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 Betreff des Beitrags: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 16.12.2011 23:27 
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Alternativer Titel: Minnesota Clay
Produktionsland: Italien, Spanien, Frankreich
Produktion: -
Erscheinungsjahr: 1964
Regie: Sergio Corbucci
Drehbuch: Adriano Bolzoni, Sergio Corbucci
Kamera: José Fernández Aguayo
Schnitt: Franco Fraticelli
Musik: Piero Piccioni
Länge: ca. 91 Minuten
Freigabe: FSK 16
Darsteller:
Cameron Mitchell: Minnesota Clay
Georges Rivière: Fox
Fernando Sancho: Ortiz
Ethel Rojo: Estella
Diana Martín: Nancy
Antonio Roso: Mudo
Antonio Casas: Jonathan
Gino Pernice: Scratchy
Ferdinando Poggi: Tubbs
Julio Peña: Evans



Minnesota Clay entflieht aus einem Arbeitslager in dem er zu Unrecht eine Haftstrafe verbüßt. Er will nun den Verantwortlichen Fox zur Rechenschaft ziehen. Fox ist mittlerweile Sheriff in einer Kleinstadt, die er unter dem Deckmantel des Gesetzes tyrannisiert. Clay nimmt den Kampf gegen Fox auf und muss sich nebenher noch mit der Verbrecherbande des Mexikaners Ortiz herumschlagen.

Vorab angemerkt: ist Cameron Mitchell eigentlich der erste und einzige Darsteller der innerhalb eines Italo Westerns das Hemd über der Hose trägt und dann auch noch den Revolvergurt über das Hemd geschnallt hat? Ich selber weiß es nicht, ich weiß aber dass es extrem daneben aussieht. Neben diesem Sachverhalt verkörpert Cameron Mitchell auch weiterhin einen ungewöhnlichen Helden für einen Italo-Western. Mitchell ist als Clay nicht der coole wortkarge Rächer, der sich auf das Rauchen schmaler Zigarren und das Betätigen seines Colts beschränkt. Clay ist eher ein Antiheld, der mit einigen Handicaps zu kämpfen hat.

Handicaps sind bei Corbuccis Western-Hauptdarstellern ja nichts Ungewöhnliches. Man denke an Silence, der bekannterweise nicht sprechen konnte und durch den Einsatz von Feuer ein weiteres Problem bekam oder auch an Django, dem die Hände zerschmettert wurden. Irgendwie lässt Cobucci die drei genannten Charaktere gern leiden. Clay hat neben seiner körperlichen Einschränkung auch noch eine mentale, die sich aus seiner Sentimentalität schließen lässt. Ein wie bereits erwähnt sehr ungewöhnlicher Charakter für einen Italo-Western. Eine paar Jahre später schaffte es Cameron Mitchell als Buck Conners an der Seite von Leif Erickson innerhalb „High Chaparral “, auch dem deutschen Fernsehpublikum bekannt zu werden. Eine Rolle mit der er auch nach seinem Tod noch assoziiert wird.

Was die weiteren Darsteller anbelangt, so wird die Rolle des Mexikaners Ortiz natürlich von Fernando Sancho verkörpert und der spielt das runter was er immer innerhalb einer solchen Rolle praktiziert, außer das diesmal sein bekannter Humor ein wenig fehlt. Georges Rivière erinnert in der Rolle von Fox mit seinem Auftreten schon ein wenig an Lee van Cleef. Diese Sichtweise ist aber rein optische Natur, denn schauspielerisch und Mimik bezogen kann Rivière, dem guten Lee nicht das Wasser halten. Eine weitere sehr wichtige Figur ist Ethel Rojo als Estella, die sich in ihren Vorhaben nicht immer sicher ist und schnell die Fronten wechselt, wenn sie keinen Ausweg sieht.

Corbucci bringt in seinen Film einige schöne Landschaftsaufnahmen ein, die von einer guten Kameraarbeit dominiert werden. Zur Info sei erwähnt, dass es ein alternatives Ende zu diesem Film gibt, welches sich in den Extras der EMS DVD befindet.

Fazit: Ein guter Corbucci Western, der auf übertriebene Coolness verzichtet und sehr Bodenständig rüberkommt.


8/10

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Zuletzt geändert von sid.vicious am 17.12.2011 12:14, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 16.12.2011 23:32 
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Bei dem hier habe ich den Thread nicht vermisst :lol:

Fand ich echt übel...

Wollte ihn mir schon lange nochmal ansehen, aber mir vergeht immer die lust.

Aus der Erinnerung so 4/10...

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 17.12.2011 10:58 
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Ach das ist doch ein schöner Film. Kein großer, noch meilenweit von Django entfernt, aber deutlich besser als all die frühen Italowesterchen die vor Leone entstanden.

Das alternative Ende der DVD ist wohl das richtige Ende, während die 4 zusätzlichen Min der deutschen Fassung (fast genauso blöde wie das alternative Silenzio Ende) schon nach "gegen den Willen des Regisseurs hinterhergedreht" aussehen. Man sieht jedenfalls deutlich welches Ende Corbucci wollte.


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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 17.12.2011 12:08 
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Das Corbucci-Ende wäre auch für die damalige Zeit in Ordnung gewesen. Immerhin sind ja alle Bösen vorher tot und er kann in den Armen seiner Tochter sterben. Das ist nicht über Gebühr böse. Aber kaputt macht das längere Ende den Film nicht. Bei der Szene mit den Brillengläsern musste ich ein bisschen grinsen. Da sah Mitchell aus wie mein schlimmer alter Chemie-Lehrer. :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 17.12.2011 12:15 
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Stanton hat geschrieben:
Ach das ist doch ein schöner Film. Kein großer, noch meilenweit von Django entfernt, aber deutlich besser als all die frühen Italowesterchen die vor Leone entstanden.



Eben :P

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 17.12.2011 13:50 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Das Corbucci-Ende wäre auch für die damalige Zeit in Ordnung gewesen. Immerhin sind ja alle Bösen vorher tot und er kann in den Armen seiner Tochter sterben. Das ist nicht über Gebühr böse. Aber kaputt macht das längere Ende den Film nicht. Bei der Szene mit den Brillengläsern musste ich ein bisschen grinsen. Da sah Mitchell aus wie mein schlimmer alter Chemie-Lehrer. :lol:

Mensch, jetzt hast du alles verraten.

Nee, wirklich böse ist das nicht, aber trotzdem sterben die Helden nur selten in Genre Filmen, weil das Publikum so was nur selten mag. Es ist jedenfalls immer mutig (weil unkommerziell) Filme so enden zu lassen. Und es dient hier auch keinem anderen Zweck wie z.B. der Tod von Newman in Hombre, der die Botschaft des Filmes verstärkt.
Corbucci macht diese Dinge einfach mal so. Letztendlich ist das Ende von Silenzio vollkommen willkürlich. Er hätte genausogut auch Django schon so zusammenschießen lassen können, wie auch Silenzio als typischer IW Held trotz seines Handicaps hätte locker gewinnen können (wenn auch natürlich ohne die dämlich wundersame Rückkehr des toten Sheriffs im nicht ernstgemeinten Ende).
In Navajo Joe dagegen geht es eher in Richtung des Hombre Endes (autsch, auch noch alles verraten), richtig nötig wäre es aber auch nicht gewesen.

Dafür hat er in Mercenario ein an der Oberfläche konventionelleres Ende bevorzugt als in der Solinas Vorlage. Aber wirklich nur scheinbar.

Corbucci war schon ne Type!


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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 17.12.2011 15:18 
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:evil: Ich wollte gerade Hombre bestellen, aber jetzt ist mir nur noch schlecht !


Hallyday hätte gerne sterben dürfen. Fast hätte es auch geklappt. Aber da wäre Corbucci warscheinlich von 15-jährigen Französinnen über den Globus gejagt worden. :mrgreen:

Das war bei dieser Tonne Cameron Mitchell so nicht zu befürchten

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 18.12.2011 13:34 
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Anti-Hero hat geschrieben:
:evil: Ich wollte gerade Hombre bestellen, aber jetzt ist mir nur noch schlecht !


Hallyday hätte gerne sterben dürfen. Fast hätte es auch geklappt. Aber da wäre Corbucci warscheinlich von 15-jährigen Französinnen über den Globus gejagt worden. :mrgreen:



Manche meinen das er zum Sterben wegreitet. Wie einst Shane. Bin mir bei beiden unschlüssig ob ich das auch so sehen mag.


Zuletzt geändert von Stanton am 27.10.2013 09:51, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 18.12.2011 14:44 
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Stanton hat geschrieben:
Anti-Hero hat geschrieben:
:evil: Ich wollte gerade Hombre bestellen, aber jetzt ist mir nur noch schlecht !


Hallyday hätte gerne sterben dürfen. Fast hätte es auch geklappt. Aber da wäre Corbucci warscheinlich von 15-jährigen Französinnen über den Globus gejagt worden. :mrgreen:


Wie einst Shane. Bin mir bei beiden unschlüdsiig ob ich das auch so sehen mag.



Den nächsten US-Western-Spoiler, danke :lol:

In der deutschen Fassung ist er ja noch ganz zuversichtlich :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 18.12.2011 15:45 
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Anti-Hero hat geschrieben:
Stanton hat geschrieben:
Anti-Hero hat geschrieben:
:evil: Ich wollte gerade Hombre bestellen, aber jetzt ist mir nur noch schlecht !


Hallyday hätte gerne sterben dürfen. Fast hätte es auch geklappt. Aber da wäre Corbucci warscheinlich von 15-jährigen Französinnen über den Globus gejagt worden. :mrgreen:


Wie einst Shane. Bin mir bei beiden unschlüdsiig ob ich das auch so sehen mag.



Den nächsten US-Western-Spoiler, danke :lol:

In der deutschen Fassung ist er ja noch ganz zuversichtlich :lol:


So Sachen weiß doch jeder ...


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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 18.12.2011 16:19 
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Das Ende von Shane. Tolles Dekor, großartig inszeniert. Ein Film aus dem Leone sich viele Inspirationen geholt hat.
Aber man sieht auch was ich an Shane nicht so mag. Die Sentimentalität (nicht untypisch für Stevens) die hier in den Zwischenschnitten auf den Jungen vorhanden ist. Und Ladds Kostün ist blöde, während alle anderen Kostüme klasse aussehen.


Zuletzt geändert von Stanton am 27.10.2013 09:51, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 18.12.2011 17:49 
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Er sieht schon mordsgefährlich aus in dem Kostüm :lol: :lol:

Da ist doch die Italowestern-Version mit Mike Marshall bestimmt besser

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 18.12.2011 20:22 
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Nicht mal im Ansatz. Klar das Kostüm ist Scheiße, aber die Action ist großartig. Und auch relativ derbe für 53. Die Leute wurden damals selten von den Kugeln so weggeschleudert.


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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 18.12.2011 21:38 
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Ich besorg den Film mal. Dann komme ich der Stanton-Definition von guten Actionszenen vielleicht doch noch auf die Spur. :P

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 18.12.2011 22:26 
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Da kann ich dir viele nennen. Hombre (weiß jetzt gerade mal nicht wie ernst das gemeint war) wäre auch ein guter Anfang.

Shane hat aber da nicht allzuviel, weil es ein eher ruhiger Film ist. Findest du nicht das die Szene in dem Clip gut gemacht ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 19.12.2011 01:01 
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Doch, doch, die ist schon gut gemacht. Und hat auch mehr Bums als ich gedacht hätte. So mit 7-8 Jahren hab ich solche Filme mehr geliebt als alles andere.
Abgesehen von den Stürzen der Opfer spielt für mich auch das Schussgeräusch eine Rolle. "Requiem für Django", einer der brutalsten Italo-Western hat ja total lächerlich klingende Schüsse, was auch stört.




Zumindest sehen Hund und Kind in "Vendo cara..." viel sympatischer aus.

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 19.12.2011 02:20 
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MC war so dermaßen öde, dass mir die Worte fehlen. Ich vergebe keine Wertung, was noch geschmeichelt ist und nur aus Respekt vor DJANGO bzw. Corbucci geschieht.

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 19.12.2011 03:17 
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ich sehe den Film mittlerweile viel wohlwollender. Er ist sorgfältiger gemacht als spätere Corbuccis, hat schöne Sets, und Sancho, Pernice und Casas hab ich auch gerne. Mit Mitchell kann ich nicht so mitfiebern und die Szenen von diesem Andy... na gut :lol:


Corbucci hat mal im Interview damit angegeben, dass er Minnesota schon unter seinem echten Namen rausgebracht hat, während Leone noch Bob Sonstwas war. :lol:

Es gibt ja schon Ansätze wie das negative Ende oder die Szene in der Sancho stirbt. Zumindest letztere wäre in einem Schmalzwestern nicht so gemacht worden. In Jonny Oro macht Corbucci weiter, wieder größtenteils biedere Bilder, traditionelle Vorlagen usw. aber mehr als eine heftige Brutaloszene und einen schon fast typischen Italowestern-Charakter. Ich dachte lange, dass Crudeli vor Django gemacht wurde, der Look ist wieder bieder die Geschichte wieder in der US-Historie angesiedelt, aber: eine Brutalo-Szene jagt die Nächste.

Schon ein interessanter Regisseur. (bis 70 wenigstens)

Ich fand die Synchro übrigens gut. Für 1967 zwar unglaublich altbacken,aber sehr nett anzuhören

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 19.12.2011 10:41 
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Für mich ist MC schon ein richtiger IW. Und ein großer Schritt weg von den frühen Simpel Filmchen.
Corbuccis wirklicher Fehler war Cameron Mitchell. Der macht seine Sache zwar nicht schlecht, aber er ist halt kein richtiger IW Held. Mit einem jüngeren zugkräftigen Darsteller wäre MC wahrscheinlich sogar ein Erfolg geworden, und ein Klassiker des Genres. Dem Film fehlt einfach nur ein cooler Star.
So aber ist er im Vergleich zu Für eine Handvoll Dollar komplett untergegangen.

Ich finde ihn besser als Johnny Oro und Die Grausamen und als seine letzten 3. Sein siebtbester sozusagen.


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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 19.12.2011 18:56 
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wieso müssen denn filme immer erfolge sein um besser zu sein? dieser hier hat mir sehr gut gefallen,
ganz einfach weil er mir gefallen hat und aus diesem grund gefällt er mir auch noch immer!
ist mir völlig pups wie alt der hauptdarsteller ist & die ganzen vergleiche haben eh keinen sinn.

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 19.12.2011 20:45 
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Ich habe nirgends gesagt das ein Film besser sei wenn er erfolgreich ist. Das wäre auch eine ziemlich absurde Aussage.

Ich wollte nur zum Ausdruck bringen das MC mit einem Hauptdarsteller der beim Publikum angekommen wäre, ein Erfolg geworden wäre. Oder hätte werden können.

Mir ist auch egal wie alt ein Hauptdarsteller ist, solange er in den Film passt.


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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 19.12.2011 23:08 
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naja Franco Nero hätte ich jetzt kein halbblindes Wrack abgekauft. Aber vllt. wieder eine Ghidra/Cleef- Rolle ?

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 19.12.2011 23:18 
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Stanton hat geschrieben:
Mir ist auch egal wie alt ein Hauptdarsteller ist, solange er in den Film passt.


Sehe ich selbstredend auch so. Nur, in diesem Film passte der Mitchell imo ziemlich gut zur Anlage des Charakters. Hat mich in diesem Fall daher nicht gestört.
So etwas ist eben auch ein Problem des Starsystems. Ich denke, da hatten die Produzenten schlicht aufs falsche Pferd gesetzt, und sich beim Luren auf die Publikumsgunst verhauen. Die hatten Mitchells Bekanntheitsgrad, den er in den USA ja auch in gewissem Maß hatte, wahrscheinlich überschätzt: In Europa, wo er ab Beginn der 60er drehte, hat er sich ja nie groß durchsetzen können.
Ansonsten ist MC doch über dem SW-Schnitt - und das nicht nur in Anbetracht seines frühen Enstehungsdatums. Obwohl ... das Ende *Hust*.

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 20.12.2011 10:46 
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Das *Hust* oder auch *Würg" Ende ist ja auch nicht das Original Ende ...

Aber ich denke das Mitchell nie ein wirklicher Star war, oder wenn dann erst später im TV in High Chapparal.

Damals war er nur ein Nebendarsteller, und in Europa in einem Billig Western zu drehen bedeutete damals eigentlich nur das er in den USA keine vernünftigen Rollen mehr bekam. Fast alle US Darsteller im IW waren in der Heimat gescheiterte Ex-Stars, oder welche die nie den Durchbruch geschafft hatten.


Zuletzt geändert von Stanton am 20.12.2011 10:53, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 20.12.2011 10:49 
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Anti-Hero hat geschrieben:
naja Franco Nero hätte ich jetzt kein halbblindes Wrack abgekauft. Aber vllt. wieder eine Ghidra/Cleef- Rolle ?


Das ist ja schon der kommerzielle Fehler. Kein Wrack, sondern ein dynamischer Held mit einem Gebrechen (er erblindet zusehends, das kann ja auch z.B. durch eine Schußverletzung begründet sein)


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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 01.05.2012 11:17 
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Achja am Sonntag hab ich mir den Film mal wieder gegeben, das letzte mal sah ich ihn als die EMS dvd erschienen ist...
Hatte ihn sehr schlecht in erinnerung, aber eigentlich geht er doch , werde meine Wertung um ein Pünktchen anheben auf 5/10.
Teilweise sehr schöne Aufnahmen die gelungen sind, Sancho ist wieder mal toll. Der Trompetenscore ist auch I.O.
Nur der Mitchell mit seinem Aufgedunsenem Gesicht war nicht so mein Fall...
Warum weiss ich auch nicht??? Obwohl er es eigentlich recht gut rüber brachte mit seinen defekten Augen :lol:
Und Sanchos Geliebte war ja mehr als ne wucht :P
Der Film war eher von der langsamen Sorte und es wurde viel gelabert, das hat mir nicht so zugesagt.
Für mich flutscht der Film einfach nicht so richtig, da schau ich lieber ein billigeres Machwerk das besser flutscht :mrgreen:

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Übrigens das mit der Brille am ende, hahaha, klar schaut so eine durchschossene Brille aus :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 26.10.2013 23:46 
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So, Sportstudio vorbei. Jetzt Sidney Portier und Kirsty Alley (150Pfund leichter)?? Neeeee, heute mal Minnesota Clay als midnight movie. Ich bin gespannt - der zweite Corbucci an diesem Abend. Es kann nur besser werden........ ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 27.10.2013 00:13 
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astronomo hat geschrieben:
Es kann nur besser werden........ ;)


spätestens nach MC, wenn dann hoffentlich Johnny Oro und I Crudeli folgen. :ugeek:

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 27.10.2013 03:52 
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Den hatte ich mal für 2 Euro vom Grabbeltisch mitgenommen - Himmel, war der öde! War echt froh, nicht mehr dafür bezahlt zu haben.

Edit: Merke gerade, dass ich schon mal über den gelästert hatte. "Gut, halt ich's Maul" (Arnold Marquis [VIER FÄUSTE GEGEN RIO]) :P

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 Betreff des Beitrags: Re: MINNESOTA CLAY - Sergio Corbucci
BeitragVerfasst: 27.10.2013 16:33 
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Also für mich ist der Film immer noch ein Geheimtip und zählt sogar zu meinen Lieblingsitalos.


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