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Die Eurocult-Liebhaber-Lounge
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 Post subject: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 15.02.2016 12:29 
EX MACHINA
England 2015
Regie: Alex Garland
Darsteller: Domhnall Gleeson, Oscar Isaac, Alicia Vikander
Musik: Geoff Barrow, Ben Salisbury
Buch: Alex Garland

Story:
Der Programmierer Caleb (Domhnall Gleeson) gewinnt bei einem firmeninternem Wettbewerb den Hauptpreis: Er darf Unternehmenschef Nathan (Oscar Isaac) in seinem abgeschiedenen High-Tech-Haus in den Bergen Alaskas besuchen. Erst als er dort ankommt, eröffnet ihm Nathan, dass er als Sieger der Ausschreibung in Wahrheit der Teilnehmer eines wissenschaftlichen Tests ist. Er soll den von Nathan geschaffenen Gynoiden Ava mehrere Tage lang in Einzelsitzungen befragen und herausfinden, ob Ava tatsächlich menschliches Bewusstsein entwickeln kann. Als Caleb beginnt, Gefühle für Ava zu entwickeln, verbünden sich beide allmählich gegen deren Schöpfer Nathan...

Meine Meinung:
EX MACHINA ist ja schon etwas bekannter aber vielleicht hat der ein oder andere diesen Film noch nicht gesehen und wird nun erinnert oder aufmerksam.
EX MACHINA ist ein kleines Kammerspiel mit einer intelligenten und sehr spannenden Story. Die ganze Umsetzung gefällt mir und ganz besonders die Ruhe der Inszenierung, die visuell und schauspielerisch sehr anspruchsvoll ist.
Wer die reine Replikantenthematik in BLADE RUNNER mochte, könnte auch an EX MACHINA gefallen finden.
Es ist schon fast unglaublich wie sexy eine "Maschine" wirken kann.

10/10

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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 15.02.2016 13:05 
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Hat mir auch sehr gut gefallen, aber die Höchstwertung würde ich nicht vergeben. 8/10 scheint mir angemessener. Würde den Film auch weiterempfehlen, aber erwartet kein Meisterwerk.

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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 15.02.2016 19:31 
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Djabartana wrote:
Hat mir auch sehr gut gefallen, aber die Höchstwertung würde ich nicht vergeben. 8/10 scheint mir angemessener. Würde den Film auch weiterempfehlen, aber erwartet kein Meisterwerk.

Sehe ich auch so.
Hat mir auch richtig gut gefallen, aber so wirklich bahnbrechend neue oder erhellende Facetten fügt der Film der Thematik (Künstliche Intelligenz) nicht hinzu.

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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 23.02.2016 15:58 
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Der ist sogar kriminell überbewertet!
Jede TWILIGHT ZONE Folge mit dem Thema ist gehaltvoller!
Mir hat der Film zwar gefallen, aber gerade dann als er interessant wird, hört er auf ....


Last edited by Der_bärtige_Unsympath on 24.02.2016 00:47, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 23.02.2016 20:47 
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Der_bärtige_Unsympath wrote:
Der ist sogar kriminell überbewertet!
Jede TWILIGHT ZONE Folge mit denm Thema ist gehaltvoller!
Mir hat der Film zwar gefallen, aber gerade dann als er interessant wird, hört er auf ....

Ja, das ist halt wieder so n typischer Film für Leute, die (noch) nicht viele Filme gesehen haben. Genau die überhypen halt mal gerne Sachen, die zwar an für sich wirklich gut sind, aber eben auch schon in dieser, oder gar besserer, Qualität schonmal da waren.

We're gettin' old!

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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 23.02.2016 22:16 
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TRAXX wrote:
Ja, das ist halt wieder so n typischer Film für Leute, die (noch) nicht viele Filme gesehen haben. Genau die überhypen halt mal gerne Sachen, die zwar an für sich wirklich gut sind, aber eben auch schon in dieser, oder gar besserer, Qualität schonmal da waren.



Nö, ist einfach ein starker Film, der auch locker bei denen punkten kann die schon ca 11 -12000 Filme zu viel gesehen haben.


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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 24.02.2016 00:32 
Stanton wrote:

Nö, ist einfach ein starker Film, der auch locker bei denen punkten kann die schon ca 11 -12000 Filme zu viel gesehen haben.



Ex Machina ist stark und das obwohl ich auch verdammt viel kenne.


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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 24.02.2016 00:48 
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Also, ich finde TRAXX hat recht - und ich ...


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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 24.02.2016 01:05 
Der_bärtige_Unsympath wrote:
Also, ich finde TRAXX hat recht - und ich ...



Jetzt wird es aber spammig hier. ;)


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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 24.02.2016 01:31 
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Ach wird doch alles zu heiß aufgekocht um dann mit der alten Leier -dem abgeschmacksten aller Tricks- der "Jungfrau in Nöten" um die Ecke zu kommen. Am Ende bildet sich der Film, beim einfach Runterbeten von Genre- und Geschlechtersklischees, noch was ein - ohne die eigentlich interessanten Aspekte, die er immer wieder ins Bild rückt, aufzugreifen (etwa die des weiblichen Deko-Sklaven-Fickfleischs jenseits ihrer angedachten 'Funktion'; so Under The Skin andersrum). Das der Film darüber allgemein noch so überaffektiert daherkommt macht den gut gemeinten Stilwillen und potentiell durchaus funktionierende Spannungsmomente irgendwie auch wieder madig, dazu dem Zuschauer in jeder Sekunde unter die Nase reiben zu müssen wie clever und so-phisticated man ist (ohne dabei wirklich was aufs Tablett zu bringen) hilft nicht. Am Ende steht man sich vor allem selbst im Wege und verspielt gute Ansätze. Alles in alles trotzdem ganz nett und unterhaltsam und immerhin unter Trash-Gesichtspunkten wegen der hemmlungslosen Zeitgeistlichkeits-Ploitation schon jetzt für einige Lacher gut. Wie es noch einfältiger geht zeigt dieser andere Film, wo Johnny Depp das Internet spielt. Der war dagegen monolitisch Chauvinistisch und hemmlungslos aufgedunsen und triefig (natürlich nicht so wie ein echter Nolan) aber dabei halt weniger anziehend als dieser, weil einfach noch bratziger (da kann man fast nur noch hämen und das macht mir nicht so Spass). Auf der anderen Seite gibts dann quirky HER der dann im Gegensatz zu Detox-Machina nur rumnervt mit blasiert-geschniegelter Eingebildheit. Was ich damit sagen will, von den ganzen Computermenschen-Filmen die in letzter Zeit gesehen habe ist EXM noch am hoffungsvollsten gescheitert.

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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 24.02.2016 01:49 
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chakunah_2072 wrote:
Ach wird doch alles zu heiß aufgekocht um dann mit der alten Leier -dem abgeschmacksten aller Tricks- der "Jungfrau in Nöten" um die Ecke zu kommen. Am Ende bildet sich der Film, beim einfach Runterbeten von Geschlechtersklischees, noch was ein - ohne die eigentlich interessanten Aspekte, die er immer wieder ins Bild rückt, aufzugreifen (etwa die des weiblichen Deko-Sklaven-Fickfleischs jenseits ihrer angedachten 'Funktion'; so Under The Skin andersrum). Das der Film darüber allgemein noch so überaffektiert daherkommt macht den gut gemeinten Stilwillen und potentiell durchaus funktionierende Spannungsmomente irgendwie auch wieder madig, dazu dem Zuschauer in jeder Sekunde unter die Nase reiben zu müssen wie clever und so-phisticated man ist (ohne dabei wirklich was aufs Tablett zu bringen) hilft nicht. Am Ende steht man sich vor allem selbst im Wege und verspielt gute Ansätze. Alles in alles trotzdem ganz nett und unterhaltsam und immerhin unter Trash-Gesichtspunkten wegen der hemmlungslosen Zeitgeistlichkeits-Ploitation schon jetzt für einige Lacher gut. Wie es noch einfälltiger geht zeigt dieser andere Film, wo Johnny Depp das Internet spielt. Der war dagegen monolitisch Chauvinistisch und hemmlungslos aufgedunsen und triefig (natürlich nicht so wie ein echter Nolan) aber dabei halt weniger anziehend als dieser, weil einfach noch bratziger (da kann man fast nur noch hämen und das macht mir nicht so Spass). Auf der anderen Seite gibts dann quirky HER der dann im Gegensatz zu Detox-Machina nur rumnervt mit blasiert-geschniegelter Eingebildheit. Was ich damit sagen will, von den ganzen Computermenschen-Filmen die in letzter Zeit gesehen habe ist EXM noch am hoffungsvollsten gescheitert.

Oder so! 8-) ;)
All die von dir aufgezählten Filmchen hinterlassen bei mir nur so n recht neutrales (fast gleichgültiges) Schulterzucken: Tut alles nicht weh, ist zum Teil irgendwie cool (UNDER THE SKIN) oder auch n bisschen herzerwärmend (HER), aber so richtig begeistern kann ich mich für keinen von den Streifen.

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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 24.02.2016 02:05 
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Also "Under The Skin" fand ich von allen genannten noch mit Abstand am Besten (ich finde den gut, sehr gut sogar)! Da er ästhetisch eindrucksvoll rum-meandert und es dazu erstmal ganz einfach nur darum geht, dass etwas zum empathischen Wesen wird nur am dann
-weil man es nicht ficken kann- totgeschlagen und verbrannt zu werden. Das ist fatalistisch und trostlos aber doch auch irgendwie hoffnungsvoll im Ablauf der Ereignisse.
Dagegen ist der Andere aufgedunse Quatsch mit den Computermenschen doch wirklich nur versucht sich dem eher uninteressierten und mainstream-sozialisierten Zuschauer, als irgendwas bahnbrechendes zu verkaufen (wichtig dabei sich dem Zuschauer zu verkaufen, statt es einfach zu machen). Genau das macht UTS nicht, der ist über weite strecken ja völlig unaufgeregt und verkneift sich irgendwelche Sinnsprüche.

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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 24.02.2016 02:17 
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chakunah_2072 wrote:
Also "Under The Skin" fand ich von allen genannten noch mit Abstand am Besten (ich finde den gut, sehr gut sogar)! Da er ästhetisch eindrucksvoll rum-meandert und es dazu erstmal ganz einfach nur darum geht, dass etwas zum empathischen Wesen wird nur am dann
-weil man es nicht ficken kann- totgeschlagen und verbrannt zu werden. Das ist fatalistisch und trostlos aber doch auch irgendwie hoffnungsvoll im Ablauf der Ereignisse.
Dagegen ist der Andere aufgedunse Quatsch mit den Computermenschen doch wirklich nur versucht sich dem eher uninteressierten und mainstream-sozialisierten Zuschauer, als irgendwas bahnbrechendes zu verkaufen (wichtig dabei sich dem Zuschauer zu verkaufen, statt es einfach zu machen). Genau das macht UTS nicht, der ist über weite strecken ja völlig unaufgeregt und verkneift sich irgendwelche Sinnsprüche.

Auch hier Zustimmung.
Von den 4en finde ich UNDER THE SKIN ebenfalls am Besten. Alleine wegen den herrlich düsteren und stylishen Bildern und seinem Soundtrack - also auf rein formaler Ebene macht der einiges her!
(Und... *hüstel* ... Scarlett Johansson nackt! 8-) )

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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 24.02.2016 03:11 
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TRAXX wrote:
(Und... *hüstel* ... Scarlett Johansson nackt! 8-) )

War klar... ist aber auch wichtig für die Entwicklung des Charakters :lol: (so wie bei Password Swordfish Halle Berry)

...nochmal zu Ex-Suchmachina: Gute Trashmoment, alle "Ansprachen" von Prince -quoteable- John, besonders wie er Miss Fuckbot aus Big-Data gebaut hat, als Chef von Google,
die Geschichte wo dieser Martin Freeman Verschnitt denkt er sei selbst ein Computer; sich die Arme aufschneidet; in-sich völlig unmotiviert und scheinbar hat man hier nur an den Zuschauer gedacht; "Die Leute fragen sich bestimmt ob es nicht ein Doppel-Twist ist" usw. ausserdem Terminator und so).
Naja die Wissenschaftlichkeit und hochdubiose Durchführung des sowieso überholten (Turing-)Tests als Beweis für irgendwas (hat bei Blade Runner doch auch super funktioniert) ist überdies ungefähr so naheliegend wie die Geschichte mit der Gehirnkapazität bei Lucy als ernsthaft profunde Idee zu verkaufen (da gibt Johanson nicht als Nackt dafür als USB-Stick!); [Lucy vertrash sich natürlich selbst hat aber trotzdem noch genug post-ironischen Hochmut, vielleicht gar nicht schlecht].
Dem halbwegs aufgeklärten Genre-Fan gehen bei der Ausgangs-Situation doch sowieso alle Glocken an (größenwahnsinniger Firmen-Chef mit Gott-Komplex und Green-Smoothie-Bro-Attitüde sperrt unterfickten Nerd mit Super-Sexy-Chicks in unterirdischen-lebensfeindlichen-computergesteurten Designer-Bunker um ein HOCHwissenschaftliches Experimente durchzuführen).
Der Film hätte auch ohne den ganzen Plumps funktioniert (also vor allem den ganzen Quatsch den der Google-Chef redet), wahrscheinlich sogar deutlich besser. Aber es wurde ja gesagt, am Ende gehts eigentlich los (die Vorgeschichte hätte es nicht gebraucht, 2-3 Sätze, passt schon); dann ist es aber schon vorbei. Dann halt doch nochmal, den von Italo ins Spiel gebrachten, Blade Runner gucken (der ist wengistens Bombast und präsentiert keine einfältige Erklärungen, sondern hat Spass am Zurückstrahlen und der Verunsicherung, interessiert sich überdies vor allem für die Sehnsüchte und die Abgründigkeit seiner Figuren/Welt). Selbst solche Trännendrücker wie A.I. sind vom Ansatz (von der Ausfürhung sowieso) erfolgreicher als dieser schon im Ansatz überkonstruierte, oberflächliche Krampf.

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Last edited by chakunah_2072 on 24.02.2016 14:15, edited 1 time in total.

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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 24.02.2016 12:14 
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Das ist zwar lustig geschrieben, aber auch nur eine mögliche Sicht auf diesen, wie auch auf die anderen genannten Filme.

Warum man stattdessen gerade Blade Runner schauen soll wenn man keine einfältigen Erklärungen mag ist geheimnisvoll, und der halbwegs aufgeklärte Genre Fan hat in der Masse ohnehin jederzeit andere Vorstellungen welche Filme plumpsen und welche nicht. Mir jedenfalls wäre es lieber gewesen Scarlett hätte ihre Klamotten anbehalten.


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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 24.02.2016 12:43 
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Stellenweise fand ich den sehr spannend mit tollen, sehr gekonnt eingeleuchteten Bildern und unaufdringlichen aber starken SFX. Lustig die beiden STAR WARS VII-Kontrahenten Gleeson und Isaac in völlig anderen, geradezu gegensätzlichen Rollen zu sehen. :D Gut gespieltes Sci-Fi-Kammerspiel, kein großer Klassiker aber ein kleines Genrejuwel.


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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 24.02.2016 14:56 
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Stanton wrote:
Das ist zwar lustig geschrieben, aber auch nur eine mögliche Sicht auf diesen, wie auch auf die anderen genannten Filme.

Das es so ist, unfraglich. Mich würde hier aber natürlich das Wie und Warum der anderen Sichtweise interessieren.

Stanton wrote:
Warum man stattdessen gerade Blade Runner schauen soll wenn man keine einfältigen Erklärungen mag ist geheimnisvoll, und der halbwegs aufgeklärte Genre Fan hat in der Masse ohnehin jederzeit andere Vorstellungen welche Filme plumpsen und welche nicht.

Blade Runner habe ich nur eingeworfen, weil italo damit ums Eck kam. An sich haben die Filme bis auf 'künstliche Menschen' nicht soviel gemein. Ich wollte auch nicht mit Gemeinplätzen arbeiten (Blade Runner ist natürlich ein solcher). Ich bin auch eigentlich gar nicht der "vorausschauende" Filmseher der irgendwas projeziert, überhaupt nicht, aber Sex-Machina zwingt einen in seiner "Versuchsanordnung" geradezu in diese Perspektive. Ich will ja auch gar nicht sagen, dass man immer irgendwas im Nebel lassen soll, damit es gut wird; aber es geht doch immer um den selbst formulierten Anspruch.

Stanton wrote:
Mir jedenfalls wäre es lieber gewesen Scarlett hätte ihre Klamotten anbehalten.

Aber wenn es dir um 'Under The Skin' geht, ist doch vor allem der Spiegelmoment essentiell wichtig auf dem Weg zum empathischen Wesen, Körpergefühl, Selbsterkenntnis usw. Zumal sich das von aussen wahrgenommen Sexobjekt (das gilt für ihre Funktion als Figur im Film als auch für geifernde Lustmolche im Film, wie im Publikum (wie von TRAXX gegeben) die Sie Full-Frontal sehen wollen (im Bestfall auch anschließend GV), als auch weiterhin für SH als Schauspielerin). Genau dieser Punkt des zurückwerfens, zusammen mit dem stets unübwindbaren Wunsch nach Nähe (also erneut auch explizit der Kinozuschauer) ist als Referenzraum doch schon 1000-fach ergiebiger (von diesen Sachen gibt ja zudem noch viel mehr bei UTS) als jeder Taschenspieler-Trick in ExM, der sich damit begnügt sein Fickfleisch auszustellen, das Master and Servant Thema (zufall das man eine stumme asiastische Haushalftshilfe/Sexklavin gewählt hat, wohl kaum) da auch noch einzubauen, aber rauskommen tut dabei nicht mehr als das Reüssieren regressiver Ähsthetik (die Problematik besteht im Kontext, sonst gern, lasst die prallen Möpse/Schwänze hüpfen, jederzeit). Der ebenso vorhandene Spiegelmoment in Ex-Ma, der ob der ganzen halb-demontierten Mecha-Babes und der Haut- und Tittentransplantation und dem Mission-Statement ganz anders konotiert ist, deutet dagegen höchstens etwas an (eben jene Selbsterkenntnis), dass dann aber keinerlei Resonanz findet (im gegensatz zu UTS). Das ist alles eher Vexierspiel mit dem Zuschauer als das man sich tatsächlich mit spannenden Konotationen der gezeigten Inhalten auseinandersetzen würde (am Ende redet wieder einer was von "automatic art" und will dann doch nur Eva-Alica nackt zeigen, weil halt geil). Dementsprechend spannt UTS nicht schon wegen der Wahl von Scarlett, obschon Frau Fickander mal die Frau vom Ex-Kumpel von Wikileaks gespielt hat (in einem weiteren Computerfilm), einen viel komplexeren Reigen. Selbst zur einfachen Triebabfuhr sind die klinisch-aseptischen Bilder von iEx-Mac doch weniger geeignet (vielleicht auch nicht, das ist sicher auch Präferenz). Wie gesagt, alle gelobten Filmen setzen dort an, wo ExM schon aufhört (Venusfliegenfalle) und nehmen sich dabei nicht mal halb so wichtig. Ich geh C-Beams am Tannhäuser schauen!

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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 24.02.2016 16:10 
chakunah_2072 wrote:
Blade Runner habe ich nur eingeworfen, weil italo damit ums Eck kam. An sich haben die Filme bis auf 'künstliche Menschen' nicht soviel gemein.


"Künstliche Menschen" sind in Blade Runner das Thema an sich. ;)


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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 29.02.2016 08:45 
1 Oscar für EX MACHINA adelt den Film schon ein bißchen. :)


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 Post subject: Re: EX MACHINA - Alex Garland
PostPosted: 29.02.2016 22:57 
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italo wrote:
1 Oscar für EX MACHINA adelt den Film schon ein bißchen. :)


Sagen wir anderthalb mit dem für Alicia ...


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