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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 19.03.2011 22:36 
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Ich würde den Streifen mal als "ganz nett" bezeichnen.
Natürlich habe ich keinen Meilenstein erwartet, aber das
geringe Budget fällt doch arg negativ ins Gewicht.
Von den Logikfehlern mal ganz abgesehen.
In Sachen Ton/Bild ist allerdings mal wieder ganze Arbeit
geleistet worden, Respekt dafür.

Alles in allem bin ich ja grundsätzlich durchaus ein Freund
von Herrn Steffen, aber "Shango..." kann aus meiner Sicht
die Erwartungen nicht im Ansatz erfüllen.
Schade, da hätte ich mehr erwartet


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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 15.06.2011 10:16 
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Shango ist ein Ranger der Nordstaaten und soll die letzen versprengten Truppen des Südens zur Kapitulation bringen. Droster, ein Offizier der Südstaaten überfällt die Kompanie der Nordstaatler und tötet alle, bis auf Shango, den er in einem Käfig gefangen hält. Droster terrorisiert unterdessen, mit einigen mexikanischen Verbündeten, ein kleines Dorf. Droster vermeidet es, dass man erfährt, dass der Krieg vorüber ist, um so weiterhin seinen Machenschaften nachgehen zu können.

„Shangos letzter Kampf“ ist ein sehr ungewöhnlicher Italo-Western, der sich auch anderer Genre-Elemente bedient. Einige Situationen erinnern durchaus ein wenig an das spanische Horrorkino der 70er Jahre. Anthony Steffen trägt in seiner, zum Anfang des Films, sehr leidend wirkenden Art, durchaus dazu bei. Des Weiteren wird eine Szene dargeboten, in der auf einem Dorfplatz einige Frauen bis zum Hals eingegraben werden und anschließend kleine Gräben ausgehoben in denen sich später brennendes Öl befindet. Ein Ambiente, das in dieser Form sehr untypisch für einen Italo-Western ist.

Regisseur Edoardo Mulargia, kann zwar nicht in die depressiv, nihilistische Vorgehensweise umsetzen, wie es Giulio Questi bei „Töte, Django“ gelungen ist, beschreitet dennoch einige interessante und sehr querdenkende Pfade. Pfade die vereinzelnd schon surrealistisch wirken.

Fazit: Extravaganter und interessanter Italo-Western, der auf dumme Dialoge verzichtet und auf ein düster, depressives Gesamtbild aus ist, das mit zahlreichen Brutalitäten untermauert wird.

7/10

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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 15.06.2011 14:11 
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Ich sollte mir den Film unbedingt noch einmal ansehen. Bei meiner Erstsichtung hab ich mich zu sehr über Anthony Steffen aufgeregt weil ich ihn selten so schlecht spielen gesehen hab. Vielleicht lags auch an der Synchro, ich weiß nicht mehr so genau, ich mag Steffen normalerweise recht gern.


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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 13.07.2011 12:41 
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nerofranco hat geschrieben:
Ich sollte mir den Film unbedingt noch einmal ansehen. Bei meiner Erstsichtung hab ich mich zu sehr über Anthony Steffen aufgeregt weil ich ihn selten so schlecht spielen gesehen hab. Vielleicht lags auch an der Synchro, ich weiß nicht mehr so genau, ich mag Steffen normalerweise recht gern.



Einfach noch mal ansehen, der Film hat durchaus ein paar gute Momente.

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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 12.03.2012 10:40 
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In einem Nest irgendwo an der mexikanischen Grenze verstecken sich eine Abteilung der Armee der Südstaaten unter der Leitung von Major Droster und eine mexikanische Banditenbande, die mit den Südstaatlern gemeinsame Sache machen. Der Grund ihrer Zusammenarbeit ist ganz einfach zu erklären: es geht um Gold und nur einer scheint zu wissen wo es versteckt ist: Shango.

Regisseur und Drehbuchautor Edoardo Mulargia hat uns mit einigen herrlichen Genrebeiträgen beschenkt. Die für meinen Geschmack besten Filme des meist unter dem Pseudonym Edward G. Muller agierenden Mulargia sind der wunderbar schräge El Puro, mit Robert Woods als desillusionierten Titelhelden und Vaya con dios, Gringo mit Glenn Saxson und Dino Strano. Den Abschluss seines Westernoeuvres bildete der ebenfalls sehr gute W Django (Ein Fressen für Django), in dem Anthony Steffen den Mord an seiner Frau rächt. Sein einziger Rohrkrepierer war der vollkommen uninspirierte Rimase uno solo e fu la morte per tutti! (Dakota- Nur der Colt war sein Gesetz), den er mal schnell zwischen Shango und W Django eingeschoben hat. Mit seinem Hauptdarsteller Anthony Steffen drehte Mulargia insgesamt sechs Filme zusammen, darunter befindet sich auch der Giallo Al tropico del cancro (Inferno unter heißer Sonne), den die Jungs von Camera Obscura in Kürze auf DVD rausbringen werden. Da bin ich schon ganz heiß drauf.

Bild Bild Bild Bild Bild

Ein Jahr vor seinem letzen Western W Django inszenierte Mulargia 1971 diesen mehr als interessanten und vor allem unterhaltsamen Genrebeitrag. In ihrer Art und Weise sind sich diese beiden Filme sehr ähnlich. Nicht nur das Anthony Steffen in beiden Filmen die Hauptrolle spielt auch den düsteren, nihilistisch anmutenden Grundtenor haben sie gemeinsam. Steffen spielt hier die Titelgebende Figur Shango, ein Ranger, der mit den Nordstaatlern kooperiert. Shango führt einen Trupp Nordstaatler durch undurchsitiges Gelände wird dabei aber von Major Droster und seinen Soldaten überfallen. Dabei kommen sämtliche Soldaten der Nordstaaten ums Leben nur Glückspilz Shango überlebt. Das Ziel dieser Aktion von Droster war die Erbeutung eines erheblichen Goldschatzes allerdings hatten die Nordstaatler nichts bei sich. Somit wird Shango gefangen genommen da man sich von ihm Informationen über den Aufenthaltsort des Goldes erhofft. Mit der nicht ganz freiwilligen Hilfe von Droster kann Shango aber entkommen und gemeinsam mit den unterdrückten Stadtbewohnern macht er sich auf die Gegend von den Südstaatlern und den mexikanischen Banditen zu säubern.

Für Anthony Steffen ist Rolle des geschundenen und gequälten Shango eine Paraderolle, was ja auch kein Wunder ist da sich Steffen die Rolle selbst auf den Leib geschrieben haben dürfte. Er hat nämlich gemeinsam mit Mulargia am Drehbuch rumgewerkelt. Sein härtester Konkurrent ist Eduardo Fajardo als Südstaatenmajor Droster, der sich mit seinen Halunken von Soldaten einen Goldschatz unter den Nagel reißen möchte. Fajardo ist hier böse und diabolisch wie immer in seinen Schurkenrollen und hat einen leichten Hang zum Irrsinn bis er zum Ende des Films sogar völlig dem Wahnsinn verfällt. Die Geschichte ist wiedermal ziemlich durchschnittlich, es geht wie so oft um Gold um das sich so manche böse Buben streiten. Der mexikanische Banditenchef Martinez, der mit Droster zusammenarbeitet, ist eine tolle Rolle für Maurice Poli. Attilio Dottesio hat hier mal ne größere Rolle als Stadtoberhaupt Fernandez, der Shango gesund pflegt und gemeinsam mit ihm und den Männern der Stadt die bösen Buben platt macht. Frauen dürfen leider nicht mitmachen und müssen sich stattdessen in der Stadt von den Bösewichtern herumkommandieren lassen. Einmal werden sie sogar bis zum Hals in die Erde eingebuddelt und rund um sie Feuer gelegt. Eine wunderbar bösartige Szene hat Spartaco Conversi als er die arme Rosaria aus ihrem eigenen Haus, sagen wir mal abholt, damit sein Chefchen Martinez die Nacht nicht ganz so einsam verbringen muss ("Il mio capo Martinez è molto solo, molto triste, he, he, he"). Deren Ehemann ist davon allerdings nicht gerade begeistert und holt deshalb zum Gegenschlag aus. Was dabei herauskommt kann man sich vorstellen. In Minirollen kann man noch einen besonders bösen Claudio Ruffini sowie Pietro Torrisi bewundern und ich glaube auch Fortunato Arena mal kurz gesehen zu haben.

Bild Bild Bild Bild Bild
Bild Bild Bild Bild Bild

Die Atmosphäre von Shango, la pistola infallibile ist düster, ja schon fast apokalyptisch und die Stimmung dreckig und desillusionierend. Die Gegend, in der die Geschichte spielt, ist ein in herbstliche, kalte brauntöne gefärbtes Niemandsland, in dem allein das Gesetz des Stärkeren herrscht. Inszeniert ist der Streifen von Mulargia recht einfallsreich und ist mit einer Menge sehr schöner und gelungener Szenen gespickt. Der Vorspann ist bereits ausgezeichnet, wenn der völlig verwirrte Shango in einem Käfig auf einem Baum aufgehängt ist und der gesamte Vorspann mit einem, in weiter ferne scheinenden, Soldatenchor anstatt einer Titelmelodie unterlegt ist. Wenig gelungen find ich hingegen die Schießereien, bei denen Shango erstens endlos Munition in seinem Colt zu haben scheint und zweitens die Gegner teilweise schon Pirouetten drehen bevor sie überhaupt getroffen wurden. Das ist aber auch eine der wenigen negativen Aspekte, die man an dem Film bemängeln kann. Ein paar logische Löcher hat die Story zwar auch noch vorzuweisen aber die fallen nicht besonders störend auf.

Der Soundtrack von Gianfranco Di Stefano ist ungewöhnlich und sehr gelungen. Am besten gefallen hat mir das Stück zum Volksfest gegen Ende des Films. Die Musik hält sich aber dezent im Hintergrund und es dominiert eher die sehr schöne, effektive und teils sogar gespenstische Geräuschkulisse. Die Synchronisation ist für eine Neusynchro sicherlich recht ordentlich trotzdem hat mir der Film in der italienischen Fassung weitaus besser gefallen. Die Koch Media DVD aus der Regenbogen Collection ist hervorragend ausgefallen. Wir bekommen ein wirklich sehr schönes Bild präsentiert und auch der Ton kann sich hören lassen.

Shango, la pistola infallibile ist ein äußerst düsterer, apokalyptischer und unterhaltsamer Western, der sich nahtlos in eine Reihe wunderbarer kleiner Genrewerke von Edoardo Mulargia einreiht. Für Steffen ist die Rolle des Titelhelden Shango eine Paraderolle, die er sich wohl selbst auf den Leib geschrieben hat. Überzeugen können ansonsten noch die Darsteller, allen voran Fajardo und Poli, sowie die hervorragende Kameraarbeit und der ungewöhnliche Soundtrack. Wer gute und etwas ungewöhnliche Unterhaltung sucht liegt hier mit Sicherheit richtig. Für mich hat Shango auch die Vorfreude auf den Mulargia/Steffen-Streifen Al tropico del cancro (Inferno unter heißer Sonne) mächtig gesteigert.


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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 12.03.2012 15:39 
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Hab` mir den Streifen die Tage auch nochmal angesehen (DVD aus
der Koch Reihe ), kann aber meinem bereits oben geposteten
Kommentar leider nichts positives hinzufügen.

Das Low Budget Streifen nicht unbedingt auch wie solche aussehen
müssen wurde ja bereits hundertfach bewiesen, hier wirkt aber alles
verdammt billig.

Die Anfangssequenz hat zugegebenermaßen was, insgesamt ist
der Streifen aber wirklich sehr öde.
Ausserdem habe ich Steffen ( und ich bin wirklich ein grosser Freund
von Stoneface ) nie schlechter agieren sehen.
Einzig Fajardo versucht zu retten was eigentlich nicht zu retten ist,
kommt aber über eine Durchschnittsleistung auch nicht hinaus.

Sehr schade, und qualitativ für mich der schwächsten der Regen-
bogenreihe ( wenn auch technisch richtig gut aufbereitet )


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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 12.03.2012 15:58 
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Ja, trainspotting, deiner Meinung war ich nach der ersten Sichtung auch. Nachdem ich ihn mir aber nach einiger Zeit dazwischen noch einmal angesehen habe war ich doch positiv überrascht und habe meine frühere Meinung doch noch revidiert. Ein wichtiger Faktor war, das ich dieses Mal die italienische Fassung angesehen habe, denn die deutsche Synchro nimmt dem Film einen Teil seiner Atmosphäre und lässt ihn noch billiger wirken als er eh schon ist und auch Steffen kommt in der deutschen Fassung noch schlechter weg. Wer sich Shango ansschaut sollte das unbedingt mit der italienischen Synchro machen.


Zuletzt geändert von nerofranco am 12.03.2012 15:59, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 12.03.2012 18:02 
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Werde ich mal versuchen, aber erst in ein paar
Wochen ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 14.03.2012 18:47 
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Hab den Streifen jetzt zum zweiten Mal gesehen.

Steffen mag jetzt kein Gott der Schauspielkunst sein, man sieht ihm aber an, dass er sich für diesen Film sehr ins Zeug gelegt hat. Beachtlich finde ich nach wie vor, dass Mulargia es schafft, mit diesen billigen Locations eine herrlich surreale Endzeitstimmung heraufzubeschwören, vor allem die ersten und letzten Filmminuten hinterlassen durch Fajardos unnachvollziehbare Handlungen und Gianfranco Di Stefanos minimalistischen Score einen gewaltigen Eindruck.
Im Mittelteil mutiert "Shango" leider stellenweise zu einem stinknormalen Durchschnittswestern, nichtsdestotrotz:
Sehenswert.

7/10


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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 30.12.2012 18:02 
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Den fand ich richtig übel! Beim zweiten Anlauf habe ich dann gerade so bis zum Ende durchgehalten. Das sagt wohl schon alles. :roll:

Positiv:

- kurze Laufzeit
- leichte Anflüge von Atmosphäre
- schön runtergekommenes Setting

Negativ:

- so gut wie keine Story
- so gut wie kein Soundtrack
- Spannung kaum vorhanden
- Steffen und Fajardo vermutlich auf dem Tiefpunkt ihrer "Schauspielkunst"

Fazit: DVD fliegt aus der Sammlung! Wenn jemand Interesse an der Scheibe hat, bitte PN an mich.

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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 01.01.2013 17:23 
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Chet hat geschrieben:
Den fand ich richtig übel! Beim zweiten Anlauf habe ich dann gerade so bis zum Ende durchgehalten. Das sagt wohl schon alles. :roll:

Positiv:

- kurze Laufzeit
- leichte Anflüge von Atmosphäre
- schön runtergekommenes Setting

Negativ:

- so gut wie keine Story
- so gut wie kein Soundtrack
- Spannung kaum vorhanden
- Steffen und Fajardo vermutlich auf dem Tiefpunkt ihrer "Schauspielkunst"

Fazit: DVD fliegt aus der Sammlung! Wenn jemand Interesse an der Scheibe hat, bitte PN an mich.



Warst du das nicht, der die Fidanis etc. mit solcher Begeisterung angesehen hat.
Und dann führst du als negative Gesichtspunkte "so gut wie keine Story" und "Spannung kaum vorhanden" auf ? :shock: ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 01.01.2013 17:37 
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El Puro hat geschrieben:
Chet hat geschrieben:
Den fand ich richtig übel! Beim zweiten Anlauf habe ich dann gerade so bis zum Ende durchgehalten. Das sagt wohl schon alles. :roll:

Positiv:

- kurze Laufzeit
- leichte Anflüge von Atmosphäre
- schön runtergekommenes Setting

Negativ:

- so gut wie keine Story
- so gut wie kein Soundtrack
- Spannung kaum vorhanden
- Steffen und Fajardo vermutlich auf dem Tiefpunkt ihrer "Schauspielkunst"

Fazit: DVD fliegt aus der Sammlung! Wenn jemand Interesse an der Scheibe hat, bitte PN an mich.



Warst du das nicht, der die Fidanis etc. mit solcher Begeisterung angesehen hat.
Und dann führst du als negative Gesichtspunkte "so gut wie keine Story" und "Spannung kaum vorhanden" auf ? :shock: ;)

:D


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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 05.01.2013 00:06 
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El Puro hat geschrieben:
Chet hat geschrieben:
Den fand ich richtig übel! Beim zweiten Anlauf habe ich dann gerade so bis zum Ende durchgehalten. Das sagt wohl schon alles. :roll:

Positiv:

- kurze Laufzeit
- leichte Anflüge von Atmosphäre
- schön runtergekommenes Setting

Negativ:

- so gut wie keine Story
- so gut wie kein Soundtrack
- Spannung kaum vorhanden
- Steffen und Fajardo vermutlich auf dem Tiefpunkt ihrer "Schauspielkunst"

Fazit: DVD fliegt aus der Sammlung! Wenn jemand Interesse an der Scheibe hat, bitte PN an mich.



Warst du das nicht, der die Fidanis etc. mit solcher Begeisterung angesehen hat.
Und dann führst du als negative Gesichtspunkte "so gut wie keine Story" und "Spannung kaum vorhanden" auf ? :shock: ;)


Das ist einfach zu erklären. Fidani mag zwar nicht unter den besten Bedingungen gearbeitet haben, ist aber wenigstens richtig (unterhaltsam-)schlecht und trotzdem zum Teil ideenreich. Mulargia hingegen bleibt gnadenlos in der handwerklich noch passablen, aber völlig uninspirierten Mittelmäßigkeit stecken.

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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 05.01.2013 20:41 
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Chet hat geschrieben:

Das ist einfach zu erklären. Fidani mag zwar nicht unter den besten Bedingungen gearbeitet haben, ist aber wenigstens richtig (unterhaltsam-)schlecht und trotzdem zum Teil ideenreich. Mulargia hingegen bleibt gnadenlos in der handwerklich noch passablen, aber völlig uninspirierten Mittelmäßigkeit stecken.


Unterhaltsam-schlecht ? Was soll das sein ? Sorry, das Wort ist für mich völlig sinnfrei.
Was den Mulargia betrifft, ist dies vielleicht deine Sichtweise, aber Mulargia hatte meistens unter genau so schlechten Bedingungen gearbeitet und hatte meistens genauso wenig Budget zur Verfügung. Also dies greift hier nicht.
Und selbst wenn ich deiner Argumentation folgen wurde und ihm Mittelmäßigkeit zugestände (wovon ich weit entfernt bin), halte ich "Mittelmäßigkeit" immer noch für besser als "schlecht". Und bei Fidani's Filmen kann man sicher viel erkennen, außer Ideenreichtum. Was du unter der Definition im Zusammenhang mit seinen Filmen meinst, das fehlen mir die Ideen. ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 21.06.2015 09:41 
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Mal wieder mit dem ital. Ton versucht und der Streifen ist damit eindeutig besser.
Konnte mich diesmal sogar mit dem Drehort anfreunden - ein Dorf im Niemandsland,welches nichts vom amerik.Bürgerkriegsende mitbekommen hat.Fajardo,der mir hier ausgezeichnet gefällt und seine Südstaatler kooperieren mit Poli und seiner Mexikanerbande,Steffen als Nordstaatler ballert sich durch und löscht sie aus.
Minimalistische Geschichte von Mulargia,die eine hoffnungslose,düstere Stimmung erzeugt und sich dabei aufs wesentliche beschränkt.Ein Fest der mexik. Peones,das dem Finale vorausgeht,läßt trotz der Feierlaune (kommt sehr gut rüber) sofort erahnen,daß es hier zu keinem guten Ende führt.Der kleine Fioravanti (u.a. Django - Kreuze im blutigen Sand) ist mit von der Partie und Frau Giorgelli hat ebenfalls einen kleinen Auftritt.
Für mich inzwischen weit überm Durchschnitt,fast schon gut - 6,5/10


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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 21.06.2015 14:54 
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So, gerade eben die Erstsichtung auf deutsch vollzogen.
Ich weiß, dass ich irgendwo, irgendwann geschrieben habe, dass ich den Film für eine absolute Gurke halte, aber das kann man hiermit vergessen.
Denn: 1. fand die Erstsichtung zu einer Zeit statt, als ich mit Steffen noch überhaupt nichts anfangen konnte und 2. war das auf englisch mit spanischen Untertiteln auf YT.
Jedenfalls möchte ich festhalten, dass mir der Film jetzt ausgezeichnet gefallen und mich sehr gut unterhalten hat.
Ich mag die fast schon apokalyptische Stimmung und auch der eindeutige Low-Budget-Charakter hat mich nicht gestört.
Auch ein Hauch von Surrealismus sorgt für eine schöne Atmosphäre, neben einigen sehr netten Einfällen, wie z.B. die bis zum Kopf eingegrabenen Frauen und die mit Öl ausgegossenen Gräben rund um sie, die angezündet werden.
Überraschenderweise finde ich bei dem Film auch die Schießereien sehr gelungen, die mir sonst bei Mulargia ja immer als Schwäche aufgefallen sind.
Auch die größere ziemlich am Anfang im Wald sieht sehr gut aus und ist vor allem auch recht schnell geschnitten.
In schauspielerischer Hinsicht gibt's ebenfalls nicht zu kritisieren, sogar Anthony Steffen, den ja die meisten anscheinend als besonders mies empfinden in dem Film, hat mir, speziell hier, ausgezeichnet gefallen.
Ich könnte mir für diese Rolle keinen besseren vorstellen.
Besonders hervorstechend ist dabei auch Eduardo Fajardo, der mit seiner stellenweise fast schon besessen anmutenden Art schön fies rüberkommt.
Ein Vergleich mit seiner Rolle als Major Jackson in DJANGO ist durchaus berechtigt, denn es kommt einem stellenweise so vor, als würde er hier genau die Rolle noch einmal spielen.
Die Musik von Gianfranco Di Stefano ist sehr minimalistisch gehalten, was aber in dem Fall auch passt (und gefällt).
Bezüglich der Synchro kann ich nur sagen, von den Dialogen her, recht gelungen, nur die Stimmen passen nicht immer und die Schussgeräusche sind anfangs sehr dumpf, aber das legt sich mit der Zeit und somit bleibt trotzdem alles in einem akzeptablen Rahmen.

Fazit: Schöner, erfrischend andersartiger IW, von dem ich letztendlich doch sagen kann, dass sich die Anschaffung gelohnt hat.
7,5/10


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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 21.06.2015 17:12 
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Eine sehr positive Einschätzung eines meiner Meinung nach immer
noch ziemlich unterdurchschnittlichen Streifens.
Aber schön das er Dir so gefallen hat ;)


Zuletzt geändert von trainspotting am 21.06.2015 19:01, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 21.06.2015 17:45 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Ich weiß, dass ich irgendwo, irgendwann geschrieben habe, dass ich den Film für eine absolute Gurke halte, aber das kann man hiermit vergessen.

Fand den nach der ersten Sichtung (Franco Cleef) auch schwach.
Aber hast schon Recht,das ist eigentlich ein guter Streifen ... war einfach zu geizig noch einen halben Punkt draufzupacken.


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 Betreff des Beitrags: Re: AW: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 18.11.2015 13:12 
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So, jetzt war der auch endlich mal dran (OmU). Eigentlich ein ganz netter C-Vertreter mit erstaunlich vielen bekannten Gesichtern in z.T. kleinsten Rollen und einigen wirklich ansprechenden kleinen Ideen und Gimmicks. Kann man gucken.


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 Betreff des Beitrags: Re: AW: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 18.11.2015 14:34 
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Jetzt will ich nur zu gerne wissen, wie du darauf kommst:
ephedrino hat geschrieben:
Eigentlich ein ganz netter C-Vertreter


wenn du im gleichen Satz schreibst:
ephedrino hat geschrieben:
einigen wirklich ansprechenden kleinen Ideen und Gimmicks.


Von daher kann das überhaupt kein C-Western, sondern höchstens ein etwas schwächerer B-Western sein.
Die C-Western fangen doch erst bei Leuten, wie Fidani, Batzella usw. an und davon ist SHANGOS LETZTER KAMPF weit entfernt.
Der Film unterhält gut, ist für Mulargia-Verhältnisse sehr ordentlich inszeniert, hat eine spezielle Atmosphäre, die man nicht in jedem zweiten IW findet.


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 Betreff des Beitrags: Re: AW: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 18.11.2015 15:12 
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Ganz einfach: Budget.

Noch kurz allgemein: B-Movie hat (für mich) nichts mit Qualität zu tun. Wenn ein Studio früher dem einen Film seine Top-Stars und eine große Werbekampagne spendiert hat (A-Movie), einem gleichzeitig entstandenen Film jedoch keines von beiden (B-Movie), kann der B-Film sehr viel besser sein als der A.

So ist ein C-Western für mich sichtbar ohne Budget entstanden, kann aber dennoch spitze sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: AW: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 18.11.2015 18:37 
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Sbirro Di Ferro hat geschrieben:
Jetzt will ich nur zu gerne wissen, wie du darauf kommst:
ephedrino hat geschrieben:
Eigentlich ein ganz netter C-Vertreter


wenn du im gleichen Satz schreibst:
ephedrino hat geschrieben:
einigen wirklich ansprechenden kleinen Ideen und Gimmicks.


Von daher kann das überhaupt kein C-Western, sondern höchstens ein etwas schwächerer B-Western sein.
Die C-Western fangen doch erst bei Leuten, wie Fidani, Batzella usw. an und davon ist SHANGOS LETZTER KAMPF weit entfernt.
Der Film unterhält gut, ist für Mulargia-Verhältnisse sehr ordentlich inszeniert, hat eine spezielle Atmosphäre, die man nicht in jedem zweiten IW findet.


Ideen haben nichts mit den Produktionsbedingungen zu tun. Daher nur mal zum Anlesen:
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 Betreff des Beitrags: Re: SHANGOS LETZTER KAMPF - Edoardo Mulargia
BeitragVerfasst: 16.12.2015 22:50 
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Den habe ich mir jetzt auch einmal auf italienisch angesehen.
Im Prinzip das gleiche, wie bei EIN SCHUSS ZUVIEL, also mach ich's kurz.
Die italienische Fassung hat eine bessere Tonqualität- und mischung und passendere Stimmen, folglich hört sich das ganze besser an.
Auch in diesem Fall ist also die italienische Synchro eindeutig vorzuziehen!


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