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 Betreff des Beitrags: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 12.05.2011 09:42 
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Mörder des Klans (Prega il morto e ammazza il vivo; ITA 1971)
R: Giuseppe Vari

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Dan Hogan hat mit seiner Bande bei einem Überfall 100.000 Dollar in Gold erbeutet. Auf einer kleinen Ranch warten sie auf dessen Freundin Daisy, die das Gold transportiert. Dort treffen sie auf einen mysteriösen Unbekannten namens John Webb. Er bietet den Banditen an sie über die Grenze nach Mexiko zu bringen, für die Hälfte des Goldes.

Ende der 40‘er Jahre begann der 1916 geborene Römer Giuseppe Vari in der Filmbranche als Cutter Fuß zu fassen, häufig arbeitete er bei Filmen von Regisseur Giorgio Simonelli. Simonelli ist bei uns am ehesten bekannt durch seine in den 60’ern entstandenen Westernkomödien mit dem Komikerduo Franco Franchi und Cicco Ingrassia. Der bekannteste Film bei dem Vari mitwirkte war Federico Fellinis 1955 entstandenes Drama Il bidone (Die Schwindler). In den 50’ern ging er dann darauf über einige Filme, hauptsächlich Melodramen, zu inszenieren, die leider nie den Weg in den deutschsprachigen Raum gefunden haben. Zm Ende der 50’er hin machte er dann einen Ausflug ins damals äußerst populäre Peplum-Genre, in dem er mit La vendetta dei barbari (Kampf um Rom), I normanni (Die Normannen) und Roma contro Roma ein paar ordentliche Sandalenstreifen ablieferte.

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Und da Vari immer mit der Zeit ging, war die logische Folge, dass er nach dem Abebben der Peplumphase zum Western überging. Im Jahre 1966 war es dann soweit und er inszenierte mit dem Film Degueyo (Für Dollars in Jenseits) seinen ersten kleinen Western, auf den noch eine Handvoll weiterer Folgen sollten. Varis Western sind allesamt kurzweilig und unterhaltsam und so bestens geeignet für einen vergnüglichen Westernabend. Sein Erstling Degueyo ist ein harter Rachewestern, in dem Giacomo Ross-Stuart den Tod seines Vaters rächen will. Dabei steht ihm allerdings der üble Ramon (Dan Vadis) im Weg, der, ähnlich wie Eduardo Fajardo in Mario Caianos Sette pistole per un massacro (Das Todeslied von Laramie), gleich eine ganze Stadt zur Geisel nimmt. Danach folgten der gefinkelte Un poker di pistole (Poker mit Pistolen), mit einem undurchsichtigen George Hilton und George Eastman in den Hauptrollen, und L’ultimo killer (Rocco- ich leg dich um), in dem sich Eastman von Revolvermann Anthony Ghidra ausbilden lässt um sich an den Mördern seines Vaters zu rächen. Nach dem eher langatmigen Un buco in fronte (Ein Loch in der Stirn) war der recht kurzweilige und flotte Con lui cavalca la morte (Tödlicher Ritt nach Sacramento) sein letzter Western in den 60’ern, in dem sich Mike Marshall als Pony Express Reiter durchschlägt.
Im Jahre 1971 gab’s dann nochmal einen kleinen Nachschlag und es folgten zwei weitere kleine Western, nämlich der von mir leider nicht gesehene Il 13º è sempre Giuda mit Donald O’Brien und Dino Strano und eben Prega il morto e ammazza il vivo, in dem Strano ebenfalls eine größere Rolle spielt.

Prega il morto e ammazza il vivo ist nun ein ganz spezieller und wunderbarer kleiner Western. Im Zentrum des Films steht das Psychospielchen zwischen dem Räuberhauptmann Dan Hogan und dem unbekannten Fremden John Webb. Gespielt wird Hogan von Klaus Kinski, der hier als psychopatischer und leicht cholerischer Banditenboss eine erstklassige Darbietung abliefert (Reed (leicht süffisant): "Der unschlagbare Hogan, der Größte von Allen, der Beste, der Cleverste und dann lässt er sich von einer Frau reinlegen oder legt uns mit ihr rein"). Hogan zur Seite steht der fiese Reed, der sich von Webb aufstacheln lässt und sich so mit seinem Boss in die Haare bekommt. Reed wird mit Dino Strano von einem der bekannteren Nebendarsteller des Genres dargestellt, dessen Gesicht recht häufig mal kurz, mal etwas länger über die Leinwand huscht. In Ferdinando Merighis trashigem Western Allegri becchini... arriva Trinità durfte der ewige Schurke sogar mal den Helden mimen.
Auch die restliche Bande besteht aus bekannten Gesichtern, unter ihnen finden sich Mimmo Maggio, Goffredo Unger und Aldo Barberito. Hogan gegenüber steht der wortkarge John Webb, ein mysteriöser Unbekannter, von dessen Motiven sich der Bande anzunehmen zunächst nichts bekannt ist. Webb versucht Zwietracht unter den Bandenmitgliedern zu sähen und stachelt sie gegenseitig an (Hogan: "Vielleicht arbeitest du mit diesen Texasrancher zusammen." – Webb: "Vielleicht arbeite ich auch mit einem deiner Männer zusammen"). Gespielt wird Webb von Paolo Casella, der mit Kinski bereits ein Jahr zuvor in Mario Costas La belva zusammen arbeiteten durfte. Als etwas dümmlicher Kutscher Carl gibt es auch noch ein Wiedersehen mit Fortunato Arena (Carl: "Aber das ist er ja, Dan Hogan." – Green: "Ach, halt die Luft an du Affe"). Als alten Ranchbesitzter gibt’s auch noch Dante Maggio zu bestaunen, der ein wenig Humor in die ganze Angelegenheit bringt.

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Der Film ist in zwei Teile gespalten, während man sich in der ersten Hälfte auf einer kleinen Ranch namens Jackal‘s Ranch aufhält, spielt sich die Zweite in der Wüste ab. Die kleine Ranch und Raststation wurde von Hogan als Treffpunkt ausgewählt. Dort wartet er mitsamt seiner Bande auf seine Freundin Daisy, in deren Kutsche das geraubte Gold versteckt wurde. Die kommt natürlich nicht ganz freiwillig, hat der gute Dan doch ihr gemeinsames Kind entführt. In der Station befindet sich bereits der Fremde John Webb, der Hogan anbietet ihn für einen Teil des Goldes durch die Wüste nach Mexiko zu führen, was dieser allerdings mehr als lachhaft findet. Da sein geplanter Führer Sam ins Gras gebissen hat muss er aber letztendlich auf Webbs Angebot eingehen. Die Lage in der kleinen Station spitzt sich zu als eine Postkutsche dort halt macht um eine Pause einzulegen. Hogans Männer nehmen die Fahrgäste als Geiseln und die Spannungen zwischen den in dem kleinen Raum zusammengepferchten Menschen heizen sich auf. Als Hogan das Gold endlich in den Händen hält beginnt eine nervenzerfetzende und tödliche Reise durch die Wüste, die ihn und seine Männer über die Grenze ins sichere Mexiko führen soll.

Giuseppe Vari hatte bei diesem Film sicherlich ein mehr als bescheidenes Budget zur Verfügung. Weshalb auch die Einschränkung auf gerade mal zwei Hauptschauplätze eine weise Entscheidung war. Vari gelingt es im Besonderen auf der kleinen Ranch eine spannende und aufgeheizte Atmosphäre zu erzeugen. Webbs Spielereien mit der Bande, er spielt sie Gegeneinader aus, verstärkt dies noch einmal und kostet sogar einem der Mitglieder das Leben. Als sich das Geschehen in der zweiten Hälfte des Films in die Wüste verlagert geht ein wenig die fesselnde Spannung verloren ohne allerdings groß an Qualität einzubüßen.

Die Geschichte ist zwar recht dünn ausgefallen, konzentriert sich dabei aber auf das Wesentliche, den Psychospielchen und Konflikten der Menschen. Der Film lebt vor allem von seiner dichten Inszenierung und der hervorragenden Kameraarbeit. Durch jede Menge Close-ups, Zooms und andere Spielereien sowie einigen großartigen Einstellungen gelingt es diese aufgeladene Spannung sehr gut einzufangen. Die famosen Gesichter der Darsteller sind häufig in Großaufnahme gefilmt und am Rande des Bildes gesetzt worden. Überhaupt sind die Darsteller sehr gut ausgewählt worden und passen nahezu perfekt in ihre Rollen. Unterstützt wird diese Stimmung noch durch die Hintergrundgeräusche, die aus Grillenzirpen, Gelächter sowie Pfeiflaute besteht. An der Kamera war mit Franco Villa ein echter Spezialist am Werk, der an einigen Klassikern mit werkelte sich aber auch für Trash nicht zu schade war. Das Drehbuch verfasste der Autor Adriano Bolzoni, der unter anderem an den Büchern zu Carlo Lizzanis Requiescant und Sergio Corbuccis Il Mercenario beteiligt war. Äußerst gelungen und durchaus ungewöhnlich ist auch die Musik von Mario Migliardi. Dazu gibt’s noch zwei wunderbare Lieder mit den Titeln Who ist that man und I’m not your pony.

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Der Film wurde im deutschsprachigen Raum glaube ich erst von Pro7 aufgegriffen und von dieser Zeit stammt wohl auch die deutsche Synchro. Dafür ist sie recht gut geworden wenn sich auch einige Schwächen aufzuweisen hat. Bei diesen Neusynchros hat man aber schon wesentlich schlimmeres gehört. Im Gegensatz zu den neueren Koch Scheiben fehlt hier die italienische Sprache was etwas ärgerlich ist. Ansonsten kann sich die Bildqualität sehen lassen auch wenn der Streifen glaub ich im falschen Bildformat daherkommt. Eine Neuauflage wäre daher wünschenswert.

Prega il morto e ammazza il vivo ist für mich ein kleines Meisterwerk und eines dieser recht unbekannten Juwele, die das Genre hervorgebracht hat. Dank einer guten Geschichte, tollen Darsteller, einer schönen ungewöhnlichen Musik und Geräuschkulisse und vor allem dank einer hervorragenden Inszenierung und Kameraarbeit wird der Film zu einem großen Vergnügen, der bei jeder Sichtung sogar noch an Qualität gewinnt. Nicht nur Genre und Kinski Fans sollten sich den Film zu Gemüte führen sondern auch alle anderen können hier ruhigen Gewissens einen Blick riskieren. Nur sollte man auf keinen Fall einen herkömmlichen Italowestern erwarten, denn reine Actionfans werden hier bestimmt nicht auf ihre Kosten kommen.

Links:
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Trailer:
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Titellied instrumental:
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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 12.05.2011 11:59 
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Das mit der ordentlichen TV-Synchro kann ich bestätigen. Ich fand den Film, trotz seiner guten Machart ziemlich langweilig, konnte auch nicht mit Casella warm werden. Obwohl ich sagen muss, dass man Vari immer zwei Chancen geben soll. Ein Loch in der Stirn fand ich bei Tele 5 noch ziemlich mäßig, jetzt gehört er zu meinen Lieblingswestern, und auch Rocco ist in meiner Gunst gestiegen. "Jenseits" dagegen ist und bleibt Varis Meisterwerk. 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 12.05.2011 17:34 
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Danke für das schöne Review :)

Schliesse mich da aber eher meinem Mod Kollegen an, hat mich nicht vom Hocker gehauen ist aber Solide...
Hab den schon lang nimmer gesehen und kann mich nur noch daran erinner das der Kinski die glaub ich zu Fuss über nen Berg gejagt hat.... Oder? Null Erinnerung an den Film, sollte ich mal wieder schauen, aber ich komm nicht dazu, da ich lieber gerne was neues schaue :D

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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 11.01.2013 22:12 
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Ein paar Screenshots von der neuen Koch-Scheibe:
(gab es heute bereits beim Libro, keine Ahnung wieso :? )

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Die Bildqualität halte ich für passabel, sie erreicht aber leider bei weitem nicht das gewohnte Koch-Niveau...


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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 11.01.2013 22:21 
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dicfish hat geschrieben:
... gab es heute bereits beim Libro, keine Ahnung wieso :? ...

Waren wohl gestern in der Auslieferung laut Michael. Navajo Joe kommt aber später.

Wie sieht das Digipak aus? Kannst du Fotos machen?


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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 11.01.2013 22:58 
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Bitte sehr!

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Und hier der italienische Trailer im richtigen Bildformat:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 11.01.2013 23:11 
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Oh weh, von dem Teil habe ich die alte Auflage. "Irgendwie" im Laufe der Jahrhunderte vergessen, trotz Kinski. Sehr peinlich.

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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 12.01.2013 00:51 
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@ dicfish: Danke! Sieht doch ganz gut aus. Aber - Kein Schuber, right? Und der Tarantino-"Splash" ist auch fest drauf, was?
Und noch 'ne Frage: Keine Nummerierung? Also kein Zwang zu Kaufen? ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 16.01.2013 01:22 
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- kein Schuber
- fest drauf
- keine Nummerierung

;)

Habe mir den Film gerade eben angesehen.
Ich finde das Drehbuch für einen Italowestern hochgradig spannend, und was Vari mit seinem winzigen Budget damit anstellt ist ebenfalls fantastisch.
Franco Villas sehr schöne Kameraarbeit und Migliardis ungewöhnlicher Score verhelfen dem Film zu einer sehr faszinierenden Atmosphäre.
Zwei Kritikpunkte: 1) leichte Pacing-Probleme & 2) Der Kiesgrubenlook in der zweiten Hälfte
Lässt sich aber beides verschmerzen. Vor allem da Kinski mitspielt :D

7/10


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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 16.01.2013 02:18 
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Ist die Musik aus dem Trailer wirklich aus dem Film? Dann ist das Ding gekauft.

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Suche "Maigret und sein gößter Fall" Regie: Alfred Wiedenmann. DVD von 3L


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 Betreff des Beitrags: Re: AW: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 16.01.2013 08:13 
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Gibt es denn eine technische oder Ausstattungsmäßige Veränderung zur alten Auflage?

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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 16.01.2013 08:38 
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@italo: Ja! :) Kaufbefehl!

@gigant:
Habe leider die alte DVD nicht...


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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 16.01.2013 09:00 
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dicfish hat geschrieben:
@italo: Ja! :) Kaufbefehl!

@gigant:
Habe leider die alte DVD nicht...



Der Song ist ja richtig cool für einen Italo Western!

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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 16.01.2013 11:28 
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Hat die neue DVD eine italienische Tonspur und komplette UTs?


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 Betreff des Beitrags: Re: AW: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 16.01.2013 12:23 
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gigant hat geschrieben:
Gibt es denn eine technische oder Ausstattungsmäßige Veränderung zur alten Auflage?

Gesendet von meinem Nexus 10 mit Tapatalk 2


Besseres originales Bildformat....

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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 16.01.2013 14:07 
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italo hat geschrieben:
Ist die Musik aus dem Trailer wirklich aus dem Film? Dann ist das Ding gekauft.


Ich habe den Soundtrack zu Hause und der ist richtig Spitze und für einen Western auch recht ungewöhnlich. Ähnlich stark wie Migliardis Soundtrack zu Matalo, der aber noch ein wenig spezieller ausgefallen ist. Trägt auf alle Fälle ganz viel zum Gelingen dieser kleinen Perle bei. Den kannst du dir ruhigen Gewissens zulegen Italo. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 16.01.2013 15:36 
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Der Matalo Soundtrack ist göttlich, wenn dieser hier ansatzweise mithalten kann, dann wäre das schon was.

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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 16.01.2013 15:42 
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Der Soundtrack lohnt sich ungemein. Er wurde zusammen mit Una lunga fila di croci und Tutti per uno, botte per tutti veröffentlicht. Darauf sind immerhin neun Tracks enthalten. Una lunga fila di croci lohnt sich übrigens ebenfalls, ganz toller Soundtrack.

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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 18.01.2013 13:59 
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Hier mal ein Vergleich der alten und neuen Auflage des Films. Auf den ersten Blick gefällt mir die Erstauflage, trotz falschem Bildformat, sogar besser. Ich habe das Teil aber noch nicht am Fernsehen gesehen.

alt (oben)
neu (unten)

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Zuletzt geändert von nerofranco am 18.01.2013 14:02, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 18.01.2013 14:02 
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Warum ist die eine Szene plötzlich Nacht ??

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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 18.01.2013 14:04 
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Die Szene spielt eigentlich in der Nacht und nicht am Tag. Die Neuauflage ist hierbei also korrekt.


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BeitragVerfasst: 18.01.2013 14:07 
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Achso, genau , danke für die ganzen Bilder ;)

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BeitragVerfasst: 18.01.2013 14:24 
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Beim Blick auf die Screenshots muss ich sagen, dass mir die Quali der Erstauflage eher zusagt.

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BeitragVerfasst: 18.01.2013 14:27 
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Ja, die Erstauflage gefällt mir auch ein wenig besser, sieht irgendwie natürlicher aus. Aber die Neuauflage lohnt sich allein schon wegen der zwei Extras, die jetzt mit an Bord sind.


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BeitragVerfasst: 18.01.2013 14:39 
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Bestellt habe ich die Neuauflage noch nicht, aber ich werde mal in den großen Märkten schauen.

Momentan warte darauf, dass die hier in der Post sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 20.01.2013 20:12 
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Nun folgte auch hier die zweitsichtung und ich bin wirklich erstaunt wie sehr mir der film jetzt gefallen hat ! Zwar seh ich ihn immer noch im durchschnittstopf, aber im vergleich zur ersten sichtung... ;)
Auch hier find ich die koch dvd wieder sehr ansprechend ! Finde die neuauflage besser als die alte, nicht nur was das bildformat angeht, obwohl das viel ausmacht !

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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 22.01.2013 21:25 
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Alternativer Titel: Shoot the Living and Pray for the Dead
Produktionsland: Italien
Erscheinungsjahr: 1970
Regie: Giuseppe Vari
Drehbuch: Adriano Bolzoni
Kamera: Franco Villa
Schnitt: Giuseppe Vari
Musik: Mario Migliardi
Länge: ca. 91 Min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Klaus Kinski, Victoria Zinny, Paolo Casella, Dino Strano, Anthony Rock, Dante Maggio


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Nach einem Überfall treffen sich Dan Hogan und seine Bande auf einer Telegraphenstation. Dort wartet man auf Hogans Freundin Daisy und die Beute des Überfalls. Als sein Fremder namens John Webb dazukommt, fordert dieser ebenfalls einen Teil der Beute. Nach und nach stellt sich heraus, dass der Fremde ganz andere Absichten hat.

Paolo Casella ist in der Rolle des Fremden John Webb der erste Teilnehmer im Gewinnspiel um das geklaute Gold, den man zu Gesicht bekommt. Und siehe da, Casella macht auch gleich einen sehr guten Eindruck. Der mögliche Sympathiebonus bestätigt sich im weiteren Verlauf des Films und man kann Casella eine gute Leistung bestätigen.

Der Part von Dan Hogan wird von Klaus Kinski dargestellt und es bedarf nur ein paar Minuten nach seinem Eintreffen, bis es zum ersten Wutausbruch kommt. Klaus beschränkt sich auf sein übliches Spiel, nämlich fies zu sein und dabei den ein oder anderen Anfall zu bekommen. Allerdings ist nicht das, was wir an ihm schätzen und das was wir von ihm sehen wollen?

„Seit ich dich gesehen habe, kann ich dich nicht ausstehen!“ (Dan Hogan)

Varis Western geht nicht allein die Spur der Revolverschwingenden Pistoleros, sondern weiß durchaus auf Suspense und ein Psychospiel zu setzen. Dieses hat mit der damit verbundenen konstanten Steigerung den Vorteil, dass der Film den Zuschauer für sich gewinnen kann. Alles ist ein Spiel mit versteckten Karten und bevor man diese ausspielen kann, hat man meist schon ins Gras gebissen.

Der Film ist im Prinzip in zwei Bereiche unterteilt, was seinen Präsentationsrahmen anbelangt. Zum einen der Start in der Telegraphenstation, der seine Atmosphäre in den abgedunkelten Räumen und seinen schrägen Insassen findet. Zum anderen die Wüste, in der eine sich gegenseitig hassende Gesellschaft die Reise nach Mexiko antritt. Sollte die Atmosphäre und Stimmung innerhalb der Sandlandschaften den Zuschauer ein wenig an Monte Hellmans „Shooting“ erinnern, so kann man ihm diesen Eindruck nicht absprechen. Natürlich kann Varis Film nicht die Art von depressiven Bildern vermitteln wie es „The Shooting“ konnte, allerdings befindet sich Vari auf einem guten Weg.

Die Musik die den Film begleitet ist recht untypisch für einen Italo-Western. Die Klänge sind eher psychedelischer Natur und nicht die ansonsten gern genutzten Hymnen für unrasierte Desperados.

Fazit: Ein sehr guter und aus meiner Sicht auch sehr unterbewerteter Italo-Western.

8/10

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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 31.01.2013 01:03 
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Ich habe den Film heute erstmals gesehen.
Man sieht dem Film sein begrenztes Budget an aber trotzdem entwickelt er sich in eine spannende Richtung. Die erste halbe Stunde hat etwas von Kammerspielinszenierung, was mir aber ganz gut gefällt. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und die Story ist wirklich gelungen. Die Musik ist ganz anders, als man es in Italo Western gewohnt ist, was dem Film aber gut tut.
Alles in allem, ein spannender, unterhaltsamer und atmosphärischer Italowestern, der eher ein amerikanischer Western aus den siebziger Jahre sein könnte.
Eine kleine Westernperle mit einem großartigen Klaus Kinski.

7/10

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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 06.12.2013 18:18 
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Hab ihn jetzt zum ersten Mal gesehen und muss sagen, für mich ist dieser Film trotz Kinski unterdurchschnittlich.
Die Geschichte ist langweilig, die Musik grauenhaft und überhaupt nicht passend. (Passt m.E. eher bei einem Film wie DER BASTARD)
Die Action-Szenen (falls man die überhaupt als solche bezeichnen kann, denn außer ein paar vereinzelten Umlegungen und einer Schlägerei gibt´s ja nichts) und Kinski sind das einzige, was diesen Film unterhaltsam machen.
Bei den Morden hat sich Bolzoni ein paar ganz nette Sachen einfallen lassen, wie z.B. die Szene als Kinski die Millionärstussi einfach im Schlammloch untergehen lässt.
Sehr gut gefallen hat mir auch die eine Einstellung im Stall (Nahaufnahme Gesicht mit weit aufgerissenen Augen) und die Szene als Kinski den einen, der ihm gesagt hat, dass Webb fliehen wollte, umgelegt hat.

Fazit: Unterdurchschnittlicher Western, der außer den Actionszenen und Kinski nichts zu bieten hat.
Auf jeden Fall einer der schwächeren Varis.
3,5/10


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 Betreff des Beitrags: Re: MÖRDER DES KLANS - Giuseppe Vari
BeitragVerfasst: 15.06.2015 11:43 
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Das Teil dreht sich überwiegend um Kinski und wird auch fast allein von ihm getragen.Trotzdem macht auch sein Widersacher Casella eine gute Figur,lebt länger und nimmt am Schluß die hübsche Patrizia Adiutori mit.Überhaupt ist hier alles recht gut fotografiert,was mit zunehmender Laufzeit zwar etwas nachläßt,dafür gewinnt dann aber die Geschichte an Fahrt.
Prega il morto e ammazza il vivo wurde ungefähr zur selben Zeit wie Il tredicesimo e sempre Giuda produziert und ist ein gutes Stück besser geraten.Deswegen bekam er wahrscheinlich auch eine dt. Synchro spendiert und der andere nicht ...
Nein,nur Spaß.Das hängt natürlich einzig und allein mit Klaus zusammen.
Ziehe 6,5/10 und laß es mal gut sein mit dem kleinen Vari Revival,bis dann endlich und hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft,sein erster - Für Dollars ins Jenseits rund gemacht wird.


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