten mit einem Regisseur der wenig oder kein Profil hat.

Es gibt einen Comic Autoren namens Alan Moore, der eine Art Genie ist. Der hat früh erkannt das seine Qualitäten als Zeichen nicht ausreichen, und sich dann voll und ganz auf die Texte konzentriert.
Bei den Comics wird auch meist der Zeichner höher geschätzt als der Autor, genau wie bei Regisseur und Drehbuch im Film. Aber bei Moore hat der Zeichner meist wenig bis keine Freiheiten. Er bekommt nicht nur die Geschichte und die Dialoge, sondern meist wird ihm jede einzelnen Seite von Moore im Entwurf vorgelegt. Da ist dann alles festgelegt. Die Position jedes einzelnen Bildes, jeder einzelnen Sprechblase und auch jede Perspektive innerhalb der einzelnen Bilder. Die Zeichner besitzen hier nur die Funktion des Ausführenden, vergleichbar den Kameraleuten im Film (wobei es natürlich auch Filme gibt in denen der Kameramann festlegt was gemacht wird).


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.11.2010 13:59 
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Hier eine Aussage aus dem SWDB forum von Chris Casey, der eine Reihe der ehemaligen IW Leute persönlich kennt oder kannte:

"As for who directed the bulk of MY NAME IS NOBODY....
We may never really know for sure.
All I can contribute is what actor/stuntman, Neil Summers (who portrayed Squirrel) told me about his experiences working on the film. Neil swears that Leone directed absolutely all of the sequences he was in and that Valerii seemed to be "just hanging around", for the most part, when these scenes were shot.
Granted Neil was only in a few segments of the film; but, he said he stayed on while they were shooting in Spain--and he never saw anyone truly directing anything apart from Sergio Leone and the credited assistant director, Stefano Rolla.

Who is wrong, who is right?
Who knows!? "

In dem Nobody thread ist da auch noch mehr zum Thema (dabei auch viel Gequatsche von mir). Unter anderem auch eine Übersetzung (stammt von seinem Audiokommentar der franz. DVD) von dem was Valerii zum Thema zu sagen hat. Darunter auch einige sehr bittere und abwertende Aussagen über Leone.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.11.2010 18:17 
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Sehr interessant, auch das hier
Zitat:
Franco Giraldi filmed half of ‘A Fistful of Dollars.’ Half of the film, it is Giraldi. The massacre of Rio Bravo, it is Giraldi. The night at the Baxters’ and the killing of all the family, it is Giraldi. The cemetery scenes, the comings and goings, the burying of the bodies, it’s Giraldi. Leone did not spend a single day in Almeria. When I did the location scouting for ‘For a Few Dollars More’ he had never seen Almeria. Giraldi filmed half of his film


Auch wenn die Rio Grande-Szene nicht gerade die beste des Filmes ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.11.2010 19:07 
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Anti-Hero hat geschrieben:

Auch wenn die Rio Grande-Szene nicht gerade die beste des Filmes ist.


Ich würde sogar sagen die Zweischlechteste. Noch weniger mag ich die Friedhofsschießerei. Und das Baxter Massaker gehört zumindest nicht zu den Höhepunkten.
Die andere "Hälfte" enthält dann immerhin die ganzen brillanten Szenen.


Das ist natürlich Blödsinn was Valerii da erzählt. Die genannten Szenen machen bei weitem nicht die Hälfte aus, und es ist auch nur 2nd Unit Material. Das muß man als Regisseur nicht selber drehen, aber da muß man sich trotzdem drum kümmern das das gedreht wird was man braucht.

Wenn das alles stimmt was Valerii da noch so gesagt hat, dann war Leone ja eine große Niete.

Aber das Valerii sauer auf Leone ist, das kann ich gut nachvollziehen. Da ist er auch nicht der einzige.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.11.2010 19:43 
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Wobei es recht unwahrscheinlich ist, dass Leone z. B. für die Szenen, die in den USA gedreht wurden, einen Finger krümmte.
Denn er soll für diesen Film nie US-amerikanischen Boden betreten haben.
Darüber hinaus gibt es einige schriftliche Interviews von Leone, die eher in die Richtung gehen, dass Leone wohl etwas die Eifersucht packte, dass man Valerii diesen Film zuschrieb.
Und wenn ich mir Leones Reaktionen auf Eastwoods "Ein Fremder ohne Namen" anhöre ......

Ich muss zugeben, dass ich dem Film recht wenig abgewinnen kann, egal wer ihn jetzt gedreht hat. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.11.2010 20:24 
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El Puro hat geschrieben:
Wobei es recht unwahrscheinlich ist, dass Leone z. B. für die Szenen, die in den USA gedreht wurden, einen Finger krümmte.
Denn er soll für diesen Film nie US-amerikanischen Boden betreten haben.
Darüber hinaus gibt es einige schriftliche Interviews von Leone, die eher in die Richtung gehen, dass Leone wohl etwas die Eifersucht packte, dass man Valerii diesen Film zuschrieb.
Und wenn ich mir Leones Reaktionen auf Eastwoods "Ein Fremder ohne Namen" anhöre ......



Leone war zumindest bei den New Orleans Szenen anwesend, was durch Fotos belegt ist. Sehr aktiv anwesend wenn man nach den Fotos geht.
Laut Leone hat er selber das Schlußduell auch inszeniert, und eigentlich darüberhinaus alle der Filetstücke des Filmes. Laut Valerii hat er nur ein paar Komödien Szenen mit Hill gedreht, und die auch teilweise nur um den Film zu schaden.

Leone hat sich auch sehr unterschiedlich zum Film geäußert. Das reicht von "Ich bin nur der Produzent" bis "Ich habe eigentlich alles gemacht".

Das Leone die "Eifersucht packte" stammt nicht von Leone selber, sondern von jemand anderem, evtl. ebenfalls Valerii. Weiß nicht mehr genau.
Ich müsste mal alles sammeln was ich so gefunden habe.

Letztendlich ist es natürlich vollkommen egal wer den Film wirklich verantwortet hat. Was zählt ist natürlich nur der Film wie er ist. Und der ist halt wie er ist, und wird nicht besser oder schlechter dadurch das Leone, oder Valerii, oder Fidani, oder der Pabst ihn "in Wahrheit" gedreht hat.
Aber es hat mir immer Spaß gemacht all die unterschiedlichen Statements vieler Beteiligter zum Thema zu hören oder lesen. Und auch ein wenig darüber mitzuspekulieren wer denn nun hier was warum wieso und sowieso.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.11.2010 20:29 
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Kurzes Offtopic

Leone ist ja auch im wesentlich schwächeren Nobody kehrt zurück neben D.D. als Regisseur aufgeführt. Gibts da Infos was und wieviel von ihm ist ?

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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 01.11.2010 20:50 
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Er hat die erste Szene gedreht, sonst wohl nichts.

Außerdem hat er wahrscheinlich noch die Essensszene in Friedhof ohne Kreuze gedreht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Name ist Nobody (1973) R: Tonino Valerii / Sergio Leone
BeitragVerfasst: 02.11.2010 05:25 
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Mich wundert es immer, daß die leonetypischen Szenen ausgerechnet von Valerii stammen sollen und die atypischen vom Meister himself. Da kann ich der deutschen DVD-Doku einfach nicht glauben.


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 Betreff des Beitrags: Re: MEIN NAME IST NOBODY (1973) R: Tonino Valerii / Sergio L
BeitragVerfasst: 05.07.2011 22:42 
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Hier sind noch mal 2 weitere Aussagen von Chris Casey zum Thema wer was gemacht hat:

"When I spoke to Neil Summers a few years ago, he told me that Sergio Leone directed all of his scenes for MY NAME IS NOBODY. He said he met Valerii, but that he had thought Valerii was Leone's Assistant Director on the film, at that time.

All else I can tell you would be of an indirect nature, such as the fact that the late Donald S. Bruce always used to tell us that when he spoke to Leo Gordon, RG Armstrong, Steve Kanaly, and Neil Summers they all told him that Leone directed all of the scenes of MY NAME IS NOBODY in which they appeared.
And I have never seen any behind-the-scenes footage for this film where Leone was not present. In most of those photos, he appears to be directing the cast, which in my mind pretty much makes him the director of the film."

Das von Neil Summers ist eine Variation dessen was ich schon eine Seite vorher zitiert hatte. Wenn das stimmt was von Donald S. Bruce stammt, dann würde das eher daraufhin deuten das Leone sehr, sehr viel selber inszeniert hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: MEIN NAME IST NOBODY (1973) R: Tonino Valerii / Sergio L
BeitragVerfasst: 07.07.2012 09:16 
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Und eine weitere lustige Aussage zum Wer-hat-was-gemacht:

"According to Rick Battaglia, an old time Leone friend, Tonino Valerii asked for a clause in his contract stating that Leone should not be present while he was directing. He would have been embarassed by his presence. But once (Leone) saw what had been shot sofar, and he saw it quite soon, he said "This guy shoots like he thinks I would shoot the movie, but in fact this is not how I would shoot it." So he (Leone) took over the movie. He was very alarmed. He may have left a few more sequences for Valerii to shoot, but then he said enough"

Eine Übersetzung aus dem Giusti Buch (wann kommt die Tijuana Ausgabe?)


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 Betreff des Beitrags: Re: MEIN NAME IST NOBODY (1973) R: Tonino Valerii / Sergio L
BeitragVerfasst: 24.07.2012 20:31 
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Gibts von Nobody ein alternaived Ende ??? :?
Hab mi dem gedanken gespielt mir den bald wieder mal anzusehen da die letzte sichtung schon Jahre zurück liegt, gleich die Mukke reingehauen und einfach wieder ein wenig nach dem Film gegoogelt und rumgesucht. Dann kam ich auf die DVD Seite der SWDB und siehe da, was steht bei der Argentinischen DVD: alternatives Ende ! *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

Nachtrag: Ich finde dieses sehr schön gemachte Video gehört hier rein ! :D
www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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Zuletzt geändert von Italo-West-Fan am 25.07.2012 07:18, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: MEIN NAME IST NOBODY (1973) R: Tonino Valerii / Sergio L
BeitragVerfasst: 25.07.2012 01:44 
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danke für die wilde horde Italo-West-Fan, jetzt muss ich den song wieder die ganze nacht vor mich hin trällern :mrgreen:

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