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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: DER GROßE ANGEBER - Claude Pinoteau
PostPosted: 28.07.2016 22:38 
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Der große Angeber (a.k.a. Ein Großer und ein kleiner Gauner)


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Originaltitel: Le Grand Escogriffe
Herstellungsland: Frankreich/Italien
Herstellungsjahr: 1976
Regie: Claude Pinoteau
Drehbuch: Claude Pinoteau, Michel Audiard, Jean Herman nach Rennie Airth
Kamera: Jean Collomb
Musik: Georges Delerue
Darsteller: Yves Montand, Agostina Belli, Claude Brasseur, Adolfo Celi, Aldo Maccione, Valentina Cortese


Wie ein Geist aus früheren Zeiten taucht Emile Morland erneut im Leben von Aristide Bronsky auf. Der arbeitet mittlerweile als Busunternehmer und kutschiert Touristen die südfranzösische Küste entlang. Mit Morland verbindet ihn eine kriminelle Vergangenheit, an die er lieber nicht erinnert werden möchte. Doch sein ehemaliger Gaunerkollege, dessen verschmitztem Charme bislang noch niemand widerstehen konnte, hat einen Plan im Gepäck: den letzten Coup, sein Meisterstück. Quelle: WDR


Und dieser Plan, den Morland (ganz wunderbar: Yves Montand) dem ehrlich gewordenen Bronsky (irgendwie niedlich: Claude Brasseur) andienen will, ist nicht gerade "Gentlemanlike": Er will ein Kleinkind 'besorgen' und es dann gegen den Sproß des dubiosen Unternehmers Rifai (wie immer, diabolisch-verführerisch: Adolfo Celi) austauschen und sich den Rücktausch angemessen vergolden lassen. Hierzu engagiert man die 'leichtlebige' Amandine (zum Verlieben: Agostina Belli) als "Übergangsmutter", die sich um die Kindchen, während des Coups, kümmern soll.

Ein "Leihobjekt" ist schnell gefunden. Der Kleinkriminelle Tony und seine Mutter sind bereit, ihren Wonneproppen zur Verfügung zu stellen. Eigentlich müsste man diese beiden dafür hassen! Aber 'leider' wird Tony von Aldo Maccione, in seiner typisch trotteligen Art gespielt, die aber durchaus, aufgrund seiner recht imposanten Körperlichkeit, nicht ungefährlich wirkt. Hier muss man noch anmerken, dass Pinoteau, der eigentlich grundsätzlich unmoralischen Story, durch sein komödiantisches Geschick Abmilderung verleiht.

Nun also, der Austausch klappt. Aber ojeh, dem Dubiosi Rifai gefällt das neue Kind viel besser als sein eigenes, weil dieses, im Gegensatz zum eigenen Sproß kein Schreikind, sondern ein ganz liebes Bürschchen ist. Und so ist er nicht mehr bereit den Proppen wieder herzugeben.

In der Zwischenzeit hat sich Bronsky schon Hals über Kopf in die liebenswerte Amandine verknallt und sie hat ebenfalls Gefühle für den geläuternden "kleinen Mann" mit dem großen Herzen entwickelt. Und so setzen beide alles daran, "ihr", inzwischen von Tony abgekauftes, Kind wiederzubekommen. . . .



Dies ist eine ganz feine Komödie, die im Prinzip von einem recht ungewöhnlichen Thema für eine solche ausgeht: Kindesentführung und Erpressung! In den Händen von Pinoteau und mit den herrlichen Darstellern, funktioniert diese "Unmoralität" aber ganz ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben ist Yves Montand als Varieté-artiger Gauner, der immer Stil bewahrt, aber dessen Charakterschwächen, bei aller Liebenswürdigkeit, vom guten Drehbuch auch offengelegt werden.


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